hundert hatte es in anhaltischer Weise zugenommen (129,0), d. h. etwa so stark wie Eschwege (4485, 10285, 133,8).
3. Butzbach nahm nur mäßig zu, seine Seelenzahl ging auch zweimal zurück (1871 bis 1875 und 1885 bis 1890); zuletzt wies es etwa das Wachstum von Oldenburg auf (55,3) oder die Zunahme in Heppenheim (3450, 5409, 56,8).
4. Noch langsamer als in Butzbach war das Wachstum der Bevölkerung in Lauterbach, hier traten auch zwei Depressionen ein (1871 bis 1875 und 1880 bis 1885); es hatte ziemlich etwa 10 Prozent Vermehrung weniger als Elsaß-Lothringen, aber ungefähr dieselbe Prozentzahl mehr als Mecklenburg-Strelitz (32,1 und 12,8). In der pfälzischen Gemeinde Kandel lag dieselbe Zunahme wie in Butzbach vor (3097, 3576, 22,7).
5. Für Schlitz ergaben sich die ungünstigsten Verhältnisse. Im Jahre 1871 hatte es etwa den siebenten Teil der Bevölkerung des Jahres 1820 verloren, nahm dann ganz langsam zu bis zum Jahre 1885, ohne das Niveau von 1820 zu erreichen, dann ging es wieder zurück, zwischen den Ziffern von 1871 und 1895 liegt nur eine geringe Differenz. Die Abnahme vollzog sich in der Gesamtheit etwa wie in Schwabach (9515, 8404, —11,7).
Vermischtes.
* Ueber Gerhart Hauptmanns neue Arbeiten wird über Petersburg manches Interessante gemeldet: Hauptmann weilt augenblicklich in der Sommerfrische in Luzern und arbeitet zu gleicher Zeit an verschiedenen neuen Dichtungen. Eine dreiaktige, in schlesischer Mundart geschriebene Komödie „Jurackel" ist fast fertig und wird wahrscheinlich im nächsten Winter zur Aufführung gelangen. Ein zweites Stück, dessen Stoff ebenso wie „Jurackel" dem schlesischen Volksleben entnommen ist, liegt erst im Entwurf vor, auch der Titel fehlt noch. Biblisches behandelt Hauptmann in der dramatischen Dichtung „Das Hirtcnlied", einen mittelalterlichen Stoff in dem Drama „Der arme Heinrich." In den Hintergrund getreten sind vorläufig die Dramen „Situll-Hassan" (mit einer großen Rolle für die Sorma), ferner „Helios," „Elgi" und die Neubearbeitung des „Florian Geyer." Den letzten Schliff gibt Hauptmann soeben einer neuen dramatischen Dichtung „Kunigunde vom Schloß Kynast," deren Stoff der schlesischen Sagenwelt angehört und bekanntlich schon von Theodor Körner dichterisch behandelt wurde. Inhaltlich soll sich das neue Stück durchaus an die Sage anlehnen.
* Der Krieg auf den Philippinen. Die 46537 Mann, welche die Gesamtanzahl der amerikanischen Truppen in
dem Philippinen-Feldzug bilden sollen, werden Ende August auf dem Papiere vollzählig sein, aber vor Ende November wird auch nicht einmal der größere Teil derselben sich auf Luzon befinden. Die Volksversammlungsredner fordern immer lauter die Beendigung des Feldzuges in vier bis sechs Wochen, und selbst ein Mann wie Senator Debew erklärt, man solle seinetwegen 300000 Mann nach Luzon senden, aber vor Ende Dezember müsse alles drüben zu Ende sein. Woher solche 300000 Mann genommen werden sollten, sagt Debew freilich nicht. Vorläufig weiß man noch nicht einmal, wie selbst kleine Verstärkungen schnell hinübergeschafft werden sollen. Zweitausend Mann Kavallerie nebst Reservepferden für diese und die jetzt auf Luzon befindlichen Reiterabteilungen sind als notwendig erkannt worden, die meisten Pferde sind aber bis jetzt bei dem Seetransporte draufgegangen und von den angekommenen waren neun Zehntel dienstuntauglich. General Whealer, dem, wie es heißt, die Operationen anvertraut werden sollen, erklärt schon heute, daß die eigentliche Arbeit ohne eine ausreichend starke Kavallerie überhaupt nicht durchzuführen sei. Selbst mit 2000 Mann Verstärkung an Kavallerie halte er eine Frist von sechs Monaten zur Beendigung des Feldzugs für knapp bemessen.
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