Ausgabe 
19.5.1899 Zweites Blatt
 
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Jnnungswesens hat zu den erfreulichsten Erfolgen geführt. In den Tagen am 20. und 21. Juni d. I. wird nun dieser Verband den 22. Verbandstag während seines 24 jährigen Bestehens in Posen abhalten. Der Tagesordnung dieser Verbandstage und deren Beschlüsse ist stets ein warmes Interesse entgegengebracht worden, da es sich meistens nicht um rein gewerbliche Jnteresienfragen auf diesen Verbands­tagen handelt, sondern um Angelegenheiten und Fragen, welche von allgemeiner volkswirtschaftlicher Bedeutung und Wichtigkeit sind. Vor allem werden Fragen, wie: Oeffnung der Grenzen behufs Einfuhr von Schlachtvieh u. s. w. wiederum den Verhandlungen allgemeines Interesse und den zu fassenden Beschlüssen eine weittragende Bedeutung geben. Mit diesem Verbandstage wird eine Ausstellung von Maschinen, Werkzeugen und Geräten zum Betriebe der Fleischerei und Wurstmacherei verbunden sein. Jede weitere Auskunft erteilt und jede Anfrage beantwortet gern in fach- gemäßerer Weise die Redaktion derDeutschen Fleischer- Zeitung" (Alleiniges amtliches Organ des Deutschen Fleischer- Verbandes), Berlin, Wilhelm-Straße 119/120.

* DasHaus im Busch". In der Tiefe des Haager Busches so schreibt man denHamburger Nachrichten" hinter einem kleinen und einem größeren Teiche, befindet sich dasHaus im Busch", jener königliche Landsitz, dessen Wände alle die schönen Reden auffangen sollen, die man nächste Woche auf der Abrüstungskonferenz da sprechen wird. Man ist dort völlig von der Außenwelt ab­geschlossen; ein Graben, Mauer und Gitter halten jeden Eindringling fern. Den Bewohner des Haag selbst führen seine Spaziergänge ohnehin kaum so weit hinaus, als daß er mit dem Buschhause besonders vertraut sein könnte. Der Fremde sieht sich nur dorthin gelockt, weil es ihm sein Bädeker zur Pflicht macht, den dort vorhandenen berühmten Qraniensaal zu besichtigen. Jetzt wird die Friedenskonferenz dort tagen und somit wird das Haus im Busch über Nacht zu einer politisch geschichtlichen Stätte. Das Palais selbst ist völlig ohne Stil, nämlich in dem Stil, in welchem in Holland jedermann und seit Jahrhunderten baut: einstöckig, mit glatter Fayade und in rohen Ziegeln. Fenster und Balkone sind weiß umrahmt. Das Buschhaus besitzt bereits das ansehnliche Alter von über 250 Jahren; es enthält keine hervorragenden Räumlichkeiten, mit Ausnahme des vielgerühmten Oraniensaales, in welchem sich die Jünger von Peter Paul Rubens, an der Spitze Jordaens, mit breit entworfenen allegorischen Gemälden verewigt haben. Letztere feiern das Leben und die Thaten des Prinzen Piet Hein in der überschwänglichen Manier jener Zeiten, aber in der Hauptsache mit Kompositionen von hervorragend koloristischer Wirkung. Alle diese.Bilder in dem achteckigen Raume sind auf Leinwand gemalt und setzen sich auf dem Holzgerüst der Kuppel als Fresken und Friesen fort. Von dem Saal Oraniens aus kann man einen gedeckten Balkon betreten, von dem man eine erquickende Landschaft echt hol­ländischen Charakters überblickt. Wiesengründe, stille Kanäle, Windmühlen und in der Ferne verschwimmender Silbergaze die Häuser und die Kirchen der benachbarten Flecken. An den Qraniensaal schließen sich drei Salons und Boudoirs, die überfüllt sind mit den Wunderwerken Chinas und Japans aus der guten alten Zeit. Ein in grau gehaltener Speise­saal enthält treffliche Fresken von Jakob de Witt und eine Sammlung von Altdelster und japanischem Porzellan. Das ganze Haus ist schlicht und einfach, vielleicht auch etwas vernachlässigt seitdem Tode der ersten Gemahlin Wilhelms III., des Vaters der jungen Königin Wilhelmine. Jene Königin Sophie pflegte gern inmitten dieser grünen Einsamkeit zu weilen. Von dem großen Schloßhofe aus führt

Falle notwendig, festzustellen, wie viel Geschäftsunkosten aus den Arbeitstag, auf eine Arbeitsstunde entfallen. Wenn die jährlichen allgemeinen Unkosten, wie ausgerechnet, 1617,95 Mk.

betragen, so kommen auf jeden Arbeitstag 5,39 Mk., auf jede Arbeitsstunde, in welcher der Meister, die 2 Gesellen und der Lehrling vereint arbeiten, 0,54 Mk., auf eine Ge­sellenstunde 0,15 Mk. und auf eine Lehrlingsstunde 0,09 Mk. Es ist hier der Einfachheit wegen angenommen, daß ei» Geselle zwei Lehrlingen gleichkommt.

Ein ferneres Beispiel:

Ein Schlossermeister, welcher sieben Geselle» und acht Lehrlinge beschäftigt, berechnet seine Geschäftsunkosten folgendermaßen:

1. Baukapital der Werkstätte und des Schuppens

7500 Mk., Zinsen desselben zu 4% % = 337,50 Mk.

2. Abschreibungen vom Baukapital 1V2 % 112,50

3. Miete für Laden und Geschäftszimmer . 200,

4. Geschäftszimmereinrichtung 750 Mk., Ver-

zinjung und Abschreibung zu 10 % . . 75, N

5. Unterhaltung der Werkstätte und des Ge­schäftszimmers 25,

6. Werkzeuge und Maschinen 4500 Mk., Zinsen derselben zu 4% o/o 202,50

7. Abnutzung und Ersatz der Werkzeuge und der Maschinen 6<>/0 ....... 270,

8. Wert der vorhandenen Rohstoffe und Zu-

thaten 2700 Mk., Zinsen desselben 4'/, % 121,50

9. Wert der fertigen Waren 1150 Mk., Zinsen derselben zu 4% <y0 51,75

10. Kapital zur Bestreitung der laufenden Aus­

gaben 500 Mk., Zinsen derselben zu 4V2 <y 22,50

11. Beiträge für Versicherungen (Feuer»^ Kranken-, Alters- rc.) 235

12. Steuern ' 300' "

13. Heizung ' ' 150' "

14. Beleuchtung 75,

15. Selbstlohn des Meisters (für Versäumnisse) 1000,

16. Verluste und Rabatt 48,

17. Porto und Frachten 36, "

eine ausgebuchtete Freitreppe direkt in den Vorflur zum Qraniensaal. Augenblicklich wird imHause im Busch" gewaschen und gescheuert und gesäubert und renoviert, daß es nur so eine Art hat. In dem anschließenden Verwalter­hause werden Bureaux für den telephonischen und tele­graphischen Verkehr eingerichtet. Man wird also das ganze Rüstzeug einer Konferenz im eigenen Hause haben. Die Herren Konferenzler, die zu Wagen in die Stadt zurückzu­kehren wünschen, finden, wenn sie sich beim Verlaffen des Schloffes rechter Hand wenden, sofort den Vezuidenhoutsche Weg, der sie in gerader Linie in die Zentralader des städtischen Verkehrs, in die Herrengracht, in die Lange und die Korte Polen und Spuistrat bringt. Beim Scheiden aus dem Busch können sie noch einen Blick nach rechts werfen, wo auf dem Koekamp Hunderte von Stücken Edelwild ein friedliches und behagliches Dasein führen. Das durch den Zaren ausgearbeitete Programm der Abrüstungskonferenz enthält acht Fragen. Zu deren Erledigung sind sechs Wochen vorgesehen, und mit diesem Längenprogramm wird der Zar jedenfalls eine Kategorie von Leuten im Haag glücklich gemacht haben: die Besitzer der vornehmen Hotels und Restaurants der Gartenstadt. Und da wird es denn wohl so kommen, daß die heftigsten Widersacher bei der Konferenz und in der Politik friedlich unter einem Dache schlafen werden. In Betracht kommen überhaupt nur drei, vier Hotels. Da ist das prächtigste, dasHotel des Indes" auf der schattigen Langen Vorhout, ein Haus im großen Stil; dort sollen die Vertreter Deutschlands, Englands und Frankreichs Unterkunft finden. Da ist ferner das uralte aristokratische Vieux-Doelen; dort wird das Gros der Kon­ferenzler hausen. Auch im Hotel Paulez sind deutsche, österreichische, russische und türkische Herren angemeldet. Die unterhaltende Seite der Konferenz wird wahrscheinlich auf kulinarischem Gebiete zu finden sein. Die französische Oper hat einen Zuschuß vom Magistrat haben wollen, um auch während der Konferenz zu spielen; sie wurde abschlägig beschicken! Wiederum ein Beweis dafür, daß der Haag in keiner Weise die Ehre zu schätzen weiß, die ihm mit der Einberufung der Konferenz in diese Stadt angethan worden ist. Deren Teilnehmer werden also schon aus eitler Lange­weile arbeiten müssen:cum dignitate. Vielleicht war aus diesem Grunde die Wahl des Haags das Klügste, was der Zar für das Gelingen der Konferenz erdenken konnte!

* Die Schneider und die Maler. Man berichtet aus London: Die englische SchneiderzeitungTailor and Cutter übt mit Vorliebe Kritik an der Kleidung der Engländer. Ihr Vertreter hat jüngst die Ausstellung der Kgl. Kunstakademie besucht und ist voll bitterer Klagen: Die meisten Künstler behandeln die Kleidung mit souveräner Verachtung. Es befindet sich auf der Ausstellung ein Bild des Physikers Lord Kelvin (Sir William Thompson). Er hat einen schwarzen Morgenanzug an, auf dem sich ein großer Knopf befindet, welcher aussieht, als ob er ur­sprünglich einem Oberrock angehört hätte. Die Brusttasche sitzt viel zu niedrig, die Weste ist zu kurz und die Uhrkette hängt an der falschen Seite. Eines der schlechtesten Porträts der Ausstellung ist, was die Kleidung anbelangt, das Bild des irischen Obersekretärs Gerald Balfour. Der untere Teil seines Fracks verschwindet in ein undefinierbares Nichts." Dazu bemerkt dieFranks. Ztg." treffend: Um den Herrn zufriedenzustellen, wird den Malern nichts übrig bleiben, als die Vorlesungen an einer Schneider-Akademie zu belegen, und ehe sie zu Pinsel und Palette greifen, gründliche Fachkenntniffe auf dem Gebiete der Kleider-Architektur zu sammeln.

* Wolfe in Frankreich. Das französische Laudwirtschafts-

18. Schreib- und Zeichenutenfilien, Geschäfts­bücher 48, Mk.

19. Verschiedenes (Fachschriften, Vereiusbeiträge,

Reisen und Reklamen rc.) 60,

3370,25 Mk.

Die Geschäftsbücher dieses Schloffers weisen nach, daß er in demselben Jahre für Rohstoffe und Zuthaten 7200 Mk. und an produktiven Löhnen (seinen eigenen, den er durch zeitweise praktische Mitarbeit verdient hat, mit eingerechnet) 6680 Mk., in Summa 13880 Mk. ausgegeben hat. Da er neben diesen Kosten also noch 3370,25 Mk. als allgemeine Geschäftsunkosten ermittel hat, so berechnet er weiter, wie viel Prozent diese von jenen ausmachen (ungefähr 25 %).

Hat dieser Schlaffer nun z. B. ein eisernes Thor ge­liefert, so muß er zu seinen Ausgaben für Rohstoffe, Zu­thaten und Arbeitslohn noch 25 % dieser Summe als Anteil an seinen allgemeinen Unkosten hinzurechnen, um die Höhe seiner Selbstkosten festzustellen. Will er aber seine Selbstkosten für stundenweise Arbeit, zu welcher die Rohstoffe nicht in Betracht kommen, richtig berechnen, so muß auch er, wie der Buchbinder, seine allgemeinen Unkosten auf das Jahr, auf den Tag, auf die Stunde, auf eine Gesellenstunde und aus eine Lehrlingsstunde bemeffen. Das Jahr zu 300 Arbeits­tagen, den Tag zu elf Arbeitsstunden und zwei Lehrlinge gleich einem Gesellen gerechnet, betrage» die allgemeinen Geschäftsunkosten

a. auf das Jahr 3370,25 Mk.,

b. aus den Tag 11,23 Mk.,

« aus eine Stunde (in welcher alle vereint arbeiten) = 1,02 Mk.,

d. auf eine Gesellenstunde ----- 10 Pfg.,

e. aus eine Lehrlingsstunde 5 Pfg.

Dieser Schlosser würde nun eine gelieferte eiserne Veranda folgendermaßen berechnen (Maße können hier weg­bleiben) :

1. Rohstoffe, 402*/2 Kgr. zu 24 Pfg. . . 96,60 Mk.

2. Arbeitslohn. 20 Gesellentage zu 3 Mk. 60,00 dl/z Lehrlingstage zu 1,50 Mk. . . . 14,25

170,85 Mk.

im verlauf seiner Darlegung ein auf die übergroße Zrhl schäften von allerlei Gattung, auf die verheerende Wtlkuna u

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Meratur, Wissenschaft und Knnß.

- Soeben erschienen: Johanne, Fritsch (Pfarrer iuRurM bürg bei Laubach, Oberhesien): DaS WirtShartS eine gefahr. Stuttgart. Chr. Belzer 1899. 64 Setten. Drei, 1 «- Der rührige und verdiente Schrtstletter des Hessischen Ktrchvib!^ weist in dieser gewandt geschriebenen Broschüre auf die und Bedenken eines übertriebenm Besuche« deS Xßktflbtukab von dem er in der Einleitung sagt, daß eS ,«n sich eine für Volkslecen notwendige und deshalb nützliche Einrichtung berM Im Besitz eine« sehr reichen und mannigfaltigen Materials qüi -

schlechten Spelunken auf viele ihrer regelmäßigen Besucher Kellner und Kellnerinnm und die vielen traurigen Opfer, bH mählich immer tiefer finkend infolge von Trunksucht, wohl euirj stttlichkett, zugrunde gehm und an Leib und Seele im Laster m finken. Wenn auch manche au8 diesem verderblichen 6fruM i Treiben sich wieder retten, wie viele verlieren jeden stitt/ch« M und finken haltlos, zum großen Schmer- der Ihrige», in da er­gründ, werden zum Schandfleck für ihre Famllie! 45 fyot a im Jahre 1895 in Berlin verstorbenen Kellner warm der sucht erlegen; die Kellnerinnm zähltm 35 Proz. venerisch ertitztt in ihrer Mitte. Auf dm verführerischen Einfluß schlecht« Wir­schaften zumal auch auf die Jugmd, die ihre Zeit zu Erlm,m «ri nützen müßte, auf die Verwendung der Spirituosa seitens ßtaifo loser Eltern sogar bei Kindern, auf die unpaff enbe Behelligung nl Belästigung des Publikums in manchm Wartesälen durch schich oder gar nicht besoldete Kellner und viele« andere geht unser BerW wo eS geht auch unter Heranziehung statistischer sorgfältiger Ängite ein; wir empfehlen dringlich die treffliche Broschüre. A. L

Iron Xu El w augenblicklit tung des beste und llwHq Ewlgt; empfehl sten medmnisc als der psi In abgeteil Flacons su ic

Ministerium veröffentlicht soeben eine» Bericht über i» Jahre 1897 innerhalb des Landes getöteten Wo' «. J die dafür bezahlten Prämien. Es waren nicht weni»^ 189 (darunter 4 trächtige Wölfinnen, 64 Wölfe, beito J tragende Wölfinnen und 121 junge Wölfe). An P^r/I wurden 11840 Frks. bezahlt, nämlich 150 Frks. füi trächtige Wölfin, 100 Frks. für andere ausgewachsene L' oder Wölfinnen und 40 Frks. für einen jungen Wols ' meisten der Raubtiere wurden im Departement der Ch V erlegt, nämlich 40 in dem einen genannten Jahre folgte das Departement der Dordogne mit 31, bet v mit 13, der oberen Saone mit 12 u. s. tv. Wie es anders zu erwarten ist, hat sich die Zahl während der [» 15 Jahre beträchtlich verringert. Im Jahre 1883 noch 1319 Wölfe getötet und 104 450 Frks. Prämie/ 3 zahlt; seitdem haben sich beide Ziffern beinahe reoelni' Jahr für Jahr vermindert. Auch die Gefährlichkeit Tiere für den Menschen scheint abgenommen zu fyibeu -i Zwar nicht nur mit ihrer Zahl. Für die Tötunq '2 Wolfes, der einen Menschen angegriffen hat, werden200 2' Prämie bezahlt, und solcher Fälle kamen 1883 2

vor, während sie sich seitdem nur noch fünfmal toitbJv haben, zum letztenmale im Jahre 1896.

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Verkehr, Kan- uu- Votkswirtschck

Gietzerr, 18. Mai. Marktbericht. Auf dem hertia Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 1.101.20, HüKnna per St. 00 4, 2 St. 912 H, Enteneier 2 St. 1112 4, M eier per St. 1611 Käse 1 St. 68 H, Käsematte per 6t ts Erbsen per Lüer 22 Linsen per Liter 32 Tauben per X 0.801.00, Hühner per St. X 1.101.40, Hahnen per 6di X 1.602.00, Enten per St. 2.C02.50, Gänse per PiÄ

0.000.00, Ochsenfleisch per Pfd. 6874 H, Kuh- und Rint-D per Pfd. 6264 H, Schweinefleisch per Pfd. 6072 Schveiv fleisch, gesalzen, per Pfd. 76, Kalbfleisch per Pfd. 80 Hammelfleisch per Pfd. 6070 H, Kartoffeln per 100 Kilo 6.0» H 6.60 Jt, Weißkraut per St 0000, Zwieheln per Etr. X 8.50-9M, Milch per Liter 16

Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bi« 1 llhr mittags. Während der ersten S Stunden der Marktzeit Mrfj« Umherziehen nicht feilgeboten werden.

3. Geschäftsunkosten (wie oben berechnet)

250/y...........42,71 A

Summa der Selbstkosten 213,56 A

Bei stundenweise zu berechnender Arbeit aber mu< n dem Stundenlohne seines Arbeiters noch 10 Pfg. bjr 5 Pfg. für allgemeine Geschäftsunkosten hinzuzählen.

Diese Selbstkosten des Schloffers setzen sich also p sammen aus dem Werte des Rohstoffes, aus dem Arbs lohn und aus einem Anteil an den allgemeinen Unkost«

Da der Schloffer aber durch seinen Geschäftsboril einen Gewinn erzielen will, einen Gewinn, der ihn nur für seine Arbeit und Mühe entschädigt, sondern tt auch die Mittel zu seinem und seines Hauses Unterhat z» währt, so muß er den Selbftkostenbetrag von 213,56 V- um einen angemessenen Prozentsatz erhöhen, um in K Rechnungssumme gedeckt und gelohnt zu werden.

Wir glauben mit Vorstehendem genugsam dargele< ? haben, wie bei gleichartigem Geschäftsbetrieb die Kalkulati^ der einfachsten Art angestellt werden können, und von Bedeutung und Wichtigkeit für den Gewerbetreibe^ namentlich den Handwerker, diese Kalkulationen sind. Mad' Handwerker, der aus liebgewordener Bequemlichkeit t alte Berechnungsweise nicht aufgeben mag, obschon fi>' unzulänglich bezeichnet werden muß, wird vielleicht dev^ wand bereit haben:Wenn ich nach diesen Grunds kalkulieren wollte, würde ich zu Preisen kommen, die^ kein Mensch bezahlte. Aber das ist ein unheilvoller y tum. Es sind doch nur die eigenen Unkosten vorgere»^ und diese müffen auf alle Fälle gedeckt werden. Je ll fälliger die Selbstkosten ermittelt und zusammengettif werden, desto sicherer kann der Gewinn bemeffen totV Wenn an die Stelle der althergebrachten, aber grunbfaHF Schätzung nicht die peinlichst genaue Berechnung trittJ fehlt jeder sichere Anhalt, ob mit Nutzen oder Schaber p kauft wird. Soll aber nicht mit Schaden gearbeitet so ist peinlichst genaue Kalkulation »nerläßl^ darum, Gewerbetreibende, Handwerker

kalkuliert!