Ausgabe 
22.6.1899 Zweites Blatt
 
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Donnerstaii den 22. Jam

Zweites Blatt

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Spanien zn zahlende Entschädigung für die Abtretung der

ltersweg 6.

durch die Erklärung der Regierungs - Vertreter be-

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;Ridähinqrit hin durch neu anzulegende Chausseen aufge- schlÖJ>fitn Werden, was bei dem Mangel von Steinmaterial, eine::« Kostenbetrag von etwa 400 000 Mk. verursachen wüv^r. iHierzu kämen noch die Unterhaltungskosten wie Die M Mn Kir die Straßenwärter. Es sprechen deshalb eine groH Anzahl Gründe dafür, daß sich ein weit vorteilhafter "NufMui der Waldungen durch Anlage einer Waldbahn - mit' Mnengleise mit der Hauptrichtung ..Station Sprend- ; linM.°-Nähre Okriftel am Main" bewerkstelligen lasse I WäMmd dermalen sür Beförderung eines Festmeters Holz

Feuilleton.

W«, die Korallentierchen unsere neuesten Kolonien erbauten.

Von Alexander Bauer.

(Nachdruck verboten.)

(Schluß.)

Deutsches Keich.

«Berlin, 20. Juni. Die Kaiserin trifft, wie aus Kiel gemeldet wird, am Donnerstag dort ein unb nimmt im Schloff- Aufenthalt, um den Kaiser welcher am selben Tage mit derHohenzollern" in Siel antommt, zn

lcmiÄi Waldbahn die Beförderung des Kubikmeters bis zu 10 . tiometcr Entfernung zu einem Kostenpreise von 1 Mk. erfmta, weshalb dem Unternehmen eine gute Rentabilität und, Weichliche Entwicklung >n sichere Aussicht zu stellen sei. An-> lii »weite Kammer wird deshalb das Ansinnen gerichtet, dem « Anlage dieser Waldbahn, erforderlichen Betrag von 90 'M Mk. zu Lasten der Ueberschusse der Hauptstaatskasse

welchen sie lange Reise unternahmen, indem sie nach den Sternen und anderen Zeichen am Himmel steuerten. Sie verstanden es, sich Lebensmittel durch Trocknen zu kon­servieren, und hatten demnach keine Schwierigkeiten, sich für eine längere Fahrt mit Proviant zu versehen. Die Routen ihrer Seefahrten, die sie von Insel zu Insel verfolgen, sind uns allmählich bekannt geworden ... - lange Reisenvon über 1000 Meilen wurden jedoch nicht oft absichtlich unter­nommen; häusig waren sie eine Folge des Zufalles, so wenn die zerbrechlichen Kanoes, von einem plötzlichen Sturme überrascht, den Winden preisgegeben waren, und entweder untergingen oder durch einen Glücksfall zu unbekannten Ge­staden führten." , . . . . .

So entstanden durch die weite Thätigkeit der Korallen­polypen und des Ozeans jene flachen, niedrigen, aber lieb­lichen Inseln, das Entzücken der Seefahrer, der Schauplatz der Robinsonaden unserer Jugend, das Paradies des Friedens, mit üppigen Pflanzen und Bäumen, harmlosen Tieren, fröhlichckiebenswürdigen Bewohnern. Auf die zahlreichen andcrweiten Erklärungsversuche der Biloung der Korallen- Atolls wollen wir hier nicht emgehen. Nur kurz sei be­merkt, daß Darwins Hypothese von anderen Forschern bestritten wurde, sich aber trotzdem als die wahrscheinlichste die weiteste Bedeutung sicherte. In neuerer Zeit kam

Sollas auf den Gedanken, die Wahrheit dadurch zu er­gründen,daß er ein Bohrloch in ein besonders charak­teristisches Atoll triebe und durch Proben das Baumaterial desselben bis zu Tiefen, die bedeutend größer sind als die Lebensgrenze der Korallen, feststelle". Diese Idee ist nach Ueberwindung ungeheurer Schwierigkeiten verwirklicht worden. Die Entscheidung scheint die Ansichten Darwins zu bestä­tigen, denn Umschau bemerkt wenigstens in Ergänzung eines ausführlichen, darin enthaltenen Berichtes Sollas über seine Untersuchung:Inzwischen ist die Entscheidung ge- fallen. Nachrichten von Fnnasuti zufolge (8. September) erreichte der Bohrer eine Tiefe von 330 Meter ober 50 Meter unter ber Basis ber steilsten Klippe Das Material, woburch er ging, war Korallenkalk." Wir nuff-n also nun, bei wem wir uns in erster Linie für unsere neuesten Kolonien zu bedanken haben.

sich oft auch in mächtigen Bänken an der Oberfläche der Riffe anhäuft. In Verwesung übergehende Pflanzen- und Tierstoffe liefern einen vortrefflichen Dünger, sodaß mit der Beit ein für das Wachstum von Pflanzen geeigneter Boden entsteht. Die Wogen spülen Samenkörner aller Art an das neuentstandene Land, der schmale Gürtel beginnt sich mit Vegetation zu bedecken, deren Schönheit und Ueppig- keit dem tropischen Charakter der Gegend natürlich ent­spricht. Kokosnüsse kommen in erster Lime in Betracht, oft stellen sie auf den kleinen Inseln die einzige Baumart dar. Oft siedeln sich aber auch eine Fülle köstlicher Ge­wächse an, denen der Mensch, von einem durch die Paffat- winde und den Einfluß des Ozeans gemäßigten Klima unterstützt, noch eine Reihe weiterer Produkte hinzusugt. Das Tierleben vermag sich natürlich nicht besonders reich zu gestalten, es beschränkt sich auf Geschöpfe, die entweder im Meere leben oder sich auf Flügeln hinschwmgen können. In der That besaßen diese Inseln bis auf die mit Flug­werkzeugen ausgestatteten Fledermäuse ursprünglich gar keine Säugetiere, nur Schweine, Hunde, Hühner und Ratten hielten mit den Urbewohnern ihren Einzug, Pferde und Hornvieh wurden später aus Europa eingefuhrt. Vogel gab es dagegen erklärlicherweise in ziemlicher Menge. Sorgten doch die Korallen auch selbst überall für das notige Trinkwasser.Man sah," schreibt Roßmäßler,in nur wenige Meter tiefen Löchern, die man ui geringer Ent­fernung von der Küste in den felsigen Korallenboden grub, süßes Wasser kein Regenwasser sich ansammeln. Mithin scheint die poröse Korallenmasse das Seewasser von seinem Gehalt an Salz und sonstigen es ungenießbar machenden Bestandteilen zu reinigen." Uebrigens vermochte sich auch Regenwasser in geeigneten Senkungen anzusammeln doch leiden viele der Inselchen an Trockenheit, wahrend die hohen vulkanischen reich an Quellen und Sturzbachen sind. Wie vermochten sich indessen diese Eilande zu be­völkern? Kein Zweifel, daß die Menschen m Booten und Kanoes an ihnen landeten. W. I. Sollas erklärt den Vor­gang wie folgt:Was die Eingeborenen betrifft, so gievt es nur eine Antwort sie tarnen in Booten, ^n früheren

| Zeiten besaßen die Polynesier ausgezeichnete Seeschiffe, mit

"^Berlin, 20. Juni. Reichskanzler Fürst Hohenlohe veranstaltet heute abend em Diner, zu »eifern ' unaen an die Staatsminister v. Miguel und Graf Posa- dowsky, Staatssekretär Freiherrn v. Bülow sowie auch die Quästoren und Schriftführer des Reichstages und des Ab­geordnetenhauses und an andere hochgestellte Persönlichkeiten

Berlin," 20. Juni. Im Abge 0 rbnetenhauf - stanb heute der Gesetzentwurf betreffend den Karfreitag zur ersten Beratung. Eine Kommissions-Beratung wurde nicht bean­tragt. Auf der morgigen Tagesordnung stehen RMn- Pensionierungen, Nachtragsetat, Rechnungssachen, ^nittativ-

Anträge.

Berlin, 20. Juni. In dem heute dem Reichstage zng-gnngruen zweitenNachtragS-Eint werben 9==

vvm'." August 1884, die Erbfchafts- und I

Schenkungssteuer betr., schlägt der Ausschuß vor: die Kam- | von Heyl fernen mwjrcm a mer wolle den Gesetzentwurf annehmen.

18»»

Nezug»»rei» vierteljährlich

2 Mart 20 Pfß.

monatlich 75 Pf», mit Bringerloh».

Bei Postbezug

2 Mark 50 vierteljährlich.

a7ch damck streitung der Ausgaben für bu Haltung bet

' 1 Unter den 550000 Mk. Verwaltungskosten sind 440 000 Mk.

einmalige Ausgaben, also künftig fortfallend. Die fort­laufenden jährlichen Ausgaben für die nächsten Jahre sind auf 220000 Mk. veranschlagt, von denen für das laufende Jahr nur die Hälfte mit 110000 Mk. gefordert wird.

Berlin, 20. Juni. Die Reichstags-Kommission zur Be­ratung des Gesetzes über die Handelsbeziehunge n zum britischen Reiche trat heute vormittag zusammen. Nachdem die Vertreter der Regierung in ausführlicher aber streng geheim zu haltender Darstellung nachgewiesen hockten, daß

Mit der Küste zugleich sinkt aber das Korallenriff, bie i n ciine Tiefe, in welcher die Korallentiere nicht mehr zu richi'tren vermögen, geratenden unteren ^eüe sterben ' ab>, ch.rend oben ein immer neuer Auf- und Anbau er- ?oM Je mehr die betreffende Insel versank, je mehr also ihrMlie Men Stellen ins Meer hinabtauchten und die höheren heitortTaten, je mehr stand auch das Korallenriff von dem . jcrÄttiben Jnselreste ab. So ward allmählich aus dem

»ntlfl, . SckmrM ein Korallenriff, und aus diesem, nachdem im i ßa.» ei nes langen Zeitraums bie Insel gänzlich versunken, OleiCh^ baiMfoiattenriff aber stets in ber Höh- des Ebbmiveaus D,. k < -tltota warben war, ein Atoll, ein ringsarmiges Riff mit rbültllWJ^ cinÄ Sigune in ber Mitte. Denn bie Riffkorallen ge- -StTMÄ «eich', immer nur an bet äußeren, der freien Brandung berst!Serres ausgesetzten Seite; wirb baher auch nach dem 6 SJe&an des ehemaligen Landes ber innere Raum frei, fo

----C,.«#! Igjffltifje benfelben bach völlig unberücksichtigt. Das Meer- f lltllirlfW wach Meibt also barin stehen, eine Art See innerhalb beS **t*81 d tu ui: SotaHengürtels bilbenb. Höchstens ragt manch- »***/ maüm» ein« höchst- Erhebung ber ehemaligen Insel 5c» hätten wir allerdings erst vamGrunde des Meeres 489 7. iJlfl auch-i-rid-, steile, turmartig- Riffe, aber nach ferne w.rf-

mitTiiintn und Pferden auf eine Entfernung van b Kcko- lti 10 Pst. j 55 meta. Mk, «erlangt.würden, fönne^ durch, die «zu- 65 Pf», bst 101 broet, per Pst- $fb.44fc golbgelb, pet Pi !fd.25P!»,b-i Pfd. i 17 Pi» ., bst 5 Pfd. i I1 fg, bei ° Hfl.1 tn 25 Pi», lli

Ein van dem Abg. MöNinger erstatteter Bericht des f

Parlameutarlsches aus Heyen. ersten Ausschuffes über bie Vorlage Graßh. Ministeriums

Üne an bie Erste Kammer gerichtete Vorlage Graßh. ber ginan5en- di- Einrichtung ber Streckenblackierung auf

Mirb-UmimS ber Finanzen, die Anlegung einer Walbbahn bem $cffif(6cn Teil der Bahnstrecke Bingerbrück-Mainz

in tSlene zwischen Mainz, Franfsurt unb Darmstadt, Bischofsheim betr. schlägt der Kammer cor: d'° versassun^-

hejim. bii Kasten hierfür betr. führt aus, m der Ebene^ Zustimmung dazu erteilen zu wollen, daß i«! Em-

,wij«i«i Main unb Rhein, zwischen den Städten Mainz, ri^tung ber ©tredeublodieTung aus dem Hesstsch-n Teil der

;v a nijurt unb Darrnstabt bilben bie sisfalischen Walbungen I Bahnstrecke BingerbrückMainzBischatsheim ber Betrag bet . Cberjörftereien Mitte'.bick, Möiichhas, Manchbruch unb j00 2gg aus dem B-triebSüberschuß der Staats- igfftlbeii einen großen zusammenhängenden Damamalbesttz cifenha[,nen in ber Finanzpenobe 1897/1900 verwendet und non: 6211 Hektar Flächengehalt mit einem Milchen Hiebs- gemeinschaftlichen Eifenbahnverwaltung nach Maßgabe fatz t M ungefähr 30 000 Festmeter. Die Annahme, daß b(g Z^EelS 11 Absatz 5 des Staatsvertrags vom 23. Ium bei ilkaiinftigen Lage dieser Waldungen in ber Nahe großer I lgg6 ,ur $Ctfügung gestellt wirb.

Ben®lr«lK"tren unb b-s Mainstrams, und weck die Wal- bie Vorlage Graßh. Ministeriums der Finanzen,

buninin ton drei Bahnen durchschnitten wurden, bie Hotz- (Steuerreform zu Art. 13 bes Einkommensteuergesetzes preiPvichiUtniSniäßig s-hr hohe sein und auch bas gering- der Abg. Köhler (Darrnstabt) namens bes ersten

, erittige fttolj noch einen guten Markt ffnben mufcte, = grVrre8 sgeri^t erftattet. Die von Großh. Regierung ität lijt sich infolge bet vorgefchlagene neue Skala für bie 1. Abteilung der Ein-

FuMH«! nicht, es fänben sich vielmehr für baS gering- ommensteuerpflichtigen, welche ein Mehrertragnis bei Em- ivenrtit Holz in ben entlegeneten Sffialbteilen kaum Käufer, x Steuer in Höh- von 80 000 M1. zu bringen geeignet

So!»durch Wegb-ff-rungen eine erleichterte Holzverbringung ' . * steigenden Progtefsian, die bis

angpiiihN! werden, fo müßten di-Waldungen nach mehreren 'st. . 6Dn 4^7 Prozent durchgeführt ist, gegen 1 5"9'8<8'« »f- "b" m'a't"1Y300000 Mk. als an --d. tttauffeen aufae- IenM63 Prozent. Der Ausschuß m feiner Mehrheit fortat 1.7 8.»OOOOffll für die Abtretung der

ist mit diesem Vorschlag der Regierung, Bremen Teck der P ii ^°wie 550000 Mk. als Zuschuß zur Be­vorgeschlagenen Ersatzmittel für di- °bst-lehnte Wemsteuer | ® i>itiilnn3hprlaJaQb£n iür die Verwaltung der Inselgruppe- bilden soll, einverstanden, insbesondere ist er c einverstanden, daß die Regierung nicht bereits, wie dies der Antrag Schmitt und Genossen beabsichtigte, von der Klasse 5 an (Einkommen von 4000-4500 Mk.) eme Erhöhung der Steuer in Vorschlag bringt. Der Ausschuß beantragt in seiner Mehrheit: Annahme des Art. 13 in der nunmehr vorliegenden Fassung. Den Antrag des Abg. Reinhart ru Art. 49 desselben Gesetzes betr. beantragt der erste Aus­schuß in seiner Mehrheit: Annahme des Art. 49 und Ab­lehnung des Antrages Reinhart.

In dem durch den Abg. M ö kling er erstatteten Be­richt des ersten Ausschusses über die Vorlage Großh. Ml- V sie OTfintihprunr

Uff'"' WkX Äe und Menschen hei? Auch hierfür gi bt ' »L >? < cs « s-hr einfache Erklärung. Das Rtff wird mit der angeschwemmte Gegenstände durch allerlei los- tl-°'«^ ge*» Kalktrümmer erhöht. Die Wellen zerreiben d,e aäfcnen Korallenstücke, sowie bie maffeuhaften Hart- gejfct ber zahlreichen an ben Korallen 1-benben Tiere zu jd y) feriito1 Sand, bet nach unb nach die Lucken auSfuHt, unb

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