Ausgabe 
21.4.1899 Zweites Blatt
 
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|ad (ue^migt, daß sich dir k. bayerische Luftschiffer-Ab- ttitlr r an der Ausstellung beteiligt.

Die Äiefeetin« ie Dienste Manonis. In dem Wem- 61 trSark in London baut man an einem Riesen türm, be«f Den Eiffelturm ausstechen sollte, dem man aber jttyl die praktische Bestimmung geben will, al- Leitungsmast fiii (ine drahtlose telegraphische Verbindung zwischen London nruddoriS zu dienen. Die beiden höchsten Türme der Welt wüster dann die Träger der Wellentelegraphie zwischen de.« .zwei Städten- werden. Daß vorläufig zu den Der- fuAxn mit der Marconischen Telegraphie der Foreland- fnttiturm al- Leitungsmast auf der englischen Seite aus- evfchku wurde, liegt nur an dem unfertigen Zustande des l^ton ct RiesenturmS. Der Londoner Elektrizian, der biti Nachricht bringt, ist übrigens dem Wembleyturm roeni hold, denn er gibt ihm eine arge Entstellung der salü malerischen Landschaft im Nordwesten von London jctynlb und begrüßt auch die jetzt beabsichtigte Verwendung de«Bauwerke- zu Nutz und Frommen des technischen Fort« sch^tts mit dem drastischen Ausdruck:Eiffeltürme für SlllMoni'Stationen zu bauen ist ebenso närrisch, als ein tyiiiii abzubrennen, um Schweinefleisch zu braten." Ueb« Tilgens spricht man schon von der Errichtung eines 300 Meter hohen Leitungsmastes, um auch den Atlantischen CZgton zwischen London und New-York durch die Telegraphie 6k<n elektrischen Wellen zu überbrücken, und derElektrizian" la® letzt bereit- einen Stoßseufzer vernehmen, daß man biveh dazu nicht wieder einen Riesenturm von gleicher Höhe benen möchte. Es ist für die neuesten Erfolge der draht« ! msien Telegraphie bezeichnend, daß von den englischen Fach- loattn der Plan einer derartigen Verbindung zwischen Eng- anb wnb Nord Amerika so behandelt wird, als ob er in n rd)t zu ferner Zukunft verwirklicht werden könnte. Mit i'tnem Urteil über die Möglichkeit der Ausführung wird non jedoch besser so lange zurückhalten, bis die Versuche rik1 dem Eiffelturm alsMarconi-Station" abgeschlossen se m »erben.

* Dar Bestreben 6er Industrie geht dahin, unsere Lebens- fMeneng zu erleichtern und besonders alles, was wir im ££n^cltc benötigen, in möglichst praktischer, handlicher F/Dm herzustellen. Einen wahrenTriumph" bedeutet die (8fc|nbing de-Waschpulvers, welches in wenigen Jahren iebr Hausfrau unentbehrlich geworden ist. Besonders die Mma August JenneS in Köln-Ehrepfeld leistet in der Her- ftHung dieses Artikels ganz hervorragendes, sodaß man eS e t-S ovlständig berechtigt anerkennen muß, daß sic ihrem Fgakilcte den NamenTriumph" gegeben hat. Das Skestme k Terpentin-Waschpulver dieser Firma entspricht allen Äifotbrrungcn. Die Wäsche wird durch dasselbe mit 9hif- nueiburtg geringer Mühe vollständig und schnell gereinigt, bkanbent) weiß, wie durch Rasenbleiche, entwickelt einen an­

genehmen Geruch, und daß Gewebe wird dabei in keiner Weise angegriffen.Triumph" ist bei richtiger Anwendung ein hervorragend ausgiebige- und also auch billiges Wasch­mittel. Es 'ist daher nicht zu verwundern, daß Hausfrauen, die einmalTriumph" versucht haben, fein anderes Wasch­pulver mehr kaufen wollen.

Die Goldprodnktion Transvaal» ist im stetigen Steigen begriffen. Dieselbe betrug nach einer Mitteilung vom Inter­nationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, im Jahre 1897: 3,034,674 Unzen im Werte von 10,583,616 Pfund Sterling, im Jahre 1898 stieg die Ausbeute auf 4,555,009 Unzen; die Mehrproduktion gegen das Vorjahr betrug also 1,520,335 Unzen. Die gesamte Ausbeute des Jahres 1898 hatte einen Wert von gegen 15 Millionen Pfund Sterling oder 300 Millionen Mark. Noch im Jahre 1893 produzierte das Land weniger als die Hälfte, nämlich etwa 147 Millionen Mark und im Jahre 1890 war die Ausbeute nur etwa 36 Millionen. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika bleiben mit ihrer Goldprodnktion um 5 Millionen Pfund Sterling hinter der Transvaals zurück. Durch die neuerliche Entdeckung von Goldlagerstätten in Rhodesia wird sich die Ausbeute Süd-Afrikas noch beträcht­lich steigern, doch ist kaum anzunehmen, daß die neuen Gruben eine ähnliche Bedeutung erlangen werden, wie die Transvaals.

Universitäts-Nachrichten.

Göttingen. Professor Dr. Rickard Ehrenberg hier bat einen Ruf <18 ordentlicher Prostssor der Nationalökonomie an die Universität Rostock erhalten und angenommen. . ,

Bre-lan. Dn ordentliche Prof. Dr. Friedrich Delitzsch ist tn gleicher Eigenschaft In die philosophische Fakultät der Unb vrrsität zu Berlin versitzt worden.

Jena. In diesem Sommer wird hier eineVereinigung zur Erforschung der Eigenart drtz kindlichen Seelenlebens" zu- sammentreten, die fich «u6 den hier alljährlich stalisindenden Fort- bildungSkursen für Lehrer und Lehrerinnen gebildet hat.

Basel. Die venia legendi für vergleichende Sprachwissen­schaft wurde an Dr. phil. Max Niedenmana erteilt.

Bern. Hier ist im Alter von 76 Jahren der frühere Profesior der Medizin an der hiesigen Unioerfität Dr. Jonquiöre gestorben. ___________

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lag Georg D. W E.llw.p, Münck-n (vierteljährlich Mk. 2,50, daS eirjelnc Heft 50 Pfg.) Hrft 14, das ,S(aue Sroth-Hefl-, liegt nun- mehr vor und «ihält: Äleue Groth und die Volkskunst. Bon Adolf Bartels. G undfötzr moderner Litteraturgeschichtschreil ung. Von Eduard Platzbvff. - Bom Ball.dcnfingen. Von Richard «atka. Dte Kultur de« menschlichen «ö.prr«. I. Bon Paul Schultze. Naumburg. Gedichte von «lauS Groth. Rundschau, enthält u. a.: Schopenhauer über Goethe im RetchStag. Heitere Spiele der jungwienerltchcn Litteratur. Von Dresdner Hofthratern und Dresdner Musfigkeit. Abermals vomstarken Erfolgs. DaS Nassauer HauS in Nürnberg ein Nationaldenkmal. «tlderbeilagen: HanS Olde, Slautz Groth. Aalbert Euvv. stnadenporträt. Not'v beilage: Johannes Brabm», Heimweh (Gedicht von Klaus Groth).

Die Stadt Dresden hat die Handschrift vom Theobsr SSrnerS .Ariuy- au» der Sammlung des Buchhändlers Eohm »n Bonn a. Rh. für den Preis von 3800 Mk. »ngekauft, um fie dem Dresdner Körnermuseum einzuverleiben.

Die ,T. R.^ berichtet: Der Direktorin des schleSwig.holstein- ischen Museum« vaterländischer Altertümer zu Kiel Fräulein Johanna Mestorf ist da« Prädikat »Vrofeffot* b-igelegt worden. ES ge­schieht unseres Wissens zum erstenmal- in Preußen, daß einer Dame der Professirtitel verliehen wird. Fräulein Oderlehrerin unb Fräu­lein Doktor gicbt eS wohl schon; aber alS ^Fiäulein Professor" ist Fräulein M'ftorf bi« erste in ihrer Art in Preußen. Der Profrstor- trtd ist Fräulein Mestorf zu ihrem 70. Geburtstag beschert worben. ES soll durch te TUelverlcthung die Anerkennung für dte Dienste miSgcdrückt werden, die Fräulein Mestorf der vaterlöndtschen Alter­tumskunde gdeift.t hat. Die Kaiserin hat Fläulein Johanna Mestorf die filberne Frauenverdienstbrosche am weißen Bande verliehen.

AuS Görlitz wird der ,1. R." unterm 16. April geschrieben: Der Leiter uno Besttzer der wrilbckannt<n hiesigen Prioat-Nerven und G-isteSkranken-Heilanstalt, Sanitätsrat Dr. Kahlbaum, ist nach kurzem Kranksein im 71. Lebensjahre gestorben. Sem Haup^ werk istDte Gruppierung der ptychtschen Krankheiten , daS 186a erschienen ist. Gelegentlich der 50jährigen Jubelsiter der Untversitär Berlin trat er mit dem »Entwurf einer WtsienschaftSlehre nach der Methode der Naturforschung" an die Oeffentlichkeit. Im Jahre 1866 kam der Gelehrte nach Görlitz und trat in die damals Reinersche P ivat Heil- und Pflegeanstalt für Nerven, und Gemütskranke als Nsfistinzarzt ein, die er dann im folgenden Jahre übernahm. Mit großer Umsicht unb rastlosem Eifer war er auf bte Bergrötzerung unb Verbesserung der Anstalt bedacht.__

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lul obiger (Stiftung, welche bezweckt, baß aus ben Kapitalzinfeu driLi jniuge Leute, unb zwar aus jeber der drei Provinzen Einer, eine gleich, mtilgt Subvention zu den Kosten ihrer Ausbilbung auf einer höheren BMlig «anstatt erhalten sollen, sind für das Jahr 1899 brei Stipendien zu» ergeben.

Da» Stipendium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es können jetN n iir Angehörige solcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Bei­tritt zu dieser Stiftung geleistet haben.

Hiernach berechtigte unb befähigte junge Männer, welche zum Zwecke ifj rn Hui*bilbung eine höhere Blldungsanstalt besuchen ober besuchen wollen, r'iüvfich um das Stipendium zu bewerben beabsichtigen, sind eingeladen, ih »Nr-suche, mit den nötigen Zeugnissen belegt, durch ihre bett. Bürger» wiuHltrtit an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus des» betten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, ->3»is Dl treffen an die Bürgermeisterei Gießen, und au» Rhemhiffen an di« Nugermeisteret Mainz längsten» bis Samstag den 29. April d.l A. gelangen zu lassen.

Darmstabt, Gießen unb Mainz, am 14. April 1899.

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