«'/, Uhr, ereim, Mdirehot. ^Nigeria.
Lt- BwthoTei.
B. Wagner.
B- Wagner.
B- Wagner.
lk' 2 50 (Sperrtit, ÜUD6 Ton Ermt ‘rrn Hauererwalter probe Mk. i,_
632
11 Uhr, ’ereins.
XXXXXXXÄ
istadt §
645 Q r. § ^Mtügnng. y ^QOÜOQQO
lNg.
t vom 15. Januar
-K ack. Mtißtt.
tzk Ipptei)
»eutlich billiges
Oesterr. Lloyd,
irnar.
ffirkoi»
o Mark
r>
1 e
0 0 I*
..II hi*«“1"
eU 638
-ßiireau
>se 10-,, au. .
Siebener Anzeiger
Keneral-Anzeiger
Bei Postbezug 2 Mar! 50 Pfg. vierteljährlich.
Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn.
Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Alle Anzeigen.Vermittlungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen.
Die Gießener A«milienölät1er werden dem Anzeiger wöchentlich viermal brigelegl.
Amts- und Anzeigeblatt für den Atreis Gieren.
Januar bis Nov. 1897
Eck- und Winkeleisen schmiedbares Eisen grobe Eisenwaaren
(11 Monate) 72711 102066
44363
November 1898 10566 17 633
4943
Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schalstraße Ar. 7.
Januar bis Nov. 1898 (11 Monate) 94154
125 728 46 377
Januar bis November 1898 ausgeführten Eisenwaren müßten Hufeisen gewesen und dieser fünfte Teil müßte in den letzten zwei Monaten ausgefallen sein.
— Amerikanische Verdächtigungen. Die deutsche Presse ist genötigt, wieder einmal gegen allerlei deutschfeindliche Ausstreuungen über unsere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten entschieden Einspruch zu erheben. So schreibt der „Hamb. Korrespondent": Die neuesten Verdächtigungen ausländischer Blätter, wonach die auf den Philippinen lebenden Deutschen mit den dortigen Eingeborenen gemeinsame Sache gegen die Vereinigten Staaten gemacht haben sollen, sind auf Grund amtlicher Ermittelungen als durchaus wahrheitswidrig zurückzuweisen. Anfang November wurde in einer in Manila erscheinenden Eingeborenenzeitung ein Brief veröffentlicht mit der Unterschrift vpn drei Deutschen (die übrigens keinerlei Anspruch darauf haben, als Vertreter ihrer Landsleute auf den Philippinen zu gelten). In dem Schreiben wurde mit dem Ausdruck des Bedauerns festgestellt, daß zwischen den Deutschen und den Eingeborenen kein besonderes Einvernehmen herrsche. Diesen Brief haben Blätter in Manila und Hongkong zu einer autoritativen Kundgebung des Deutschtums auf den Philippinen gestempelt und ihn in solcher Gestalt zur Vergiftung der deutsch-amerikanischen Beziehungen auszubeuten versucht. Die deutsche Kolonie Manilas hat die betreffenden Zeitungen zur Aufnahme von Berichtigungen veranlaßt. Es ist immer wieder das alte, seit dem Beginn der spanischamerikanischen Differenzen so oft hervorgetretene Gaukelspiel, dem hiermit nochmals die Maske abgerissen sei.
— Eine Betrachtung über die deutsche Sozialdemokratie im vergangenen Jahre, die sich durch zwei Nummern der „Sozialen Praxis" hindurchzog, ist nun zum Abschluß gebracht. Der Endgedanke ist der, daß die Regierung heute sehr wohl in der Lage sei, aus der Arbeiterbewegung etwas Anderes zu machen: Für das praktische Verhalten der Sozialdemokratie wird jedenfalls die Gestaltung der inneren Politik von entscheidender Bedeutung sein. Mit aller nur wünschenswerten Deutlichkeit hat das der Abgeordnete v. Vollmar am Schluß seiner Etatsrede ausgesprochen: „Unser ganzes politisches Vorgehen liegt sehr viel in Ihrer Hand, und wenn Sie deswegen glauben, Anlaß
vermindert haben soll, 50000 Doppel-Centner; d. h. der fünfte Teil der sämtlichen vorgenannten, in den Monaten
Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen.
Fernsprecher Nr. 51.
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, ____Mütter für hessische Uolkskunde.
Eck- und Winkeleisen schmiedbares Eisen grobe Eisenwaaren
haft, die wissenschaftliche Arbeit der Verhandlungen und die geselligen Veranstaltungen zu vereinigen, anstatt, wie dies zuweilen in Deutschland üblich ist, tagelang jeden Vormittag und jeden Nachmittag nur für die Verhandlungen zu benutzen. Von den vier Tagen des eigentlichen Kongresses waren nur zwei gänzlich den Verhandlungen gewidmet, während die übrigen beiden zu Exkursionen benutzt wurden, auf denen man aber das sämtlichen Teilnehmern vorschwebende Ziel, alles, was man irgend lernen konnte, zu lernen, nicht außer acht ließ.
Ueberhaupt wird dieses Ziel von der Library Association mit einer Rührigkeit und Emsigkeit verfolgt, die ihresgleichen suchen. In jedem Jahre findet das Annual Meeting in einem anderen Distrikt oder einer anderen Stadt statt, so daß den Teilnehmern Gelegenheit geboten wird, ihre Kenntnis der Einrichtungen und Eigentümlichkeiten fremder Bibliotheken beständig zu vermehren, für den Bibliothekar ein außerordentlich wichtiger Umstand. Denn jede Bibliothek pflegt irgendwelche Eigentümlichkeiten aufzuweisen, die sie von anderen unterscheidet, und dem Interesse des Fachmannes nach der einen oder anderen Richtung hin Stoff bietet; man könnte sich kaum eine falschere Ansicht bilden, als wenn man annehmen wollte, daß die englischen Volksbibliotheken alle nach einer Schablone eingerichtet und verwaltet würden. Deshalb wissen die englischen Bibliothekare es auch sehr zu schätzen, daß ihnen durch die Jahresversammlungen ihrer Assoziation Gelegenheit geboten wird, auch stets neue Bibliotheken kennen zu lernen. Ja, man ist in diesem Eifer so weit gegangen, daß man im Jahre 1892 das Annual Meeting in Paris abhielt — man bedenke einmal, was es heißen würde, wenn eine deutsche gelehrte Gesellschaft ihre Generalversammlung in einem fremden Lande und teilweise in fremder Sprache abhielte.
Denn als eine gelehrte Gesellschaft muß man die Library Association of the United Kingdom doch wohl bezeichnen, da sie sich nicht nur mit organisatorischen, son
Berlin, 15. Januar. Der Besuch des Kaisers beim Grafen von der Osten-Sacken erfolgte aus Anlaß des russischen Neujahrfestes. Er währte zirka drei Viertelstunden. Auch der Reichskanzler, der Staatssekretär Bülow, sämtliche Botschafter und zahlreiche andere Persönlichkeiten erschienen bei dem russischen Botschafter zur Beglückwünschung.
Berlin, 14. Januar. Die angebliche Schädigung des deutschen Handels. Das „Berliner Tageblatt", der Rufer der Dänen im Streit, läßt sich aus Kopenhagen über London berichten, daß „Deutschland infolge der Ausweisungen in den letzten beiden Monaten im Vergleich zu den Vorjahren 30 Millionen Mark im Handel mit Dänemark einbüßtc. An Hufeisen allein wurden für eine Million Mark weniger eingeführt, die Norwegen lieferte." Dazu bemerkt das „Leipz. Tagebl.": Die Tendenzmacherei und die Unwahrheit dieser Nachricht liegt auf der Hand. Im Jahre 1896 betrug unsere ganze Ausfuhr nach Dänemark im Spezialhandel 97,4 Millionen Mark nach deutscher, 126,1 Millionen Kronen nach dänischer Statistik. Die letztere Summe ist so hoch, weil sich darin auch die über den Zollfreihafen Hamburg eingeführten Güter befinden. Wie kann da von einer Abnahme von 30 Millionen Mark in den letzten beiden Monaten die Rede sein, ganz abgesehen davon, daß die amtliche Statistik für Dezember gar nicht vorliegt? Noch größer wird der Blödsinn der Zahlen des „B. T.", wenn wir den Artikel Hufeisen ins Auge fassen. In der Statistik ist er nicht besonders aufgeführt, ec kann sich aber nur unter folgenden drei Rubriken befinden. Nun führte Deutschland nach Dänemark in Doppel-Centnern aus:
der» auch mit wissenschaftlichen (bibliographischen und anderen) Arbeiten befaßt. Deshalb gehören ihr auch nicht nur die Bibliothekare der public libraries an (die, wie erwähnt, doch auch ihrerseits recht wohl wissenschaftlichen Bestrebungen dienen), sondern auch unterschiedslos die Bibliothekare der rein gelehrten Bibliotheken, wie namentlich des Britischen Museums, die mit den Volksbibliotheken auch im übrigen in einem viel engeren Zusammenhänge stehen, als in Deutschland, wo dieser Zusammenhang eigentlich doch noch gar nicht angebahnt ist. So werden denn auch die Vorträge auf den Annual Meetings der L. A. von den einen, wie von den anderen gehalten. Es darf deshalb nicht wundernehmen, daß in diesem Jahre z. B. der Bibliothekar der public libraries zu Bristol über Inkunabeln und Manuskripte seiner Bibliothek vortrug, während ein Herr vom Britischen Museum über die Veröffentlichungen der L. A. in Vergangenheit und Zukunft sprach.
Leider verbietet mir der beschränkte Raum dieses Aufsatzes, näheres über die Verhandlungen hinzuzufügen, unter denen namentlich noch ein Vortrag über „Schulkinder in den Volksbibliotheken" von John Ballinger, Bibliothekar der public libraries der Stadt Cardiff, bemerkenswert war. Unter den Exkursionen, die die ganze Gesellschaft gemeinschaftlich unternahm, war besonders interessant die nach Stonyhurst College, so viel mir bekannt ist, dem einzigen von Jesuiten geleiteten College in England. Dasselbe besitzt eine ziemlich große Bibliothek (ich glaube, 60,000 Bände), in der natürlich allzu gefährliche Naturforscher und Historiker nicht vertreten sind, die aber, wie alle übrigen Einrichtungen der Jesuiten, und namentlich dieses Colleges, zeigen, daß die Patres sich doch die moderne Wissenschaft bis zu einem sehr erheblichen Grade zu eigen zu machen bestrebt sind. Das zeigten auch die wissenschaftlichen Anstalten, namentlich das treffliche astronomische Observatorium, die mit dem College, das seiner Hauptsache nach eine Schule darstellt, verbunden sind.
(Fortsetzung folgt.)
Deutsches Reich.
Darmstadt, 14. Januar. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog empfingen heute den Stabsarzt Dr. Böttcher vom 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde-) Regiment Nr. 115, den Assistenzarzt Dr. Krohn 'vom 1. Großh. Dragoner-Regiment (Garde-Dragoner-Regiment) Nr. 23, den Oberlandesgerichtsrat Dr. Linkenheld'; eine Deputation der Landes-Universität Gießen, bestehend aus den Herren Profefforen Rektor Dr. Löhlein, Dr. Stade und Dr. Siebeck- bie Professoren Dr. Sticker und Dr. Walther aus Gießen, den Lehrer an der höheren Mädchenschule in Gießen Dr. Markert, den ersten Vorsitzenden des Ausschusses der Stu- drerenden der Technischen Hochschule Paul Doflein, den Bürgermeister in Hochheim bei Worms Gorth, den Hochbauaufseher Lynker aus Friedberg, den Präsidenten des Krtegerverems Phil. Bechtold aus Nidda; zum Vortag den Staatsmimster Rothe, den Justizminister Dr. Dittmar, den
Bekanntmachung.
Die Frankfurterstraße, zwischen Liebig- und Wilhelm- straße, fft am 16. und 17. L Mts. wegen Erneuerung des Schienengeleises an dem Uebergang der Frankfurter- straße für Wagen und Reiterverkehr gesperrt.
Gießen, den 14. Januar 1899.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Muhl.
November 1897 6185
10 272 3517
Feuilleton.
Englische Molksöiöliotyeken.
Von Dr. Ernst Schultze.
(8. Fortsetzung.)
Der Stand der englischen Bibliothekare ist recht ausgedehnt — ausgedehnter als in Deutschland, wo außer den großen Staats- (Universitäts- u. s. w.) Bibliotheken nur einige Stadtbibliotheken eigene Bibliothekare beschäf- tigen, während sehr viele .andere dieser letzteren Kategorie, sowie die meisten anderen Bibliotheken nur im Nebenfach üon Oberlehrern u. s. w. verwaltet werden. Ich habe bereits vorhin erwähnt, daß die englischen Bibliothekare dem- zufolge in emer großen Gesellschaft, ber Library Association, KEÄ ble °"hrere hunbert Mitglieder zählt; in Deutschland hat man gerade erst im Jahre 1897 im An- fW an dieVersammlung deutscher Philologen und Schulmänner in Dresden den Versuch gemacht, eine solche Oiganisation herbeizuführen - nach Lage der Verhält- msse werden dieser Organisation aber, wenn sie sich hält, ekn^i nür Bibliothekare selbst angehörex, während in auch eine ganze Reihe von Personen, nhJ $ JUr ^Wirksamkeit der Bibliotheken in der einen ober anderen Weise interessieren, Mitglieder der Library Association sind. J
Ich habe auf meiner Reise Gelegenheit gehabt, der -Jahresversammlung (Annual meeting) dieser einfluß- ceidjen und bedeutenden Körperschaft beizuwohnen. Die- SJflnb??? 221 bis 26. August 1898 in drei kleinen Mi » nördlich von Liverpool (Southpost, Preston und 2^^.att, und war von ungefähr 300 Personen be- .lT- Diese Teilnehmer setzten sich nicht nur aus Biblio- : runb Mitgliedern von Bibliotheksausschüssen zu-
toi-r sondern wurden zum Teil auch von Einwohnern gnLr a 1 . Siebte, die sich für die Verhandlungen des
9 esses interessierten, gebildet. Man verstand es meister
Also auf der ganzen Linie Zunahme und nicht Ab- nähme. Nehmen wir den Preis des Doppel-Centners Huf- | eisen mit — gering gerechnet — 20 Mark an, so gehören
Kabinettsrat Römheld, den Hoftheaterdirektor Werner, den I zu der Million Mark Hufeisen, um die sich der Handel
Kabinettsbibliothekar Dr. Lennert. ia.« c«t< cnnnn ------. c t
Amtlicher Teil.
Gießen, den 12. Januar 1899.
Betr.: Die Einfuhr von Rindvieh in den Gemeinden des Kreises Gießen im Jahre 1898.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
<* bi- Großh. Bürgermeistereien M Kreises.
Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 30. November 1895 (Gießener Anzeiger Nr. 284) noch nicht entsprochen haben, werden hierdurch an Erledigung derselben erinnert.
v. Bechtold.


