Ausgabe 
19.11.1899 Fünftes Blatt
 
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selben, für dessen Leben die Aerzte wenig Hoffnung hegten,

So wollen wir denn, die wir

Sendungen nimmt in Empfang

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in Portorico, Duplace, der sich als Reisender an Bord der Patria" befunden hatte, durch die Aufregung in einem Gasthof in Dover gestorben.

Hamburg, 17. November. Gerüchtweise verlautet, die Athesia" habe Cuxhaven passiert und diePatria" brennend in der See verlassen.

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Gießen, bei Der Dir«

Lokales und Drovinstrtles.

Gießen, den 18. November 1899.

gelungene Vorträge des Kirchengesangvereins unter der trefflichen Leitung des Herrn Universitätsmusikdirektors Trautmann. Am folgenden Tage fand dann noch die Jahresversammlung des Vereins im Konfirmandensaal der Johanneskirche statt, mit einer Andacht eröffnet durch Herrn Stiftsdechant Klingelhöffer von Lich (Luc. 10, 3842). Nach Erstattung des Jahresberichtes und einigen Statuten­änderungen, die mit Rücksicht auf das demnächst in Kraft tretende bürgerliche Gesetzbuch notwendig waren, kam Herr Pfarrer Schultz aus Frankenheim in der Rhön zum Wort über das Thema: Die ländlichen Notstände und ihre Ab­hilfe durch die innere Mission. In anschaulicher Weise, aus einer reichen Amtserfahrung heraus wurde gezeigt, wie den auch auf dem Lande vorhandenen geistlichen, sitt­lichen und sozialen Notständen entgegenzuwirken sei. So hat denn das hinter uns liegende Fest den Freunden der inneren Mission gewiß viel Anregung gebracht und wohl auch neue Freunde hinzugewonnen, in allen Teilnehmern aber ohne Zweifel von neuem die Ueberzeugung wachgerufen I und befestigt: Es ist eine große, heilige Sache, an welcher die innere Mission arbeitet.

Polizeibericht. Heute nacht mußten eine größere Anzahl Studenten, welche auf dem LudwigSplatz erheblich ruhestörenden Lärm verübten, notiert werden. Einige der­selben setzten den Lärm trotzdem fort, und ließ es sich der Studen Th. Z. außerdem beikommen, die Schutzleute in kindischer Weise zu belästigen, indem er denselben während des Gehens immer vor die Füße trat und sie in ihrem Dienst erheblich hinderte. Z. wurde, um weitere Be­lästigungen zu vermeiden, arretiert.

** Schwindler. Wir warnen unsere Geschäfts- leute vor einem Schwindler, der vor einigen Tagen m Marnz Annoncenausträge einsammelte, sich die Gebühren im Voraus entrichten ließ und dann, nachdem er auch einem dortigen Gastwirt für einige Tage die Zeche schuldig blieb, bei Nacht und Nebel verschwand. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Betrüger auch in anderen Städten seinen Schwindel weiter zu treiben versuchen wird.

* Das Zahressest des Oberhesfischeu Vereins für innere Mission, das am 14. und 15. lsd. Monats in Gießen ge­feiert wurde, ist in erhebender Weise verlaufen und hat Zeugnis abgelegt von seiner regen Thätigkeit zur Hebung unseres Volkslebens in religiöser, sittlicher und sozialer Be­ziehung. Mit demselben war zugleich verbunden die Haupt­versammlung des Verbandes von Rettungs­häusern und verwandten Anstalten und Vereinen im Großherzogtum Hessen und der Provinz Hessen-Nassau. Das eigentliche Fest begann am Dienstagnachmittag im neuen Gemeindehaus hinter der Stadtkirche mit einer öffentlichen, zahlreich besuchten Vor­standssitzung. Nach Erledigung einiger geschäftlicher An­gelegenheiten hielt Herr Pfarrer Werner aus Frankfurt a. M. einen sehr anregenden Vortrag über die wichtige und zeit­gemäße Frage: Inwieweit und welcher in Weise soll sich die Kirche an der Aufgabe der Veredlung der Volkserholungen j beteiligen? Redner führte aus: Wie um das ganze Volks­leben, so hat sich die Kirche auch um die Volkserholungen zu kümmern. Auf letztere hat das Volk ein Recht als Gegengewicht für seine Arbeit. Aber sie bewegen sich viel­fach in falschen Bahnen, namentlich in den Vereinen. Dem­gegenüber sind die Grundgedanken Religion, Vaterland, Jugend geltend zu machen, was vor allem in Familien- I abenden geschehen kann. Wie das am besten anzufangen ist, dafür gab der Vortragende lehrreiche Winke aus seiner eigenen praktischen Erfahrung. Abends 61/* Uhr ver­sammelte sich eine zahlreiche Gemeinde in der Stadtkirche zum Festgottesdienst, in welchem Herr Pfarrer Reeg aus I Offenbach die sehr eindrucksvolle Predigt hielt über das I Wort Jesu: Des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen I und selig zu machen, was verloren ist, Luc. 19, 10. Nicht minder schön gestaltete sich der darauffolgende sehr stark besuchte Familtenabend inSteins Garten". Hier sprach Herr Pfarrer Werner in wahrhaft völkstümlicher Bered­samkeit über die Heilsarmee, während Herr Pfarrer Vogt aus Mainz ergreifende Bilder aus der Seemannsmissiön entwarf. en~ ~ -

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Kollekte erreichte die schöne Summe von 95 Mark. Außer-

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D Bad Nauheim, 18. November. Hier werden jetzt wieder flott Häuserverkäufe abgeschlossen. In letzter Woche wurden außer verschiedenen kleineren Häusern auch das Haus des Herrn Fürth aus Friedberg für 150000 Mk. und die beiden neu erbauten Villen der Firma Birkenstock u. Schneider hier für den Preis von 273000 Mk. verkauft.

? Z""ck sofort veranstaltete durch Leuchtgas erkrankten polnischen Knechte des Herrn .eichte die schone Summ, nnn flfi I Oekonomen Kersten in Wehlheiden, welche dem Hospitn"

vom Roten Kreuz in Pflege gegeben wurden, befinden sich

Die Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Verbandes r- K- des Kerrn HerichtsacceWen Prosch, Schisserstraße 14.

^ie Ortsgruppe Gieren des deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes

____Die Redaktion des Gießener Anzeigers.

Leranlworklicher Redakteur: H. Koealcr-----äSrnrf x--

* ßier. Druck und Verlag der Bruhl'schen Un.o-rsilärs.Buch. und S^m^Ick^P j e t s ch Erben) in Gießen.------------------------------

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Gießener Mrger!

Aufruf für die verwundeten Buren.

Großbritannien hat den lang ersehnten Krieg mit- den beiden niederdeutschen Burenstaaten, Oranje-Freistaat und Transvaal erreicht «...**akr161* -- 4 wWN-MMs».

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bat sich, nachdem er bis gestern abend bewußtlos zu Bette gelegen, allmählich wieder erholt. Doch klagt derselbe über heftige Schmerzen in Brust und Magen.

Melsungen (Kurhessen), 17. Nov. Ein hiesiger Metzger- meister hatte das Unglück, seiner 13jährigen Tochter die ihm durch Halten eines Stückes Fleisch behilflich war, mit dem Beile die rechte Hand vom Arme abzutrennen.

Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Meße».

Aufgebote.

r«!-b-?ooember. 10 Karl Johann Konrad Heckmann, Metzger zu Gießen, mit Elisabeth Jacobi hierselbst. 12. Friedrich Wilhelm Taglöhner dahier, mit Sophie Maria Geiß bierselbst.

14 Wilhelm Seitz, Schutzmann zu Gießen, mit Katharine Kaiser zu S'aMwd-Im 14. Paul Rodert H-ff-, Rrlfeut "u M-w mU

Bf"- ht-rl-Ib^ 15. Z°h»nn J-k-b Krämer, W^rS^ch E Marie Katharine Menges daselbst. ^- ^ohann Georg Rauch, Steinhauer zu Lindenfels f. O., mit ^nr« 3ulfane Heckwolf zu Münster bei Dieburg. 16. Friedrich ÄS Gerbergeselle zu Rotenburg, mit Anna Helene Andreas daselbst. 16. Geoeg Kinkel, Kaufmann dahier, mit Anna Verona Susanne Wilhelmine Bender Hierselbst.

«heschltetzunge«.

TO.rÄfÄ ^HE/nrich Ludwig Klös, Schneider dahier, mit ,u Sühhiflen snMNr 1L ®5l,ner Karl August Kaufmann Br^l°aed R^"FUpptne lLeonore Margarete Eilsabeth Karoline MtfT ??'» b' iS.! Sl8 Kaufmanns Karl W.lhelm Brühl hier-

S S'.TÄÄ3*" »* --!

Geborene.

Oktober. 26. Dem Taglöhner Wilhelm Karasch eine Tochter ^Dem Friseur Ferdinand Aff eine Tochter. Margarete Martin 9iih,Hem ?na<fteJ5r Ä«nra£b Dürr ein Sohn. Georg LouiS Martin Albert. 10. Dem Kaufmann Franz Wilbal« Bette ein ^"Sust. 10. Dem Schneider £)au St^th eine N Chtistian Nock eine Tochter.

?! ^em Gastw rt Philipp Hofmann ein Sohn, Philipp Martin.

<^cm e? lbmebel Otto Ruppel ein Sohn, Georg Otto. 14. Dem Taglöhner Karl August Heil ein Sohn. 16. Dem Kauf- mann Karl Friedrich Gustav Eccarius eine Tochter.

Geftorbenr.

November. 11. Karl Heinrich Eugen Appel, 17 Tage alt 00 © ^llenbahnschaffner Karl Appel dahier. 13. Frtedrich Monate alt, Sohn von Taglöhner F111, t'a^r: J4- Elise Klee, geborene Konrad, 35 Jahre alt, Ehefrau von SchneidlrHtinrich Kl.e dahier. 15. Marie anna ©ifieu, geborene Koch, 55 Jahre alt, Witwe des Bergmannes 48^^^ rei ?tnn,ar- SWinna Kohlermann, geb. Schwalb, Zahntechniker Julius Kohlermann da- fc- Hinkel, 27 Jahre alt, aBeg.icr aus Gau Algesbeim,

?.18 ?^gen. l6- Valentin Herdt, 67 Jahre alt, Glasermetster da- Ober-Oh'mem°^ ® 54 Mre Unecht, jetzt Invalide zu