Ausgabe 
21.6.1899 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Oeffeutliche Aufforderung.

1.

2.

3.

4.

und

4816

würde.

Gießen, 13. Juni 1899.

Großh. Amtsgericht. Langermann.

zu Staufenberg, Dietrich Vogel Ehefrau, Elisa« bethe, geb. Zecher, zu Gießen, die Kinder seiner verstorbenen

zum

I ¥ M. V J 6 Würzen

8 i 1 r i Gil I der

Suppen,

wenige Tropfen genügen empfiehlt bestens C. Roth II., Wallthorstr. 5.

Original-Fläschchen werden mit echtem Maggi billig nachgefüllt.4856

in Paketen

Pfennig 20 Pfennig per Pfund.

Adolf Geisse, Giessen, Seltersweg 2, Ecke am Kreuz. Telephon Nr. 90.

Fliegenleim

Insektenpulver,Thurmelin,Fliegen­papier rc. empfiehlt 02222

I Gustav Walter, Miwsbllrg 13.

Heinrich Zecher II von Staufenberg ist am 11. Mar l. Js. ledig verstorben; derselbe hat in seinem am 29. April l. I. er- richte!en Testament die Kinder seines verstorbenen Bruders Johannes Zecher VI., nämlich:

Heinrich Vogel VIII. Witwe, Margarethe, geb. Zecher.

Ludwig Jung V. Ehefrau, Helene, geb. Zecher,

Ludwig Zecher IV. sämtlich

Schwester Katharina, geb. Zecher, verehelicht gewesen an Wilhelm Hammel:

1. Louis, 2. Katharina, 3. Elisa­beths Hammel in Staufenberg,

4. Engelhard Baumann Ehefrau, Margarethe, geb. Hammel, in Bonames.

zu seinen Erben eingesetzt, seine Brüder LudwigZecher, Kaspar Zecher und Balthaser Zecher, angeblich unbekannt wo? in Amerika abwesend, aber übergangen.

Auf Antrag der Testamentserben werden Ludwig Zecher, Kaspar Zecher und Balthaser Zecher oder deren Erben hiermit aufgefordert, späte­stens bis zum Donnerstag, den 21. September l. Js., das Testament durch Klage an-

Gießen, den 15. Juni 1899.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V.: Wolff.

)ier: Veiles mb 23. S

Moltkeslch 21. BaugrU straße;hitt:tztz 1 um EinleitiL i Art. 69 da lusstellung qe Billigung tim der Theaterdin c weiteren Suk nüpften Scbir.: intet dem Schic: um Erlanbni- Viehmarktplatz. laubnis zur i hlbach nach i Zteinmeyer un i(e Licherstrch Seltersweg 50. chank von Brar i'traße 6.

beit DiSkon: iuß für Darb :en und Warei

Bekanntmachung,

Letm ^nvaliditäts- und Altersversicherung; insbesondere die An- und Ab­meldung der sogenannten Lauffrauen.

Mch- Anordnung de» Vorstandes der JnvaliditätS« und 2I[t^6oe^ -Mno»sanstatt Gr Hesien zu Darmstadt sind die sogenannten cSoÄautn und Laufmädchen nicht als unständ ge, sondern alt-' itamdige Arbeiterinnen zu betrachten, weil sie ineinem: regel- mLckdm Arbeitsverhältnis zu einem oder mehreren Arbeitgebern ftehen.

D'ie Meldepflicht auf Grund des § 112 des Reichsgesetzes vom 22? W 1889 und der Gr. Hesi. Verordnung vom 30. September 1890 etiM sich somit auch auf die vorbezeichneten Versicherten.

Mnn eine Person von mehreren Arbeitgebern beschäftigt wird, so ist i ürr derselben zur Anmeldung verpflichtet; für die Verträge sind sie solMifch haftbar. Die Beiträge lasten wir bei demjenigen Arbeitgeber 'viMtn. welcher den höchsten Lohn zahlt.

Die Arbeitgeber haben dann die BeitragSleistung unter sich zu regeln, koilml sine Einigung hierbei nicht zu Stande, so ist zunächst unsere Ver- nuiütog in Anspruch zu nehmen. ~ ,nn

Die An- und Abmeldung hat binnen 3 Tagen nach Beginn od^iLomdigung des ArbeitsverhältnisteS schriftlich auf dem hierfür ein- ge'iHlrn Formular durch den Arbeitgeber zu erfolgen.

Wersicherungspflicht liegt nur dann vor, wenn der Lohn einschließlich etim: verabreichter Kost, welche anzuschlagen ist, ein Drittel des ortsüblichen TQchhns (110 Mk. jährlich) erreicht, oder wenn neben diesem Laufdienst naiö^ütiibere Lohnarbeit verrichtet wird.

Es werden hiernach alle Diejenigen, welche ein Laufmädchen oder eirMSmuffrau beschäftigen, aufgefordert, dieselben bei Meidung von Strafe jo :frt fcei uns anzumeiden, wobei wir noch ausdrücklich bemerken, daß Die V-iMmdung der Beitragsmarken für diese Versicherten von jetzt ab nur na«i!ulrch uns erfolgen kann und daß Marken, welche von dem Arbert- ge ck oider dem Versicherten selbst verwendet werden, kerne Giltigkeit Haden.

iS i

W }<

Ä

Worms, 18. Juni. Gestern nachmittag fand unter zahlreicher Beteiligung von Leidtragenden die Bee r d t g u n 9 des verstorbenen Direktors der Wormser Brauerschule, Herrn Helbig, statt. Lange Jahre leitete der Verblichene mit aller Umsicht genannte Anstalt, deren Frequenz von Iah zu Jahr stieg. Ehre seinem Andenken'. Das un letzten Jahre neu erbaute S ch i e ß h a u s der Wormser Schutzen- aesellschaft wurde heute nachmittag in Anwesenheit der Mit­glieder und vieler Gäste ein geweiht und gleichzeitig ei Preisschießen abgehalten.Damit Z 9-

chaltllugmrstin^ uf die in voilt g Großh. Am rtg der sogn

Altersversichkr: : diesbezüglich» und sonstigen ll- Lrohstnn" zn l' 18. dss. M- loster Arnsb welche auf ta selbst durch k' der Siimmuni, Lieder in.der I zen und sich P «en Heimweg. . haftet wurde5 Huseck, welcher^ Riegelpfad W Schränke x JJ 5, insbesondere^, Wirte Der* unmacher oj! C enMf^t'. « mehre«

?Q^Utl9 R ^ntihäuttn orbpeinlv und Deckst^

:t: Vergülim eiterverein. ;.

klärten sie sich dazu bereit, falls die Arbeitgeber dasselbe thäten. Eine Massenversammlung von Ausgesperrten und Streikenden billigte dieses Verhalten und nahm den Bericht der Streik-Kommission beider Richtungen entgegen. Die Maurer verlangen 65 Pfg. Stundenlohn, wie sie bereits von einer Reihe größerer Firmen bewilligt worden sind.

Paris, 20. Juni. Nun ist bereits zum zweiten Male das Unternehmen, ein Kabinett zu bilden, mißglückt. Waldeck-Rousteau hatte gestern nachmittag eine Besprechung mit Leygues, Poincarö, Delombre, Guillain und Delcasse. Man legte ihm nahe, eine Verständigung mit Mölme zu juchen, der sein gefährlichster Gegner sei. Derselbe wäre zu versöhnen, wenn Krantz Kriegsminister bleibe. Dagegen sträubte sich aber Waldeck Rousseau und wollte Krantz das Marine- oder Kolonien-Ministerium geben. Dieser weigerte sich eines dieser beiden Portefeuilles anzunehmen, und so I scheiterte die Kombination Waldeck-Rousseau. Mit Krantz zugleich traten Leygues, Guillain und Delombre, von Meline gezwungen, zurück. Das Ganze ist einfach em Streich Mölmes, der die Generale retten wollte. Jetzt stehen Delcassö und Brisson im Vordergründe.

Paris, 20. Juni. Der Mißerfolg Waldeck-Rous­seau's, ein Kabinett zu bilden, wird von den Morgen­blättern verschieden beurteilt. Die gemäßigten republika­nischen Blätter sowie die anti-revisionistischen, antisemitischen und royalistische tagen, das Nichtzustandckommen des Ka- binetts lege einen Beweis dafür ab, daß kem poWtWt Mann stark genug sei, um in der Dreyfus-Angelegenheit den Revisionisten und Sozialisten nachzugeben, da zu ve- fürchten sei, daß das Vorgehen gegen gewisse Generale eine ür die Republik gefährliche Agitation im ganzen Lande Her­vorrufen würde. Die radikalen Blätter bedauern lebhaft das Nicht-Zustandekommen des Kabinetts, da dasselbe ener» gische Männer aller gut republikanischen Parteien an sich 9CS°9$ati61,tt2O. Juni. Nachdem die Mission Waldeck- Rousseaus gescheitert ist, glaubt man, daß Delcasse oder Sarrien mit der Kabinettsbildung betraut werden wird.

Brüssel, 20. Juni. Wie aus dem Koh len-Revier verlautet, bereitet sich wiederum ein allgemeiner Aus st and vor, der an dem Tage, an welchem das Parlament das neue Wahlgesetz beraten wird, ausbrechen soll. Die Arbeiter wollen nämlich die Regierung einschüchtern, damit sie em besseres Wahlgesetz Vorschläge.

i London, 20. Juni. Der ..Mornmg - Herald meldet aus Petersburg: Die Kaiserin von China nehme seit einigen Tagen ihre Mahlzeiten in Gegenwart des Kaisers | ein, um die Gerüchte von dem bevorstehenden Tode des Kaisers durch Vergiftung zu widerlegen.

Belgrad, 20. Juni. König Alexander ist nach Nisch abgereist, um dort einem Ministerrat beizuwohnen, welcher Maßregeln zur Wiederherstellung der Ruhe an der I Grenze ergreifen wird. - ...

Konstantinopel, 20. Juni. In dem persischen Haupt­hafen Buschir ist die Pest ausgebrochen. Es wurden alle Maßregeln getroffen, damit die Einschleppung auf türkisches I Gebiet verhindert werde.

Bekanntmachung.

In das Firmenregister des unterfertigten Amtsgerichts wurde Folgendes eingetragen:

1. Wilhelm Plöger und Heinrich Plöger zu Gießen betreiben da­selbst seit 1. Juni 1899 in offener Handelsgesellschaft ein Cigarren- abrikationsgeschäft unter der Firma®e6rüber plöger .

2. Die FirmaL Süß Nachfolger" zu Gießen ist erloschen.

3. Die FirmaLouise Roth" daselbst ist erloschen.

4. Die FirmaFerdinand Hoffmann" daselbst ist erloschen.

Gießen, am 17. Juni 1899. 4824

Großherzogliches Amtsgericht Gießen.

N e u e n h agen. ______ _______

zufechten, als sonst dasselbe in Vollzug gesetzt und den Testaments« erben die Erbschaft überlasten werden 4823

arm 8*

rbcitei tflWL der Arbeiter E,

|Ub u^rr , r,lS 6

J« £< tP

Pflichtfruerwehr.

Mbung der Rotten 3 und 4

SMUttstag deu 22. i>. Mts., abends 8Vr W pünktlich

im Hofe des Turmhauses am Braud.

Gießen, den 16. Juni 1899. 4780

Der Branddirektor: Traber.

3to.iWle" die Fahnenweihe des GesangsquartettsGuten- .

bcr.t"i iiter starker Beteiligung, auch °on auswärtigen Stolle«icp, iiatt. Herr Landtagsabgeordneter Philipp $aa- hiell Begrüßungsrede, in welcher er auch des Friedens- konqr-chs, des Tuberkulosekongresses und der Zuchthaus vorla t.-gedachte. Rach dem Begrüßungschore hielt der Vorsts des Ouartetts, Herr Jakob Hockenheimer, eine Wrache, worauf ein hübscher Prolog, gesprochen von FräuD: Elise Theony, folgte. Es fand dann bte lieber | reicherer Fahne und der Geschenke^anderer Vereme statt. Bon Ifingen Vereinen ließen Fahnenschleifen rc. überreichen. ..SäÄHnrunde-, ..Sängerfreund", Einigkeit", '«Jung-^del- weiß.'i^iiito ..Turn- und Fecht-Klub", dann die Vereine von mMe. Frankfurt, Mannheim und der Bezirksvorstand

von hudelberg. Von den Frauen und Jungfrauen des (^nilKerg-Quartetts" wurde eine prachtvolle Fahnenschleife iicbr;: Minennagel überreicht, erstere von Fraulem Rosa L k i oäl umb letzterer von Fräulein Elise Hammer Dem Tirih,« d-S G-sangs.Ouart-ttS, Herrn Pel-r Silbers, dort imürbe ein silberner Pokal unb em Diplom als Gcichenk für |tine ersprießliche Tätigkeit dargebracht. Auch zahl- i-eicti-ii ZelieqTQmme von auswärts waren emgelaufen. -ver VorriKwbe des Verbandes der deutschen Buchdrucker, welcher oh!. lilich Der Generalversammlung hier weilt, Herr Doolin- h. jj, dimlückwünschte ebenfalls das Gesangs-Quartett mi war iKitir'funbcnen Worte». Zum Schluss- derurCe _ _______________

x grrtoljr, K>» Md UMswlrtsch-ft.

JS2ÄÄ5Ä*; .................

bcrc-rSDhnni. Den Massenchor dirigierte Herr Silbersdorf.

Nn!.Giit«igS 3 Uhr begann dann die eigentliche Jo ha n n i s - ?v c ,'üir Der Festzug, unter Beteiligung zahlreicher aus' wr.i ^'Buchdrucker und Gesangvereine, besonders waren Wi.s-thadiin, Frankfurt, Mannheim und Ludwigshafen stark vei'' [{tcn ebenso die Delegierten zur Generalversammlung,

Schutzmarke.

Zeit chetd!

Verwenden Sie daher ausschließ­lich nut

Gentners Wichse in roten Dosen mit dem Kaminfeger. Damit erzielen Sie mit wenig Bürstenstrichen den schönsten und dauerhaftesten Glanz.

Ueberall käuflich in Dosen ä 10 und 20 Pfg. 346

Fabrikant r

Carl Gentner in Göppingen.

Einen Lehrling sucht

4391 H. Tichv, Friseur.

4826

Geisse's

Aus der Zeit für die Zett.

Vor 95 Jahren, am 21. Juni 1804, wurde zu Wien als Sohn eines Advokaten, der Dichter Gabriel Seidl geboren. Seine Liebe zur Heimat bekundet er durch seme .Gedichte in niederösterreichischer Mundart"; auch J)er neue Text des österreichischen, von Haydn bereits 1497 kompo> vierten Nationalhymne stammt von ihm. Er ist vorzugs­weise Lyriker und von seinen Liedern erwähnen nur nur das tiefempfundeneDer tote Soldat". Seidl starb am 18. Juli 1875 in Wien.

Temperatur der Lahn und Lust

nach Reiumur gemrsten am 19-Juni, »wtfchen 11 u. 12 Uhr mitt.gtz: Wasser 16Vi°, Luft 18°.

Rüdfamen'fche Badeanttalt.

Gieken, 17. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen | Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. "" 0A-0.9S, Hühnereier - St. 0-0 2 St. 11-13 Enteneier 2 St. 1112 ®ante»

- I eier per St. 1011 3t, Käse 2 St. 56 3t, Kasematte per St. 3^, I - I Erbsen per Liter 22 Linsen per Liter 32 3t, Tauben per Paar I

I A an fmbneT ver St. 1.10-1.30, Hahnen per Stuck

ssäS&asKÄ®

rSä

,®üMbr:tg">grantfutt »orgetragen unb em 'taaufenttf SA feilgeboun »erben.__

^argebracht wurde. Von hier aus gmg der lmpo -------

(<UI itt Jei'tjug über den Leichhas »ach der ,,Neuen Anlage: . Tlftitt'ftl' Wplduuaen

Da * ging es dann recht srühlich zu. Sie von den Buch- UeUkpe ^ULUUliyt-U.

bruii llki^'esangvereinen vorgetragenen Chöre fanden allge- Depesckm des BureauHerold'

me-!M Neifall. Es waren Damen- und Kinderspiele, Preis- 20 cvuni DerLokal-Anzeiger" meldet aus

Vogelschießen, Preis-Quadräteln und Kinder-Polonai e m / deutsch - spanische Vertrag ist

bem Zwi'chenpausen arrangiert, wobei sich jung und alt er = gestrigen Sitzung ist eine Uebereinstimmung

iöei eintretender Dunkelheit fand bei bengalischer vot rt IN oer gj g

Be llMNng eineLampion-Polonaise" statt. Nur ungern ch Gestern vormittag hat der Bund es-

tre :»i sich in fpäter Stunbe m(jt attein bie 3un§er 7ww'ei^Ät^SöeMube über die Vorlage wegen Er- ®L:1tnberg8, sondern auch die anderen Gaste von der froh^ ber Südsee-Jnseln beraten und diese erledigt.

lichMWtte.- Bemerkt sei noch, daß die Muftk von dem beA^tage schon heute zugehen

MiMv-xeinConcordia" unter der bewahrten Leitung ihre t Gestern er chienen auf eme Em-

T -ij^n, Herrn Koch, brillant ansgesuhrtwurd^- .BerlinuSftän^igcn Maurer vor

H ,1111 bi,ginnen in dcr Anlage die Beratungen der Gener I Gewerbeaericht. Auf die Frage, ob sie geneigt seien, v 'Mmllung des Verbandes der deutschen Buchdru e , b Einigungsamt des Gewerbegerichtes anzuerkennen, er- sin w hierzu fünf Tage festgesetzt. M. Anz. I ü

iJekinuitmadjiniijeu

MAGGI