Ausgabe 
18.8.1899 Erstes Blatt
 
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Kömgl. Hoheit des Großherzogs vom 24. Juli ds. Js. den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Reichels­heim i. O.: Brandmeister Andreas Hörr, 2. Kommandant Johannes Bangert IV., Führer Adam Bangert III. und Spritzenmann Philipp Muth.

** Unter den Schenkungen und Vermächtnissen, welche im Laufe des 2. Quartals 1899 von Seiner König!. Hoheit dem Großherzog bestätigt wurden, befindet sich eine solche der Kinder des verstorbenen Rabbiners Dr. Levi in Gießen an die Dr. Levi-Stiftung im Betrage von 1000 Mk. Die meisten Stiftungen und Vermächtnisse im Großherzogtum wurden zu gunstcn der Kirche, vorwiegend der katholischen, bestimmt.

** Großes Militär-ExtraKonzert in Steins Garten. Die rühmlichst bekannte Kapelle des auf dem Ritt nach Straßburg begriffenen Königs . Ulanen - Regiments (1. Hannoversches) Nr. 13 (Chef Seine Majestät der Deutsche Kaiser Wilhelm II.) giebt unter Leitung des Kgl. Stabstrompeters Herrn H. Fischer heute abend ein großes I Konzert in Steins Garten. Das mit feinem Verständnis I zusammengestellte Programm verspricht einen genußreichen Abend. Es steht mithin zu erwarten, daß sich die wackeren

I Rnter eines recht zahlreichen Besuches zu erfreuen haben.

'*.Der erste Gewinn in der Darmstädter Silber­lotterie fiel auf Nr. 21293, der zweite auf Nr. 1691, der dritte auf Nr. 36009. Die Ziehungsliste liegt in der Expedition dieses Blattes zu gefi. Einsichtnahme auf.

i ** Ueber Zirkus Immans, der hier demnächst eintrifft, schreibt das Siegener Volksblatt: Glanzvoll hat sich der Zirkus Immans durch seine zwei ersten Vorstellungen bei uns eingeführt! das ist das übereinstimmende Urteil der großen Anzahl Besucher des Zirkus hier am Mittwoch i unö Donnerstag. Das Zirkuszelt nimmt trotz der umfana- reichen Manege über 4000 Menschen auf, ist ziemlich kom­fortabel eingerichtet und mit elektrischem Licht erleuchtet, welches durch eigene dynamoelektrische Maschine erzeugt wird. Schon diese Einrichtung bekundet, daß wir es hier mit einem yithtß besseren Ranges zu thun haben. Und wenn auch I Oie Aufführungen in der Pferdedressur nicht so umfangreich sind, wie es der NameZirkus" eigentlich verlangt, so ist gerade die reiche Abwechslung des Programms durch künst­lerische Leistungen anderer Spezialitäten dazu angethan, ein erhöhtes Interesse an den Jmmans'schen Vorstellungen her­vorzurufen. Wir haben Renz in seiner Glanzperiode ge- I sehen, Carr6, Schumann, Salamonsky, Busch u. a. bewundert, I streifen wir hier die großartigen Ausstattungen ab und vergleichen die nackte Kunst gegenseitiger Leistungen, dann I faßen wir,Immans" Zirkus steht den obengenannten I würdig zur Seite. Wer den Herrn Direktor Immans in I der Dressur sieht, die er seinen 14 großen Hunden beige- | bracht hat, dann den kleinen Pudel, der wohl 15 Salto mortale hintereinander schlägt, nebst dem kleinen Kätzchen mit dem Bernhardiner Hunde bewundert, ferner die Dressur I von Elephant und Pferd und wieder von Pferd und Hund I anstaunt, der ist schon hinlänglich befriedigt; aber es kommt I noch mehr: Staunenswert sind die Kraftproduktionen einer I Dame, deren Arme allerdings Muskelkraft verraten, aber I doch nicht in dem Maße, wie solche uus vor Augen geführt | werden. Mit anmutigem Lächeln werden von der Dame I die schwierigsten Evolutionen ausgeführt, wie wir solche I noch nirgend gesehen haben. Aber auch dis Produktionen der Gymnastiker und Akrobaten sind einzig in ihrer Art. Wir können jedermann, hoch und gering, groß und klein, I den Besuch des Zirkus nur empfehlen und find überzeugt, I nach dem erstmaligen Besuch zeigt sich Verlangen nach. I weiteren Besuchen.

. H^elberg, 16. August. Der berühmte Chemiker Pro- fessor Robert Bunsen ist heute früh 10 Uhr an Alters­schwache gestorben.

** Dem Bericht des Schularztes Herrn Dr. Tjaden über die gesundheitlichen Verhältnisse an den Stadtschulen entnehmen wir folgendes: Herr Dr. Tjaden stellt die Hygiene der Schulgebäude voran, es folgt die Hhgiene der einzelnen. Schulkinder und drittens die Hygiene des Unterrichts. Nachdem die beiden Schulgebäude (Stadtknabenschule an der Nordanlage und Stadtmädchenschule an der Westan!age> hinsichtlich ihrer Lage und Einrichtung, Größe der einzelnen Zimmer, der Luftmenge für den einzelnen Schüler, der Heizung, Lüftung und Reinigung der Schulsäle, der Be­leuchtung, der Schulutensilien, Schulbüder, des Trinkwassers, der Bedürfnisanstalten, der Turnhallen und Schulhöfe ein­gehend beschrieben, wird ebenso eingehend über die Hygiene der Schulkinder berichtet. Diesem für die Allgemeinheit wohl wichtigsten Abschnitt ist zunächst zu entnehmen, daß in der Zeit vom 1. Juli 1898 bis 1. April 1899 eine zwei­malige Untersuchung der Kinder (etwa 1800) durchgeführt wurde. Derselben wohnten die Lehrer bezw. Lehrerinnen der bett. Klassen bei, um ihnen Gelegenheit zu geben, sich über die Körperbeschaffenheit der ihnen anvertrauten Kinder zu unterrichten und ihr Interesse für die Pflege der Ge­sundheit zu steigern. Ueber die Untersuchungen wurden Karten ausgefertigt, welche die Kinder durch vier Jahre von Klasse zu Klasse begleiten. Die Untersuchung der Kinder erstreckte sich auf Größe, Gewicht, Ernährung, Reinlichkeit, Schulbäder, Hautpflege, Brustumfang, Atmungs­unterschied. Brust, Bauch, Wirbelsäule, Extremitäten, Munb, Rase, Sprache, Sehleistung, Ohren, chronische Krankheiten. Die Durchschnittsgröße, gemessen mit den Schuhen, beginnt im Herbst bei den Knaben mit 112,35 und schließt mit 147,3, im Frühjahr 114,2 und endet mit 149,5; bei den Mädchen sind die entsprechenden Zahlen 112,1, bezw. 149,25 und 114,2 bezw. 151 Zentimeter. Das Durchschnittsgewicht (in den Kleidern) beginnt bei den Knaben im Herbst mit 19,18 und geht bis 35,1 Kilogr., im Frühjahr mit 20,55 und endigt mit 37,8 Kilogr.; die Mädchen fingen im Herbst I mit 19,46, im Frühjahr mit 20,5 Kilogr. an und stiegen bis 40,05 resp. 42,5 Kilogr. Ueber das wichtige Kapitel der Ernährung sagt der Bericht: Abgeschätzt wurde die I Ernährung nach der Entwickelung des Fettpolsters und der I Muskulatur des Oberkörpers. Während im Herbst bei den j Knaben mit 44,8, bei den.Mädchen 50,3> Proz. als gut bezeichnet |

Males und Provinzielles.

Gießen, den 17. August 1899.

* Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuer­wehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Sr.

land möge ans seiner Zurückhaltung in der Dreyfus- s a ch e hervortreten: Die deutsche Regierung wird sich aller Voraussicht nach nicht dazu entschließen, von ihrer bisherigen Politik der Enthaltung abzuweichen. Der Grund liegt nicht nur in dem Grundsatz, sich nicht in die inneren Angeleqen- geiten der französischen Republik einzumischen, sondern auch m der praktischen Nutzlosigkeit einer solchen Einmischung.

tocr heute als verständiger und gewissen­hafter Mensch den Verlauf des Falles Dreyfus verfolgt hat, kann auch nicht einen Augenblick darüber im Zweifel sein, daß Dreyfus mit der deutschen Negierung nicht das geringste zu thun gehabt hat, also, da hier nur Deutschland in Frage kommt, zweifelsohne unschuldig ist.

Köln, 16. August. DieKöln. Volksztg." meldet aus Das Staatsministerium beriet zwar gestern die Vorschläge des Kölner Domkapitels bezüglich der Wieder- | Besetzung des erzbischöflichen Stuhls, faßte aber ccr Abwesenheit des Kultusministers noch keinen

Beschluß.

werden konnten, sind es im Frühjahr 71,8 resp. 73,5 Proz- Die schlechtgenährten (Fehlen jeglichen Fettpolsters und schlaffe, welke Muskulatur) Kinder machten im Herbst bei ben Knaben 5,8, bei den Mädchen 4,3 Proz. aus, im Früh- iahr dagegen 1,4 resp. 1,5 Proz. Zu der wesentlichen Verminderung der Zahl der als schlechtgenährt bezeichneten Kinder trug ohne Frage das aus der Konrad Koch-Stiftung diesen gewährte Frühstück mit bei; ein großer Teil dieser Kinder nahm im Winter nicht allein seinen Altersgenossen entsprechend, sondern über dieselben hinausgehend zu. Das Frühstück, bestehend aus abgekochter, warmer Milch und Brödchen, konnte 70 Schülern gereicht werden. Die Aus­wahl derselben wurde derart bewerkstelligt, daß die Lehrer eine größere Zahl bedürftiger Kinder dem Schularzt vor­stellten, aus welchen der letztere die schlechtgenährten und kränklichen heraussuchte. Die auch schon in früheren Jahren geübte Verabreichung des Frühstückes wirkt so ausgezeichnet, daß es zu bedauern ist, daß aus Mangel an Mitteln diese Wohlthat nicht einer größeren Zahl von Kindern gewährt werden kann. Im Anschlüsse hieran sei noch erwähnt, daß auch die von der Stadt getroffene Einrichtung der Horte gesundheitlich von Vorteil ist. Dieselbe ist so geregelt, daß gegen eine geringe Bezahlung die Schüler das Recht haben, nach Schluß des Nachmitttags-Unterrichtes in der Schule noch einige Stunden zu verbleiben. Sie machen hier unter Aufsicht des Lehrers ihre Schularbeiten und werden in der übrigen Zeit je nach der Witterung im Hofe oder in einem besonderen Raume der Schule mit Spielen beschäftigt. Jedem Kinde wird während dieser Zeit ein Vesper gereicht^ bas, wie das Frühstück, aus abgekochter Milch und Brödchen besteht. Durchschnittlich nehmen etwa 100 Kinderan dem Horte Teil. Ein nicht minder wichtiges Kapitel der Schulhygiene ist die Reinlichkeit. Es wird zunächst das Recht der Eltern.

1 anerkannt, zu fordern, daß die Schule mit allen Kräften darauf hinarbeitet, die Ansteckungsmöglichkeit auf das geringste Maß zu beschränken, denn ganz beseitigen lassen wird sie sich bei der großen Anzahl der Kinder nicht. Es wurden deshalb die Eltern der mit Ungeziefer behafteten Kinder unter Angabe eines leicht anwendbaren Mittels zur Beseitigung des Ungeziefers aufgefordert, die Rsinigung alsbald vorzunehmen. Bei der Herbstuntersuchung konnten von den Knaben als durchaus rein 570 66 Prozent be­zeichnet werden, als mangelhaft sauber 269 30,9 Proz. und als verschmutzt 26 ----- 3,1 Proz. Besät mit Flohstichen war der Körper von 21 ----- 2,6 Proz. der Knaben. Läuse befanden sich bei 14=1,7 Proz. Bei der Frühjahrsunter­suchung gehörten in die Gruppe I 516 = 62 Proz., zu II 284 = 33,5 und zu III 38 = 4,5 Prozent. Zahlreiche Floh­stiche befanden sich bei 10 = 1,2, dagegen stieg die Zahl der mit Läusen oder deren Eier Behafteten auf 108 = 13 Prozent. Von den Mädchen waren im Herbst voll­kommen sauber 507 ----- 53, mangelhaft 404 ----- 42 und durchaus unrein 47 = 5 Prozent. Zahlreiche Flohstiche am Körper hatten 19 = 2 Prozent, Läuse oder Nisse fanden sich bei 382 = 40,6. Bei der Frühjahrsunter' suchung wurden als vollkommen sauber bezeichnet 608 = 62,5 Prozent, als mangelhaft 353 = 36 und als verschmutzt 12 = 1,5 Proz. Die Zahl der mit Flohstichen Besäten betrug 11 = 1,4 Proz. Läuse befanden sich bei 341 = 35 Proz. Sei den Mädchen ist also, wenn auch kein großer, so doch em deutlich erkennbarer Fortschritt vorhanden. Die Zahl

rattr oottfommen sauber bezeichneten Kinder stieg von aus 608, d. h. von 53 auf 62,5 Prozent, dagegen ging die Zahl der zu verschmutzt gehörenden von 47 = 5 Prozent

11 = 1,5 Prozent herunter; die Zahl der mit Läusen Behafteten fiel von 382 = 40,6 Proz. auf 341=35 Proz. Bon den Knaben badeten in der Schule regelmäßig im Sommer 314 gleich 54 Prozent, im Winter 347 gleich 60 Proz., unregelmäßig im Sommer 132 gleich 22,9 Proz., m .Muster 76 gleich 13 Proz., gar nicht im Sommer 133 gleich 23,1 Proz., im Winter 154 gleich 27 Proz. Von in1 JP^^en badeten im Sommer regelmäßig 166 gleich r unregelmäßig 95 gleich 11 Proz., nicht 572 gleA 69 Proz.; nn Winter 175 gleich 21,2 Proz. reqel- ma|ig, 59 gleich 7,2 Proz. unregelmäßig, nicht 590 gleich ...' Broz. Das Resultat, welches sich aus den Erhebungen über das Baden der Mädchen ergiebt, ist schlecht, es wird Aufgabe des Schulvorstandes fein, zu erwägen, ob durch oerbefferte Einrichtungen ober sonstige Mittel bie Beteiligung NH heben laßt, wührenb es anberrrseits als Pflicht bcr Sebier bezeichnet wirb, mit bcr ganzen ihnen zu Gebote Nehenben Autorität an bcm gleichen Ziele mit zu arbeiten. BHraiifungen der Haut wurden bei 30 Kindern be- odachtet. Brustmessungen ergaben bei den Knaben im Herbst o4,5, lm Frühjahr 56,7, steigend bis zu 65,9 bezw. 69,13 Zentimeter, bei ben Mäbchen sind die entsprechenden Ziffern o2,3, 54,5 steigend bis zu 67 bezw. 66,35 Zentimeter. Die ö-orm des Brustkorbes zeigt Abweichungen bei etwa hundert Schulern gleich 5,5 Proz. 12 Schüler waren mit Brüchen ebaftet, bei 78 Knaben und 85 Mädchen rour.be aus­gesprochene und beginnende Verbiegung der Wirbelsäule gefunden, Veränderungen an ben Extremitäten würben bet -4 Kinbern festgestellt. Die Untersuchung des Munbes ergab, baß von den Knaben im Durchschnitt 480 gleich «n $f°A ^Fühne, 270 gleich 32 Proz. ein mangelhaftes. 80 gleich 10 Proz. ein sehr schlechtes Gebiß hatten. Die.- Zayne von 600 Schülerinnen waren gut, von 280 mangel­haft, von 90 sehr schlecht. An chronischer Schwellung der Gaumenmanbeln litten 185 Knaben, 158 Mäbchen. Sprach­störungen (Stottern) würbe bei 22 Knaben unb 6 Mäbchen beobachtet. Ueber bie Sehleistungen der Schulkinder ist zu berichten, daß dieselben bei ben Knaben besser sind wie bei den Mädchen. Mit 8/4 der normalen Sehweite tüurben i Prozent der Knaben, aber 11,5 Prozent bet Mädchen ermittelt, die halbe Sehweite wurde festgestellt bei 4 Prozent der Knaben und 7,5 Prozent der Mädchen, mit nut V* der normalen Sehweite fand der Schularzt bei Knaben 1,5 Prozent, bei den Mädchen 1,8 Prozent An

Ausland.

Paris, 16. August. Anläßlich der heutigen Einweihung des Denkmals für bie bei Mars la Tour gefallenen Soldaten hatte ber Kriegsminister Gallifet strenge Befehle erteilt. Nur eine kleine Anzahl Solbaten dürfen der Feier beiwohnen, die morgen sofort wieder in ihre Garnison zurück- kehren müssen.

Paris, 16. August. Der nationalistische Abg. La sie und Drum ont, beide persönliche Freunde Guorins, werden auf ihn einwirken, daß er den unnützen Widerstand gegen die Staatsgewalt aufgiebt. Man glaubt freilich, daß er hierzu nicht zu bewegen sein wird.

Paris, 16. August. Der General Mercier hat ver­zichtet, ben Journalisten Bourdos vor Gericht zu ziehen weil er ihn währenb seines VerhörsMörder" genannt hu"e. Die dreyfusfreundlichen Blätter wollen daraus ersehen, daß General Mercier sich durch den Prozeß blos- stellen würde. p

Paris, 16. August. Vor dem Hause der Antisemiten- j liga versammelte sich heute nachmittag eine zahlreiche

$ en menge. Eine Abteilung berittener Mnnizipal- garde mußte emschreiten, um bie Orbnung aufrechtzuerhalten. ?lc I^unbe Giwnns glauben, daß derselbe sich freiwillig ber Polizei ergeben werbe.

Aennes, 16. August. Der Zustanb Laboris ist ein soweit günstiger, baß bie Aerzte erklärten, jede Lebens­gefahr sei nunmehr ausgeschlossen.

Rennes, 16. August. Der Oberstlieutnant Picquart I ^"0 uiorgen dem Schriftsachverständigen Bertillon gegen­übergestellt werden. Aus diesem Anlaß erwartet man für morgen Zwischenfälle.

Sofia, 16. August. Auf Wunsch des Fürsten trifft hier in den nächsten Tagen der russische Generalstabsoberst Jopantschin behufs Inspizierung des bulgarischen Heereswesens ein. I

Petersburg, 16. August. Ein kaiserlicher Befehl an den Fin anzminister besagt: Durch die großen I Besitzungen Rußlands in Europa und Asien ist mit Gottes I Hilft eine Annäherung der Völker des Westens und des I Ostens ermöglicht, und durch das freundliche Entgegenkommen I Chinas ist es gelungen, dies historische Ziel in Erfüllung I M bringen, indem wir die Benutzung zweier chinesischer | Häfen Talienwan und Port Arthur mit einem großen Ge- | biete erhielten, wodurch ber großen sibirischen Bahn ein I Weg zum Gelben Meer ermöglicht wirb. Dank bes weisen I Beschlusses ber chinesischen Regierung werden wir durch die I im Bau begriffenen Eisenbahnen mit Ehina vereinigt, was I allen Nationen unzähligen Gewinn und bequeme Verkehrs- I wege bringt, sowie die Umsätze des Welthandels erleichtert. I Unermüdlich Sorge tragend für die allgemeinen Vorteile I haben wir es für notwendig gehalten, nach Beendigung ber I Eisenbahnlinie bis zu bem Hafen von Talienwan, diesen als I Freihafen für den ganzen Zeitraum des am 27. März 1898 I zwischen Rußland und Ehina abgeschlossenen Pachtvertrages I für bie Hanbelsschiffe aller Nationen zu erklären und neben I bcm genannten Hafen eine neue StabtDalnij" zu erbauen. I

Transvaal. Zur Transvaal-Frage liegen folgenbe I Nachrichten vor: Kapstadt, 15. August. Die Lage ist I unverändert. Von Transvaal ist noch keine Antwort ein- I getroffen. Ein Privat-Telegramrn aus Pretoria meldet, diese Antwort werde enttäuschen. Man befürchtet, ihr I Resultat werde der Abbruch der Verhandlungen sein, wenn auch die Ablehnung des britischen Vorschlages wahrscheinlich I . keine endgültige fein werde. Immerhin müßten alle Mel- ' düngen mit Vorsicht aufgenommen werden. Pretoria, 15. August. Der auSführende Rat hielt heute vormittag eine Sitzung ab. Feldkornets erhielten den Befehl, Martini- < Gewehre gegen Mauser-Gewehre einzutauschen. Die Mög- ; kichkeit eines Krieges ist das einzige Gesprächsthema. Die i allgemeine Stimmung geht dahin, bie Meinung der Burg- ' Hers über die Lage sollte eingeholt werden. Man glaubt, '

bie Burghers im Land seien gegen bie äußersten Maß- ,

nahmen. Lonbon, 15. August. General Freberick I Forcsvier Walcker, Kommandeur der Truppen in Devonport, ' früherer Befehlshaber bcr britischen Truppen in Egyptens j ist zum Kommanbeur bet Streitkräfte am Kap ernannt worben unb wird unverzüglich borthin abgehen.

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+ Grün gtbäubt, n nrichlü wird stattliche, sch seiner Bollen Derselbe soll werden. Au reits mit bei ßeute besuch l. Js. gewählt aus den Her Landtagsabge abgeordneter iu Rebberg zwecks Vorstand jum. der Provinzial! entscheiden soll!

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