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H Inhalts, Tungusen hätten am 15. Januar dem Polizei- ch?f mitgeteilt, daß sie am 7. Januar zwischen Komo (?) und P>t im Jenisseibezirk 150 Werst von dem Sawin'schen Gold- ,gebiet eine Art Hütte aus Stoff und Tauwerk in der Art rmes Ballons gefunden hätten; nicht weit davon hätten drei -menschliche Leichname, einer mit gebrochenem Schädel, und rings herum hätten zahlreiche ihnen unbekannte Instrumente gelegen. Der Polizeichef ist, wie der Brief weiter besagt, sofort abgereist, um die Sache zu untersuchen. Man vermutet, daß es sich um den Andr^e'schen Ballon handelt. Hoffentlich erweisen die genauen Nachforschungen die Vermutung als unrichtig. Weiteren Berichten zufolge wird in Fachkreisen der Nachricht wenig Glauben geschenkt. Selbst der Luftschiffer Lachambre, der Verfertiger des Andröe'schen Ballon, spricht erhebliche Zweifel aus, wiewohl es nach seiner Ansicht nicht unmöglich wäre, daß der Ballon vom Norden noch dem Südosten der Taimyo-Halbinsel zugetrieben sei. (Andere Forscher, wie z. B. Sverdrup, sind bekanntlich der Ansicht, daß eher die ostgrönländische Küste als Landungsstelle in betracht komme, lieber die Oertlichkeit, die in der Depesche aus Kraßnojarsk genannt ist, sei noch folgendes mitgeteilt: Der Jcnisfei-Bezirk, von dem die Depesche spricht, ist der nördlichste Teil des gleichnamigen Gouvernements mit der Hauptstadt Kraßnojarsk. Der Name Komo giebt leinen Anhalt für irgend welche geographische Bestimmung. Die geographische Literatur kennt diesen Namen nicht. Pit ist ein Fluß, der dem gleichnamigen Gebirge entspringt und len Jenissei mündet. Das vom Pit durchströmte Thal ist reich an Goldminen, von denen sich Hauptlager im Sayan- gtbirge (im Telegramm „Sawin'sches Goldgebiet" genannt) finden. Der Bezirk Jenissei umfaßt 454 085 Quadratkilometer, auf denen etwa 60 000 Menschen wohnen. Von diesen dürften die Eingeborenen kaum 10 000 zahlen. Alle übrigen sind europäischen Ursprungs und als Verbrecher ober Verbannte dorthin gebracht worden. Aber es fehlt auch nicht an Abenteurern ans allen europäischen Ländern, die der Goldreichtum nach dem unwirtlichen Lande gelockt hat. Jin Jahre 1840 hatte man das Vorhandensein des edlen Metalls entdeckt. Pitskaia ist, wie noch bemerkt sein mag, 115 Kilometer von der Bezirkshauptstadt Jenisseisk entfernt, das wieder von Krassnojarsk 260 Kilometer entfernt liegt.
* Die Greuel des spanifch.amerikanischen Krieges finden eine nachdrückliche Illustration in folgendem Bericht aus Hiwannah: Es werden jetzt allerhand Mitteilungen über Verl'rechen, die während der spanischen Herrschaft begangen fein sollen, verbreitet. So beschreibt „La Diskussion" die Aiiffiindung von fünfzig menschlichen Skeletten in einem Bru nnen auf einer Plantage nahe Manguito. Der Schreiber her Geschichte behauptet, daß die betreffenden Personen noch lebeiib in den Brunnen geworfen worden sind. In ver- jdjüibenen Fällen sind die Fingerknochen abgerissen, was biiramf schließen läßt, daß die Opfer die Finger bei dem Verfluch, aus dem Brunnen hervorzuklettern, gebrochen falten. Die Leiche Pedro Alayons, eines bekannten Ku- bonc rs, der während des Aufstandes plötzlich auf geheimnisvolle Weise verschwand, sei identifiziert worden. „La Dis- -hiifiDn" beschuldigt den Guerilla-Chef Antonio Reyes, den Sergeanten Juan Peres und den Schulmeister Vicente Zalgo, das entsetzliche Verbrechen angestiftet zu haben. W drei sollen sich augenblicklich in Havannah aufhalten. In einer anderen Sensationsgeschichte erklärt „La Dis- Won", daß in einem Brunnen in der Nähe des Hauptquartiers der Civil-Garde in Matanzas die lleberrefte von -500 bis 300 Personen aufgefunden worden seien.
* Eine Manöver Episode. Um zu illustrieren, wie der erstorbene zweite Reichskanzler unter Umständen auch nach «bkvhin recht nackensteif sein konnte, erzählt ein Mitarbeiter ■kr „Weser-Ztg." eine Manöver-Episode, die sich in der •N abspielte, wo der Oberst v. Caprivi zum ostfriesischen .Infanterie - Regiment Nr. 78 kommandiert war (1874): „Großes Gefecht dicht vor Hannover. Ich stehe in meinem 'Ehutzenanzuge, als ein höherer Offizier vom Generalstabe Hier Kriegsministerium mit bei weißen Schiedsrichterbinde 'M Ärm auf mich zugesprengt kommt. Schon auf beträchtliche Entfernung rief er mit wütenden Geberden: „Was ist hier für eine —" (na sagen wir Cochouerie); „wer «mmandiert hier?" Ich nannte den Namen meines Nataillonskommandeurs. In der gleichen dienstwütigen Lanier ging es weiter: „Wo ist der?" Ich wies hinter rrh, und richtig, da hielt er; neben ihm aber der inzwischen hmugekommene Oberst v. Caprivi. Nun war es für mich Nerft interessant, zu beobachten, wie Gesichtsausdruck und brache des fremden Offiziers sich änderten, als er mit sirm Male Caprivi gegenüber stand. Fast höflich kam von Wein Munde die Frage: „Se. Königliche Hoheit Prinz Dl lasten fragen, was das hier für eine Unordnung wäre." üüpriüi wippte auf dem großen Braunen mit den gespreizten seine Blicke in aller Seelenruhe Über das Ltluchtseld schweifen. Dann that er die Gegenfrage: „Sitte, sehen Sie Unordnung?" „Se. Königl. Hoheit
der Schiedsrichtergehilfe wieder an, aber Caprivi schnitt das Wort mit der etwas schärfer gesprochenen Wieder- Miig feiner Frage ab: „Bitte, sehen Sie Unordnung?" ^‘”1 ~ at)CV Se. Königl. Hoheit--" „So melden
Äie 'L>r. Königl. Hoheit, daß Sie und ich keine Unordnung haben!" Damit hob sich Caprivis Hand an den - W- und der fremde Herr verschwand in sausendem Galopp.
20 e:lwas erfreute des Truppenoffiziers Herz, denn eine ’ Mche Vertretung des Regiments nach oben waren wir nicht • i wohnt."
* Angenehme Ballgäste. Wie Pariser Blätter berichten, 'Am bei dem letzten im Stadthaus abgehaltenen Ball »l,Gemeinde Paris folgende Gegenstände abhanden:
Waffen und 29 Schalen, 700 Kaffeelöffel, 290 Kuchen- ™.ir. und zahlreiche Flaschen. Die Liste wurde vom Gc- Mrat selbst aufgestellt. Wie das „Journal" ganz richtig D^ui'ugt, wäre es der Stadtvertretung würdiger gewesen, *r D,c Sache Stillschweigen zu bewahren, denn es
ist weder für sie selbst, noch für ihre Gaste eine große Ehre, daß solche Diebstähle Vorkommen konnten. Wenn ein Gastgeber die Wahrnehmung macht, daß ihm Silbergerät abhanden kommt, ist er am klügsten, wenn er schweigt und das nächstemal nur Gäste einlädt, deren er sicher ist. Oder er macht es so, wie es von einer Dame aus der Gesellschaft erzählt wird, die ein geniales Mittel zum Schutz ihres Silbers fand. Ein Herr, der bei dieser Dame zugleich mit den Vertretern einer kosmopolitischen Gesellschaft zum Diner geladen war, wollte sich rasch nach dem Effen entfernen, um noch in ein nahes Theater zurecht zu kommen. Im Vorzimmer aber wird er durch einen Diener zurückgehalten. „Ich bitte, noch hier zu bleiben." — „Ja, warum denn?" — „Weil man das Silber noch nicht abgezählt hat."
* Nansen und Nordenskjold über Andree. Ans Christiania, 11. Februar wird der Neuen Freien Presse berichtet: Frithjof Nansen bezweifelt die Richtigkeit der Meldung ans Kraßnojarsk und beruft sich zur Begründung seiner Meinung auf frühere Telegramme, die sich auch als falsch erwiesen haben. Es wäre seiner Meinung nach höchst auffallend, daß der Ballon Andree's eine so weite Strecke über Land hätte zurücklegen können, ohne bemerkt zu werden. Allerdings könnten die mangelhaften Kommunikationen in jenen Gegenden Sibiriens es erklären, daß früher feine Meldung hierüber eintraf. An und für sich wäre es nicht unmöglich, daß der Ballon eine so weite Strecke znrücklegte, bevor er zu Boden sank. Die thatsächlich beglaubigte letzte Nachricht von Andr6e war jene durch eine Brieftaube. Dieser Meldung zufolge segelte der Ballon damals in südöstlicher Richtung. In den darauffolgenden Tagen drehte sich aber der Wind mehr südwärts. Andererseits machen aber noch andere Umstände das Telegramm aus Kraßnojarsk unglaubwürdig. „Warum" fragt Nansen „wurde der Leichnam mit dem gespalteten Schädel nicht beerdigt, wenn der betreffende Teilnehmer der Expedition beim Fallen des Ballons getöbtet worden ist, und wenn seine beiden Gefährten noch imfiande waren, eine Hütte zu bauen?" Immerhin habe aber diese neueste Meldung eine solche Bedeutung, daß weitere Nachrichten mit großer Spannung erwartet werden müssen. Auch Nordenskjöld glaubt nicht an die Wahrheit der Meldung aus Kraßnojarsk und teilt hierüber die Meinung Nansen's.
Meratnr, Wissenschaft und Kunst.
Die Beleuchtung unserer Wohnräume ist eine wirtschaftlich und hygienisch so hochwichtige Sache, daß wir unsere Leser auf einen, dieses Thema ausführlich behandelnden Artikel aufmerksam machen wollen, der in dem kürzlich erschienenen Heft 14 der wohlbekannten illustrierten Familienzeitschrift „Für Alle Welt" (Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W., Preis des Vierzehntagheftes 40 Pf.) enthalten ist. Daneben finden wir den wirkungsvollen Schluß der Erzählung „Ohne Vergangenheit" von F. von Dincklage und den Anfang eines neuen, ebenso fesselnd und spannend, wie vornehm und innig geschriebenen großen Romans „Bezwungen" von H. Abt, eine Skizze „In der Visitenkartenschale von Westasrika", eine Abhandlung über „Lebende Reklame" von Richard March, eine durch Abbildungen erläuterte Plauderei „Schwimmende Krankenhäuser" und eine ganze Reihe von hochinteressanten uud belehrenden, zum großen Teil illustrierten Artikeln über neue Erfindungen und technische Neuheiten, wie „Ein Floffenboot", „Ein neues Baumaterial", „Motorschlitten", „Ocean.Eisbrecher", „Bademäntel aus Papier", „Feuerlösch-Granaten", „Ein neuer Huthalter für Damen" rc. rc. Der künstlerische Schmuck des Heftes setzt mit einem herrlichen, farbenreichen Buntdruck, „Winterabend" nach dem Gemälde von I. von Klever, ein. Diesem schließen sich „Sibirische Tiger" von A. Weczerzick, „Eine Schutzblattern-Jmpfung in der medizinischen Akademie zu Paris" von L. Sabattier, „Papst Julius LI. übersteigt die Mauern von Mirandola" von R. Tancredi, „Immer Appetit" von Paul Wagner, „Der Klöcklertanz in Sarntheim" von Alfred von Schröt- ter, „Getreu bis in den Tod" von William Pape und viele Text- illustratwnen, Humorbilder und aktuelle Darstellungen in vorzüglich ausgeführter Reproduktion an. Bilder und Text sind so sorgfältig ausgewählt, daß auch diese» Heft von „Für Alle Welt" wieder als eine Zierde der Journal-Litteratur zu betrachten ist und überall als unterhaltender, bildender und belehrender Hausfreund bei Jung und Alt willkommen sein muß.
Daß Franz Josef!., Kaiser von Oesterreich und Ungarn, ausübender Künstler ist, dürfte die Welt mit begreiflicher Ueber- raschung erfahren. Soeben sind zwei Handzeichnungen des Kaisers und Königs in Heft lOder „Modernen Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57, Leipzig, Wien, Stuttgart. Preis 60 Pf.) in vorzüglicher Wiedergabe zur Veröffentlichung gelangt. Der Kaiser hat sie gelegentlich einer in früheren Jahren unternommenen Reise in Dalmatien gezeichnet und eigenhändig lithographirt. Man muß staunen über das feine künstlerische Verständnis, das sich in beiden, von feinem Humor durchtränkten Skizzen, welche einen Ritt in die Berge und eine Szene vor einer Osteria darstellen, offenbart. Der „Modernen Kunst" gebührt aufrichtiger Dank, daß sie diese prächtigen Leistungen eines gekrönten Hauptes zur Kenntnis weiter Kreise bringt. Ueberhaupt bietet Heft 10 des wundervoll ausgestatteten und von frischestem Geist durchwehten Weltblattes eine Fülle des Schönen und Interessanten. Ungemein wertvoll für die Beurteilung Friedrich Geselschaps, des Schöpfers der großartigen Wand-Kuppelgemälde in der Ruhmeshalle des Zeughauses in Berlin, ist die Wiedergabe einer großen Anzahl seiner Skizzen, Handzeichnungen und Gemälde in Verbindung mit einer von H. Vollmar geschriebenen, ungemein fesselnden Würdigung des Künstlers. An ausgezeichneten Meisterholzschnitten in Heft 10 seien „Theodora" nach F. M. Bredt, „Bacchusfest zur Zeit der Christenverfolgung in Rom" von F. C. Medovic und „Herausforderung" von A. Henke genannt. Auch an Farbendrucken wird Treffliches geboten. Im Text fesseln noch die tntereffanten Erlebnisse aus der Welt des Theaters, die Serafine DLtschy unter dem Titel „Der Krach" veröffentlicht, ferner die reizvolle Humoreske „Das Tagebuch" von Paul A. Kirchstein, die Plauderei über Maria Reisenhofer von Georg Buß, der Aufsatz „Kunst und Politik" von Hans Jcarius und der inhaltsreiche Brief „Musik und Theater in Köln" von Paul Hiller. — Geradezu staunenswerth ist es, daß dieses inhaltsreiche, prächtig ausgestattete Heft der „Modernen Kunst" nur 60 Pfg. kostet.
Alle« Denjenigen, welche stch auf leichte und bequeme Art die Kenntnis der französischen, englische« und italienischen Sprache aneignen wollen, seien die Zeitschriften „Le Läpätitsur" „The Repeater“, „J1 ripetitore“ zum Abonnement warm empfohlen. (Berlin, Verlag von Rosenbaum & Hardt.) Es läßt sich kaum ein besseres Mittel, diese wichtigen fremden Sprachen, deren Kenntnis in allen Berufszweigen äußerst wertvoll ist, ausfindig machen, als die Methode der genannten Zeitschriften. Unter jedem fremden Wort steht das entsprechende deutsche, so daß dem Leser das Unbekannte sofort auffällt und bei der Wiederholung in Erinnerung gebracht wird, wodurch der Wortschatz sich beständig vergrößert. Der Inhalt der Journale ist interessant und unterhaltend, es wechseln in bunter Reihe Poesie und Ernst und Scherz, alles ist im modernen Prosa, Stil und äußerst prak
tisch gehalten. Für die weiter Fortgeschrittenen ist ebenfalls gesorgt, indem die 14tägig erscheinenden Blätter allmonatlich eine Bellage mit nur französischem, englischem und italienischem Texte enthalten, dem zu« Zweck besseren Verständnisse« am Fuße jeder Seite die nötigen Anmerkungen beigegrben sind. Es dürsten daher diese Zeitschriften, deren Abonnementspreis pro Quartal nur je 1 Mark beträgt, vielen unsrer Leser willkommen sein. Abonnements auf diese Journale können zu jeder Zeit bei allen Postanstalten und Buchhandlungen gemacht werden.
Ball ! Jubel für die Junge«, Erinnerungen erwecken den Alten. Heitere Gesichter, frohes Lachen, ein Sichfreuen und Sichfindc«, bei dem man die schönsten weil süßesten Orden heimträgt: die Kottilon- orden. Es war uns, als hörten wir die heiteren Klänge, sähen da« frohe Leben, als wir die eben eingetroffene Lieferung 8 von Joseph Kürschners für alles Rat wissende „Frau Musika" (Berlin, Herrmann Hillgers Verlag. Lieferungsausgabe, 20 Hefte ä 60 Pf. nebst 2 prächtigen Einbanddecken gratis) durchblättern. Mit der alten und doch immer neuen Aufforderung zum Tanz beginnend, geht eS durch all? Tanzformen und wer daheim ein Tänzchen arrangiren will, de • mag in erster Linie an Kürschners Buch denken, das alle musikalischeu Sorgen atnimmt, sowohl die des Arrangements und der Tanzkarte rote die bir musikalischen Begleitung. Ein prächtiges Buch.
Verkehr, Land- und Volkswirtschaft.
Stuttgart, 13. Februar. (Allgemeiner Deutscher Verficht rungS- Verein.) Vom 1. Jan ar bis 31. Dezember 1898 wurden 57 877 neue Versicherungen abgeschlossen und 11 269 Schadenfälle reguliert. Von letzteren entfallen auf die Haflpsttchtverstcherung 3 208 Fälle wegen Kö perverletzuna und 2 058 wegen Sachbeschädigung; aus die Unfallversicherung 5 326 Fälle, von denen 38 den sofortigen Tod und 76 eine gänzliche oder thetlmetfe Invalidität der Verletzten zur Folge hatten. Von den Mitgliedern der Ster.bekasse find im gleichen Zeiträume 677 gestorben. Am Schluß des Jahres 1898 waren 283 297 Policen über 2060 269 versicherte Personen in Kraft.
Neueste Weidungen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 15. Februar. Professor Reinhold Vega- ist vom Kaiser beauftragt worben, für die Sieges-Allee die letzte Nischengruppe, deren Mittelpunkt Kaiser Wilhelm I. sein soll, auszuführen. Dem Standbilde des letzteren werden die Büsten Bismarcks und Moltkes zur Seite gestellt Werden.
Berlin, 15. Februar. Das Schicksal des Dampfers „Bulgaria" ist noch immer nicht hinreichend aufgeklärt. Die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Gesellschast nimmt an, daß der Rest der Passagiere und Mannschaften von den beiden anderen Dampfern, welche sich noch in der Nähe der Bulgarin befanden, aufgenommen worden sind. Nach einem aus London eingelaufenen Telegramm aus Sanct Michael berichtet der Kapitän des Weehawken, es sei wohl möglich, daß das Wrack der Bulgaria nicht untergehen werde. Er selbst mußte weitere Rettungsversuche aufgeben, da feine Boote zerschmettert und der Schiffsraum unter Wasser stand.
Berlin, 15. Februar. Prinz Heinrich XVIII. Neuß, Generalleutnant und Kommandeur der 14. Division ist nunmehr in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit Pension zur Disposition gestellt worden.
Berlin, 15. Februar. Die neueste Nummer des Sim- plicissimus wurde gestern abend hier polizeilich beschlagnahmt.
Berlin, 15. Februar. Die Interpellation Johannsen über die Ausweisungen ans Nordschleswig steht zwar als zweiter Gegenstand auf der heutigen Tagesordnung der Reichstags-Sitzung, wird aber erst morgen zur Besprechung kommen.
Karlsruhe, 15. Februar. Gestern Nachmittag um fünf Uhr wurde in Leiselheim am Kaiserstuhl ein starkes Erdbeben verspürt. Mehrere Häuser wurden stark beschädigt. Einige Kamine sind umgestürzt.
Wien, 15. Februar. Die Minister Fejervary und Banffy sind hier eingetroffen, um dem heute vormittag unter dem Vorsitze des Kaisers stattfindenden Kronrate teil» zunehmen. Trotz der zuversichtlichen Sprache der hiesigen ungarischen Regierung gilt cs in eingeweihten Kreisen für sicher, daß Banffy zurücktritt. Derselbe hat bereits alle Vorbereitungen getroffen, um seinem eventl. Nachfolger das Amt ohne Verzögerung zu übergeben. Man glaubt hier, daß der Kaiser Fejervary mit der Kabinetsbildung betrauen werde.
Paris, 15. Februar. Der „Matin" versichert, daß der Ministerpräsident Dupuy sich vor einigen Tagen bei einer Abendtafel mit mehreren Abgeordneten über die Frage des neuen Gesetzentwurfes betreffend das Revisionsverfahren unterhalten habe. Dupuy soll diesem erklärt haben, die Dreyfnsangelegenheit würde beendet sein, sobald der neue Gesetzentwurf durchgehen werde. Auf das Bemerken einiger Abgeordneten, welche an diese Versicherung nicht glauben wollten, erklärte Dupuy dem Abgeordneten Humbert ganz besonders, er mache mit ihm eine Wette um ein Diner von 20 Gedecken, daß der Kassationshof fein Urteil spätestens bis zum 20. März gefällt haben werbe.
Touristen und Sommerfrischlern
aufs wärmste zu empfehlen ist die bekannte Sammlung von
Meyers Reisebüchern,
Geschickte und zuverlässige Führung. Vortreffliches und reichhaltiges Kartenmaterial. Handliches Format.
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Bibliographisches Institut in Leipzig und Wien.


