Ausgabe 
20.10.1899 Zweites Blatt
 
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der Buren.

die Buren sich in SriegS- unS, einem dem General Nnchener Allgem. Zig." 'S Mobilisierung beruht inSüaal ift in llXctift r vorsteht. Der einzelne ire Bezirke zerlegt, und m jvgru. .Mvrnrt" er^Mmmndierende )vllzieht sch dieselbe auf luS ergehen, soweit als ie Befehle an alle 1? Km- ird der Befehl fo schnell er Eisenbahn oder durch iets weitergegeben. I« un sofort den ihnen unter< Einberufungsbefehl von wiesen, selbst in Md-v cd zu halten und re ,ii gidSntm Uiilch fi bereit zu W* en Stunde beste'gUrsc»

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ihnen, wie aus dem Bode« gestampft, eine überlegene wehr­hafte Burcnschar entgegentreten würde.

Deutschnationale Kundgebung für die Buren.

Dresden, 15. Oktober.

Am heutigen Sonntag versammelten sich vormittags 11 Uhr im Saale desTivoli" etwa 2000 Personen aller Parteirichtungen auf Einladung des Landesvereins der deutsch-sozialen Resormpartei im Königreich Sachsen behufs Stellungnahme zu dem Kriege Englands gegen Transvaal in Südafrika. Die konservative Partei war vertreten durch die Herren Landtagsabgeordneten BehrenS, Profesior Dr. Weidenbach und Stadtverordneten Seeling, die nationalliberale durch die Herren Stadtrat Dr. Vogel, Amtsrichter Dr. Heinze, Professor Maaß, Direktor Reuther, die Reformpartei durch die Reichstagsabgeordneten Lotze, Gräfe, Oswald Zimmermann, Stadtverordneten Dietz, Claußen u. a. Auch waren drei Vertreter des hiesigen englischen Konsulats erschienen.

Nach einem Hoch auf Kaiser Wilhelm und König Albert ergriff Reichstagsabgeordneter O. Zimmermann, stürmisch von der Versammlung begrüßt, das Wort.

Er betonte, daß es nötig und berechtigt sei, daß die Politischen Parteien an das deutsche Gewissen apellierten, damit Farbe bekannt werde. Vor 21/, Jahren habe sich die Resormpartei auch nicht gescheut, in einer großen Kund­gebung für die Deutsch-Oesterreicher den nationalen Ge­danken zum Ausdruck zu bringen, obwohl jene damals wußte, daß von oben herab deshalb Schwierigkeiten bereitet würden. Wie damals so stehe auch jetzt in Südafrika die eigene Sache auf dem Spiel. Tna res agiturl Der blutigste Hohn auf die Friedenskonferenz im Haag und auf das damals von den Engländern zur Schau getragene Wesen sei der von diesen jetzt vom Zaune gebrochene Raub- und Beutekrieg in Südafrika. Die Reformpartei habe schon auf ihrem letzten Parteitag in Hamburg in allgemeinen Umrissen zu diesem Verhalten Stellung genommen. Seit das deutsche Volk nach Bismarcks Weggang nicht immer mit ruhigem Vertrauen nach Oben sehen und oft eine Zickzackpolitik be­obachten müsse, sei es auch notwendig, daß man die Ent­scheidungen in politischen Fragen den Diplomaten und Regierungen nicht allein überlasse, sondern daß sich aus dem Volke heraus die politische Meinung Bahn bricht und zeigt, daß es reif ist. Die Regierungrn müssen es aus der Stimmung des Volkes vernehmen, daß der Burenkrieg weit über den Rahmen des Reiches hinaus die ganze germanische Welt bewegt. Möchte der große Ueberschuß von Empfindungen für Fremde, der sich so oft hier geltend wacht, sich nun auch einmal bethätigen für eigenes Volks­rum, für Blutsverwandte, die sich nicht beugen wollen unter das Joch englischer Gewaltherrschaft. Was habe England geschaffen aus seinen vielen Kolonien? Sei nicht Indien

Erwartung

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aufrichtigste Antttälttühch

dankt für das mannhafte, ehrliche Auftreten, das die germanische Welt mit Bewunderung erfüllt, Herl und Sieg den Buren! DaS walte Öottl*

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Iten. Die Berfainmh

minen Transvaals ihre Taschen füllen wollen, beherrschen z. Zt. die englische Politik. Sie wollen in den Goldfeldern- Transvaals die Londoner Börse stärken. Deshalb würden England freundliche Stimme auch nur in gewissen Börsen­blättern laut. Alle nationalen Parteien stünden einig und geschloffen auf der Seite der Buren, und es sei wahr das Wort Prof. Schmollers, daß eine große und kühne Politik nur dann gelingt, wenn man die große Masse des Volkes für sich hat. Das Volk müsse eine zaudernde

drAi>eütsch- Men) unberufene, ihrer Entrüstung _

jetzt ein ausgesogenes, ausgeplündertes Land, in dem die Pest herrscht? Der Großkapitalismus yvbs sich hiev reiche Beute geholt und gegen die Wirkungen eines solche«.Groß- kapitaliSmuS wehrten sich die Buren energisch. Dieser Krieg bestätige auf'S Neue das Wort Myl.ths, %jj' dynastische Interessen, sondern ganz andere WaWKtM< heraufbeschwören. Goldgierige Elemente, die auS Goltz-

lavtcn AuÄMtck über die s hmackyolle Rechtsverletzung, wqiche sich dke Regung Ihrer Mas stät, her Kdnfgty von «n-laHLLfißn gegenüber südafrikanische Repaolck schuldig gemacht hat. Sie eb klärt zugleich . deyi_siammverw mdteN tvackt-ren BureNdolke Uhb tnsbrsoN^ dere seinen ehrenhaften'Gklsit»obdkhtiuptern Krüger üttb Steifn ihre"

zwischen Bolk und ÄgkninQ durch das «erhalten tyt letzteren gesch Me et« Hießest |afionaltö NnglÜ«. «tzi nationalen Umsturzmächte Nutzen zj^hSti

Erwartung Aisdrbck? Ä»ß

W Schluß:" * *

HVUte im Tivolisa le zu Dresden tagende. (Land sverein^ Königreich Sa< nen.besuchte Volksversammlung gibt i k über die s hmachhosle ~ ing Ihrer Maj

aufrichtigste Anlltälttühme ätz. äll' den Ereignissen 'freudiger wie trauriger Art, die ihnen in yarüat, ttutitzem Kampfe bevorstehen, und

Regierung vorwärts drängen.

Nach Schluß der Rede durchbrauste den Saal begeisterte Zustimmung, und nachdem noch Schriftsteller Berthold ein ausführliches Bild über die politische Lage und historische Rückblicke bezüglich Transvaals gegeben und auch Reichs« tagsabgeordneter Gräfe -Bischofswerda in begeisterter Ansprache die Sympathie für die Buren, die sich allenthalben im Sachsenlande geltend mache, zum Ausdruck gebracht, gelangten folgende Resolutionen zur einstimmigen An­nahme :

,Sr. Majestät, dem Deutschen Kaiser bringt in tiefster Ehr­furcht die im Tivolisaale tagende, von der deutsch-sozialen Resormpartei in Dresden einberufene Volksversammlung, die von 2000 Personen be­sucht ist, als dem Schirmherrn aller Deutschen ihre Huldigung und wagt die ehrerbietigste Bitte Ew. Majestät zu unterbreiten, wie am 3. Januar 1896 einzutreten für das Recht der stammverwandten Buren in Süd­afrika, welche die starke Vorhut bilden in der Frage: Afrika englisch oder deutsch-niederdeutsch? (Stürmische Beifallsbezeugungen.)

Ferner:

Cr. Majestät König Albert.

An 2000 in Dresden auf Einladung der Reformpartei ver­sammelte deutsche Männer und Frauen entsenden Ew. Majestät, dem hehren Vorbilde deutscher Manneskraft, ehrerbietigsten Huldigungsgruh und erneuern das Gelöbnis, unverbrüchlich treu zu ihrem Fürstenhause und ihrem Volkstume zu stehen."

Sodann:

Sr. Durchlaucht dem Fürsten zu Hohenlohe, Kanzler des Deutschen Reichs.

Die im Saale des Tivoli zu Dresden tagende, von 2000 Männern besuchte Versammlung hat Stellung genommen zur südafrikanischen Frage. Sie sieht in dem Vorgehen der Regierung I. M. der Königin von Eng­land eine aus den niedrigsten Beweggründen hervorgezogene Rechtsver­letzung. Sie sieht weiter in der Bedrohung der freien Staaten in Süd­afrika eine Gefährdung unserer eigenen nationalen und wirt­schaftlichen Interessen durch England, und gibt ihrer Ent­rüstung lautesten Ausdruck über die Stellung, welche unsere Reichsregierung zu dieser Frage bisher einzunehmen scheint, nachdem der Kaiser im Jahre 1896 ein von so echtdeutschem Empfinden getragenes Telegramm an den Staatspräsidenten der südafrikanischen Republik, Exzellenz Paul Krüger, gerichtet hat. Die Versammlung hält es des weiteren für angebracht, die Reichsregierung darauf aufmerksam zu machen, daß es ein bedenklicher politischer Fehler ist, über die Köfpe des Volke« hinweg zu regieren, ohne sich an die Stim­mung zu kehren, welche die Volksseele bewegt Eine solche Regierungs- weise müßte das Volk seinen Führern entfremden. Die Kluft, welche

Nachdem noch etwa 50 Telegramme aus allen Gegende« des Reiches und Deutschösterreichs zur Verlesung gelangt (auch die Abgeordneten Wolf, Schönerer und Jro hatten aus Wien bez. Krems ihre Sympathieen übermittelt),'stimmte die Versammlung KremsersDankgebet" (Wir treten zum Beten vor Gott den Gerechten") an, das auf alle einen gewaltigen Eindruck hinterließ.

Eine ähnliche nationale Kundgebung hat Dresdens nationale Bürgerschaft seit Jahren nicht erlebt.

Wetterbericht. Das barometrische Maximum hat an Umfang und Integrität noch gewonnen, sodaß heute fast ganz Europa seinem Bereich angehört. Unter seiner Herrschaft besteht über dem Kontinent unter Tags zumeist heiteres Wetter. Morgens tritt jedoch vielenorts Nebelbildung auf. Ein schwaches Minimum lagert an der nordafrikani- schen Küste und giebt über dem Mittelmeergebiet zu trübem stellenweise regnerischem Wetter Veranlassung. Desgleichen erhält sich relativ niederer Barometerstand über Rußland. Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch Fortdauer des bestehenden Witterungs-Charakters.

Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft.

Limburg, 18. Oktober. Fruchtmarkt. Roter Wetze« Mk. 13.34, Saat-Wetzen Mk. 00,00, Korn Mk. 11,00, Saatkorn Mk., 11.75, Hafer Mk. 6,60.

Frankfurt a. M., 16. Oktober. Centralstelle für Obst- verwertung. Obstdurchschnittspreise. (Die Preise verstehen sich bei sofortiger Lieferung.) Tafeläpfel je nach Sorte, der Gentner Mk. 10 bis 18, Kochäpfel Mk. 8, Mostäpsel Mk. 5, Tafelbirnen je nach Sorte Mk. 10 bis 20, Kochbirnen Mk. 8, Zwetschen Mk. 9.

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Bekanntmachung,

die Wahl der Beisitzer für das Gewerbegericht der Stadt Gießen'betreffend.

Für das Gewerbegericht der Stadt Gießen sind auf die Dauer von vrsi Jahren, beginnend mit 1. November 1899, 24 Beisitzer zu wählen und zwar die eine Hälfte aus der Zahl der wählbaren Arbeitgeber von den wahlberechtigten Arbeitgebern und die andere Hälfte aus der Zahl der wählbaren Arbeiter von den wahlberechtigten Arbeitern.

Zum Beisitzer eines GewerbegerichlS kann nur berufen werden, wer das dreißigste Lebensjahr vollendet, in dem der Wahl vorangegangenen Jahre für sich oder seine Familie Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln nicht empfangen, oder die empfangene Unterstützung erstattet hat und in dem Bezirk des GewerbegerichlS seit mindestens zwei Jahren wohnt oder beschäftigt ist. Personen, welche zum Amt eines Schöffen unfähig find, können nicht berufen werden.

Die Wahl findet SamStag, den 21. Oktober 1899 von mittags 12 bis abends 6 Uhr im Sitzungssaals des Bürgermeisterei- gebäudes statt.

Die wahlberechtigten Arbeitgeber und Arbeiter werden daher ein­geladen, in der angegebenen Abstimmungszeit fich persönlich einzuftnden wib ihre Stimme abzugeben.

Gießen, 7. Oktober 189b.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V.: Wolff.7268

MilNtMljMM

Vergebung von Kauarbeiten.

Samstag den 21. I. Mts., nachmittags 4 Uhr, sollen in dem Gemetndehause zu Wieseck nachstehende Arbeiten und Liefer­ungen öffentlich vergeben werden: veranschlagt zu

vrunnenmacherarbeiten 403, JL

Pumpenmacherarbeiten 95,50

Steinhauerarbeiten 70,92

Zimmerarbeiten 30,

bchlosserarbüten 27,50

krdarbeiten 850,

«haussier- und Pflaster­

arbeiten 1956,60

Steinlieferung 985,

Steinsetzen 62,

Kieslieferung 90,

Gießen, den 17. Oktober 1899.

Senßfelder, 7445 Kreirstraßenmeister.

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