Ausgabe 
17.3.1899 Zweites Blatt
 
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gewiß nicht für den Glücklichen, der am 14., 15., ^.. IB. unb 19. Avril den Haupttreffer der WohlfahrlS-Lofe L Mk. 3 30 (Porto und Liste 30 Psg. mehr) der 2. Lotterte zu Zwecken der deutschen Schutzgebiete gewinnt. Lose empfiehlt das General-Debit Ludwig Müller & Eo., Bankgeschäft in Nürnberg, tn München »no hier alle LosoerkaufSstellen.

erscheint. Er stand tief südlich am Himmel, bewegt sich aber nordwärts, und sein Ort war am 6. März gemäß ! der Beobachtung auf der Lick-Sternwarte: Rektascension 54» ii; Deklination 24« 9'. Nach den vorläufigen Rech­nungen auf dieser Sternwarte erreicht der Komet am 14. April seine Sonnennähe. Am 16. März steht er in 54« Rektascenston und 12« südlicher Deklination, also südlich von den Sternen ö und e in Eridanus. Am 5. März hat Professor Wo l s auf der Sternwarte Königstuhl bei Heidelberg einen äußerst I lichtschwachen Kometen photographisch entdeckt, der an Hellas- I feit einem Sternchen 11,5. Größe vergleichbar war. Es I ergab sich, daß es der Tultlesche Komet von 13*/5 Jahren I Umlausszeit ist, dessen Wiederkehr im gegenwärtigen Jahre I rechnungsmäßig zu erwarten war. Derselbe ist zuerst im I Jahre 1790 gesehen worden, darauf blieb er unsichtbar bis I zu seiner Rückkehr 1858, wo er als periodisch erkannt wurde. I Rechnungsgemäß kehrte er 1871 und 1885 zur Sonne I zurück, war aber so außerordentlich lichtschwach, daß er nur I mit den größten Ferngläsern gesehen werden konnte. Für I die Wiederkehr im gegenwärtigen Jahre war von Dr. Rahts I in Königsberg eine genaue Vorausberechnung erfolgt, wonach I er in den Monaten März bis Mai vielleicht sichtbar werden könnte. Dies hat sich also bestätigt, doch steht der Komet von dem vorausberechneten Ort etwas weiter ab, als man I erwarten durste. Die Helligkeit des Kometen wird bis Ende März voraussichtlich nur sehr wenig zunehmen.

* Uniformen auf der Buhne. Bon einem neuen Zensur­stückchen sind die Wiener Privatbühnen betroffen worden, indem ihnen sämtliche österreichischen Uniformen von der Szene weggestrichen sind. An einem der letzten Vormittage I wurden die einzelnen Vertreter der Privatthealer vor das zu­ständige Polizeibureau ihres Bezirks geladen, wo man ihnen die I betreffende Verfügung der Zensurbehörde der Statthalterei vor­las. In dieser heißt es, daßvon nun an sämtliche auf Wiener I Privattheatern gezeigte Militär- und Beamtenuniformen sich in derart markanter Weise von den zurzeit in Oesterreich üblichen unterscheiden müssen, daß jede Verwechslung aus- aeschlo sen erscheint." Die Vertreter der Bühnen mußten darauf durch Unterschrift bestätigen, daß ihnen die Ver­fügung mitgeteilt worden ist. Damit sind die österreichischen Uniformen denn in der That so gut wie verbannt von der Wiener Privatbühne. Die Direktoren wollen übrigens wie es nicht anders zu erwarten war, gegen die neue unwill­kommene Verfügung Protest erheben.

* Verkehrswesen. Wie sehr man in England bemüht I ist, das Reisen bequem zu machen, zeigt der Bericht über I die am 9. ds. Mts. erfolgte Eröffnung einer neuen Linie I der Great Central Railway, welche von London nach der I Ostküste führt. Die Züge dieser Eisenbahn bestehen nur aus Wagen 3. und 1. Klasse, die Wagen 3. Klasse sind alle mit gepolsterten Bänken und riesigen Fenstern versehen. ! Außerdem giebt es einen Speisesalon und einen Küchen- I wagen für die 3. Klasse. Der von der Central Railway gebotene Komfort erregt sogar in England Aufsehen. Ein Passagier 1. Klasse kam dieser Tage erst in dem Augenblick, als der Zug sich in Bewegung setzte, sprang rasch in den I hintersten Wagen und pries den Zufall, der ihn gerade in I einen Wagen der 1. Klasse geführt hatte. Erst beim I Essen erfuhr er, daß er 3. Klaffe fahre, worauf er erklärte, I er werde ferner überhaupt nur 3. Klasse fahren.

M.P.C Submarine Boote. DerIngenieur D. Alton, I welcher das letzte Nordenfelt'sche submarine Boot konstruierte, I und dasselbe in den Jahren 1886 und 1887 führte, bis es I verloren ging, verurteilt in einem Briefe an die Londoner IIngenieur-Zeitung" ausnahmslos alle Arten von sub­marinen Fahrzeugen. Er sagt, daß die Konstruktion solcher Schiffe eine Art Verrücktheit zu sein scheint, von der die verschiedenen Staaten zu gewiffen Zeiten befallen werden, I bei der zunächst überall derselbe Enthusiasmus herrscht, die­selben Hoffnungen gehegt werden und derselbe Unsinn ge- schwatzt wird. Das submarine Boot mit seinem geringen Tragvermögen und der Gefahr für die eigene Besatzung ist I als Kriegsmaschine undenkbar, oder wie Lord Beresford sagt: Dasselbe ist eine ganz nutzlose Kriegsmaschine schon wegen der fehlenden moralischen Eigenschaften der Mann­schaft, welche stets in Himmelsangst schweben würde. Die Resultate mit dem Nordenfelt-Boote haben die völlige Un­möglichkeit jeglicher Art von Unterseeschiffen gezeigt. In der deutschen Marine sind solche Versuche bisher nicht ge­macht worden, da, abgesehen von den oben angeführten Gründen, die Undurchsichtigkeit des Wassers eine sichere Führung unmöglich macht.

* Bismarcks Humor. Eine bisher noch Nicht veröffent­lichte Bismarck-Geschichte wird demWiener Tageblatt" aus der Kreisstadt Wenden in Livland berichtet: Dort lebt ein ehrsamer Bürger Namens Trampedang, der vor einer Reihe von Jahren Gelegenheit hatte, den ersten seiner Ehe entsprossenen Buben zur Taufe zu bringen. Vorher schrieb Herr Trampedang, ein begeisterter Bismarck-Ver. ehrer an den Reichskanzler einen Brief, in welchem er um die Erlaubnis bat, dem Jungen den VornamenBismarck" beizuleqen. Der alte Reichskanzler beantwortete eigenhändig das Schreiben des Wendener Bürgers und Stadthauptes in Zustimmendem Sinne; zum Schluß hieß cs:Sollte mir trotz meines hohen Alters (der Fürst war damals siebzig) der Himmel noch einen Jungen bescheren, so werde ich nicht verfehlen, ihn - Ihre Einwilligung vorausgesetzt _ auf den NamenTrampedang" taufen zu lassen." I Der Wendener Bürger verwahrte dieses Schreiben Bismarcks sorgfältig unter Glas und Rahmen, und er nannte den Knaben, der inzwischen ein Heranwachsender Primaner ge­worden ist, wirklich Bismarck. EinTrampedang Bismarck" I aber ist, wie vorauszusehen war, ausgeblieben.

I *Furchtbar g'lacht." Der Berliner Kunstkritiker Fritz I Stahl hat, wie verschiedene Blätter melden, an dem Tage nach der bekannten Kunstdebatte im Reichstag den Professor Stuck besucht. Er fragt das Stuck'sche Ehepaar | nach dem Eindruck, den jene Debatte auf sie gemacht habe,

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ng aus dem Deutsi dem soeben erschiri: Deutschen Reichs yr_ seit Gründung des ntwerpen, RottcLe. i nur 20,966 bd-f- 1 24,631 im Ire im Jahre 1895 1 hre 1887 und W- 1881 ist die chnten Teil herchMt» en letzten vier pnro; wahren 1875 »Mw mit 22,898 M y >r die AuÄndemg ^ständige Mn nvch'' gütige Mrkmch^ m Auswanderern W' er MMsche W" ' Te 189717,030) W ad) M^orbami 180) nach anderen D. » , mW «m

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I(ftflurierung8ar6eiten vorgehen; endlich sollen die aufge- knt»enen Altertümer in einem hierzu geeigneten tofal unter I Fracht und verwahrt werden. Der jeweilige Burgermeffter In Reichenweier ist Ehrenpräsident des Vereins. Hier liezt einmal eine Dereinsgründung vor, der man die vollste I ".££"Ä SÄT"" Montag in der Deputiertenkammer der Marineminister Lockr oy, eine zweifache Untersuchung, technisch und ger,ch . lich, habe bisher keinerlei positive Erfolge gehabt, denn auf her Unglücksstätte habe sich keine Spur gefunden, und die rMffpn9 Neunen der Katastrophe seien tot oder Nicht im I Lbe Hufnärunqen zu geben. Das Pulvermagazin bestand »s zwei gettenn^en Magazinen das eine en.h.eli braunes Pulver, das keinen Unfall veranlassen kann, in dem anderen I Kb sich sogen. Pulver B, dessen Beständigkeit mcht voll- kmmen ist. Der Schweseläther, welcher einen Bestandteil I blfL Pulvers bildet, kann verdunsten und das Pulver sich rliü tzen. Bisher haben solche Zersetzungen noch kemen Un- lil herbeigeführt, sie finden auch nur statt unter dem Em- flu6 sehr hoher Temperatur, wie dies an Bord desAd- I miml Dnperrö" der Fall gewesen ist. Die Temperatur in dem Pulvermagazin von Lagoubran hat nie mehr als 19 L. betragen. Die gerichtliche Untersuchung verfolgte den Zweck, sestLustellen, ob es sich um ein Attentat handelte:Unsere Aus merksamkeit muß ernstlich auf die Vorgänge tn der Um- yegcnd von Toulon und dem Arsenal gerichtet sem. Die M.siichkeit eines verbrecherischen Anschlages ist augenschein­lich ein solches kann auch durch Unterschieben einer ein Ühriverk enthaltenden Kiste an Stelle einer Pulverkiste ober durch Einschleppen einer anberen Höllenmaschine in das Pul oermagazin ausgesührt werben. Er glaube, daß man | die Pulvermagazine in weiteren Zwischenräumen anlegen I uni sie isolieren müsse. Er werbe zu diesem Zweck einen Mit von bem Parlament verlangen.

* Deutsche Einwanderung in New York. In ben letzten I fahren hat unter ben erschwerenben Gesetzen bie Em- HBberung beutscher Reichsbürger erheblich angenommen. Roch vor 15 Jahren lanbeten allein in New-York nahe an 200 000 deutsche Einwanderer, das heißt etwa ein Drittel I Kindlicher Zuwanderer überhaupt. Im Jahre 1897 war diese-Zahl auf 22533 gesunken, um die Hälfte weniger als bk Ankömmlinge aus Oesterreich-Ungarn. Wenn sich dieser erfreuliche Rückschritt in den letzten Jahren besonders rasch entwickelt hat, so liegt das an dem ersprießlichen Wirken aufrichtiger Gesellschaften, die ihren Auswanderern reinen ©ein einschenken über das, was ihrer hier im fremden Saibe harrt, sie darüber aufklären, daß arbeitsscheue, un- »is ende Menschen hier nicht das Gold auf der Straße finden, daß eine Kenntnis des Englischen sehr erwünscht, I di notwendig ist, daß das Leben in dem größten Teile b(u Bereinigten Staaten unvergleichlich viel teurer ist als d°h«im, daß ein Tagelohn von 1 Dollar ober etwa 4 Mk. Mi das bebeutet, was etwa ein Wochenlohn von 30 Mk. | für ben beutschen Arbeiter vorstellt. In New-York hat m i liefet Richtung unb überhaupt als thatkräftige Freunbin 1 der unberatenen unb mittellosen Deutschen die seit 1784 bestehendeDeutsche Gesellschaft" segensreich gewirkt Aus dem eben ausgesandten Jahresbericht ersieht man, daß im verflossenen Jahr fast 14000 Dollar für wohlthätige Zwecke in Deutsche und ihre Nachkommen verausgabt worden sind, im einzelnen für Krankenpflege, freie ärztliche Besuche, Mahlzeiten, Kohle und Kleidung, auch etwa 40000 Mk. bar. lieber 10000 Männern und Frauen wurden unenb «ll'lid) Arbeit nachgewiesen. Auch im vergangenen Jahre mißten wieder 3599 mittellose oder lästige Ankömmlinge iiiüüidgefanbt werben, aber es waren nur 185 Deutsche larrnnter. Zu seinem siebzigsten Geburtstag hat die Deutsche Gesellschaft zu New-York unfern berühmten Lanbs- mi.in Karl Schurz einstimmig zu ihrem Ehrenmitgliebe er- iaiunt, eine Huldigung, die seit dem Bestehen der Gesell- sta.st nur dem seiner unbegrenzten Wohlthaten unb ebenso °nb egreuzten Reichtümer wegen bekannten Schwaben Johann Za-kob Astor aus Walborf zuteil würbe.

* Vergehen gegen das Nahrnugsmittelgefetz. Eine von hc Nahrungsmittelpolizei entbeefte Fälschung kam dieser Tage vor bem Schöffengerichte Elberfelb zur Verhand- lung. Der Hänbler H. verfälschte bas bekannte Magai ba- tucch, daß er ein anbered Probukt, bas er nicht absetzen bunte, bamit vermischte, unb die so gepanschte Ware als Maggi verkaufte. In anbetracht seiner bisherigen St-raslosigkeit wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe von M. 20., eoentl. 4 Tagen Gefängnis, und zu den Kosten Kcurteilt. Besonders betont wurde die Gleichmäßigkeit der Viaggi-Würze, sowie die große Sorgfalt, mit der die Maggi- 8e-ellschaft die Herstellung ihres Produktes Überwacht, indem ßc dasselbe selbst unter die Kontrolle der Nahrungsmittel- svlizei stellt.

* Aus dem Notizbuch eines eiligen Reporters: ,biin Mann, Namens Drucker, ist ermordet aufgefunden toben. Der Mörder hat die scheußliche Thal sicher nur les Geldes wegen verübt, doch glücklicherweise hat Drucker jernbc am Tage vorher sein ganzes Gelb auf bie Spar- bfsse gebracht, so baß er nichts weiter als sein Leben ver­loren hat." lieber einen Straßenunfall:Das unglück- lichie Opfer würbe ins Krankenhaus gebracht, wo sich ber tan auch noch jetzt befinbet unb erfreuliche Fortschritte jur Besserung macht, obgleich er von dem Chefarzt der Walt und einigen feiner erfahrensten Assistenzärzte be­sudelt wird." Von einem Schiffsunfall:Es gelang hum Kapitän, von bem fintenben Schiffe bie nahe Küste iNimmeub zu erreichen unb zugleich bas Leben seiner $rrjßu zu retten. Es war bei der Marine-Versicherungs- ^iellschaft mit 100000 Mk. versichert unb trug eine volle hbtung Zement."

* Neue Kometen. Am 3. Marz ist von Swift in flonrbamerifa ein neuer Komet entbeckt worben, ber als etatrn 7. Größe mit runder Nebelhülle und kleinem Schweif

und die Frau Profefforin antwortete :Furchtbar g lacht harnrnr alle zwei." Das war jedenfalls auch das einzig richtige. ________________

Sitterfltur, Wissenschaft und Kunst.

- Stein der SSeifen* enthält in seinem kürzlich er- schienenen 14. Hefte abermals eine Anzahl ebenso instruktiver als illustrativ bemerkensiverter Abhandlungen, von welchen wir vor­nehmlich jene über die Kriegsbrückenbauten, über Dampfmaschinen, bie Vorarbeiten bei Weingartenanlagen und die intereffanten Reproduktionen von Mondphotogiaphien zu dem Artikel MarSkanäle und Mondkanäle hervorheben möchten. DaS Heft enthält ferner eine anziehende Schilderung einer Eisenbahnfahrt nach KonNantinopel (zweite Hälfte), illustrierte techiäsche Mitteilungen (JnftruktionSwagen, Kamine rc), naturwiffenschafiliche Mitteilungen (darunter über Lawinenstürze in den Alpen mit zwei Abbildungen), sowie zahlreiche Notizen für Haus und Hof. .Der Stein der Weisen" (A. HaN- leben'ö Verlag, Wien) füllt seine Stellung als einzige m deutscher Sprache erscheinende populärwiffenschastliche Revue so vorzüglich aus, daß er von jedem Interessenten als eine universelle Informationsquelle benützt werden kann. Der vor kurzem abgeschlossene 21 Band fuhrt in überzeugender Welle die Thatsache vor Augen, daß bie Zeitschrift ihrer schwierigen Ausgabe in allen Stücken gewachsen ist.

Universtläts Nachrichten.

Marburg. Der außerordentliche Professor in der tschen Fakultät unserer UntDeifiiät, Dr Franz Leonhard, ist zum ordentlichen Professor in derselben Fakultät ernannt roorben.

Kiel. P ivMdozent Pc-)stffor ^-,^0'8 Karsten wurde zum außerordentlichen Proseffor in der phllosophischm Fakultät d.r K.'rlkr°°b-."D7'.ub°r°rt.n.ttch- SProf.ffor -n d.r £.6- nifiben Hochschule, Dr. Friedrich todjtHing, ist zum «ußerorde»!- lichen Proscsior in der philosophlscheu Fakultät der UntverstiSt |U Göttingen ernannt worden.__________

Verkehr, Land und Volkswirtschaft.

- Nach dem soeben erschienenen Gefchäftsbericht der Bu- deruS'schen Eisenwerke zu Wetzlar für 1898 ist der Abschluß ein befrirdiaender. Der Reingewinn übersteigt bin vorjährigen um 60 000 Mk er beträgt 349,294 Mk. 81 Pfg. Nach Beschluß der Generalversammlung vom b. Juli 1898 soll den Befitzern> der^Aktien Lit. A die Umwandlung ihrer Aktien in Sletchderechtigte für da Geschäftsjahr 1898 mit halber Diotdendenb-rechttgung ausgestattete Akttm unter folgenden Bedingungen eingeräumt werden. 1. ®i« lom- ltchen 4000 Stück Aktien Lit. A lautend über le Mk. 1000 auf dm Inhaber mit Dioidendenbogen find «löbalb bei dem Dmstande ein­zureichen. 2. Gleichzeitig mit der Einreichung ist än^^.^Xten non Mk 175 für jede Aktie zu leisten. 3. Von den eingereichten Stamm Aktien werden die Nr. 2001 bis E, sobald die» gefetztt» zulässig ist, vernichtet, und cs werden den Aktionären auf je zwei eingereichte Aktien Lit. A über Mk. ^000 je ein Stück - Mk. 1000 zurückgegeben. Diese Aktien sind durcheinen «ufbru» neue Dividendendogen 1898 auSg» geben kenntlich Semacht. 4. Aktien Lit. B (Vorzugsaktien) werven ebenfalls -lSbald b-i dem Vorstände eingereicht und mit dem Aufdruck versehen.In Gemäß beit de« Beschlusses der außerordentlichen Generalversammlung vom

, 5. Juli 1898 auf Vorzugsrechte verzichtet. b.D" durch Dte | Kapital Heradfetzuna entstehende Buchgewinn von Mk. ^OOO.OOv und die Zahlung von Mk. 700,000 im Gesamtbeträge von Mk. 2,700,000 werden verwandt mit Mk. 2.500.M) zu Abschreibungen und Mk. 200,000 zur Dotierung der Rücklage für Erneuerungen Mk. 2,700,000.Aus letzterem Fonds sind die Ausgaben zu ve- fttetten, welche erforderlich werden, um daS Unternehmen in feiner jetzigen Letstungsfähigkett zu erhallen." Das Akttenkapttal der Ge­sellschaft besteht nunmehr aus Mk. 2,000 000 Aktien A nab Mk. 4,000,000 Aktien Lit. B, welche unter sich völlig Sletchberechttgl sind. Die Durchführung dieser Maßregel war um deswillen leicht weil sämtliche Aktien sich noch tn der ersten Hand befinden und wett durch sie jeder Interessengegensatz zwffchen denl Aktien D.t A unb B besettigt wurde. Außerd.m bot sie Gelegenheit, die Buchwerte der Anlagen heradzus.tzm und schaffte gleichzeitig Mk. 700000 neue Barmittel. Die Gesamt-Erzsörderung betrug im Berichtszahre 174 625 Tonnen, 8666 mehr aiS 1897. Recht erfreulich stellen fich die Ergebnisse de« HüttenbetriebS. Die Roheisenerzeugung bat gegm 1897 eine erhebliche ©teigerunn erfahren, sie wuchs von 94105 auf 110037 Tonnen, in gleichem Maße ist der Roheisen-Absatz gcst egen. Sehr günstige Erfolge wurden mit der Verwertung der Schlacken e zielt, Mal. mit der Erzeugung von Schlackensteinen; eS wurden abgesetzt 7,413,000 Stück. Von dem Reingewinn bleiben zur Ver­fügung 359,124 Mk. Nack Ueberwetsung von Mk 17,474 an die Referoe unb Mk. 26,621 für Tantivmen werden Mk. 300(XV al« 6 Proz. auf sämtliche Aktien verteilt (1897 Mk. 240,000 den 6proz.

I Vorzugsaktien allein), wobei Mk. 90,375 fast unverändert auf neue Rechnung bleiben. In der Bilanz ist die alte4'/,proz. Anleihe fast beseitigt, Ke neue 4prozentige figuriert mtt Mark 6 Mill., da Mk. 500,000 noch nicht begeben sind. Die Gruben rc. stehen jetzt mit Mk. 6,e5 Mill, zu Buche (i. V. Mk. 9 « Mll.), die Hütlen- anlagen mir Mk. 4,t6 Mill. (i. V. Mk. 4, Mill^). DaS Zement­werk ist mit Mk. 98,000 v rzeichnet; es soU im August den Betrieb b ginnen mit zunächst 100,000 Fuß p. DaS wnde zur befferen

I AuSnützung der Schlacken führen, deren Absatz 1898 ktwaS zunahm (in Sand und Mehl aus 92,151 Tonnen, in Schlackenst^nen auf 7.. Mill ). Der Berickt hofft von der Verlängerung deS Roheisen- syndikats biS Ende 1900, daß bis dahin eine Verfaffung nach der Art ber Kokssyndckate zu erreichen sein werbe. Atck>ererseitS rühmt es dem Roheisensyndikst große Zurückhaltung in Festsetzung seiner

I Preise nach.

»teebeee, 15 Marz. Fruchtmarkt. Rother wai»en JL 13,52, weißer Weizen X 13.30, Korn X 10.70, Gerste X 9.16, Hafer X 7.33.