Ausgabe 
22.4.1899 Erstes Blatt
 
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Aus der Zeil für die Zeit.

Vor 157 Jahren, am 22. April 1742, wurde zu Königs­berg Immanuel Kant geboren, der Begründer einer neuen philosophischen Aera, voll von tiefer Natur-, Menschen- und Geschichtskenntnis. Er zieht in seinerKritik der reinen Vernunft" dieser ihre Grenze und beweist, daß methaphy« sisches Wissen unmöglich sei, da der Verstand nichtDinge an sich" erkenne, gelangt aber dabei zu den höchsten Ideen auf dem Gebiete der Moral, die er auf dem kategorischen Imperativ des SittengesetzeS basiert. Kant starb am 12. Februar 1804 in seiner Vaterstadt.

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Vorarbeiter des Stadtgärtners

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Gleichzeitig wurden auch die Gehalte solcher Angestellten erhöht, deren Stellen nicht in die Besoldungsordnung auf* genommen sind.

Der Gesamtaufwand für die Besoldungen der vor­genannten 107 Beamten und Angestellten erhöht sich nach diesen einstimmig gefaßtenBeschlüssen von 170,310 Mk. um 21,370 Mk., auf 191,680 Mk.

Ebenso wurden neu geregelt die Gehalte der Lehrer­innen an der höheren Mädchenschule: der Mindestgehalt wurde auf 1600 Mk. festgesetzt mit 5 drei­jährigen Zulagen zu 160 Mk. und 2 ebensolchen zu 150 Mk., sodaß das Höchstgehalt von 2700 Mk. nach 21 Dienstjahren erreicht wird.

Im Anschluß hieran wurde sodann der Gehalt des be­soldeten Beigeordneten auf 5500 Mk., steigend bis zu 6500 Mk. erhöht, und endlich einstimmig beschlossen,den Gehalt des Oberbürgermeisters auf 12,000 Mk. zu erhöhen in dankbarer Anerkennung der großen Verdienste, welche sich derselbe um die Förderung unseres städtischen Gemeinwesens seither erworben hat, und unablässig weiter erwirbt."

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Neueste Meldungen.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 21. April. Der Bundesrat hat in seiner gestrigen Sitzung den Beschluß gefaßt, daß auch Frauen zu den medizinischen Prüfungen, sowie zu den Prüfungen der Zahnärzte und Apotheker im deutschen Reiche zugelasien werden sollen. Der Beschluß wurde in Form einer maß­gebenden Auslegung der Prüfungs-Ordnung für Aerzte, Zahnärzte nnd Apotheker gekleidet.

Berlin, 21. April. Bei der gestrigen Reichstags- Ersatzwahl im Wahlkreise Melle-Diepholz kam es zur Stichwahl zwischen Wamhoff (natl.) und v. Bar (Welfe). Das Ergebnis bedeutet eine Niederlage der Konser­vativen und der Bündler.

Berlin, 21. April. Wie derVorwärts" meldet, er- hielten zwei italienische Schriftsteller, die sich seit etwa dreiviertel Jahren in Berlin aufhalten, vom Polizei-Präsidium einen Ausweisungsbefehl zugestellt. Dieser wurde damit begründet, daß sie sich an sozialistischen Bestrebungen beteiligt hätten. Die Ausgewiesenen müssen innerhalb 14 Tagen Preußen verlassen.

Frankfurt a. M., 21. April. Gestern abend bildete sich hier ein vorbereitender Ausschuß zur Errichtung eines Denkmals für Gabelsberger, den Erfinder der Stenographie.

Paris, 21. April. Man erwartet für den Anfang der nächsten Woche eine Reihe sensationeller Enthül­lungen, und zwar seitens Esterhazys und Paty de Elams. Letzterer ist davon verständigt worden, daß derFigaro" binnen 24StundendieAussagendesKapitänsCuignetsveröffent- lichen wird, und daß diese für Paty de Elam sehr belastend sind. Die Enthüllungen Paty de Elams, welche großes Aufsehen Hervorrufen werden, bezwecken, sich von den Anschuldigungen Cuignets rein zu waschen. Die Papiere Paty de Elams befinden sich in Brüssel in Sicherheit, ebenso die Briefe des Generals Gonse und Boisdeffre.

Marseille, 21. April. In Marinekreisen befürchtet man, daß der französische DampferBindigala", welcher mit Kohlen beladen aus Cardiff am vergangenen Sonntag in Bordeaux hätte eintreffen müssen, mit seiner ganzen, 25 Mann bestehenden Besatzung untergegangen ist.

Gottrrdieust der israelitischen Krligionszesrllschafi.

Eabbathfeier am 22. April 1899.

Freitag abend 7 Uhr, SamStag vormittag 8 Uhr, nachmittag Uhr, Sabbathausaang 811 Uhr.

Nachmittag 3 Uhr SchrifterklLrung.

Wochengottesdienst morgens e» Uhr, abends 86 Uhr.

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glänzt, auch nicht alle Hafergrütze ist die echte Quäker Oats. Man achte darauf, dass Quäker Oats, das gesundeste aller Hafernähr- mittel, nur in Paketen erhältlich sind; dieselben sind viel nahr­hafter als Fleisch (16®/0 Eiweiss­körper) und verwendbar zur Her­stellung von Suppen, Brei, Puddings etc.; in überaus kurzer Zeit zu-

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Kirchliche Nachrichten.

s, an gelt sch k Gemeinde.

Sonntag den 23. April. Jubilate.

Gottesdienst.

In -er Stadtkirche.

Bormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Schlosser.

Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Feier des heil.

Abendmahls für die Militärgemeinde. Pfarrer Dr. Grein.

Nachmittags 2*/, Uhr: Kinderkircke für die Matlhäusgemeinde.

Pfarrer Schlosser.

Vorbereitung am Samstag um 3 Uhr.

Abends 8 Uhr: Konfirmandenvereinigung der Matthäus- gemeinde in der Herberge.

In der Johanneskirche.

Vormittags 9y. Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die LukaSgemeinde. Pfarrer Euler.

Kaffee, roh,

per Pfund 65, 75, 95, 1.10 Pfg.,

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per Pfd. 80, 92, 1.00, 1.20 Pfg., in stets frisch gebrannter Ware, gut­schmeckend, und von feinstem Aroma

i>til 1891. ' sS

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tgtßotbnuno ; - daß

Gießen süi Worben ft , apital 1645.V uer bere^nti ti Mitteilung 9 den 23. b.£ )es Deutsche lgung bei; Nullung bereit- m Jahre 189ö? en wurde der höchstens 1503 für kleinere k hatte sich s.z die für Gch >0 Mk. betraget Hungen über k l Gesetzenttvit^ len, hat beir ine freundliche t. g beschloß, r Sonnebeige: (c

Eingabe, ß in Aussicht pv er Sertennu. .1 t, gemäß, *. jer der 1 ns in * r die ZM» der jit la­chen, durch iHttil für die zifttr Mtb 1891/98 jur M jum bttlidit Fus-italbet auf etwa 600000 aber bei deren i tsung rechnen, uil zur Mch Mich m Wetze dre ob- danach die Fim eines 4j>rozenNgei versucht weck rten Jnvatidltal^ alten. Die W

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Katholische Gemeinde.

SamStag den 28. April.

NackrnütagS um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

Sonntag den 23. April. 3. Sonntag nach Ostern.

vormittags von 6«/e Uhr an: Gelegenbeit zur hl. Beicht..

um 7 Uhr: Die erste beiL Messe;

vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion;

, um 8 Uhr: die zweite heil. Meffe;

um 9i/i Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2>/, Uhr . Christenlehre; darauf Andacht.

3 000 JC

Büreaugehülfen der Bürgermeisterei

1. Gehülfe der Stadtkasse Schlachthausverwalter

Gasmeister (300 uH Nebenbezüge)

Wasserwerksmeister

Jnstallationsmeister im Gas- und Wasserwerk

Maschinist im Queckborner Wasserwerk (240 JL Nebenbeziige)

fs lasse: 1 480 JC Mindestgehalt mit 18 jährlichen Zulagen von 40 jH bis zum Höchstgehalt von 2 200 JC

2. Gehülfe der Stadtkasse

Büreaugehülfen im Gas- und Wasserwerk

Materialverwalter im Gas- und Wasserwerk Stellvertreter des Gasmeisters (150 jH Neben­bezüge)

1. Gehülfe des Stadtgeometers

l. Büreaugchülfe des Polizeianües Polizeiwachtmeister

Stadtgärtner

Friedhofsaufseher (100 jH Nebenbezüge)

Hospitalverwalter (750 jH 9kebenbezüge)

Straßcnmeister (100 jH Nebenbezüge)

Pfandmeister

Ratsdiener (150 bezw. 100 Nebenbezüge)

Maschinist im Schlachthaus (150 JC Neben- bezüac)

Fleischbcschauer

Nasse: 1 320 JC Mindestgehalt mit 16 jährlichen Zulagen von 30 jtt bis zum Höchstgehalt von 1 80Ö -Jtt

Schutzleute

2. Gehülfe des Polizeiamtes

Wiesenwärter

Verdingung

bcr ik- ü hrung der Erdarbeiter», Wege« tzcf^ckgungsarbeiten, Kunstbauten uwCis tt»erbau-Packlage der Neubau- strer^kiZriedrichSdorf.Friedberg, eingeteilt in uttLse von zusammen rund 14 Kilo- mctMs

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Z ri ngen, Bedingungen ufw. können das,M: emgefehen und die BerdingungS- untitcskjeirt gegen kostenfreie Einsendung vouN ISO Mk. in Bar für ein Los, bezw. Nm lio Mk. für beide Lose von daher k|ceyi «erden.

Äiä^auäfrift 3 Wocken. 3433

Fim^e-rg, den 19. April 1899.

OrmK-gloglicke Eisenbahn-Bauabteilung.

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Assistent des Stadtbauamtes

Stadtrechner *

IIW Maste: 3 000 Jl Mindestgehalt mit 15 jährlichen Zulagen von 100 JC bis zum Höchstgehalt von 4 500 vH

Schlachthofdirektor (300 jH Nebenbezüge) Büreauvorsteher der Bürgermeisterei ff Klaste: 2 400 JC Mindestgehalt mit 20 jährlichen Zulagen von 90 JC bis zum Höchstgehalt von 4 200 Jt

Sekretär der Bürgermeisterei des Armenamtes

Stadtgeometer

1. Gehülfe des Stadtbauamtes Oktroiinspektor

Buchhalter des Gas- und Wasserwerkes

Assistent

' Wl. Kaste: 2 100 JC Mindestgehalt mit 20 jährlichen Zulagen von 75 JO bis zum Höchstgehalt von 3 600

Vertreter des Standesbeamten

Technische Gehülfen des Stadtbauamtes

Technischer Gehülfe des Gas- und Wasserwerkes

Verdingung

der: Siiimunfl der für die Nebenbahn Wwvmd.auseu-Herboru erforderlichen : xmerttdurchiaßrohre und zwar :

983t i H»ahndurchlaßrohre von 0,8 bis D.M m lichter Weite und

78$l , Z.eitendurchlaßrohre von 0,3 bis 0, 7 m lichter Weite,

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1 t-h ja den Angeboten zu benutzenden $oiWt können gegen porto- und be- stelli;^ireie Einsendung von 0,60 Mark (tiicri« in Briefmarken) vom Eisenbahn- BNE Diütar Welker hier bezogen werden. Z!u^a«Sfrist 8 Wocken.

CMonn (Hessen-Nassau), t,m 18. April 1899. 3409

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