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1899
Rr. 171 Awettes Blatt Sonntag den 23. Juli
Meßmer Anzeiger
Keneral-Anzeiger
Bei Postbezug R Mark 50 Pf,, vierteljährlich
DezugApretZ vlerieljährlich
2 Mark 20 Pf, monatlich 75 Pf, mit Bringerloh«.
Alle «nzeigen-BermittlungSstellen bet In- unb Äullentel nehmen Anzeigen für den Siebener Anzeiger eutfey*.
UeO* eit Äu-aohme de« Montags.
DK Gießener y**Wc*»CÄtUr »erden dem Anzeiger »Scheutlich viermal heigelegt.
K»««ch»e »ee Anzeigen zu der nachmittag- für de» |eijcn>tn la, erscheinenden Nummer Hi vor». 10 Nh*.
Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren
Prozent
I. bis
b.
d. Js.
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bis zum
31. August
Steuerkommissariat Giesteu in den Landgemeinde» vom
3,00
19,7
9,8 3,71
69,7
15,1 96,62
20,00 30,8 83,3 81,5
45,3 36,7
20,00
15,4
61,2
0,48 27,1 16,7 29,93 51,9
2. zum
3. „
Redaktion, Expedition und Druckerei:
Ach.tßratze Ar. 7.
Von der Verpflichtung zur Einkommensteuererklärung sind nach Art. 21 des Gesetzes, insofern nicht im einzelnen Fall besondere Aufforderung der Veranlagungs-Kommission ergeht, diejenigen Steuerpflichtigen entbunden, welche im unmittelbar vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Einkommensteuer I. Abteilung (Einkommen von 2600 Mk. und mehr) gezogen waren, auch inzwischen ihren Wohnsitz nicht gewechselt und keine Einkommensverbesserung erfahren haben, welche ihre Versetzung in eine höhere Klasse bedingt.
Nach Art. 22 des Gesetzes haben die Einkommensteuererklärung abzugeben:
1. für minderjährige, vermißle oder unter Vormundschaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter;
2. für die Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien deren Vorstände in seitheriger Weise (ohne Benützung des für die übrigen Pflichtigen allgemein vorgeschriebenen Formulars);
3. in allen anderen Fällen der Pflichtige selbst und zwar hinsichtlich des gesamten, ihm sowohl als seinen nicht selbständig zur Einkommensteuer gezogenen Angehörigen zustehenden Eikommens.
Adreffe für Depeschen: Anzeiger frltlau Fernsprecher Nr. 51.
der abzugebenden Steuererklärungen jederzeit bereitwillig Auskunft erteilen werden.
Unter Bezugnahme auf die obigen Mitteilungen richten wir an die hiernach zur Einreichung von Einkommensteuer- erklärungen verpflichteten Bewohner unserer Bezirke (unseres Bezirks) hiermit die Aufforderung, ihre Erklärungen unsehlbar bis zu den angegebenen Terminen an die betreffenden Bürgermeistereien oder direkt an uns gelangen zu lassen.
Die bei den Bürgermeistereien einlaufenden Steuererklärungen werden, und zwar insoweit verschlossen, uneröffnet an die Vorsitzenden der betreffenden Veranlagungskommissionen abgegeben werden.
Das Formular zu den Steuererklärungen, welchem em Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnorts zu beziehen.
Nach Artikel 49 des Einkommensteuergesetzes sind auch die Steuerpflichtigen, deren Einkommen weniger als 2600 Mk. beträgt, zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, sobald eine besondere Aufforderung des Vorsitzenden der Veranlagungskommission an sie ergeht.
Gießen, den 22. Juli 1899.
Für die Großh. Steuercommissariate:
Gießen: Bähr. Grünberg: Müller. Hungen: Seell. Nidda: Schmitt.
31. August d. I.
in der Stadt Gießen vom 15. Oktober bis 30. November d. I.,
1. zum
a.
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Uotkskunde.______________
^Cran,isBoHen sich die Herrschaften nicht einzeichnen? Ich bringe gleich Feder und Tinte."
„Weißt Du, wir werden einmal dichten," erklärte Franziska.
„Wenn das so ginge!"
Konrad Rösch
Stettiner Chamottefabrik vormals Didier zu Stettin
Süddeutsche Eisenbahngesellschaft
Verein chemischer Fabriken zu Mannheim
Verein für chemische Industrie zu Mainz
Vereinigte Strohstofffabriken in Dresden
Außerdem werden die Steuerpflichtigen benachrichtigt, daß die Steuerkommiffariate über etwaige Zweifel bezüglich
4. „ „ Nidda j v. ZS.
— für die Städte Hungen, Laubach, Lich läuft die Frist bis zum 30. September d. I — ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnorts oder auch direkt bei dem betreffenden Steuerkommissariat abzuliefern.
Den außerhalb des Großherzogtums wohnenden Steuerpflichtigen werden die Formularien zu den Steuererklärungen durch die betreffenden Steuerkommiffariate zugesendet, an welche die abzugebenden Erklärungen innerhalb vier Wochen direkt einzusenden sind.
„Du bist närrisch, Franziska! Wer hat es so gut wie Du? Niemand. Und doch bist Du nicht zufrieden. Wie gerne blieb ich zum Beispiel noch ein paar Wochen m dieser köstlichen Sommerfrische. Aber mich ruft die Pflicht. Du kannst bleiben."
„Ich muß bleiben, weil Papa sich embüdet, sein Katarrh wäre hier besser geworden. Woran natürlich kein wahres Wort ist! Thüringen wäre entschieden günstiger gewesen. Nun gehst Du morgen auch fort. Was soll nun werden? Entweder gähne ich mich tot oder ich mache dumme Streiche! Wenn nur wenigstens besseres Wetter wäre! Aber sieh mal, was dahinten wiederaufzieht! Em wahres Glück, daß Papa zu Hause geblieben ist. ... Kellner, kommt denn unser Kaffee noch nicht?"
„Gleich, meine Damen!" sagte der Schwalbenschwanz.
„Na, hoffentlich ist er besser wie das Beefsteak."
„War es hart?"
„Und wie!"
„Das thut mir aber leid!"
„Mir auch!" .
Auch der Kaffee erregte Franziskas tiefste Mißbilligung.
„So eine Brühe!" sagte sie entrüstet.
„Dafür bist Du in der Sommerfrische!" tröstete sie
Politische Wochenschau.
Trotz der sommerlichen Hitze hat das politische Leben wieder eine Ausfrischung erfahren. Die Absage des Kaiserbesuchs in Dortmund zur Feier der Einweihung des Dortmund-Ems-Kanals gab den Anlaß zu lebhaften Erörterungen, was insofern erklärlich ist, als ein Grund für die Abänderung des Kaiserlichen Vorhabens nicht angegeben wurde. Daß es schwerwiegende politische Gründe sind, darüber hegt eigentlich heute niemand mehr einen Zweifel, aber damit ist kein Licht geschaffen, und alle Welt tappt im Dunklen. Die große Kanalsrage steht augenscheinlich im unmittelbaren Zusammenhänge nut der Absage; die Frage ist nur die, ob die Freunde der Vorlage den Entschluß des Kaisers in günstigem oder ungünstigem Sinne deuten sollen. Die Dortmunder städtischen Behörden haben bekanntlich beschlossen, mit der Eröffnungsfeier zu warten, bis dem Kaiser die Teilnahme möglich sein wird; unseres Erachtens wird aber dieser Ausweg zwecklos sein, nachdem der Kaiser bereits einen Vertreter ernannt hatte. Wir wollen wünschen, daß recht bald eine amtliche Darlegung der Ab- fagegründe gegeben wird.
Im weiteren setzt der Ausfall der bayerischen
Allgemeine Elsässische Bankgesellschaft
Bank für Handel und Industrie zu Darmstadt
Bergbau und Schifffahrts-Aktiengesellschaft vormals
Gebrüder Kannegießer
Bonner Bergwerks- uud Hüttenverein zu Oberkassel Chemische Werke zu Amöneburg Dampfschifffahrtsgesellschast sür den Nieder- und
Mittelrhein zu Düsseldorf
Eisenwerk Hirzenhain mit Sitz in Lollar
Fabrik feuer- und säurefester Produkte zu Bad-Nauheim Frankfurt-Offenbacher Trambahngesellschaft
Gesellschaft für Handel und Schifffahrt H. A. Disch Jmmobiliengesellschaft, die Süddeutsche Mannheimer Portlandcementfabrik Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft Nürnberg Pfälzische Bank
Preußisch Rheinische Dampsschifffahrtsgesellschaft zu Köln
Bierbrauerei Schöfferhof-Dreikönigshof vormals
^Indern tänzelte der Kellner, um seine Anwartschaft auf ein Trinkgeld zu vergrößern, mit dem Fremdenbuche
„Wird schon gehen! Für diese traurige Verpflegung wollen wir uns in Versen bedanken. So hat der Wirt doch auch was davon."
Und energisch stippte sie die eben erhaltene Feder in das dick von Tinte überlaufene Schreibzeug, und fing an, auf dem Löschblatt herumzumalen, vermutlich, um auf diesem Wege in die erforderliche Stimmung zu kommen.
„Scheußliche Tinte," sagte sie dabei. „Und die Feder erst! ... Ha, jetzt hab ich's. Tinte und Feder kommen auch mit 'rein! So, das wird famos, Helene! Ganz
Hurtig sing sie an zu schreiben. Ein paarmal stockte sie wohl, aber nach wenigen Minuten war sie fertig und gab nun triumphierend ihre Dichtung zum besten:
„Schlechte Tinte, harte Federn, Kaffee matt und Beefsteak ledern, Aussicht--auf ein Nebelmeer:
Wozu kraxelt man hierher?"
Ihre Freundin schien nicht ganz einverstanden mit ihrer Leistung.
„Das ist beleidigend," sagte sie.
„Hm . . . Das Beefsteak war auch keme Schmeichelei!
„Ja, aber —" , . . <
„Ach was, aber! Es steht nun einmal drin und damit Punktum. Du brauchst es ja nicht zu unterschreiben, Musterkind! Mein Name steht drunter. Wir furchten Un8 Damit klappte sie das Buch zu und rief den Kellner zum Bezahlen. .
Ein paar Tage waren seitdem ins Land gegangen. Da trieb sie das herrliche Wetter wieder einmal hinauf aus dem schönen, aber stillen Fichienstein nach der Adlerhohe.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung, betr.: Die Abgabe der Einkommensteuer-Erklärungen behufs Veranlagung für das Steuerjahr 1900/1901.
Nach Art. 20 des Gesetzes, die allgemeine Einkommensteuer betr., vom 25. Juni 1895 erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder Steuerpflichtige, welcher ein steuerbares Jahreseinkommen von 2600 Mk. oder mehr besitzt, über die Jahresbeträge seiner Einkommensbezüge, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu berufenen Veranlagungskommission schriftlich abgegeben hat. Zu diesen Erklärungen ist das von Großh. Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben, je nach der Wahl der Steuerpflichtigen offen oder verschlossen in den Gemeinden des Kreises Gießen, soweit sie gehören:
Feuilleton.
Iranziskas Sommerfreuden.
Eine fröhliche Geschichte von Alwin Römer.
(Nachdruck verboten.)
Franziska Wolfram saß auf einer jener primitiven Holzbänke, die der Wirt der „Adlerhöhe" vor seiner Bergschänke nebst obligatem Aussichtsturm im Pfahlbaustile zurechtgezimmert hatte, und gähnte, trotzdem sie nicht allein war, sondern eine hübsche Dame gleichen Alters, die an einer kleinen Decke häkelte, ab und zu eine Frage an sie richtete.
„Langweilst Du Dich, Franziska?" erkundigte sich jetzt die Emsige, und ließ die Hände einen Augenblick im Schooße ruhen.
„Von Herzen!" war die seufzerschwere Antwort. „Früher, als wir noch deutsche Aufsätze machen mußteu, hatte ich immer einen Haß auf den Mann, der die Arbeit erfunden hat. Aber der Kerl, von dem die Langeweile stammt, ist ein viel schlimmeres Ungeheuer!"
„So sticke oder häkele, wie ich!"
„Die alte Knüttelei mag ich auch nicht. Papa sagt, man wird krumm davon wie ein Flitzbogen."
„Das kommt sehr darauf an!"
„Außerdem habe ich dabei nicht weniger Langeweile!" „Ja, was möchtest Du denn eigentlich, Franziska?" „O Gott, was ich möchte!" sagte das reizende Geschöpf, und verschränkte dabei die Arme im Nacken, sodaß ihre schöne, jugendlich schlanke Figur prächtig zur Geltung kam. „Nichts und alles! Eine Unterbrechung dieses ewigen Einerlei, ein Abenteuer . . ."
Steuerkommissariat Grüuberg |
„ Hungen Y Nidda
Diejenigen Steuerpflichtigen, welche Einkommen aus Aktien solcher Gesellschaften zu beziehen haben, welche als solche zur Hessischen Einkommensteuer gezogen sind, wird bekannt gegeben, daß die Einkommenbezüge aus Aktien der nachverzeichneten Gesellschasten nicht mit dem vollen Betrag, mit welchem sie als Einkommen unter I. Ord.-Nr. 9 der abzugebenden Steuererklärung zu verzeichn en sind, sondern nur mit den nach den nachverzeichneten Prozentsätzen zu berechnenden Beträgen unter II Ord.-Nr. 1 der gesetzlichen Abzüge in Absatz zu kommen haben:


