Ausgabe 
21.11.1899 Zweites Blatt
 
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Gerichtssaal.

Dortmund, 18. November. Die Kontrole bezüglich des Ver­bleibs der Sprengstoffe, namentlich des Dynamits, ist im Oberberg- amtsbezirke Dortmund durchaus wirksam, wie nachstehender Fall be­weist: In Aplerbeck wurde vor einiger Zeit in einem Stallanbaue von Knaben eine Cigarrenschacbtel mit länglich runden, in Papier gewickelte Röllchen gefunden, die die Jungen erst für Käsestangen hielten; sie hatten beinahe Lust, die seltene Speise zu versuchen, wurden aber von ihrem Vorhaben nur abgehallen, weil ein anderer die Röllchen als Rattenwürste bezeichnete. In Wirklichkeit waren es Dynamitpatronen; auf den« Boden der Schachtel lag noch eine Anzahl Zündkapseln Der Fund wurde der Polizei und Staatsanwaltschaft angezeigt; diese ersuchte dann das Oberbergamt. zur Ermittlung desjenigen beizutragen, der die Patronen beiseite gebracht habe Rach kurzer Zeit schon hatte das Oberbergamt festgestellt, daß die Patronen einer Kiste Dynamit ent­stammten, die am 17. Februar 1897, also vor 2*/r Jahren, auf Zeche Schürbank und Charlottenburg unter eine Anzahl Bergleute verteilt worden war. Die Namen der Leute konnten sofort festgestellt werden,

unter ihnen befand sich auch der Bergmann Körner, der bis kurz vor dem Tage, an dem die Patronen gefunden wurden, in dem Hause ge­wohnt hatte, an das der erwähnte Stallanbau stößt. Der Verdacht, die Patronen auf der Zeche unterschlagen und mit nach Hause genominen zu haben, richtete sich deshalb bald gegen Körner. Die Strafkammer verurteilte ihn heute wegen Unterschlagung und Vergehens gegen das Dynamitgesetz zu einem Jahr Gefängnis.

Bochum, 18. November. Mit einer entsetzlich rohen That beschäftigte sich die hiesige Strafkammer. Angeklagt war die Berg­arbeiterfrau Lindner aus Stiepel, welche wegen ihrer vierjährigen Stief­tochter mit ihrem Manne so sehr sich entzweit hatte, daß dieser sich mit dem Gedanken beschäftigte, das Kind bei Verwandten unterzubringen. Am Vorabend des 26. September war es wieder zwischen den Leuten zu Auseinandersetzungen gekommen, und als am Morgen des 26. Sep­tember Lindner zur Arbeit gegangen war, gebot die Mutter dem Stief- tir.be, aufzustehen, während sie ihre eigenen Kinder noch ruhig schlafen

Ehre" schloß die würdig verlaufene Feier.

Verschiedenes r In den Lehrkörper der Universität Jena ist als Privatdozent Dr. H. Matthes aus Eisenach in der philosophischen Fakultät für das Fach der Pharmacie und Nahrungsmittel-Chemie ein­getreten. In den Lehrkörper der philosphischen Fakultät zu Berlin tritt Dr. E. Aschkinaß für das Fach der Physik ein. Der Ingenieur W. Kübler in Berlin, gerichtlicher Sachverständiger für Elektrotechnik und Jngennur bei Siemens und Halske, nahm zum Herbst nächsten Jahres einen Ruf als außerordentlicher Profeffor an die technische Hoch­schule zu Dresden an. In Greifswald feierte dieser Tage der Gynä­kologe Prof. Dr. Pernica, in München der Anatom Profeffor Dr. v. Kupfer den 70. Geburtstag. Der, wie schon mitgeteilt, in Meran im Alter von 52 Jahren verstorbene Profeffor F Tiemann, ein Schwager des berühmten Chemikers A. W. v. Hofmann und Schwieger­sohn Kuno Fischers, hat sich einen besonderen Namen durch die Erforsch­ung der künstlichen Riechstoffe gemacht. Er stellte zuerst das Vanillin dar und später mit Krüger zusammen auch das Janon, den Riechstoff der Veilchenmurzeln.

Jede sorgsame Mutter sollte auf den Rat des Arztes hören und beim Waschen der Kinder die ärztlich empfohlene Patent-Myrrholin-Seife an­wenden. So schreibt z. B. ein bekannter Arzt: Bei meinem Kindchen (z. Z. Va Jahr alt) wegen oberflächlicher Hautschrunden rc. zu Waschungen in Gebrauch genommen, hat sich großartig bewährt." Die Patent- Myrrholin-Seife, welche überall, auch in den Apo­theken, erhältlich, ist bereits in vielen Familien unentbehrlich gewordcn. 756

Vermischtes.

* Herne, 18. November. Bei einem italienischen Berg- manne beschlagnahmte die Polizei für 20000 Mk. geftohlene Goldsachen. Die Diebe sind flüchtig.

" Elberfeld, 18. November. Wie wir berichteten, hat sich der Verdacht gegen den in Bonn verhafteten Holz­bildhauer Nonn aus Mainz, der Mörder der vor Jahren in Berlin ermordeten Elise Günther zu fein, nicht bestätigt. Nonn weilt gegenwärtig wieder in Elberfeld, wo er durch List nach Bonn gelockt und dort verhaftet wurde. Er hat hier seine Leidensgeschichte ausführlich erzählt und gebeten, sie der Oeffentlichkeit zu übergeben, damit auch die Nachricht von feiner Schuld­losigkeit überall bekannt und sein Ruf wieder hergestellt werde. DieRhein.-Westf. Ztg." berichtet darüber: Der Logik einer Frauensperson hat er es zu verdanken, daß er in aller Welt als Mörder gebrandmarkt wurde. In einer Familie in Bonn, in der er verkehrte, kam eines Tages das Gespräch auf jene Mordthat, und Nonn, der die Mord­geschichte aus Zeitungsberichten genau kannte, beteiligte sich lebhaft an der Unterhaltung. Das fiel einem jungen Mädchen (b. h. einer dummen Gans) ber Familie auf, dasselbe rief erstaunt aus:Jesses! Nonn weiß so genau Bescheid, als ob er dabei gewesen wäre." Bald darauf gab Nonn seine Stelle in Bonn auf, weil er von feinem Meister daselbst kein Geld bekommen konnte, und nahm deshalb hier in Elberfeld Arbeit an. Sofort hieß es, er habe feinen Lohn für dreiwöchige Arbeit in Bonn im Stich gelassen und sei

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Die Mehrzahl der Passagiere an Bord waren Deutsche, I welche zum Weihnachtsfeste nach Deutschland fuhren."

Ein anderer Passagier Namens Ernst Munk aus I N e w - A ork erzählt:Viele von uns versuchten, ihre Koffer I und anderen Habseligkeiten zu bekommen, aber es war un- I möglich wegen der Masse des NaucheS, der jeden Teil des I Schiffes anfüöie und wegen der furchtbaren Hitze. Die I Patria" war ein sehr schönes Schiff und hatte eine- I gemeine Güterladung an Bord, worunter sich eine große I Masse Wachs und Leinsamen befand, und das erklärt, I warum das Feuer so schnell um sich griff. Einige Leute I der Mannschaft sagten, bereits 24 Stunden vor Ausbruch I des Feuers hätten die Offiziere den Verdacht geschöpft, daß I im Schiffsräume Feuer sei, man habe aber den Passagieren I nichts gesagt, da der Kapitän hoffte, nach Hamburg zu kommens ehe das Feuer ernste Dimensionen annehme. Die Patria" hatte 16 sehr wertvolle Rennpferde an Bord, welche sich im vorderen Teile des Schiffes befanden, und diese wurden alle erstickt oder verbrannt. Es waren prächtige Pferde, und jedermann an Bord bedauerte, daß nichts gethan werden konnte, um sie zu retten". Ein anderer Kajütenpassagier, Herr Bramm aus New-Jork sagt aus:Es waren im ganzen 18 Rettungsboote an Bord berPatria", von denen sieben hinabgelassen wurden. Mit Ausnahme des Bootes, in welchem ich mich befand, wurden zwei Leute ber Mannschaft in jebes Boot hinein- gesetzt, um dasselbe zu steuern und zu leiten. In unserem Boote waren 16 Passagiere, lauter Männer, und wir kamen vom Schiffe los, ehe die beiden Matrosen hineinstiegen. Der Kapitän instruierte uns, wir sollten uns von dem brennenden Dampfer entfernt halten. Wir ruderten unge­fähr 1 Va Stunden und dann wurden wir von einem ! Fischerboote aus Ramsgate auf gegriffen. Das Fischerboot nahm unser leeres Boot in Schlepptau, und die Leute in dem Fischerboote behandelten uns mit einer Güte, welche wir nie vergessen werden. Sie gaben uns warmen Kaffee und thaten alles, was sie konnten, um unsere Lage zu erleichtern.

DiePatria" feuerte Kanonen ab und gab andere Notsignale, und infolgedessen erhielten wir Hilfe. Als die Ceres" herankam, begaben wir uns in unser Boot zu­rück und ruderten auf sie zu. Aus Befehl des Kapitäns wurden sämtliche Boote derPatria" hinabgelassen, damit sie nicht Feuer fangen sollten. Ein Beweis für die große Disziplin der Mannschaft ist der Umstand, daß, nachdem wir von derCereS" gerettet waren, die Matrosen in den Booten sich absolut weigerten, mit uns zu kommen, sie sagten, es sei ihre Pflicht, zum Schiffe, auf dem der Kapitän sich befinde, zurück zu rudern, und sie thaten es auch. Kapitän Fröhlich wünschte, daß dieCeres" mit uns nach Hamburg führe, das aber lehnte sie ab, und darum wurden wir nach Dover gebracht. Da viele der Passagiere nicht genügend bekleidet waren, gab der Kapitän des russischen Schiffes Befehl, daß so viel wie möglich ge- Ihan werde, um uns zu schützen, und er ließ ein Segel auf dem Verdeck ausbreiten, unter welchem die Passagiere Schutz finden konnten. DieCereS" war um 12 Uhr mittags herangekommen und bis um 3 Uhr nachmittags blieb sie bei dem brennenden Schiffe. Als wir das Schiff verließen, brannte dasselbe anscheinend furchtbar, Wolken dicken Rauches rollten über das Verdeck.

Der Hafenmeister von Dover, Kapitän Jron, teilte mit, am Mittwochabend zwischen halb elf und elf Uhr habe ein Bootsmann einen Maat des russischen Dampfers Ceres" nach seiner Wohnung gebracht und ihm miigeteilt, dieCeres" habe 150 Passagiere vom Hamburger Dampfer Patria" gerettet, der Kapitän wünsche die Leute sofort zu landen, da er seine Fahrt nach Valentin fortsetzen wolle. Kapitän Jron ordnete darauf sofort an, daß ein Dampfboot zurCeres" hinausgeschickt werde und erhielt auch von der Zollbehörde gleich die Erlaubnis, die Passagiere und das wenige gerettete Gepäck sofort landen zu lassen. Er schickte auch sogleich zu Herrn William Grant, dem Vertreter des deutschen Konsuls, damit berfelbe für Unterkunft der Passagiere Vorkehrungen treffen konnte. Dann begab sich der Hafenmeister selbst an Bord des Dampfbootes und fuhr hinaus zurCeres" und beaufsichtigte die Einschiffung und Landung der geretteten Passagiere. (F. Z.)

dampft,sPatria. 11- November.

Mg in ihrem Hobt über ünBord deS brenneru 8 "Patriä" herrschte, wurden. Die sämtlichen m Personen, 153 an der znahme eines Mannes, ussagte, daß die an Bord auf 150 bis 170 Mann esanden sich der deutsche , der in Begleitung seiner Man hatte große Mühe, 'er in ein Boot hinabzu- Arankensttchl setzen und den hatte eine fo flartc x in sehr schlechtem Be» b er am Sbend in einem sehr trauriger Versassung sagiere hatten sämtlich ^er Passagiere waren ohne me alle Dame hatte keine ien die Passagiere ohne len in der Nacht in Dover i gleich Nahrung und Er-

Geistliche I. Martin, nannsheims ist, schont nommen zu haben. Bäcker .erden und so wurde d mit warmem Kaffee w riehen. Die Agenten da

i mögliche, um die Le den ebenso auch der deutsche ,d sich ein Student der mecker studienhalber N E

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geflohen. Die Bonner Polizei, die davon Wind be- I ließ. Da das Mädchen mit dem Anziehen nicht so schnell fertig werden kommen hatte, ermittelte seinen Aufenthalt in Elberfeld. konnte, wie es die Stiefmutter wünschte, griff diese das arme Wesen _. o_ 1 - 'r Ct.uht.rpn I 6et ben Haaren und warf es aus einem Fenster des zweiten

Hier erhielt er eines Tages von feinem früheren I Stockwerks auf die Straße. Das Kind hak bei dem Sturze aller- Arbeitgeber ein briefliches Angebot, wieder I dings einige Quetschungen, aber glücklicherweise keine inneren Verletzungen nach Bonn zu kommen und dort als Teilhaber I davongetragen. Mit Rücksicht auf die außerordentliche Rohheit setzte in hn« (RpfAnft einxutreten Er fuhr daraufhin ber Gerichtshof gegen die Angeklagte eine Gefängnisstrafe von

in das Geschäft elnzurre en. w piw wi \ einem Jahre fest Mildernd kam in Betracht, daß dem Kinde kein

wieder nach Bonn zuruck und wurde verhaftet, «ibie dauernder Schaden erwachsen sei.

seinerzeit aus Bonn gemeldet wurde, war der Brief nur . -------

eine von der Polizei erfonneneßift, um ihn nach Junütftjuflt und Hochschule.

Bonn zu bekommen; einer solchen hätte es doch ober 6iä6trigc ¥riMtboset in bh«o,°phischm

nicht bedurft, man konnte, nachdem man erfahren gatte, Fakultät der Akademie zu Münster i. W., Prof. Dr. F. Josies, zum daß er sich hier aufhielt, ihn doch einfach von der hiesigen I außerordentlichen Professor in derselben Fakultät.

Polizei festnehmen lassen. Aber genug, er wurde in Bonn Gießen, 18. November. Der L.ktor für französsische und eng- poiizel jegnegmen iaj tn. uuci gtuuy, lische Sprache Prof. Pichler tritt mit Ende des Semesters in den

verhaftet und in Untersuchungshaft gesteckt. Zum I Ruhestand. Es besteht die Absicht, künftig zwei Lektoren, je einen für konnte er aus seinen Papieren nachweisen, daß er zurzeit Französisch und Englisch zu bestellen.

des Mordes gar nicht in Berlin gewesen war und gewesen Darmstadt, 17. Nov. An der Darmstädter Technischen Hochschule sein konnte er wurde daher, nachdem Nachfragen bei seinen stellt sich bis heute die Frequenz für das Wintersemester 1899/,900 rote 1 ... n.ta 11 nf»rinAmin« I folgt (die Zahlen vom Sommersemester,1899 und m Klammern bergesetzt).

früheren Arbeitgebern dies bestätigten, aus der Untersuchung I 13g8 ^4)3) Studierende und 114 (72) Vollhospitanten, dazu kommen haft entlassen. Ein Gefängniswärter führte ihn aus seiner 80 ^2) Besucher einzelner Vorlesungen, darunter 32 (17) Damen. Zelle heraus und ließ ihn dann stehen; niemand war ihm I Jetzige Gesamtfrequenz hiernach 1582 (1527).

behilflich, seine Papiere wieder zu bekommen. Niemand I Berlin, 17. November. Gegen den Prroatdozmten Preuß 'ft r * !o ; cmnrt h.i «»hrtiurn« nhpr her rote zuverlässig verlautet, wegen der bekannten Aeußerungen in der

fagte lt)m ein Wort ^bs Bedauerns oder I Stadtverordnetenversammlung, auf welche sich das Schreiben der Entschul-digung. Er tarn schließlich wieder nach Elber- Kaiserin an den Stadtverordnetenvorstehcr bezog, das Disziplinär- feit), fand seine Stelle aber anderweitig besetzt und steht nun I verfahren eingeleitet worden.

völlig mittellos da. - Dieser Fall ist so kraß, daß eine d-rttn, 17 November. Die dreitägige Goethefeier der Ber- Wigung b« Betroffenen but« ben Staat doch eigen,-

lich als etwas Selbstverständliches erscheinen mußte. Und Festrede, in der Goethes ewige Jugend gefeiert wurde, hielt ein Jurist, die ehrenwerte Bonner Polizei ? ? I An den Kaiser sandte man ein Huldigungstelegramm. Ein scharfer

* Konstanz, 18. November. Die Thalmühle in Mißklang kam in die Feier durch die Abwesenheit der Professoren i nm 99 1 7RO hör nnprnf nmhnnift I Nur Erich Schmidt, der der prädestinierte Festredner gewesen wäre, und am

Meßkirch, tn der am 22. November 1780 der Opernkomponif I Saaleingang gesehen wurde; er wollte wenigstens die Feier mitmachen. Der Conradin Kreutzer geboren wurde, ist zum Teil Nieder- studentische Ausschuß der Goethefeier hatte seinerzeit aus dem allgemeinen gebrannt. I studentischen Fonds, der von Lehrern der Universität' verwaltet wird,

* München, 17. November. Mit der gestern erfolgten eine Summe von 3000 Mk zur Bestreitung der Unkosten beansprucht ; o n & h n r f st) ü h - I aber nur 1000 Mk bewilligt erhalten Nun soll die Einladung zur Wiedereröffnung der Eisenbahnstrecke Siegsdorf-Ruh- I creier mit Ausschluß derjenigen Professoren erfolgt fein, welche seinerzeit pol ding ist nun die letzte der Staatsbahnstrecken, die l im Ausschuß gegen die Mehrbewilligung gestimmt haben. Als Folge durch das Hochwasser vom September unterbrochen, I davon hat der Rektor^der Universität, Professor Fuchs, sämtliche Lehrer dem Verkehr wieder übergeben. - Nach derMünchener der Uni°°rsilät m °m°m Schreiben °usq-f°rd°ri. sich NN der ,°n,en Ct>n unh Otftnhpr fünf in einer I Feier Nicht zu beteiligen. Und die nächste Folge war, daß Erich Schmidt

Post erkrankten am 30 unp -jI. Ottpber fünf in et l e 2eytJ.ebe 6ei ber ^eiet. am Goethedenkmal und ebenso seine Be-

hiesigen Apotheke beschäftigte Personen infolge £er; teitigung an der Theateraufführung am nächsten Sonntag Zurück­

stellung von Phosphorpillen an Phosphorvergiftung, gezogen hat.

Eine dieser Personen, der Ausgeher, starb am 13. No- Berlin, 19. November. $or

°°mb°r. 'Man ersieht hieran., wie notwendig eine strenge X'n'VÄÄteHen £ SÄÄTM Ueberwachung und Kontrolle tn solchen Arbeitsstätten ist. vertrat G.hetmerat Elster aus dem Kultusmintfterium, der Unt- Wien, 19. November. Die hier unter dem Namen I o-rsttälssenat war durch Pcofeffor Schmoller vertreten. Ein Uitell einer Gräfin Corinski verhaftete Hochstaplerin ist mit wird nicht onöffentNcht, d- der Diszipün-rdoi in -in-m F-ll- we der in Brieg i. Schl, geborenen Erzieherin Lisbet Clebert der^Ue-°nd-F-^n Gut°ch.-n^a-rst-.tm identisch. ... I die philosophische Fakultät als erste Instanz gefällt hat.

Fiume, 19. November. Seit 36 Stunden wütet hier I Berlin, 18. November. Zu der Meldung desBerl. Tagebl.", eine furchtbare Bora. Der Verkehr in den Straßen daß ein Disziplinarverfahren gegen Dr. Preuß eingeleitet sei, ist mit Lebensgefahr verbanden.. Eimge Personen sind verletzt schEb^wüch^m worden. Der Verkehr im Hafen ist zum großen Teile ein- Ie^ter JU befallen. In dem vorliegenden Falle würde zunächst der Dekan gestellt. Die Eisenbahnzüge werden auf ihrer Fahrt auf- I der juristischen Fakultät der hiesigen Universität, Geheimrat Dr. Eck, aahalten und treffen daher mit starken Verspätungen ein. das Verfahren gegen den Privatdozenten Dr. Preuß einzuleiten haben, fnrnffrtror (^rhnppfnn I Wir haben eine Bestätrgung, daß der Dekan em Verfahren emgelertet

Im Gebirge herrscht ein kolossaler ©cpneefaU. I ,6 erhalten können und halten die Nachricht desBerl. Tagebl."

Paris, 19. November. Der ans dem Vergiftung s- ;inftroeilen noch für unbegründet. Wie derBörs.-Kour." erfährt, Prozesse seiner Frau bekannte Bianchini hat einen I hat eine Vernehmung des Privatdozenten Dr. Preuß thatsächlich und Scheidungsprozeß gegen seine Gattin angestrengt. Er zwar bereits wenige Tage nach der Sitzungf der Stadtverordnetenver- firfl nut htp sLriirtpHnnn welche nom Sckwuraerickt sammlung am 25. Oktober stattgefunden. Allem Anscheine nach siege stützt sich auf die 45erurteuung, welcye vom «>a)wurgericyl I bie Absicht vor, es mit diesem Schritt genug fein zu lassen, der Seine tn dem Vergiftungsprozeß gegen feine Frau Berlin. Der Andrang von studierenden Frauen zur

I gefällt Worben ist. I Universität ist im gegenwärtigen Winterhalbjahr ganz besonders stark.

Brüssel. 18. November. Donnerstagmorgen 7 Uhr Bis jetzt sind bereits 372 Frauen als Gastzuhörerinnen zugelassen, I r, . s' ck,,r a)2novin I gegen 241 im vorigen Winter und 186 im letzten Sommer. Es ist zu

I erschau in dem Hause der i6jahngen Rentnerin Gayatr®Qtten( bie Zahl bald auf 400 steigen wird. Die Hauptgruppe

I zu Jrelles ein feingekleideter Herr und verlangte letztere 6i(ben Lehrerinnen, Vie sich zur Oberlehrerin-Prüfung vorbereiten. Die

I zu sprechen. Da Fräulein Gayat noch IM Bett lag, erbat | zweitstärkste stellen Russinnen, die zwar eine abgeschlossene Mädchenschul- cr sich Papier und Tinte, um ihr einige Zeilen zu hinter bildung besitzen, aber in den Sprachen eine Lücke in ihrer Vorbildung

lassen thrnnn ober bei dieser Arbeit vlöstlich auf knebelte auswelsen. Die so stark wachsende Besuchszrffor der Gastzuhorermnen

| ^Nssen, sprang aver vei oiefcr aroe t plOyllcy aus, , l t in man(^en DOn ihnen bevorzugten Kollegien schon den Raum für I fesselte und chloroformierte die neben ihm stehende Haus bie männlichen Studierenden knapp gemacht. Vielleicht kommt man doch | hälterin, eine 50jährige Witwe, legte ihr ein Kissen auf den I wieder auf den früheren Vorschlag zurück, die Errichtung besonderer Kopf, eilte dann hinauf, zwang Fräulein Gayat zur Heraus- Frauenbildungsansialten zu empfehlen. Da wäre namentlich auch für gvb7 d°r Geldfchlüsscl, tnebelu unb betäubte bann °°"

I auch bie alte Dame und stahl 59 Obligationen I 18. November. Heute mittag fand in der Kollegienkirche

I der Stabt Brüssel, eine ber Stabt Antwerpen und drei aus- I in Anwesenheit I. K. H. der Frau Erbgroßherzogin-Wittwe, sowie der I innbifdbe I Spitzen der Civü- und Militärbehörden die s. Zt. auf Semesteranfang

I ffint-f IQ SY>nhPwbpr Der pnn lif rhe Dnmvf er I verschobene akademische Gedenkfeier von Goethes 150. Geburts-

New'dork, 19. November. £)er englische Dampfer I ta kQlt Unter feer Kanzel war von frischen grünen Blattpflanzen ITaylor" ist aus Santos eingetroffen und wurde sofort umgeben Goethes Büste aufgestellt, daneben das Bild von Kolbe aus I unter Quarantäne gestellt. Ein Offizier des Dampfers I der BibliothekGoethe am Golf von Neapel^. Nachdem unter den ist am 7. b. Mts. unter peftverdächtiger Erkrankung ge Klängen von Beethovens Egmont-Ouverture unter Vorantritt der Pedelle ttVr »nhifnn ift nnnenhlitflidi erkrankt und iciaen der akademischen Lehrkörper, an der Sp'tze Se. Magmsizenz der derzeitige I ftorben. £)er Jriapltan o1 QU9^n^ltail(y einann uno zeigen l mroreItor unt) tzie Dekane, gefolgt von den studentischen Verbindungen I sich ebenfalls Symptome ber Pest._______________________________ | feierlich eingezogen traten, hielt Herr Profeffor Michels die Festrede, in

der er in geistvoller Weise eingehend die reichen und engen Beziehungen Goethes zu Jena, wo er so gern weilte und eine Reihe seiner schönsten und reifsten Werke schuf, und zu deffen Universität schilderte, die ihm ihre Hebung und ihre glänzende Blütezeit von 17871806, sowie ferner nach dem Schlag von 1806 ihre weitere Förd.rung zu danken hat. Mit dem Vortrag von BeethovensDie Himmel rühmen des Ewigen