Ausgabe 
20.10.1899 Erstes Blatt
 
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Vor dem Gottesdienst berreichung der Geschenke rate sich ein großer Zug Kirche. Der Herr I»' Superintendent Schmer ,{§ Sämtliche Geistliche Lott, auch sahen wir Herrn Landrat Goedekr, = Einaeleitet wurde Die iJtt aüe W. mran *e gegründet aus lf, lerne", anschloß- lSie SW"- Ä

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Die-, 17. Oktober. Die Erbauung eines Central- gefäugnisses für die Provinz Hessen-Nassau auf domänenfi-kalischem Terrain in der Nähe des Freien- diezer Bahnhofes (auf der sogen,roten Erde") ist geplant. Das Terrain ist wiederholt besichtigt worden und hat die «eiste Aussicht, für die neue Anstalt verwendet zu werden. Dieselbe wird für etwa 600 Gefangene eingerichtet werden und einschließlich der Beamtenwohnungen, Kirche usw. eine Bausumme von ca. 5 Millionen Mark erfordern.

Schweinsberg (Kr. Kirchhain), 17. Oktober. Infolge Liebeskummer versuchte gestern ein Lljähriges Mädchen von Amöneburg seinem Leben selbst ein Ende zu machen, indem es sich in die Ohm stürzte. Polnische Arbeiter, welche oberhalb der Brennermühle am Bau der Ohmthalbahn be­schäftigt sind, sahen die Lebensmüde in den Fluten ver­schwinden. Ihren Bemühungen gelang eS, dieselbe lebend wieder ans Land zu bringen.

Neustadt, 18. Oktober. Die Knechte eines hiesigen Fuhrwerksbesitzers fuhren am gestrigen Tage in den Mom- berget Wald, um Grubenholz zu holen. Um das Holz auf den Wagen verladen zu können, mußte dasselbe zunächst herausgeschleift werden, was mit vier Pferden ausgeführt wurde. Das fünfte Pferd wurde unterdessen an den Wagen angebunden. Groß war aber der Schrecken der Knechte, als diese vom Herausschleifen des Holzes zurückkehrten. Das an den Wagen gebundene Pferd war gewiß aus Langeweile auf den Wagen geklettert, wobei es sich so ab­gemüht hatte, daß es verendet war. Das Pferd soll einen nicht unbedeutenden Wert gehabt haben. (Obh. Z.)

Gerichtssaal.

Berlin, 18. Oktober. (Spieler-Prozeß.) Nach Eröffnung fr er heutigen Sitzung wird zunächst eine längere Verlesung verschiedener Aktenstücke vorgenommen, unter denen sich auch das Erkenntnis gegen Wolff, den bekannten Falschspieler Reuter in Sachen Brins Reichenhein befindet, das der Oberstaatsanwalt zur Verhandlung herangezogen hat. Oberstaatsanwalt Jsenbiel teilt dann mit, daß ihm vom Grafen Zedlitz die Mitteilung zugegangen sei, er sei von einer norwegischen Ver- «nügungsreiie zurückgekehrt, er halte sich zunächst in Berlin auf und stelle sich dem Gerichte zur Verfügung Der Oberstaatsanwalt erklärt, jetzt kein Interesse mehr an diesem Zeugen zu haben. Die Verteidiger behalten sich ihre Anträge vor. Der Beamte Krüger von der Deutschen Bank und Frau Voigt, die Geliebte von Kaysers werden dann nochmals sehr eingehend über das Bankkonto der Frau Voigt vernommen, da das Gericht vermutet, daß hierauf die Einzahlungen von Kaysers von seinen Gpielgewinnen erfolgt sind. Der Oberstaatsanwalt fragt die Zeugin Krau Voigt, ob sie es auf ihren Eid nehme, daß unter den Einzahlungen en die Deutsche Bank irgendwelche Geldgeschenke von Kaysers sich nicht befinden. D e Zeugin bejaht dies. Es wird nun der Regierungs- Referendar von Kardorff, Sohn des bekannten Parlamentariers aufge- vufen. Der Zeuge beantwortet eine Reihe von Fragen über die üblichen Spielregeln in siinen Gesellschaftskreisen und wendet sich dann gegen Herrn von Manteuffel, der zu ihm bei seiner ersten Vernehmung gesagt habe, er habe Herrn von Kröcher gewarnt vor dem Verkehr mit Wolff, «as derselbe dennoch gethan habe. Herr von Manteuffel habe den Eindruck Hervorrufen wollen, als ob die Angeklagten mit Wolff unter einer Decke steckten. Zeuge von Manteuffel bestreitet, sich in dieser Form dem Zeugen v. Kardorff gegenüber geäußert zu haben, welcher indes mit Bestimmtheit seine Aussage aufrecht hält. Auf Veranlassung der Verteidigung wird nochmals Graf Königsmarck über das Ver­schwinden des Oberkellners Montaldi befragt. Er bestreitet, zu Herrn von Manteuffel gesagt zu haben, es sei ihm mitgeteilt worden, von Kröcher und von Schachtmeyer hätten Montaldi mit 800 Mark über die Grenze geschafft. Zeuge von Manteuffel erklärt, ein Irrtum seinerseits sei ausgeschlossen, da er sich sofort Notizen ge­macht habe. Zum Beweise, daß die Aussage des Herrn von Manteuffel euch in einem dritten Falle mit der Zeugen Aussage nicht übereinstimmt, »ird auf Veranlassung des Rechtsanwalts Schwindt nochmals Freiherr von Receum vernommen, welcher aussagt, Herr von Manteuffel hätte bei seiner ersten Vernehmung erklärt, daß die Angeklagten mit einem Falschspieler Wolff unter einer Decke gesteckt hätten. Kriminal-Kommissar von Manteuffel stellt bte Vernehmung des Zeugen Reccum in anderer Weise dar. Justizrat Dr. Sello bringt dann den Antrag auf Vorladung eines Zeugen Erich Petersohn aus Breslau ein, zur Erschütterung des Zeugnisses des Vize-Konsuls a. D. Moos, der bestritten habe, in Breslau beim Falschspiel entlarvt worden zu sein. Der Zeuge werde bekunden, daß Moos die unterste Karte vom Spiel abgezogen und auf diese Weise 500 Mk. gewonnen habe. Der Oberstaatsanwalt beantragt, den Beweis­antrag als unerheblich abzulehnen, da für den Ausgang dieses Prozesses die Glaubwürdigkeit des Herrn Moos nicht von Wichtigkeit sei. Nach kurzer Beratung beschließt der Gerichtshof, den Beweisantrag als un­erheblich abzulehnen, weil die Aussage des Herrn Moos nur insoweit von Wichtigkeit sei, als sie mit den Angaben der Angeklagten überein­

stimme. Es folgt dann die Verlesung der Protokolle über die auf An­ordnung des Gerichtes kommissarisch vernommenen Zeugen. Unter den­selben befindet sich auch die Aussage eines Herrn von 93onin, der dem Angeklagten von Kayser einen Brief geschrieben hat, der eine recht charakteristische Stelle enthält und der auf Antrag des Oberstaatsanwalts verlesen wird. Zum Schluß der Vormittagssitzung wurden auf Antrag des Oberstaatsanwalts Jsenbiel Einladungskarten an von Kayser in großer Anzahl verlesen zum Beweise dafür, daß derselbe nicht allein dem Spiel obgelegen habe. Diese Einladungen sind von hohen Persönlich­keiten und auch zu Hofsestlichkeiten ergangen. Nach der Mittagspause erklärt der Oberstaatsanwalt und die Verteidigung, daß sie beschlossen haben, auf die weitere Beweisaufnahme zu verzichten. Sodann wurde die Sitzung auf Samstag vertagt. Der Oberstaatsanwalt wird Samstag mit seinem Plaidoyer beginnen. Der Urtellsspruch wird spätestens Samstagnacht erwartet. -"-AM

Braunschweig, 19. Oktober. Die Strafkammer verurteilte den Lehrer Germer aus Leiferde wegen jahrelanger Sittlichkeitsver- brechen an Schülerinnen zu 3*/g Jahren Zuchthaus. (Tel.)

Universitäts-Nachrichten.

- Leipzig. Oberbürgermeister Dr. Georgi Dooior medicinae honoris causal In Anbetracht feiner Verdienste um die Leipziger Universität, insbesondere um die medizinische Fakultät der­selben und um die damit in Verbindung stehenden Institute hat die medizinische Fakultät Herrn Oberbürgermeister Geh. Rat Dr. Georgi zum Doct. med. hon. c. ernannt. Eine Deputation, bestehend aus den Herren Geheimer Rat Prof Dr. His, Dekan, Geh. Med.-Rat Professor Dr. Hofmann (Hygiene), Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Curschmann, Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Trendelenburg, überreichte am Sonntag mittag gegen I V» Uhr dem Gefeierten in seiner Besitzung, dem bekannten Land­hause in Möckern, unter einer ehrenvollen Ansprache des Herrn Ge­heimen Rat Prof. «Dr. His, Dekans der Fakultät, das Diplom, das nachstehenden Wortlaut hat:

Q. D. B. V. SUMMIS AUSPICIIS REGIS AUGUSTISSIMI ALBERTI DOMINI NOSTRI CLEMENTISSIMI RECTORIS PERPETUI UNIVERSITATIS LIPSIENSIS MAGNIFIGEN- TISSIMIRECTORE ANNUO MAGNIFICO ALBERTO HAUCK THEOLOGIAEETPHILOSOPHIAEDOCTORE THEOLOGIA PROFESSORE P.O. REGI SAXONIAE A CONSILIIS ECCLE- SIASTICIS INTIMIS ORDINIS REGIISAXONICI VIRTUTE ET FIDE BENE MERITORUM CLASSIS PRIMAE EQUITE ORDINIS MEDICORUM DECANO GUILELMO HIS MEDI­CINAE ET PHILOSOPH!AE DOCTORE ANATOMES PRO FESSORE P. O. REGI SAXONIAE A CONSILIIS INTIMIS ORDINIS REG1I SAX0NICI VIRTUTE ET FIDE BENE MERITORUM CLASSISSECUNDAE COMMENDATORE VIR ILLUSTRISSIMUSETINGERENDA RE PUBLICA PROBA- TISSIMUS OTTO ROBERT OS GEORGI IURIS UTRIUSQUE DOCTOR REGI SAXONIAE A CONSILIIS INTIMIS ORD1- NUM REGIORUM SAXONICORUM VIRTUTE AC FIDE BENE MERITORUM SECUNDAE CLASSIS ET ALBERTINI PRIMAE CLASSIS COMMENDATORREGIORUM BORUSSI- CORUM AQULLAE RUBRAE ET CORONARH SECUNDAE CLASSIS STELLA INSIGNITAE EQUES CIVITATIS LIPSIENSIS CONSUL PRIMARIUS NUPERRIME EMERI­TUS QUI PER QUINQUE LUSTRA URBIS FLOREN- TISSIMAE GUBERNACULA SINGULAR! PRUDENTIA REX IT ET QUOD MUNUS GRAVISSIMUM AUSPICANS INPRIMIS SALUBRITATI URBIS SE PROSPECTURUM ESSE SPOPONDIT INSTITUTIS MULTIPLICIBUS PRAES- TITIT AD TUENDAM CIVIUM SANITATEM ET ARCENDOS MORBOS PERNICIALES UTILISSIMIS QUIBUS ET EXTERIS EXEMPLAR PROPOSUIT IMITATIONE DIG- NISSIMUM ET INSTITUTION! MEDICORUM ADIUMENTA ATTULIT LUCULENT1SSIMA QUIQUE CUM UNIVERSAE ACADEMIAE TUM FACULTATI MEDICINAE ATQUE TOTI MEDICORUM CORPORI EIUSQUE RATIONIBUS BENE- V0LENTIAM SEMPER PRAEBUIT MAXIMAM HONORIS CAUSA MEDICINAE ET CHIRURGIAE DOCTOR AB ORDINE MEDICORUM UNIVERSITATIS LIPSIENSIS RITE CREATUS ET RENUNTIATUS E8T GUI US REI TESTIFICANDAE CAUSA HANG TABULAM PUBLICE EXSTARE PLACUlT. DATUM LIPSIAE DIE XV MENSIS OCTOBRIS ANNI MDCCCLXXXXIHI.

Herr Oberbürgermeister Geh. Rat Dr. Georgi dankte sichtlich hoch­erfreut über die ihm gewordene Auszeichnung.

Pottesdirust in der Synagoge.

Samstag den 21. Oktober 1899.

Vorabend 5" Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr Schrifterklärung, Sabbathausgang ßio Uhr.

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgrseüschast.

Sabbathfeier am 21. Oktober 1899.

Freitag abend 5 Uhr, Samstag vormittag 8«> Uhr, nach­mittag 3 Uhr, Sabbathausgang 6*o Uhr.

Nachmittag 2»° Uhr Schriflerklärung in der Synagoge.

Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 5 Uhr.

Neueste Meldungen.

Depeschen deS Bureau .Herold*.

Bad-Nauheim, 19. Oktober. Gestern begannen hier unter Leitung des Geh. Oberbergrats Dr. Lepsius von Darmstadt die Bohrungen nach einem weiteren Sool- sprudel.

Wien, 19. Oktober. Sämtliche Morgenblätter be­sprechen die gestrige Regierungs-Erklärung im Ab­geordnetenhause, vorwiegend in wohlwollendem Sinn.

Prag, 19. Oktober. In Weinberge fanden nachts wieder große Exzesse statt. Hunderte von Fensterscheiben wurden eingeschlagen. Die Umzäumung eines WaldgartenS wurde demoliert und angezündet. Die Polizei wurde mit einem Steinhagel empfangen. Dieselbe gab Feuer, ohne jedoch jemand zu verletzen. Erst um Mitternacht konnte die Ruhe wieder hergestellt werden.

Paris, 19. Oktober. Der Kriegsminister hat eine Untersuchung angeordnet über eine neue Loubet- feindliche Kundgebung seitens eines Leutnants im Lager von Chalons.

Paris, 19. Oktober. Außer der Meldung über die Ermordung seines Sohnes in Afrika erhielt General Chanoine die Nachricht vom Tode seines andern Sohnes, welcher am Typhus gestorben ist.

Bom Kriegsschauplatz.

London, 19. Oktober. Wie aus Cardiff gemeldet wird, herrscht daselbst enorme Aufregung, da tausende junger Grubenarbeiter zu den Fahnen eilen müssen, während gerade die Kohlen Nachfrage rapide wächst. Aehnliche Berichte kommen aus allen Jndustrie-Centren. Ueberhaupt werden durch diese Einberufung Handel und Gewerbe schwer ge­schädigt. Ueber die Motive hierzu laufen verschiedene Ver­sionen um, so der befürchtete Aufstand in der Kap-Kolonie, die Samoa-Krise, ein möglicher Protest der Mächte gegen Truppensendungen über die Delagoa-Bai oder eine ander­weitige Intervention zu gunsten Transvaals.

London, 19. Oktober. DieCentral News" melden, daß auch die Zulus sich gegen die Buren be­waffnen.

London, 19. Oktober. Meldungen aus Johannes­burg und Laurenzo-Marquez besagen, daß dort vollständige Ruhe herrscht. Ueber die angebliche Uebergabe von Mafeking liegen noch keine voll­ständigen Meldungen vor. Die Blätter erwarten aber stündlich eine solche Nachricht. Sämtliche Telegramme des Times-Korrespondenten erfahren mehrstündige Verspätungen. Daily Telegraph" sagt, die Verluste der Buren bei Mafeking seien auf Grund ausführlicher Meldungen größer gewesen, als jene bei Majuba Hill in den Jahren 1881 und 1884.

London, 19. Oktober.Daily Tel." meldet aus Ncw- Aork: Der Kommandant Horn, früher amerikanischer Offizier, organisiert augenblicklich eine Kompagnie, welche nach Trans­vaal gehen soll, um die Arbeit in den Goldgruben wieder aufzunehmen. Nach einem Telegramm, welches General White dem Kriegsminister gesandt hat, erwartete derselbe gestern ein Gefecht mit den Buren westlich von Ladysmith.

London, 19. Oktober. Ein Telegramm aus Prätoria meldet: Nach einem Bericht an die Behörde wurde die Wasserleitung abgeschnitten. Nach wenigen Schüssen erschien die weiße Flagge in Mafeking. Die Buren ent­sandten eine Deputation mit Parlamentär-Flaggen, um an­zufragen, ob die Stadt sich ergebe. Die Deputation wurde 6 Stunden mit verbundenen Augen zurückgehalten und dann ohne Antwort zurückgeschickt. Infolgedessen richteten die Buren Krupp'sche Geschütze auf Mafeking. Di: Einbe­rufung der Miliz und Reserven ruft überall Sensation und Bestürzung hervor.

Bekanntmachung, bett.: Das Einhalte« der Taube« während der Saatzeit.

Die B-.sitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Artikel 79 des Feldstrafgesetzes aufgefordert, ihre Tauben vom 20, Oktober bis Ende Oktober d. I. in den Schlägen einzuhalten. Uebertretungen dieser Vorschrift müssen nach Maßgabe des Feldstrafgesetzrs zur Anzeige und Bestrafung gebracht werden.

Gießen, am 18. Oktober 1899.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

7495____________________Gnauth.______________________

Göerförsterei Johannisöurg,

Post Löhnberg a. d. Lahn, »erkauft im Wege des schriftlichen Angebots vor Ennchlag:

Los 1 Eichenstämme, Gruben« uno Wagnerholz, geringster Zopf 7 em, geringste Länge 3 m, bis 0,5 fm Inhalt, 200 fm. Los 2 vuchenstämme, astrein, geringster Zopf 28 cm, geringste Länge 3 m, Schutzbez. Obershausen 100 fm. Los 3 Buchenstämme wie Los 2, Schutzbez. Dtllhausen und Kahlenberg 250 fm. Los 4 Buchennutzschtite (auch in Rollen) 1,2 m lang, 300 rm. Los 5 Hainbuchenstämme, ge­ringster Zopf 12 cm, geringste Länge 2 m, 20 fm. Los 6 Fichten- stämm-', geringster Zopf 10 cm, geringste Länge 3 m, bis 0,5 fm In­halt, 50 fm. Los 7 Kiefernstämme, geringster Zopf 7 cm, geringste Länge 3 m, 520 fm, a bis 0,5 fm, b 0,51 fm Inhalt. Die Gebote find für jedes Los getrennt für fm (Lor 4 für rm) ohne jeden Vorbehal >14 Mittwoch de« 1. November d. I. ve schlossen mit der Auf­schriftAngebot für Nutzholz" einzureichen. M.t Abgabe des Gebots unterwirft sich Bieter den Bedingungen, die von hier bezogen werden können. Die Oeffnung der Gebote erfo gt Douuerstag de« 2. No­vember 1899, vormittags 11 Uhr, auf dem Geschäftszimmer der Oo<r- strsteret. Nachgebote werden nicht angenommen. 7482

Bekanntmachung.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der städtische Friedhof in der Zeit vom 16. Oktober 1899 bis 15. März 1900 vou morgens 8 bis abends 5 Uhr geöffnet bleibt und daß die auf dem Friedhof Verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht wert en.

Gießen, den 18. Oktober 1899.

Großherzoglichc Bürgermeisterei Gietzen.

7496 Gnauth.

Bekanntmachung, betreffend: Die Vergebung der Holzhauer- und Setzerlöhrre im Gießener Stadlwald pro 1900/1901.

Die rubrizierten Löhne sollen

Dienstag den 24. d. Mts., vormittags 10 Ayr, im Saale des alten Rathauses öffentlich vergeben werden.

Die Großh. Bürgermeisteleien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 17. Oktober 1899. 7488

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.

Zu ucrkiutfeit

03751] Zwei gut erhalt. Oefen (dar unter ein schöner Amerikaner), sowie em gebt. Kochherd, zu verk. Westanlage 42

03766] Gutes Bett billig zu verkaufen.

Näheres in der Exped. d. Bl.

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Bestellungen aus BorSdorfer, Peping, Reinetten und Matäpfel nimmt noch ent« gegen Friedrich Klug, 74R1___________SlUtN'Buseck.

03758] Dickwurz verkauft Bäcker «ttugelhöffer.

Steckbrief.

Gegen den unten bcsckriebenen Knecht Peter Johann Jüngel au» Suntrop, gehören am 3. Juli 1876 zu Lehnheim, Arris Alsfeld, welcher flüchtig ist oder sich ver­borgen hält, ist die Untersuchungs­haft wegen Di bstahls verhängt.

Es wird ersucht, denselben zu ver­haften und in das nächste Gsrichte- gefängnis abzuliefern, sowie w den hiesigen Akttn 27 Nc. 1116/99 so­fort Mitteilung zu macken.

Dortmund, den 13. Okt. 1899. Der Königliche Erste Staatsanwalt.

Beschreibung: Alter: 23 Jahre. Größe: 1 m 72 cm. Statur: schlank. Haare: blono. Augen: blau. Nase: gewöhnlich. Mund: gewöhnlich. Bart: dunkelblonder Schnurrbart. Gesicht: länglich. sichtsiarbe: blaß. Sprocke: deutsch.

Mtt Genehmigung oer Koutgtichen R gierung zu Coblenz und der Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Frankfurt a. M. kommen die letzten Züge Nr. 15 und 16 der Ernstbahn ab Stift 1083 Ubr und ab Station Braunfels ll38 Uhr mit dem 1. November er. in Wegfall. 7485 Die Verwaltung.