1899
Sonntag den 23. April
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vango, auf der Reise in Afrika f.
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Llle Anzeigen<-LermiNlungSstellen bei In- und ÄullanW nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger rrngegen
10. 10. Februar
beginnt seine Reisen zur Erforschung westlichen oberen Nilgebietes.
Der Afrikareisende von der Decken von Somalis ermordet.
wäre ungewöhnlich, wenn es nicht auch wieder zu groben Ausschreitungen käme.
■bdottiNR, Expedition und Druckern:
Zch.tar.ß- Nr. 7.
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Adrrffe für Depeschen: Anzeiger Htetze».
Fernsprecher Nr. 51.
(Schluß.)
James Roß entdeckt Süd-Viktorialand.
Derselbe entdeckt die Vulkane Erebus und Terror im südlichen Eismeere.
Derselbe überschreitet den 78° südlicher Breite, den südlichsten, jemals erreichten Punkt.
Der Nordpolfahrer Julius Payer in Schönau bei Teplitz *.
Karl Hagenbeck, der berühmte Tierhändler, in Hamburg *.
Cameron, Afrikareisender, ".
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Dotkslmnde._______________
Hessischer Landtag.
Zweite Kammer der Stände.
nn. Darmstadt, 21. April 1899.
Die Beratungen überdas Dien st einkommen und die Pensionierung der B ür g erme i ster wird heute fortgesetzt. - Abg. Osann tritt für die geäußerten Wünsche der Bürgermeister, welche er in allen Teilen für gerechtfertigt hält, in warmer Weise ein. Es komme aber nur noch darauf an, in welcher Weise der richtige Weg gefunden werde. Er stellt den Antrag, die Kammer möge die Großh. Negierung ersuchen, den Ständen thunlichst noch auf diesem Landtag eine Gesetzesvorlage zugehen zu lassen, daß die Bureaukosten den Großh. Bürgermeistern der Landgemeinden nach Kopfzahl und Stcuerkraft der Gemeinden gesetzlich festgelegt wird und für die staatliche Thätigkeit eine Entschädigung aus der Staatskasse zu gewähren. — Abg. Frenay hält den Antrag des Abg. Osann für geeignet, allen Wünschen entgegenzukommen, wünscht aber, daß sich der Ausschuß nochmals mit der Sache befasse. Er beantragt daher Zurückverweisung an den Ausschuß. Nach längerer Debatte wird dieser Antrag mit großer Majorität angenommen.
Ein Gesuch von Beamten der Oberhessischen Eisenbahnen um Abänderung des Art. 21 des Gesetz entwurfs die Besoldungen der Staatsbeamten vom 11. September 1897 betreffend, ist vom Ausschuß für erledigt erklärt worden. — Abg. Metz ist mit der Stellungnahme des Ausschusses nicht einverstanden, und wünscht, daß die Großh. Regierung nochmals versuchen sollte, daß bezüglich dieser acht Beamten, um die es sich hier handelt, noch etwas geschehen möge, und beantragt daher, die Vorstellung mehrerer Beamten der Oberhessischen Eisenbahn der Großh. Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen. Der Antrag des Ausschusses wird abgelehnt und der Antrag Metz mit großer Majorität angenommen.
Zu der Vorstellung einer Anzahl Gemeinden Oberhessens um Erbauung einer Nebenbahn von Ranstadt nach Friedberg durch den Staat, hat sich । die Großh. Regierung dahin geäußert, daß den Gesuch- I I stellern anheimzustelleu sei, einen leistungsfähigen Privatunternehmer zu veranlassen, sich die Konzession für den Bau und Betrieb dieser Bahn zu erwerben, und um die Gewährung einer staatlichen Beihilfe nachzusuchen; ein Bau dieser Bahn auf Staatskosten sei nicht angezeigt. Der Ausschuß ist derselben Ansicht und beantragt, die Vorstellung für erledigt zu erklären. Der Ausschußantrag wird angenommen.
tftte.95 Zweites Blatt
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Adolf v. Schlaginweit in Bengalen ermordet. Aufstand in Ostindien.
Speke entdeckt den Viktoria Njansasee.
Leutnant Hobson findet auf King-Williams- land die das Schicksal Franklins und seiner Gefährten aufklärenden Urkunden.
Alexander v. Humboldt f.
Livingstone entdeckt den Njassasee.
Karl Ritter, bekannter Geograph, in Berlin f Abgang der deutschen Expedition nach Japan. Robert Burke in Australien f (auf dem Rückmärsche von seiner großen Forschungsreise).
Frithjof Nansen bei Christiania *.
Afrikareisender Beurmann ermordet (geb. 28. Juli 1835 in Potsdam).
Burton und Speke lösen zum größten Teil das Rätsel der Nilquellen.
Baker entdeckt den Albert-Njansasee.
Der deutsche Botaniker Georg Schweinfurth
18481111.
181.
— — Erste erfolgreiche Ausgrabungen in Ninive durch Layard.
1846 (bis 1847) John Rae dringt bis zum Boothia-Golf vor und vollendet damit die Entdeckung der amerikanischen Polarküste.
1847 11. 6. Tod John Franklins im hohen Norden.
(bis 1850) Die deutschen Missionare Krapf, Rebmann und Ehrhardt gelangen von Mombas bis
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Dolitische Wochenschau.
Dic Samoafrage ist nunmehr in ruhigeres Fahr- luaff'c eimgelaufen und scheint zu ernsteren Konflikten vor- läufst z leimen Anlaß mehr geben zu wollen. Hoffentlich mack»die. von den drei Mächten entsandte Kommission „reinen Tifo|g* utb strebt geregelte Zustände auf den Inseln an. DemWamd wird hierzu sicher gern die Hand bieten.
Zn unserer inneren Politik nehmen natürlich die Par- amrsl-m rhandlungen das Hauptinteresse in Anspruch. Die .10W Sc n al Vorlage hat in erster Lesung das Plenum >cS! pkufsischen Abgeordnetenhauses passiert; ihr sehr un- uchom- Schicksal ruht nun in der Kommission. Im Reichs- tage, Mrbe die Gewerbenovelle in erster Beratung erledigt; da Int für viele Verhältnisse einschneidend wirkt, so war das ttlt!t:itssk für die Verhandlungen recht lebhaft — wenigstens i u Inltpalb des hohen Hauses.
8int deutsche Fürstentochter hat sich der Sohn >.-s t Fürs en der Schwarzen Berge zur Gemahlin erkoren. Dies Sympathien Deutschlands waren von jeher mit dem pflentn Volke und dürften nun noch immer inniger werden.
Zli'iifchen Engländern und Chinesen ist es an- läßW brr Besitznahme des erweiterten Gebiets von Kaulung ,ii einem regelrechten Gefecht gekommen. Dies gibt England iuie eiine schöne Gelegenheit, mit Satisfaktionsforderungen ui in chinesische Regierung heranzutreten.
)n Spanien haben die Corteswahlen stattgefunden und - wie wir bereits früher vorhergesagt haben — einen voMWibiZen Sieg der jetzigen konservativen Negierung er- tebrn. Nirgends wird so leicht aus schwarz weiß gemacht inbl umgekehrt wie in Spanien. Neuerdings hegt man wiedt tt ernstere Besorgnisse wegen der Karlisten und trifft umffafienk Maßnahmen. Die Sorge wäre vielleicht gerecht- ferteilter, wenn der Präsident energischer aufträte, aber bei sein M jetzigen Verhalten ist die Gefahr wohl nicht groß.
flus den Philippinen sind in Washington wieder >ehch lcun ruhigende Nachrichten eingclaufen. Es war voraus- ,useGii, Daß die Philippinos, welche so lange Jahre für die WslhMtelung des spanischen Joches gekämpft haben, mit ein ein riiufachen Wechsel der Herren nicht einverstanden sein romtrlin. Man kann cs den Spaniern wirklich gönnen, daß sic iLlllh «einmal die erfreuten Dritten sind.
Die Anwesenheit des Königs Humbert in Sardinien bat t jn 'Sympathiekundgebungen zwischen Italienern und FrLMSsem Anlaß gegeben. Wir haben schon darauf hin- gcniaüitn, daß man sich darob nicht allzu sehr aufzuregen br (Limit, insbesondere da die Kundgebungen nicht weit über oas» bi solchen Gelegenheiten gewohnte Maß hinausge- gan iW sind.
Zn Belgien herrscht fortgesetzt Gewitterschwüle; der HuSösfiuid der Arbeiter nimmt große Dimensionen an. Es
Einem Gesuch der Heizer, Wagenwärter, Schaffner, Kanzlei-, Kassen- und Stations- diener der Main-Neckarbahn wegen ihrer Gehaltsverhältnisse, wird keine Folge gegeben, ebenso einer Eingabe verschiedener Wittwen um Erhöhung ihrer Wittwengehälter.
Der Antrag des Abg. Schmitt auf Einführung einjähriger eventuell zweijähriger Budgctperioden wird einstimmig angenommen.
Die Vorlage der Regierung, den Gesetz-Entwurf die Haftpflicht der Gemeinden in Bezug auf nicht bezahlte Arzneirechnungen betr. wird ohne Debatte genehmigt.
Die Abgg. Osann und Genossen haben beantragt, eine A e n d e r u n g des I a g d g e s e tz e s vom 19. Juli 1858 herbeizuführen, daß insbesondere den Pächtern von Gemeindejagden gestaltet sei, qualifizierten Personen Jagderlaubms- schcine zu erteilen, wodurch diese berechtigt werden, auch ohne Anwesenheit der betreffenden Jagdpächter die Jagd auf dem betreffenden Gemeindejagdgelände auszuüben. Der Ausschuß und auch die Großh. Regierung kann dem Wunsch des Abg. Osann nur zustimmen. — Ministerialrat Emmer- ling erklärt, daß wenn die Kammer keine weitgehenden Wünsche stelle, an eine redaktionelle Aenderung des Gesetzes herangetreten werden könne. — Dem Abg. Ulrich genügt diese Antwort des Regierungs-Vertreters in keiner Weise. Er hätte gewünscht, daß derselbe in ganz bestimmter Weise die Gesichtspunkte dargelegt hätte, unter welchen eine gründliche Revision des ganzen hessischen Jagdgesetzes stattzufinden habe. Nach den Darlegungen des Antragstellers sei es seiner Ansicht nach unbedingt notwendig, daß eine Revision stattfindet. — Die Abg. Erk und Pitt Han treten ebenfalls für eine Revision des Gesetzes ein. — Staatsminister Rothe bemerkt, die Regierung habe ihre Bereitwilligkeit zu einer Revision zu erkennen gegeben, und sie werde dabei alle Wünsche und Anträge des Hauses in Rücksicht ziehen. Zu dem Antrag sprechen noch die Abgg. Christ, Weidner, Köhler und Schmalbach, welche sich sämtlich für eine Revision des hessischen Jagdgesetzes aussprachen. Derselbe wird hierauf einstimmig angenommen.
Nach einer kurzen Pause beantwortet Staatsminister Rothe eine Anfrage des Abg. Köhler-Darmstadt die Einführung des Han d f e r t i g k e i 1 s Unterrichts in den Volksschulen betr. dahin, daß es nicht möglich sei, zur Zeit an die Einführung des Handfertigkeitsunter- | richts in den Volksschulen heranzutreten, da zunächst hierfür 1 die nötigen Mittel und die ausgebildeten und geeigneten Lehrkräfte fehlen. Auch bei einfacher Gestaltung des Unterrichts würden eine ganze Reihe von Neueinrichtungen nötig werden, um diesen Unterricht mit Erfolg einführen zu können. Auch bezüglich der Methoden sind die Meinungen noch stvrk verschieden, und hierüber sei mit größter Vorsicht an die Sache heranzutreten. Die Darmstädter und die Leipziger Methoden hätten so viel Für und Wider, daß man zu einer
(bis 1867) Nohlfs Durchquerung Nordwest-Afrikas den Syrien bis zum Golf von Guinea.
1867 5. 7. Karl Johann Andersson, schwedischer Afrikareisender (geb. 1827), Entdecker des Oka-
Hiehener Anzeiger
Heneral-Anzeiger
I84)4(bia 1846) Reise der französischen Missionäre Hue und Gäbet nach Tibet.
184S519.-. 5. John Franklin und Crozier treten ihre so unglücklich verlaufende Nordpolfahrt an stS 1847) Heinrich Barth (geb. 1821 in Hamburg) beginnt aus eigenen Mitteln die Erforschung der afrikanischen und asiatischen Küstenländer des Mittelmeeres.
Feuilleton.
Das 19. Jahrhundert.
Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herauSgegeben von Friedrick Thieme.
(Nackdruck oder Auszug verboten.)
Chronologische Uebersicht IV.
Länder- und Völkerkunde (Kolonialpolitik).
zum Kilimandscharo.
Der Australienforscher Ludw. Leichhardt (auf seiner letzten Reise) verschollen. (Mehrere Expeditionen zur Aufklärung seines Schicksals blieben erfolglos.)
Die englische Regierung setzt 20,000 Pfd.
Sterling und Lady Franklin 3000 Pfd. für Rettung der Ucberlebenden der Franklin- Expedition aus.
Entdeckung der lange gesuchten nordwestlichen Durchfahrt durch Robert John Mac Clure.
Du Chaillu beginnt seine mehrmals wieder holten Reisen in das Innere von Afrika.
Barth erreicht Timbuktu.
Der deutsche Afrikareisende Eduard Vogel in Wadai auf Befehl des Sultans ermordet.
John Roß, berühmter englischer Nordpolfahrer, f.
Dr. Karl Peters, deutscher Afrikaforscher, *.
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