Ausgabe 
22.6.1899 Erstes Blatt
 
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Brnnu, 20. Juni. Acht deutsche Radfahrer wurden auf der Kohantowitzer Landstraße von 150 Tschechen in einem Hinterhalt überfallen und durch Steinwürfe arg zugerichtet. Sie konnten sich der Angreifer jedoch durch Revolverschüsse erwehren.

Niederlande. Leider ist die Oeffentlichkeit immer noch auf sehr unzuverlässige Berichte über dieFriedens­konferenz" angewiesen. Gerade bei dem Streit über das Schiedsgericht wäre aber die Oeffentlichkeit unbedingt erwünscht. Denn wie soll sich die Welt über den angeb­lichen Widerstand Deutschlands ein Urteil bilden, wenn sie gar nicht den vorgeschlagenen Plan kennt? Nun sind aber alle englischen Nachrichten über das Schiedsgericht höchst zweideutig. Wiederholt wurde versichert, der neue Plan sehe keine zwingenden Verpflichtungen für die Staaten vor. Daily News" aber sprechen neuerdings von zwölf obligatorischen Klauseln", die, wenn Deutschland nicht anders wolle, gestrichen werden könnten, um die Anrufung des Schiedsgerichts freiwillig zu machen. Und wenn der deutsche Kaiser auch das nicht annehmen wolle, werde man ihm anraten, wenigstens das prozessualische Verfahren des Tribunals gutzuheißen, ja wenn das Schlimmste sich ereigne, werde die Konferenz den Kaiser ersuchen, die Konvention zu unterzeichnen mit einem Vorbehalt, wodurch er sich verpflichte, das Haager Verfahren nur bei bestimmten Schiedsgerichten anzunehmen. Aus all diesen Andeutungen schöpfen wir die Gewißheit, daß das Schiedsgericht der von England unter die Konferenz geworfene Zankapfel sei, daß es in einer Weise mit einem Einfluß und mit Rechten ausgestattet sein sollte, die Deutschland und überhaupt kein Staat, der nicht abdanken will, unterschreiben kann. Thäten es die anderen, so käme eben unter dem Einflüsse Englands ein Werk zu stände, dessen Verlogenheit sich bei dem ersten größeren Streit um wirkliche Machtfragen in seiner ganzen Erbärm­lichkeit zeigen müßte. Wie es aber scheint, beginnen an der Festigkeit Deutschlands die englischen Jntriguen zu zerrinnen. Denn dasReutersche Bureau" meldet heute, nachdem Professor Zorn wieder nach dem Haag gereist ist: Es scheint, daß die Aussichten auf eine Einigung sich ver­schlechtert haben infolge gewisser Einwände, die man in Berlin erhoben hat und denen Rechnung getragen werden muß. Die Konferenz neigt im allgemeinen zur Einsetzung eines fakultativen Schiedsgerichts. Auch gewinnt man immer- mehr den Eindruck, daß die Konferenz nicht auseinander­gehen wird, ohne etwas in diesem Sinne erreicht zu haben. Gegen ein nicht ständiges Schiedsgericht hat Deutschland bekanntlich nichts einzuwenden. T. R.

Paris, 20. Juni. Wie verlautet, wird Präsident Loubet nunmehr Bourgeois mit der Neubildung des Kabinetts betrauen.

Paris, 20. Juni. Loubet hatte heute nachmittag eine Unterredung mit Brisson und wird heute abend Rück­sprache mit anderen politischen Männern haben. Es ver­lautet, daß Loubet die Bildung des Kabinetts wiederum Waldeck-Rousseau zusammen mit Poincarö über­tragen werde.

Paris, 20. Juni. Meline läßt in den Blättern in Abrede stellen, daß er für das Scheitern des Kabinetts Waldeck-Rousseau irgendwie verantwortlich sei. Die Mit­glieder der demokratischen Linken der Kammer haben heute in einer Versammlung die Erklärung abgegeben, daß sie nur ein Ministerium unterstützen würden, welches die repu­blikanischen Institutionen verteidige.

Paris, 20. Juni. Vice-Admiral Cuverville, der Generalstabs-Chef der Marine, ist infolge seines Briefes an die Libertö seines Amtes enthoben worden. Er wird vorläufig durch den Kontre-Admiral Mallarme, den früheren Unter-Generalstabs-Chef, ersetzt werden.

Astrales und ProvinMes.

Gießen, den 21. Juni 1899.

.* Aus dem Gerichtsdienst. Durch Entschließung Groß­herzoglichen Ministeriums der Justiz wurde der Gerichts­assessor Hans Schneider in Mainz mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts bei den Amts­gerichten Groß-Umstadt, Höchst, Michelstadt und Reinheim beauftragt.

* Militärisches. Seine Exzellenz Herr v. L i n d e q u i st, Kommandeur des 18. Armeekorps, und Seine Exzellenz Herr Schilling von Cannstadt, Kommandeur der Hessischen (25.) Division, sind mit Gefolge und Diener­schaft im HotelGroßherzog von Hessen" abgestiegen.

** Turnerisches. Unsern kurzen Bericht über den Verlauf des in Friedberg abgehaltenen 26. Gau-Turn­festes können wir heute dahin ergänzen, daß dasselbe in schönster und bester Weise verlief, und namentlich für unsere Gießener Turnerschaft einen glänzenden Beweis ihrer Leistungen erbrachte. War es ihr doch vergönnt, von den zum Wettkampf angetretenen 197 Turnern 18 Preise für sich gewonnen zu sehen, darunter den 1. und 2. Preis in der Oberstufe und den 2. Preis in der Unterstufe. Letztere Einrichtung, Ober- und Unterstufe, gelangte zum erstenmale zur Anwendung, doch vermögen wir ein Urteil über deren Bewährung noch nicht zu fällen. Obige Preise verteilen sich unter die beiden hiesigen Turnvereine wie folgt: 1. Turn­verein, gegr. 1846: a. Oberstufe: Louis Noll 1. Preis mit 60% Punkten, P. Geßer 2. Preis mit 602/, Punkten, H. Pieper 11. Preis mit 53% Punkten, Carl Erb 15. Preis mit 51% Punkten, Wilh. Brühl 16. Preis mit 51 Punkten. d.Unter stufe: Jacob Frey 7. Preis mit 50% Punkten, Martin Veith 7. Preis mit 50% Punkten, Wilh. Braun

50% Punkten, Carl Ludovici 9. Preis mit Punkten, Wilh. Kröck 18. Preis mit 46 Punkten, V^tkopp 21. Preis mit 45 Punkten, Hch. Arnold 442/s Punkten, C. Misch 33. Preis mit 41% Punkten, Carl Noll 36. Preis mit 40% Punkten. 2. Manner-Turnverein: a. Unterstufe: Gustav Möhl

2. Preis mit 55% Punkten, Peter Lahr 8. Preis mit 50% Punkten, Wilh. Georg 32. Preis mit 412/8 Punkten, Ehr. Franz 35. Preis mit 41% Punkten. Bei dem statt­gehabten Ringkampf errang der Turner Wilhelm Meißner den 3. Preis. Ferner wurde die vom Turnverein gestellte Musterriege am Reck, sowie diejenige der Zöglinge am Barren, ebenfalls mit je einem ersten Preise bedacht. Vorgestern abend wurden die Sieger bei ihrer Rückkehr an der Bahn mit Musik in Empfang genommen und nach Steins Garten geleitet. Hier entwickelte sich schnell ein gemütliches Beisammensein, Toaste folgten kurz aufeinander, und erst spät gingen die Teilnehmenden mit dem Bewußtsein von dannen, einer des Turnwesens würdigen, schönen Feier bei­gewohnt zu haben. Unerwähnt wollen wir nicht lassen, daß einer hiesigen Familie besonders gedacht werden konnte, deren Söhne vom ernsten Wettkampfe mit dem ersten und letzten Preise geschmückt, heimkehrten. Auch wir schließen uns den oft ausgesprochenen Worten des Dankes und der An­erkennung an, indem wir unseren Bericht beenden mit dem Wunsche, es möge die Gießener Turnerei immer vorwärts schreiten. Ein kräftigesGut Heil!" erschalle auf ihr Wohl.

** Vorträge von Dr. Ella Mensch. Der dritte und letzte Vortrag von Fräulein Dr. Mensch behandelte Ger­tz art Hauptmann. Eine kurze Lebensskizze, in die die Vortragende auch Mitteilungen über persönliche Beziehungen zu Hauptmann einflocht, sollte den Nachweis erbringen, welcher Art die dichterischen Eindrücke gewesen seien, die auf seine Jugendentwicklung bestimmenden Einfluß gewonnen hätten. Seine erste größere Dichtung,Promethidenlos", erschien 1885, bekannt wurde es erst 1889. Seit dieser Zeit redet man von ihm. Hauptmann hat sich die Aufgabe gestellt, seiner Zeit die Dichtung von dem kämpfenden, leidenden und triumphierenden Menschen zu schenken. Er sucht ihn sowohl in den großen sozialen Bewegungen wie in dem Kampf des Individuums für sein Eigenrecht gegen die sozialen Gewalten, die das Band sein können, das viele Schwache zu einer starken Einheit zusammenschließt, die aber auch mit eiserner Umklammerung das individuale Leben ertöten oder es gar, was noch schlimmer, zu langsamem Siechtum bringen können. Daher läßt er bald die sozialen Instinkte der Masse zu uns sprechen, deren dumpfer Ton zu uns herüberdringt wie das Brausen der Brandung, die dem Schiffer das sichere Eiland verrät, an dem er landen kann, bald führt er uns das stets vergebliche Ringen des Einzelgeistes vor. Dem entspricht auch der wechselnde Stimmungston seiner Dramen: inVor Sonnen­aufgang" die brutale Deutlichkeit des staubigen Alltags, in derVersunkenen Glocke" der ganze Zauber deutscher Wald- und Märchenpoesie. So lassen sich auch seine Dramen einteilen in Dramen mit sozialen Konflikten und in solche, die die Probleme des individuellen Lebens behandeln. Gegen­pole sind hierdie Weber" und dieEinsamen Menschen", dazwischen finden sich solche Uebergänge wie die Lumpen- und DiebskomödenKollege Crampton" undder Biber­pelz". Diese Zweiteilung erstreckt sich nicht nur auf den Gehalt, sondern auch auf die Technik. Damit ist jedoch nicht ge­jagt, daß sie eine schubkastenartige Anlage seines Geistes verrieten, vielmehr wurzeln alle seine Dichtungen in dem festen Grunde einer einheitlichen Welt- und Lebensauffassung, aus der heraus vielleicht noch einmal das Drama der Zu­kunft geboren wird. Seine sozialen Dramen leiden an dem Fehler, daß sie wohl die Instinkte der Masse erkennen lassen, aber bloß in der dämmernden Helle, die den kommenden Tag ankündigt, zur Deutlichkeit des Typus ver­mag er sie nicht herauszuarbeiten. Das macht es auch un­möglich, den Verfasser der Weber für einen Sozialdemokraten anzusprechen; denn man findet bei ihm wohl ein tiefes Mit­gefühl für die Unterdrückten, aber keine Schilderung, die bestimmt wäre, den dramatischen Kommentar zum Erfurter Programm zu liefern. Er ist ein noch Tastender, Suchender, aber ein ernst Suchender, nicht ein solcher, der am Mamor- tisch des Kaffeehauses bei Kaffe und Cigarretten die Probleme des Lebens erledigt. Ihm mußte deshalb ein Problem wie das von dem Verhältnis des über seine Umgebung hinaus- gewachsenen Menschen zu dieser besonders anziehen. Er hat es zweimal behandelt: in denEinsamen Menschen" und in derVersunkenen Glocke". Der Konflikt, der so entsteht, muß sich am stärksten in der Ehe geltend machen, da hier die Lösung der Beziehungen, die bisher den Inhalt des Gemütslebens gebildet haben, mit besonders schweren seelischen Erschütterungen verbunden zu sein pflegt. Diese müssen um so tiefer wirken, als die Helden, die unter diesen Konflikten stehen, etwas müdes, schwankendes, resigniertes in sich tragen. Da sie die Kraft zum Leben nicht besitzen, da ihnen der männliche und doch nicht bramarbasierende Trotz mangelt, der feiger Gedanken bängliches Schwanken nicht kennt, der die Probleme sucht, weil er sie niederzwingen wird; da sie aber andererseits mit diesem halben Leben nicht vorlieb nehmen wollen, so entwickeln sie nur die Kraft zum Sterben. Ein Typus dieser Art ist der Johannes Vockeradt in denEinsamen Menschen". Dem Kampf um die materielle Notdurft des täglichen Lebens ist er entrückt, dafür thut sich ihm der innere Gegensatz, in dem die vis inertiae des Milieus den nach geistiger Freiheit dürstenden Menschen bringt, mit doppelter Furchtbarkeit auf. Und ebenso geht es dem Meister Heimrich in derVer­sunkenen Glocke". Er strebt aus der Tiefe in die Höhe, aus dem Nebelmeer, das über dem Thale lagert, zu der sonnendurchstrahlten Atmosphäre des Gebirges, er sucht neue, reine Ideale. Aber den Wandrer verlassen in der Mitte des Weges, der ihn zur Höhe führen sollte, die Kräfte. Steigeisen und Bergstock mitzunehmen hat er in exaltiertem Vertrauen auf das eigne Können verschmäht; so zerschmet­tert er in jähem Fall in der Tiefe. Pflicht steht hier gegen Pflicht, beide mit starken Gefühlstönen verknüpft, das führt zu einer Tragödie, die mit dem Herzblut der handelnden Personen geschrieben ist. In derVersunkenen Glocke" spielen sich eigentlich sogar zwei Tragödien ab: einmal der

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melden können.

Eine schmerzliche Strafekp in einem benachbarten Dorje -

Nidda, 19. Juni, jugendlicher Uebermut

dieser Tage über die Zugeinteilung und Angaben Straßen, welche vom

Fall Heimrichs und bann bet Unterqana feine« , - W-lbes. Der letztere wirb baburch nut etareii« a|' rott all den Jammet ben sie zu dutchleben hm "l. seinen einzelnen Stabien an uns ootübertiefien m * d°rn daß mit ihn gewissetmaßen intenfw Tn & stroph- »fassen, so wie bet Blitz in dunklet snL8 Wandtet not seinen Fußen plötzlich einen gründ mit all seinen Schrecknisse" zeiqt dem . nächsten Minute selbst zum Opser gefallin wäre dem fterbenben Heimlich aber geht in sieghafter g, d'° Sonne auf, den Abschluß seines Lebens' ver» neues Leben nerfünbenb. ES sei zum Schluß heran' 2 daß biefer Vottiag sich von dem vorhergehenden beträchtlich geringeren Reichtum an Gemeinplätzen . haft auszeichnete. Offenbar hatte die Vertrauend. , Verständnis beS Deutschen Gerhart §aubtmann Ä beit gesetzt, beten sie ben Franzosen ZM wert hielt.

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Vortrag. Wie uns mitgeteilt wird, wird ; Dr. med. E. Liebendörfer aus Stuttgart, der Ges/ führer des Deutschen Vereins für ärztliche selbst eine Reihe von Jahren im Dienste her gu Mission als Missionsarzt in Indien thätig war Rn den 30. Juni in Steins Garten einen Vorttaa i den Beruf und die Aufgabe der Missionse, halten. Er hofft, dabei ganz besonders auch aus das teresse der Herren Aerzte, sowie der Studierenden rt* zu dürfen. Es soll darum hiermit einstweilen aus u interessanten Vortrag aufmerksam gemacht werden

** 17. Verbandsfchießeu. Die Anmeldungen der Schmückung der Häuser benötigten Fichtenbäume Reisig wolle man bestimmt bis zum nächstenMantua bei Herrn I. Happel, Neustadt 56, machen, da - diesem Termin keine Meldungen mehr berücksichtigt - können. Wie aus dem Inseratenteile erficht sämtliche Herren Mitglieder der Festausschüsse ausss-- nachmittag 6 Uhr auf den Festplatz zu einer Vespret geladen. Bei dieser Gelegenheit sollen alle fünfer' ,,, Ratschläge zur Festvorbereitung angehört «d barükr'oo raten werden, damit die Festleitung noch -

Maßregeln darnach treffen kann. Wir machen ,

dieser Stelle darauf aufmerksam, daß die zurzeit gtln- Familien- und Dauerfestkarten auch für du; ° feier am nächsten Sonntag gütig sind. - Der Zue und Ordnungs-Ausschuß kann Über da-sie: und entgegenkommende Mitarbeiten der Vereine und 6 werbe bei Herstellung und Einrichtungen von Fesin 4 und Gruppen vollauf zufrieden sein, und wird dwia

leiden. Junge Leute gerieten in einer Wirtschaft in & wechsel. Ein Bursche von 18 Jahren wollte seinen W.i besonderen Nachdruck geben, und schlug mit der s!ct Hand auf eine vor ihm stehende Bierflasche. Der derselben brach ab, und die Splitter drangen dem Zchh so tief in die Hand, daß zwei Aerzte, nachdem sie it chloroformiert hatten, die ganze Hand aufschneiden nuit: um die einzelnen Splitter zu finden. Ob ein dauew Schaden bleiben wird, steht noch dahin. Wem < Freitag jeden Tag Gewitter an unserer Statt voriib.- gezogen, ohne nennenswerte Niederschläge zi/ hringtn, t > luden sich heute mittag zwei schwere W «ter über selben, und brachten den ersehnten Regen in reichliü^ Maße. Derselbe war nicht bloß für die Feldstüchl', r dem auch besonders für die Obstbäume sehr mW1 welch' letztere infolge der Dürre sehr unter dem Au- geschmeiß zu leiden hatten, das ganze Aeste hatte. Eine Zierde unserer Stadt bietet eben der her-'! Rosenfl or in den Gärten, der allerdings in diesem ,2 später gekommen ist. D. Z-.

M. Aus dem mittleren Niddathale, 20. Juni. D-i uns vorgekommenen G r as-V er st e i g er ungen lrer' folgende Ergebnisse: Der Graswuchs war gegen das ci jahr meistenteils geringer, wie die vorher veranl;r Schätzungen ergaben. Der Morgen wurde zu IC 1 15 Gentnern geschätzt, ergab aber an mageren weniger, an guten Stellen mehr. Die erzielten Preisc-c stiegen die Schätzungen um 20 bis 40 Prozent. D < in den letzten vier Tagen, besonders gestern, einige r 1 Niederschläge erhalten haben, darf auch auf einen Gras- und Kleeschnitt gerechnet werden.

nn. Von der mittleren Nidda, 20. Juni. Zwetschenbäumen in unserer Gegend kann mai- eine eigentümliche Krankheit beobachten. An vielen entstehen nämlich rasch viele grauweiße Pilze. Nach & Zeit kräuseln sich diese Blätter zusammen und werde ij» ständig dürr, sodaß manche Bäume aussehen, als fjalj- durch hohe Fröste gelitten. Die Zwetschenbäume hab<-» trotz der reichen Blüte sehr wenig Frucht angesetzt. . ; und Aepfel giebt es hier ebenfalls sehr wenige, letzten Tage der vorigen Woche haben uns den 1x41 sehnten Regen gebracht. Am Freitag fiel strichMpe Of der an dem gerade in Blüte stehenden Weizen L>chao«c. ursacht hat. Heute mittag zogen abermals mehre i- schwere Gewitter über unsere Gegend, die uns brachten, der namentlich in dem Strich zwischen S und Oberflorstadt bedeutenden Schaden trerursaq Die Baumblätter sind in Masse abgeschlagen und die H der Zuckerrüben und Kartoffeln gänzlich zersetzt. Schaden an der Frucht wird man erst morgen fon| können, wenn man das Gelände betreten kann. wirte haben eben alle Hände voll zu than, denn oa-. » liegt auf der Breite und die Dickwurz- uno Gemufep müssen gesetzt werden. Die Heuernte fällt gut au