Ausgabe 
23.3.1899 Zweites Blatt
 
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öffentlicht. Nach de« Satzungen ist der Sitz der hannover­schen Kammer in der Stadt Hannover, der der Rheinprovinz in Bonn. Die hannoversche Kammer zählt 69, die rheinische 117 ordentliche Mitglieder.

Berlin, 21. März. Der Reichstag geht heute in die Osterferien, um am 11. April seine Arbeiten wieder aufzunehmen. Seit dem 6. Dezember, wo er zusammentrat, wurden 61 Plenarsitzungen abgehalten. Daneben tagten 11 Kommissionen, welche, meist vormittags, zum teil auch abends, mit großem Eifer arbeiteten. Die Budgetkommission allein hat 40 Sitzungen abgehalten. Außer dem Etat ist aber im Plenum von den größeren Gesetzentwürfen, die dem Reichstage zugegangen, noch keiner verabschiedet. Zwei bezw. drei Lesungen haben in der Kommission passiert das Bankgesetz und die vom Abg. Rintelen beantragte Justiz­novelle, letztere in Verbindung mit dem von der Regierung vorgelegten Entwurf über die Bestrafung falscher uneidlicher Aussagen, und die Ersetzung des Voreids durch den Nacheid. In erster Lesung erledigt ist iu der Kommission das Jn- validenversicherungsgesetz, während die Beratung derlex Heinze" in der Kommission erst begonnen hat. Der kommissarischen Beratung überwiesen sind das Hypotheken­bankgesetz und der Entwurf über die gemeinsamen Rechte der Besitzer von Schuldverschreibungen. Die Kommission, welcher diese beiden Vorlagen überwiesen sind, wird in der ersten Woche nach den Ferien zusammentreten. Noch gar nicht zur ersten Beratung im Plenum gelangt sind die Postgesetznovelle, die Fernsprechgebührenordnung, das Tele­graphenwegegesetz, das Fleischbeschaugesetz, die Gewerbe­ordnungsnovelle und die Vorlage über das Flaggenrecht der Kauffahrteischiffe. Die letztere kleine Vorlage kommt «ach Ostern zunächst an die Reihe, die anderen Entwürfe in der Reihenfolge, wie sie hier angeführt sind. Die drei aus dem Postressort stammenden Gesetze sollen gemeinsam zur ersten Beratung im Plenum gestellt und dürften auch derselben Kommission überwiesen werden.

Die Heeresverstärkung im Jahre 18 99. Zum 1. April werden auf Grund des neuen Militärgesetzes nur die drei Generalkommandos, drei Divisionsstäbe, die Inspektion der Verkehrstruppen sowie eine Halbinvaliden­abteilung gebildet. Die Durchführung der übrigen Maß­nahmen, welche in das kommende Etatsjahr fallen, geschieht vom 1. Oktober ab, und zwar werden für das preußische Kontingent alsdann neu aufgestellt 18 Feldartillerie-Brigade­stäbe, 1 Inspektion der Telegraphentruppen, 37 Feldartillerie- Regimentsstäbe, 14 Feldartillerie-Abteilungsstäbe, 35 fahrende Batterien mit mittlerem Etat, 1 Betriebsabteilung der Eisenbahnbrigade und 3 Telegraphenbataillone. Im preu­ßischen Kontigent tritt dem 1. ostpreußischen Armeekorps die neue Division Allenstein hinzu mit Garnisonen in Allen- stein, Lyck, Lötzen, Sensburg und Bischofsburg. Das 4. Armeekorps Magdeburg wird eingeteilt in die 8. Division Halle und die 7. Division Magdeburg. Das 11. Armee­korps (Kassel) wird eingeteilt in die 38. Division Erfurt und die 22. Division Kassel. Dem 14. Armeekorps (Karls­ruhe) mit den Divisionen Karlsruhe und Freiburg i. B. tritt als neue Division hinzu die Division Kolmar mit Garnisonen in Kolmar, Offenburg, Lahr und Schlettstadt. Das 18. Armeekorps (Frankfurt) besteht aus der 25. (groß- herzoglich hessischen) Division Darmstadt und der 21. Divi­sion Frankfurt a. M. Der Abstrich, welchen der Reichs­tag an der Präsenzerhöhung vorgenommen hat, läßt für 1899 die Pläne der Regierung unverändert mit Ausnahme der Infanterie. Nach Ansicht derFreis. Ztg." beabsichtigt die Militärverwaltung, die neuen Bataillone von 1897, welche jetzt 501 Mann zählen, schon in diesem Jahre auf 569 Mann zu bringen. 24 Bataillone dieser Art liegen in Elsaß-Lothrtngen und in den vier östlichen Grenzprovinzen.

Deutschland und England in China. In einem Artikel derTimes" über die englische Politik in China heißt es:Deutschland spricht es aus, daß Schantung für englische Unternehmungen nicht offen steht, wenn nicht Deutschland seine Genehmigung gewährt. Und jedermann weiß, daß, wenn Deutschland dies ausspricht, die Sache sich auch so verhält. Deutschland kann englische Unternehmungen von der Provinz Schantung ausschließen, und es wird dies auch thun, es sei denn, daß es für eigene Zwecke die Hilfe Englands begehrt oder aus der Zulassung Englands ein Geschäft macht. Aber wenn wir versuchen, deutsche Unter­nehmungen von dem Jangtsekiang-Gebiete auszuschließen, so werden wir finden, daß die Sache für uns ganz anders liegt. Wir wollen es hier aussprechen, daß es nicht unsere Politik ist, irgend jemanden auszuschließen und daß daher niemand durch uns geschädigt wird. Es würde niemand geschädigt werden, wenn die Politik anderer Völker dieselbe wäre, wie die unserige, und die Politik Deutschlands hat in diesen Angelegenheiten kürzlich die Tendenz gezeigt, sich der unsrigen zu nähern, aber die Politik Deutschlands kann sich wieder ändern." Wir sind mit dem Zeugnis, das hier der deutschen Politik in China ausgestellt wird, recht zufrieden. T. R.

Zwei HetzblätterNordschleswigs sind soeben in einem der dort sonst nicht häufigen Preßprozesse ver­urteilt worden. Sie hatten einen Amtsdiener im Kreise Hadersleben (Scherrebeck) gröblich beleidigt. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte je 200 Mk. Geldstrafe. Das Gericht, die Strafkammer in Flensburg, war jedoch der Ansicht, daß hier nur Freiheitsstrafen am Platze seien, und verurteilte den verantwortlichen Redakteur P. Simonsen (vomFlensborg Avis") zu 1 Monat, den Redakteur Th. Petersen (vomHeimdal" des Abg. Haussen) zu 14 Tagen Gefängnis. Doch wird wohl, wie üblich, auf Kosten des dänischenWählervereins" noch Revision einzulegen versucht werden.

Eine bemerkenswerte Aenderung wird bei den in nächster Zeit stattfindenden Besichtigungen der Kom­pagnien zum ersten Male durchgeführt werden. Es ist von jetzt ab gestattet, daß nicht nur die Kommandeure die Exerzier- Besichtigung zu Pferde abnehmen, sondern, daß auch die

Kompagniechefs zu Pferde bleibe«, wenngleich bei der Vor- führung der Detailausbildung, z. B. beim Richte«, beim Nachsehen der sogenanntenErsten Aufstellung" u. s. w. abgestiegen werden muß, so ist doch die für manchen Haupt­mann recht schwere Gesamtbesichtigung zu Fuß in Fortfall gekommen. Es ist hierdurch das letzte Stück des unberittenen Infanterie-Kapitäns früherer Tage verschwunden, nachdem Schritt für Schritt, der Fortentwicklung der Ausbildung entsprechend, die Notwendigkeit hervortrat, daß schon eine Kompagnie unbedingt zu Pferde geführt werden müffe und nachdem vor Jahresfrist durch Allerhöchste Ordre bestimmt wurde, daß die Hauptleute auch bei Paraden beritten zu erscheinen habe«.

Die Arbeitsein st ellung der Schneider von Hamburg und Umgegend ist gestern verkündet worden; etwa 1500 Schneidergesellen sind bei dem Ausstand beteiligt. 65 Geschäfte mit etwa 450 Gesellen haben die neuen Lohn­bedingungen anerkannt. Am Mittwoch wird die Schneider­innung Stellung zu dem Lohntarif nehmen. Man hofft, daß im Laufe der Woche der Ausstand beigelegt werden wird.

Glogau, 21. März. Die hiesige konservative Zeitung widerruft heute ihre frühere Meldung, wonach das Straf­verfahren gegen den Grafen Pückler aus Klein- Tschirne eingestellt sein sollte. Heute sei demselben die Anklageschrift zugestellt worden.

Hamburg, 21. März. Im Prozeß des Ober­försters Lange gegen die Fürstlich Bismarck'schen Erben wegen höherer Pensionsansprüche hat jetzt auch Fürst Herbert Bismarck den ihm auferlegten Glaubenseid in Berlin ge­leistet. Der der Gräfin Rantzau ebenfalls zugeschobene Glaubenseid soll dieser wegen Krankheit kommissarisch ab­genommen werden. Damit sind die Mehransprüche Langes abgewiesen.

Ausland.

Wien, 21. März. Im gestrigen Mini st errate wurde das neue von der Ministerial-Kommission ausgearbeitete Sprachengesetz unverändert angenommen.

Teschen, 21. März. Zwischen italienischen und kroati­schen Arbeitern der Cementfabrik Goleszow fand ein blutiger Zusammenstoß statt. Drei Kroaten wurden hierbei getobte!, 16 schwer verwundet.

Budapest,21. März. Koloman Szell dürste in der Osterwoche nach Wien reisen.

Budapest, 21. März. Der klerikale Abgeordnete Alcot- mang erhielt eine Depesche aus dem Vatikan, der zufolge das Befinden des Papstes infolge Eintritt von Bauch­wassersucht besorgniserregend ist.

Lokales und ProvinMes.

Gießen, 22. März 1899.

** DaS Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogtums Hessen, Nr. 4, ausgegeben Darmstadt, 16. März, hat folgenden Inhalt: Ausschreiben Nr. 7 vom 4. März 1899, betr. Ratschläge für den B a u evangelischer Kirchen. Ausschreiben Nr. 8 vom 6. März 1899, betr. Hauskollekte für die Erbauung einer evangelischen Kirche in Unter-Sensbach. (Dem Kirchenbaukomite von Hebstahl und Unter-Sensbach ist von Großh. Ministerium des Innern zum Zwecke der Erbauung einer evangelischen Kirche in Unter-Sensbach die Erlaubnis erteilt worden, eine Haus­kollekte bei den evangelischen Bewohnern des Großherzogtums zu veranstalten. Die Evangelischen in Unter-Sensbach und Hebstahl, abgelegenen Oertchen des südlichen Odenwaldes, haben z. Z. ihren Kirchgang nach dem weit entfernten und insbesondere bei schlechtem Wetter und im Winter schwer erreichbaren Beerfelden, was den Alten und Schwachen jeden Kirchenbesuch unmöglich macht. Sie sind zum größten Teil unvermögend und haben überdies im letzten Sommer durch wolkenbruchartige Regengüsse Verwüstungen in Flur, an Straßen und Brücken erlitten, die noch auf fünf Jahre hinaus nachwirken werden. Das Ober-Konsistorium fordert die evangelischen Pfarrämter deshalb auf, die Kollekte thun- lichst zu fördern und sie insbesondere auch durch warme Empfehlung von der Kanzel zu unterstützen.) Dienstnach­richten. Konkurrenzeröffnungen.

** Der erste deutsche evangelische Frauentag, dessen Be­gründung kürzlich gemeldet wurde, wird vom 5. bis 7. Juni d. I. in Kassel stattfinden. Die Tagesordnung ist, wie folgt, festgesetzt: Montag, den 5. Juni 1) Eröffnungs­gottesdienst, 2) 8 Uhr abends Begrüßungsversammlung; II. Dienstag früh 9 Uhr 3) Geschäftliche Versammlung (Begrüßung, Wahl des Vorstandes und Festsetzung der Satzungen des deutschen evangelischen Frauenbundes), 4) Die Frauenthätigkeit auf dem Gebiete der Krankenpflege, 5) Die Frauenthätigkeit auf dem Gebiete der Armenpflege und Waisenfürsorge, mittags 3 Uhr: 6) Die Bestrebungen zur Hebung der hauswirtschaftlichen Frauenbildung, 7) Die Berufsbildung für gewerbliche Thätigkeit, 8) Der Lehrer­innenberuf und feine Weiterentwickelung; III. Mittwoch früh 9 Uhr: 9) Die evangelischen Jungfrauen-, Ladnerinnen- und Arbeiterinncn-Vereine, 10) Die Rettung der Gefährdeten und Gefallenen, 11) Die Frau und die Alkoholfrage, 12) Der Aerztinnenberuf. Die Organisation des deutschen evangelischen Frauentages, der ein Gegengewicht sein soll gegen die allgemeinen deutschen, nicht auf religiöser Grund­lage stehenden Frauentage, geht von Pfarrer Lic. Weber- M.-Gladbach aus.

** Der Gesamtverbaud der evangelischen Arbeitervereine Deutschlands wird seine diesjährige Delegiertenversammlung wieder in Verbindung mit dem Evangelisch-sozialen Kongreß, der in den Pfingsttagen in Kiel stattfinden wird, abhalten und zwar unmittelbar vorher, am 23. und 24. Mai, in Altona. Die Tagesordnung enthält u. a.:Die soziale Bedeutung der alttestamentlichen Propheten" (Referent Hof- Prediger a. D. Stöcker);Sind die römisch-katholischen

Männerorde« der «eueren Zeit dem sozialen Friede« und der sozialen Wohlfahrt der Völker förderlich oder schädlich gewesen?" (Referent Diakonus Dr. Kocltzsch); Arbeits­ämter (Referent Prof. vr. Hüpeden-Kassel); Die Mißstände bei der jetzigen Verwaltung der Ortskrankenkaffen, dir Wohnungsfrage, Kommunale Sozialpolitik u. s. w.

-b- Lich, 21. März. Wenn wir heute nochmals kurz auf das Kirchenkonzert zu Lich am vorigen Sonntag zurückkommen, so geschieht es, um dem Damenchor der Fräulein M. Buff zu Gießen auch öffentlich zu danke» für die Bereitwilligkeit, mit der derselbe dem wohlthätigen Zwecke sich zur Verfügung gestellt hat. Die Chöre vo» Mendelssohn, Pergolese, Kiel rc., die Sologesänge der Fräu- lein Buff und Thaer von Gießen, Jäger und Weber von Lich, das Violinspiel des Herrn Dr. Volhard, die Orgelvorträge des Herrn Organisten Jäger, im Vereis mit den Licher Chören, gestalteten das Konzert zu einer wahrhaft erhebenden Feier der Gemeinde in den schönen Hallen ihrer ehrwürdigen Stiftskirche.

n. Au8 der Wetterau, 21. März. Gestern hat es in den Frühjahrsbestellungsarbeiten Plötzlich einen Halt geben. Wir hatten nämlich stellenweise starken Schneefall, und in der verflossenen Nacht scharfen Frost. Nicht nut die schöne Witterung der vorigen Woche, sondern vielmehr noch die Befürchtung, der Boden würde zu trocken, ver­anlaßte die Landwirte, die Aussaat zu beginnen.

n. Büdingen, 21. März. Von den 75 Gemarkungei unseres Kreises lasten nach einer Uebersicht der Umlage« für 1899/1900 immer noch auf 22 ältere Kr iegsschulden, die zum Teil noch recht bedeutend sind. Wo es die Ge­meinde-Einkünfte einigermaßen zulassen, werden im Vor- anschlag jedes Jahr kleinere oder größere Summen zur Abtragung vorgesehen, damit jene aus dem Anfang diese- Jahrhunderts stammenden Schulden endlich einmal aus den Wirtschaftsplänen verschwinden. Die Ausschläge zur Be­streitung der übrigen Kommunalbedürfnisse schwanken zwischen 7.124 und 60.558 Pfg. auf die Mark Normalsteuerkapital. Unter 10 Pfg. hierauf erhebt nur eine Gemeinde, zwischen 10 und 20 Pfg. 12, zwischen 20 und 30 Pfg. 22, zwischen 30 und 40 Pfg. 20, über 50 Pfg. 11 Gemeinden. Das diesjährige Gesangsfest des Nidderthalsänger- b und es wird nach dem Beschluß der Delegiertenversamm­lung in Selters abgehalten. Die Gemeinde Glauberg erbaut dieses Jahr zwei neue Schulsäle. Die zweite Schulstelle dort wurde voriges Jahr errichtet und damals der Ratsaal zum provisorischen Schulsaal hergerichtet. Da aber auch der alte Schulsaal nicht mehr geräumig genug ist, wird der erwähnte Neubau im geräumigen Schulhof- raunt errichtet.

Darmstadt, 21. März. Verschiedenen Meldungen zu- folge befindet sich Finanzminister Küchler in günstig fort­schreitender Genesung. Eine Kanüle, die der Patient trug, konnte bereits abgelegt werden, und die Stimme ist gut. Wie mehreren Blättern aus Mainz gemeldet wird, svü im Bereiche der ehemaligen Hessischen Ludwigsbahn die an­gekündigte Perronsperre nun mit dem 1. Mai ein- geführt werden.

WormS, 19. März. ImReichsanzeiger" wird die Auflösung der Getreideverkaufs-Genossenschaft zu Worms, die 1895 als die erste in Deutschland be­gründet wurde, bekannt gemacht. Die Mitglieder schreibe» den Mißerfolg dem Mangel eines eigenen genossenschaftlichen Lagerhauses zu.

Vermischtes.

* Berlin, 13. März. Die edle Sache, für bie der Ueberschuß aus der Wohlfahrtslotterie zu Zwecken der Deutschen Schutzgebiete dient, machen die Wohlfahrts- Lose zu einem beliebten Kaufartikel, zumal dabei auch recht ansehnliche Gewinne, wie 100000 Mark, 50000 Mark, 25 000 Mark, 15000 Mark, zweimal 10000 Mark u. s. w., im ganzen 16870 Geldgewinne mit 575000 Mark zur Ver­losung gelangen. Bei erster Lotterie war rasch ausverkauft, und es mußten schon mehrere Tage vor der Ziehung recht viele Bestellungen auf Lose unberücksichtigt bleiben. Es ist deshalb zu empfehlen, Bestellungen auf Wohlfahrtslosc ä 3.30 Mk. zur zweiten Lotterie baldigst bei dem General- Debit Ludwig Müller & Co., Bankgeschäft in Nürnberg und München, einzureichen, oder bei einer der bekannten Losverkaufsstellen am hiesigen Platze zu machen. Die Ziehung findet bereits den 14., 15., 17., 18. und 19. April öffentlich im Ziehungssale der Königlich Preußischen Staats- lotterte zu Berlin statt.

Lübek, 20. März. Die Bürgerschaft bewilligte 650000 Mark zur Anschaffung von Baggergeräten für die Ver­tiefung des Travefahrwassers. Die Gesamtkosten sind auf 3400000 Mark veranschlagt.

Meratur, Wissenschaft und Kunst.

- Die Pflege deS Schlafes, unteres wichtigsten Gfluod- heitsfaktolS, finden wir von sachoerständtger Seite In dem loebm ausgegebenen Heft 16 der bekannten illustrierten Fawilienzetischnst w 5 ü r All« Welt" (Deutsches Verlagshaus Bong 4 Berlin W. Preis deS VierzehntagrhefteS 40 Pfg.) in io eingehend» Weise besprochen und klargelegt, daß wir die Leklüre dieses AU-m» nicht nur allen an Schlaflostgkett leidenden, sondern übe,haupl stow, dem seine Gesundheit lieb ist, empfehlen möchten. Dazu enlh«» dasselbe Heft neben dem feingestimmten und bochspanvenven Rom«» .Bezwungen" von H. Abt und der Erzählung auS den oberbaynsch« BergenTraudl" von Otto v. Schaching eine groß« Snz«hl Teil reich illustrierte Abhandlungen über alle« Wissenwerte. D« Btlderschmuck präsentiert sich dem Beschauer in der gewohnten Auch dieses Heft zeigt wiedermn etne derartige ReichhaUigkeit, v«> der billige Preis von 40 Pfg. geradezu 6>staunen erregt und o» große Verbreitung, welche dieses beliebte Journal in allen Kreis« gesunden hat, begreiflich wird.