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Wege leiten soll. Nach den Kongreßberatungen fand am Abend in der „Stadthalle" die ofstzielle Begrüßung der in überaus großer Zahl erschienenen Festgäste statt, der sich ein allgemeines Festbankett anschloß. Der heutige Tag begann mit einem Früh-Konzert zu Ehren der Festgäste, dem sich wiederum Beratungen anschlossen, und dann in den ersten Mittagsstunden eine große Korsofahrt durch die Straßen der Stadt folgte. An derselben beteiligten sich ca. 3400 Radfahrer jeglichen Alters und mit jeglicher Art Fahrräder. Einen außerordentlich reizenden Anblick gewährte der Blumenkorso. Nach dem Korso folgten in vorgerückten Nachmittagsstunden bei drückender Hitze die Wettfahrten, über welche ein weiterer Bericht folgt.
△ Vom Rheiu, 16. Juli. Laut einer Bekanntmachung der Provinzialdirektion Rheinhessen finden in der Zeit vom 31. Juli bis 5. August und vom 7. bis 12. August große Hebungen des hessischen Pionier-Bataillons Nr. 11 auf dem Rhein mit Brückenbauten statt, durch welche folende Stromstrecken des Rheins für die angegebene Zeit gesperrt sind: der rechtsseitige Rheinarm zwischen der Petersaue und Kastel vom 31. Juli bis 5. August, täglich von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends; die Stromstrecke Mainz-Erbach vom 7. bis 11. August in denselben Stunden wie oben angegeben. Während der bezeichneten Zeit sind die angedeuteten Stromstrecken für den Floßverkehr gänzlich, für die übrigen Fahrzeuge gänzlich während des Brückenschluffes (längstens drei Stunden), im übrigen, wenn die Durchfahrt nicht durch zwei rote Flaggen bezeichnet ist.
Aus der Zeit für die Zett.
Vor 525 Jahren, am 18. Juli 1374, starb zu Arqua der größte lyrische Dichter Italiens und einer der hervorragendsten Gelehrten seiner Zeit Francesco Petrarca. Seine zarten, durch Wohlklang der Sprache ausgezeichneten Sonette an Laura werden noch jetzt von den Italienern als unerreichbare Muster einer melodischen Dichtersprache bewundert. Einen europäischen Ruhm aber verschaffte sich Petrarca durch seine lateinischen Schriften, poetische wie prosaische. Petrarca wurde am 20. Juli 1304 zu Arrezzo geboren.
Darmstadt, 17. Juli, 1 Uhr 5 Min. mittags. (Privat- Telephon-Melbung.) Bei der Beratung |beS Einkommensteuergesetzes der Ersten Ständekammer setzte dieselbe die Regressionsskala von 5 Prozent auf 4,9 Prozent herab. Dem Anträge auf Herbeiführung einer Junggesellensteuer und dem Anträge Friedrich auf Einführung einer Mobiliensteuer tritt die Kammer nicht bei. Ferner werden angenommen die Einführung einer Klassenlotterie, Vermögensund Zinssteuer und der Gesetzentwurf für den Urkundenstempel. _________________
hier mehr der Heuwurm.
△ Mainz, 16. Juli. Die schon seit länger als Jahresfrist zwischen dem Militärfiskus und der städtischen Verwaltung hier, wegen Erwerbung resp. Austausches größerer Komplexe militär-fiskalischeu Geländes werden, trotzdem die Stadt bereits weitgehende Zugeständnisse gemacht hat, wahrscheinlich zu keinem Resultate führen. Der Grund hierfür ist in dem Umstand zu suchen, daß der Militärfiskus bei jeder neuen Verhandlung mit erhöhten Ansprüchen hervortritt, und fast unerschwingliche Opfer von der Stadt verlangt. So wurde bei einer am letzten Freitag stattgehabten Verhandlung von dem Kommissar des Militärfiskus für einen durch den Geländeaustausch notwendig werdenden Kasernenneubau abermals nahezu Mk. 300,000 mehr als bei früheren Verhandlungen gefordert, was die Vertreter der Stadt enerisch zurückwiesen und zu einem sehr unzweideutigen Expose veranlaßten, in welchem mit dürren Worten gesagt wurde, daß seitens der städtischen Verwaltung jetzt keine weitere Konzessionen mehr gemacht würden, selbst auf die Gefahr hin, daß der ganze Tauschhandel sich zerschlagen würde. Insbesondere verlangt das Expos« eine beschleunigte Rückantwort und zwar mit ja ober nein.
A Mainz, 14. Juli. 14. Allgemeiner Rab- §ahr er-Kvngreß. Nach der am Morgen stattgehabten Hebergabe des Hnions-Banners begannen am gestrigen Nachmittag unter dem Vorsitz von I. Schäfer-Fürth die Kongreßberatungen, bei welchen 7026 Stimmen vertreten waren. Von den zahlreichen zur Annahme gelangten Anträgen sind erwähnenswert, daß der Hauptausschuß zur Ausarbeitung einer neuen Wettfahrt-Ordnung verpflichtet wurde; daß bei Wett- und Tourenfahren bas Niederrab an erster, das Dreirad an zweiter und bas Hochrad an dritter Stelle rangieren soll. Ein Antrag, die Kilometerzahl bei Rekordfahrten um je 10 Kilometer zu reduzieren, wurde dem Vorstand zur Sammlung weiterer Erfahrungen überwiesen. Ferner wurde eine Kommission gewählt, die die Versicherung der Mitglieder gegen Hnsall und Todesfall gegen bestimmte Prämien in die
Unterhaltungen in Bad-Nauheim
vom 18. Juli bis 22. Juli.
Dienstag den 18. Juli, nachmittags von 47t bis 6</8 und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Nachmittags 4 Uhr: Theatervorstellung für Kinder und Erwachsene. Der verwunschene Prinz- Mittwoch den 19. Juli, nachmittags von 4Vi bis 67a und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung. Der letzte Bries. Donnerstag den 20. Juli, nachmittags von 47, bis 67,sund abends von 8 bi« 10 Uhr aus der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung. Das Recht auf sich selbst. Freitag den 21. Juli, nachmittags von 47, bis 7 Uhr aus der Terrafie: Konzert der Kurkapelle. Abends von 8 bis 10 Uhr im Saale: Tanz. Samstag d-n 22. Juli, nachmittags von 47, bis 67r und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasie: Konzert der Kurkapelle.
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemessen am 17. Juli, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags:
Wasser 17°, Luft 207,°.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
wendig werben sollte, leicht abgeholfen^werden. Der dies- | jährige Sommer hat bewiesen, baß Salzhausen eine sehr I schöne Zukunft hat, die Schwarzseher mögen dagegen sagen, was sie wollen. Alle Neubauten wären besetzt worden, wenn sie fertig geworden wären. Die Kunde von der Heilkraft der Bäder dringt in immer weitere Kreise. — Die Bohrungen im Kurpark sind bedeutend gefördert worden; I möglicherweise wird hierbei eine Mineralquelle entdeckt an- I statt eine Süßwasserquelle, denn die in der letzten Zeit er- I ^aUenen Wasserproben zeigen die Eigenschaften einesSäuerlings.
Offenbach, 16. Juli. Die heutige Regatta anläßlich des 25 jährigen Bestehens des hiesigen Rudervereins war von prächtigem Wetter begünstigt. Die einzelnen Rennen I ergaben durchweg gute Leistungen, wenn auch die Felber mit Ausnahme bes Ächters um den Preis bes Großherzogs nur schwach besetzt waren, ba zugleich auch in Schweinfurt | ■unb Hamburg gefahren würbe. Der Preis bes Großherzogs, I einen prachtvollen Pokal, holte sich nach heißem Kampfe I der Frankfurter Ruderklub. — Nachstehend die Ergebnisse der einzelnen Rennen: 1. Achter Falke Preis: 1. Mann- | cheimer Ruder-Gesellschaft 6:1%, -2. Frankfurter N.-G. „Germania" 6:6%. Mit guter Länge gewonnen. Offen- I bacher Ruderverein wegen Kolusion ausgeschlossen. 2. Erster I Vierer (Jubiläumspreis): 1. Frankfurter R.-K. 6:28%, 2. Wetzlarer R.-K. 6:40%. Spielend gewonnen. Mainzer R. V. hatte gemeldet, stattete aber nicht. 3. Einser: 1. Frankfurter R. K. (F. Hartmann) 7:6%, 2. Gießener N.-G. (A. Rübsamen) 7:12%. Mit 2% Längen leicht gewonnen. Hanauer R.-G. „Hassia" (G. Hllrich), die eben- I falls fuhr, kam für den Sieg nicht in Betracht. 4. Vierer: 1. Offenbacher R.-V. 7:4%, 2. Aschaffenburger R.-K. Aschaffenburg gab vor dem Ziel auf. (Es war das erste Mal, daß' der Aschaffenburger Ruderklub, der im vorigen Jahre gegründet ist, sich an einer Regatta beteiligte.) 5. Vierer: Offenbacher R.-V. 6 : 45%. Geht über die Bahn. 6. Vierer: Preis vom Regatta-Ausschuß: 1. Frankfurter R.-G. „Germania" 6 Min. 39%, 2. Offenbacher R.-V. 6 Min. 48. Mit 1% Längen sicher gewonnen. Offenbach versteuerte sich und bekam das Schmeißwasser der „Ger- | mania". 7. Zweiter Vierer: Bürgerpreis: Offenbacher : R.-G. „Unbine" 6 Min. 36%, 2. Hanauer R.-G. 6 Min. 39%, 3. Offenbacher R.-V. 6 Min. 43. Schönes geschlossenes Rennen fast bis zum Ziel, bas die Bote mit Abstand von je einer Länge passierten. 8. Dritter Vierer: Preis der passiven Mitglieder: 1. Offenbacher R.-V. 7 Min. 11% Sek., 2. Aschaffenburger R.-K. 7 Min. 37 Sek. Leicht gewonnen. 9. Einser: Preis vom alten Schloß: 1. Hanauer N.-G. „Hessen" (F. Wenzel) 7 Min. 51 Sek. 2. Mainzer R.-V. (Hangloff) 7 Min. 51% Sek. 3. Gießener R.-G. 8 Min. 5 Sek. Bei der Tribüne liegen Hanau und Mainz fast auf gleicher Höhe und es entwickelt sich ein sehr scharfer Endkampf, aus dem Hanau nur um Steuerlänge als Sieger hervorgeht; Gießen weit zurück. 10. Achter: Ehrenpreis, gestiftet von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein. 1. Frankfurter R.-K. 5 Min. 54% Sek., 2. Frankfurter „Germania" 6 Min. 6. Sek., 3. Mannheimer R.-G. 6 Min. 15 Sek., 4. Offenbacher R.-V. 6 Min. 21 Sek. Sehr schönes Rennen. Frankfurter Ruderklub fährt im hervorragenden Stile und läßt niemanden an sich heran. Der lebhafte Endsport der „Germania" bleibt wirkungslos. Mit je einer Länge Abstand laufen die Bote durchs Ziel.
Hochheim a. M., 16. Juli. Trotzdem, daß durch ine ungünstige Witterung und die lange Regenperiode die Traubenblüte vielfach unterbrochen wurde, ist die Blüte hier im allgemeinen sehr gut verlaufen und ist eine pessimistische Erwartung über den Ausfall desHerbstes durchaus noch nicht gerechtfertigt. In den jungen Weinbergen in guten Lagen hängen ziemlich Träubchen, die sich bet der gegenwärtigen guten Witterung rasch entwickeln. In älteren Weinbergen ist die Situation weniger günstig und zeigt sich
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 17. Juli. Wie aus Molde gemeldet wird, wurde, da das Wetter sich aufklärte, die Partie nach Romsdahl unternommen. Die Rückkehr an Bord der „Hvhen- zollern" erfolgte nachts 12% Hhr. An Bord befindet sich alles wohl.
Osnabrück, 17. Juli. In Anwesenheit des Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen, des kommandierenden Generals des 10. Armee-Korps unb vieler geladenen Gäste sanb gestern Vormittag bie feierliche Enthüllung eines Denkmals für Kaiser Wilhelm I. statt.
Wien, 17. Juli. Die für heute abenb einberufenen vier sozialistischen Volks-Versammlungen mit ber Tages- orbnung: „Die Klerikalen an ber Arbeit" sind gestern von der Regierung verboten worden.
Wien, 17. Juli. Der „Allgemeinen Montags-Zeitung" zufolge hat der Hnterrichtsminister dem Dekan der hiesigen Universität, Hofrat Wiesner, seinem Mißfallen darüber Ausdruck gegeben, daß eine große Anzahl hiesiger Universitäts-Professoren in der Angelegenheit Finnlands eine an den Zaren gerichtete internationale Adresse mit unterschrieben haben.
Klingenthal, 17. Juli. Eine vieltausendköpfige Volks- Versammlung in Graslitz in Böhmen, in welcher der österreichische Reichsratsabgeordnete Wolf über die politische Lage in Oesterreich sprach, wurde durch den österreichischen Regierungsvertreter aufgelöst. Daraus zog Wolf im Geleit einer nach tausenden zählenden Menge über die österreichische Grenze und sprach bei Klingenberg auf deutschem Boden । unter freiem Himmel weiter. Die von hoher nationaler Begeisterung erfüllte, aus Oesterreichern und Sachsen be- I stehenden Volksmasse brachte dem deutschen Reich begeistert Ovationen.
Budapest, 17. Juli. Unter den Klängen der Arbeiter- Marseillaise mit roten Fahnen und anderen sozialistischen Abzeichen veranstalteten gestern 15000 Arbeiter einen demonstrativen Umzug unb ein Meeting für das allgemeine Wahlrecht unb Arbeiterschutz-Gesetz. Vor dem Parlament wurde lebhaft demonstriert mit den Rufen: Fort mit dem korrupten Parlament, hoch die Internationale, ohne Brod kein Vaterland. Trotzdem verlies alles ohne Störung, ba die Polizei angewiesen war, auf das taktvollste vorzugehen.
Budapest, 17. Juli. Aus den überschwemmten Gegen- I den des Tresciner Kommitats laufen Meldungen von einer I dort herrschenden Hungersnot ein.
Paris, 17. Juli. Beaurepaire sollte gestern in I Rennes als Zeuge vernommen werden. Da er nicht er» I schien, wird der Regierungskommissar Carriöre seine Zeugen- I aussage überhaupt ablehnen.
London, 17. Juli. Aus Kapstadt wird gemelböl, daß I die Uitlänber in Johannisburg große Meetings ab- I gehalten haben, worin sie gegen bie Haltung ber Regierung I unb gegen einen eventuellen Krieg mit Transvaal protestieren.
Madrid, 17. Juli. Die Lage ist unverändert. Die I Regierung macht große Anstrengungen, um ihre Vorschläge I betreffend die neue Steuer-Vorlage durchzuführen. I Die Opposition dagegen ist fest entschlossen, mit voller Obstruktion das Vorhaben der Regierung zum Scheitern zu bringen. Man glaubt, die einzige Lösung sei bie Kammer- I auflösung.
Vermischtes.
• Verschwundene Inseln. Von Zeit zu Zeit bringt aus fernen Meeren bie Kunbe zu uns, baß eine Insel v er - schwunben sei. Erst kürzlich war bas mit Falcon-Jslanb in ber Tonga-Gruppe im Stillen Ozean der Fall, das sich infolge eines vulkanischen Ausbruchs irn Jahre 1885 plötzlich aus dem Meere erhoben hatte. Die Insel war damals etwa zwei englische Meilen lang, und ragte 250 Fuß über dem Wasserspiegel empor, war aber schon im Jahre 1892 durch die Brandung merklich verkleinert worden. Als im vorigen Jahre Kapitän Field mit dem englischen Kanonenboote „Pinguin" das merkwürdige Stückchen Land wieder aufsuchen wollte, war es zu seinem Erstaunen völlig wieder verschwunden, und an seiner Stelle fand er nur eine Untiefe, über welche die Meereswogen hinwegbrandeten. Es ist kein Zufall, daß derartige Ereignisse verhältnismäßig am häufigsten im Großen Ozean vorkommen, da sie mit ber vulkanischen Thätigkeit bes Erbinnern Zusammenhängen, bie innerhalb des Bereiches der polynesischen Inselgruppe noch heute sehr lebhaft ist. Es läßt sich noch ein anderes Beispiel für eine plötzlich auftauchende und allmählich wieder verschwindende Insel aus demselben Meeresgebiete anführen. Die Metisinsel, nur 75 englische Meilen nordöstlich von der Falconinsel, war ebenfalls ein vulkanisches Erzeugnis, das, zum erstenmale im Jahre 1875 bemerkt, damals als ein 29 Fuß hoher Fels geschildert wurde. Spätere Ausbrüche erhöhten ihn gar bis auf 150 Fuß, dann aber erhielt die Zerstörungswut des Meeres freies Spiel und verkleinerte das Eiland in 24 Jahren soweit, daß es, gerade wie die Falconinsel, heute nur noch eine Sandbank unterhalb des Meeresspiegels darstellt. Die beiden Inseln bestanden allerdings aus einem sehr wenig festen Stoffe, nämlich aus vulkanischer Asche ohne eine Beimischung von festem Gestein in Gestalt von Lava ober vulkanischen Bomben.
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Krieskasten.
Philippikus. Wie wir uns zum Fall Schiller stellen? — Einstweilen abwartend. Vorurteilssreie Kreise sind über daS verspätete Vorgehen mindestens geteilter Meinung. Solange nicht der Beweis erbracht ist, daß hier sachliche Beweggründe die persönlichen überwiegen, vermögen uns selbst zünftige Brandreden nicht zu bestimmen, unsere Zurückhaltuug auszugeben. Elle mit Weile gilt in jedem Falle als vernünftig; darum lasse man der Gerechtigkeit ihren Laus. Das Fegefeuer der Zweiten Kammer mag aufs neue seine Wirkung erproben.
Unioersttöts Nachrichten.
— Tübingen. Der Besitzer der Laupp'schrn Buchhandlung in Tübingen und deS im August hierher übersiedelnden Mohr'schen Verlag« in Freiburg, Verlagsbuchhändler Paul Siebeck, ist von der philosophischen Fakultät in Freiburg zum Ehrendoktor ernannt worden. Dem UniversitätSmufikdirektor Dr. Kauffmann bier wurde Titel und Rang eine» außerordentlichen Professors der Universität verliehen. „ u . ,.. .
— Basel. An der hiesigen Hochschule find zwei erledigte Ordinariate nunmehr wieder besetzt worden. An Stelle deS verstorbenen Germanisten Rudolf Kögel wurde der bisherige Privat- dozent Dr. John Meyer in Halle zum ordentlichen Profefior der deutschen Sprache und Litteratur ernannt; als Nachfolger des verstorbenen Hermann Jmmermann ist Professor Friedrich Müller in Marburg zum ordentlichen Profefior der inneren Medizin und Oberarzt der medizinischen Abteilung deS Bürgerspitals ernannt worden.
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
— Katechismus der Kunstgeschichte von Bruno Bucher. Fünfte, verbesserte Auflage. Mit 276 Abbildungen. In Originalleinenband 4 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Daß der vorliegende Katechismus aus der Feber des rühmlichst bekannten Kunstschriststellers bereits eine sehr beifällige Aufnahme zu verzeichnen hat, beweist schon das Erscheinen der 5. Auflage, die von selten deS vor kurzem verstorbenen Verfassers noch sorgfältigste Durchsicht und Ergänzung erfuhr. In der Geschichte der Baukunst ist die verständliche und klare Behandlung des konstruktiven Elements in Wort und Bild willkommen zu heißen, die in anderen kunstgckchichtlichen Werken leider nicht selten hinter die ästhetische Würdigung der Baustile zurück- tritt. Dankenswert sind ferner die synchronistischen Tabellen zur Geschichte der Kunst unb die Notizen über die Entwickelung des Holzschnitts, deS Kupferstichs, der Radierung. Ein alphabetisch an- geordneteS Verzeichn!« technischer Ausdrücke und ein Namenregister erhöhen die schnelle Benutzbarkeit des empfehlenswerten BucheS.


