Donnerstag den 23 März
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Zweites Blatt
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Anrts- und Anzeigeblntt für den Tiveis Gietzen
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Lllr Anzcigen-BtrmittlungSstrlleu bei In- und AuSlanbrt nehmen Anzeigen für den Siebener Anzeiger entgegen.
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Viktor Hugo, berühmter Dichter, •.
Nikolaus Lenau, der Sänger schmerzes, •.
Wilhelm Hauff *.
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und sei eher geeignet, Ausschreitungen hervorzurufen, als bei ruhigem und verständigem Auftreten der Sicherheitsbehörden. Eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung sei nicht zu besorgen. Den Ausschußantrag empfehle er der Annahme des Hauses. — Derselbe wird hierauf gegen die Stimmen der Abg. Osann, Schmeel, Möllinger, Köhler-Darmstadt, Heidenreich und Schönfeld angenommen.
Die Forderung der Großh. Regierung zur Förderung der Pferdezucht im Betrag von 32 000 Mk. wird entgegen dem Ausschußantrag genehmigt.
Ein Antrag des Abg. Köhler-Langsdorf den Aufkauf der Wasserrechte im Großherzogtum Hessen durch den Staat betr. wird für erledigt erklärt, ebenso der Antrag des gleichen Abg. bezüglich der Wasserpest in der Horloff. L p
Zu dem Antrag des Abg. Köhler-Langsdorf und Genossen, die Verwertung p e r l s u cht beh a st e t er Schlachttiere hat der Abg. von Köth einen so erschöpfenden und lehrreichen Bericht erstattet, daß ihm von Seiten des Regierungsvertreters Ministerialrat Braun der öffentliche Dank der Großh. Regierung ausgesprochen wurde. Abg. v.Köth beleuchtet in eingehender Weise die Handhabnng der Fleischschau in Preußen und Hessen. Die hessischen Bestimmungen seien unklar und rigoros. Sie kennten nur genießbares und ungenießbares Fleisch von tuberkulös infizierten Tieren, während man in Preußen anders entscheide. Der Ausschuß beantrage daher, die Negierung zu ersuchen, daß Fleisch von tuberkulös infiziertem Schlachtvieh, welches seither ausnahmslos auf die Freibank verwiesen wurde, künftig nur dann auf diese verwiesen werde, wenn dasselbe infolge seiner Herkunft in seinem äußeren Ansehen Einbuße erlitten habe, unter Aufrechterhaltung der seitherigen Bestimmungen über die Verwertung des Fleisches solcher Schlachttiere. Ferner möge die Regierung die Errichtung einer Landes-Viehversicherungs-Anstalt mit einem Landesverband und mit vereinigten Ortsvieh-Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit und Selbstverwaltung in Erwägung zu ziehen.
Damit wird um 1 Uhr die Sitzung abgebrochen.
Hessischer Kandtag.
Zweite Kammer der Stände.
nn. Darmstadt, 20. März 1899.
In nahmt »an Anzeigen zu der nachmittag- für btw PftHbtn Lag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr.
Klopstock f-
Ludwig Storch *.
Lord Bulwer *.
Julius Mosen *. („Zu Mantua in Banden".) Alexander Dumas sen. (Verfasser von „Der Graf von Monte Christo") •.
Erste Aufführung von „Wallensteins Lager" in Berlin.
Herder f.
„Wilhelm Teil" zuerst in Weimar aufgeführt. George Sand *.
Eduard Mörike * („Schön Rottraut").' Eugöne Sue *. („Der ewige Jude"). Chr. Felix Weiße, der Kinderdichter, f. Benjamin Disraeli (Lord Beaconsfield), englischer Schriftsteller und Staatsmann, •.
Andersen * (der Märchendichter).
Schiller j.
Friedrich Halm *.
Anastasius Grün *.
Heinrich Laube *.
Ferdinand Stolle *.
Theodor Mügge *.
Gustav Kühne •.
Longfellow " (berühmter amerik. Dichter).
Gustav Pfizer Franz Kugler *.
Goethe vor Napoleon; er erhält das Kreuz der Ehrenlegion.
Goethe's „Faust", 1. Teil, erscheint.
Edgar Alln Poe, berühmter amerikanischer Novellist und Dichter, *.
Nikolas Gogol, russischer Schriftsteller, *. Der Fabeldichter Pfeffel fi.
Der italienische Dichter Giusti •.
Alfred Tennyson, englischer Dichter, •. (Verfasser von „Enoch Arden".)
Hermann Margraff *. (11. 2. 1864 f.) Zacharias Werner eröffnet mit seinem Stück „Der 24. Februar" den Reigen der Schick- salstragödieu.
Adolf Stöber und Julius Hammer e.
Johann Gottfried Seume f- Ferdinand Freiligrath ♦.
Adrtfst für Dtptschtn: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51.
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter sür hessische Volkskunde._________________
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Versicherungsgesetzes hat gestern abend die erste Lesung der Vorlage beendet. Die zweite Lesung dürfte schneller von statten gehen, sodaß der Entwurf jedenfalls noch vor Pfingsten im Plenum die zweite Lesung passieren kann.
Berlin, 21. März. Im Herrenhause hat Graf Mirbach mit Unterstützung der konservativen Fraktion eine Interpellation eingebracht, in welcher an die Staatsregierung die Frage gerichtet wird, wie es mit der Vorlegung eines Gesetzentwurfes betreffend die Fideikommisse steht.
Berlin, 21. März. Im Abgeordnetenhaus- wurde heute der Staatsvertrag zwischen Preußen und Hamburg in dritter Lesung genehmigt. Es folgten Wahlprüfungen. Dieselben wurden nach den Anträgen der Wahlprüfungs- Kommission erledigt. Auf der morgigen Tagesordnung steht der Antrag von Mende-Heinzel auf Einstellung größerer Summen in den Etat zur Hebung der Viehzucht sowie der Antrag Dr. Langerhans auf Zulassung der Feuerbestattung.
Berlin, 21. März. Der geheime Baurat Wallot hat an den Staatssekretär Posadowsky und an den Präsidenten des Reichstages, Grafen Ballestrem, die Mitteilung gelangen lassen, daß er auf die fernere Leitung der Ausschmückungsarbeiten des Reichstages verzichte und das ihm übertragene Amt am 1. April niederlege.
Berlin, 20. März. Die „Franks. Zig." meldet aus Konstantinopel: Der Sultan bestätigte soeben endgiltig die Konvention ipit den anatolischen Bahnen wegen des Baues eines Hafens in Haidar Pascha; sämtliche von deutscher Seite gestellten Forderungen, wie die Errichtung von Entre- pots, Docks rc. sind bewilligt. Der Erste Dragoman der französischen Botschaft begab sich sofort nach dem Palais, wo der erste Palastsekretär auf seine Einwendungen jedoch entgegnete, daß in der Angelegenheit infolge der herabgelangten kaiserlichen Entschließung nichts mehr zu ändern sei.
— Der Stand der Arbeiten an der einheitlichen reichsgesetzlichen Regelung des Apothekenwesens ist gegenwärtig noch derselbe, wie zu Beginn des vorigen Jahres. Die Verhandlungen, die mit der preußischen Regierung über den im Reichsamt des Innern aufgestellten Entwurf eines Reichsapothekengesetzes angeknüpft sind, haben infolge der großen Schwierigkeiten, auf welche die Umgestaltung des Apothekenwesens in Preußen stößt, bis jetzt noch nicht zum Abschluß gebracht werden können.
— Die königliche Verordnung vom 15. März über die Errichtung von Landwirtschaftskammern für die Provinz Hannover und die Rheinprovinz wird amtlich ver-
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Dicrtdiäbdid) 2 Mark 20 Psg monatlich 75 Pf», mit Bringerlohn.
vti Postbezug 2 Mark 50 Pf», vierteljährlich.
Deutsches Reich.
Berlin,21. März. Das Kaiserpaar hat heute vormittag 11 Uhr unter dem Salut der Kriegsschiffe von Kiel die Rückreise nach Berlin angetreten.
Berlin, 21. März. Die 9. Kommission des Reichstags zur Vorberatung des Jnvalid itäts-
Die Sitzung wird um y2ll Uhr eröffnet.
Nach Verkündigung einer Anzahl neuer Einläufe Berichtsanzeigen tritt das Haus in die Beratung des trogs des Abg. Köhler-Langsdorf und Genossen, die greis- und Provinzial-Ordnung vom 12. Juni 1874 und das Polizeistrafgesetzbuch vomJahrel855 betr. Abg. Köhler verlangt, daß die Bestimmungen der fct. 79 und 80 nicht zur Anwendung kommen dürfen, insoweit es sich um Versammlungen im Sinne des Gesetzes vom 16. Mai 1848 handelt. Auf Grund dieser Artikel seirn wiederholt beabsichtigte Versammlungen durch die zu- ständigen Behörden im voraus untersagt worden. Dies sei ein unzulässiger Eingriff in das verfassungsmäßig gewährleistete Dersammlungsrecht, und er will derartige Eingriffe der Kreisrüte für die Zukunft vermieden wissen. — Di« Großh. Regierung hat sich gegen diesen Antrag ab- leh nend verhalten. Staatsminister Rothe erklärt, daß es dir Pflicht der Regierung sei, die Sicherheit und Ordnung aufsrecht zu erhalten, daß man sich dieser Pflicht auch den Bcnsammlungen gegenüber nicht entziehen dürfe. — Die Aksgeordneten Ulrich, Haas-Mainz und Kramer sprechen sich für den Ausschußantrag aus, welcher wünscht, daß dem Ar«. 80 der Kreis- und Provinzialordnung vom 12. Juni 1874 der Schlußsatz angefügt werde: „Auf Grund der grtt. 79/80 dürfen Anordnungen nicht erlaffen werden, welche ein vorheriges Verbot der Abhaltung von Versammlungen im Sinne des Gesetzes vom 16. Mai 1848, das Petttions- unb Versammlungsrecht betr., 'bezwecken. — Die Abgeordneten Osann und Schmeel halten den Standpunkt des Ausschusses für viel zu weitgehend, weil hierdurch Ausschreitungen aller Art gefördert würden. Auch bezüglich bc» Art. 78 des Polizeistrafgesetzbuches können dieselben dem Antrag Köhler nicht zustimmen, da man der Regierung das Recht nicht nehmen dürfe, Ausschreitungen in Versammlungen im Interesse der öffentlichen Ordnung und des öffientlichen Friedens entgegenzutreten. — Abg. Frenay als- Berichterstatter glaubt, daß die große Masse des Volkes pollitisch so geschult sei, daß die Besorgnis eines Mißbrauchs der Versammlungsfreiheit kaum begründet sein dürfte. Im Gegenteil verursache das Verbot einer solchen beabsichtigten Versammlung eine größere Erregung unter der Bevölkerung
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Feuilleton.
Pas 19. Jahrhundert.
Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herausgegeben von Friedrich Thieme.
(Nachdruck oder AuSzug verboten.)
Chronologische Ueberficht III.
Die Litteratur des 19. Jahrhunderts.
Fritz Reuter *.
M. Jos. de Chenier, franz. Dramatiker, f.
Karl Gutzkow e.
Thackeray, englischer Humorist, e.
Der brasil. Dichter Goncalves Magalhaes •.
Heinrich v. Kleist erschießt sich mit Henriette Vogel in Wannsee bei Potsdam.
Charles Dickens, englischer Humorist, *.
Berthold Auerbach, Verfasser der „Dorfgeschichten", *.
Friedrich v. Sollet •. (Verfasser des Laienevangeliums".)
Wieland t-
Otto Ludwig •.
Friedrich Hebbel *. (Verf. der „Nibelungen".)
Theodor Körner tritt in das Lützow'sche Freikorps.
Theodor Körner fällt bei Gadebusch.
Francois Ponsard, franz. Tragödiker, •. (7. 7. 1864 f.)
Franz Dingelstedt *.
Levin Schücking •.
Jffland t.
Mathias Claudius, der „Wandsbecker
Bote", f-
Adolf Friedrich Graf von Schack •.
Emanuel Geibel *.
Wolfgang Müller von Königswinter *.
Friedrich Gerstäcker *.
Robert Prutz *.
Sheridan, englischer Dichter, *.
Gustav Freitag *.
F. W. Hackländer *.
Ernst Keil, Begründer der „Gattenlaube", *.
(Fortsetzung folgt.)
Freiherr v. Gaudy •.
Charlotte Birch-Pfeiffer *.
Lavater f.
„Marie Stuart" zuerst in Berlin aufgeführt.
Novalis (Friedrich v. Hardenberg) f.
Erste Aufführung der „Jungfrau von Orleans" in Berlin.
Ludwig Bechftein, der Märchendichter, •.
Grabbe
Eduard von Bauernfeld, bekannter Lustspiel- dichter, *.
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