Ausgabe 
18.11.1899 Zweites Blatt
 
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Der Hofbericht meldet: Auf der Reise des Kaisers und der Kaiserin sowie der Prinzen August Wilhelm und Oskar nach England werden sich befinden: im Gefolge I. Maj. der Kaiserin Hofdame Fräulein v. Gers- dorff, Hofdame Gräfin zu Stolberg Wernigerode, Kammer­herr Vice Oberzeremonienmeister Baron v. d. Knesebeck; im Gefolge des Kaisers Ober Hof- und Hausmarschall Graf A. zu Eulenburg, Kommandant des Hauptquartiers, General- adjutant, General d. Inf. v. Plessen, der Chef des Marine- kabinets, Admiral ä la suite, Contreadmiral Frhr. v. Senden- Bibran, General ä la suite Generalmajor v. Scholl, Flügel- adjutant Oberstleutnant v. Pritzelwitz, Leibarzt Oberstabs­arzt Dr. Jlberg; ferner der Gouverneur der Prinzen Flügel­adjutant Kapitänleutnant Graf v. Platen-Hallermund. An Bord der kaiserlichen Jacht machen außerdem die Reise mit Staatssekretär Staatsminister Graf v. Bülow, Geheimer Legationsrat Klehmet, sowie Prinz Albert zu Schleswig- Holstein.

Bei dem Finanzminister v. Miquel fand gestern abend ein parlamentarischesDiner statt, zu dem eine Reihe von Abgeordneten geladen waren.

Der nationalliberale Antrag zur Zuchthaus- Vorlage gelangte heute im Reichstage zur Verteilung. Er entspricht derNational Ztg." zufolge den bekannten Gesichtspunkten für die Wahrung des Koalitionsrechtes und die Bekämpfung des Koalitionszwanges.

DerReichs Anzeiger" veröffentlicht die Ernennung des bisherigen Direktors im Reichs-Schatzamt, Dr. von Körner zum Direktor im Auswärtigem Amte und des württembergischen Ministerial-Direktors von Fischer zum Direktor im Reichs-Schatzamt.

Der englische Botschafter am hiesigen Hofe, wird während der Anwesenheit des deutschen Kaisers in England sich in London aufhalten.

Ein polnisches Blatt läßt sich von seinem römischen Korrespondenten die Nachricht übermitteln, daß die Er­richtung einer päpstlichen Nuntiatur in Berlin beschlossene Sache sei. Diese Meldung entbehrt aber nach den Informationen der Post noch genau so jeder Be­gründung, wie damals, als derGaulois" sie zuerst in die Oeffentlichkeit lanzierte.

Der Allgemeine Schulverein zur Er­haltung des Deutschtums im Ausland erläßt wieder einen Aufruf, der unter den gegenwärtigen Umständen be­sondere Beachtung verdient. Bezüglich der schwer bedrängten Deutschen in Oesterreich heißt es in dem Aufruf:Jeder Deutsche ist verpflichtet, sittlich vor seinem Gewissen und vor dem Urteil der Geschichte, nach Kräften Beistand zu leisten. Dieser Beistand kann nur bestehen in Geldbeiträgen zur Erhaltung der deutschen Schulen, der deutschen Sprache, der deutschen Volkssitte in der Ostmark; ja, schon die Selbst- erhaltung drängt die Deutschen im Reich hierzu; ein slavisch gewordenes Oesterreich ist kein Verbündeter, ist ein gefähr­licher Nachbar, ein Feind." Welcher Art Arbeit der Verein leistet, ergiebt sich aus der Abrechnung, wonach u. a. für die Erhaltung und Neugründung deutscher Schulen und Kindergärten in Oesterreich im letzten Berichtsjahr 65000 Mark ausgegeben worden sind, gegen 50000 Mark im Jahre 1891. Zur Aufbringung dieser Kosten tragen in Bayern 3000 Mitgliedern in 27 Ortsgruppen bei eine stattliche Zahl, die aber doch weit hinter dem zurückbleibt, was das viel kleinere Sachsen leistet. Die Berliner Ge­schäftsstelle des Schulvereins ist in der Wichmannstraße 2a; der Jahresbeitrag beträgt mindestens 3 Mark, die lebens­längliche Mitgliedschaft wird durch einmalige Zahlung von 60 Mark erworben.

Wilhelmshaven, 16. November. Der Großherzog von Oldenburg spendete hundert Mark für die verwundeten Buren.

Breslau, 16 November. Der Kaiser belehnte als Nachfolger des verstorbenen Herzogs Ludwig vonSagan den in Paris lebenden Prinzen Boson mit dem Herzogtum Sagan. Lehensvormund für den erkrankten Herzog Boson bleibt Graf Kanitz. Für die Allodialverwaltung in Frank­reich ist ein Vertreter bestellt. Die Verwaltungsgeschäfte des Herzogtums leitet Kammerdirektor Fincke.

Karlsruhe, 16. November. Der Ausfall der heute stattgehabten Abgeordneten-Wahlen zum Landtage entspricht dem Ausfall der Wahlmännerwahlen. In dem als zweifelhaft bezeichneten Bezirk Lahr-Land wurde Pro­fessor Heimburger (Dem.), in Karlsruhe Land von Stock­horner (kons.) und in Eppingen Bürgermeister Burkhardt (Bund der Landw.) gewählt. Der Landtag wird am 23. November einberufen. Zum Präsidenten der ersten Kammer wurde wiederum Prinz Karl von Baden ernannt.

Leipzig, 16. November. Der Schriftsteller Dr. Moritz Busch, bekannt durch seine frühere Thätigkeit im Auswärtigen Amte und seine persönlichen Beziehungen zum Fürsten Bismarck, ist heute vormittag im 79. Lebensjahre hier gestorben. (Der streitbare Mann, der noch in seinen alten Tagen es verstand, das Interesse der Welt in hohem Grade durch seine Publikationen zu erregen, ist zum ewigen Frieden eingegangen. Mit dem alten Schildknappen des großen Kanzlers wird nicht nur eine originelle Persönlich­keit, sondern auch ein lebendes Memoirenwerk aus großer Zeit begraben. Obwohl mehrere Schlaganfälle Moritz Busch betroffen hatten, wehrte sich seine kräftige Natur gegen das körperliche Gebrechen, und sein Gedächtnis blieb so frisch, wie in seinen besten Tagen. Wem der kleine Mann mit dem energischen Gesicht sein Vertrauen schenkte, der erfuhr von ihm noch viele interessante Dinge über den großen Kanzler und seine Zeit, die nicht in Buschs Büchern stehen. Es waren dies meist Mitteilungen, die überhaupt nicht zu drucken waren. Wehe den Ungetreuen, die, als Bismarck nicht mehr der Allmächtige war, von ihm abfielen! Für sie hatte Busch nicht nur die kräftigsten Worte des Hasses und der Verachtung, sondern, was bitterer war, die beißendsten Bemerkungen tätlicher Satire. Drei Bücher über den großen

Kanzler haben, den Namen Moritz Busch, wenn auch von der Parteien Haß und Gunst verwirrt, in der Geschichte der Bw- graphieen bedeutsam gemacht. Ob Busch in seinen Aufzeich­nungen von Aeußerungen Bismarcks, den er aufrichtig verehrte, Indiskretionen begangen, ob ihn der Vorwurf derTakt- losigkeit trifft, das läßt sich augenblicklich nicht erörtern. Angesichts des Toten mögen solche Vorwürfe schweigen, ander­seits aber steht unsere Zeit noch zu sehr im Zeichen Bismarcks, als daß eine objektiv geschichtliche Würdigung der litterarb schen Porträtierung des unsterblichen Kanzlers möglich wäre).

Males und Vrovinfielles.

Gießen, den 17. November.

** Gefchichtskalender. (Nachdruck verboten.) Vor 72 Jahren, am 18. Nooemlxr 1827, starb in seiner Vaterstadt Stuttgart der Dichter Wilhelm Hauff. In seinen Märchen und Novellen offenbarte er ein treffliches Erzählertalent. Seine zwei Lieder: Morgenrot" undSteh' ich in finstrer Mitternacht" find zu Volks liebem geworden. Hauff wurde am 29. November 1802 in Stutt­gart geboren. _____________

** Frühling mitten im Winter? Wer uns den Früh­ling zu zaubern vermöchte, wenn der Blick durch die Lücken gefrorener Fensterscheiben über das weiße Dächermeer der Stadt oder über verschneite Fluren, Felder, Wald- und Berggelände schweift! Und doch vermögen wir uns den Frühling zu zaubern, nicht draußen in der Natur, sondern in unserem trauten Heim. Wer es liebt, neben dem strahlenden Tannenbaume am Weihnachtsabend frisches Frühlingsgrün auf dem Weihnachtstische zu sehen, der treffe jetzt im November dazu Vorbereitung. Er gehe hinaus in die freie Natur und schaue sich aufmerksam um. Die Zweige des Flieders tragen bereits die Knospen, an den Kirschbäumen quellen schon dicke Augen hervor. Die Kastanien sind von neuem mit ihren klebrigen Sprossen bedeckt, auch die Weiden und Haselnußsträucher tragen sicht­bare Zeichen des neuen Lebens, obwohl der Winter noch garnicht begonnen hat. Von allen diesen Gewächsen, und noch von einigen anderen, die gerade hoffnungsvoll er­scheinen, schneide man junge Triebe ab, setzte sie zu Hause im erwärmten Raume in lauwarmes Wasser, besprenge sie täglich, und bald wird man daran seine helle Freude haben. Es fängt an zu grünen und zu sprossen, daß es eine wahre Lust ist. Hellgrüne, zarte Blättchen, wohl auch gar Blüten und weiche Kätzchen werden bald in wunderbarer Weise hervorgezaubert erscheinen, und in diesen kurzen Tagen den Trost auf das Wiedererwachen des Frühlings lebendig er­halten. Und sollten die Zweige zur Weihnachtszeit noch nicht grünen, dann erfreuen sie sicherlich im Jannar, und erwecken die Hoffnungen auf die Maienzeit gerade in den Tagen, da der Winter mit seinen Schneestürmen und hartem Frost am unerbittlichsten sein Szepter schwingt!

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() Vom Laude, 16. November. Immer noch werden weitere Gehöfte und Gemarkungen wegen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche gesperrt. In manchen Ortschaften sind sämtliche Stallungen bis auf wenige Aus­nahmen verseucht. Auf dem Lande wird jetzt mit den Hausschlachtungen begonnen. Die Preise der fetten Schweine sind sehr niedrig; die Metzger zahlen nur50Pfg. für das Pfund Schlachtgewicht, der Ladenpreis beträgt jedoch nach wie vor 64 Pfg. Unter diesen Umstände ziehen es viele Landwirte vor, ihre fetten Schweine selbst zu schlachten, anstatt so billig abzusetzen und das Fleisch wieder teuer ein­zukaufen. In den Haushaltungen ist jetzt, umMar­tini", der Gansbraten eine sehr beliebte Speise. Die fetten Gänse werden zu 60 Pfg. das Pfund verkauft.

x Grüuberg, 16. November. Der Besuch des heute hier stattgehabten sogen, kleinen Gallusmarktes war durch das Verbot, des damit in der Regel verbundenen Viehmarktes stark beeinträchtigt. Der Krammarkt, welcher nach altem Brauche auf dem Marktplatz inmitten der Stadt abgehalten wurde, war mit Verkaufsständen ziemlich gut besetzt. Um die Mittagszeit war auch der Verkehr recht lebhaft, aber mit dem an früheren Märkten nicht zu ver­gleichen. Es zeigte sich heute wieder recht deutlich, daß so­wohl die Landwirte, als auch die Geschäftsleute durch die unter dem Vieh herrschende Maul- und Klauenseuche be­nachteiligt sind. Der Bauer kann kein Stück Vieh absetzen, und muß infolgedessen manche Anschaffung auf günstigere Zeit verschieben.

-f- Grüuberg, 16. November. Anläßlich des bevor­stehenden Geburtstages Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin wird im Gast­hofZum Hirsch" hier ein Festessen veranstaltet werden, bei welchem der Musikverein konzertieren wird.

r. Echzell, 15. November. In der Nacht vom SamStag auf den Sonntag waren zwei fremde Hunde in eine in den Hürden lagernde Schafherde eingedrungen, haben ungefähr 30 Stück schauderhaft zerrissen, die übrige Herde wurde zersprengt, einige Schafe gerieten in die Horloff und ertranken. Der Schäfer, ein alter, sehr schwerhöriger Mann, soll dieses erst gemerkt haben, als die That vollbracht war. Die Schafe sollen einem Herrn von Villingen gehören.

A Langstadt (bei Babenhausen), 16. Nov. (Groß­feuer.) In unserer Gemeinde wütete während verwichener Nacht ein furchtbares Schadenfeuer, welches das ganze Anwesen des Johannes Weidel, sowie die Scheunen und Stallungen des Nathan Oestreich und des Landwirts Lick total einäscherte. Zu den Brandbeschädigten zählt überdies der bei Weidel in Miete wohnende Jakob Trippel, dessen Hausrat ein Raub der Flammen wurde. Die Feuerwehren aus Babenhausen, Kleestadt und Schlierbach arbeiteten mit der hiesigen Wehr eifrig an der Dämpfung des gewaltigen Feuermeeres. Die Entstehungsursache des Brandes ist bis zur Stunde noch unaufgeklärt. Der erwachsene Brand« schaden ist sehr beträchtlich, wenn auch durch Versicherungen meist gedeckt.

Mainz, 15. November. Gutenbergfeier 1900 in

Mainz. Der Finanz-Ausschuß trat gestern nachmittag 5 Uhr im Stadthause zu seiner ersten Sitzung zusammen. Herr Oberbürgermeister Dr. Gaßner eröffnete die Sitzung und machte die Kommission mit dem Resultat der seitherigen Vorarbeiten bekannt. Die Feier werde durch ein Oratorium derLiedertafel" eingeleitet werden, die am Samstag, dem 24. Juni durch ein besonderes Konzert ihr Schärflein zu der vaterstädtischen Feier beitragen will. Das übrige Pro­gramm wie bekannt. Der Ausschuß konstituierte sich hierauf wie folgt: Vorsitzender Herr Stadtv. M. M. Mayer, Stellvertreter Herr Stadtv. Thomas Falk, Schriftführer Herr Finanzsekretär Walther. Herr Oberbibliothekar Prof. Dr. Velke berichtet nunmehr über die projektierte Gründung des Gutenberg-Museums. In Mainz soll darnach ein Mittelpunkt für die Gutenberg-Forschung ge­bildet werden, der für alle Welt nutzenbringend sein wird. Die Kosten für das Museum sollen aus allgemeinen Bei­trägen bestritten werden, und es sind bereits freiwillige Beiträge von mehreren Seiten angeboten worden. Gleich­zeitig soll auch die Gründung einer Gutenberg- Gesellschaft mit dem Sitze in Mainz, etwa nach dem Vorbild der Goethe-Gesellschaft, ins Auge gefaßt werden, die sich die Leitung und Förderung des GutenbergmuseumS besonders angelegen sein läßt. Herr Stadtv. Dr. Rau- tert erstattete sodann Bericht über das Wesen der geplanten Gutenberg-Ausstellung und über die bezüglichen Vorarbeiten des Ausstellungs-Ausschusses. Im Anschluß an dieses Referat berichtete Herr Prof. Dr. Velte über die historische Ausstellung, welche ausgewählle Druckwerke von der Urstufe der Druckkunst bis auf die Vollendung der graphischen Künste in der Gegenwart darbieten soll. Es würde ein reiches Material, wie es in dieser Weise noch nie beisammen war, hier zur Ausstellung kommen. Diese Ausstellung werde zweifellos in ganz hervorragender Weise beschickt werden. Nunmehr übernahm Herr Stadtv. M. M. Mayer den Vorsitz mit einer kurzen Ansprache, in der er hervorhob, daß er sich wohl bewußt sei, daß beim Finanzausschuß viel Arbeit und wenig Dank zu erwarten sei. Er wolle aber mit Freuden seine Kraft in den Dienst des vaterstädtischen Festes stellen und bitte um allseitige Unterstützung. ES wurden schließlich noch zwei Unterausschüffe gewählt, da der Finanzausschuß überall dort vertreten sein soll, wo eS sich um Beschaffung größerer Mittel handelt. (M. A.)

Mombach, 16. November. Ein hiesiger 11 jähriger Volksschüler, Sohn eines Fabrikarbeiters, wird seit acht Tagen vermißt. Die Eltern sind der Meinung, daß der Junge sich in den Nachbarorten herumtreibt.

Frankfurt a. M., 16. November. In einem in der Nähe des Dorfes Lutterbach gelegenen Walde kam es zwischen neun Jagdhütern und mehreren Wilddieben zum Kampfe, wobei drei der letzteren tätlich verletzt wurden.

Cassel, 15. November. Ein Fall von Vergiftung durch ausströmendes Gas, dem um ein Haar drei Menschen­leben zum Opfer gefallen wären, hat sich vergangene Nacht im Stadtteil Wehlheiden ereignet. Drei Knechte des Herrn Ackermanns Kersten begaben sich gestern abend, wie gewöh- lich, gegen 9 Uhr in ihren an den Pferdestall angrenzenden Schlafstellen zu Bett. Für gewöhnlich liegt einem der Knechte morgens früh 4 Uhr das Wecken ob, d. h. derselbe muß sowohl die Bewohner des Wohnhauses, als auch das übrige Gesinde wachklopfen. Heute früh unterblieb indessen dieses Wecken, doch wachten die Bewohner des Wohngebäudes gewohnheitsmäßig gegen viertel nach 4 Uhr von selbst auf und begaben sich nach dem Pferdestalle, um den, wie sie glaubten, verschlafenen Knecht aus den Federn zu scheuchen. Bei Oeffnen der Thür des Pferdestalles, den man beim Betreten der Schlafstellen betreten muß, quoll ihnen ein intensiver Gasgeruch entgegen. In den Schlafräumen an­gelangt, fand man die drei Knechte anscheinend leblos im Bette, bezw. auf dem Fußboden liegend. Wahrscheinlich hatte der auf dem Fußboden Aufgefundene den Versuch ge­macht, sich zu retten, was ihm infolge der zunehmenden Betäubung nicht gelang. Herr Kersten ließ die Knechte so­fort nach dem Gesindezimmer tragen, wo man Wiederbe­lebungsversuche mit ihnen anstellte. Der herbeigerufene Arzt, Herr Dr. med. Weber ordnete die sofortige Uebcr- führung nach dem Roten Kreuz-Hospitale an, woselbst sie noch jetzt zu Bette liegen. Bei Zweien von ihnen waren die Wiederbelebungsversuche von Erfolg, der Zustand des Dritten soll nach Ansicht der Aerzte hoffnungslos sein.

Cassel, 15. November. Die Maschinenfabrik von Hen­schel u. Sohn hier wird, wie wir hören, die nächstjährige Pariser Weltausstellung mit zwei Lokomotiven be­schicken, von denen die eine eine vierachsige Tender-Loco- motive mit vorderer und hinterer Laufachse von etwa 53,000 Kilogramm Dienstgewicht, die andere ebenfalls eine Tender-Lokomotive, und zwar Curven-Lokomotive, mit fünf gekuppelten Achsen von etwa 72,000 Kilogramm Dienst­gewicht ist.

Köln, 16. November. Gestern nachmittag um 3 Uhr fand auf dem Frankenwerft die Verlegung der ersten Schienen für die elektrischen Bahnen statt.

Gerichtssaal.

nn. Darmstadt, 16. November. Vor der hiesigen Strafkammer II des Landgerichts Darmstadt wurde heute gegen sechs R o w d l e s aller­schlimmster Sorte verhandelt, denen es aber, Dank der gegen sie er­kannten Strafe für die Folge vergehen dürfte, harmlose Radfahrer auf der Straße anzufallen und zu mißhandeln. Dre Anklage richtet sich gegen die Fabrikarbeiter Friede. Spieß aus Groß-Bockenheim, Joh. Steinmann, August Haß, Georg Dapper, Phil. Dapper und AlbertKanis sämtlich in Worms. Im Mai d. I. an einem Samstag unternahmen dieselben einen Nachtausflug nach Robstadt und Hofheim, um daselbst eineMai­kur" zu machen. Schon auf dem Marktplatz zu Worms zog Spieß das Meffer und stellte von seiner Seite etwas in Aussicht. Beim Passieren der Schiffbrücke nach Worms boten sie dem Brückengelderheber statt Geld einen Buckel voll Schläge an und nannten denselben einen alten Schnapslump. Aus der Chaussee nach Hofheim kamen ihnen zwei Rad

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