gewähren, da sie das in ausländischen Unternehmungen angelegte deutsche Kapital und dessen Verzinsung nicht berücksichtigen, so ist doch eine so enorme Zunahme der Einfuhr gegenüber der Ausfuhr, wie sie seit den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat, eine bedenkliche Erscheinung. Auch ist es ein schwacher Trost für die nationalen Produktionszweige, wenn ihnen zur Beruhigung mitgeteilt wird, daß in einem sehr großen Teil der eingeführtcn Waren die Rente für das im Auslande angelegte deutsche Kapital stecke. Es kommt darauf an, wer die Renten-Empfänger sind und ob die forcierte Waren-Einfuhr zu ungunsten nationaler Produktionszweige stattsindet. Daß die deutsche Handelsbilanz nicht zugunsten der Landwirtschaft abschneidet, ist zweifellos. So betrug die Einfuhr an Getreide 1889 2 909 832 Tonnen, an Hülsenfrüchten 72 094 Tonnen, 1898 an Getreide 5 714 688 Tonnen, an Hülsenfrüchten 136 498 Tonnen. Zum Schluß heißt es, daß die deutsche Landwirtschaft weiter kämpfen und arbeiten wolle, bis durch eine bessere Handelspolitik ausreichender Schutz gewährleistet sei. — Die Verhandlungen der Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrats werden bis einschließlich Freitag dauern. Zum Montag abend sind die Mitglieder des Landwirtschaftsrats von dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe zu dem parlamentarischen Abend geladen. Es wird vermutet, daß Se. Majestät der Kaiser bei dieser Gelegenheit erscheinen wird.
— In Düsseldorf hat ein Prozeß wegen Beleidigung der Polizei stattgefunden und hat mit der Freisprechung der Angeklagten geendet. In der Begründung des Urteils befindet sich aber, wie die „Hilfe" angiebt, folgender Satz: ..... . Die Polizeibehörde ist im sozialen Interesse zweifellos befugt, in ruhigen Zeiten eine Ueber- wachung der Arbeiterbevölkerung nach der Richtung hin eintreten zu lassen, daß sie zur Erhaltung guter Beziehungen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern den letzteren die Namen derjenigen Arbeiten bezeichnet, deren schädlicher Einfluß auf die übrigen Arbeiterelemente auf die Dauer eine erhebliche Störung der größeren Betriebe befürchten läßt." — Es läßt sich durchaus nicht behaupten, daß die Polizei bei ihren sonstigen vielen Geschäften geeignet sei, in rein sozialen Angelegenheiten die ihr hier zugedachte Rolle zu spielen.
Wiesbaden, 19. Februar. Wenn die ersten lauen Lüfte wehen, dann regt sich bei den Genossen die Streiklust. Diesmal sind es hier die Schreinergesellen, welche die günstige Konjunktur benutzen wollen, um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen für sich zu erzwingen. Die von ihrer Lohnkommission den Meistern überreichten Bedingungen fordern: Einheitliche 9'/z stündige Arbeitszeit; Lohnaufschlag von 15 Prozent für Bankarbeiter, 20 Prozent für Maschinenarbeiter und einen Mindestlohn von 3,20 Mk. für jüngere Arbeiter; wöchentliche Lohnzahlung; Abschaffung der Akkordarbeit; Vermeidung der Üeber- und Sonntagsarbeit, wo sie nötig ist einen Zuschlag von 33Vg bis 50 Prozent; Vereinbarung eines Tarifs für Bauanschläge. Mehrere Meister haben sich bereit erklärt, die Forderungen zu bewilligen, andere haben sich grundsätzlich dagegen ausgesprochen. Infolgedessen haben am Montag von den hier beschäftigten 500 Schreinergesellen etwa 450 die Arbeit gekündigt. Die Meister haben ihrerseits eine Kommission ernannt, die gemeinsam mit der Gesellenkommission über die Angelegenheit verhandeln soll.
Leipzig, 19. Februar. Die Textilarbeiter des Königreichs Sachsen hielten am Sonntag eine Landeskonferenz ab, in der festgestellt wurde, daß von 85 874 männlichen Textilarbeitern des Landes erst 7625 und von den 72 093 weiblichen gar nur 1275 dem Verband angehören. Deswegen hat die Konferenz auch beschlossen, im allgemeinen von der Errichtung von Filialen des Verbandes in Sachsen abzusehen.
Stuttgart, 19. Februar. Die sozialdemokratische Partei Württembergs hält ihre diesjährige Landesversammlung tim Ostersonntag (2. April) hier ab. Für die Tagesordnung sind u. a. vorgesehen Berichte der Abgg. Kloß und Blos über „die politische Lage in Württemberg" und über „die Reichszustände". — Geheimer Hofrat v. Jordan, früher viele Jahre lang Stabssekretär beim k. Hofmarschallamt, ist gestern in hohem Alter au den Folgen eines Schlaganfalls hier gestorben.
Ausland.
Wien, 19. Februar. Die hiesige Presse, ausgenommen die antisemitischen Blätter, beglückwünschen Frankreich zu der Wahl Loubets, befürchten aber, daß derselbe einen schwierigen Standpunkt gegenüber der ihm feindlich gesinnten Gegner des republikanischen Gedankens haben werde.
Antwerpen, 19. Februar. Gestern sind hier zwei ' Neubauten eingestürzt. 10 Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben. Ein Toter und vier schwer Verwundete wurden bereits hervorgezogen.
Paris, 19. Februar. Der Großkanzler der Ehrenlegion, General Davoust, begab sich am Samstag ins Palais Luxemburg und überreichte dem neuen Präsidenten dem Großkordon der Ehren-Legion und setzte ihn in sein neues Ordensamt als Großmeister des Ordens ein.
Paris, 19. Februar. Unter den 50 Stimmzetteln, welche bei der Präsidentenwahl nicht auf Loubet oder Meline lauteten, waren 12 für den Herzog von Orleans, 6 für Cavaignac und 4 für den Obersten Montaigle.
Paris, 19. Februar. Sofort nach dem Bekanntwerden der Wahl Loubets erfolgten Kundgebungen vor der ..Libre Parole". Trotz energischen Vorgehens der Polizei ertönten fortdauernd die Rufe: Nieder mit Loubet, Demission, Tod den Juden. Die Autisemitenführer reizten die Menge von den Cafes auf, sodaß zahlreiche Verhaftungen vor- genommcn werden mußten. Gleichzeitig fand eine Kundgebung der Lastträger, die von den Monarchisten dazu gedungen waren, vor der Oper statt.
Hessischer Landtag.
Darmstadt, 21. Februar 1899.
Die Erste Kammer der Stände tritt am 25. Februar, vormittags 10 Uhr, zu einer Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung steht u. a.: Vorlage Großh. MinlstermmS des Innern, Mehrausgaben an persönlichen und sachlichen Ausgaben zu Kapitel 40, Technische Hochschule betr., Vorlage der Großh. Ministerien des Innern und der Finanzen, die Verwendung von Ueberschüssen der Finanzperiode 1894/97 zur Deckung des Mehrbedarfs bei der psychiatrischen Klinik der Landesuniversität betr., Vorlage der Großh. Ministerien des Innern und der ’ Finanzen, die innere Ausstattung des physikalischen und physikalischchemischen Instituts der Landesuniversität betr., Vorlage Großh. Ministeriums der Justiz über den Gesetzentwurf, das Notariat betr. rc.
An die Zweite Kammer der Stände richtet sich eine Vorlage der Ministerien des Innern und der Finanzen: für die Erweiterung des Hauptgebäudes der TechnischenHochschule und ihrer Institute, außer einem verfügbaren Kreditrest von 5100 M., die Summe von 1,132,700 M., für innere Ausstattung dieser Erweiterungsbauten die Summe von 457,200 M. zur Verfügung zu stellen, sowie daß die zur Deckung der Gesamtsumme erforderlichen Mittel durch Aufnahme eines mit höchstens 3y2 pCt. verzinslichen Anlehens flüssig gemacht werden.
Ein Antrag der Abgg. Weidner, Erk und Schmalbach betrifft den Bau einer Nebenbahn von Stockheim nach Vilbel (Frankfurt).
Der Erste Ausschuß Zweiter Kammer hat wieder eine Reihe von Berichten erstattet. Der Bericht desselben über die Vorstellung der Polizeidiener des Kreises Lauterbach, betr. Vergütung ihrer Leistungen für Staat und Reich aus der Staatskasse, gipfelt in dem Antrag, die Großh. Regierung zu ersuchen, den Ständen eine Vorlage zugehen zu lassen, durch welche der Staatsbeitrag zu den Polizeiverwaltungskosten der Gemeinden geregelt wird und damit das Gesuch der Polizeidiener des Kreises Lauterbach für erledigt zu erklären.
Zur Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, betr. die Anstellung des Bade-Kommissars in Bad-Nau- heim, beantragt der Ausschuß: die Kammer wolle der Regierung vom 1. Januar 1899 an unter Kapitel 2 Tit. 31. 1 der ordentlichen Einnahme des Hauptvoranschlags anstelle der dort verwilligten nicht pensionsfähigen Vergütung von 2400 M. für den Bade-Kommissar in Bad-Nauheim einen pensionsfähigen Höchstgehalt von 6000 M. zur Verfügung stellen.
Zum Antrag des Abg. Haas (Offenbach) zu Kapitel 115 „Kosten des Katasters", Tit. 2 betr., beantragt der Ausschuß: diesen Antrag für erledigt zu erklären. (Die Regelung dieser Angelegenheit ist in dieser Finanzperiode nicht mehr ausführbar, und hat sich der Antragsteller mit vorstehendem Ausschuß-Antrag einverstanden erklärt.)
Zur Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, betr. die Uferbauten der Stadt Bingen, beantragt der Ausschuß, dieser Vorlage die Zustimmung zu erteilen.
Zur Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, betr. den Wiederaufbau der zur Forstwarthofraite zu Rainrod gehörigen Scheuer nebst Stallung, wird beantragt: die geforderten 4500 Mk., abzüglich der Vrandentschädigung von 1175 Mk. ----- 3325 Mk. zur Verrechnung unter Kapitel 149 des Staatsbudgets für 1897/1900 zu bewilligen.
Zur Vorlage Großh. Ministeriums des Innern, betr. Zuwendungen von Ersparnissen zum allgemeinen katholischen Kirchenfonds, und zum Antrag der Abgg. Dr. Schmitt und Gen., betr. die Ueberweisung von Ersparnissen bei Kapitel 38 Titel 5 an den katholischen Kirchenfonds, wird beantragt, weder dem vorliegenden Ansinnen der Großh. Regierung, noch den fraglichen Anträgen der Herren Abgg. Dr. Schmitt und Gen. Folge zu geben.
Zur Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, betr. den Gesetzentwurf, die Erweiterung mehrerer Bahnhöfe der Staatseisenbahnen, wird Annahme des Gesetzentwurfs beantragt. (Es betrifft die Bahnhöfe Goddelau- Erfelden, Mannheim-Neckarvorstadt und Waldhof, zusammen 870000 Mk.) '
(Sitte Vorstellung der vor dem 1. April 189 t tu den Ruhestand getretenen Großh. Staatsbeamten betrifft deren Ruhegehaltsverhältnisse.
Eine Anfrage der Abgg. Köhler (Darmstadt) und Schmeelbetrifft die Erbauung der Nebenbahn vonDarmstadt nach der Oppenheimer Fahrt (Kornsand): ob die Vorarbeiten nunmehr beendet sind, und ob und bis wann die Großh. Regierung den Ständen eine Vorlage wegen Erbauung der Bahn zu machen gedenkt?
Eine Anfrage des Abg. Haas (Offenbach) geht dahin: ob in Bälde eine Vorlage wegen Ausführung des Bahn- I Projekts Pfungstadt—Gernsheim zu erwarten ist, I oder aus welchen Gründen nicht.
Ein Gesuch der Lehrer an den Großh. Strafan- I stallen zu Butzbach, Darmstadt, Mainz und Marienschloß I betrifft die Neuregelung ihrer Gehaltsverhältnisse.
Eine Eingabe des Vereins Mainzer-Kaufleute betrifft I die Weinbesteuerungsvorlage.
Eine Eingabe der Vorstände des evangelischen I Pfarrvereins, der evangelischen Konferenz für I das Großherzogtum Hessen und der Frankfurter Konferenz I gipfelt darin: „Hohe Zweite Kammer der Stände wolle I für den Fall der Unmöglichkeit, daß unsere Gehaltslage I noch vor dem 1. April 1900 definitiv geregelt werde, für I die Zeit vom 1. April 1899 bis dahin 1900 die Einstellung I eines angemessenen außerordentlichen Staatzuschusses zu den ] Bedürfnissen der evangelischen Landeskirche zum Behuf einer I provisorischen Besserstellung der evangelischen Geistlichen I für das laufende Budgetjahr geneigtest unterstützen."
Ein Antrag der Äbgg. Weidner, Erk und Schmalbach | geht dahin: die Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung
zu ersuchen, baldmöglichst die Berbindungen zum Bau der gesetzlich genehmigten Bahn von L a u t e r b a ch nach Gedern zum Abschluß bringen und baldthunlichst den Bau der Bahn ausführen zu wollen.
Der Vorstand des Hessischen Landes-Lehrervereins beabsichtigt, an die Zweite Kammer ein Gesuch zu richten, betr. die Uebernahme der Schulunterhaltungspflicht und der Lehrerbesoldungen auf den Staat, sowie die Erhöhung der Gehaltsbezüge der Schulverwalter rc. Der Wortlaut dieses Gesuchs, wie er im „Hess. Schulboten" veröffentlicht wurde und aus diesem in andere Blätter überging, ist jedoch nur der Entwurf zu dem Gesuche, während die definitive Feststellung desselben noch der Beratung des Vorstandes des Landeslehrervereins unterliegt. Von einer Eingabe an die Zweite Kammer kann demnach keine Rede sein.
Lokales und MovinMes.
X. Darmstadt, 18. Februar. Das Befinden des erkrankt gewesenen Professor Otto Harnack hat sich wider Lrwarten erfreulich rasch gebessert; er ist wieder aus ter Kur hier eingetroffen, und nimmt mit nächster Woche eine Vorlesungen über Litteratur und Geschichte an der Technischen Hochschule wieder auf.
Darmstadt, 18. Fedruar. Wie der „F. Z." aus Mainz gemeldet wird, hat nach einer dorthin gelangten Mitteilung Landtagsabgeordneter Wernher-Nierstein sein Mandat niedergelegt. (Wernher ist bekanntlich für die Weinsteuer.)
nn. Darmstadt, 19, Februar. Vor dem Disziplinar- enat des Großh. Oberlandesgerichts fand am Samstag in der Disziplinarstrafsache gegen den Großh. Landgerichtsdirektor Küchler in Darmstadt die Hauptverhandlung statt. Den Vorsitz führte der SenatS- iräsident Exzellenz von Knorr während als Richter die Oberlandesgerichtsräte Bergsträßer, Forch, Schlink, Keller, Heß nnd Scriba fungierten. Generalstaatsanwalt Schlippe vertrat als Ankläger die Staatsbehörde, während Herr Küchler durch die Rechtsanwälte Dr. Löb-Darmstadt und Conradi-Mainz verteidigt wurde. Die Verhandlung nahm wegen der zahlreichen Zeugen den ganzen Tag in Anspruch nnd wurde bei geschlossenen Thüren geführt. Als Hauptzeuge war auch der wegen Wechselfälschung inhaftierte Korkstopfen- abrikant Peter Rapp durch einen Kriminalbeamten vorge- ührt, dem Herr Küchler eine bedeutende Summe als Darehen gegeben hat und sicher für ihn vollständig verloren ist, da er feine Forderung zu gunsten der Konkursmasse aufgegeben hat. Die Anklage geht dahin, daß er als Richter sich in solche Geldaktionen mit Rapp und anderen nicht hätte einlassen dürfen. Die Plaidoyers des Genercck- taatsanwalts und der beiden Verteidiger begannen nachmittags und dauerten bis gegen abend. Die Verkündigung )es Urteils findet innerhalb der gesetzlichen Frist von acht Tagen statt.
□ Darmstadt, 19. Februar. Heute abend ging eine breiabenbige Aufführung bes ganzen Goethe'schen „Faust" zu Enbe, bie in ihrer Art eine Musterleistung unserer Hof- bühne sowohl in Repräsentation bet Rollen, als in Inszenierung unb Maschinerie (in letzterer Hinsicht werben bann, namentlich int zweiten Teil, bekanntlich auch sehr große Anforberungen an bie Schaubühne gestellt), ist. Das Publikum war an allen brei Abcnben recht zahlreich erschienen unb betunbete burch seine Haltung großes Interesse für bas einzigartige Werk, unb bezeugte nicht ntinber feinen Dank in wieberholtem, reichen Applaus. Ganz besonbers tüchtige Vertreter haben bie schwierigen Partien bes Faust unb des Mephisto in den Herren Hacker und Wagner, denen beiden verdienter Lorbeer wurde. Sehr anzuerkennen war, daß man jede irgendwie vortretende Rolle mit ersten Kräften besetzt hatte, wozu die Oper Sukkurs bot. Die Walpurgisnacht und die klassische Walpurgisnacht irn zweiten Teil sind Glanzleistungen unserer Theatermaschinerie.
Lampertheim, 16. Februar. Als vor wenigen Tagen ein Mädchen mittels eines der hier gebräuchlichen Feueranzünder einheizen wollte, tropfte habet die schmelzende Zündmasse auf das Kleid des Kindes, das im Nu in Flammen stand. Mit Mühe gelang der herzueilenden Mutter die Rettung des Kindes, welchem nur die Haare versengt waren, während sie selbst für ihre Opferwilligkeit gefährliche Brandwunden davontrug.
Vermischtes.
# Berlin, 12. Februar. Nach etwa dreiwöchigem Betrieb ist bas Interims-Postamt am Schlesischen Bahnhof Anfang bieses Jahres toieber abgebrochen worben. Zur Beleuchtung besselben würbe probeweise Acetylen gas gewählt. Der Versuch hat bie Postbehörbe berart befriebigt baß bas Reichspostamt bie ausführenbe Firma: Acetylen- Apparate-Fabrik Hans Berger, Berlin, Kaiserin Augusta- Allee 15/16, nunmehr auch mit ber Installation einer Acetylen-Beleuchtungs-Anlage für bas zum Hauptgebäude des Reichspostamts in ber Leipzigerstraße 15 gehörige Musterpostamt 66 beauftragt hat.
* Vom Sprachvereine. Die Wörter einer Sprache haben gar verfchiebene Lebensbauer. Viele, wie Vater, Mutter, Äuge, Nase, Hunb, Roß, gehen, stehen, süß, neu, haben unserrn Volke währenb seiner ganzen Entwickelung aus jener fernen Zeit inbogerrnanischer ober arischer Urgemeinschaft heraus ununterbrochen angehört. Manche sinb uns schon im Laufe ber ersten Jahrtausenbe abhanben gekommen, und sogar von benjer.igen, bie es bis auf bie Stufe schriftlicher Aufzeichnung gebracht haben, finben sich viele in ber heutigen Schriftsprache nicht mehr, höchstens noch in Munbarten. Manche, wie Eibam unb Schnur, fcißt (fett), glimpflich- schier, samt, Zwehle (Hanbtuch), stehen auf ber jetzigen Aussterbeliste unb werben halb ganz vergessen fein. Die so entstehenben Lücken füllt man gewöhnlich durch Neubildungen ober burch Frernbwörter aus, wenn sie nicht etwa ganz leer
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