jedem Jahre findet ein solches Wettsingen statt. Der^ welcher dreimal Sieger wird, erhält den Ebrenvr, ?'" Eigentum. y '
I geringe Naturerkenntnis nachsagen könne, so auch insbesondere der Automat und zumal der Waren- oder Verkaufsautomat, keineswegs als eine ganz neue Erfindung zu be-
I trachten sei. Jedem Gebildeten ist ja wohl aus physikalischen Schulbüchern die Heronsbrunnen genannte derartige Spielerei
I bekannt, eine Erfindung des Alexandriners Heron, eines | Mathematikers und Naturforschers unter dem egyptischen I Könige Ptolemäus Euergetes, der im ersten Jahrhundert vor Christi Geburt regierte. Eben dieser Heron hinterließ
I sogar eine eigene Schrift über Automaten (itepl auTopcrrcDv), die uns erhalten blieb (abgedruckt bei Thevenot, veterum ■aathematicorum opera, Paris 1693), desgleichen ein Werk über Luft- und Wasserkünste mit vielen Beispielen.
I Von den dort ausführlich beschriebenen und durch Zeichnungen veranschaulichten, unter gewissen Bedingungen eigen- I beweglichen Maschinen oder Vorrichtungen greifen wir nur I eine derselben heraus, weil sie gerade als Verkaufsftänder, I Verkaufsautomat bezeichnet werden muß. Ihr Platz war an der Thür des Tempels; der Automat enthielt Weihwasser, dessen der Tempelbesucher bedurfte, und wir kennen I ganz genau seine sinnreiche Einrichtung. Im Innern näm- I lich eines Gefäßes befestigte Heron eine mit Wasier gefüllte I Röhre, an deren Boden sich eine mit der Außenwelt durch I ein Abflußrohr verbundene, durch einen Deckel verschließbare I kleinere Röhre oder Büchse befand. Diese Büchse war im I gewöhnlichen Zustande geschlossen; ihren Deckel bildete das I eine Ende eines zweiarmigen Hebels, dessen anderer Arm in einen kleinen flachen Teller auslief. Ein entsprechender Schlitz in der äußeren Umrandung ermöglichte, bestimmte Geldstücke wie bei einer Sparbüchse hineinzuwerfen, die von dem kleinen Teller aufgefangen wurden. Warf nun jemand ein Fünfdrachmenstück durch den Einwurf auf die Platte, so senkte sich der Hebelarm mit der Platte und hob auf diese I Weise den Deckel der im Innern der wassergefüllten Röhre befindlichen Büchse empor. Die Folge war, daß Wasier durch das Abflußrohr nach außen abfloß. Hotte sich nun der Hebel bis zu einem gewissen Punkte gesenkt, so rutschte das Geldstück von dem Tellerchen herab, und der Hebelarm
| kehrte in seine frühere Stellung zurück, und die Büchse schloß sich wieder, nachdem eine geringe, aber bestimmte Menge Weihwasser abgeflossen war. Billig ist nun die Benutzung dieses Weihwasser-Automaten nach Heron nicht gewesen, denn fünf Drachmen bedeuten nach deutschem Gelbe etwa I vier Mark. In der Gegenwart gehen unseres Wissens auf- I gestellte Waren- oder Gebrauchsautomaten über eine Mark I in ihren Ansprüchen an den Benutzer noch nicht hinaus, sodaß uns die Alten auch mit diesem hohen, aber festen I Preise einstweilen noch weit voraus sind. Aeußerlich stellte I sich der Weihwasserspender als eine große Vase in der ge- I fälligen Form eines Mischkruges dar, also der Weihe des I Aufstellungsaktes vollkommen angepaßt. Wie artig, wenn I nächstens einige Vertreter von Johann Maria Farina in I Köln am Platze so und so Herons, des Alexandriner Ge- I lehrten vor Christus, Gedanken aufgriffen, um mit ihrer I Anwendung aus geschmackvollen, ja künstlerisch gestalteten I Urnen als selbstthätigen Behältern echtes kölnisches Wasser I öffentlich zu verkaufen. Wer also im Vorbeigehen ein unter- I gehaltenes Taschentuch mit diesem köstlichen Naß getränkt I haben wollte, brauchte in den Schlitz, den die sehr gefällige I Urne oben zeigt, nur einzuwerfen ein--. Doch wir I
haben hier keinen Preis zu machen, nicht einmal vorzu- I schlagen. Werden doch diese wohlriechenden Geschäfte schon I selbst dafür sorgen, daß die Sache Anklang findet und sie I dabei nicht zu kurz kommen.
• Verkehrswesen. Eine außergewöhnlich starke Post hat I der Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd „Kaiser! Wilhelm der Große" bei seiner am 28. Februar an- I getretenen Fahrt von Bremen nach New-Aork zu befördern I gehabt. Während den Dampfern dieser Linie sonst im I Durchschnitt 500 bis 700 Postsäcke zugehen, erhielt der ge- I nannte Dampfer deren 1342. Davon wurden von der an I Bord befindlichen deutsch-amerikanischen Seepost 277 Säcke I — 120 mit Briefen, 157 mit Drucksachen — bearbeitet; I um dies während der nun sieben Tage dauernden Ueberfahrt I keiften zu können, mußte das Seepostpersonal, bestehend aus I Zwei deutschen und einAn amerikanischen Beamten sowie I einem deutschen Unterbeamten, täglich lli/2 Stunden thätig I sein.
• Der Kaiser - Ehrenpreis für den ersten Deutschen I Männer-Gesang-Wettstreit zu Kassel stellt sich als eines der vornehmsten Erzeugnisse der deutschen Goldschmiede- I kunst dar. Der Preis besteht aus einer vom Professor Anton I Seder-Straßburg i. E. entworfenen und durch den Hof- I goldschmied Theodor Heiden - München gearbeiteten Kette, I die sich der Form nach an die alten Ehren- und Ordensketten I anlehnt. An und für sich besteht die Kette aus jeweils drei I verschiedenen Gliedern, von denen eins eine kleine Harfe I zeigt- Das nächste viereckige Zwischenglied trägt in der I Mitte den deutschen Adler mit Rubinen besetzt. Goldspiralen 1 bilden den Uebergang zu dem dritten Gliede, welches wie I das erstgenannte Harfenglied von einem Eichenkränzchen um- I rahmt ist. Diese Glieder der rechten Seite, fünf an der I Zahl, tragen die Namen der hervorragendsten deutschen I Liederdichter: Uhland, Arndt, Scheffel, Brentano und Körner. I Auf den fünf Gliedern der linken Hälfte stehen Namen der I bedeutendsten deutschen Liederkomponisten: Brahms, Schu- I mann, Schubert, Jensen und Koschat. In der Mitte der I Kette ist ein Schild angebracht, auf dem der kerndeutsche I Süngerspruch: „Im Liede stark, Deutsch bis ins Mark" zu lesen ist. Darüber befinden sich zwei germanische, durch I einen Lorbeerkranz verbundene Schwerter. An der unteren I Seite des Schildes hängt an vier Kettchen ein Kleinod mit I dem Bildnis Kaiser Wilhelms II. in einem Kranz von I deutschen Adlern und Eichenlaub mit der Inschrift: I „Wilhelm Rex Imperator.“ Drei mächtige Edelsteine — I ein schwarzer und ein weißer Diamant und ein herrlicher I Rubins — versinnbildlichen die deutschen Reichsfarben I schwarz-weiß-rot und bilden nach unten hin den Abschluß. |
Zu beiden Setten des Schildes befinden sich aus gefaßten Rubinen, den kaiserlichen Purvur -V'*. Den Abschluß der Kette nach oben zu, welche merkt, einen Wert von etwa 1800 Mark hat b is thronende geflügelte Viktoria, die mit ausqebrtttet-n » n:! einen Lorbeerkranz hält, gleichsam als wollte fie ih Sängern darreichen. Die ganze Kette ist in feinem öS! gold ausgeführt und wird am Schluß des Wettsino, - der Kaiserin dem siegenden Vereine überreicht wer^,»
ablegung vergleichen sich die Aktiva und Passiva mit 32 Millionen. Der Gesamtumschlag betrug in 1898 379 Millionen. An den Jahresbericht schlossen sich nach eingehenden Berichten der Verbandsdirektoren Dr. Faßbender Köln und Heller-Danzig Verhandlungen über eine Neuordnung der Satzungen. Es handelt sich darum, eine Form zu schaffen, in der die Zentral.Darlehnskasse für die Zukunft, ebenso wie bisher den Geldverkehr, auch den Warenverkehr der angeschloffenen Vereine vermitteln, also sämtliche Betriebsmittel der Mitglieder beschaffen kann. Die Art und die Bedeutung dieser Neuordnung ist jüngst in dem Bericht über den ersten rheinischen Verbandstag von Raiffeisenschen Genossenschaften dargelegt worden. Ob es den Genossenschaften, die nun von den Vereinen bezw. der durch sie gebildeten Zentral-Darlehnskaffe selbst das Geschäft übernehmen, gelingen wird, die Sache auf der Höhe zu halten, wird die Zukunft erst lehren müssen. Den bisherigen Inhabern, Direktor Cremer, Dr. Kirchartz und Dr. Faßbender, sprach die Versammlung lebhaften Dank aus. Die neuen Satzungen wurden fast durchgehend mit Einstimmigkeit angenommen. Sie berücksichtigen die besondern Eigentümlichkeiten der einzelnen angeschlossenen Landesverbände, indem im Vorstand, im Aufsichtsrat und in den Beiräten die einzelnen Ver- bände vertreten sind.__________________________________________
Ausland. i
Wie», 20. April. Der böhmische Landtag soll, wie man der „Tägl. Rundsch." aus Böhmen schreibt, nun doch bis Ende April oder Anfang Mai tagen; es dürften also die deutschen Landtagsabgeordneten ihrer Sitze doch «och für verlustig erklärt werden, da die vom Oberstlandmarschall gestellte Frist am 21. d. M. abläuft. Graf Thun will es angeblich darauf ankommen lassen, zu erfahren, ob der deutschnationale Radikalismus in Böhmen thatsächlich I so viele Anhänger besitzt. Dem Manne kann geholfen I werden. Vielleicht war ax dieser Sinnesänderung der I Regierung auch die Haltung der tschechischen Presse mit Schuld, welche von einem den Deutschen zu gewährenden I Pardon nichts wissen wollte. — Die Regierung setzt unterdessen ihren Feldzug gegen die Kundgebungen deutscher I Städte und Gemeinden fort. So hat dieser Tage die I Stadtgemeinde Friedland den Beschluß gefaß, alle tschechischen und zweisprachigen Drucksorten zurückzuweisen; zwei Tage I darauf sistierte die dortige Bezirkshauptmannschaft den Be- I schluß. Die Deutschen müssen eben gemaßregelt werden. — I Zur Kennzeichnung des tschechischen Abgeordneten Brez- 1 uowsky sei mitgeteilt, daß derselbe in der Dienstägigen I Landtagssitzung von dem deutschen Studentenheim in Prag I als einem „Vagabundenheim" sprach, ohne daß er vom I Oberstlandmarschall zur Ordnung gerufen worden wäre. I
Vermischtes.
* Hebet die mißbräuchliche Anwendung von Quecksilber bei den Lithauern im Kreise Memel, die bekanntlich auch gewohnheitsmäßige Aethertrinker sind, berichtet Profeffor Lewin, Dozent der Arzneimittellehre an der Universität Berlin, in der „Berl. klin. Wochenschr." nach Mitteilungen, die er Studierenden aus dem Kreise Memel verdankt. Lithauische Männer verschlucken metallisches Quecksilber gewohnheitsmäßig. Sie nehmen Mengen von 5 bis 30 Gramm steigend auf einmal zu sich. Knaben von 14 bis 16 Jahren sollen mit Mengen von 5 Gramm beginnen. Der fortgesetzte Genuß von metallischem Quecksilber kann zur schweren chronischen Quecksilbervergiftung führen, wenn auch metallisches Quecksilber die Eingeweide schnell durchwandert. Professor Lewin dringt darauf, daß Untersuchungen über die Wirkung des beständigen Quecksilbergenusses an Ort und Stelle angestellt werden. Unerläßlich sei die Anordnung, daß metallisches Quecksilber in den Apotheken nicht verabfolgt werde. Viel schlimmer steht es mit dem Quecksilbergenuß der Frauen. Die Frauen kaufen metallisches Quecksilber und verreiben es mit Fett. Das so gewonnene Mittel wird von ihnen genommen, um Wirkungen herbeizuführen, die der Schuldigen nach § 218 des Strafgesetz- buches Zuchthausstrafe bis zu fünf Jahren eintragen können. Nicht selten endet das Unterfangen mit dem Tode der beteiligten Frau.
* Automaten im Altertum. Schon vor einigen Jahren hat der damalige Göttinger, jetzt Berliner Professor v. Wila- mowitz-Möllendorf in einer Festrede darauf hingewiesen, daß, wie überhaupt nur Vorurteil den Alten verhältnismäßig muffen, in ihrem Gewerbe nicht zu sehr geschädigt werden; für unsere Lahn trifft dies nicht zu, allein es kann bei einer Gesetzgebung eine Ausnahmebestimmung nicht gut getroffen werden.
Haben die Fische in dem Menschen, den Fischottern, den Vögeln, Insekten, die sich in den Kiemen einnisten und u herbeiführen, genugsam Feinde, so soll man vornehmlich daraus bedacht sein, ihre Fortpflanzung nicht zu hnwern, und wenn auch das Gesetz den Fischfang in der Schonzeit an bestimmten Tagen zuläßt, so wollen wir doch den Fischern ans Herz legen, während dieser Zeit doch nicht schonungslos die im Laichen befindlichen Fische massenhaft wegzufangen; sie selbst werden ja später den Nutzen und die Freude haben, daß bei zahlreicher Vermehrung der Fischfang em ergiebiger fein wird.
Noch ist zu bemerken, daß durch eine neueste Verordnung den Fischern gestattet ist, während der Schonzeit die ausschließlich zum Aalfange dienenden Gerätschaften, wie Legeangeln und Reusen, auszunehmen und wieder' einzulegen, eine Ausnahmebestimmung, die ganz am Platze ist weil man Über die Fortpflanzung des Aales vollständige Klarheit noch nicht erlangt hat, der Aal sehr zahlreich in unseren Gewäffern vorkommt, und diesem an den tiefsten Stellen auf dem Grunde lebenden Fische überhaupt nicht gut beizukommen ist. ......r.
Schutz den Vögeln?
I Aufruf an die deutschen Landwirte und an sämtliche 6,- 1 und Gemeinde Verwaltungen/) *
I . c ma0 vielleicht sonderbar oder gar anmaßend ersckeb,» > I einfache Lan bleute mit einem Ausruf an die CcfentHdtfrithL/** | doch ein fchwereS Unrecht, welche« un« und unserem «222?® I gefügt wird, drängt un«, endlich einmal vor aller Welt taln ? I scheu auSzusprechen und un« zur Wehr zu setzen.
I SS ist bekannt, wie die Italiener ganz schrecklich ualn »u I Zugvögeln Haufen. Jährlich werden Millionen bMa h?r" I und nützlichen Vögel hingemordet, großenteils nur alt I für die vornehmen Leute. Kein Wunder, daß durch biefa c I lichen Krieg die Vogelwelt der Au«rottung nahe ist unb 2
| erleben müssen, waS noch kein Volk erlebt hat, nämlich nm < I ohne Schwalben und andere Vögel, wo in heißen 6ommm , | das Unger ffcr ausfrißt, wo unser Vieh keine Ruhe mehr del » | giftigen Fliegen gestochen wird, wo gefährliche Viehseuchen I "och unbekannte Urbel un« Heimsuchen werden: nrbendn /- I Schneck in, Raupen, Rönnen, Kteferfpinner, in neuester R* / I Schildlaus u. s. w. und da» alles, weil eS den Italienern | alle Vögel ohne Unterschied wegzufangen.
Trotz diesen entfetzltcheu Vorgängen un* Gefahr« Itfa
| aber nur Gleichgiltigkeit und Widersprüche: Schutz I Hebung derLandwirtschaft — Tod den Vögeln L". I entbehrlichsten Schützern derselben; — Hebung der virbm- | — die Ställe voll Fliegen, die daS Vieh nicht ruh« lest« . | Viehversicherung — Schwalbentot und herrliches I der Rinderbremsen und vergifteten Fliegen; — Pfleoieosch I ~ Ausrottung der besten Schutzmannfchaft derselben; - Ipofbtbr I ! 4 ° " Vogelschutz, — BegeisteruoglürAiiui
I schönbeit, Ausflüge, Verschönerungtvereill« I roheS Zusammenschießen und Erschlagen der Wachteln, träj-n I dergl.; Sommerfrische ohne Dogelkonzert; — Maturiert I allen Schulen — Naturoerwüstung durch den BogelmaßM ' | u. s. w. Welche Widersprüche! — Sind Steuern in Iu; I ficht — geht ein Schrei der Entrüstung durchs gen,, &nb. - I schweren aus Raupen- unb Schneckmfraß und Hebeihendnahnrr bd I Ungeziefers entstehenden Verluste werden schweigend nttagen. js I Sommer und Herbst tagten Versammlungen an allen iickm urj I Enden, Reden Über Reden würben gehalten und gedruckt, aber ü:u den grauenvollen Vogelkrieg haben wir kaum ein Wort der irv rüstung vernommen. Anstatt die Regierungen, die ohnehin tu Italien einen schweren Standpunkt haben, durch Proteste und (iic gaben zu unterstützen, hat man sich mit den weiß Gott wann riiuri kommenden internationalen Gesetzen vertröstet. Unsere Zugv^ kommen und gehen aber über Italien und werden dort aulgcrotit Italien ist der ärgste und fast einzige Feind derselben, und dort der Krieg eingest llt würde, könnten wir die Schutzgesetze tut; abwarten. Wir deutschen Landwirte müssen also mit allen RiMi gegen diese greuliche Wirtschaft ankämpfen. ®a6 der wni, unb gütige Schöpfer un« zusendet und für un« bestimmt hat, bei wollen wir auch erhalten und behalten für unS unb unsere Nachkomm-n.
1 Daß die kleinen Vögel mit ihren winzigen Leibern zum Genuß bi stimmt sein unb daß die Italiener ein Recht haben sollen, Go '.»es herrliche Schöpfung zu verwüsten, seine weisen unb lieb,voll« Absichten zu omiteln, dem deutschen, noch dazu verbündeten Dolle un ermeßlichen Schaben zuzufügen, das lassen wir mtS oon nitmenb o der Welt vormachen. Und wenn man un« entgegnet, bei fei ns: uralte Gewohnheit und ein nationales Vergnügen, da« ihnen nkotni nehmen dürfe, so sagen wir darauf: eine Gewohnheit und eia va- gnügen zum Schaden feiner Mitmenschen kann nie erlaubt uni i< rechtigt sein und ein so grausames Vergnügen zum Schade»^ Ruin ganzer Länder erst recht nicht. Solche« Thun 'bleibt allen Umständen ein Greuel vor Gott unb allen rechtlich badl» Menschen. Als christlich brutsche Männer und Patriot« frtfcai wir hiermit — so laut wir können — unseren tiessten Abschcow- über au« und wollen unS dagegen wehren. Bereit« Ende 3«uur vorigen Jahre« haben wir eine Eingabe an den deutschen Reichte gemacht, find aber leider damit zu spät gekommen. Wir Wa b*<' selbe erneuert unb un« auch an baö Reichlkanzleramt und «n t<« bayer. Ministerium beS Aeußern mit ber Bitte um Schrbtt der ital. Regierung gewanbt. Die Bemühungen ber deutsch« ungen zum Schutze ber Vögel im Lanbe — benn e« mutz euch bei uns manches besier werden — unb beren Bestrebungen, tntemt'ontie Schutzgesetze burchzusetzen, erkennen wir dankbar an; allein va» hllst e«, wenn wir die Vögel schützm, die Italiener sie aber vtiotchtco unb bis bie internationalen Schutzgesetze einmal iel Heben mtm unb gehalten werben, haben bie Italiener mit ben Dötzeln aufg'rau'rll unb zum Schützen ist bann nichts mehr ba. Wir haben also tffne Zeit mehr zu verlieren, bie Vögel, namentlich die Schwalben, tmv schon im AuSsterben begriffen. Darum, Ihr deutschen Lanbwirte, ©emeinben unb Bürgermeister von Stabt unb Land, helfet mit zur Rettnne btt t>, ber besten Mitarbeiter der Landwirtschaft, indem Ihr Jt'nt fammlung mehr ohne Protest gegen den Vogelmasienmord vorur. > gehen laffrt, vor allem aber, indem Ihr Euch unserer Petition den Reichstag ohne Säumen anschließet, der nicht mehr ww sammen ist. DaS ist so einfach und leicht alS möglich, t J rc‘ nur einen Bogen Papier, eine Freimarke und wenige Worte, wte tob.
An den hohen deutfchen Reichstag in Berlin. .....
Betreff: Vogelschutz. Unterfertigte Gemeinde loder Stadt) ich sich der Petition der Gemeinden Adelzhofen, Egenhofen und v»eno betr. Vogelschutz, in vollem Umfang an. , _ ______
Ort und Datum. Mit aller Hochachtung
(Gemeindefiegel und Unterschuß Je mehr solche Petitionen einlaufen, um so eher ist »» n vorhanden, daß unser Notschrei bei den maßgebenden Stellens» unb Berücksichtigung ftnbet. Möge keine Gemeinde, ob gra« klein, zurückstehen! Ganz besonders bitten wir schllktz noch die gesamte bayerische und deutsche l.r -s diesem Ausruf Aufnahme und Unterstützung zu gewahren, unzähliche solcher Petitionen au« allen deutschen ^uen em . und wir unser Ziel erreichen: die Erhaltung der herrlichen v wett. Gott, ihrem Schöpfer zur Ehre, dem gesamten veu Vaterland zum Nutzen!
Die Bürgermeister von Adelzhofen, Egenhofen, Ebertshausen, Höf«, waww Ldelzhausen, Pfaffenhofen a/Glonn und andere.
*) Wir haben der Bitte um Aufnahme diese« Aufrufe« um
lieber willfahrt, als eS stch in der That um eine äußerst w'w' v Angelegenheit in ethischer und wirtschaftlicher Hinsicht handelt, wünschen, daß diese Bestrebungen Erfolg haben unb bflb. nw «' bie nächsten Interessenten, wie die Lanbgemeinden, die landiMrli«-' lichen Vereine unb Bauern u. f. w., s o n b er n au ch dit J mehrals b i S h e r d a f ü r e i n t r e t en mö ch t en. Wlwfw«'- wert wäre ein recht vielfältiger Nachbruck diese« Aufrusev.
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| Der Zuschlag < r Mi d. 31-
| Sießeo, am 6. 8 S.o>ßhn;ogl. Lmoc drr pfpQtatri]
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