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Aus der Zeit für die Zeit.
Vor 67 Jahren, am 22. März 1832, starb zu Weimar der größte Genius des Jahrhunderts, der Schöpfer des ^aust, Joh. Wolfgang v. Göthe. Mit allen Gaben jiii Erreichung des schönsten Erbenloses ausgestattet, führte tc auf dem von ihm bestellten Boden seine Schöpfungen ms, in denen sich das Geistesleben der Nation und sein eigener Bildungsgang widerspiegelt. — Göthe starb nach lurzer Krankheit am vorerwähnten Tage. Seine letzten Worte waren: Mehr Licht! In der Fürstengruft zu Weimar ruihen des Dichters irdische Ueberreste.
zu unterstützen. , , p
Petersburg, 21. März. Der französische Botschafter M o n t e b e l l o überreichte dem Zaren in besonderer Audienz zwei Handschreiben des Präsidenten Loubet. In dem einen derselben notifizierte Loubet offiziell seine Ernennung zum Präsidenten, das andere war privaten Charakters.
Petersburg, 21. März. Die Vorlesungen an der hiesigen Universität wurden wieder ausgenommen. Die Strafen der an den Unruhen beteiligt gewesenen Personen sollen demnächst bedeutend gemildert werden.
Konstantinopel, 21. März. Als besonderes Zeichen der derzeit zwischen der Türkei und England bestehenden freundschaftlichen Beziehungen machte der Sultan dem Lord Salisbury eine kostbare Vase zum Geschenk.
Kairo, 21. März. Die im Hause des Khalisen in Omdurman gefundenen geheimen Papiere sind nunmehr entziffert worden. Dieselben enthalten wertvolle Aufschlüsse über die Pläne des Khalifen gegenüber Egypten sowie über seine Hilfsquellen.
Newyork, 21. März. Die Polizei weigert sich, anzunehmen, daß der Brand des Windsor-Hotels durch Diebe verursacht worden ist, und erklärt, es seien keine Beweise dafür vorhanden, um eine solche Annahme zu rechtfertigen. Gestern abend wurden wiederum drei Leichen aus den Trümmern hervorgeholt. Zahlreiche verkohlte Menschenknochen wurden aufgefunden.
Aeueste Meldungen.
Depeschen deS Bureau ,£>etolbe.
Berlin, 21. März. Der „Vorwärts-veröffentlicht einen kurzen Erlaß des Reichs-Marineamts vom 10. dS. Mts., wonach der Kaiser es wünscht, daß Seeoffiziere nur Schnurrbart tragen.
Berlin, 21. März. Das „Berliner Tageblatt- meldet aus Rom, der Zustand des Papstes sei neuerdings sehr beunruhigend, die Schwäche nehme eher zu, als ab. Der Papst habe täglich Ohnmachtsanfälle.
Berlin, 21. März. Nach einem römischen Telegramm der „Vossischen Zeitung" soll die erste Besprechung des chinesischen Gesandten mit Canevaro ergebnislos verlaufen sein. Der Gesandte bestätigte, daß mit der Zurückweisung der italienischen Note keine Unfreundlichkeit beabsichtigt gewesen sei. Dagegen seien die italienischen Gebietsforderungen unerfüllbar. Die Verhandlungen sollen fortgesetzt werden.
Berlin. 21. März. Die erste Reihe der auf der Berliner Stadtbahn vorgekommenen Durchstechereien mit Fahrkarten beschäftigte gestern die Strafkammer. Die Anklage richtete sich gegen vier Fahrkarten Schaffner, von denen zwei zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt, die anderen beiden mangels ausreichender Ueberführung frei- qesprochen wurden.
Berlin, 21. März. Wie das „Kleine Journal" aus Paris meldet, wollen die Antisemiten anläßlich der Ablehnung der Regierung, die Frage bezüglich der Machenschaften der Dreysusionisten gegen Mohrenheim zu beant- i worten,dieserhalbdieRegierunginterpellieren.Rambaud gedenkt die Sache heute im Senat bei der Interpellation Fabre mit Aufklärungen der internationalen Quellen des Komplottes gegen den Zweibund zu besprechen.
Krakau, 21. März. Auf dem Tzernowitzer Gymnasium ist ein geheimer Verein entdeckt worden, der pan- slavistische Zwecke verfolgt. Gegen 25 Schüler wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Lemberg, 21. März. Der frühere Reichsratsabgeordnete Szepanowski erklärte sich als Mitschuldigen des verhafteten Sparkassen-Direktors Zima. Der Staatsanwalt leitete die Untersuchung ein.
Mohärs, 21. März. Der Dampfer „Jpar' der Donau-Dampsschistsahrts-Ges-llschast fließ in der Nähe von I Baja mit mehreren Schiffsmühlen zusammen. Zwei ber- I selben gingen sofort unter.
Bourges, 21. März. Von den bei der Explosion des Pulverschuppens verwundeten Personen ist noch eine gestorben, sodaß die Katastrophe vier Menschenleben gefordert hat. Heute findet die Beisetzung der vier Opfer statt. Von 90 Granaten, welche sich in dem Lagerraum befanden, sind, wie bis jetzt feftqestellt ist, 82 explodiert.
Rom, 21. März. Wie verlautet, soll der Kommandant I des „Marco Polo" zum Gesandten in Peking ernannt worden sein. Derselbe wird den Auftrag erhalten, dieVer- I Handlungen wegen der Pachtung der Sanmun-Bay sofort I wieder aufzunehmen.
Rom, 21. März. Aus Pisa berichtet die Fanfulla I über einen großen Juwelen-Diebstahl an der Baronin v. Beckendorf, einer Tochter des deutschen Botschafters m Paris, Grafen Münster. Der Thäter wird in einem Hoteldiener vermutet, der verschwunden ist.
Paris, 21. März. Die vereinigten Kammern des Cassationshofes, aus 45 Mitgliedern, 3 Präsidenten und einem Oberpräsidenten bestehend, werden sich heute unter Ausschluß der Oeffentlichkeit versammeln, um die erste Sitzung über die Revision des Dreysus-Prozesses zu halten. Die Uebermittelung des geheimen Dossiers wird I heute noch nicht stattfinden. Der Cassationshof wird sich damit begnügen, den Antrag auf Ausschließung dreier Räte, welcher seitens des Verteidigers Mornard eingebracht wurde,
Vermischtes.
* Frankfurt a. M., 18. März. Gestern konferierten liierselbst im Restaurant „Kaiserhof" unter Vorsitz des H,errn Handelskammer-Präsidenten F. Canthal«Hanau v-ertreter des „Vereins deutscher Spiritusinteressen- lan" aus der Provinz Hessen-Naffau, dem Großherzogtum Hoffen und den benachbarten bayerischen Gebieten über die frurch die Ringbestrebungen der Brenner und Spritfabrikanten zaschaffene Lage. Anwesend waren Mitglieder des bezeichneten L-rreins aus Frankfurt a. M., Hanau, Schlüchtern, Darm- ttoflbt, Düdelsheim, Groß-Gerau, Großen-Linden, Offenbach u M., Oppenheim, Vilbel, Worms, Aschaffenburg und Würzburg. Nach einem ausführlichen Referate des Vor- jishenden über die Entstehung des Vereins, die Absichten der Führer der Brenner und Spritfabrikanten und die dern- z«.!genüber in den einzelnen Gebieten des Reiches zur Ver- Mgung stehenden Abwehrmittel erklärten sich die Konferenz. Veilnehmer mit der einstweilen abwartenden Haltung des Vereins-Ausschusses einverstanden. Die Sachlage wurde als tiime sehr ernste anerkannt; sie nötigt zu einer thunlichst um- ss>«ffenden, energischen Organisation der Spiritus-Interessenten,
Kirchliche Nachrichten.
SiaagelifLe Gemeinde.
Mittwoch den 12. März, abendS 6 Uhr: Sechste PafsiouSandachl Pfarrer Euler.
damit diese je nach dem Ergebnisse der Ringbestrebung, das I sich am 1. April Herausstellen wirb, befähigt sind, wirksame I Vorkehrungen zum Schutze ihrer Jntereffen zu treffen. Es I wurde beschlossen, für die oben erwähnten Gebiete einen I Zweigverein zu konstituieren, in dessen Vorstand folgende I Herren gewählt wurden: F. Eanthal (Fa. M. Canthal I Wwe. in Hanau), Hirsch (Fa. H. Hirsch Söhne in Groß- | Gerau), Stephan Lieber (Fa. Stephan Lieber in Wiesbaden), I C. Martini (Fa. H. Martini und Sohn in Vilbel), C. I Rhiner (Fa. Erste Bayerische Cognacbrennerei G. m. b. H-, I öorm. M. I. Fleischmann in Aschaffenburg), Schott (Fa. I Frankfurter Cognac Brennerei Gebr. Adler-Schott in Frank« I furt a. M., Jac. Seiffert (Fa. Jakob Stück Nachf. in Hanau).
* Leipzig, 18. März. Auf eine Anregung des Privatdozenten Dr. Pohle ist die Gründung eines Vereins für I Arbeitsnachweis in Leipzig beschlossen worden, mit dem man | eine unparteiliche Arbeitsvermittelungsstelle ins Leben rufen I will. Der Vorstand soll aus 15 Mitgliedern bestehen, 8 I Vereinsmitgliedern, 2 Arbeitgebern und 2 Arbeitnehmern | aus der Mitte des Gewerbegerichtsausschusses, je einem I Arbeitgeber und Arbeiter aus dem Vorstände der Ortskranken- I kaffe und einem vom Rate der Stadt Leipzig zu ernennenden I Mitgliede.
* Vom Harze, 16. März. Das Schülerherbergswesen in unseren Harzorten wird von dem auf diesem Felde ganz besonders rührigen „Harzklub" auch im laufenden Jahre wieder wesentlich gefördert werden. Im Jahre 1898 war mit 91 Wirten in 37 Orten in dieser Hinsicht I ein Uebereinkommen abgeschlossen. Jetzt haben sich weitere
11 Zweigvereine bereit erklärt, Herbergen einzurichten. Von | in Betracht kommenden Harzorten haben sich 48 der Sache angeschlossen, während 27 sich noch ablehnend verhalten. Die Aufforderung zur Benutzung der Herbergen, in denen den Schülern gegen Vorzeigung einer Ausweiskarte alles zu ermäßigten Preisen verabfolgt wird, ist auch jetzt wieder an rund 700 Schulleitungen gesandt worden.
' Ein interessantes Mosaik. In Sparta wurde neulich, I wie griechische Blätter erzählen, ein antikes Mosaik bloß« gelegt. Es hat eine Ausdehnung von sechs Quadratmetern und ist noch vollständig erhalten. In seiner Mitte zeigt das Mosaik ein Bild des Palastes des Königs Lykomedes von Skyros, das uns eine Idee von der Herrlichkeit der I alten griechischen Königspaläste giebt.
* Jedermann Hausbesitzer. Im englischen Unterhause I brachte Chamberlain eine Vorlage, betr. die Erwerbung kleiner Häuser seitens ihrer Bewohner, em. Die Bill erstreckt sich auf England, Schottland und Irland, I und ist nicht obligatorisch, sondern fakultativ. Der Wert des Hauses darf 6000 Mk. nicht übersteigen. Die von den I Lokalbehörden zu leistenden Vorschüsse sind auf vier Fünftel des Kaufschillings beschränkt. Die Vorlage enthält keine I Beschränkung hinsichtlich der Gesellschaftsklasse oder der Beschäftigung des Käufers. Die Kosten für die Durch ■ führung des Projektes dürfen Vi Prozent der Lokalabgaben
I nicht übersteigen. Die Vorlage schlägt ein billiges und I leichtes System des Verkaufes und die Uebertragung des I Besitzes vor. __________
;-701 Kartoffeln per 100 Rito 5.50 biS das» d. bekannten Kurten geg. Angst,
.00-00, Zwiebeln per 6tr. X 8.00-9.00, NßrVOSGll Zwangsgedanken, Schlaflosigt,
srreg., Magen- u. Darmträgb., Bcbwacnezusr., def. Gicht etc. auch in d. Jahre r. April bis Okt. in Auerbacn, Hessen stattfinden. Proep. üb. Eigenart u. Wirkung trer 2535 Dr. Boreherdt.
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
— Der Kutz der Chtpesen unterscheidet sich wesentlich von der europäischen Art zu küssen. Die Wochenschrift „Die Umschau* (Frankfurt a. M) analysiert und vergleicht den Kuß in Europa und Edina in einer sehr interessanten Geberdenstudie. Die Mongolen küssen sich nicht in unserem Sinne; sie beschnüffeln sich, indem sie zuerst ihre Nase an die Wange deS geliebten Wesens bringen, dann tief einatmen und mit einem leichten Lippenklatschen schließen. Bet dem ganzen Vorgang wird der Mund aber nicht angedrückt. Bemerkenswert ist, daß die Chinesen unseren Kuß iür sehr unanständig halten. Sie finden darin die Gier eines hungrigen Raubtieres wieder, das seine Beute verschlingen will. UnS erscheint der Mongolenkuß auch nicht sehr ätherischer Natur, sondern erinnert wohl zunächst an die Gewohnhe.ten gewisser cyntscher Tiere. Dieselbe Nummer der Umschau enthält Diätetik im Altertum von Dr. Marcuse (Schluß), Elektrotechnik von Dr. Ruffner, Volkswirtschaft von Dr. Ehlers, Betrachtungen und kleine Mitteilungen.
— Die Geschichte der Ungarn von Dr. Eugen Csuday, Chorherr deS Piämonstratenser-Sttfies von Clorna und Univ er fit 2t S° Dozent Uebersetzt von Dr. M. Darvay. XIII u. 1078 S. Groß- Oktav mit den Bildnissen Arpads und Fran, JosefS I. Von Gustav Mo?elU. Preis brochtert in zwei Bänden Mk. 15.-. Diese« bereits In ungarischer Sprache erschienene Werk der Verfasser enia&Hd) des 50jährigen Regierungbjubiläums Sr. Majestät Franz Josef I. in die deutsche Sprache übers.tzen lassen. Wie die ungarische Ausgabe, die schon zwei Auflagen erlebte, sowohl vom ungarischen Publikum günstig ausgenommen, al« auch von der Preffe rühmend besprochen wurde, so wird auch diese Ausgabe in Deutschland und Oesterreich von allen Freunden und Forschern der Geschichte dankbar entgegengenommen werden, besonders auch deshalb, weil sie eine vorhandene Lücke der deutschen Historik in Bezug auf Ungarn auS- süllt ES ist eine vollständige Geschichte der Ungarn, die hiermit Ahnten wird von der Zeit, wo dieses Volk aus dem Dunkel des unbekannten Daseins hervortritt, bis zu unseren Tagen (März 1890). Es er^stieri kein anderes Werk, das besonders die neu.ste Geschichte dl-I-s L-nd.S 1° -iiwttr.b M-nbdt, wie bleleS. Die beulte Heber, setzung steht an Klarheit und Trefflichkeit des Ausdrucks dem Original gleich und wird in den einschlägigen Kreisen unzweifelhaft zahlreiche Abnehmer fi den.
Verkehr, Land- und Volkswirtschaft-
«iekeu. 21. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd, 0.80-0^0 Hühnneier ZTr /st 5_6 H 2 Et. 10—11 H, Enteneier per St. 6—7 H, Gänse«
der Ter @t H-18 4, Käse 1 St. 5-8 H, Käsematte per St. 3 ®rMen per Liter 20 4, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar
S o 90-1.00, Hühner per St. X 1.20-1.80, Hahnen per Sluck m. i qo—2 00 Enten per St. X 1.90—2.40, Ganse per Pfund x o 00^0 00,' cifmfieM v-rPsd. 68-74* kuh-unb Rindfleisch ner Md 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60-1M, fl^ gesalzen, W
f.5O X^ßeifehnut per St. 00—OÖ, Zwiebeln per-----
9^Üd’Daue^dlr1 DMrktzeit von 8 Uhr Morgens biS 2 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marttzett darf tm Umherziehen nicht fellgeboten werden.
itre »itgeführten Hunde zu verwenden fein dürfte. — Am I Hrqangcne« Freitag (LosziebungStag der Rekruten) gab iik Rekrut aus Alten-Bufeck, welcher in Gießen bedienstet A, seiner Roheit und Brutalität dadurch Ausdruck, daß er I fischen Gießen und Wiefeck auf offener Straße einem fncb« Icyen Bewohner Gießens ohne jegliche Ursache fein Pferd I inhielt nnd mehrmaligem Auffordern, ihn doch fort zu 'affen, I licht Folge leistete. Damit nicht zufrieden, nahm er auch feilt ew dicken Stock und schlug den Fuhrwerksbesitzer derart I mf den Arm, daß derselbe braun und blau unterlaufen ist. I Ccx Thäter, welcher sich aus dem Staube machte, wurde ermittelt und zur Anzeige gebracht.
*+ Folgender Brief eines als Seesoldat in China I »eilenden Wieseckers wird uns von fcefreunbetet Seite j*i Verfügung gestellt:
Sch atze kau, den 8. Januar 1899.
Meine Lieben! Euer Weihnachtsgeschenk habe ich am | 1. Weihnachtstag Abend mit größter Freude empfangen. I Iw Kreise meiner Kameraden öffnete ich das Kistchen; wie I freiten sie sich alle, als ich das Kistchen mit den Cigarren mf den Tisch stellte. Ich teilte die Cigarren mit meinen Äameraben brüderlich, und alle freuten sich, daß sie wieder tinmal eine deutsche Cigarre rauchen konnten. Jeder steckte ßch eine an, dann setzten wir uns zu Tisch und feierten I nufer Weihnachtsfest, indem wir verschiedene Weihnachtslieder 1 fälligen und der Lieben in der fernen Heimat gedachten. Ja, I Ihr Lieben, es ist hier doch keine solche Weihnachten, wie wir sie in der Heimat feiern. Unser Weihnachtsbaum bestand I «m einem Lebensbaumchen, weil es hier keine Fichten giebt. | llntzer Quartier ist ein altes einstöckiges Häuschen, die Fenster sind mit Papier verklebt. Durch die Thüre pfeift frei Wind, der Fußboden besteht aus Sand. Als Betten bcr utzen wir Hängematten, und überall streicht die kalte £ «lüft herein. Aber wir dachten an den, dessen Geburts- srst wir heute feiern, der hat ja auch keine bessere Stube gelabt; denn er hat ja auch im Stalle geschlafen. Es zrißt Euch herzlich und dankt für das Weihnachtsgeschenk, froi Ihr uns bereitet habt.
Seesoldat........und seine Kameraden.
A Vom Lande, 20. März. Schon seitdem die Knospen frei Steinobftbäume, Stachel- und Johannesbeersträucher schnellen, treibt der Gimpel, (Pyrrhula rubricilla), auch twmpfaff oder Blutfink genannt, fein schädliches Hand- dl.-rk.' Paarweise, oft auch in größerer Anzahl vereinigt friffen die Blutfinken nämlich die Knospen ab und verringern fr,Durch die Erträge an Obst- und Beerenfrüchten. Obwohl »irr ihm, dem schönen Sänger als Vogelfreunde die größte Schonung angedeihen lassen, so müssen wir ihn doch als Hurtenfreunde von unfern Obstbäumen und Beerensträuchern gerade in der jetzigen Zeit durch Verscheuchen fern zu halten suchen. , _
+ Grimberg, 20. März, Ein seltener Genuß war gestern abend den Bewohnern hiesiger Stadt geboten. Der imüer der bewährten Leitung des Herrn Lehrers Roth ftchende gemischte Chor (Kirchengesangverein) veranstaltete in der geräumigen Turnhalle ein Konzert. Dasaus vermiedenen Chören, Solis, Duetts rc. bestehende, sehr reich- fraDtige Programm kam in vorzüglicher Weise zur Ausführung, fllrf besonders wirkungsvoll verdienen die verschiedenen Teile iu-3 „Der Glocke" (in Musik gesetzt von Romberg) hervor- zehoben zu werden. Auch das Theaterstück „Papa hat s erlaubt“ wurde recht flott gespielt und sehr beifällig auf- ierwmmen. — Der Verein beabsichtigt, im Lause des künftigen Sommers „Die Glocke" vollständig — wenn möglich mit Musikbegleitung — aufzuführen. — Der hiesige Männer- zeßangverein wird am zweiten Osterfeiertage ebenfalls in fror Turnhalle fein diesjähriges Konzert veranstalten.
Vom höheren Vogelsberg, 19. März. Das Klubhaus mf dem Hoherodskops, das während des Winters Mittwochs und Samstags offen war, wird von jetzt an bis jin vollständigen Eröffnung auch Sonntags geöffnet sein.


