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Am 1. Oktober dsS. IS. k der frieren Linien der : wiederholt angekiindigte Einsührung. MchM Mchrn tzomdurg—Franl- öasel verkehrenden Schnell- ).Züge umgewandelt. Die ;mburg bis Basel und um- !or kurzem hatten Wormser >en Gymnasiallehrer r in Worms eröffnet, die ntersuchung durch^e O er- om Geheimen Oberschulrat uchung zerflossen die An- mdeProfeffor Stauding-, tea nach Darmffadt versetzt. (Sm * Md e« mrd- s >r*i' «**
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Flußregulierung schnell ab und staute sich wieder in Hirschberg vor der Sattlerschlucht. Der an den Uferbefestigungen angerichtete Schaden ist groß. In Krummhübel wurde im Stadtteil Tanuicht ein Haus eingerissen. Die Grummeternte ist streckenweise völlig vernichtet. Laufstege und Zäune wurden in großer Zahl fortgeschwemmt. Die Eisenbahn Erdmannsdorf—Krummhübel stellte Vormittags wegen Unterspülung der Lomnitzbrücke den Verkehr em, nahm denselben jedoch Nachmittags wieder auf. Die in den Sommerfrischen befindlichen Fremden verlassen das Gebirge in großer Zahl.
Von der Elbe und ihren Zuflüssen gingen uns folgende Meldungen über die Hochwassergefahr zu:
Trautenau, 13. September. Infolge anhaltenden Regens tritt im Aupagebiet Hochwasser auf. Viele Wege und Brücken mußten gesperrt werden. Die Gemeinde Freiheit ist schwer bedroht.
Hohenelbe, 13. September. Heute früh betrug hier der Wasserstand plus 1,80 Meter. Die neu hergestellten Uferbauten sollen gefährdet sein. Die Telegraphenlinie ist unterbrochen.
Dresden, 13. September. Die Königliche Wasserbau- Direktion meldet: Die Elbe in Böhmen ist in starkem Steigen begriffen; morgen früh ist hier ein Wasserstand von 220 (Zentimeter über Null zu erwarten. Die diesjährigen Divisions-Manöver des 12. Armeekorps sind abgesagt worden.
Aus Süddeutschlaud wird geschrieben:
München, 13. September. Die Hochwassergefahr ist zurzeit aufs höchste gestiegen. Die Isar bringt aus dem Gebirge enorme Wassermassen und ist in fortwährendem Steigen begriffen. An der Isar liegende Stadtteile stehen metertief unter Wasser, sie sind teils geräumt, teils bereits sortgerissen. Die städtischen Elektrizitätswerke sind fast zerstört. Die Stadt ist größtenteils ohne Licht, soweit nicht Gas vorhanden ist. Die Allgemeine deutsche Sportausstellung auf der Kohleninsel wurde geschlossen, weil sie zum Teil vernichtet worden ist. Das neu errichtete, große Volksbad steht zur Stunde in großer Gefahr, ebenso die städtische Wasserleitung, wo teilweise Röhrenbruch droht. Die Isar schwemmt Tier- und Menschenleichen an. Die Fremden flüchten. — Der Eisenbahnverkehr nach Kuffstein ist voraussichtlich für mehrere Tage unterbrochen. Die Nord-Süd- Expreßzüge verkehren nur bis München; die Kuffsteiner Schnellzüge nur bis Rosenheim. Der Orientexpreßzug wird nur bis Salzburg durchgeführt. In München mußte der Betrieb der elektrischen Trambahnen Nachmittags eingestellt werden, da das städtische Elektrizitätswerk zum Teil überschwemmt ist. — Die Isar steigt noch weiter. Aus allen Teilen Oberbayerns kommen betreffs der Gebirgsflüsse gleiche Nachrichten. In Tölz stürzte die große Brücke zwischen Tölz und Krankenheil-Tölz ein. In Tegernsee und Schliersee mußten zahlreiche bedrohte Häuser geräumt werden. In Rosenheim und Wasserburg stehen die äußeren Stadtteile unter Wasser. Die Bahn Freilassing—Reichenhall—Berchtesgaden ist unterbrochen. Zwischen den Trümmern von Holzstämmen, welche die Isar durch München mit sich führte, bemerkte man zwei männliche Leichen und einige Tierleichen. Der Regen hält ohne Unterbrechung aiu
München, 13. September abends. Infolge besonderer Maßnahmen gelang es, für die Stadt München die elektrische Beleuchtung zur Hälfte durchzuführen. Der Verkehr der elektrischen Trambahnen blieb eingestellt. Am Nachmittage ist die beim englischen Garten über die Isar nach Bogen- Hausen führende eiserne Brücke eingestürzt. Da die Brücke seit dem Vormittage abgesperrt war, sind Verluste an Menschenleben nicht zu beklagen. In Rosenheim, wo einzelne Straßen unter Wasser stehen, ist ein Fuhrmann mit seinem Fuhrwerk vom Wasser weggerissen worden. In Stock bei Prien am Chiemsee ist ein Haus eingestürzt. In Wasserburg am Inn, das vollständig unter Wasser steht, kann der Verkehr nur mit Kähnen aufrecht erhalten werden. Auch Bad Eibling ist teilweise überschwemmt. — Außerdem hat auch
in Oesterreich
das Hochwasser großen Schaden angerichtet. Die Nachrichten aus Obersteiermark über die wachsende Wassersgefahr mehren sich, so aus Mürzsteg, Radmer, Kapellen, Rottenmann, Aussee. Die Flüsse Mürz, Mur und Enns sind ausgetreten und haben Brücken, Zäune und Getreide fortgeschwemmt. Der Wasserstand hat die Höhe vom Jahre 1897 erreicht. Lawinenstürze werden befürchtet. In ganzen Orten stehen die Häuser unter Wasser. Der Bahnverkehr zwischen Mürzzuschlag und Neuberg ist eingestellt^__________________________________________________________________________
Vermischtes.
* Berlin, 14. September. Große Unterschlagungen eines Geldbriefträgers beim Hauptpostamt. Der bei dem Hauptpostamt in der Spandauer Straße angestellte Geldbriefträger Gustav Schwartz hat, wie bis jetzt feststeht, zum mindesten 12 000 Mk. unterschlagen, die ihm zur Auszahlung auf Postanweisungen anvertraut waren. Der Betrag stellt die hinterzogene Summe eines Tages dar; die Unterschlagung ist in der Weise bewirkt, daß Schwartz die Unterschrift unter den Postanweisungen gefälscht hat. Der Defraudant ist flüchtig. Man vermutet, daß sich in feiner Gesellschaft eine Frauensperson befindet, mit der er das Weite gesucht hat. Alle Hafenplätze sind seitens der hiesigen Kriminalpolizei verständigt worden. Der ungetreue Beamte, der das in ihn gesetzte Vertrauen so schmählich getäuscht hat, war seit zwölf Jahren bei der Neichspost Ihätig. Seit acht Jahren ist er fest angestellt; seit vier Jahren ist er in der Geldbestellung thätig. Seine Amts- lührung hatte bisher zu Tadel keine Veranlassung gegeben. Die Lebensweise war einfach; Schwartz hatte mit seiner §rau in der Kleinen Hamburger Straße eine sehr beschei
dene Wohnung vier Treppen hoch inne. Umso überraschender kam die Kunde von seiner That; denn für die Annahme, daß sich eine Frauensperson in seiner Gesellschaft befinde, sind nur Vermutungen vorhanden. Seine Gattin, die er immer gut in der neunjährigen Ehe behandelt hat, will wenigstens hiervon nichts wissen. Sie hat ihn zuletzt einen halben Tag vor seiner Flucht gesehen; irgend welche Aufregung war an ihm nicht wahrnehmbar. Als die Frau nach ihrem Mann Nachfragen auf dem Postamte hielt, wurde man aufmerksam. Da Schwartz am nächsten Morgen nicht zum Dienst erschien, wurden die von ihm abgelieferten Postanweisungen durch Umfragen bei den Adressaten auf die Richtigkeit der Unterschrift geprüft. Hierbei ergaben sich die Fälschungen. Die Abteilung II der Oberpostdirektion setzte sofort einen Postinspektor als Untersuchungs-Kommissar nieder, der seinerseits die Kriminalpolizei benachrichtigte. In dem gegen Schwartz erlassenen Haftbefehl ist das Signalement wie folgt angegeben: Alter: 34 Jahre, Gestalt: schlank, Größe: 1,71, Gang: schiebend, Haare: dunkelblond, Vollbart: zugespitzt. Besonderes Kennzeichen: Eine kleine Narbe über dem linken Auge. Es ist die Frage aufgeworfen worden, auf welche Weise der ungetreue Beamte einen so großen Betrag auf einmal in die Hände bekommen konnte. Einmal beantwortet sich die Frage durch den Bestellbezirk des Schwartz, der die verkehrsreichsten Geschäfte der City umfaßte, dann aber erhalten hie Geldbriefträger zur Auszahlung auf Postanweisungen seitens ihrer vorgesetzten Behörde anstandslos bis 20 000 Mark. Dergleichen Fälle wie diese Defraudation, gehören zu den größten Seltenheiten.
* Altona, 13. September. Ein Militärgewehr gestohlen ist in der gestrigen Nacht in der Hauptwache im hiesigen Rathaus. Zwei anscheinend betrunkene Männer waren in das Gebäude eingedrungen und verübten allerlei Allotria. Der Wachmannschaft wollte es nicht gelingen, die Leute in Güte zur Wache hinauszubringen. Während sich die Soldaten mit dem stärker Betrunkenen zu schaffen machten, ergriff dessen Begleiter, ohne daß es bemerkt wurde, ein Gewehr und lief dann fort. Als die Wachmannschaften dann auch den anderen Eindringling zur Wache hinausgebracht hatten, waren sie froh, die Kerle los zu fein, aber groß war ihre Bestürzung, als später die Entdeckung gemacht wurde, daß aus dem Gewehrständer ein Gewehr fehlte. Alle Nachforschungen sind bisher erfolglos geblieben.
* Aachen, 13. September. Aus Glasgow kommt die Nachricht, daß daselbst am Montag ein Angehöriger der hiesigen technischen Hochschule, Reginhard Frankenburg', den heldenmütigen Versuch, einer ertrinkenden Dame Hilfe zu bringen, mit dem Tod in den Wellen bezahlen mußte. Frankenburg war ein von seinen Lehrern als talentvoll und gewissenhaft geschätzter, von seinen Kameraden wegen seines offenen, liebenswürdigen Charakters geachteter junger Mann.
* Rosenheim, 14. September. Heute nacht ist infolge Wehrbruches der Isar ein Bahnpfeiler zwischen Mühldorf und Rohrbach unterspült. Ein Güterzug stürzte ab und fiel ins Wasser. Das gesamte Zugpersonal mit Ausnahme eine einzigen Wagenwärters ist verunglückt.
• Gastein, 14. September. Der Hotelier W e is m a y e r stürzte bei einer Bergtour ab und blieb tot.
* Graz, 14. September. In ganz Steiermark ist die Lage infolge des Hochwassers sehr bedrohlich.
* Petersburg, 13. September. Mit 84 Jahren Mutter zu werden, das kommt nicht alle Tage vor. Dem russischen Blatte „Narod" zufolge hat eine 84jährige Greisin auf der Ziegelei von Balaschew in Kolpino zwei Mädchen auf einmal das Leben gegeben. Eines der Kinder starb bald nach der-Geburt, das andere und die greife Mutter sollen wohlauf sein. Witwe ist, dem „Narod" zufolge, die „junge" Mutter noch obendrein.
* Kalisch, 14. September. In der Synagoge zu Leutschitz entstand durch das Herabfallen einer Lampe eine Panik, bei welcher 32 Frauen und Kinder totgedrückt wurden. Viele Personen wurden verwundet.
Kirchliche Nachrichten.
Svavgelifche Gemeinde.
Sonntag den 17. September. 16. nach Trinitatis.
Gottesdienst.
3u -er Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Letzte Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde.
Vormittags 9*/a Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
In -er JohannesNrche.
Vormittags 9*/, Uhr: Pfarrer Euler.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler.
Die Neukonfirmierten aus -er Lukasgemein-e werden ersucht — da keine Christenlehre mehr stattfindet — nach dem Gottesdienst zu einer kurzen Besprechung dazubleiben.
Wir sehen uns veranlaßt, daran zu erinnern, daß der Trauung in der Kirche auch ein einmaliges kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat, und richten deshalb an unsere Gemeindeglieder die Bitte, etwaige Trauungen spätestens eine Woche vorher bei dem zuständigen Pfarrer anzumelden, damit das Aufgebot noch rechtzeitig ertasten werden kann.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 16. September.
Nachmittags um 4</, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag den 17. September. 17. Sonntag nach Pfingsten.
Vormittags von 6Va Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Meste;
vor und in derselben Austeilung der hell. Communion;
Vormittags um 8 Uhr: die zweite heil. Meste;
, um 91/s Uhr: Hockamt mit Predigt.
Nachmittags um 2Vs Uhr: Sakramentalische Bruderschafts-Andacht.
tzottrs-ierrst in der Synagoge.
Samstag den 16. September 1899.
_ Vorabend 6>° Uhr, morgens 8-» Uhr, nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 7» Uhr.
G-ttndirnst der i-rarlitischen KrlIgiou^eMch«st.
Sabbathfeier am 16. September 1899.
Freitag abend 6>r Uhr, Samstag vormittag 8 Uhr, nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 725 Uhr.
Wochengottesdieirst morgens 6» Uhr, abends 6 Uhr.
Dienstag den 19. und Mittwoch den 20. September 1899;
Laubhüttenfest.
1. Tag: Vorabend 6^ Uhr, morgens 8 Uhr: Pre-igt, nachmittags 4 Uhr.
... 2-^ag: Vorabend 7« Uhr, morgens 8 Uhr, nachmittags 4 Uhr, Festesausgang 715 Uhr.
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau »Herold".
Berlin, 15. September. Die Kaiserin gedenkt, vorausgesetzt, daß das Wetter erträglich bleibt, in Hubertus- flock bis zur Rückkehr des Kaisers aus Schweden zu verweilen. Das Kaiserpaar wird dann gemeinschaftlich die Reise nach Rvminten antreten.
Berlin, 15. September. Der russische Minister des Aeußern, Graf M urawiew ist gestern abend aus Petersburg hier auf Bahnhof Friedrichstraße angekommen. Er wurde von sämtlichen Herren der russischen Botschaft unter Führung des Botschaftsrates v. Bullazell empfangen. Der Minister ist noch am Abend nach Wiesbaden weiter gereist, wo er sich bis zur Ankunft des Zaren in Darmstadt aufzuhalten gedenkt.
Berlin, 15. September. Aus dem Hochwassergebiete wird gemeldet: In Sprottau hat der Bober seit gestern nachmittag das ganze Ueberschwemmungsgebiet unter Wasser gesetzt. Der südliche Stadtteil von Sprottau ist vollständig überschwemmt, ebenso die Hausgärten in der Bahn- hofsstraße. Die Parterre Wohnungen auf dem Fischwerder werden vom Wasser durchflutet. Hier mußte die Feuerwehr zur Rettung von Personen mittelst Kähnen in Action treten. Die ganze städtische Promenade ist überschwemmt. Der Schaden ist sehr bedeutend. Auch in Leipzig ist infolge der starken Regengüsse der letzten Tage seit gestern Mittag Hochwasser eingetreten. Die Elster und ihre Nebenflüsse sind in schnellem Steigen begriffen. In München hat der Kriegsminister auf Wunsch des Bürgermeisters Train- und Pionierabteilungen vom Manöver telegraphisch zurückberufen, da Gefahr für die weiteren Brücken besteht. Einen schauerlichen Anblick bieten die von zerstörten Kirchhöfen angeschwemmten Leichen.
Posen, 15. September. Der Regierungs - Präsident z. D. v. Jagow ist, wie die „Posener Zeitung" mit Bestimmtheit mitteilt, zum Landeshauptmann für die Provinz Sachsen in Aussicht genommen.
Karlsruhe, 15. September. Die „Süddeutsche Reichs- Korrespondenz" stellt fest, daß der Botschafter Fürst Münster nicht hier vom Kaiser empfangen worden ist.
Wien, 15. September. In politischen Kreisen gilt als nahezu feststehend, daß die Verständigungs-Konferenz bei dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses Dr. Fuchs nicht zustande kommen wird, weil die Deutschen fern bleiben.
Wien, 15. September. Seit gestern hat sich das Wetter allgemein aufgeklärt. Aus den Provinzen wird ein Fallen des Wassers gemeldet. Jede weitere Hochwassergefahr scheint also beseitigt.
Innsbruck, 15. September. Infolge des Hochwassers entgleiste in Loogang ein Personenzug. Drei Bahnbedienstete wurden schwer, zwei Kondukteure und zwei Reisende leicht verletzt.
Zara, 15. September. Bei dem Anhalten eines des Schmuggelns verdächtigen Schiffes wurden die österreichischen Zollbeamten von der Besatzung des Schiffes mit Revolvern angegriffen und sodann das Schiff angezündet. Ein italienisches Fahrzeug rettete die bereits in großer Gefahr schwebenden Zollbeamten und verhaftete die ganze aus Türken bestehende Besatzung samt dem Kapitän.
Andermatt, 15. September. In der ganzen Furka wütet ein furchtbarer Schneesturm.
Lüttich, 15. September. Am Montag findet hier eine Protest - Versammlung gegen das Urteil in R ennes statt. Als Hauptredner wird der bekannte Domion fungieren.
Paris, 15. September. Einem hier eingelaufenen Telegramm aus Rom zufolge sollen Deutschland undJtalien die Frage erwägen, die Posten der Militär-Attache in Paris unbesetzt zu lassen und dieselben mich in den übrigen Staaten des Auslandes allmählich abzuschaffen.
Paris, 15. September. Auf dem Manöverfelde Lacroix für Meuse wurde ein verdächtiges Individuum verhaftet. Die Blätter sprechen von der Verhaftung eines deutschen Spions.
London, 15. September. Der gestrige Tag verlief hier in fieberhafter Aufregung, weil man die Antwort Trans- vaals erwartet hatte. Aus Prätoria wird aber gemeldet, daß die Antwort bereits revidiert sei und heute Morgen den Mitgliedern der beiden Raads unter Beobachtung tiefsten Stillschweigens unterbreitet werde. Es geht das Gerücht, Präsident Krüger beabsichtige, den Volksraad zu ersuchen, darüber abzustimmen, ob es angezeigt sei, im Hinblick auf die schwierige Lage die Ansicht der Bevölkerung betreffs der Antwort an England durch das allgemeine Referendum einzuholen.
London, 15. September. Die Polizei erfuhr, daß von den Jingos organisierte Rowdies die heutige Protest- Versammlung in Manchester gegen den Transvaalkrieg stören wollten. Es sind umfassende Schutzmaßregeln getroffen.


