| als „Duval" in „Madame Bonivard" und als „Reif-Reiflingen in „Krieg im Frieden".
*• Der Sprechverkehr zwischen Gießen und Montabaur ist , । am 14. Oktober eröffnet.
; I * Der Sprechverkehr zwischen Gießen und Eschwege sowie , I Großalmerode wird am 16. Oktober eröffnet.
: I **L. Evangelischer Arbeiterverein: Ein sehr genußreicher ■ I ^bend wurde vergangenen Sonntag den Mitgliedern des 1 Evang. Arbeitervereins geboten durch den höchst interessanten I Vortrag des Herrn Pfarrer Haacke aus Steinbach, der über I den Lübecker Dichter Emanuel v. Geibel sprach. Der Referent war umsomehr mit des letzteren Thätigkeit ver- I kraut und konnte um so genauer über des Dichters Frucht- I barkeit berichten, als er früher des öfteren das Glück hatte, jenen in seinem Elternhause begrüßen zu können. Chronologisch I fortschreitend, führte Herr Pfarrer Haacke den Werde- und I Entwickelungsgang jenes Dichters, der nach Form und Jn- I halt einer der ersten Lyriker seiner Zeit war, vor. Tiefe I Religiosität und Sehnsucht nach Herstellung des Deutschen I Reiches kommt in GeibelS Gedichten zum Ausdruck; er kann die Zukunft des deutschen Volkes, für dessen Ehre, I Freiheit und Einheit sein Herz erglüht, sich nicht gesegnet I denken ohne den frommen Glauben der Väter. Mit Recht verwies der Redner auf das warme Gefühl und die strenge I Form Geibels, die ihn in scharfen Gegensatz treten lassen I zu dem frivolen Kokettieren mit verlogenen Empsindungen I der Heineschen Schule. Dem Napoleonkultus, dem inter- I nationalen Liberalismus tritt er als vaterländischer Dichter I entschieden entgegen. Mit Freuden begrüßt er die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches im Jahre 1871 und er
I widmet dem deutsch-französischen Kriege seine Heroldsrufe. Welche Begeisterung spricht nicht aus dem allbekannten
I Liede: „Nun laßt die Glocken von Turm zu Turm durchs Land frohlocken im Jubelsturm!" Einige Perlen von Geibels Gedichten trug Herr Pfarrer Haacke in formvollendeter, be-
I geisternder und fesselnder Rezitation vor; hierfür sowie für I den von großer Sachkenntnis und gründlichem Studium zeugenden Vortrag erntete der Referent den Beifall der Ver-
I sammlung sowie den Dank des Vorsitzenden.
I . ** Verschiedenes. Eine von der Handelskammer in Friedberg einberufene Versammlung beschloß die Gründung einer kaufmännischen Fortbildungsschule
I in Friedberg. In das Schulkuratorium wurden die Herren W. Fertsch, H. Bindewald, H. Langsdorf, F. Damm und W. Haller gewählt. Aus der Mitte der Versammlung
I wurde die Frage angeregt, ob nur Kaufmannslehrlinge zum Besuch der Schule befugt sein sollen, oder ob das auch andern Lehrlingen gestattet sein soll. Man war überwiegend der Meinung, daß dies von dem Schulkuratorium von Fall zu Fall zu entscheiden sein soll. — Bei Usingen wurde am Samstag ein 20 Jahre alter Bäckerkutscher dadurch, daß das von ihm geführte Fuhrwerk von einem von Homburg kommenden Eisenbahnzuge angerannt wurde, aus dem Wagen geschleudert und sofort getötet. Wie verlautet, soll der junge Mann geschlafen haben, als das Fuhrwerk die Bahnüberfahrt passierte. — Der frühere Wirt des Hotels
| zum „Deutschen Haus" in Alsfeld C. A. Bayer, über dessen Vermögen vor einiger Zeit der Konkurs eröffnet wurde und welcher wegen Verdachts des betrügerischen Bankerotts in gerichtlicher Verfolgung stand, wurde in Belgien verhaftet. — Auf der Jubiläums-Provin- zial-Gewerbeausstellung in Groß-Umstadt sind an 44 Aussteller Preismedaillen mit Begleitschreiben und an 64 Anerkennungs-Diplome verliehen worden, während 74 lobende Erwähnung erhielten. Außer Wettbewerb waren 32 Firmen, auf Prämiierung verzichteten 3, in 7 Fällen machte die Kommission von dem ihr zustehenden Rechte der Ablehnung der Beurteilung Gebrauch. — Der in den sechziger Jahren stehende Holzhändler Konrad Maage aus Breitenbach, kam am Samstag mit dem Zuge, abends um 6 Uhr 53 Min. auf Station Katzenfurt an. In der Meinung, er sei bereits in Ehringshausen, seinem Reiseziel, angelangt, stieg er hier aus. Er wurde jedoch alsbald seinen Irrtum gewahr und versuchte nun, in den bereits in Bewegung befindlichen Zug wieder einzusteigen. Hierbei geriet der Mann unter die Räder, welche seinen Körper zermalmten. Er war augenblicklich tot.
Wetzlar, 15. Oktober. Im „Schützengarten" tagte heute Vormittag unter dem Vorsitze des Liederkranzes Dillenburg der Sängertag des Lahnthalsängerbundes. Unter anderem wurde dortselbst dem Präsidenten des Bauer- schen Gesangvereins-Gießen, Herrn L. Friedrich, sowie dem Mitgliede der Liedertafel Marburg, Herrn F. Winter- stein, ein Diplom zuerkannt. Ferner sollen zur Hebung des Gesanges die Leistungen der Bundesvereine auf den Sängerfesten seitens der Dirigenten unter Hinzuziehung der Vereinsvorsitzcnden einer Besprechung unterzogen und das Ergebnis oesselben den einzelnen Vereinen schriftlich mit« geteilt werden.
Cassel, 15. Oktober. Ein Ehrengeschenk für den ehemaligen Oberpräsidenten' der Provinz Hessen-Nassau, Exzellenz Magdeburg, wird von den Staatsbeamten der Provinz Heffen-Naffau — insbesondere den Mitgliedern des Oberpräsidiums, der Regierungen, der Konsistorien, des Provinzialschulkollcgiums, des Medizinalkollegiums, der Bezirksausschüsse und de» Landräten der Provinz — gestiftet. Dasselbe ist von einer Hanauer Silberwarenfabrik fertiggestellt und zeigt in dreigliedrigem Aufbau (in schlank aufstrebender Denkmalsform von 1 Meter Höhe) auf einem Sockel von rotem Nassauer Marmor die allegorischen Figuren des rebenumzogenen Rheines und der Fulda, während sich in beider Mitte die stolze Figur der Germania befindet. Der obere Teil, der aus einer Säule von gleichem Marmor gebildet wird, trägt die Figur des keulenbewehrten Herkules, eine Nachbildung der Koloffalfigur zu Wilhelmshöhe. In vortrefflicher Weise verkörpern Rhein und Germania einerseits Nassau, sowie
Deutsches Keich.
Berlin, 17. Oktober. Der Kaiser fährt nicht nach England! Wohl fehlt dieser Nachricht noch die amtliche Bestätigung; aber sie tritt so bestimmt auf und so gleichmäßig in den Blättern aller politischen Parteien, daß man geneigt ist, sie schon deshalb für wahr zu halten. Vor allem aber entspricht die Kunde so sehr dem tiefsten Empfinden des Volkes, daß sie freudigen Herzens allüberall in deutschen Landen begrüßt wird. Die Reise unterbleibt, „da daraus Schlüsse auf die Haltung Deutschlands in dem bevorstehenden südafrikanischen Kriege gezogen werden' könnten, die sich mit den Anschauungen des Kaisers nicht decken würden". Das sind gewichtige Worte, sie zeigen: unser Kaiser ist aus demselben Holz geschnitzt, wie andere deutsche Männer; er fühlt im Herzen ebenso wie wir, er empfindet ebenso schmerzlich die empörende Unbill, die dem stammverwandten Burenvolk angethan ist, wie wir es thun. Des Kaisers Gesinnung ist heute noch dieselbe, wie die im Januar 1897 in dem Telegramm an den Präsidenten Krüger ausgedrückte. Ist doch auch im Grunde genommen der jetzige Krieg Englands gegen Transvaal gerade so verwerflich, wie das Unternehmen Jamesons damals. Dort ein Raubzug von beutegierigen Freischärlern, hier ein Raubzug regulärer Truppen, veranlaßt durch Staatsmänner, die ihre Goldgier im Börsenspiel nichts weniger als harmlos zu stillen trachten. Darum Dank dem Kaiser für die Bethätigung echt deutscher Gesinnung.
— Im neuen Palais fand gestern abend beim Kaiserpaar ein Diner statt, zu welchem u. a. der König und Prinz Nikolaus von Griechenland, Staatssekretär Graf Bülow und Oberpräsident von Bethmann Hollweg sowie der griechische Gesandte geladen waren. Heute vormittag hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Civil-Kabinetts von Lucanus und Marine-Vorträge.
— Reichskanzler Fürst Hohenlohe wird 14 Tage in Baden-Baden verweilen. Nach dieser, seiner Erholung gewidmeten Zeit reist der Fürst nach dem Stammsitze, dem Schloß Schillingsfürst, wo auch die Mitglieder der Familie zu kurzem Aufenthalt eintreffen werden.
— Der Kommandant des Regiments Garde du Korps, I Graf Hohenau wird sich am 2. November nach Spanien I begeben, um dem König von Spanien int Auftrage des I Kaisers den Schwarzer Adlerorden zu überreichen.
— Das „Berliner Tageblatt" erhält aus London von I angeblich diplomatischer Seite Mitteilung über den Zweck des Besuches des russischen Ministers des Aus- I wärtigen Grafen Murawiew in Paris. Darnach sollen die Beratungen Delcasses und Murawiews darauf gerichtet sein, auf welche Weise man etwaige Schwierigkeiten Englands in Südafrika in gemeinsamen Interessen dieser I beiden Alliierten ausnutzen könnte.
ßonbon, 16. Okober. „Daily Telegraph" wird aus Pietermaritzburg gemeldet: Der Vorstoß der Buren nach Actonhomes bei Ladysmith und deren Rückzug bezweckte, die Truppen des Generals White in die Drakenburg- Pässe hineinzuziehen, während Kolonnen der Buren von Norden und Osten Dundee und Ladysmith angreifen sollten. Diese Lift ist mißlungen. Indessen soll General White über 15,000 Mann Truppen in Ladysmith verfügen. In Glencoe verlautet, General Joubert bereite eine Defensiv- ftellung in Laingsnek vor.
London, 16. Oktober. Nach einer Meldung der „Daily Mail" ist New-Castle gestern abend um 5 Uhr von Buren besetzt worden.
Dundee, 16. Oktober. Gestern besetzten die Buren unter Viljoen und Oberst Schiel New-Castle, hißten die Transvaalflagge und ruckten auf Ladysmith vor.
Ksiultes und Vrovürsteües.
Hießen, den 17. Oktober 1899.
** GefchichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Dor 86 Jahren, I A" Oktober 1813, fiel die Entscheidung in der dreitägigen I Völkerschlacht bet Leipzig. Dieser AuSgang war datz Grab I des französischen Kaiserreichs. Noch einem unermeßlichen Menschen- I 021111« verließ Napoleon au 19. Oktober die Stadt Leipzig, die so- I lir! ÜOn den Verbündeten erstürmt wurde. Den Völkern aber batte I diese Entscheidungsschlacht den guten Glauben an die eigene Kraft I wiedergegeben.
I ** Das Ballkleid wird nun wieder eine der ernstesten I Fragen der Damen, doch viel ernster oft für den Mann. I Viel wird geklagt über die teueren Kleider in unserer modernen, anspruchsvollen Zeit. Allein früher ist die I Kleidersucht der Damenwelt nicht minder schlimm, vielleicht noch schlimmer gewesen wie jetzt. Man stellte sogar Kleidcr- ordnungen auf, und diese beweisen dies unwiderleglich.
I Man beachte z B., daß die sächsischen Landesherren, Kurfürst Ernst und Herzog Albert im Jahre 1482 verordneten, I daß keine Dame von gewöhnlichem Adel eine über zwei Ellen lange Schleppe am Kleide, keinen über eine Elle langen Zipfel an der Rückseite der Aermel, kein Kleid über 150 Gulden an Wert tragen solle. Nach unserem Geldwerte repräsentiert das viele hundert Gulden, an Mark I "och mehr, für ein einziges Gewand! Gegen damalige Ausschmückung der Kleider in der überladensten Weise sind unsere Moden einfach. Man trug lange, herabhängende I Aermel, überaus lange Kragen, sogar kleine Schellen am I Saum, Gürtel, Aermel u. s w.
* «
•• Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- h erzog holen Allergnädigst geruht, am 14. Oktober die Fmanzasprranten Philipp Griesheimer und Wilhelm Wämser in Darmstadt zu Hauptsteueramtsassistenten bei I den Hauptsteuerämtern Bingen und Darmstadt zu ernennen; den Diftriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Nieder Olm, Wilhelm Sch wobei, vom Tage seines Dienstantritts an I tn gleicher Diensteigenschaft in die Distriktseinnehmerei Groß- Gerau I zu versetzen; den Finanzaspiranten Christian Göbel dahier, den Regierungsassessor Robert Bangel in Wörrstadt und den Finanzaspiranten August Strack zu Darmstadt zu Distriktseinnehmern der Distriktseinnehmereien I Alzey I, Nieder-Olm, sowie Groß-Gerau II vom Tage I | ihres Dienstantritts ab; den Hochbauaufseher Karl Cr et e r zu Darmstadt zum Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Darmstadt mit Wirkung vom 1. November dss. Js. an zu er- I nennen; den Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Darmstadt Wilhelm Geyer, auf sein Nachsuchen und unter An- I erkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. November ds. Js. an in den Ruhe- I stand zu versetzen und demselben aus diesem Anlaß die Krone zum silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- I Versammlung am Donnerstag dem 19. Oktober 1899, nachmittags 3»/, Uhr pünktlich: 1. Bau- gefud) des Wilhelm Spörhase für den Wißmarerweg; hier: I Dispens. 2. Baugesuch des I. G. Pfaff für die Stephan- straße; hier: Gesuch wegen Belassung eines Thorpfeilers. 3. Baugesuch des Johann Georg Pfaff für die Stephan- ftraße; hier: Dispens. 4. Baugesuch des H. A. Sack für den Neuenweg; hier: Dispens. 5. Baugesuch des Konrad Dietz für die Johqnnesstraße; hier: Dispens. 6. Gesuch des Georg Hilgen um Austausch von Gelände am alten Stembacherweg. 7. Das Inventar des Stadtgeometers; hier: Anschaffung eines Theodolits. 8. Anschaffung einer Diaphragmapumpe für das Stadtbauamt. 9. Erbauung zweier Brücken über die Wieseck im Zuge der Goethe- und Moltkestraße; hier: Asphaltierung derselben. 10. Wassereinrichtung im Thorhaus am Neustädterthor. 11. Gesuch der A. Kröll Söhne um Ueberlassung eines Lagerplatzes am I alten Viehmarkt. 12. Gesuch der Ferdinand Burk Witwe um Verbesserung des Weges nach der Obermühle. 13. Die periodische Untersuchung der Blitzableiter; hier: Kosten für vorzunehmende Reparaturen an denselben. 14. Die Turmuhr der katholischen Kirche. 15. Anlage eines neuen Friedhofs; hier: Plan und Voranschlag. 16. Gesuch des Karl Berger um Weiterführung der Quellwasserleitung auf der Marburgerstraße. 17. Definitive Besetzung von Lehrerstellen an den Volksschulen. 18. Gewährung freier Lehrmittel an I den Volksschulen.
** Hessische Landeslotterie. Aller Voraussicht nach wird nun aus unserer vielumstrittenen Landeslotterie in diesem Jahre doch nichts mehr werden. Es sollen zwar schon über hundert Gesuche um Einnehmerstellen aus Hessen wie auch von Nichthessen, welche sich eventl. hier niederlassen wollen, eingelaufen fein und hat auch die mit den Vorarbeiten beauftragte Finanzbehörde sehr eingehende Informationen eingeholt, doch hat die Negierung anscheinend noch keine Entscheidung getroffen, ob sie eine Landeslotteriedirektion errichten, oder den Vertrieb vorerst durch ihre Finanzorgane bewerkstelligen will, auch die übrigen Vorbereitungen scheinen noch soweit zurück, daß an eine Fertigstellung der Lotterie in diesem Jahre nicht mehr zu denken ist. Trotzdem hat ein sehr geschäftseifriger Gesuchsteller um umgehende Uebersendung von Losen bei dem Finanz- minifterium nachgesucht. Aus jeden Fall werden wieder eine Anzahl unserer jungen Finanzbeamten einrangiert werden. Sehr viel wird die Frage ventiliert, ob man die Einnehmer- ftellcn an Fachleute übertragen, oder, dem Vorgehen Preußens folgend, die meisten an pens. Offiziere rc. abgeben wird.
Aus dem Theaterbnreau. Bekanntlich findet morgen Mittwoch die zweite Volksvorstellung statt. Die Direktion hat hierzu das Lustspiel „Madame Sans G6ne" gewählt und sind die Eintrittspreise wie letzthin wieder für Loge 1 Mk., Saal 40 Pfg., Gallerie 20 Psg. — Herr Carl Schönfeld wird ein dreimaliges Ganfpiel absolvieren und zwar als „Bolz" in „Die Journalisten",
Ausland.
Wien, 16. Oktober. Der übermorgen beginnenden Reichsrats-Session wird allseitig mit größter Spannung entgegengesehen. Es dürfte schon bei der Wahl des Präsidiums zu stürmischen Szenen kommen, weil die Rechte der Linken nur die zweite Präsidentenstelle zugestehen will, um sich so die Leitung der Verhandlungen auch dann zu sichern, wenn der Präsident den Vorsitz zu führen verhindert fein sollte.
Budapest, 16. Oktober. Hier fand gestern wiederum eine große sozialistische Straßendemonstration für das allgemeine Wahlrecht statt. Die Polizei mußte wiederholt einschreiten und nahm viele Verhaftungen vor.
Bukarest, 16. Oktober. Die Gerüchte, daß die Regierung besondere Maßregeln gegen die Juden plane, werden amtlich als jeder Begründung entbehrend bezeichnet.
Paris, 16. Oktober. Wie bestimmt verlautet, wird noch Ende dieser Woche ein wichtiges politisches Ereignis erwartet. Die letzte Unterredung, welche Graf Murawiew mit dem französischen Minister des Aeußern gehabt, habe zu einem Einverständnis über die Transvaal-Angelegenheit geführt. Man erwartet, daß in der nächsten Woche die Veröffentlichung dieser Vereinbarung erfolgen wird.
»rüffel, 16. Oktober. Die Meldung der „Münchener Allgemeinen Zeitung", wonach amtliche Verhandlungen zwischen Deutschland und dem Kongostaat über eine Grenz Regelung stattfinden und wobei Deutschland das Ktwu Gebiet erhalten soll, wird vom Kongostaat offiziell dementiert. ö 1
London, 16. Oktober. „Daily Mail" meldet aus Kapstadt: Kimberley wnd von den Buren in Masse belagert Details fehlen noch. Die Buren haben den Telegraph durchschnitten. Kimberley ist vollständig isoliert Die Buren besetzten den Bahnhof von Svysontein bei Kimberley und warfen Schanzen auf. Der Zweck dieses energischen Vorgehens ist der Wunsch, Cecil Rhodes zu fangen.
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Sitftra, 17. ßftok ßotbenmarft kosteten: Bn per St.'M V St. 00- dn v« SlO-00 W frtN yn Litn 18 4, i 4 0.10—0.80, Mnn i * 060-1.00, Wrn v * 0 50-0.60, DiW per Psd. 62-64 4 Sri fleisch, gefallen, per P' Hammelfleisch per Psd.! 4.50 X, Weißkraut per 6 Milch per Liter 16 4, s <tr. 7,00-10,00 Mk.
Wien, 16. Dltobi vt ihre Zahlungen einges Dulden. Besonders find. beteiligt, doch /offen die hi
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