Ausgabe 
24.3.1899 Erstes Blatt
 
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eichtet, so komme» vo» de» in Hamburg beschäftigten 3000 Schneider» n»r etwa 1000 in Betracht, welche sich mi Ausstande beteiligt haben. Die Schneider-Innung hat bereits Vorkehrungen getroffen, um Arbeitskräfte von aus­wärts herbeizuziehen, falls sich dies als notwendig erweisen sollte. Auch in Altona ist den Meistern ein neuer Lohn- terif unterbreitet worden, bis jetzt sollen zehn Meister sich zur Annahme desselben bereit erklärt habe».

Vermischter.

CW. Verli», 22. März. Am 18. d. M. fand im Seuatszimmer der hiesigen Königlichen Universität unter bem Borsitz des Rektors Herrn Geheimen Medizinalrat Prof. Dr. Waldeyer eine Konferenz von Lehrern sämt- li.cher deutscher Hochschulen statt. Der Zweck der Kon- firenz war, die bisher bei der Einrichtung volkstümlicher fiurfc a» de» einzelnen Universitäten und technischen Hoch­schulen gemachten Erfahrungen zu besprechen und über eine etwaige weitere Ausdehnung des volkstümlichen Unterrichts d»rch Hochschullehrer zu beraten. Der von dem Berliner Komitee ergangenen Einladung waren 30 Professoren ge- ftlgt, eine gleiche Anzahl, die am Erscheinen verhindert wur, hatte in teilweis sehr eingehenden Schreiben ihre Sympathien für den zur Beratung stehenden Gegenstand enb ihre Ansicht über denselben ausgedrückt. Die Vertreter brr einzelnen Hochschulen berichteten über die bisher in ihren S tädte» getroffenen Einrichtungen zur Ausdehnung des Po- p»läre» Unterrichts. In den meisten Orten sind kaum die Anfänge vorhanden, besonders fehlen fast gänzlich die Ein- richtunge», die in erster Linie für Arbeiter bestimmt sind.

der Diskussion, an der sich namentlich die Herren T chmoller-Berlin, Post-Berlin, Conrad-Halle, Rein Jena, Diels-Berlin, Levis-Göttingen, Engler-Karlsruhe, Prutz- Kftuigsberg, Petersen-Kiel, Pucus-Freiburg u. a. beteiligten, hk b man die Notwendigkeit derartiger Einrichtungen hervor xnb betonte besonders die Pflicht der Hochschullehrer zur N'itarbeit. Die Anwesenden erklärten sich bereit, in ihren Slädte» für die Sache weiter zu wirken. Es wurde be- scs lossen, im nächsten Jahre in den Osterferien wieder in Berlin zusammenzukommen und über die inzwischen gemachten Er fahrungen und Fortschritte zu beraten. Die um 10 Uhr Krmittag begonnenen Verhandlungen wurden um 7a3 Uhr ui chrnittag geschlossen.

* Arnstadt. Die hiesige Deutsche Bahnmeister-, Wege« xi b Tiefbauschule wurde am 1. November v. I. mit einem Besuch von 31 Schülern, welche durch 8 Lehrer unterrichtet «erden, eröffnet. Von den Schülern besuchen 20 das rrfste und 11 das zweite Semester. Die letzteren haben be­reits Baugewerkschulen besucht und wollen sich an der hie- fyien Anstalt die ihnen für ihre Spezialfächer erforderlichen Koxntniffe erwerbe». Baugewerkschulen sind zur Ausbildung xcia Bahnmeistern, Wege- und Tiefbautechnikern wenig ge­eignet, weil diese Schüler hier eine Reihe von Lehrfächern im Unterrichte mitnehmen müssen, die für ihren Beruf ziemlich überflüssig sind, während sie in anderen, für die Mktische Ausübung ihres Berufes sehr wichtigen Lehr- |djf)fr» fast gar keinen Unterricht erhalten. Seitens vieler sta atlicher und privater Behörden wurden der Anstalt Zcich- tuingcn, Normalien re. in großer Anzahl überwiesen, sodaß ttt selbe über ein vorzügliches, der Praxis entnommenes vr tcrrichtsrnaterial verfügt. Daß die Einrichtung der Schule einem praktischen Bedürfnis entspricht, geht aus den zahl- kei'chen Zuschriften und Aeußerungen von Fachleuten hervor, vellche sich sowohl über die Organisation, als auch über den techrplan der Anstalt in lobendster Weise aussprechen. Die Iiuftalt steht unter Staatsaufsicht, und wird letztere im Auf- fccige des hohen Ministeriums durch Herrn Regierungs- und 8aurat Erlandsen, Sondershausen, als Staatskommissar «Wgeübt. Der Unterricht wird im Winter und im Sommer allen Semestern und allen Abteilungen in gleicher Weise Ktitili; eine Unterbrechung des Schulbesuchs ist mithin nicht ssorderlich. Für das Sommersemester 1899, welches am 1. Mai beginnt, liegen bereits viele Anfragen und auch Au- icllbungcn vor, sodaß voraussichtlich die Frequenz erheblich Ivnehmen wird. Aus diesem Grunde ist geboten, etwaige kn Meldungen rechtzeitig zu vollziehen. Weitere Auskunft »teilt die Direktion der Anstalt, von der auch Programme j» beziehen sind.

Professor theol. Schott in Stuttgart, Bibliothekar der iirtigcn königl. öffentlichen Bibliothek, ein hervorragender Zonscher der Reformation, ist am Samstag im Alter von tZ Jahren gestorben.

* Ueberschwemumug in der Sahara. Aus der algerischen Sahara, von Laghongt, wird gemeldet, daß an den Süd- idMngen des Atlas infolge fortgesetzt schlechten Wetters ulb wolkenbruchartigen Regens die Flüsse aus- Ittreien sind und die Ufergegenden meilenweit überschwemmt saüe». Zahlreiche Häuser stürzten ein, die Straßen wurden jrr stört und die Postverbindungen unterbrochen.

* Gastfreundschaft des Sultans. Dem letzten Selamlik » Konstantinopel wohnten, wie in einer Depesche mit- zet'kilt wird, die sämtlichen Teilnehmer der Karl Stangen- j$a» Sonderfahrt mit dem DampferBohemia" bei. Der iuitta» ließ der Gesellschaft durch Schakir Pascha seinen tzruß entbieten und ein reiches Buffet aufstellen, bei dem uckh Champagner gereicht wurde. Alsdann erhielten die kicksenden die Erlaubnis, den kaiserlichen Marstall und die Schatzkammer zu besuchen.

Cine komplizierte Schachpartie. Ein amerikanisches 8I«tt weiß von einem Schachspiel zu berichten, das fünf Zaohre dauerte. Der eine Partner saß nämlich in lchftralien, der andere in Newark (Amerika). Jeder Schach­ts wurde brieflich gemeldet. Der eine Spieler benutzte Route EuropaSuezkanal, der andere schickte seine kmefe via Stiller Ozean und San Franciseo. Die fünf Mre Spielzeit bilden einen Rekord. Ein ähnlicher Fall jsll kürzlich auch zwischen mehreren in Amerika lebenden

Deutschen und eine« Schachklub in Bremen vorgekommen fein. Das Spiel endete im Februar vorigen Jahres mit dem Siege der New-Aorker, es hatte zwei Jahre neun Monate gedauert.

Flaschenposten. In den letzten zwei Jahren sind an den Küsten des australischen Festlandes 154 Flaschenposten aufgefangen worden, deren Wanderung der Astronom Ruffel untersucht hat. Es ergab sich die wichtige Thatsache, daß die Fahrt der Flaschen mehr vorn Winde, als von der ozeanischen Strömung beeinflußt wurde. Drei Flaschen hatten eine sehr lange Reise hinter sich; sie waren bei Kap Horn ins Meer geworfen worden und hatten gemeinsam den Weg nach Australien gefunden, wobei sie 9000 See­meilen mit einer Geschwindigkeit von 8 bis 10 Seemeilen per Tag zurücklegten.

*Kaust am Platze!" Ueble Erfahrungen machte ein Darmstädter Angestellter, als er mit seiner Frau am verflossenen Sonntag seinen Bedarf an Waren im benach­barten Frankfurt deckte. Das betreffende Geschäft hat seine Berkaufslokalitäten in drei Stockwerken übereinander. Unsere Kauflustigeu waren noch im oberen Stockwerk eifrig mit dem Aussuchen der Ware» beschäftigt, als unten die Sonn­tagsruhe in ihre Rechte trat, Laden-Inhaber und Gehilfen das Lokal verließen und die herabgelaffenen eisernen Roll­läden alles in tiefes Dunkel hüllten. Das Unglück wollte, daß das bedienende Mädchen erst kürzlich engagiert und mit den örtlichen Verhältnissen wenig vertraut war, sodaß die drei richtig am Hellen Sonntag gefangen saßen. Nachdem mit Mühe das Telephon aufgefunden und die Polizei von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt war, machten endlich es war mittlereweile 4 Uhr geworden die Befreier in Gestalt der Feuerwehrleute mit der großen Leiter. Unter dem Gaudium des zahlreich zusammengeströmten Publikums erfolgte der Abstieg aus dem dritten Stockwerk. Der Hereingefallene soll den Schwur geleistet haben, für die Folge seine Ware nur noch am Platze, wo dies unter weniger halsbrecherischen Umständen geschehen kann, zu kaufen.

* lieber den Hotelbrand in New Hork wird noch berichtet: Es mehren sich die Anzeichen dafür, daß das am Freitag niedergebrannte Windsor-Hotel von Dieben in Brand gesteckt ist! Mehrere Herren erklären, daß sie bei dem Hotelbrand eine Anzahl elegant gekleideter Männer kalt­blütig die Zimmer durcheile» sahen, auch bemerkten sie, daß die ersten Qualmwolken nach Petroleum rochen. Bei einem Verhafteten wurden Juwelen im Wert von zehntausend Dollars gefunden. Dadurch wird man in der Annahme bestärkt, daß eine organisierte Diebesbande den Brand an­legte, während alles an den Frontfenstern war. Gegen de» Hotelbesitzer werden Klagen über zusammen zwölf Millionen Dollars auf Schadenersatz angestrengt. Unter den Opfern des New-Dorker Hotelbrandes ist der Chemiker Hamilton White, ein Vetter des Berliner Botschafters. Hamilton ist der Erfinder eines Feuerlöschstoffes; er wollte diesen er­proben, drang in die raucherfüllten Zimmer ein und rettete mehrere Personen. Da fiel er, von einem Herzschlag ge­troffen, in die Arme eines Feuerwehrmannes.

* Versicherung gegen Einbruch-Diebstahl. Die Frankfurter Transport, Unfall- und Glasversicherungs-A.-G. hat den von ihr eingeführten Kupon-Policen jetzt erweiterte Anwendung gegeben. Nachdem diese Neuerung zuerst geschaffen wurde, um Mobiliar, nachher auch um Warenvorräte auf dem gleichen Grundstück zu versichern, gibt die Gesellschaft jetzt Kupon-Policen auch für Comptoirs und Bureaux bis zu einer Versicherungs-Summe von Mk. 30,000 ab. Die Ein­richtung ist so getroffen, daß der Versichernde in dem ihm überlassenen Schema der Police lediglich die näheren An­gaben über das Lokal, über Beginn und Dauer der Ver­sicherung, deren Höhe und die Art der Prämienzahlung ein­zutragen braucht; den Kupon gibt er dann an die Geschäfts­stelle der Gesellschaft ab, womit bei vorausgegangener Prämienzahlung die Versicherung ohne weiteres in Wirk­samkeit tritt. Einer besonderen Aufnahme des Versicherungs­vertrages bedarf es somit für die Kupon-Policen nicht; nur gewiffe Betriebe (z. B. Juwelierlager, Bankfilialen, Kassen mit größeren Barbeständen rc.) müssen auf besonderem An­tragsformular deklariert werden.

Mteratur, Wissenschaft und Kunst.

^Deutscher Soldatnrhort^, Jllustrtrte Zeitschrift für das deutsche Heer und Volk. Herausgeber: General-Lieutenant z. D. H. v. Below. Preis pro Quartal Mk. 1.80. Verlag von Karl Siegismund, Berlin 8W., D.siauerstraße 13. 10. Jahrgang. Nr. 18, erschien soeben und enthält: Der achtzehnte April. Er­zählung von Aiex. R'chter. Nach dem Dienst. Von General der Ins. z. D. v. Krettchman Friedrich der Große in fetnm letzten Tagen. (Mit Abbildung.) Der verzauberte Benediktiner. Eine heitere Episode aus dem Kriegsleben von 1870/71. Von Joses Maertl. DaS Blücherthal bet Kaub. (BUdertrxt.) Reise- und KrtegSerinnerungen au« Deutsch Südwestafrtka. Von Ernst Hauke, ehemaligem Umerosfizter der Kaiser!. Schutztruppe. Der letzte Schluck. (Btldertext.) Ein Parolebuch vom Jahre 1808. Ja den bayerischen Bergen im Winter. Von Jägerhuber, Major a. D. Vaterländische Gedenktage. Vermischtes Splitter und Funkm. Rätsel. Briefkasten. Inserate.

Der lttterarische Charakter Spielhage«» findet in Nr. 8 des Bär, JlluDerte Wochenschrift für Geschichte und modernes Leben", eine eingehende Würdigung-, es ist kein dithyrambischer Festartikel, den die Wochenschrift bietet, sondern eine fein abwägende Studie, die dem Jubilar gerecht wird, so weit dies im Rahmen eines Artikels möglich ist. Die moderne Dekorationsmalerei wird von einem kompetenten Fachmann behandelt und sieben große Silber erläutern den anziehend geschriebenen Text. Von weiteren Artikeln sind noch zu nennenVon der chemischen Industrie in der Mark^, ,Berlin im Jahre 1699*, ein Kulturbild aus Alt- Berlin,Aus alten Zeitungsblättern* rc. rc.

Joachim berühmteste Schülerinnen, welche Joachim selbst als seine begabtesten und für die Kunst wertvollsten bezeichnet hat, führt die illustriierte Familienzeitschrist ,Zur Guten Stunde^ (Berlin W. Deutsches Derlagshaus Bong 4 Eo., Preis des Dierzehntagshestes 40 Pf.) ihren Lesern in wohlgelungenen Portraits und unter Beigabe von ein­gehenden Lebensbeschreibungen vor. »in zweiter Aufsatz, reich mit

Illustrationen versehen, behandelt die neue Brockenbahu, ei» dritter da» Bismark-MausolcuM in F iedrichsruh, ein vierter den immer noch nicht eingedämmten Bergsturz bei Lirolo. Der unterhaltende Teil setzt außer den beiden laufenden Romanen noch Heinrich Dollrat Schumachers Segelschlitten^ fort, eine höchst amüsante, und in der graziösen Manier dieses Humoristen brillant erzählte Geschichte aus dem Ball- und Eport- lebcn. Die Abteilung ,Für unsere Frauen^ überrascht wieder durch ihre erstaunliche Fülle an practischen Winken aller Art und die Gratis beilageIllustrierte Classikerbibliothek' setzt die .Meisternovellen des XU. Jahrhunderts^ mit Eichendorffü.Aus dem Leben eineS Taugenichts" fort.

DieDeutsche Romanbiöliothek" (Stuttgart, Deutsche Der lags-Anstalt) bietet ihren Lesern onbauemb hervorragende Erzeugnisse der Erzählungskunst. Zu großen Romanen aus der Feder der beliebtesten Autoren gesellen sich von Zeit zu Zeit Novellen und Skizzen, und auch der modernen Lyrik wird gern Aufnahme gewährt. Im neusten Hefte finden wir die Fortsetzung des Romans ,Aus tiefem Schacht", worin Fedor von Zobeltitz unter treffender Charakteristik der Personen und Verhältniffe scharfe Schlaglichter auf die Auswüchse des industriellen Unternehmertums wirft. Von ganz andrer Art ist der RomanPhroso", mit dem Anthony Hope, der berühmte englische Dichter, ein Seitenstück zu seinem in demselben Blatte veröffentlichten »König von Ruritanien" bietet. Sparmende Handlung und sprühender Humor vereinigten sich za einem feffelnden Ganzen. Neben diesen beiden großen Werken enthäll das Heft noch eine stimmungsvolle Novelle von Ernst Muellenbach: Der Fünfte in der Runde". Wir können das altbeliebte Journal allen unfern Lesern, die sich und chren Angehörigen eine fesselnde, fein gewählte Unterhaltungslektüre zu außerordentlich billigem Presse (viertel- jährlich (13 Nnmmernj Mk. 2., jedes vierzehntägige Heft 35 Pfenm,) in- Haus wünschen, angelegentlichst empfehlen.

Junge Welt", Illustrierte Wochenschrift für junge Mädchen. (Preis 15 Pf. pr. Heft). Verlag H. L. Thilo, Berlin, W. 50, Tauenzren- straße 11. So anmutig wie daS junge Menschenkind, der Backfisch selbst sind auch diese ihm gewidmeten Blätter. Es ist cine Freude, in de« schmucken Heftchen mit ihrem reichhattigen, vielseitigen Inhalt zu blättern, denn jede Seite zeugt davon, daß hier mit liebevollem Vefttändni« der Weg zum jungen Mädchenherzen gesucht wird und durch Bild und Wort Gemüt und Geist aufs beste beeinflußt werden. Unterhaltende Geschtchten unserer beliebtesten Autoren stehen neben belehrenden Artikeln; für allerlei Beschäftigung, für Spiel und häusliche Arbeit wird Anlettnnß und Anregung gegeben; das alles wird durch zahlreiche treffliche Illu­strationen in bunten Farben belebt. In einer besonderen Rubrik, dem Tummelplatz, ist überdies Gelegenheit geboten, eigne geistige Erzeugmffe d. h. wenn sie für gut befunden werden abgedruckt zu sehen; und für die beste Leistung ist sogar jede Woche ein hübscher Preis aus­gesetzt. Bei vielen jungen Mädchen wird dies gewiß den Wunsch erwecken, auch Abonnentin derJungen Welt" zu werden. Gern unterstützen eit ihn durch eine herzliche Empfehlung an die Eltern.

DaS Glück in der Liebe. Merkwürdig ist es, daßdas Glück in der Liebe" die Menschen weit weniger zum Nachdenken anregt, als es wohl geschehen sollte. Die nämlich, die diesGlück" alS Errungen­schaft besitzen, verspüren am allerwenigsten die Neigung, sich darüber Rechenschaft zu geben. Hinwiederum bettachten alle Sitzengeblieben« beiderlei Geschlechts ,das Glück in der Liebe" nur als abstrakten Begrrff, dem jede beweiskräftige Wirklichkeit fehle. Daß auch diese Annahme eme widerwillige Selbsttäuschung sei, wollen die wenigsten zugestehen. ®,c viel mehr wird es sie nun frappiren, wenn bei realistischer Behandluni der strittigen Frage sogar von einer Technik in der Liebe die Rede sem kannl Im neuesten Heft (Nr. 14) der illustrierten Familienzettschrrft B«n Fel- zum Meer"' (Union Deutsche Verlagsgesellschast, Stutt­gart, Berlin, Leipzig) wirft nun ein feiner Kenner: Robert Hessen, in seiner .technischen" Studie:DaS Glück in der Liebe" jenes Problem der Technik auf, das er in einzelnen Abschnitten (I.Der Zweck", IL Der Feind", III.Wodurch »erden die Mädchen gewonnen?" u. s. w.) ebenso treffend als geistsprühend nach allen Seiten beleuchtet und begründet ; und man verweilt mit Spannung bei dieser höchst originellen und mo­dernen Causerie, die in ihrer Fortsetzung gewiß noch feffelnder zu werde« verspricht. Auch der sonstige wieder so reiche textliche wie illustrative Inhalt der beiden letzten Hefte (13 und 14) der ausgezeichneten Zeit­schrift, aus dem wir neben ben Romanen unb Novellen von Gabriele Reuter, Henn. Stegemann unb Lou AnbreaS-Salomö nur die Abhand­lungen überDie Diesbener Galerie";Die Ueberetscherbahn" ;Mo­derne Fortschritte in der Technik des Ausstopfens";Nordschwedische Riesenströme";Unser Kunfigewerbe" (Möbel), hervorheben, erfährt wie immer eine höchst vornehme Behandlung,

Anläßlich des Quartalwechsels bringen wir nachstehend die auswärtigen Zweigstellen, von denen bec Gießener Anzeiger" zum Preise von 2.2V Mark vierteljährlich zu beziehen ist, zur Kenntnis:

Attenvvseck: Keinh. Koges.

Neuer«: Kart Stet«;

Pauvringen: Ar. Sloecker II.;

Heitshaufe«: Aoh. Walleufets;

Hroßen-Aufeck: Christoph Stepha« VH;

Kroße« Linde«: Wilhelm Schmelz;

Krünöerg: Ariedrich Keerz II.;

Hrünivgen: Joys. Marflesser;

Kange«: Adolf Gerhardt;

Keffelvach: Jacoö KikkgLrtner;

Klein-Linde«: Kart Lang;

Krofdorf: Keiurich Amend.

Lang-Göns: Johannes Krumöach;

Lich: Wikh. Weicker;

Lollar: Georg Jorn;

Mainzlar: Johs. Auchs;

Weiskirchen: K. Würnverger;

Wödgen: Keinrich Aalfer ¥.;

Staufenberg: Aried. Kraft;

Steinvach: Jacob Aurk Wwe.;

Freis a. d. Lumda: Kch. Konr. Will;

Watzenborn: Ludwig Aeitfchmidt;

Wiefeck: tztifavethe Fiohröach, Warg. Eckhardt.

8t jetzt in den meisten Apotheken ' Deutschlands zu haben.

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