Brief, in dem er ihn vermahnte, die Fortschritte der Wissenschaft durch derartige Phantastereien nicht in den Augen aller Verständigen zu diskreditieren. Er sei ja auch davon überzeugt, daß das Telegraphenwesen sich noch herrlich entwickeln würde, aber die Idee, daß man nach Amerika werde telegraphieren können, sei ihm denn doch wirklich etwas zu absurd. Bei allem Respekt, den er vor Bernsteins naturwissenschaftlichen Kenntnissen habe, müsse er doch dagegen Protest erhebe», daß dem Volke solche Trugbilder vorgegaukelt würden. Der Mann, der den bitterbösen Brief an Bernstein schrieb, war — Gottfried Kinkel! — Er hat es nicht mehr erlebt, daß die Leute bitterböse werden, wenn einmal eine Depesche von New-Aork mit einer Stunde Verspätung ankommt, und daß sie über das Fehlen einer transatlantischen Telephonverbindung sich ernstlich beklagen!
• Das erste Haus aus Aluminium. Wenn auch zahl, reiche Hoffnungen, die man noch vor kurzem auf die Verwendung des Aluminiums in der Technik gesetzt hat, verschiedener Umstände halber gescheitert sind, so hat sich das wunderbar leichte, silberweiße Metall zahlreiche andere Gebiete erobert. Seine trefflichsten Eigenschaften zeigt das Aluminium namentlich in seiner hervorragenden Eignung, mit anderen Metallen sehr leichte und wetterbeständige
Legierungen einzngehen, die sich dabei auch durch besonders hübsche Färbung cmSzeichnen. Eine solche Legierung a»S 20 Teilen Aluminium und 10 Teilen Kupfer wird gegenwärtig auch in Chicago, dem ersten Schauplatz so vieler technischer Neuheiten, zum Bcm eines größeren Gebäudes verwendet. Es handelt sich dabei nicht etwa um ei« kleines Häuschen, der neue Bau soll 17 Stockwerke bei der respektablen Höhe von 64 Metern erhalten. Das Gebälke wird selbstverständlich durch starke Eisenschienen gebildet, nach außen erhält das Haus eine Bekleidung mit der erwähnten Aluminiumbronze in der Form von Platten, die eine Stärke von nur 5 Mm. haben werden. Um dem Gebäude, das in einer der vornehmsten Straßen Chicagos gebaut wird, ein besonders schmuckes Aussehen zu verleihen, werden die Platten sorgfältig poliert; dadurch werden sie auch gegen atmosphärische Einflüsse besonders widerstandsfähig gemacht.
* Von dem Phlegma der Holländer erzählt „De GrenS- bode" eine bezeichnende Anekdote: Napoleon und der niederländische Bauer. Auf einer Reise in den Niederlanden kam Napoleon einmal an einen abgelegenen Bauernhof. Er beschloß hineinzugehen. Zwei Adjutanten bildeten sein Gefolge. Bei ihrem Eintritt in die Stube
sahen sie einen Bauer, der, mit der Mütze auf dem Köpft, ruhig sitze» blieb.
Einer der Adjutanten sagte z« dem Bauer, daß der Kaiser zu ihm komme. „Was geht mich das anl" antwortete der Bauer. Nun trat Napoleon an den Bauer heran und sagte: „Guten Tag, Alter!" Der Bauer nahm langsam seine Mütze ab, blieb ruhig sitzen und antwortete: „Guten Tag." — „Ich bin der Kaiser!" sagte Napoleon. — „Ihr?" antwortete der Bauer kaltblütig. — „Ja, ich bin der Kaiser." — „Das ist mir lieb," war die Antwort.
Den Kaiser schien der Mann zu interessieren, und er sagte nach einer kleinen Weile: „Ich will Euch glücklich machen."
„Ich verlange nicht mehr, als ich besitze."
„Habt Ihr Kinder, Töchter?"
„Ja, Töchter."
„Wieviel?"
„Zwei."
„Ich werde sie ausstatten."
„Das ist meine Sache."
Diese Antworten schienen Napoleon nicht zu gefallen. Er kehrte dem Bauer mit einem erstaunten Blick de» Rücken zu und ging brummend aus dem Hause wieder hinaus.
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