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■ Mien des Gerichts gestattet.
Sich, den 14. Mär- 1899.
Großherzogliches Amtsgericht.
Gitter.
findet Dienstag den 4. April, nachmittags nm 2 Uhr, Saale des Herrn Meissinger dahier statt.
Um ein zahlreiche Erscheinen der Mitglieder wird gebeten.
Tages-Ordnung: 1. Rechnungsablage pro 1898.
2. DividendemVerteilung.
Kesselbach, den 14. März 1899.
Gchomber IL, Vorsitzender.
Möcht ich gern mit einer neuen Dauerschöpfung Euch erfreuen. Bis dazu sich doch vielleicht Meine Muse willig zeigt, Nehmet nachsichtsvoll einstweilen Mit dem Bilde hier vorlieb. Das Euch schauen läßt, wie ich schrieb Diese schlichten Dankeszeilen.
Frankfurt a. M., 2. März 1899.
Wilhelm Jordan.
NB. Die Rechnung liegt vom 18. bis 25. d. Ms. in unserem Geschäfis- lokale zur gefl. Einsicht der Mitglieder offen. 2351
schäftS- und Wlrtschaftsbetrieb;
2. Der Erleichterung der Geldanlage und Förderung des Sparfinns. Die von der Genoffenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen Mgen unter der Firma der Genossenschaft, gezeichnet von zwei Vorstands lilgiiebem und find im „Gießener Anzeiger- aufzunehmen.
Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genoffenschaft muß :kir<6 zwei Vorstandsmitglieder erfolgen, wenn sie Dritten gegenüber Rechts- mbindlichkeit haben soll.
Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Zinma der Genoffenschaft ihre Namensunterschrift beifügen.
^1. Der Vorstand, bestehend aus: Adam Marsteller, Direktor; Adam :2orenz Bingel, Rendant; Ludwig Petri, Stellvertreter des Direktors; Johannes Dern; Christian Leidich IV, Kontroleur; ikarl Friedrich Leidich; Peter Christian Engel, sämtlich non Grüningen.
Die Einsicht der Liste der Genoffen ist jedem während der Dienst-
yottrsdirnst in der Synagoge.
Samstag den 18. März 1899.
Vorabend 6" Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr Schrift- erklärung, Sabbathausgang 7" Uhr.,
Aus der Zett für die Zett.
Bor 73 Jahren, am 17. März 1826, wurde zu Dresden vsllar Ferdinand Peschel geboren, der hervorragendste tzeograph nächst Alexander von Humboldt und Karl Ritter. Seine Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen eröffnete die Reihe ebenso gelehrter wie grundlegender Mrke auf
Spezialgebiete. Sein bedeutendstes Buch ist „Geschuhte der Erdkunde" bis auf Alexander von Humboldt und Karl Hitber. Peschel starb am 31. August 1875 zu Leipzig als Vniiversitätsprofessor.__
Vermischtes.
• Frankfurt a. M., 14. März. Wilhelm Jordans Dank. Für die Beglückwünschungen zu seinem 80. Ge- iurtStage dankt Herr Jordan mit facsimilierten Versen; inen ist ein in Autotypie reproduziertes Bild angebogen, den Dichter an seinem Schreibtische darstellt. Jordans Düinkgedicht nimmt auf dieses Bild folgendermaßen Bezug: Für die vielen/ überreichen Mir verehrten Liebeszeichen, Die den stolzen Trost mir gaben, Nicht umsonst gelebt zu haben.
Die
ordentliche Generalversammlung der
Har- unb Darschußkaffe zu Melbach, e. G. m. n. H.
Schiffsnachnchten
— Der Postdampfer .Kensington* der „fRtb Star Linie" ü Antwerpen ist laut Telegramm am 14. März wohlbehalten tu Rewyork angekommen. _______
Bekanntmachung.
In unser Genoffenschafts Register würbe heute eingetragen: Das Statut vom 10. März 1899 ber „Spar- unb Darlehenskasse, eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht" mit bem Sitze -u Grüningen.
Der Gegenstand bes Unternehmens ist ber Betrieb eines Spar- • Darlehenskassen-Geschäfts -um Zweck:
1. Der Gewährung von Darlehn an bie Genoffen für ihren Ge-
Aeuefle MeldMgen.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 16. März. Trotzdem die Meldung der „Post", daß sich die Heeresverwaltung mit den Beschlüssen der I Budget-Kommission zur Militär - Vorlage heute einverstanden erklären wirb, offiziös dementiert wirb, ist eine Verstänbigung zwischen Regierung unb Reichstag wahr- I scheinlich. Mit bem Dementi soll offenbar gesagt sein, baß I die Regierung sich nicht bedingungslos unterwerfen will. Jedenfalls steht fest, baß Verhandlungen zwischen den Reichstagsparteien, die für die Regierungs-Vorlage stimmten, stattgefunben unb zu einem Abschlüsse geführt haben. Dieselben werben einen Antrag einbringen, ber dahin geht, dem Mehrheitsbeschlüsse der Kommission mit dem Vorbehalte zuzustimmen, daß, falls sich während des Quinquennats die Unzulänglichkeit der Friedens-Präsenzstärke für die Durchführung der zweijährigen Dienstzeit herausstellt, die Re- | rung weitere Forderungen im Sinne der jetzigen Vorlage erheben wird. Das Zentrum wird heute eine Resolution einbringen, welche die Regierung-ersucht, durch Verminderung der Abkommandierungen bie höhere Friedens-Präsenzziffer herabzusetzen. Diese Verständigung soll das Ergebnis der Besprechungen sein, welche zwischen dem Grafen Posadowsky unb den Führern ber einzelnen Parteien im Reichstage stattgefunden haben.
Berlin, 16. März. Dem „Lokal-Anzeiger" zufolge ist an hiesiger maßgebender Stelle von dem über London gemeldeten Unfal l des Prinzen Heinrich von Preußen nichts bekannt.
Berlin, 16. März. Das Abgeordnetenhaus erledigte gestern abend einige Positionen des Kultus-Etats und setzte heute vormittag die Beratungen fort.
Berlin, 16. März. Der Präsident des Herrenhauses, Fürst zu Wied, ist in SainteMarguerite bei Cannes an ; Influenza erkrankt.
| Berlin, 16. März. Aus Rom melden die Morgen- blätter: Das Appellgericht in Aneona gelangte zu der Ueber- zeugung, daß das angebliche Attentat auf Kaiser Wilhelm von Polizisten inszeniert war. Das Gericht wird dieselben wegen Irreführung der Behörden verfolgen.
Berlin, 16. März. Dem „Kleinen Journal" zufolge hat sich gestern nachmittag in einem hiesigen Hotel ber österreichische Kammerherr und Reichsratsabgeordnete von Wiktor erschossen.
Friedrichsruh, 16. März. Fürst Herbe rt, Graf und Gräfin Wilhelm Bismarck mit ihren beiden Töchtern und Graf Rantzau mit seinen beiden Söhnen, sind gestern abend hier eingetroffen. Die heutige Feier im Mausoleum wird 20 Minuten dauern. Nach der Beisetzung findet im Schlosse Frühstückstafel statt, an welcher, wie verlautet, auch ber Kaiser teilnehmen wird. Zahlreiche Blumenspenden laufen fortwährend ein.
Brüssel, 16. März. Die belgische Friedensliga hat ein Rundschreiben an alle Bürgermeister Les Landes ge-
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-iei - wir nennen nur Graf und Gräfin Dohnegg I Htr Walter und Frau Helm) und Professor L-pttz- Jlcr (Herr Wilhelmi) - fügten sich dem Ensemble flJI ein. Die Ausstattung der Bühne war geschmackvoll, I ve war die vollständige Benutzung ber im letzten Sommer I tioiuten Hinterbühne als Tanzsaal, in welchem man unsere I Huftier fleißig walzen sah, während sich vorn imSalon I 6 erregtesten Szenen abspielten. Wir glauben nicht fehl I >x neben wenn mir nach ben vortrefflichen Darbietungen I gestrigen Abends nunmehr unsere Meinung dahin aus-
fci^en, daß bie nicht vollwertige Darstellung von "Zopf I m'Schwert" am vorletzten Theaterabenb m der That wohl
durch die Verstimmung und Verwirrung zu erkläre« I itt in welche das Personal durch das unentschuldigte Aus- I «eiben ber beim Regiment bestellten, so notwendigen I 1rOm™* l * * * * * *6laMiÄe"a$>err DStar BohnSc, ber gefeierte gjte Held und Liebhaber des Kölner Stadttheaters, beginnt
wie wir bereits gestern berichteten, morgen (Freitag L 17. d. M.) sein auf zwei Abende berechnetes Gast- stikl mit dem Moser'schen Lustspiel Der Veilchen- nlser". Herr Bohnöe gastierte tn dieser Rolle an einer .paßen Anzahl deutscher Bühnen, überall mit glanzendem trietqe. Wir lassen einen Bericht des Sommertheaters zu krcndenburg folgen: Im Sommertheater hat Herr | Htzßar Bohnöe sein Gastspiel mit bestem Erfolge als k.lt'r v Berndt in Mosers „Veilchenfresser" begonnen, ter geschätzte Gast wurde mit lebhaftem Beifall empfangen anb durch Kränze und Blumen ausgezeichnet. Die Aus- «Urning bietet Herrn Bohnse Gelegenheit, in einer seiner Parnderollen zu florieren, bie, wie uns bekannt, bei seinen tzasi spielen nicht fehlen darf. Herr Bohnöe stattete feinen iennaant v. Berndt mit einem liebenswürdigen Humor, einem vili! arischen Schneid aus, ber überall ben größten Beifall p.'> n^bu^e. ^desfalle, ausschließlich ber Tot
«krenen, betrug in ber Woche vom 19. bis 25. Februar ui Mainz 33, in Darrnstabt 24, in Offenbach 12, in Vonms 15 und in Gießen 12, zusammen 96, davon ^1 im ersten Lebensjahre. Tobessälle pro Jahr unb lOOOEin- yohner kamen auf Mainz 21,3, Darmstadt 18, Offen- jajh 14,7, Worms 20,9 unb auf Gießen 25,5. — Die Todesursache anbelangenb, verstürben an Diphtherie 1 (Oü&en), an Lungenschwinbsucht 12 (6 in Mainz, ie I m Darmstadt unb Gießen, je 2 in Offenbach unb Worms), «n aituten entzllnblichen Krankheiten ber Atmungsorgane 19, (9 in Mainz, je 3 in Darmstabt unb Gießen, je 2 tn Offk nbach unb Worms), an Gehirn-Apoplexie 3 (je I m M nz, Darmstabt unb Worms), an sonstigen Krankheiten 58 (17 in Mainz, 16 in Darmstabt, 8 in Offenbach, 10 m Bormd, 7 in Gießen); gewaltsamen Tob erlitten 3 Personen (Darmstadt).
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Niedergeschi- Gegenteil in der i ein Hauptvergnüge« °uszieht. Die Z^ Ang großer Geduld, Eine von ihnen spn, >ster, die man überall ärmlichsten Hütte. ; Haben über bitM glich die „znsprunM lassen müßte. Aus k tk, daß der Kaisn n? (eginne unb daß er, ä ich entboten, entschi« folgen, da er nochlr - zu Erschien tyibt i »asten, die au« btt & )lt sind und b« alt r : Möglichkeit er/.-/ uches auszuschln ■ Reihensolge ihndch t eines Wachk^. in eine Liste der erlitt n und berührt 5/chni lapiers. Dir eolbaitn hnet worben irnb, toexba Kaisers abMen. - & er den Cjmestn, dir °
Knabenhandarbeit.
Sonntag den 19. März, von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 2 Uhr, soll in bem Konferenzzimmer ber Staotknaben- schule eine Ausstellung ber von ben Schülern im diesjährigen Unter« richtskursus für erziehliche Knabenhandarbeit gefertigten Gegenstände stattfinden, zu welcher wir hiermU einlaben.
Gießen, ben 15. März 1899. 2365
Gnauth, Oberbürgermeister. Hahn, Oberlehrer.
richtet, worin bieselben ersucht werben, bie Liga in ihrem Friebenswcrk zu unterstützen, unb in ihren Gemeinberats fitzungen ben Wunsch der Liga auszubrücken. Eine ähnliche Cirkularnote ist seitens ber englischen Presse an bie aus- länbische Presse gerichtet worben. Letztere wirb barin auf« geforbert, in ihrem eigenen Lanbe einigermaßen bazu beizutragen, bie Friedens-Vorschläge bes Zaren zu einem gutem Resultat zu führen.
Paris, 16. März. Der Matin hat einen Rebakteur zu Esterhazy gesandt, um denselben zu interviewen. Esterhazy erklärte demselben, er sei in Not gewesen und ohne Unterstützung geblieben. Er würde vor Hunger gestorben fein, wenn nicht andere chm Hilfe gebracht hätten. Er weinte bei diesen Worten. Dann machte er verschiedene Angaben über seine Feinde und charakterisierte alle die verschiedenen Generale, mit denen er zu thun gehabt. Dom General Pellieux sagte er, auch dieser ehrliche Mann hat sich von mir abgewendet. Er ist ein edler Mann, hätte aber Furcht vor ber Zivil-Justiz-Verwaltung. General Gonse sei ein eingeschüchterter Mann, ber Weber gut noch schlecht gewesen, aber er habe auf elenbe Weise gelogen. Don । Billot sagte Esterhazy, er war früher Solbat, heute ist er
Politiker. Die Generale Zurlinden unb Chanoine Haden nichts mit mir zu thun gehabt, aber beide sind Schlaumeier, die das Schiff verlassen haben, sobald sie merkten, daß eS leck wurde. ,
Paris, 16. März. Das Amtsblatt veröffentlicht heute einen Erlaß, nach welchem in Paris ein Kolonialamt errichtet werden soll, welches allen Bürgern über bie wirtschaftliche Lage in den Kolonien Aufklärung zu geben hat.
Paris, 16. März. Am nächsten Dienstag wird vage Heime Dossier den vereinigten drei Kammern des I Kassationshofes übermittelt werden. .
Paris, 16. März. Die Witwe Henry wirb daS I schwebenbe Verfahren gegen Reinach wieder aufheben.
Rom, 16. März. Sämtliche Posten ber Außenforts I von Rom, in benen Pulverhäuser stehen, erhielten verschärfte I Instruktionen für ben Nachtdienst. Diese Maßregel ist I zurückzuführen auf bie anarchistischen Umtriebe, bie sich m I letzter Zeit stärker als gewöhnlich bemerkbar machen.
Belgrad, 16. März. Bei Prokoplje fanb eine Grenz- I Überschreitung burch Albanesen statt, wobei zwei Serben I getötet würben.
Madrid, 16. März. Der gestrige Ministerrat beschloß- I am nächsten Freitag bas Parlament zu schließen. Die
Neuwahlen für bas Unterhaus sinb zum 16., bie für das I Oberhaus zum 30. April bestimmt. Die Eröffnung der I neuen Kortes soll am 2. Juni stattfinben. Die Ratifizierung I des Friebensvertrages wirb nach Auslösung der jetzigen I Kortes vollzogen werben unb ein Krebit von 35 Millionen I festgestellt werden zur Bezahlung ber heimgeschafften Truppen.
Anläßlich bes Quartalwechsels bringen wir nachstehend I bie auswärtigen Zweigstellen, von benen ber „Gießener Anzeiger" zum Preise von 2.29 Mark
I vierteljährlich zu beziehen ist, zur Kenntnis:
I Atterrvrrseck: Aeirtß. Woget.
Aeuenr: Kart Stein;
AauVringen: Ar. Stoecker II.;
Keitshansen: Aoh. Wallenfels;
Große« Linden: Wilhelm Schmelz;
Grünverg: Ariedrich Keerz II.;
Grüningen: Aohs. Marsteller;
Kungen: Adolf Gerhardt;
Lang-Göns: Aohannes Krnmvach;
Lich: With Weicker;
Lollar: Georg Zorn;
Mainzlar: Aohs. Anchs;
Weiskirchen: K. Mrnöerger;
Steinbach: Aacov Anrk Wwe.;
Freis a. d. Lumda: Kch. Aonr. Wik;
Watzenborn: Ludwig Weitfchmidt;
Da» Reinige« unb Putze« ber Oefeu in bet Veterinär« Anstalt soll für bie Zeit uom 1. April 1899 bis zum 31. März 1900 vergeben werben. Reflektanten werben ersucht, ihre Angebote als- balb bei uns einzureichen.
Gießen, ben 15. März 1899.
Die Direktion
ber Großherzogl. Veterinär-Anstalt.
I. V.: 2348
_______Brücher, Assistent._______
Im Großh. Gefängnis bahier ist bie Stelle einer Gefaugeu- wärteriu mit einem Jahresgehalt von zunächst 700 Mark nebst freier Kost anberroeit zu besitzen.
Geeignete Bewerberinnen wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse bei bem Unterzeichneten alsbald melden; solche, welche in weiblichm Handarbeiten unterrichtet sinb, werden bevorzugt.
Mainz, den 15. März 1899.
Der Großh. Ober-Staatsanwalt.
Dr. Schmidt. 2356


