Ausgabe 
23.7.1899 Zweites Blatt
 
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nehmen muß.

mangelt.

Unter den neuen Bezirks- und Landes­hauptleuten auf den Karolinen, welche am 25.Juli von Genua mit dem DampferPreußen" nach Herberts- Höhe (Bismarck-Archipel) abfahren, um sich dort bet ihrem Vorgesetzten, dem Gouverneur von Bennigsen, zu melden und dessen weitere Befehle entgegenzunehmen, befindet sich, wie dieDeutsche Kol.-Ztg." schreibt, kein einziger Preuße. Albert Hahl, der Vize-Gouverneur und Landeshauptmann, welcher auf Ponape seinen Amtssitz aufschlagen wird, ist Bayer und stammt aus Traustadt bei Gerolshofen in Unterfranken. Er hat im Bismarck-Archipel bereits sehr Beachtenswertes geleistet, und höchst ungern sahen ihn die Pflanzer und Kaufleute auf Ralum, Matunga und an anderen Orten von der Inselgruppe scheiden; denn es herrschte nur eine Stimme der Anerkennung darüber, daß I der Landeshauptmann A. Hahl für die Verbesserung der ' Wege wie der Verkehrsbedingungen überhaupt sehr viel gethan habe. Daß Herr Hahl mit der Mission aus­gestattet worden ist, auf dem Bismarck-Archipel eine für die Karolinen bestimmte Schutztruppe anzuwerben und die­selbe nach Ponape mit hinüber zu nehmen, betrachten wir als einen sehr glücklichen Gedanken der Regierung. Der auf die zweitwichtigste Stellung als Bezirksamtmann in Pap berufene Beamte ist Arno Senf ft. Er ist em Thüringer und seif made man. Zuerst als Super- numerar in der Verwaltung und der Justiz beschäftigt, hatte er im Jahre 1891 Gelegenheit, einen bei der Neu- Guinea-Kompagnie freigewordenen Verwalterposten in Her- bertshöhe anzutreten. Im Jahre 1895 übernahm er hier die Vertretung des Landeshauptmanns Jrmer, die er bis 1897 ausübte. Die Hinreise nach Jaluit hatte Herr Senfft über Manila, Yap, Guam und Ponape gemacht, so daß ihm die Karolinen, welche er jetzt betritt, nicht mehr ganz unbekannt sind. Für die Verwaltung der Marianen ist der Assessor Fritze bestimmt worden, der früher in Argen- I tinien längere Jahre thätig war und infolge dessen Persekt spanisch spricht. Er ist in Alzey in Hessen geboren. Ihm liegen Aufgaben vorwiegend wirtschaftlicher Natur ob. Handelt es' sich doch in seinem Verwaltungsgebiet darum, den deutschen Händlern, welche sich unter dem Druck der Verhältnisse von dieser Gruppe zurückziehen und I die Ausnutzung der Erträge der zahlreichen Kokoskulturen I ihren japanischen Konkurrenten überlassen mußten, hier wieder das Feld zu bereiten. Versuche mit Zuckerrohr- I anpflanzungen auf den südlichen Inseln, die Pflege der Viehzucht auf Tinian und die Erforschung der nördlichen Inseln, welche wegen ihrer vulkanischen Natur schwer zu­gänglich und bisher selten von eines Europäers Fuß be­treten sind, sind die weiteren wichtigen Fragen, deren Lösung der Verwalter des Bezirkes Saipan in die Hand

Verwaltungen von Bozen und Teplitz-Schönau waren in den Wind gesprochen. Was gemischte Gegenden betrifft, bietet Pilsen ein lehrreiches Beispiel: dem Pilsener Kreisgericht gehören über 130000 Deutsche an, von den 39 Gerichts­beamten ist ein einziger noch ein Deutscher. Skotschau in Oesterreichisch Schlesien hat sich noch deutsche Stadtverwaltung und Schule bewahrt, aber alle Gerichtsbeamten sind schon Polen bis auf einen, und diesem ist jetzt auch das Ver­setzungsdekret zugestellt worden. Natürlich sorgen die slavischen Beamten bald für eine slavische Stadtverwaltung und Schule, die Deutschen müssen sich eine Minderheits­schule gründen, und wenn der Allgemeine Deutsche Schul­verein nicht hilft, geht unserem Volk die Gegend verloren.

Brüssel, 21. Juli. Heute nachmittag nach 2 Uhr entstand am Südbahnhof eine heftige Panik. Der Blitz zu g Amsterdam-Brüssel lief in den Perron ein, ohne daß die Bremsen funktionierten. Der Zug zertrümmerte den Prell­bock. Glücklicherweise verhinderten die hinter dem Prellbock liegenden Steine die Räder der Lokomotive, weiter zu laufen, sodaß weiteres Unglück vermieden wurde. Die Passagiere kamen mit leichten Verletzungen und dem Schrecken davon.

Paris, 21. Juli. Man versichert, der sozialistische Handelsminister Millerand sei entschlossen, sein Porte­feuille aufzugeben in dem Fall, wenn der sozialistische Partei­tag, welcher von den Radikalen einberufen ist, sich dahin ausspricht, daß fein Sozialdemokrat einem bürgerlichen Kabinett angehören könne. Die Regierung soll diese Mög-

I lichkeit bereits erwogen haben.

Paris, 21. Juli. Das Herannahen der Verhandlungen des Kriegsgerichts in Rennes regt die Revisions- Gegner von Neuem an. Schon erhebt die der Regierung feindliche Preffe einen wütenden Lärm über die gestrige offiziöse Note. Die Nationalisten und Melinisten wollen darin den Beweis sehen, daß die Regierung die Affaire ersticken und die Freisprechung Dreyfus erzwingen wollen.

Paris, 21. Juli. Der Ministerrat beschloß grundsätzlich die Vorlegung eines neuen Preßgesetzes, in welchem dem Schutz des Staats-Oberhauptes bester Rechnung getragen werden soll als bisher. Das geplante Gesetz verleiht der Regierung das Recht der Konfiskation und entzieht dem I Schwurgericht zum Theil die Zuständigkeit in Preßsachen.

Paris, 21. Juli. In ihrem Palais im Faubourg Saint Honore starb an einem Schlaganfall die 74jährige Baronin Nathanel Rothschild, Schwester des Pariser Firma-Chefs und die Großmutter des Arztes Dr. Henry I Rothschild. .

Washington, 21. Juli. In dem Briefe des Kriegs- I Ministers Alger, worin dieser dem Präsidenten Mac Kinley seine Demission mitteilt, drückt er den Wunsch aus, sein I Rücktritt möge die Angriffe gegen die Kriegs-Verwaltung I zum Schweigen bringen. Er wünsche, daß es Mac Kinley und Nachfolger gelingen möge, die Ruhe wieder herzustellen.

Pratoria, 21. Juli. Präsident Krüger ist infolge der letzten Debatten im Volksraad sehr ermüdet und bedarf dringend der Ruhe. Der Eindruck unter dem Volke ist seit den Debatten bedeutend günstiger. Man glaubt, die Krise I sei überwunden.

Newyork, 21. Juli. Das Staatsdepartement empfing I die Meldung vom Ausbruch einer Revolution in der Republik Salvador. Die dortige Regierung verkündigte beu Belagerungszustand. Das amerikanische Mitglied der Samoa-Kommission, Tripp, verließ Apia am 19. Juli und trat die Heimreise an.

dieTägl. Rundschau":Warum gab es in Erfurt Auf- I laufe, warum hat es in der ganzen Weltgeschichte schon Aufläufe gegeben? Allemal natürlich, weil es keine Zucht­hausvorlage gegeben hat! Paßt denn aber nur ein einziger Paragraph der Zuchthausvorlage, die von Störungen des gewerblichen Lebens handelt, auf diesen Aufruhr einer ganz unbeteiligten Menge? Das genannte Münchener Blatt schreibt noch, um das Bild von dem Wesen vollends deut­lich zu machen:Die Uebelthäter sind zum großen Teil junge Burschen von 14 bis 17 Jahren, die in jener Stadt­gegend besonders häufig zu finden sind und sich auch in ruhigen Zeiten durch ihr rohes Gebühren u. s. w. oft genug bemerkbar machen. Es ist die Annahme nicht von der Hand zu weisen, daß den Tumulten ein gewisser Plan zu Grunde liegt, was sich schon aus ihrer Wiederholung er- giebt." Auch am Donnerstag abend drohten die Unruhen von neuem auszubrechen, Polizei und Reiterei machten aber jedem Versuche ein schnelles Ende. Es wurden an diesem Abend wieder 18 Personen verhaftet, denen wohl bald klar gemacht werden wird, daß es in Deutschland nicht an Ge­setzen für solche Auflehnung gegen Recht und Frieden

Die Augsburger Unruhen. Bei den Angs- I 1 bnrqer Unruhen wiederholt sich dasselbe Spiel, wie bei den 1 Unruhen von Herne. Wir lesen in verschiedenen Blattern, baß auch hier das vorsichtige Zurückstellen der juristisch so 1 verunglückten Zuchthausvorlage auf den Herbst schuld sei. I Der nicht näher unterrichtete Leser kann sich dabei nichts I anderes denken, als daß in Augsburg streikende Maurer I arbeitende Kollegen in gewaltsamer Weise am Weiterarbeiten gehindert, oder daß sie mit dem Postenstehen irgend einen ungeheuerlichen Unfug getrieben haben, oder daß sich sonst eine Gewaltsamkeit Streikender zugetragen habe, die durch die vorhandenen Gesetze keine Sühne finden kann. Nichts von alledem! Zwar haben in der letzten Zett streikende Maurer wiederholt ankommende italienische Maurer am Uebernehmen von Arbeit durch Drohungen zu hindern ge­sucht. _ Mit solchem Mißbrauch des Koalitionsrechts, der bei unnachsichtlicher Strenge der Behörden gebührend be­straft werden kann, haben aber die eigentlichen Unruhen I nichts gemein. Diese ereigneten sich allerdings an der Senkelbach-Spinnerei, in der italienische Arbeiter mit Bauarbeiten beschäftigt sind; aber haben etwa die Streikenden die Unruhen verübt? Ein Bericht derMünchner Neuesten Nachr." lautet: Hat man am gestrigen Tage diese Unruhen auf das Konto der streikenden Maurer gefetzt und dieselben als Maurerkrawalle bezeichnet, so hat man den Streikenden insofern Unrecht gethan, als dieselben wohl der indirekte Anlaß, direkt aber absolut nicht an diesen Unruhen beteiligt waren, und während heute der Mob die Kastanien für die Streikenden aus dem Feuer holte, faßen die letzteren fidel und guter Dinge in ihrem Stammlokal zum Wittels- I badjer Hof. Die Demonstranten, welche die Zahl von vielen Tausenden erreicht hatten, setzten sich ans Fabrik­arbeitern halbwüchsigen Burschen, in der Hauptsache aber aus Fabrikarbeiterinnen, Weibern und Kindern zu­sammen. Leider war auch viel besseres Publikum, junge I Kaufleute und dergleichen als müssige Gaffer anwesend und erschwerte der Schutzmannschaft die Arbeit ganz bedeutend. Gegen V29 Uhr begann die Schutzmannschaft mit gezogener Waffe schärfer vorzugehen, was das Signal zu dem eigent­lichen Angriff gab. Gegen den anstürmenden Pöbel erwies sich die Schutzmannschaft, die 60 bis 80 Mann stark zur Stelle war, zu schwach, und jetzt erst schritt man dazu, das m Be­reitschaft stehende Militär zu holen. Zwei Kompagnien In­fanterie unter Führung eines Majors mit einem Haupt- | mann und fünf Leutnants rückten int Laufschritt an, während eine Eskadron Chevauxlegers im gestreckten Galopp anritt; wodurch in der Stadt große Aufregung entstand, auf der gefährdeten Stelle der Tumult aber feine höchste Hohe er­reichte. Rufe wieSchlagt die Hunde tot",Augsburger Gemeinheit",Nieder mit den Kerls" wurden laut. Das Militär bezog zunächst Bereitschaftsstellung und überließ es der Schutzrnannschaft, in erster Linie den Platz zu säubern. Die lange, breite Wertachstraße hallte wider von den dumpfen Schlägen der blank auf die Menge einhauenden Schutz­mannschaft. Johlen, Schreien und Pfeifen begleiteten deren Vorgehen. Aber auch hierbei erwies sich die Schutz­mannschaft gegenüber der aufgeregten Volksmenge zu schwach, und nun griff das Militär ein. Die Chevauxlegers säuberten rasch, in gestrecktem Galopp vorgehend, die Wertachstraße, alles überreitend, was nicht auswich. Die Infanterie räumte die umliegenden Anlagen, sämtliche in der Nähe ged­iegenen Wirtschaften wurden durch dieselbe geräumt und besetzt. Unterdessen füllte sich das in der Spinnerei impro­visierte Haftlokal mehr und mehr. Die Zahl der Verhafteten beträgt über hundert, von denen über vierzig in Haft zu­rückbehalten wurden. Trotz starker Bewachung der Inhaf­tierten durch Schutzrnannschaft und Infanterie mit aufge­pflanztem Seitengewehr begannen dieselben zu revoltieren und drangen zum Teil mit gezogenem Messer auf die sie bewachenden Schutzleute ein. Gegen 10 Uhr rückte die frei­willige Sanitätskolonne unter ihren rührigen Führern Sen- uing und Ammon mit drei Krankentransportwagen und Ver­bandsmaterial an und fand Gelegenheit zu reger Tätigkeit. Drei Schutzleute und zahlreiche Demonstranten waren schwer verletzt und mußten durch die Kolonne nach Anlegung von Notverbänden nach den verschiedenen Krankenhäusern trans­portiert werden. Die einzelnen Transporte gingen unter militärischer Bedeckung vor sich. Die Zahl der Leichtver­wundeten ist überhaupt nicht festzustellen, aber zweifellos sehr groß; zahlreiche Blutlachen, zerbrochene Schirme, Stöcke, Hüte, Fetzen von Kleidern u. dgl. bezeichnen den Weg, den die fortschreitende Säuberung der Straßen genommen. Das Militär, sowie Schutzrnannschaft und Saiiitätskolonne blieben die ganze Nacht über in Tätigkeit. Der enorme Umfang, den die Unruhen in der vergangenen Nacht angenommen haben, läßt die strengsten Maßnahmen der Behörden für die nächsten Tage voraussehen, umsomehr, als für die fol­genden Abende weitere Unruhen an den Baustellen des städtischen Schlacht- und Viehhofes, sowie der Kahn und Arnold'schen Weberei zu erwarten sind. Die streikenden Maurer haben für morgen abend zwei öffentliche Volks­versammlungen einberufen, in welchen sie von ihrem Stand­punkt als Steuerzahler der Stadt Augsburg gegen den Stadtmagistrat Augsburg insofern zu demonstrieren beab­sichtigen, als derselbe an städtischen Bauten (Schlacht- und Viehhof) italienische Arbeiter beschäftigt; doch werden die­selben bei der großen Aufregung, die sich der hiesigen unteren Volksschichten bemächtigt hat, voraussichtlich polizei­lich verboten werden. Mit Bedauern haben unsere Bürger und die besseren arbeitenden Klassen ans diesen Unruhen der letzten Tage konstatiert, in weich' verrohtem Zustand sich unsere Heranwachsende Jugend befindet, und welche Früchte das hier bislang so glimpflich behandelte Dirnen- und Zuhältertnm gezeitigt hat. Abends noch suchte sich die aufgeregte Menge durch Ankauf von feststehenden Meffern zu bewaffnen; Brandstiftungen wurden angedroht. Die Zeitungen, die nun behaupten, die Anläufe seien die Antwort auf das Zurückstellen der Zuchthausvorlage, fragt

Vermischtes.

Laubach, 20. Juli. Unser Städtchen mit feiner an Naturschönheiten reichen Umgebung erfreut sich eines mit jedem Jahre sich steigernden Zuspruches seitens auswärtiger Gäste, die durch den Aufenthalt in unseren herrlichen Laub­waldungen Erholung suchen und finden. Auch in diesem Sommer hat sich wieder eine stattliche Zahl von Sommer­frischlern eingefunden, und teils in Gasthöfen, teils bei Privaten Wohnung genommen. Im GasthauseZur Traube" ist eine aus 31 Mädchen bestehende Ferienkolonie aus Frankfurt a. M. untergebracht. Die Hebung des Fremden­verkehrs in unserer Stadt ist in erster Linie der Thätigkeit der hiesigen Sektion des Vogelsberger Höhenklubs zu danken.

Darmstadt, 21. Juli. Zufolge Allerhöchster Ent- schließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs ist der im Kreise Büdingen gelegene Ort Salzhausen künftig Bad Salzhausen" amtlich zu benennen.

Mainz, 21. Juli. Wegen Beamtenbeleidigung sind seitens der Staatsanwaltschaft die Redakteure des Mainzer Journal" und derMainzer Neuesten Nachrichten" in Anklagestand versetzt worden. Die Beleidigung soll durch Abdruck eines Artikels derFrankfurter Zeitung" geschehen sein in welchem derFall Küchler" behandelt und weswegen auch gegen den Redakteur Giese des letztgenannten Blattes Anklage erhoben ist. Wie verlautet, werden alle drei An­klagen verbunden und vor der hiesigen Strafkammer ver­handelt werden. Durch die Wormser Gensdarmerie wurde gestern von dorten eine Witwe in das hiesige Gefängnis eingeliefert, die in Bensheim das Geschäft derEngel- macherei" betrieb. Während die Witwe von Bensheim ab­wesend war, fiel Personen der übele Geruch, der der Wohnung derselben entströmte, auf, und veranlaßte man Die amtliche Oeffnung der Räume, in denen man alsdann die stark m . Verwesung übergegangene Leiche eines der Witwe in Pflege qeaebenen Kindes sand. - Durch °°n auswärts gekommenes Vieh verursacht, ist in dem hiesigen Schlacht- und Viehhof die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. - Wegen Nichtbewilligung einer verlangten Lohnerhöhung von 25 Prozent, haben die Arbeiter der Baggerfirma Menz hier und in Kastel die Arbeit niedergelegt.

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Wien, 21. Juli. Der Herausgeber der Arbeiterzeitung, ! Dr Adler, wurde wegen des Verbrechens des Auflaufes zu 'einem Monat strengen Arrest verurteilt, verbunden mit zwei Fastentagen.

Wien, 21. Juli. Die österreichisch ungarischen De­legierten bei derFriedenskonferenz werden bereits am Sonntag hier eintreffen. Dieselben begeben sich dann an das Hoflager nach Ischl, um dem Kaiser über den Verlauf und die Ergebnisse der Konferenz Bericht zu erstatten.

Wien, 21. Juli. Nach Meldungen tschechischer Blätter wird der derzeitige Bischof von Brünn zum Erzbischof von Prag und der Prinz Max von Sachsen zum Bischof coabjutor Crnanäöicn,Cr2in Juli. Denjenigen Reichsdeutschen, denen sich die Augen über die allmähliche Slavischmachung Oester­reichs noch immer nicht geöffnet haben, sei folgenbe JRit* teilung aus dortiger wohlunterrichteter Quelle zur Beachtung empfohlen: Was'gegenwärtig in Oesterreich still, aber plan­voll und nachdrücklich durchgeführt wird, ist die Slavisierung (und Polonisierung) des Beamtenstan des auch in Den rein deutschen Gegenden. Vor kurzer Zett berief ein Erlaß des tschechischen Finanzministers Kaizl nut einem einzigen Schlage 500 slavische Beamte in die Wiener Bureaus, ^m Bozener Bezirk sind fast alle Gerichtsbeamten schon Italiener und um noch mehr italienische Beamte zu erzielen, sind kürzlich 10 Regierungsstipendien zu je 300 §1..für italienifäc Juristen in Innsbruck gegründet worden; dabei wirkt in ganz Wälschtirol kein deutscher Richter. In Reichenberg sind 40 v. H. der Beamten Tschechen, und andere deutsche Städte Böhmens, wie Aussig, Friedland, Gablonz, Teschen- Bodenbach, Trautenau, werden mit solchen geradezu über- | Mltet/ namentlich im Postwesen. Die Proteste der Stadt-

e des Kaisers, den Hjörundfjord, Fjorde der ganzen . seiner Ankunft in großartigen Natur werde im nächsten M, das der Kaiser zut, daß er hier Halt ieses Punktes zu be- i Molde den amerika- Pacht. Der Besuch rz nach der Abreise M Pacht die Anker, an der Pacht grüßte ;e die amerikanische senheit derHohen- ener Hede anterle rührten Kaiserin )id. Die Kaiserin Itlm zu nähern, zeiget- zufolge dürste Kaiserin voraus- pruch nehmen.

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