Anteils zurückzuziehen und die Firma lautete nun Verdier u. Guörin. 1888machte sieBankrottmit 370,000Fr.Passiven. Die Gläubiger erhielten drei Prozent. Verdier hatte 400 000 Frcs. bei der Sache eingebüßt. Als er bei dem Zusammenbruche Guerin heftige Vorstellungen machte, zog dieser einen Dolch aus der Tasche. Verdier griff zu einer Axt und schwang dieselbe. Da zog sich Guerin zurück und schickte eine Stunde später seinem ehemaligen Geschäftsteilhaber seine Zeugen.
Man glaubte nun Guerin geschäftlich vollständig ab- gethan. Zum großen Erstaunen seiner Bekannten erschienen aber November 1888 im Handelsblatt die Satzungen der „Compagnie Fran^aise des petroles de Libusza Jules GuSrin et Cie., 3 Cite Trevise“. Guörin hatte neue Kommanditäre mit einer Einlage von 400 000 Frcs. gefunden, zu denen er seine „technischen Kenntnisse" beibrachte. Beim Jahresschluß verabredeten die Kommanditäre mit Guerin eine Durchsicht der Bücher und Bestände auf den 31. Dezember. Daraus wurde aber nichts. Denn am 30. Dezember, abends gegen 11 Uhr, brach in den Bureaus der Firma Feuer aus, das die Rechnungsbücher zerstörte. Die Polizeibehörde verhaftete Guerin wegen Verdachts der Brandstiftung, ließ ihn aber auf Verwendung der Abgeordneten Similin und Naquet nach 24 Stunden wieder los. Die Versicherungsgesellschaft „La Commerciale" weigerte sich, eine Entschädigung zu zahlen, und Guerin, der nominelle Inhaber der Versicherung, zog daraufhin den Verzicht einer Klage vor. Die Firma Guerin u. Cie. machte am 26. September 1889 Bankerott ohne einen Centime Activum. Sechs Monate später hatte Guerin ein neues Unternehmen zu stände gebracht, die Firma „Madelin u. Augu, Direktor Jules Guerin", ebenfalls wieder für den Verkauf amerikanischen Oels. 1892 war auch sie ruiniert. Zwischendurch hatte er auch noch mit einem gewissen Bernhardt die Firma „Bernhardt u. Cie." gegründet für den Betrieb raffinierten Oels. Sie ging schon nach sechs Monaten in die Brüche mit einem Verlust von 150 000 Franks für Bernhardt. Da lernte Guörin im August 1892 den bekannten Antisemitenhäuptling Marquis de Morös kennen, der ihm einen jungen Mann Namens Roblin zuführte. Dieser hatte gerade einen Teil seines Vermögens in die Hände bekommen, und so gründete Guerin mit ihm die „Gesellschaft Gebr. Guerin u. Cie." für den Verkauf von Mineralölen und Alkohol. Jules Guerin übernahm die Leitung des Geschäfts, dessen Erfolg er so glänzend schilderte, daß er auch Roblin Vater bewog, daran teilzunehmen, indem er die Wechsel des Hauses eskomptierte. Als er für 300 000 Franks Wechsel eskomptiert hatte, ohne daß entsprechende Warensendungen erfolgten, drang er im eigenen und seines Sohnes Interesse auf Anstellung eines besonderen Rechnungsführers. Guärin willigte ein, jagte aber bald den ersten und noch vier andere Rechnungsführer zum Teufel. Als Guerin schließlich auch noch einen auf Antrag Roblins für ihn gerichtlich bestellten Bevollmächtigten bei dem Versuche, an die Bücher zu gehen, halbtot geprügelt und zur Thür hinausgeworfen hatte, wurde auf Antrag des Geschäftsteilhabers die Firma gerichtlich aufgelöst und ein Liquidator zur Vermögensaufstellung eingesetzt. Guärin verweigerte diesem zunächst den Eintritt in die Geschäftsräume. Als er ihn schließlich einließ, fand der Liquidator, daß er vor den kahlen Wänden stand. Roblin klagte nun gegen Guerin wegen Betrugs, Diebstahls und Hinterziehung sozialen Vermögens; die Staatsanwaltschaft machte dem Kläger aber soviel Schwierigkeiten und Einwände, daß er, der Sache überdrüssig, sie nicht weiter verfolgte. In ähnlicher Weise legte Guerin 1895 einen Kaufmann mit 45 000 Franken hinein, mit dem er die Firma G. Haranchipy u. Cie. begründete. Sie endete nach kurzer Zeit wie die übrigen, hatte aber hier nur noch das Nachspiel, daß nicht nur der Geschäftsinhaber die Betrugsklage gegen Guerin anstrengte, sondern auch die Angestellten der Firma gegen ihn wegen Unterschlagung ihrer Gehälter klagten. Allerdings blieben auch ihre Klagen ebenso erfolglos wie die vorhergegangenen. Die Droits de l'Homme bezeichnen diese Erfolglosigkeit als eine Seltsamkeit, für die sie keine andere Erklärung als persönliche Beziehungen und Einflußnahme zugunsten Guerins haben. Jedenfalls ist es eine Thatsache, daß das Blatt diese Biographie Jules Guerin im Oktober v. I. ausgestellt hat, ohne daß dieser darauf mit einer thatsäch- lichen Widerlegung noch mit einer Klage geantwortet hat. Am 26. Juni 1896 machte Guerin zum letzten Mal Bankrott. Dann warf er sich auf die Politik als der allzeit zum handfesten Eingreifen bereite Schildknappe Drumonts. In frischer Erinnerung ist noch, wie er am Tage der Kammereröffnung im Oktober v. I. einen Polizeikommissar auf der Place de la Concorde mit dem Knüppel niederschlug, auf die Zeugenaussagen seiner Freunde hin aber freigesprochen wurde. Drumont stellte ihm in der Verhandlung das Zeugnis aus, daß er ein „braver Mann, ein harmloser Riese sei, unfähig, jemand etwas Uebles zuzufügen". In Paris lebt man schnell, furchtbar schnell. Die Biographie der Droits be l'Homme haben die Pariser längst vergessen. Sie sehen jetzt nur in Guerin den Helden, der mit seiner Schar tapferer Getreuen todesmutig seinen Gegnern trotzt, und sind auf dem besten Wege, sich für ihn wie für einen modernen „Ritter ohne Furcht und Tadel" zu begeistern. Seine Freunde und politischen Gesinnungsgenossen verlangen schon jetzt, daß der Staat mit ihm wie mit einer Macht verhandle, ihn gleichsam nach den Regeln des Völkerrechts als Kriegführenden ansche und ihm wegen seiner heldenhaften „Verteidigung" einen ehrenvollen Abzug und Frieden bewillige. Das fehlte nur noch. Rach der feierlichen Entthronung des Rechts auch noch die Karikatur des Rechts! Das Kriegsgericht von Rennes und das „Fort Chabrol", wahrlich, was bleibt der Republik und der bürgerlichen Gewalt noch übrig, wenn sie auch vor Guerin kapitulieren wollte? (K. Z.)
Klckslrs Provinzielles.
Gießen, den 19. September 1899.
** Ruhestandsverfetzung und Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 16. September den Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Zwingenberg, Geheimen Justizrat Wilhelm Winter, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, mit Treue und Eifer geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 15. Oktober d. I. in den Ruhestand zu versetzen und demselben aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.
•* Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 26. August dem seitherigen Gemeindeeinnehmer Gotthard Scherrer zu Wölfersheim das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.
*• Ernennung. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 16. September den Direktor der Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß - Umstadt, Dr. Dersch, zum Direktor der Oberrealschule zu Darmstadt zu ernennen.
** Personal-Veränderungen in der hessischen Feldartillerie v. Beck, Oberstl. und Abt.-Kom. im Großh. Hess. Feldart.- Regt. 25, zum Kom. des 1. Bad. Feldart.-Regt. 14 (Karlsruhe) kommandiert. Jacobs, Hptm. im Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25, als Bat.-Chef zum 2. Wests. Feldart.- Regt. 22 (Münster) kommandiert, v. Brandts, Oberlt. im Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25 in das 2. Hannov. Feld- art.-Regt. 26 (Verden) versetzt. Völckers, Lt. im Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25 in das Feldart.-Regt. 35 (Graudenz) versetzt. H eer, Oberstlt. und Abteil.-Kom. int Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25 als Kommandeur des Feldart.-Regts. König Karl (1. Württemberg.) 13 kommandiert, v. Zangen, Oberlt. und Adjutant im Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25 zum Hauptmann befördert. — Friede Zeugfeldwebel beim Art.-Depot in Neiße, zum Art.-Dep. in Darmstadt versetzt. — Strelow, Zeug-Oberlt. beim Art.-Depot in Darmstadt, unter Ernennung zum Verwalter des Filial-Art.-Depots in Freiburg in Baden, zum Art.-Depot in Neubreisach versetzt.
•• Kaiserpreis für das beste Schießen. Die uns aus sonst sehr zuverlässiger Quelle gewordene Mitteilung, daß heuer die 10. Kompagnie vom Regiment Nr. 117 den Kaiserpreis für das beste Schießen im Armeekorps bekäme, war eine irrige. Nach offizieller Mitteilung hat den Preis die 3. Kompagnie vom Regiment Nr. 116 errungen. Fürs beste Schießen der Feldartillerie hat ihn die 5. Batterie vom Nassauischen Feldartillerie-Regiment Nr. 27 bekommen, und bei der Fußartillerie das Regiment Nr. 6.
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten. Versammlung, Donnerstag den 21. September 1899, nachmittags 31/, Uhr pünktlich. 1. Die Auslosung der zurückzuzahlenden Obligationen der Anlehen aus den Jahren 1893, 1894 und 1895. 2. Wirtschaftsplan für die Waldungen der Stadt Gießen für 1900/1901. 3. Gesuch der Heinrich Leib Witwe dahier um Verlängerung der Pachtzeit für von ihr gepachtete Triebviertel. 4. Baugesuch des Karl Schleenbecker für die Bleichstraße; hier: Dispens. 5. Desgl. des Julius Siesel für die Marktstraße; hier: Dispens. 6. Desgl. des W. Heß für die Brandgasse; hier: Dispens. 7. Desgl. der Gambrinus - Brauerei Butzbach für die Klinikstraße; hier: besondere Genehmigung. 8. Desgl. der Architekten Stein und Meyer für die Ostanlage; hier: Dispens. 9. Desgl. des Architekten L. Huhn für die Plockstraße; hier: Dispens. 10. Desgl. von Jughardt und Kockerbeck für die Wilhelmstraße; hier: Dispens. 11. Gesuch des Ehrenmitgliedervereins der Burschenschaft Germania zu Gießen um Fristerstreckung zur Erbauung eines Germanenhauses. 12. 'Erbauung von Brücken über die Wieseck im Zuge der Goethe- und Moltkestraße ; hier: Arbeitvergebung. 13. Errichtung neuer Pissoirs; hier: Vergebung der erforderlichen Erd- und Maurerarbeiten. 14. Pflasterung der Rodheimerftraße vom Bieberthalbahnhof bis zum Krof- dorferweg. 15. Die Bieberthalbahn; hier: Pflasterung zwischen den Schienen des Bahngleises in der Rodheimer- straße. 16. Benennung der Straßen der Stadt Gießen; hier: der Straße nach der Herberge. 17. Die Gemeinde- Hundesteuer; hier: Erhöhung derselben auf Grund des Gesetzes vom 12. August 1899. 18. Niederschlagung uneinbringlicher Posten. 19. Vergebung der Zinsen aus der Wilson-Stiftung. 20. Das Gewerbegericht; hier: Wahl der Mitglieder desselben bezw. Bestimmung der Wahlkommission. 21. Gesuch des Bruno Hoheisel um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Asterweg 12. 22. Desgl. des Ludwig Klein für das Haus Brandgasse 2. 23. Desgl. des Peter Leilich für das Hans Grünbergerstraße 117. 24. Gesuch des Albert Rahnefeld um Erlaubnis zum Wirt- schaftsbetrieb im Hause Schanzenstraße 2. 25. Desgl. des Johannes Gaub für das Haus Dammstraße 29. 26. Gesuch des Philipp Mootz um Erlaubnis zum Ausschank von Flaschenbier im Hause Neustadt 30. 27. Gesuch des Martin Steinmeyer um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Licherstraße 1. 28. Desgl. des Wilhelm Busch für das Haus Grünbergerstraße 47 (neuer Saal). 29. Desgl. des Gottlieb Nauheimer für das Haus Westanlage 21 (Neubau). 30. Desgl. des Johs. Gerlicher für den Trainiersaal und den Vorplatz bei dem Hause Nodheimerstraße 36. 31. Desgl. des Wilhelm Kupke für den Garten bei dem Hause Lud- wigsplatz 13. 32. Desgl. der Emilie Nebl Ehefrau für den Garten bei dem Hause Grünbergerstraße 48. 33. Desgl. des Wilhelm Pfeiffer für den Garten bei dem Hause Liebigstraße 71.
*• Konzert. Das am gestrigen Abend in Steins Garten gegebene Konzert der italienischen Kapelle „Banda di Prato la* war verhältnismäßig sehr gut besucht. Der Wert der musikalischen Darbietungen wurde vom Publikum
infolge der Bersaglieri(Phantasie-)-Uniform etwas überschätzt. Immerhin boten die Gäste das, was man sonst von unserer trefflichen einheimischen Militärkapelle gewöhnt ist. Mas- cagnis Bauernehre war der Kapelle naturgemäß sehr vertraut, und so fand diese Piece auch — eine von Blasinstrumenten nicht so leicht gut durchzuführende Arbeit — reichen, wohlverdienten Beifall. Unsere, als Zugabe ein- gefügte Nationalhymne schien den Italienern etwas fremb zu sein; sie klang mehr choralmäßig und im Tempo langsamer, als wir Deutsche sie durchschnittlich herausgeben. Eines wollen wir der Banda di Pratola aber nachrühmen: Takt besaßen sie nicht nur in ihrer „Arbeit", sie hatten ihn auch im ganzen Auftreten, und das imponierte dem aus den besten Kreisen zusammengesetzten Publikum sichtlich. Auch in diesem Sinne ist es zu bedauern, daß die „fahrenden Musikanten" ein zweites Konzert nicht veranstalten.
** Die AcetylenApparate-Fabrik Gießen, R. Welko- borsky, welche auch dieAcetylen-Zentral-Anstalt in unserer Nachbargemeinde Großen-Linden eingerichtet hat, ist zurzeit bereits mit der Ausführung einer zweiten Gemeinde-Zentrale für Acetylenbeleuchtung beschäftigt. Die Gemeinde Daaden, Westerwald, läßt durch genannte Firma auf ihre Kosten eine Anlage Herstellen. Das Rohrnetz in Daaden hat eine Gesamtlänge von zirka 4000 Meter, 140 Privat-Anschlüsse mit rund zirka 600 Flammen — ohne die Straßenlaternen und die öffentlichen Gebäude, welch letztere auch noch Anschluß nehmen, sind bereits vorgemerkt. Die Anlage soll mit dem 1. November l. I. bereits in Betrieb sein
** Stadttheater. Der neue Theaterspielplan für 1899/1900 gelangte gestern zur Ausgabe. Derselbe weist im Personalverzeichnis die stattliche Anzahl non24 darstellenden Mitgliedern auf; auch verzeichnet derselbe neben guten älteren Werken sämtliche gangbaren Novitäten ernster und heiterer Art. Hinsichtlich der Abonne- mentbedingungen tritt insofern eine Aenderung ein, als zu Anfang der Saison ein 30 Billets enthaltender Abonnementblock zur Ausgabe gelangt, welcher für die ganze Dauer der Saison Giltigkeit hat. Es steht den Abonnenten frei, den Abonnementbetrag in zwei Raten zu zahlen, und wird dann die zweite Rate Anfang Januar erhoben. Die Preise der Abonnement- und Tagesbill ets sind dieselben wie im vorigen Jahre. Es wird hierbei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sogenannte Vereinsbillets zum Preise der Abonnementkarten nicht mehr ausgegeben werden. — Um also Preisermäßigung beim Besuch der Vorstellungen zu erlangen, empfiehlt es sich, die Abonnementliste, welche in den nächsten Tagen zirkuliert, recht fleißig zu benutzen. Die Subskription auf 30 Abonnementbillets berechtigt außerdem die Abonnenten, sich einen bestimmten Platz für die Dauer der Saison reservieren zu lassen.
** Polizeibericht. Zwei beschäftigungslose fremde Arbeiter, welche sich gestern vormittag in angetrunkenem Zustande auf der Rodheimerstraße dahier Herumtrieben, und dortfelbst die Passanten in unanständiger Weise belästigten, sowie Sachbeschädigung begingen, wurden verhaftet. — Eine Kelllnerin aus einer Restauration der Hammstraße trieb sich vergangene Nacht gegen 2 Uhr in stark angetrunkenem Zustande in hiesiger Stadt umher. Da dieselbe weder ihre Wohnung auffinden, noch angeben konnte, wurde sie im Haftlokale untergebracht.
Darmstadt, 18. September. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin von Rußl and werden zum Besuch am Großherzoglichen Hofe Ende dieser Woche erwartet.
Darmstadt, 18. September. Seine Durchlaucht der Prinz und Ihre Großherzogliche Hoheit die Prinzessin Ludwig von Battenberg nebst Prinzessinnen-Töchtern Alice und Luise und dem Prinzen Georg waren gestern zum Luncheon bei den Allerhöchsten Herrschaften auf Jagdschloß Wolfsgarten. Ihre Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin von Rumänien sind von Wolfsgarten wieder abgereift.
Mainz, 18. September. Am Samstag traf eine Mainzer Familie, die seit Jahren in Johannesburg wohnte, hier ein, um so lange zu warten, bis wieder Ruhe und Frieden im Lande der Buren eingetreten ist.
Vermischtes.
* Berlin, 17. September. Die Entdeckung Gönczis ist, wie weiter berichtet wird, einem österreichischen Kommis zu danken. Dieser Mann hat den Mörder erkannt und rekognosziert. Er ist auf die Spur gebracht worden durch den Steckbrief und die Photographie, welche auf dem österreichischen Konsulat in Rio ausgehangen haben. Gönczi und seine Frau bestritten zuerst, daß sie die Gesuchten seien. Aber sie sind überführt worden durch den großen weißen Wolfsspitz Butzi, welchen sie aus Berlin mitgebracht hatten. In die Enge getrieben, gaben sie vor dem deutschen Konsul Wever zu, daß sie die Verfolgten sind. Sie leugneten jedoch beharrlich, die Thäter zu fein. Weitere Recherchen ergaben folgendes: Gönczi und Frau nannten sich Josef und Anna Foenze. Sie sind im November 1897 unter diesem Namen von Antwerpen aus mit dem Dampfer „Mainz" vom Lloyd nach Brasilien gekommen. Sie ließen sich zuerst in der Stadt Sao Paulo nieder, wo sehr viele Deutsche wohnen. Da sie sich dort nicht sicher fühlten, gingen sie nach Rio de Janeiro. Dort betrieb Gönczi einen Hausierhandel mit Fleischwaren, wobei ihm seine Frau half. Es ging ihm aber schlecht, er war immer in Geldverlegenheit. Daher versetzte er vor einiger Zeit seine Uhr bei dem erwähnten Kommis. Dieser Mann erinnerte sich später an Gönczi, als er fein Bild aushängen sah. Hierdurch wurde die Ermittelung herbeigeführt. Der Kommis erhebt Anspruch auf die für die Ergreifung des Mörders ausgesetzte Prämie. Die Ehefrau Gönczis war, da sie der Gatte nicht ernähren
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