Versammlung Donnerstag den 20. April 1899, nachmittags 3»/, Uhr pünktlich: 1. Ermäßigung der Fernsprechgebühren. 2. Gesuch der Theaterdirektoren Kruse u. Helm um Bewilligung einer weiteren Subvention. 3. Die Beschaffung der für 1898/99 und 1899/1900 erforderlichen, durch Kapitalaufnahme zu deckenden, Mittel.
4. Gesuch des Friedrich Teigler um Erlaubnis zum Wirt- schaftsbetrieb im Hause Bahnhofstraße 76. 5. Desgl. des Wilhelm Lippold, Brandgasse 8.
*- H. Frühjahrs Gautag des Ganverbaudes 9 des Deutsche« Radfahrer-Bundes. Der am Festtage, nächsten Sonntag dem
•f Die Berhaudluug über die Stellungnahme des 2ün. wirtschaftsrales zum ReichSgesetzentwurf, betr. Schlag' Vieh- und Fleischbeschau ergab die Annahme d■ betreffenden Ausschußanträge, welche befferen Schutz b- einheimischen Jntereffen gegenüber der Einfuhr von atu ländischem Vieh und Fleisch zum Ziele haben und verhü: wollen, daß auch nach Inkrafttreten eines Reichssteischbesch^ gesetzes im Großherzogtum Hessen nach wie vor ftrenqc- Bestimmungen in der Fleischbeschau zum Schade« t* Hessischen Landwirtschaft fortbestehen sollen, als in b-- Nachbarstaaten. Ferner schloß sich der Landwirtschaftsr nach eingehender Verhandlung den Anträgen an, welche »ü Entwurf des Hessischen Gesetzes, betreffend Aisführung > bürgerlichen Gesetzbuches vom betreffenden Ausschuß gqI(t worden waren. Dieselben bezogen sich auf den Leibgebii. vertrag, die Entfernung von Baumpflanzungen von hE- Grenzen des Nachbarn, die Beschränkung der Grundstück» teilung, die Anlegung von Mündelgeldern und die ordnung. Die Verhandlung der Wein ft euer ergab nc£ namentlicher Abstimmung mit 10 gegen 2 Stimmen bit nähme der vom Ausschuß für Wein-, Obst- und . gestellten Abänderungsanträge und im übrigen die Zusümmu^ zum Gesetzentwurf und zwar mit der Begründung der Süd sichtnahme auf den Zusammenhang der Weinsteuerfrage Biber gesamten Steuerreform und auf die bestimmten lichen Erklärungen der Großherzoglichen Regierung. Wen-: hin wird die Errichtung einer landwirtschaftlichen Stber = nachweis- und einer Auskunftsstelle für landwirtschahi > Rechtsfragen, letztere insbesondere mit Rücksicht aus Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches nach den t- liegenden Plänen genehmigt und beschlossen, Großherzogin Regierung zr: ersuchen, den Landständen eine bezügliche k r läge, betreffend Erhöhung des Staatszuschusies des Laut Wirtschaftsrates zugehen zu lassen zur Beschaffung der >! Beihilfe für die Errichtung genannter Unternehmungen fotr. für die Beschickung der Ausstellung der D.L. G. in (frar* furt noch nötigen Staatsmittel. Die übrigen Gegenstä der Tagesordnung werden vertagt und beschlossen, in kürze'- r Zeit wiederum eine Sitzung zu halten.
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23 ds. Mts., abends, stattfindende Festkommers wird i allen Besuchern, ebenso wie die anderen Darbietungen, viel Anziehendes bieten. Vor allen Dingen sei auf das Konzert unserer Regimentskapelle hingewiesen, für das Herr Musik, direktor Krauße ein sehr schönes Programm zusammen- gestellt hat. Der Bauer'sche Gesangverein wird unter Leitung seines Dirigenten, Herrn Polster, mehrere I seiner bewährten Vorträge bieten, und für den humoristischen Teil werden in altbekannter Meisterschaft im Jntereffe der Sache u. a. die Herren Adam Müller und Heinrich Schopp, liebenswürdige Sportkollegen aus Frankfurt a. M. I und hervorragende Kräfte der dortigen großen Karnevals- I Gesellschaft, sorgen; außerdem ist der vielen Gießenern aufs beste bekannte Gesangs-Spezialist Herr Karl Ehrhardt, ebenfalls aus Frankfurt, für den Abend engagiert. — In- I Haber von Karten zum Saalfahren haben für den Fest- I kommers freien Zutritt; — sonst ist ein Eintrittsgeld von 50 Pfg. zu zahlen, was mit Rücksicht auf das reichhaltige Programm als sehr niedrig bezeichnet werden muß.
*• Postsekretär i. P. Mayer wurde in der letzten General-Versammlung des Kriegervereins einstimmig unter großem I Beifall zum Ehren-Vorsitzenden erwählt.
•* Zur Berichtigung der gestrigen Notiz, betr. Besitz- I wechsel, in der Zigarrenfabrik der Firma Busch u. Mylius I in Heuchelheim teilen wir mit, daß der Mitinhaber der Käuferin nicht Kloß, sondern Cloos heißt.
*♦ Polizeibericht. Ein Fahnenjunker des 89. Inf.- I Reg. in Schwerin, welcher vom 16. auf 17. d. M. in I einem hiesigen Hotel logierte, schoß sich gestern morgen in I seinem Schlafzimmer eine Revolverkugel in die Brust, so I daß er schwer verletzt in das Garnisonlazareth gebracht werden mußte. Es ist Hoffnung vorhanden, den jungen Mann am Leben zu erhalten. — Ein hier Studierender aus Frankreich, welcher vergangene Nacht im Hofe eines I Hauses der Bleichstraße in trunkenem Zustande herumirrte, wurde, da derselbe auf Zurufen keine Antwort gab, von | dem Hauseigentümer auf die Wache am Seltersthor ge- I bracht, um seine Personalien feststelleü zu lassen. Dem I jungen Mann scheint öfter derartiges zuzustoßen; denn erst I vor kurzem irrte er in mehreren Hofraiten herum, in der I einen die goldene Uhr, in der anderen den Hut zurücklafsend. I Die Gegenstände konnten ihm später wieder zugestellt werden. I
*«- Reservisten unb Laudwehrleute müssen einen Wohn- I ungswechsel bem Bezirkskommanbo anzeigen. Wenn I seither Verfehlungen gegen biese Bestimmungen nicht so streng geahnbet würben, so soll bas jetzt anders werden, I und alle Reservisten und Landwehrleute, welche einen Umzug nach 14 Tagen nicht zur Anzeige bringen, unbedingt bestraft werden.
** Vom Sprachvereine. Man muß anerkennen, daß die I Sprache unserer Behörden von Fremdwörtern reiner ge- I worden ist. Die neuen Steuergesetze haben „Reklamanten" I und "Reklamationen" beseitigt; Bürgermeisterei und Bau- I ämter geben dem Lande ein gutes Beispiel; die Hofbibliothek I hat statt des früheren „Desiderien"-Buches nunmehr ein I Wunschbuch; die höheren Schulen veröffentlichen keine „Pro- I gramme" mehr, sondern Jahresberichte. Ueberall kann man I derlei Fortschritte wahrnehmen, leider aber auch noch viele I Rückständigkeiten, sogar Rückfälle. Immer wieder liest man j von „Revisionen" der "Wirtschaftslokalitäten" wegen „Kon- I zessionierung" des Betriebes, von „Remunerationen" für gewisse Beamte, von „Konkurrenz"-Eröffnungen, wofür man anderswo Offene Stellen sagt. Die Heberegister werden wohl auf den meisten Steuerzetteln für vollziehbar ober vollstreckbar erklärt, hier unb ba aber auch für „exekutorisch". | Proviantämter wünschen Wiesen-„Kreszenz" zu kaufen, unb wollen zur Beförberung ber Landwirtschaft „Probuzenten von Heu" bevorzugen. Produzenten von Heu! So weit also haben wir es schon gebracht, daß unsere Landwirte I das Heu selbst produzieren! Sie stehen damit den „Wein- I Produzenten" gleich, wie man neuerdings die Winzer zu be- I nennen pflegt. Wir meinen, diese Bezeichnung müsse sich I jeder ehrliche Winzer entschieden verbitten.
** Die Beamten und Angestellten der Post sind in ver- I schiedenen Städten mit dem neu eingeführten Sommerrock, I ber Litewka, versehen worden. Der Rock ist in Schnitt I und Farbe dem Sommerrock der Offiziere sehr ähnlich: leichtes, dunkelblaues Tuch mit einer Messingknopf Reche, I umgelegter Kragen mit roten Spiegeln, die in der Mitte I einen goldenen Streifen haben. Durch eine halbe Gurt I kann der Rock enger oder weiter gemacht werden, je uach- I bem es ber Träger bequem ober notwendig findet. In den I Kreisen der Postbeamten ist man mit der Litewka recht zu- I frieden. Die Röcke sind nach Maß angefertigt und fitzen I gut. Jedenfalls wird die Litewka im heißen Sommer leichter I unb bequemer fein als ber schwere, enge Rock mit aufrecht- I stehendem Kragen, unb bas ist eine Wohlthat, bie man allen I Beteiligten, ganz besonbers aber ben der Sonnenhitze so I viel ausgesetzten Briefträgern von Herzen gönnen wirb.
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Q Gruuberg, 17. April. Nach bem Geschäftsbericht bes Vvrschußvereins Grünberg pro 1898 hat bas Geschäft auch im abgelaufenen Jahre einen ganz bebeutenben Aufschwung genommen. Der Gesamtumsatz betrug 4 104,950 Mk., es bebeutet bies gegen bas Vorjahr em Mehr von runb 378,000 Mk. Der erzielte Reingewinn beläuft sich auf 12,778 Mk. Hiervon sollen nach bem Vorschlag bes Vorstanbes unb Aufsichtsrates 5V, Prozent Divi- benbe von 145,228 Mk. Stammguthaben an bie Mitglieder im Betrage von rund 8000 Mk. zur Auszahlung gelangen, und 4271 Mk. dem Reservefonds überwiesen werden. Letzterer wird dadurch von 19,085 Mk., bem seitherigen Staub, aus 23,326 Mk. erhöht. Die Zahl ber Mitglieber beträgt 1036. In Anbetracht bes gesteigerten Geschäftsverkehrs bewilligte bie letzte Generalversammlung ben brei Vorstanbsmitgliebern eine Gesamtzulage von 1000 Mk., sobaß an Verwaltungs- kosten 5109 zur Verausgabung gelangten.
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der Kranken parallel. Im letzten Monat hat bie Gesell- i - schäft bes Roten Kreuzes infolge der allerorten aufkommen- i ben Seuchen-Erkrankungen in der Beschaffung unb Absenbnng ' von Medizinalabteilungen eine verstärkte Thätigkeit entfalten 1 müssen. Diese Erkrankungen sind eine Folge des Nahrungs- i mangels unb weisen klar auf bie Unzulänglichkeit ber Hilfe I j hin, welche bis jetzt erwiesen worden ist. I '
Madrid, 17. April. Seit etwa vierzehn Tagen sind 1 wieder beunruhigende Gerüchte über Rüstungen unb | Zeltelungen der Karlisten verbreitet. Solche Ge- I 1 rüchte tauchen hier bekanntlich von Zeit zu Zeit auf, um I 1 gleich darauf wieder zu verschwinden, sodaß man kaum I mehr von ihnen Notiz nehmen kann. Diesmal aber scheiitt I ' die Sache ernster zu stehen. Die Regierung selbst, die sich I doch sonst so gut aufs Ableugnen der Thatsachen versteht, I ' giebt zu, daß in den letzten Wochen bie Anhänger des I I Thronforderers eine ungewohnte Thätigkeit entfalten, als I 1 hätten sie eine Erhebung vor. Das Wahlbündnis, das vor < kurzem Karlisten und Jntegristen (Rein-Katholiken) geschlossen I haben, scheint darauf hinzuweisen, daß alle reaktionären I Elemente des Laubes bie Ankunft bes Retters Don Carlos I für nahe bevorstehenb halten, benn sonst wollten bie ^nte- I gristen mit ben Karlisten nichts zu schaffen haben unb ließen pch burch bie Bischöfe leiten, bie roteber sich an bie be= stehenbe Dynastie anlehnten. Karlistische Agenten sind eifrig am Werke, bie noch immer unbezahlten Kolonial- I truppen für ihre Sache zu gewinnen. Es ist wirklich unerklärlich, wie bie Regierung biese Seite ber Frage über- I sehen kann. Trotz ihrer wieberholteu Versprechungen hat I sie ben Rapatriabos noch keinen Heller ausbezahlt, unb so haben benn viele, wie feftgefteöt würbe, Gelb von ben Kar- I listen angenommen. Wenn man bebenft, baß bie Zahl ber I heimgeschafften Truppen über 100,000 Mann beträgt, so I muß ber erwähnte Umftanb nicht belangslos erscheinen. | Der Sohn bes Prätenbenten, Don Jaime, ist noch immer I in Paris unb hält bort täglich Beratungen mit ben karlist- ischen Vorbermännern, wie Marquis Cerralbo, General I Cavera, Sangarren, Oyarzabal unb anberen, ab. Man I behauptet zwar, baß es ben Karlisten an ben nötigen Mitteln 1 gebricht, um eine Erhebung in großem Stil ins Werk setzen I zu können unb baß bie Stimmung ber Masse bes Volkes I ihnen nicht günstig ist, aber man scheint es boch als aus- I gemachte Sache anzusehen, baß binnen kurzem, vielleicht I noch vor Enbe bes laufenben Monats, bie Karlisten etwas I unternehmen werben, wie bie Regierung meint, lebiglich zu I dem Zwecke, um bie Verwenbung von erhaltenen Fonbs zu I rechtfertigen. Es verlautet aus zuverlässiger Quelle, ber ] karlistische Mabriber „Correo Espanol" sei in englischen Besitz übergegangen, vermutlich in ben des Lord Ashburn- I sham. Die dem karlistischen Aktionskomitee zugefloffenen I fünf Millionen sollen von einem englischen Bankierssyndikate I stammen, als dessen Vorstand Ashdurnsham genannt wird. I — Die Presse fordert die Regierung auf, die größte Wach- I samkeit zu üben und nötigenfalls rücksichtslos vorzugehen, | und zwar nicht mit geringen Streitkräften und kleinen Ko- I lonnen, die nichts auszurichten vermöchten, sondern von I vornherein mit dem Aufgebot aller Mittel, als ob der Auf- I stand schon in vollem Gange sei, da man nur so hoffen I könne, ihn im Keime zu ersticken. Im Kriegsministerium herrscht denn auch große Bewegung. Die Generalkapitäne I ber baskischen Provinzen, Aragoniens, Kataloniens unb Valencias sind nach Madrid gekommen, um persönlich die Berhaltungsbefehle des Generals Polavieja entgegenzunehmen. I Infolgedessen haben dieser Tage vielfache Truppenverschieb- I ungen stattgefunden. Auch bestätigt es sich, daß der Kreuzer I „Konte Venadito", der in Ferrol ausgelaufen ist, seinen I Kurs nach den baskischen Gewässern richtet, um diese zu I bewachen. — Kein Mensch scheint allerdings zu wissen, wo I der Spektakel losgehen wird. Vor einigen Tagen hieß es, I aus Andalusien und aus dem Baskenlanbe seien besonbers I deunruhigenbe Berichte hier eingelaufen, nun aber scheinen I Navarra unb Valencia bie bebrohtesten Punkte zu sein. I Dhatsache ist, baß es überall gärt, unb die Regierung wird ihre liebe Not haben, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Tägl. Rundschau.
Lokales und UrsvinMes.
Gießen, ben 18. April 1899.
*‘ Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit ber Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 22. Februar ' bem Bürgermeister Peter Tilger zu Weiher bas silberne Kreuz des Verbieustorbens Philipps bes Großmütigen, am 28. März bem Polizeibiener Heinrich Seebold II. in Erfelden das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen.
•* Ernennung. Seine König!. Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 15. März den Bauaufseher-Aspiranten August Neumann aus Darmstadt zum Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Dieburg mit Wirkung vom 1. Mai d. I. ab zu ernennen.
•• Ordens Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 16. April dem Kammermusiker i. P. Joseph Becker das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.
*♦ Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnete«.
Aus der Zeit für die Zeil.
Vor 17 Jahren, am 19. April 1882, starb zu 'Dor. (Kent) ber Naturforscher Charles Darwin. Seine The»r hübet bie Richtschnur unb bas leitenbe Prinzip aller neue7 Forschungen über bie Entwickelung bes organischen Leif auf ber Erbe. In seinem Werke „lieber bie Entstehung k Arten" hat er ben Nachweis unternommen, wie sich die i- endliche Mannigfaltigkeit ber Tier- unb Pflanzenformen um.: bem Einfluß bes „Kampfes ums Dasein" vermittels „Zat wähl" unb „Vererbungskraft" aus wenigen Urtypen e völlig naturgemäßem unb notmenbigem Wege herausgetü!- hat. Er würbe am 12. Februar 1809 zu Shrewsbn geboren. _____________________
60. Mittelrheirrischer Kreis Turula- zu
Offenbach a. M. am 16* April 1899,
Nachbem ber, burch Neubesetzung einiger Gauvertrcc stellen in seinem Bestaub etwas aufgefrischte Kreis-Ausl>i in sechsstünbiger Sitzung am Abend des 15. April 1 Jahres-Sitzung gehalten hatte, wobei u. a. nach dem 1 trag des Wiesbadener Fest-Ausschusses das heurige An.- Turnfest auf die Zeit vom 13. bis 16. August, der jf beitrag aber gegen diesen Antrag auf die seitherige fr- von 2 Mark festgesetzt wurde, auch eine Unterstützung^. Turnhallebau an den Turnverein St. Wendel bei Er brücken bewilligt worden war, fand gestern von vormiü- 10 Uhr ab (wie die Ausschuß-Sitzung im Hause des Ei Vereins Offenbach) der 60. Kreis-Turntag statt, wt». biesmal von bem fteöoertretenben Kreisvertreter, U- mspektor Schmuck-Darmstabt, geleitet wurde M 180 Vereinen mit 287 Abgeordneten beschickt war; außer. waren 24 Ausschuß-Mitglieder und 10 Gauturnwarle^ i ganzen also 321 Stimmberechtigte anwesend, eine Zayl,u bis jetzt auf keinem Kreis-Turntag erreicht worden Eingeleitet wurden die Verhandlungen durch c,ncn / ber zahlreichen und gut geschulten Sängernege bei L bacher Turnvereins, sodann wurden zunächst die r $ ungen im Bestand des Kreises während deS " bekannt gemacht, wonach 59 Vereine neu 19 Vereine ausgeschieden sind und der ^eis n• 1899 614 Vereine stark ist. Im Anschluß ty™*
I Kreisvertreter Rothermel - Darmstadt den 9 welchen wir demnächst einer besonderen Bett q würdigen gedenken^ Für heute sei aus demsUben daß die turnerische Leistungsfähigkeit des Kreq s deutschen Turnfest zu Hamburg sich im besten
I hat, was durch sehr ehrenvolle Beurteilung der . I riegen, zahlreiche Siege (V? aller <5lC9”)ttfvicleui *4 turnen, den Sonderübungen und den Wet'p Ausdruck fand, daß die Finanzen des ^retf t, ..
I Ordnung befinden, indem die Kreiskaffe cm 1243 Mk. 12 Pfg., die Unterstützungskaffe em n tion 1755 Mk. 98 Psg. hat, daß endlich d-r Krns 60,879 Mitglieder zählt, von welchen 2Z,6dl> an I Übungen teilnehmen. Sreisturnwart He'dE und Geschäftsführer Thi-rols-D-rmstad. b-nch'-^^ sonderen über den Turnbetrieb und die «ass
U-ber di- Wahl des F°st°r.-s für das nn ,
zu feiernde 25. Kreis-Turnfest and ett> gr°ß-r- 1
I statt. Die Koblenzer Turnerschast bewarb st-? Z Fest, um dadurch der Westhalste des «r J I Anregung und einen nahen Festort z ' gagjiri I gemeinde Worms machte ältere Rechte un 3
des „Wonnegaues" nach einem Kreisfes 6 .' 3 I
vereine zu Offenbach stellten sich au den h'stor sch A I punkt unb beanspruchten das «Jubelfest ,


