Ausgabe 
18.3.1899 Erstes Blatt
 
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msomehr eine gewisse Berechtigung nicht versagen können, «S in vielen Jahren der Apfelwein höher int Preise steht, 115 unsere geringen rheinhessischen und Bergsträßer Weine, janz abgesehen von den Beerenweinen, deren Preis zumeist an höherer, als der unserer geringen und mittleren Weine ifl. Wenn man nun unsere geringen Weine mit Mk. 60 Steuer pro Stück belegen will, wie wird man da den (j B. im Jahre 1886) ca. Mk. 30 bis Mk. 50 mehr kostend en Apfelwein und die noch viel teureren Beerenweine frei lassen können? Genau wie die Weinsteuer wird jedoch luch die Apfelweinsteuer nicht als Konsumsteuer wirken, jonDern es wird vielmehr wie beim Winzer die Weinsteuer - auch eine etwaige Apfel- und Bcerenweinsteuer von den kliirdwirten ganz oder zum großen Teil übernommen werden müssen. Denn der Apfelwein kann ebensowenig eine solche Sn uer vertragen, ohne daß sein Konsum sich ganz erheblich vermindern wird, wie unsere hessischen Weine. Dann werden auch wohl die Zeiten vorbei sein, wo der Landwirt pro Malter Mk. 12 und noch mehr für sein Kclterobst lösen tonnte, denn der Apfelwein kann nur dann Absatz finden, wtrnt der Zapf- bezw. Verkaufspreis über eine gewisse Höhe nichr hinausgeht. Es müßte deshalb, um die Apfelwein- Produktion und den Absatz in Hessen auch fernerhin zu er- mgilichen, der heute schon sehr hohe Apfelwein-Detailpreis soNlbestehen und nicht erhöht werden, was jedoch nur dann möglich ist, wenn der Landwirt die etwaige Apfelweinsteuer übernimmt, d. h. seine Aepfel um den Betrag der Steuer billiger giebt. Das dürfte einem Preis für Kelterobst von M 6 bis Mk. 8 pro 100 Kilo (statt seither 10 bis 12 Mk.) entsprechen. Wie groß der Schaden für unsere Landwirte ist, dürfte unschwer zu berechnen sein; er wird für viele derselben Hunderte von Mark betragen. Aehnlich verhält es sich mit dem Beerenwein, der in großen Quantitäten nicht nur ans Erd-, Stachel- und Johannisbeeren, sondern auch <iuö Heidelbeeren gewonnen wird, deren Zucht und Ernte zchl^ichen kleineren und ärmeren Familien einen zumeist rcchr notwendigen Nebenverdienst abwirft. Auch hier wird, wie beim Wein und Apfelwein, die Steuer am wirtschaftlich Lchwächern hängen bleiben und von diesem ganz oder zum großen Teil übernommen werden müssen. Unsere Kelterobst produzierenden hessischen Landwirte sollten hieraus ersehen, Paß eine Apfelweinsteuer sie genau so schädigen wird, wie eine Weinsteuer den hessischen Winzer. Steuern auf Natur­produkte, wie Wein, Apfelwein oder Beerenwein sind nie- iialD das, was sie sein sollen, d. h. Konsumsteuern, indem sie den Konsumenten entweder gar nicht oder doch nur zu tinern geringen Teil treffen. Infolge ihrer, im Gegensätze zu der Bier- und Branntweinsteuer, unsicheren Anlage, be- lasttm sie statt den Konsumenten denjenigen, der die Naturprodukte (Trauben, Aepfel, Beeren) erzeugt und das ist i user hessischer Landwirt.

M. N. AuS dem mittleren Niddathale, 16. März. Die Feldarbeiten haben bei uns begonnen, einige größere Landwirte haben Sommerweizen gesät. Das sind bei uns stlterie Vorkommnisse, die bemerkt zu werden verdienen. Die Felder bearbeiten sich sehr schön, obgleich es fast den ganzen ®intet keinen einzigen kräftigen Frost gab. Nicht minder Ätkiessant ist, daß manche Großpächter erst in diesem Tomate mit dem Ausdreschen ihrer Früchte zu Ende kamen. Die Fruchtpreise, besonders Weizen und Gerste, haben im Preise nachgegeben, dagegen hielten sich Roggen und Hafer, ^ies« Körnerfrucht, der Hafer, ist seit einer Reihe von fahren stets gesucht geblieben und hat gut rentiert.

8. Bingenheim, 16. März. Ihre Nachricht über den Un- >fiüiksfall, der sich am 13. d. Mts. hier ereignete, ist unzutreffend und bedarf der Berichtigung. Nach den Be­eisen, die sich inzwischen ergaben, kann von einem Sebst- :iorbe keine Rede mehr sein. Jeden abend stellte der junge ffichp ein überaus braver, freundlicher, junger Mann­te Wasser in dem eisernen Rohre des neuen Hausbrunnens ui, Zu diesem Behufe mußte der Brunnendeckel zurückgelegt Mlden, und um an den Abschraubkrahnen zu gelangen, mßüe sich, da dieser Krahnen ein ziemliches Stück unter Ü!( Erdoberfläche angebracht ist, der unglückliche junge Mann wrw»ärts beugen. Am Brunnenrande war es feucht und fischig, möglicherweise hatte es auch schon etwas Eis ge- gkjn. W. Repp glitt aus und stürzte mit dem Kopfe, Mvärts in den Brunnenschacht.

§§ Vom höheren Vogelsberg, 15. März. Seit anfang iiiq'er Woche ist auch hier das prächtigste Frühjahrs- »it ler eingekehrt. Die Landwirte beginnen mit ihren ^arbeiten. Die Wintersaat ist diesmal wieder vollständig Bigetommen, was früher nur alle 5 bis 6 Jahre einmal bi: Fall war, und scheint es, als ob unser rauhes Klima ffh zugunsten unserer Landwirte bessern wollte.

§§ Bermuthshain, 14. März. In dem benachbarten Mstwillenroth wird jetzt ein größeres Etablissement mit SMpfbetrieb für Holz-Industrie speziell zur Rechen- pbn falion errichtet. Gleichzeitig ist die Einrichtung für LMpfsägerei vorgesehen.

Darmstadt, 14. März. Die für die Bureaubeamten der Snichtsschreibereien zum Verständnisse und der praktischen SniDertung des bürgerlichen Gesetzbuches vom Justizmini- ftntam eingerichteten Jnstruktionsvorträge haben ftrStarkenburg am letzten Samstag nachmittag im hiesigen Mjpalast ihren Anfang genommen. Am Eröffnungsvor- l lüge: des Herrn Landgerichtsdirektors Dr. Hangen beteiligten sich 65 Beamte und Bedienstete. Der zweite Vortrag wurde esi den 25. März anberaumt. Auch in Mainz und Gießen ötgarnnen die instruktiven Vorträge am Samstag. In Gießen tibi tu solche jeden Samstag abgehalten. Für auswärtige Än-ßgerichte mit stärkerem Beamtenpersonale wurde die Ein- mÄming getroffen, daß das Gerichtsschreiberpersonal ab- nMnd die Vorträge besucht, und sich dann gegenseitig «üben gewonnenen Belehrungen vertraut macht.

Mainz, 16. März. Das gestrige letzte diesjährige symphon iekonzert fand zum Besten des Orchester- AHonsfonds statt. An Stelle des, leider sehr schwer

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erkrankten Kapellmeisters Emil Steinbach hatte der zweite Kapellmeister, Karl Pfeiffer die Leitung des Konzertes über­nommen und er entledigte sich seiner Aufgabe bestens. Er dirigierte die Orchesternummern bestehend aus: LiSzts reizender SuitelArlesienne'',Klingsors Zaubergarten und die Blumenmädchen aus Parsifal" (für den Konzert­gebrauch eingerichtet von Emil Steinbach) sowie die Ouvertüre zu Siegfried WagnersBärenhäuter" vortrefflich und hat somit den Befähigungsnachweis für die größten Aufgaben glänzend erbracht. Mit begreiflicher Spannung hatte man letzgenanntes Werk erwartet, sollte es uns doch mit der Erst­lingsarbeit des jungen Wagner bekannt machen. Derselbe hat von seinem berühmten Vater gar manches gelernt, gar manches aber auch abgeschrieben, er instrumentiert gut und zeigt eine sichere Hand, aber die Größe der musikalischen Behandlung des orchestralen Teils vermißten wir bei der Ouvertüre gänzlich. Dieselbe erscheint uns mithin als nicht mehr als eine bemerkenswerte Talcntprobe. Als Solisten waren Frau Lilly Rebna aus Paris und Herr Willy Burmester gewonnen. Erstere besitzt eine ziemlich große, gut geschulte Stimme, leider fehlt ihr aber jede tiefere Empfindung. Sie sang deutsche und französische Lieder, gefiel uns aber in den französischen ungleich besser. Herr Willy Burmester ist hier bereits als ein Geiger von hervorragender Technik bekannt, und auch gestern blieb ihm sein Erfolg treu. Er spielte Spohrs Violinkonzert in E moll Nr. 7" und WieniawskysFaust­fantasie" sowie als Zugabe eine Etüde von Papagini. H. L.

Aus der Zeit für die Zeit.

Vor 86 Jahren, am 18. März 1813, wurde zu Wessel­buren im Dithmarschen Christian Friedrich Hebbel geboren, einer der größten deutschen Dramatiker, doch auch einer der absonderlichsten, sodaß seine Stücke, trotz grandioser Schönheiten, reinen Genuß nicht gewähren. Seine berühm­teste Schöpfung ist die Nibelungen-Trilogie, welche seinerzeit den Berliner Schillerpreis (3000 Mk.) erhielt. Hebbel starb am 13. Dezember 1863 in Wien.

Schisssnachrichteu______

Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch bU Agenten (teil LooS und I. M. Schulhof.

Bremen, 16. März. (Per transatlantischen Telegraph«! Der Schnellpostdennpfer Lahn, Eapt. C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, ist heute 4 Uhr morgens wohlbehalten ta Newyork angekommen,

Bremen, 16. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer Bremen, Capitän W. Meißel, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, tst heute 4 Uhr morgens wohlbehalten to Newyork angekommen.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 19. März. Judica.

Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrer Schlosser.

Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für die Militärgemeinde.

Nachmittags 2y8 Uhr: Kinderkircke für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schloss er.

___Nachmittags 6 Uhr: Siehe Johanneskirche.____

Beichte und heil. Abendmahl wird gehalten werden: Grün­donnerstag abends 6 Uhr und Charfreitag im Vormittagsgottes­dienst, beidesmal für Matthäus- und Markusqemeinde gemeinsam. Ferner findet eine Abendmahlsfeier für die Matthäusgemeinde in Verbindung mit der Konfirmation am 2. Ofterfeierlag statt. Die Beichte dazu wird am 1. Osterfeiertag, abends 6 Uhr, im Anschluß an den Abendgoltesdienst gehalten werden.

In der Johanneskirche.

Vormittags 9*/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.

Abends 8 Uhr: Pfarrer Euler.

Mittwoch den 22. März, abends 6 Uhr: Sechste Passionsandacht Pfarrer Euler.

Nächsten Sonntag, Palmarum, Feier deS allgemeinen Buß- und Bettages. An demselben wird eine Kollekte erhoben zur Unterstützung von hilfsbedürftigen evangelischen Gemeinden unseres Landes, die an Orten mit überwiegend katholischer Bevölkerung bestehen. ,, , . _

Beichte und heil. Abendmahl werden gehalten werden: Grün­donnerstag abendS 8 Uhr und Charfreitag tm Vormittagsgottes- dienft, beidesmal für die Lukas- und die Johannesgemeinde gemeinsam.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 18. März.

Nachmittags um 4</i Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

Sonntag den 19. März. PasfionSsormtag.

Feier deS Großen Gebetes.

Vormittags von 6*/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.

um 7 Uhr: Die erste heil. Messe;

vor und in derselben Austeilung der heil. Eommunion;

Aussetzung des Allerheiligsten; 0 PW

um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe; Mlitärgottesdienst mit Predigt.

um 9Vt Uhr: Die dritte hl. Meffe mit Predtgt. (Fünfte Fastenpredigt.)

Die Betstunden beginnen des Vormittags um 7 Uhr und schließen des Nachmittags um 6 Uhr; die letzte Stunde ist von 5 bis 6 Uhr; nach derselben ist feierlicher Schluß mit Te deum.

Fremde Priester werden Beichte hören: Samstag nachmittag von 4V, bis 7 und 8 bis 10 Uhr, Sonntag vormittag von 8«/, bis 8 Uhr, Montag und Dienstag nachmittag von 3 bis 7 Uhr. , y Mittwoch nachmittag um 6 Uhr ist Fastenandacht.

Freitag nachmittag um 6 Uhr: Muttergottesandacht.

Gotterdlrust der israelitischen Keligiousgesellschast.

Sabbathfeier am 18. März 1899.

Freitag abend 6>5 Uhr, Samstag vormittag 8» Uhr Predigt, nachmittag 3« Uhr, Sabbathausgang 7«J Uhr.

Nachmittag 3 Uhr SchrifterklLrung Neustadt 13.

Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 6 Uhr.

Briefkasten.

3. in L. Bum Lragrn eines N volverg Gen.hwignns erforderlich, um die Sie zunächst bei der Ort-polizeibrhör'e do» kommen muffen._________ ______________________

Neueste Meldungen.

Depeschen deS Bureau .ftcrolb'.

Berlin, 17. März. Die Morgenblätter besprechen das Ergebnis der gestrigen Reichstags- Ab st immung. Der National-Zeitung- scheint das eine unbestreitbar, daß sich bei der Militär Vorlage wieder einmal der Mangel an Zu­sammengehörigkeit und ein daraus sich ergebendes Defizit an zielbewußtem Wandeln innerhalb der Regierung hcrauS- gestellt habe. Das Verhalten des Kriegsministers v. Goßler sei ein neues Anzeichen dafür, daß die Räder der Negierungs­maschine nur mangelhaft in einander greifen. DieVoss.Ztg." sagt: Der gestrige Kompromiß werde für die Nation nicht billig werden. Der Kriegsminister müßte seine Sache schlecht betreiben, wenn er es nicht versteht, im nächsten Jahre noch mehr als 7600 Mann durchzubekommen. Das Centrum werde dafür auch zu haben sein. DerDeutschen Tages- Zeitung" zufolge, sollen die maßgebenden Stellen des Reiches entschlössen gewesen sein, zum äußersten zu schreiten und den Reichstag aufzulösen. Daß dieser Entschluß nicht durch­geführt worden sei, sei nur der Vorstellung des Königs von Sachsen zu verdanken.

Berlin, 17. März. In der gestrigen Abendsitzung des Abgeordnetenhauses wurde die zweite Lesung des Etats vollständig erledigt. Heute erfolgt die dritte Lesung.

Wien, 17. März. Der Entwurf einer Abänderung der Wiener Wahlordnung, das allgemeine Wahlrecht mit der Bedingung der fünfjährigen Ansässigkeit in Wien wurde gestern von der antisemitischen Gemeinderats-Ma­jorität unverändert angenommen. Die sozialistischen Ar­beiter veranstalteten abends eine Versammlung vor dem Rathause und riefen: Hoch das allgemeine Wahlrecht, wir sind auch Wähler, nieder mit Lueger. Die Polizei mußte einschreiten, und die Menge flüchtete unter dem Rufe: Pfui, die Polizei. Eine große Anzahl Verhaftungen wurden vorgenommen.

Wien, 17. März. Das von jungtschechischer Seite ge­meldete Gerücht, der F i n a n z m i n i st e r habe seine Demis­sion gegeben, dieselbe sei aber nicht angenommen, wird von zuständiger Stelle als durchaus unwahr bezeichnet.

Pilsen, 17. März. Der deutsche Kouleur-Student Kolar wurde auf offener Straße von einem Polizisten verhaftet, weil er durch das Tragen der Kouleurkappe öffentliches Aergernis gegeben habe. Auf energische Vor­stellung einiger Kollegen des Verhafteten ordnete der Bezirks­hauptmann die sofortige Freilassung an.

Bozen, 17. März. Im chemischen Hörsaale der Real­schule zu Roverovo fand eine Explosion von Leuchtgas statt. Der Professor wurde schwer, einige Schüler leicht verletzt.

Rom, 17. März. DieOppinione" schreibt, daß der Papst von einer Ohnmacht in die andere falle und daß die Kräfte im Verfall seien. Andererseits wird gemeldet, Lapponi habe gestern den Papst bei guter Gesundheit an­getroffen. Der Papst äußerte zu Lapponi: Jetzt könne er ruhig nach Hause zu seiner Familie gehen. Bis 5 Uhr abends weilte Lapponi im Vatikan.

Rom, 17. März. In den nächsten Tagen wird sich der Deputierte Luzzatti nach Paris begeben, um mit der französischen Regierung über das vorgesehene Nachtrags- Uebereinkommen zum italienisch - französischen Handels­verträge, betreffend den Seidenhandel, ein Einvernehmen zu erzielen.

Paris, 17. März. Die Kammer wird die Beratung über den Haushalt Ende nächster Woche beenden. Die Beratungen des Senats werden wahrscheinlich nach den Osterferien beginnen.

Paris, 17. März. Ein dem Justizminister befreundeter Abgeordneter bestätigt die Meldung, nach welcher alle An­klagen gegen die verschiedenen Ligen in den nächsten Tagen von der Kammer fallen gelassen werden sollen. ES ist dies das einzige Mittel, damit sich das Kabinett aus der Sackgasse befreien kann, in welche es geraten, indem die eine Liga verboten, die andere unbehelligt war. Wie auch das Urteil ausfallen möchte, die Regierung hätte sich nach beiden Seiten hin Feinde geschaffen.

Paris, 17. März. Der frühere Unterrichtsminister im Kabinett Möline, Ramboud, will heute anläßlich der Interpellation Fabre im Senat über die Anmerkung von Offizieren für die neue Patriotenliga Beweise für die Ver­bindung der Liga der Menschen- und Bürgerrechte mit dem Auslande erbringen.

Paris, 17. März. Wie in unterrichteten Kreisen ver­lautet, waren die zur Leichenfeier Faures hierher entsandten Vertreter des Zaren mit einer besonderen, die Ab­rüstungs-Konferenz betreffenden Mission betraut. Von anderer Seite wird versichert, sie hätten dem Präsidenten eine neue Konvention zur Unterschrift vorgelegt, welche ein militärisches Abkommen zwischen Rußland und Frankreich enthielt, das nicht Deutschland, sondern England ins Auge faßt.

Madrid, 17. März. Die Königin-Regentin wird morgen den Friedensvertrag mit den Vereinigten Staaten unterzeichnen._________________________________

Ein unentbehrliches Toilettemittel

Myrrholin-Seife werden", schreibt ein bekannter Mediziner. In ähnlicher Weise äußerten fich s. Z. viele angesehme Aerzte, und daß diese Prophe­zeiung sich bewahrheitet hat, ist der beste Beweis für die Borzügltchkett dieser selbst für die zarteste Haut der Frauen und Kinder unübertroffenen Tolletteseife. Ueberall, auch tn den Apotheken, erhäMich.