ffrtita« dm 16. Juni
Zweites Blatt
beraten wurde.
Szene, welche keines Kommentars bedarf, zeugt von der
wundervolle kleine Bronzegrupp- melancholischer Dackel oon
söhnung anzubahnen.
Idddlon, Lxpediüon und Druckerei:
Ach.kSr.tze Ar. 7.
«drrffe für Depeschen: An»eiger Htche».
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|U der nachmi>,»»> ffc »« erscheinenden Nummer bt8 vorm. 10 Uhr.
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ohre, FeldW , Baromeler, ushallungsgecx gratis und'
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äU3C3g,t9|^' 14. Suni. Di- Arbeitgeber des Bau- 'bes haben die Aussperrung er- °°llstand'g Sur
gleicher Weise von 1 und dem Witz dieses Meisters.
reliefartiq behandeltem Nixenkopf, an niederem Pfosten, m ein davor befindliches schlichtes Becken. Aber dieser Brunnenkopf ist kein totes, dekoratives Beiwerk. Eine reizende, schelmische Nymphe, welche zur Seite des Brunnens steht, kitzelt ihm mit einem Halm die breite, feiste Nase, und zwingt ihn so zum Lachen, daß er das Wasser hervorpruscht. Der Brunnen ist wie geschaffen für eme kleine Parkanlage, für den Vorgarten eines Schlößchens oder emes schonen^ Landhauses, ^^r eine ganze Reihe bemerkens-
“SÄ»» =-«*>“ ä* ää 'EÄzr s ronz-artig patinierter Brunnen zeugt , nq-es aus ™ » Ausstellung — das muß betont
der künstlerischen Fertigkest der Phantasie E g bms de skn^p.ur-ll-n Auspe g^ @emMbCiilu8. s°s Meisters. Das Wasser strömt aus | werden ^'st durch die Sezession sehr beein-
trächtigt wurde. Ich bin überzeugt, daß die Spaltung der Künstlerschast das Berliner Kmistleben nicht fdrdirn l°ndern schädigen wird, und der stete Rückgang des öffentlichen In t-reffes sür unser- Kunstausstellungen ist wohl schonals eine Folg- der jahrelangen Zwistigkeiten und R-ib-rei-n in den Kreisen der Künstler anzuf-h-n. Es wäre e ne dankbare Ausgabe der Besten unter ihnen, wieder eine Ber
Deutsches Reich.
Berlin, 14. Juni. Dem Bundesrat ist eine lieber. . Daß man
s±ffÄfiS "»»Ä 8ifx*'**sf- > d S ch' s s a hrts - rtrag - s vom 20. Juni 1892 | „ L-*-.* .,ns nnr unüberlegtem Handeln toarnt._ ®ie
GrHS-tt-g-»: Mi-ß^n Lmnli-ndMer, Der hejMHiidmrt, Klütter. für heAschc Deiksliuniie
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3te|wg*FreU vikrtkliährlicv
2 Mart 20 Pf«, monatlich 75 Pftz. mit Bringerloha.
Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteltährlich.
ft WIM UeH4 mit» l!«!»ahwr de« Rh tag«.
tt- Gießener
kam Anzeiger öiermal ia,,U««t.
Feuilleton. I
Pie große Aerkiner Kunstausstellung.
® ö TC (Nachdruck verboten.) I
Die Tkulptur.
(Schluß.) I
«i, Genius Mit gesenkter Fackel, eine nicht sehr n» swfTpnnrie des Todes ist das Werk einer Dame, I
» M <? hlp \Ve linf - Sehr bewundert wird ein «^Mem Ä -nkaPstäl ruhender Friedensengel von Martin eSM^B-rlin) - obwohl er etwas engbrüstig geraten M Ich gebe zu, daß dieser Friedensengel versöhnend, t"d aus den Trauernden wirken mag. - Ganz eigen- 1Cq ist ein buntgetöntes Marmordenkmal „Der Schlaf I ' J löans Dammann (Charlottenburg) — eme schlanke i Eiche G-wandfigur mit geschlossenen Augen, einem i Siiiiße blühenden und fruchttragenden Mohns in der ; Mj. B Es ist ein recht interessantes, °r>8'n-ll-s Werk, . niemand würde wohl diese Frauengestal a s GrabA s1t ansehen, wenn der Katalog sie Nicht als solche be. «tm-t- Ich glaube, von dieser farbenfreudigen Gestaltung : ».Bildwerken zu Ehren der Toten sind wir noch weit *£ der großen Zahl bemerkenswerter Porträ.büsten Um bervorqehoben eine Bronzebüste Schopenhauers von «Mo Formilli (Florenz), di- Marmorbüste eines In- Miellen von Ernst Herter, eine leicht patinierte Marmor- üiii! des Kaisers als Admiral von Friedrich Psannschmidt, L di- Gruppe der drei Kinder des Herrn Reg erungs- -7 Kiestbke von Stephan Walther, di- Büsten des G°- Braein Ober-Regierungsrats Spinola von Martin Wolff, di- des Grasen Moltke und Pros. Dr. Frenzels von
^'"on^crgreifender Wirkung ist eine überlebensgroße vstelluna „Di- Verspottung Christ," von Hermann Ask, D es- lebendige Darstellung emer biblischen
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II. >189,1
- | unaen wendet, und vor unüberlegtem Handeln warnt. Die Besorgnis vor dem Ausgang- Kn-8-s nut den Buren ' I ist nickt aerinq; denn diesmal steht viel aus dem ^piei, r 1 eine Niederlage der englischen Truppen wurde die britische
Herrschaft über ganz Südafrika aufs äußerste bedrohen, da (ianie bolländische Element in Südafrika durch die britischen Ränke zusammengeschweißt und entschlossen ist,
sich zu einem gewaltsamen Vorgehen vorbereitet hat, Kckgehen kann, die einflußreiche Rhodespartei drangt ihn
lüften treten lassen, beweist, wie man in London den Bode« ruhiaer Ueberleaung verloren hat. Eine Gruppe britischer Spekulanten, beten Häupter in London. °d-r ub-rhaupt IN Europa, wohnen, geht darauf aus, die Republik zu ver- aewaltiqen. Diese Absicht unterstützt die englische Regie- I rung, und nun spricht man sogar vom ^rtreten englischer Reckte. Gegen den Wortlaut des Londoner Abkommens von 1884 mischt man sich in die inneren Angelegenheiten ber Republik. Von der Versöhnlichkeit der letzteren zeugt es wieder daß soeben die Vorschläge des Präsidenten Krüger betreffend'das Stimmrecht dem Volksraad in Gesetzesform
den 2weck des Gesetzes, seine Aussichten und seine etwaigen Folgen zu bilden und es den Thatsachen anzupassen. ch heute ist in mancher Beziehung eine Wand ung m der Beurteilung der Vorlage eingetreten; denn ^ele, welche früh das Gesetz von vornherein verwarfen, sind nun, nachdem der Inhalt bekannt ist und zeigt, daß er 6«* Nicht so ngo_ rose Bestimmungen enthält, rote wau vermutete, mch h fn entkbiebene Gegner. Die nächsten Tage wnden voraussichtlich über bie Stellung der Parteien Aufsch uß bringen.___ ( } —
oQlbon 14. Juni. Das Unterhaus nahm in dritter Lesung die'Londoner Verroaltungsbill an, "ach welcher auch Frauen zu Stadträten ernannt roerden dürfen.
Afrika Die T r ansv a al f r a g e giebt in ihrem jetzigen Stande zu mehreren allgemeinen Betrachtungen Anlaß. Das Verhalten in Prätona und m London ist em rprfit »erid)iet)ene5. Von Transvaal aus wurde bie Lage noch als hoffnungsvoll bezeichnet, als Krüger und Miner schon von Bloemfontein abre.sten, dagegen war England
a k n,, n/ feit Aniana 1896 bewie -n hat, und die ihr
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hat, geht "daraus hervor, daß em nicht geringer
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Meßmer Anzeiger
Henerat-Unzeiger
Amts- und Anzeigeblntt fnv den NrNs Gi-st-n
Der Schutz der Arbeitswillige«.
!« steht nunmehr fest, daß der G-I-tz-ntwurf zum Sei«, - »er gewerblichen Arbestsverhältmffe noch m -rs er m Reichstage zur Verhandlung kommt, bev^ dieser bi« mi Herbst vertag, wird. Set gteunben und Gegnern beir äctatte herrscht der lebhafte Wun ch, dieselbe recht bald an! N-num Langen -u lassen und so dürft-enn noch inm.&iufi dieser Woche die jedenfalls sehr anregende Deba >!' -r hu?! Gesetz im Reichstage beginnen.
" Tic Erörterungen über den von der Regierung 8=^" S«-! Arbeitswilliger dauern nun b-re"s über acht Mo^ na ü, iks war bekanntlich der Kaiser selbst, welcher am 6. $ltoltr v. Js. in Oeynhausen ber
,aS°°» ben Absichten der Regierung ,Fr-'lich hat der G-^ „.-fflWi-ri -in anderes Aussehen erhalten, a^ der Kaiser
«te in kurzen Worten zu skizzieren vermocht-, und von UN
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MSMMZMMM8M Nmung-n über das Koalitionsrecht Auswüchse g-z-it,g. Pichler-Paffau bestimmt worden, bcli'iin 'welche bie Regierung bie Pflicht habe, zu beseitigen. I---
IfäiDirb schwer sein, biese verschiebenen Anschauungen unter
eiwnföut zu bringen; einzelne Gegensätze werben sich Uber- i fanb ein Kabinettsrat unter
La lassen. Jebenfalls ist es wertvoll, die einzelnen-A ~ fatt, in dem über Transvaal
P1«iii< n in der ersten Lesung Stellung zu dem E ® wurde. Wie verlautet, wurde die Kriegsfrage
■ . werter kleiner Bildwerke, von denen ich wenigstens einige Siene, welche temes stommcmui» vtuuH, | „.^rfitp- Neckerei" von Paul Aichele, eine Schlangen-
Gestaltungskraft eines Künstlers, der feinen Weg abseits nennen • suao »erroalb, eine Bronzestatuette „Nieder- von der breiten wohlgebahnteu Straße wandelt. D-r Nam- • Säenn" von Thomas .Demerlein (München), Kokolsky, den man jetzt sobald nicht wieder vergessen wir , h ^^ude, dunkelgebeizte Bronzefigürchen (Mu,amwesi- ist uns bereits bekannt durch s-me ,m Auftrage d-r Stad .Elsenbeinträgeriu und Naokrieger) von
Berlin für den Koppenplatz in ub-r^benSgroßem Maßstabe elf Präger Waterkant" — ein sehr lebens,
ausgesührte liebliche Gruppe „Das Ballspiel . Eine Ber Bon sR^ert Hannig, „Berliebter Faun
kleinerung dieser Gruppe — eine ®^'CSt^nBaa,P von Ernst Hisch-n (München), ein sehr^^IZvn-s M^°r- Kindern — finden wir auch m der Ausstellung. ... »5' jjetn Bade" von Johannes Hoffarth, em GipS-
Eine „Im Sterben" betitelte Gruppe von Christoph E^-'Rvllkutsch-r" von Leo Koch, sowie die Bronz-grupp- Roth (München) darf ich nicht unerwechnt lassen. E ™n Ferdinand Lepke: eine schone, nackte
biederer Handwerker von kerniger deutscher Art halt da ^be #M cinem Burschen geküßt, deffen sie
sterbende Kind, in -,n Kiffen gehüllt, auf den Kmeen Di ff ^wehren kann. Ferner ein-reizende kleine Kinder-
Mutter starrt schmerzlich bewegt auf das Kind,_ ‘'e't b «ajuettc in Gips, betitelt „Untröstlich" von Hermann Pagels,
kümmert und voll Bangen fernen letzten Hauch erwartenb. ^‘“^1" w P . Ehampagnerflasche anklamniernd-S
Das Ganze ist tief empfunden und von uberrasch-ud-r . 3 ^ntaine für einen Speisefaal gedacht, von
Lebenswahrheit, und doch kann w°n sich des Eindruckes mch |'9b xjv Gipsmodell „Bierfahrer" von Otto Richter,
erwehren, daß die Szene malerisch gedacht und nach d-r Ruoots P y patinierte Frauenbuste, von
Behandlung durch Pinfel und Farben verlangt. „i»rie°- , München), „Entspektor Brasig" von Paul
9 Unter bet großen Zahl mter-ffanter Statuetten muffen $ . A gufc naturwahre Bronzefigur „Kegelnber
di- Arbeiten von Victor Seifert, der Nicht nur em talen • ' ' Karl Wegner (Magdeburg) und endlich -IN-
voller Künstler, sondern auch -in seiner Humorist ist, ganz I Bauer a A._ »nn
I besonders hervorgehoben werden. Seinen „Dieb", em Ganf- I stehlender Satyr, von Schäffer u. Walcker, A.-G., IN tadellosem Bronzeguß ausgeführt, mochte ich als ein g°r^ezu köstliches Werk bezeichnen. Ein von Seifert m Gifis modellierter und bronzeartig patmierter Brunnen zeugt m


