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des Hochzeitskleides und endlich drei Angebote für Tanz- 1 musik. Das langt! Fehlt nur noch Nestle, Soxhlet und bergt — Am 6. Juni ist Heuer die erste Hochbesteigung von Zermatt aus glücklich ausgeführt worden; drei Engländer bestiegen mit den zwei Führern Adolf Schaller und I Alois Biner das 4200 Meter hohe Rimpfruhhorn.
♦ Das größte Rofeusortiment in voller Blate befindet sich I gegenwärtig auf dem Ausstellungsplatz an der Forst- I Hausstraße in Frankfurt a. M. Die Pflanzung besteht jetzt bereits 3 Jahre, und zwar noch von der ehemaligen I Allgemeinen Rosen-, Blumen- und PflanzernAusstellung 1897 I herrührend. Daß die Rosen nach einer dreijährigen Pflan- I zung auf solch nahrhaftem Boden in ihrer größten Boll- I kommenheit stehen müssen, ist selbstverständlich. Das größte I Jntereffe jedoch für Rosenliebhaber dürfte darin bestehen, I baß hier über 2000 Sorten aus allen Klasieu in weit mehr I als 20 000 Exemplaren gegenwärtig in voller Blüte stehen. I Bekanntlich blühen einige Klassen, wie Centifolien, Kletter- I rosen, Gallica, Kapuzinerrosen, Moos-Centifolien nur ein- | mal und zwar mit der ersten Blüte im Frühjahr, also I augenblicklich mit allen übrigen Klassen zusammen. Em großartigeres Gesamtbild zu erblicken, als gerade jetzt vor- I Händen, dazu wird wohl selten Gelegenheit geboten sein, I zumal der Ausstellungsplatz, auf welchem noch verschiedene andere Sonderausstellungen, als die Begetationsgallerie von I i Ingenieur Rodeck mit malerisch-plastischen Darstellungen aus I 9 verschiedenen Ländern unserer Erde, elektrische Brutap- I parate rc., sowie gerade am nächsten Sonntag, dem 18. Juni, I nachmittags um 6 Uhr, eine Luftballonfahrt von Miß Polly I und Kapitän Forell ohne Gondel, frei am Ring schwebend, ftattfinden, zu dem billigen Entree von 30 Pfg. zugänglich ist. (Siehe Annonce).
* Die Mafsenaussperrung der Maurer in Berlin nahm bereits am Dienstag abend ihren Anfang. Auf 57 Bauten mit etwa 1100 Arbeitern wurden sämtliche Maurer um 6 Uhr I abends abgelohnt, und in aller Form bis auf weiteres ent- । I lassen. Unter den Ausgesperrten befanden sich gegen 500 I Zentralorganisierte und 387 Lokalisten, während der Rest teils nichtsozialdemokratischen Vereinigungen angehörte, teils I überhaupt nicht organisiert war. Die Zahl der Entlassenen I ist dann am Mittwoch vormittag auf mehr als 2500 ge- I stiegen. Auf einer großen Zahl von Bauten ruht die Arbeit vollständig. Unter den plötzlich arbeitslos gewordenen herrscht große Erbitterung, die sich weniger gegen die Arbeitgeber, als gegen die „Zentralisten" richtet, die durch ihre I zur Unzeit und ohne genügende Vorbereitung gestellte Lohn- I forderung die jetzige Lage herbeigeführt haben. In einer am Dienstag abend abgehaltenen Versammlung wurde denn auch der Entrüstung über das unüberlegte Vorgehen des I Maurerverbandes Ausdruck gegeben. Man betonte, daß die I burch Vertrauensmänner verbundenen Maurer sich in einer Zwangslage befänden und wohl oder übel im allgemeinen I jetzt mitmachen müßten. Die grundsätzliche Forderung des I 65 Pfg. Stundenlohnes wurde aber abgelehnt und folgende Erklärung angenommen: „Die Versammlung der durch Ver- I trauensmänner-Zentralisation organisierten Maurer Berlins I sieht der Aussperrung durch die Arbeitgeber mit Ruhe ent- I gegen. Die Arbeit auf den gesperrten Bauten wird nur I dann ausgenommen, wenn seitens der Unternehmer der Lohnkommission annehmbare Vermittlungsvorschläge gemacht I werden, in der Weise, daß beide Teile dabei befriedigt
werden."
• Neues von Tesla. Dem amerikanischen Erfinder Nicola Tesla scheint es nur noch wohl zu sein, wenn er sich in „höheren Regionen" befindet. Diesmal kann dieser Ausdruck wörtlich verstanden werden, denn er hat den über 4000 Meter hohen Gipfel des Pikes Peak in Colorado erstiegen, angeblich mit der Absicht, von dort Aetherwellen bis nach Paris zu senden. Man wird sich der unglaublichen Nachricht entsinnen, der zufolge Tesla im nächsten Jahre auf der Pariser Weltausstellung ein Boot vorführen will, dessen Bewegungen von New-York aus gelenkt werden sollen. Mittlerweile scheint sich Tesla wohl davon Überzeugt zu haben, daß das Experiment etwas schwieriger ist, als er angenommen hat, denn sonst könnte er seine Aetherwellen ja gleich von New-York aus nach Paris herüber- schicken, anstatt den beschwerlichen Aufstieg auf den höchsten Berg des östlichen Felsengebirges zu unternehmen.
* Vogelfang im Kanton Teffiu. Man schreibt der „Franks. Ztg." aus Bern: Die Grenzwächter der Eid- genosienschaft haben im Jahre 1898 38 Übertretungen des Bundesgesetzes überden Vogelschutz zur Anzeige gebracht. Auf ihren Streiftouren im Val Colla, auf dem Monte Caprino, im Muggiothal und besonders im Alto Malcantone (zwischen dem Agnothal und dem italienischen Vedascathal) haben sie über 13000 Fallen und sonstige Fangvorrichtungen für Singvögel zerstört. Leider sehen die Behörden des Kantons Tessin der Uebertretung des eidgenössischen Vogelschutzgesetzes ganz gleichgiltig zu. Es ist deshalb gut, daß die eidgenössischen Zollwächter im Auftrag des Bundes wenigstens die im Kanton Tessin den Singvögeln gestellten ! Fallen und Schlingen zerstören.
। » Reise um die Erde. Die achte von Carl Stanzens
Reise-Bureau, Berlin^., Mohrenstraße 10, geplante Gesellschaftsreise um die Erde ist durch genügende Einschreibungen gesichert und wird am 17. Juli bestimmt angetreten. . L
• Ucber die Yangtsefahrt des Prinzen Heinrich entnehmen wir einem Bericht des „Ostasiatischen Lloyd" aus Han kau folgende Einzelheiten: Die Festtage, welche Hankau gefeiert hat, sind in der denkbar schönsten und vollkommensten I Weste verlaufen. Hat auch wohl der Reise, die Prinz Heinrich von Preußen als Chef des Kreuzergeschwaders den I Yangtse hinauf unternommen hatte, und auf der er drei I Tage in unserer Stadt weilte, jeder politische Charakter I ferngelegen, so läßt sich doch nicht leugnen, daß durch diese I Reise das Deutschtum an allen den Plätzen, die der Prinz I berührt hat, ganz besonders aber hier in Hankau, eine
(uni. Der heu en lang ersehr
versenden in einzelnenMetern bei Aufträgen von 20 Mark an franko.
Universitäts-Nachrichten.
— Berlin. Da« Prädikat „Professor" wurde dem Aiststmtm des Instituts für Jnfektionskrankhetten in Berlw vr Max Beck sowie den Prtvatdozmten in der medizinischen Fakultät der Universität Berlin Dr. Paul Heymann, Dr. Georg Anton Salomon und Dr. Karl Benda beigelegt.
— Berlin. Der Oberbtbltothekar an der KSnigltchm Bibliothek Dr. Karl Boysen ist zum Direktor der Königltchm und Uni- versttätSbtbliothrk zu Königsberg i. Pr. ernannt worden.
— Zürich. In der philowphischen Fakultät der hiefigen Hochschule ist eine außerordentliche Profesiur für Geometrie tmfitet worden. Dieselbe wurde dem bisherigen Prtvatdozrnt für Mathe« mattk Dr. A. Weiler übertragen.
Bon Mund zu Mund
der Patent-Myrrholtn-Seife als unübertroffene hygte- . Nische Tollettesetfe fortgepflanzt und groß ist heut die Anzahl derer, die dem fortgesetzten Gebrauch dieser ärztlich so warm empfohlenen Seife eine gesunde, feine Haut und schönen Teint verdanken. Ihre Anhtwger mehren fich von Tag zu Tag und in allen Ländern, wo Deutsche wohnen, findet eine fortwährend fich steigernde Nachfrage nach der Patent Myrrholin-Setfe statt, diesem unübertroffenen Produkt deutscher Forsch
ung und Industrie. Wer dieselbe einmal gebraucht, wird st« unentbehrlich finden. Ueberall, auch in dm Apothekm, erhältlich.
'Hannover, 14. Juni. Lutherfestspiel. Auf Ver- anldötiuniii des hiesigen Zweigvereins des Evangelischen Bundes I fanM hier in der Zeit vom 28. Mai bis 14. Juni unter MrWikmng von 400 Dilettanten aus allen Kreisen der BeMckrung 16 Aufführungen des Devrient'schen Luther- feWd<!8 im Königlichen Hoftheater statt. Der Besuch der DcLMlimgen aus Stadt und Land war em so überaus regMtxllß fast Abend für Abend das Haus ausverkauft war. 5)i j» lö'i'eitig gewünschte Verlängerung der Ausführungen | lie^iE^ leider nicht ermöglichen, da vom 15. Juni an über : da'^SMheater anderweitig verfügt war. Noch höher als Detn:iu $ere Erfolg ist jedoch der ideale anzuschlagen, da ^eHil'Ifführungen im hohen Maße geeignet waren, bei TaÄmicen und Abertausenden von Zuschauern das evange- lifiHNrwußtsein zu beleben und zu stärken. Die Leitung betn:liegen Spiele lag in den Händen des bekannten und betlmMm Luther-Darstellers, Hofrat Hugo Edward aus Dcüimjt Adt, der es verstand, die zahlreichen dilettantischen „EMg^enossen" in vortrefflicher Weise für ihre Aufgabe zu schliß and zu begeistern. Neben Hugo Edward wirkte nur eimuSeerufs-Schauspielerin in den Festspielen mit: Frau f utij. . Vck. hwuser-Burska aus Berlin, welche die Katharina it Släser^ vomöoma in ausgezeichneter Weise darstellte.
' Aus der Schweiz. Was in Zürich jung verheizt tet en Eheleuten alles zugemutet werden kann, dalor. ffingt die „Neue Zur. Ztg." ein Lied. Danach erhielt do dr.mp.Herr kurz nach seiner Eheverkündigung mt städtischen AM-olackt folgende Angebote zugesandt: vier Einladungen zu M Mschluß einer Lebensversicherung, drei Angebote für Ui^mrsicherung, acht Prospekte von Hotel- und Gasthofs- be%ni, zwei Tarife von Fuhrhaltern, einen Preiskourant MmMautschmuck, zwei Anfragen betreffend die Lieferung
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Ulrichstein, 14. Juni. Ein seltenes Jagdglück hat I hat. kill leieftger Jäger, Herr Gerichtsschreiber L. Seit Er- össiinW »er Jagd am 1. Mai hat derselbe m einem Zeit- I rau. Z von 5 Wochen schon 8 Rehböcke zur Strecke gebracht. I Es : ist imd ein Beweis von dem gegenwärtig sehr starken Wi.Ibreictötum des Oberwaldes. Trotz ihres Wildreichtums sinllÄ die Gemeindejagden in hiesiger Gegend noch ntebng im i freiff. .
§§ Ans dem Kirchspiel Crainfeld, 14. Ium. Zu dem .. Ihr Kummer 137 des „Gießener Anzeigers" gebrachten Nrtlfiild , .Aus Oberhessen" betreffend die sogenannten eüiichct schmäuse, sei hier mitgeteilt, daß diese Unsitte | ai[fr;9etimben des Herrn Pfarrer Fuldat und des Kirchen- vorlfhüdüS schon seit 4 Jahren abgestellt ist. Nur von üUÄtW gekommene Trauerleute werde» mit Effen ober Ka' rfjie brrroirtet. Auch im Kirchspiel Herchenhain sind die Lei'chzscl,mäuse durch Herrn Pfarrer Koller seit etwa acht Ja.Am beseitigt worden. .
Van-ms, 14. Juni. Die Bauten der beiden Rhein- br-zücken schreiten rüstig voran. Bei der Straßenbrücke ist Mit Gisenkonstruktion für die Fahrbahn nahezu vollendet. ?YÜ mit Oammaufschüttung zur Eisenbahnbrücke ist nahezu der: chwerliche Baugrund bis an die Strecke Rosengarten— Ho eHm Sherbeigeschafft. — Die hiesige Kampfgenossen- s ch:«it begeht am 9. und 10. Juli ihr 25zähriges Stif- tuwMt Ueber 100 auswärtige Vereine haben ihre Beteil Äznng an dem Feste zugesagt. Als Festplatz ist die SeÄmimese an der Turnhalle dem Vereine zur Verfügung tieiM vi'vrden. 8- .
«ui Heffe«, 14. Juni. Die Zahl der Schüler in den Pr) hak andenanstalten für Lehrer zu Wöllstein, LinMsells und Lich betrug am Anfang des Schuljahres 18; W9 einschließlich der Neuaufgenommenen 185. Davon waiMitiach der Konfession 129 evangelisch, 55 katholisch uiüL.I israelitisch. Abgegangen sind im Laufe des Schul- jahWZlll Schüler. — Die Zahl derjenigen Personen, we^e im: Zahl: 1898 wegen Bettelns und Landstreicherei zur Be- ftröaita gelangten, betrug in ganz Hessen 1658 (1897 1968), in üWfenburg 677, Oberhessen 368 und Rheinhessen 613 Ueljiwifungen an die Landespolizeibehörden fanden 2<4 ftaritttrotoöon 70 auf Starkenburg, 89 auf Oberhessen und 11*155auf- Rheinhessen kamen.Mainz. Anz.
-Über i 1899er Wiesenfutterergebnis fallen. Es stellt sich I hierher tz! raus, daß die Erträge durchaus nicht so hoch sind, als ! kh annahm. In den Gärten und auf den Wiesen, I bi? i bei den Dörfern liegen und in der Regel mit JauK uind Kompost überfahren werden, die auch in der erste ui >uniwoche abgerntet wurden, weil das Gras ftüher es recht gute Erträge. Die übrigen Wiesen haben iebaaibiAt mehr als eine Mittelernte, weil der rauhe Mai mit - Tifm ewigen Gesudel keine richtige Feuchtigkeit und dcchim riuch kein richtiges Bodengras brachte. Mit dem Futitttiiki>cht»m schaut es daher auch gar nicht so gewaltig tiu8j;.,D?il! dazu kommt, daß der großen Trockenheit roegeit, das-.j : tzLn der Runkelrüben fast unmöglich geworde« ist unbi.iit Kartoffeln, sowie das Gemüse nicht recht voran roolHi Der Bauer thut aus diesen Gründen sehr wohl bar.ic, wenn er seine Futterstoffe recht sehr zusammenhält, wei’IHie Aussichten auf einen zweiten Kleeschnitt und eine qutis^urmmeterntc bedeutend zurückgegangen sind. Bei uns ist In Trockenheit fast so groß geworden, wie m dem „sck vnzk N Jahre" 1893. Die Erde hat auf den Feldwegen, Fu.Wdfii und Kleeäckern breite Riffe bekommen, weil feit . ietr .ii Brunen kein durchweichender Regen niedergegangen ist. Fal?IJaI sich mit seinen Wasserfluten für den Monat Ium miet rod;' nie blamiert, wenigstens für unsere Gegend. Heute trö W «es ein wenig, aber es ist kein rechter Zug darin.
'ggm Sonnenaufgang war es in den letzten Tagen so kalt, ^»(n'ich tEis an den Sensen der Mäher bildete. Mai kühl, JuiMmtz, füllt dem Bauer Scheuer und Faß, heißt lene Balmmngel, die uns dieses Jahr im Stich laßt. Es ist .ibe’irimmer »och nichts versäumt, wenn wir jetzt Feuchtigkeit
«durch die so kommt die rs auch den K- Ssetzen der Difc. chender Regen sc ni, Gestern wilitiirische-- itterien des trigen Morgen '/ er einquartirt.Jf l ren und welches um;;
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Ätz le>n die '« ilttl letzte SchM ' ^^ädchen 2... . wurden 21 < ■nn^en unb Ki ^^ltungsW an derselben^ d Vravi» 8it6en, 16.
nbent Hesse«, :r' 6l Jahre ab ■ Kaiser, 71 lesF.8. Neun 'y- K Elisas s Langen-BE ler, geb. Brock, . Peter I @t[j
75 Jahre ab n>e. Susanna ss,. h'cago, erg. Sebewaing/l , 57 Jahre alt,» S, 80 Jahre alt, ian Rausch, '5,\ , Katharina Men aus Wersau, alt, aus Oppenhei :, yb. Staufer,. ,. Sheybohgar, & , aus NiedersaLi Wenzel, 76M lip, Tazewell Co,)l Ilsfeld. Leavm7 aus Hessen. 3* >1 Jahre alt, aU ppine Marie Bei
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Belebung und Kräftigung erfahren hat, die ihm auf die Dauer von großem Nutzen sein muß. Nachdem der Pnnz an Bord der „Gefion" Nanking verlassen hatte, ging die Fahrt stromaufwärts weiter nach Hankau. Unterwegs wurde am Mittwoch 27. April, nachmittags vor Kiukiang geankert, welche Stadt der Prinz zu kleinen Einkäufen besuchte. Am nächsten vormittag um 9 Uhr wurde Hankau erreicht. Ein chinesisches Kanonenboot feuerte für Prinz Heinrich einen Salut. Eine halbe Stunde, nachdem das Schiff geankert hatte, machte der Generalgouverneur Chang Chih-tung, der von einem Gefolge von Mandarinen begleitet war, dem Prinzen einen Besuch an Bord der „Gefion". Beim Verlassen des Schiffes wurde der Generalgouverneur durch das Feuern eines Saluts geehrt. Unmittelbar darauf schiffte sich auch der Prinz selbst aus, um in Hankau im Hause der Herren Melchers & Co. Wohnung zu nehmen, wo er von dem deutschen Konsul Herrn Dr. Grünewald und Herrn Thyen, als Vertreter der Wirte, empfangen wurde. Um 1 Uhr mittags folgte der Prmz einer Einladung der Herren Dr. Grünewald und Thyen zum Frühstück, an dem die Vertreter der deutschen Firmen Hankaus, die ehemaligen deutschen Offiziere, zurzeit Jn-
I ffrufteure der Wuchang-Truppen und -Schule, mit ihren Damen Mitnahmen. Der Nachmittag war für den Besuch einer Reihe von Geschäftsanlagen Hankaus bestimmt. Am nächsten Morgen ging der Prinz zunächst auf der „Gefion nach Hanyang, wo er die Eisenwerke, das Arsenal und die Gewehr- und Kanonenfabrik besichtigte. Der Generalgouverneur Chang Chih-tung hatte zu diesem Zwecke einen Sonderzug zur Verfügung gestellt. Darauf ging es an
I Bord des Kreuzers weiter nach Wuchang, wo ein Saint I auf die chinesische Flagge gefeuert wurde. Mittags er- I wiederte der Prinz den Besuch des Generalgouverneurs
Chang Chih-tung. Gleich darauf sand bei letzterem cm I Diner statt, an dem außer dem Generalgouverneur auch I die höheren chinesischen Beamten teilnahmen. Prinz Heinrich unterhielt sich sowohl während der Mahlzeit wie hinterher
I beim Kaffee mit dem Generalgouverneur auf das angelegen^ I lichste. Der Generalgouverneur brachte zuerst einen Trink- I spruch auf den deutschen Kaiser und dann auf den Prinzen
Heinrich aus. Chang Chih-tung sagte: „Es gewährt mir I eine innige Freude, Euere königliche Hoheit in dem mir unterstehenden Gebietsteile, den Euere königliche Hoheit mit
I Ihrem Besuche beehrt haben, willkommen zu heißen. Schon I lange sind mir die hervorragenden Charaktereigenschaften I und glänzenden Talente Euerer königlichen Hoheit bekannt, und ich weiß, wie sehr Ehre und Gerechtigkeit von Ihnen hochgehalten werden. Der Besuch im fernen Osten wird
I Euerer königlichen Hoheit Gelegenheit gegeben haben, I selbst zu sehen, wie die kaiserlich chinesische Regierung sich aufrichtig bemüht, ihre Beziehungen zu befreundeten Nationen zu pflegen und das gegenseitige Vertrauen zu fordern, ^ch
I bin fest überzeugt, daß Euere königliche Hoheit bet Vorkommnissen, welche sich aus den politischen Beziehungen
I Chinas zum Auslande entwickeln können, Recht und Unrecht scheiden und den wahren Sachverhalt zu erkennen imstande sein werden. Dann werden Euere königliche Hoheit berufen
I sein, Seiner Majestät dem deutschen Kaiser die Sachlage zu unterbreiten und so zur Hebung des guten Einver-
I nehmens zwischen China und Deutschland und zur Stärkung der Freundschaft zwischen den beiden Ländern wesentlich
I beitragen." — An einem folgenden Tage machte der Prinz von Shihui Yao aus, das auf der Fahrt nach Woosung passiert wurde, mit der Bahn einen Ausflug nach den Erz- . und Kohlenminen. Am Mittwoch wurde in Wuhn angelegt,
: I wo während der Morgenstunden von 6 bis 9 Uhr eine । I Jagd auf Bekassinen veranstaltet wurde. Während dieser i Zeit gestattete der Prinz auch der Musikkapelle, an Land
: zu gehen und dort zu konzertieren, womit den Bewohnern
i des Ortes ein seltener und lang entbehrter Genuß bereitet
ter M. . -
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