unabsehbare Menge von Adepten: Realschulabitunenten, Schüler von technischen Anstalten verlangen Zulassung; Bolksschullehrer erstreben eine ergänzende akademische Ausbildung in ihren Fächern; begabte Frauen treten eifrig herzu. Schon weichen die Pforten langsam dem strebenden Gedränge; wenn sie vollends nachgäben, wenn insbesondere auch alle Arten technischer Fächer, wie vielfach gefordert, mit der Universität vereinigt würden, so würden allerdings unsere Universitäten in umfassendstem Sinne den Charakter der Universitas litterarum gewinnen, würden wieder die einzigen Zentren aller höheren Bildung sein. Eine schwere Gefahr scheint aber hinter dem lockenden Ziele verborgen zu liegen. Man würde in den Vorlesungen und Uebungen mit einer Menge völlig ungleichartig Vorgebildeter zu thun haben, und so würde unvermeidlich das Niveau des akademischen Unterrichts heruntergehen müssen. Wir würden am Ende auf jene populären Vorlesungen hinauskommen, deren die Franzosen neuerdings überdrüssig geworden sind. Wenn wir uns aber all' diesem modernen Andringen völlig verschließen, dann, scheint es, treiben wir einem nicht weniger bedenklichen Extrem zu: den bisherigen universalen Charakter der Universitäten mehr und mehr einbüßen, sie zu isolierten Fachschulen werden zu lassen.
So treiben wir zwischen Skylla und Charybdis. Einen rettenden Mittelweg zu sinden, ist das schwere Problem unserer Zeit. Es ist dasselbe Problem, das auf allen Unterrichts-Gebieten und -Stufen die Geister unserer Nation beschäftigt: einen Ausgleich zu finden zwischen Berufsbildung und Allgemeinbildung. Man empfindet vielfach in Universitätskreisen gewissermaßen instinktiv das Bedürfnis, den erweiterten Bildungsbestrebungen unserer Zeit entgegenzukommen: man veranstaltet Ferienkurse für Lehrer und Lehrerinnen, volkstümliche Vorlesungen und anderes der Art. Aber durch solche außerordentlichen Einrichtungen, so wertvoll sie seien, kann man nicht ersetzen, was unseren Universitäten an sich fehlt. Wir brauchen, so schließt Bernheim seine Ausführungen, wesentliche Veränderungen der inneren Organisation, eine reichere, geschmeidigere Gliederung des akademischen Unterrichts, als wir sie haben, um den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden. Zum Glück gilt für unsere Universitäten das Wort nicht: Sint ut sunt, aut non eint! Noch immer hat vielmehr die deutsche Universität sich den Aufgaben gewachsen erwiesen, welche der Wechsel der Zeiten an sie stellte. Es heißt nicht, sie herabsetzen, wenn wir wünschen, daß es auch in unserer Zeit so sein möge.
Gastfreundschaft. Herr: „Jetzt soll ich Ihnen noch zehn Mark pumpen, nachdem Sie acht Tage mein Gast gewesen sind?" — Abreisender Gast: „Ich muß doch anstandshaber Ihrer Dienerschaft ein Trinkgeld geben!"
Kitteratur, Wissenschaft und Kunst.
— Trotzdem nun schon seit über einem Jahr das Prinzip der Nernst'scken Lampe bekannt geworden ist und die Allg. Elektrifitäts- gesellschaft das Patent mit enormen Mitteln angekauft hat, will die Ueberführung in die Praxis nicht recht vorwärts kommen. — In den monatlichen Uebersickten, die die ^Umschau" (Verlag von H. Bechhold, Frankfurt a. M.) über die Fortschritte auf dem Gebiet der Elektrotechnik bringt, finden wir näheres über die Bedeutung und die Aussichten der neuen Lampe; auch lernen wir die Gründe kennen, die die Fabrikation bisher hintanhielten. — In der gleichen Nummer widmet Lory unter dem Titel „Vor 800 Jahren" der pathologischen Erscheinung der Kreuzzüge einen fesselnden Aufsatz. Auchthundert Jahre find es am 15. Juli, daß das Kreuzfahrerheer unter Gottlieb von Bouillon Jerusalem erstürmte. — In einer Anleitung zu topographischen Aufnahmen in den Alpen zeigt Ingenieur Kahle, der bei den Vermessungen der Jungfraubahn aktiv beteiligt war, wie auch der Laie, bei seinen Sommertouren in den Alpen, durch photographische Aufnahmen der Wissenschaft und Technik wertvolle Dienste leisten kann. Wir verweisen schließlich noch auf Ammons Bericht über die Fortschritte in der Anthropologie und die anderen Rubriken, die diese gediegene und interessante Wochenschrift ihren Lesern allwöchentlich bietet.
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