Ausgabe 
22.7.1899 Erstes Blatt
 
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vom

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sich überzeugen, daß warmblütige Tiere von sehr kleinem Wuchs noch viel empfindlicher als der Mensch gegen dieses Luftgift sind, und daß eine Maus in einer Luft, die nur I 0,4 Prozent Kohlenoxyd enthielt, schon nach 3 Minuten um- I sank, während der Mensch erst nach Verlauf einer halben Stunde Belästigungen empfindet. Es würde also für die Rettungsmannschaften, die in ein Kohlenbergwerk eindringen, I sehr nützlich sein, in einem Käsig oder in einer Abteilung I der Sicherheitslampe eine Maus mitzuführen, deren Um­sinken einen Fingerzeig geben würde, daß die Gefahr, von I der die Menschen nichts empfinden, drohend wird. Eine I Anzahl Mäuse für diesen Zweck bereitzuhalten, bietet nirgends Schwierigkeit, und der Vorschlag erscheint daher sehr be- I achtenswert."

Allgemeine Deutsche Sport - Ausstellung München 1899. Während des ersten Monats seit der Eröffnung wurde die Ausstellung von 165,830 Personen besucht. Gelöst wurden in dieser Zeit 379 Dauerkarten und 5693 Marken­bücher zu 10 Coupons. Die Markenbücher sind besonders zweckmäßig für Vereine, da sie gruppenweise benützt werden können und den Besuch der Ausstellung an jedem Tag (auch an den Elitetagen, an denen sonst der Eintritt 1 Mk. kostet) um 40 Pfg. ermöglichen.

* Ein uralter Eibenbaum befindet sich nach einer Mit­teilung derGartenflora" auf dem Bauernguteim Gerstler" in der Gemeinde Heimiswyl im Kanton Bern. Der präch­tige Baum ist wohl das größte Exemplar der Art Taxus baccata in der ganzen Schweiz. Er erreichte eine Höhe von 15 Metern, und maß in einer Höhe von ein Meter über dem Boden schon vor 4 Jahren 4 Meter im Um­fange. Der urkräftige, herrliche Stamm, dessen Alter auf über 700 Jahre geschätzt wird, ist vollkommen regelmäßig entwickelt und teilt sich 3i/8 Meter über dem Boden in zwei gleich stark entwickelte Wipfel. Für Liebhaber der Pflanzen­welt ist diese botanische Sehenswürdigkeit von der Bahn­station Burgdorf aus durch eine ^stündige Fußwanderung durch schattigen Wald leicht zu erreichen.

Aus der Zeit für die Zeit.

Vor 115 Jahren, am 22. Juli 1784, wurde zu Minden der gefeierte Astronom Friedrich Wilhelm Bessel ge­boren, durch dessen Arbeiten es möglich geworden, die Be­wegung der Fixsterne zu ermitteln und zur Erkenntnis und Entfernung der Fixsterne und der Massen von Doppelsternen zu gelangen. Bessel ist das glänzende Beispiel eines erfolg­gekrönten Autodidakten. Er starb am 17. März 1846 als Direktor der Sternwarte zu Königsberg.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 21. Juli, zwilchen 11 u. 12 Uhr mittags: Wasser 18°, Luft 22°.

Rübiamen'sche Badeanstalt.

Mteratur, Wissenschaft und Kunst.

»Der Stein der Weisen" veröffentlicht in seinem zuletzt erschienenen 23. Hefte eine größere Zahl lesenswerter Abhandlungen mit vielen hübschen Abbildungen. Letzteres gilt vornehmlich von dem gehaltvollen Aufsatze über die amerikanische Kriegsflotte, deren bedeutendste Schtffstypm in gelungenen Illustrationen vorgeführt werden. Sehr instruktiv find ferner die technischen Beiträge über elektrische Kraftübertragung (illustriert) und über die Fabrikation der Zündhölzchen (illustriert). Ein Beitrag über Damenreiten bc^ handelt diesen Gegenstand in ausführlicher und erschöpfender Weife. Wir erwähnen noch die intereffante Abhandlung Instinkt oder Ueber- legung? die kleineren Beiträge über die Insel Bornholm und die technisch so bedeutende neue Bogenbrücke über die Aare bet Bern (beide Aufsätze sind illustriert), dann mancherlei technische und andere Notizen. Kurz,Der Stein der Weisen" (A. Hartlebens Verlag, Wien) bekundet in diesem tnhaltretchen Hefte seine bekannte Fürsorge, seinen Lesern möglichst viel Neues und Abwechslungsvolles darzubteten. Wir können ihn daher mit bestem Gewissen allen denen empfehlen, welche über wichtige technische und naturwissenschaftliche Neuerungen orientiert sein wollen.

Katechismus des Feuerlösch- und Feuerwehrwesens von Rudolf Fried. Mit 217 Abbildungen. In Originalleinenband 4 Mark 50 Pfg. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Der fach- litterartfch schon mehrfach heroorgetretene Autor, Afsistent im bayer- tfchen Landesfeuerwehrbureau, gtebt im vorliegenden Bande eine vollständige Darstellung des gesamten Feuerfchutzwesens. Von den zwölf Kapiteln ist das umfangreichste und am reichsten illustrierte jenes über die Lösch- und Rettungsgeräte. Dem die Organisation der Feuerwehren betreffenben Kapitel find dankenswerte Muster von Feuerwehrsatzungen und Dtenstoorfchrtften angehängt. Außerordent­lich reichhaltig ist der historische Abschnitt mit seiner Aufzählung der Feuerwehrtage, Ausstellungen, Verbände, Fachzeitungen u. f. f. Das Kapitel der Uebungen im Marsch und an den Geräten ist durch Abbildungen ausgiebig erläutert. Für das Verfahren beim Löschen und Retten finden sich sowohl allgemeine Regeln als auch Finger­zeige für besondere Fälle. Das Sanitätswesen ist nicht außer acht gelassen. Alles in allem: ein Buch aus der Praxis für die Praxis I

Vormittag? um 8 Uhr: die zweite heil. fDleffe;

um 91/2 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2>/, Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen.

Gott«-reust in der Synagoge.

Samstag den 22. Juli 1899.

Vorabend 7" Uhr, morgens 8to Uhr Predigt, nachmittags

4 Uhr, Sabbathausgang 9" Uhr.

Kriegsgericht als Zeugen geladen sind.

Madrid, 21. Juli. Die königliche Familie gestern in San Sebastian zum Sommeraufenthalt ein und wurde von der Bevölkerung stürmisch begrüßt. Kurz "" der Ankunft ereignete sich leider ein großes Unglück, bei welchem fünf Waisenmädchen und eine sie beaufsichtigende Nonne ihr Leben einbüßten. Die unglücklichen Kinder waren mit der Ausführung von Erdarbeiten in der Nähe des Waisenhauses beschäftigt, als plötzlich eine nahe Mauer in ihren Fundamenten nachgab und auf die Kinder stürzte. Die Leichen wurden gräßlich verstümmelt unter den Trümmern hervorgeholt. Die Königin begab sich in gewohnter Herz­lichkeit trotz der späten Stunde nach der Uuglücksstätte.

Johannisburg, 21. Juli. Die Uitlanders werden demnächst ein großes Meeting abhalten, um einen Antrag zu dem neuen Wahlgesetz zu votieren.

Petersburg, 21. Juli. Der außerordentlich freundliche Empfang, welchen die Mannschaft des deutschen Schulschiffes Charlotte" seitens der hiesigen russischen offiziellen Kreise gefunden, wird in diplomatischen Kreisen viel bemerkt und als neuerlicher Beweis angesehen, daß sich die Bezieh­ungen zwischen Petersburg und Berlin immer

eingestellt werden wird.

Paris, 21. Juli. Der Kriegsminister Gallifet hat an alle Armeecorps-Kommandeure und an die Militär Gou­verneure von Paris und Lyon eine Zirkularnote gesandt, worin er darin erinnert, daß es allen Offizieren verboten ist, während der Dauer des Dreyfus-Prozesses sich in Rennes aufzuhalten, auch in dem Falle, wo sie

Depeschen deö BureauHerold".

Berlin, 21. Juli. Wie dieBerliner Neuesten Nach­richten" hören, besteht in Petersburg an maßgebender Stelle die Absicht, die Beisetzungsfeierlichkeiten für den ver­storbenen Großfürsten Georg in engerem Nahmen zu halten. Demgemäß wird auch kein Vertreter ausländischer Höfe er­wartet. Andernfalls wäre mit der Vertretung des deutschen Kaisers ein preußischer Prinz beauftragt worden. Mit Rücksicht auf die in Petersburg geäußerten Wünsche unter­bleibt dem Vernehmen nach, auch die Entsendung einer Deputation des weftpreußischen Ulanen-Regiments Nr. 1, bei welchem der Großfürst ä la suite geführt wurde.

Geestemünde, 21. Juli. Zwischen den französischen und den hiesigen Marine-Offizieren herrscht freundschaft­licher Verkehr. Die deutschen Offiziere geben heute zu Ehren der Franzosen ein Festessen. Samstag empfangen die Franzosen die deutschen Offiziere an Bord des Aviso «Ibis".

Wien, 21. Juli. Die angekündigten Demonstrationen der Sozialdemokraten gegen die antisemitische Arbeiter- Versammlung ist ruhig verlaufen. Die Beteiligung der Sozialisten belief sich auf ungefähr 5000 Personen. Das Massen-Aufgebot von Polizei und die Absperrung der Zu­fahrtstraßen zum Vereinslokal machte einen Zusammenstoß der Parteien unmöglich.

Budapest, 21. Juli. Gestern fand unter Teilnahme von 60007000 Arbeitern das angekündigte sozialistische Protestmeeting statt. Die erwarteten Demonstrationen unter­blieben, da der Negierungs-Vertreter die Redefreiheit respektierte und trotz verschärften Ausfällen gegen die Re­gierung und den Ministerpräsidenten gegen die Erwartung der Sozialisten die Versammlung nicht auflöste.

Budapest, 21. Juli. Wie verlautet, wird die ungarische Regierung, um die Schiffahrtsgebühren am eisernen Thor zu ermäßigen, die Transport st euer auf der Donau aufheben.

Brüssel, 21. Juli. Die konservative Vereini­gung Brüssels hat beschlossen, einen Aufruf an sämt­liche konservativen und katholischen Vereine Belgiens zu erlaßen und dieselben zu ersuchen, gemeinschaftlich über die Stellungnahme für die nächstjährigen Wahlen zu beraten.

Paris, 21. Juli.Droit de l'homme" versichert, die I deutsche Regierung erwäge augenblicklich, auf welche Weise ! sie das Journalde Bruxelles" oder dessen Pariser Kor­respondenten Teste wegen des in dem offiziellen Brüsseler Blatt erschienenen Artikels betreffend den Grafen v. Münster und dessen Familie zur Verantwortung ziehen könnte. Jeden­falls sei man in Berlin fest entschlossen, diese Angelegenheit nicht ungesühnt zu lassen.

Paris, 21. Juli. Das BlattFrancaise militaire" versichert, bis jetzt sei in der Untersuchung gegen Dupaty de Elam nichts hervorgehoben worden, was dessen Ueber- weisung vor ein Kriegsgericht herbeiführen würde. Es sei daher wahrscheinlich, daß das Verfahren gegen denselben

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

" I Sonntag den 23. Juli. 8. nach Trinitatis.

Gottesdienst.

In der Stadttirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel.

Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgenreinde. Pfarrer Dr. Grein.

In der Johanneskirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus derJohannes- gemeinde.

Vormittags 9«/2 Uhr: Pfarrer Euler.

Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannes- gemeinde. Aumeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Vormittags 11V< Uhr: Kinderkirche für die LukaSgemeinde.

Pfarrer Euler. .... ... ...

Am nächsten Sonntag, dem 30. Juli, wird die jährliche Kollekte für die Innere Mission erhoben.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 22. Juli.

Nachmittags um 4'/, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

Sonntag den 23. Juli. 9. Sonntag nach Pfingsten.

Vormittags von 61/« Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

um 7 Uhr: Die erste heil. Meße;

vor und in derselben Austeilung der heil. Communion;

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Kenner des Festungswesens; im vorigen Jahre wurde 1 er im Auftrage des Zaren in das Nordwestgebiet geschickt, um die dortigen Festungen zu inspizieren. Von ernstem Charakter, war der nunmehrige Thronfolger von Rußland stets bestrebt, sein Vaterland persönlich kennen zu lernen; er bereiste oftmals Rußland, um an Ort und Stelle Studien über die ökonomische Lage, über den Bildungsgrad und über I das Leben der Bevölkerung zu machen. Erwähnenswert ist die Thatsache, daß Großfürst-Thronfolger Michael ein warmer Freund Finnlands ist. Er benützte jede Gelegenheit, um Ausflüge nach dem nahen Finnland zu machen, und befaßte sich auch sehr viel mit sinnländischer Geschichte. Auch Reisen nach dem Auslande unternahm er sehr oft, I wobei er für das Leben in West-Europa großes Interesse bekundete. Großfürst Michael, der jetzt im 21. Lebensjahre steht, ist durch die Uebernahme der Thronfolge Hetman aller I Kosaken Rußlands geworden. Er war der Lieblingssohn Alexander's HI. ,

* Wie man reich wird! Die englische Monatsschrift I Pearson's Magazine" veröffentlicht in ihrem Juliheft das Ergebnis einer Enquete, die sie unter den führenden I Millionären Amerikas über den Weg zum Reichtum veranstaltet hat. Die Reihen der Antworten eröffnet Charles Broadway Rouß, derblinde Millionär", der seine Lauf- I bahn in einer Gewürzkrämerei auf dem Lande begann und I heute 24 Millionen besitzt.Nicht an der Zeit, dem Ort oder glücklichen Umständen," schreibt er,nur am Menschen I selbst liegt die Gewähr des Erfolges, und je größer das Feld, desto größer das Resultat . . . Fleiß, Ehrlichkeit, I Sparsamkeit und Pünktlichkeit sind die Voraussetzungen für einen sicheren und ehrenhaften Gewinn. Kredit und Teil- I nehmerschaft halte ich für das größte Gift im geschäftlichen | Leben. Zur rechten ZeitNein" sagen zu können, ist für den Käufer wie den Verkäufer gleich wichtig. Schnelle Käufe mit kleinem Profit führen oft zu den größten Resul- | taten. Als Zweiter antwortet Collis P. Huntington, der heute 200 Millionen besitzt. Er plaudert etwas mehr aus I der Schule. Der beste Weg, reich zu werden, ist ihm I die Verschwiegenheit.Man soll eine gewisse Anzahl von I Stunden am Tage ernstlich arbeiten; dem Publikum suche I man Vertrauen zu seinen Versprechungen einzuflößen, und lerne, auch dem unangenehmsten Kunden sich angenehm zu I machen; aber vor allem darf man nie von seinen Plänen zu anderen sprechen." Sehr lakonisch ist die Antwort des amerikanischen Finanzfürsten Ruffel Sage, der über 400 Millionen verfügt:Kein junger Mann braucht zu ver­zweifeln! Wenn er Erfolg haben will, muß er sich nur bemühen, ehrlich und fleißig, hauptsächlich aber peinlich sparsam sein." Der Bankier D. O. Mills, der von ganz kleinen Anfängen zunur" 100 Millionen gekommen ist, gibt vor allen Dingen den Rat, täglich acht Stunden zu schlafen, nicht mehr als 12 Stunden am Tage angestrengt zu arbeiten und die übrige Zeit nur mit solchen Vergnügungen zuzubringen, die den Geist erheitern und dem Körper nicht schaden. Seine Wechsel zahle man immer vor dem Fällig­keitstermin. Von jedem Fünfdollarschein suche man wenigstens einen Dollar zurückzulegen; diese Ersparnisse aber soll man | nicht in unsicheren Spekulationen, sondern in einem soliden Bankhause oder in einem Eisenbahnunternehmen anlegen. Auch der Eisenbahnkönig Andrew Carnegie mahnt vor allem zur Vorsicht.Besser einen kleinen Prosit machen durch sichere Mittel, als zu versuchen, gleich einen großen Profit zu erzielen durch ungewisse Maßnahmen. Das Geheimnis, Reichtum zu erwerben, besteht hauptsächlich in fünf Dingen : Pünktlichkeit, schnelles Handeln, Kaltblütigkeit, Sparsamkeit und das strikte Einhalten des Grundsatzes, sich nicht zu überarbeiten. Zehn Stunden Arbeit am Tage ist das Höchste, was man leisten soll. Zu viel Arbeit ist schlimmer als gar keine." Auch eine Selfmade-Frau kommt zum Wort: Hetty Green, die mit ihren 240 Millionen den Anspruch machen kann, als die reichste Frau der Welt zu gelten:Die erste Vorbedingung für eine Frau, zum Reichtum zu gelangen, ist, auf eigenen Füßen zu stehen und nicht von morgen bis abend darauf zu achten, was andere treiben. Wenn Dir ein Haus für 4000 Dollar zum Kauf angeboten wird, so steh' zu, daß Du es bald für 5000 Dollar verkaufen kannst. Sei aber stets mit einem Profit zufrieden, der der Größe Deines Anlagekapitals entspricht. Niemals weise ein An­gebot ab, bei dem Du einen Profit ziehen kannst wenn er auch nicht so groß ist, wie Du ursprünglich gehofft hast..." Glück, scheint's, braucht man also nicht zn haben, um Millionär zu werden... M. N. N.

* Die Schutzmaus in den Bergwerken. Wir lesen in der illustrierten WochenschriftPrometheus" (herausgegeben von Dr. Otto N. Witt):Es ist eine feststehende That­sache, daß bei den Bergwerkskatastrophen durch schlagende Wetter mehr Menschen durch das dabei gebildete Kohlenoxydgas, als durch die Gewalt der Explosion und durch Verbrennung umkommen. Dr. John Haldane, Pro­fessor der Physiologie in Oxford, hatte kürzlich bei der Ex­plosion in der Tylersiown-Grube Gelegenheit, das Blut ver­schiedener menschlichen Opfer der Katastrophe und das von 15 getöteten Pferden zu untersuchen, und hat darüber eine Arbeit veröffentlicht, der das folgende entnommen ist: Wie die Blutanalyse' ergab, waren von 57 der Katastrophe zum Opfer gefallenen Arbeitern 52 ausschließlich der Kohlen­oxydvergiftung erlegen, zwei weitere durch Kohlenoxyd und Brandwunden getötet, und drei durch den von der Explosion empfangenen Stoß. Das Kohlenoxyd ist also der Haupt- feind, ein um so gefährlicherer, als er geruchlos ist, und schon bei einem Gehalte von 0,2 Prozent in der Luft aus­reicht, dem Menschen die Besinnung zu rauben, bei 1 Pro­zent ihn zu töten. Leider fordert das Eindringen der Rettungsmannschaften in solchen Gruben gewöhnlich weitere Opfer, und hierbei, wie für das Erkennen der vom Kohlen­oxyde drohenden Gefahr überhaupt könnte eine Beobachtung von Wichtigkeit werden, die Haldane bei seinen physiologi­schen Versuchen mit Kohlenoxydgas gemacht hat. Er konnte

herzlicher gestalten.

Angenehm überrascht wird jede Hangsran bet Verwendung von Macks Pyramiden-Glapz-Dtärke. Mit dieser vortrefflichen neuen Stärkesorte können Kragen und Manschetten auch ohne vorheriges Trocknen sofort gestärkt und geplattet werden; fie löst fich besonders schnell und kann mit gleich gutem Erfolge kalt, warm ober kochend benützt werden. Kleine, billige Packung zu 10 und 20 Pfg., für ein Wasserquantum von 7t bezw. 1 Liter ab- gesaßt, erleichert einen Versuch, der allen Hausfrauen und Plätterinnen hiermit «ufB Wärmste empfohlen sei.