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Esten, 13. September. Ein hiesiger Journalist ist seit Samstag spurlos verschwunden. Als Grund werden vielfach verlorene Wetten, die er auf Dreyfus' Freisprechung abschloß, angeführt. Seine Angehörigen befinden sich in Sorge und vermuten, ein Unglück sei ihm zugestoßen.
• Eisenach, 13. September. Am Freitag abend passierte auf der Rückreise von Karlsruhe nach Dresden der König von Sachsen unfern Bahnhof. Er schickte seinen Adjutanten auf die Station und ließ sich nach dem Ausgange des Dreyfus-Prozesses erkundigen, der dort aber noch nicht bekannt war.
* Gotha, 12. September. Der Fleischer Förster aus Guben, welcher erst gestern aus dem Korrektionshause in Eisenach entlassen worden war, stach gestern abend den Schutzmann Ehrlich, der ihn auf der Straße wegen Bettelns verhaften wollte, in den Rücken und verwundete ihn lebensgefährlich. Als der Angreifer die Auslieferung des Messers verweigerte, wurde er von der Menge dermaßen zugerichtet, daß er ebenfalls nach dem Krankenbause gebracht werden mußte.
• Augsburg, 12. September. In der vergangenen Nacht wurde in einer abgelegenen Gegend der Stadt der Soldat Wilh. Männer der 5. Kompagnie des 3. Infanterie- Regiments erstochen. Männer hatte nach der „Augsb. Abendztg." in angetrunkenem Zustande mehrere Raufhändel gehabt und dann auf dem weiteren Weg ihm entgegenkommende Personen angerempelt und mit dem Seitengewehr verfolgt. Einer dieser Verfolgten tötete ihn durch einen Stich in den Hals.
* Stuttgart, 12.September. Die vom süddeutschen Photographenverein in der städtischen Gewerbehalle veranstaltete photographische Ausstellung wurde heute vormittag vom Minister des Innern feierlich eröffnet. Die Ausstellung, die zahlreich beschickt und hervorragend künstlerisch arrangiert ist, macht einen durchaus vornehmen, gediegenen Eindruck. Unter den ca. 230 Ausstellern befindet fich auch eine größere Anzahl norddeutscher Firmen. Von Berliner Firmen hat insbesondere Hugo Wilde in der Portraitgruppe hervorragendes ausgestellt. Namentlich sein großes Kaifer- bild wird viel bewundert.
* Kattowitz, 13. September. Eine furchtbareDyna- mitexplosion fand in der Kohlengrube Niwka bei Sosnowice statt. Zwei Bergleute wurden in Stücke gerissen, drei schrecklich verstümmelt und getötet, mehrere schwer verletzt.
• Rom, 12. September. Die Rächerin ihrer Ehre. Vor etwa fünf Jahren heiratete in Gallieiano bei Reggio Calabria die junge, hübsche Rosalia Novella den braven Antonio Zindato. Das junge Eheglück währte aber nicht lange, denn Antonio wurde einberufen und fiel, tapfer kämpfend, in der Schlacht bei Adua, seiner Frau nichts hinterlassend, als ein reizendes Kindchen. Ganz der Pflege und Erziehung ihres Kindes hingegeben, lebte so die junge Witwe mehrere Jahre in dem Andenken an ihren Mann, bis eines Tages ein gewisser Franeesco Condemi zu ihr kam und sie um ihre Hand bat. Obwohl nun Francesco ihr Vetter war, empfand Rosalia wenig Sympathie für ihn; denn er hatte mehrere Jahre auf der Galeere zugebracht und besaß wenig Eigenschaften, welche geeignet gewesen wären, eine so tiefgehende Witwentrauer, wie sie Rosalia pflegte, zu verbannen. Er ließ jedoch nicht nach mit seinen Bewerbungen und folgte auch der jungen Frau, als diese, um sich seiner zu entledigen, in eine andere Stadt zog, und was die Liebe der Frau nicht zugestehen wollte, erzwang endlich die Zähigkeit des Liebhabers, welcher die Frau durch ständige Hinweise auf die Zukunft ihres Kindes endlich zum Eheversprechen brachte, und auch durch Er- heuchelung glühender Liebe erreichte, daß sie zu ihm zog, bis die Hochzeit geregelt sei. In dieser Zeit aber knüpfte Franeeseo, welcher der Rosalia überdrüssig zu werden begann, mit einem anderen Mädchen ein Verhältnis an. Die Hochzeit mit dieser war bereits standesamtlich festgesetzt, als die Witwe hinter den Betrug Franeeseos kam. Es erfolgte ein furchtbarer Auftritt, in welchem die zur Furie gewordene Rosalia mit einem Messer auf den Treulosen stürzte und, als er, ins Herz getroffen, tot zusammenbrach, auch noch den Leichnam mit 62 Stichen durchbohrte. Dann stellte sie sich dem Gericht. Die Geschworenen, welche dieser Tage zusammentraten, sprachen die Rächerin ihrer Ehre frei.
* Boulogne, 13. September. Als gestern drei englische Portiers aus dem Londoner Grosvenor-Hotel bei einem Besuche von Boulogne in der Rue Victor Hugo spazieren gingen, goß ihnen plötzlich eine Französin Namens Gabrielle Thibal, eine 30jährige Aufwartefrau, Vitriol ins Gesicht. Einer von den Dreien wurde schwer im Gesicht und an einem Auge verletzt, der zweite leichter im Gesicht und am Hals, der dritte unerheblich. Ein englischer Apotheker, der in derselben Straße ansässig ist, legte ihnen Verbände an, worauf sie auf einem englischen Dampfer nach Ramsgate zurückkehrten. Auf dem Dampfer sammelten die Passagiere vier Pfund für die Verletzten. Die Thäterin, welche entfloh, wurde verfolgt und verhaftet. Die Untersuchung ist eingeleitet.
* Rennes, 13. September. Es wird festgestestellt, daß nach einer Statistik das Telegraphenamt in Rennes während des Prozesses Dreyfus rund neun Millionen Worte abgesendet habe. Dazu bemerkt die Wiener „Reichswehr" : „Neun Millionen Worte! Es ist dies eine Zahl, die man sich versinnlichen muß, ehe man ihre ganze Größe erfaßt. Denken wir uns einen Stenographen, der zweihundert Worte in der Minute niederschreiben kann — eine Leistung, die kaum von dem besten Kammerstenographen erreicht wird — bann müßte er einen vollen Monat ununterbrochen mit gleichmäßiger Schnelligkeit schreiben, um das Pensum von 9 Mill. Worten zu absolvieren. Berechnet man den Raum, den ein Wort mit dem dazu gehörigen leeren Platze auf einem Depeschenstreifen einnimmt, mit nur einem Centi- meter, bann beträgt bie Länge bes Streifens, auf bem bie
neun Millionen Worte sich befinden, neunzig Kilometer, also eine ganz ansehnliche Strecke. Neun Millionen Worte bilden schließlich gedruckt den Inhalt von neun dicken, tausend- seitigen Bänden Lexikonsformates." — Wir fügen noch unsererseits erklärend hinzu, daß sehr viele auswärtige Zeitungen, und nicht nur die, die blos zweimal täglich erscheinen, in Rennes selbst nicht vertreten waren, sondern von Paris aus den telegraphischen Bericht über den Prozeß, wie er in den dortigen Blättern früh und abends vorlag, bezogen haben. Die Summe der in und von Frankreich aus verschickten telegraphischen Worte dürfte die obige Ziffer wahrscheinlich verdoppeln, wenn nicht verdreifachen.
* *
* Eine seltsame Entführungsgeschichte wird aus Krakau gemeldet. Die 15jährige bildschöne Stieftochter des Krakauer Schneiders Kopytkiewicz, Maria Bugaska, ist vor fünf Wochen von einem Kirchgang nicht zurückgekehrt und seitdem spurlos verschwunden. Nach den Angaben einer Bettlerin ist ein junges Mädchen an jenem Morgen vor der betreffenden Kirche geraubt worden. Drei Männer hätten vor der Kirch- thür Posten gefaßt, und als das Mädchen herauskam, es mit Gewalt in einen Wagen geschleppt, der dann im schnellsten Tempo fortgefahren sei. Die Eltern setzten die Staatsanwaltschaft in Kenntnis, bisher ist aber nicht das geringste ermittelt worden. Dagegen erhalten die Eltern öfters Briefe, „Maria Bugaska" unterzeichnet, die aber gefälscht sind, da sie nicht die Schriftzüge des Mädchens tragen. In einem dieser Briefe teilte die angebliche Briefschreiberin mit, daß sie mit einem Maler nach Rom fahren werde, in einem anderen, daß sie in der Nähe von Krakau weile und die Eltern bitte, sie nicht zu suchen, da sie nicht nach Hause zurückzukehren gedenke; es ginge ihr sehr gut u. s. w. Einige Tage vor dem Verschwinden der 15jährigen Schönheit war ein Maler in die Wohnung des Schneiders gekommen, um sich einen Anzug bügeln zu lassen. Als er die schöne Tochter erblickte, bat er den Meister, zu gestatten, daß diese ihm zu einem Madonnenbild sitze. Der Stiefvater gestattete dies und Maria B. saß dem Maler einmal. Den Tag darauf verschwand das Mädchen.
* Zwei kühne Raubtierjägerinnen. Die Tochter eines reichen Ranchbesitzers in den Bergen der Mendice-County in Kalifornien wurde unlängst von amerikanischen Nimrods als die geschickteste Raubtierjägerin des Westens proklamiert. Miß Gussie Lahm, ein 18jähriges Mädchen, erlegte vor kurzem ohne die geringste Hilfe den größten Panther, der je in der County getötet wurde. Die Bestie wog 116 Kilogramm und hatte von der Schnauze bis zur Schwanzspitze eine Länge von elf Fuß. Miß Gussie ist gleich ihrer um ein Jahr älteren Schwester Luise wie ein Knabe erzogen worden. Von der Zeit an, da sie alt genug waren, um sich an einer Pferdemähne festzuhalten, ritten sie nach Männerart die wildesten Rosse. Im Gebrauch des Lassos besitzen sie eine fabelhafte Gewandtheit, und nur wenige Männer können es mit ihnen aufnehmen, wenn es sich darum handelt, auf das gefährliche Wild der kalifornischen Wälder Jagd zu machen. Das „Mädchenstübchen" jeder dieser Amazonen ist überreich mit Trophäen ihrer von Kindheit an bestandenen Jagdabenteuer geschmückt. Die in ihrem Besitz befindliche Sammlung von Fellen selbsterlegter Bären, Luchse, Prairiewölfe und anderen unheimlichen Gesindels würde den Neid manches erfolgreichen Hudsonbay- Trappers erregen.
Arbeiterbewegung.
Berlin, 13. September. Der Bund der Industriellen veranstaltet in Sachen des Schutzes der Arbeitswilligen ein Enquete, welche die folgenden Fragen umfaßt:
1) Erkennen Sie die Notwendigkeit eines Schutzes der Arbeitswilligen an? 2) Welche Fälle der Anwendung von Zwangsmitteln gegen Arbeitswillige von Seiten der Ausständigen sind Ihnen bekannt? 3) Halten Sie es für möglich, durch freie Vereinigungen der Arbeitgeber den Schutz der Arbeitswilligen herbeizuführen oder 4) Sind Sie der Meinung, daß nur auf gesetzlichem Wege — durch Erlaß von Bestimmungen — dieser Schutz herbetgeführt werden könne? Das durch diese Umfrage erlangte Material soll einer Beratung über die Mittel und Wege für den Schutz der Arbeitswilligen dienen und eventuell dem Reichstag unterbreitet werden. Die Angelegenheit wird die am 16. und 17. Oktober dkJ. hier zusammentretende Generalversammlung des Bundes beschäftigen.
Hamburg, 13. September. Der Streik der Klempner und Mechaniker bei der hiesigen Straßeneisenbahn-Gesellschaft ist heute zugunsten der Arbeiter beendet worden. Die Direktion bewilligte eine Lohnerhöhung von drei Mark wöchentlich.
Kopenhagen, 12. September. Der Arbeitgeberverein stellt auf Grundlage eingelaufener Nachrichten fest, daß nach Beendigung der großen Sperre bie Arbeit seit gestern im ganzen Lande wieder ausgenommen worden ist.
Schisssnachrichten.
— Der Postdampfer „Kensington* der „Red Star Linie* in Antwerpen ist laut Telegramm am 12. September wohlbehalten in Newyork angekommen.
Verkehr, Land- und Ustkswirtschast.
Bietzen, 14. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 1.10—1.15, Hühnereier per St. 7—8 H, 2 St. 00—00 H, Enteneier 1 St. 0—0 H, Gänse» eiet per St. 0—00 H, Käse 2 St. 5-8 Käsematte 2 St. 5-6 H, Erbsen per Liter 19 H, Linsen per Liter 80 Tauben per Paar
X 0.70—0.80, Hühner per St. X 1.20—1.50, Hahnen per Stück X 0.70—1.20, Enten per St. X 2.00—2.20, Gänse per Pfund X 0 00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 X Schweinefleisch per Pfd. 66—74 Schweine- fleisch, gesalzen, per Pfd. 78 Kalbfleisch per Pfd. 60—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 bis 0.00 X, WÄkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Str. X 5.50—8.50, Milch per Liter 16 4-
Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens biS 2 Uhr nachmittags. Während der ersten 8 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden.
Limburg, 13. September. Fruchtmarkt. Roter Weizen Mk. 13.32, weißer Weizen Mk. 12,80, Korn Mk. 10,85, Gerste Mk. 9,37, Hafer Mk. 6,50.
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau .Herold*.
Berlin, 14. September. Das „Berliner Sägeblatt* meldet aus London: Esterhazy wiederholte einem Red akteur, daß er das Bordereau und alle sonstigen Dokumente auf Befehl seiner Vorgesetzten geschrieben habe, das Bordereau aber auf Befehl des Generals Mercier.
Berlin, 14. September. Die „Berliner Neuesten Nachrichten" melden aus London: Das Gerücht, wonach die Regierung beabsichtige, den von einem Teil der Geschäftswelt angeregten Boycott der Pariser Weltausstellung irgendwie zu fördern, werde in maßgebenden Kreisen als lächerlich bezeichnet.
Wien, 14. September. Die Neue Freie Presse veröffentlicht eine ihr aus Zürich von einem gewissen Ba- luydic gesandte Depesche, in welcher der Absender sich als den Autor jener Broschüre bekennt, in welcher das serbische Volk zum Aufstande und zur Verweigerung der Zahlung der Steuern aufgefordert wird.
Wien, 14. September. Aus dem Salzkammergut treffen Nachrichten über Hochwasser ein. Die Gemeinden Aussee und Ischl sind höchst gefährdet. Es droht Not an Lebensmitteln für Ischl, wenn der Regen noch fortdauert. In Salzburg ist das Wasser bis in die ersten Stockwerke der Häuser gedrungen. Die Feuerwehr und Pioniere traten in Aktion. Der Bahnverkehr ist mehrfach gestört. Auch für Wien besteht Gefahr, wenn nicht bald das Abfließen der Wässer erfolgt. Auch aus Obersteiermark wird wachsende Hochwassergefahr gemeldet. Die Mörz und Mur sind stark im Steigen begriffen und führen Brücken und Getreide mit sich. Lawinenstürze werden befürchtet. Sämtliche an den Flüssen Gelegenen Ortschaften stehen unter Wasser.
Wien, 14. September. In Paiersbach stürzte gestern abend die eiserne Fahrbrücke über die Schwarza ein. Zurzeit des Einsturzes befanden sich zahlreiche Personen auf der Brücke. Einige konnten sich retten, die übrigen fielen ins Wasser und ertranken. Die Zahl der Umgekommenen ist noch nicht festgestellt.
Graz, 14. September. Die Ortschaft Eisenerz ist überschwemmt. Der Bahnkörper wurde durch Bahngeröll verschüttet. Ein Haus, in dem sich drei Personen befanden, wurde unter abstürzenden Bergmassen begraben. Auch aus Ober-Oesterreich wird Hochwasser gemeldet. Bei Braunau sind beide Bahnbrücken in Gefahr. Die Traun ist im ganzen Salzkammergut noch immer im Steigen begriffen. Alle an ihren Ufern belegenenen Ortschaften sind überschwemmt.
Rom, 14. September. Bezüglich des letzten Unwohlseins des Papstes erklärte der Arzt Lapponi: Der Papst empfing am Dienstag in dem etwas kühlen Bibliothek-Saal den Kardinal Mazella und zog fich dadurch eine leichte Heiserkeit zu, die aber durchaus zu keinen Besorgnissen Anlaß giebt.
Rom, 14. September. Das französische Botschafts-Hotel wird von einer starken Polizeiabteilung bewacht, da man Demonstrationen vor demselben befürchtet. (?)
Paris, 14. September. Von den Genossen Guerins sind nur noch sechs im Dienst, alle übrigen sind erkrankt.
Paris, 14. September. Das Ergebnis der Ein- unb Ausfuhr für Frankreich in ben ersten acht Monaten weist für bie Einfuhr eine Abnahme von 300 Millionen und für bie Ausfuhr eine Zunahme von 230 Millionen auf.
Paris, 14. September. Regierungskommissar (Saniere und der Gerichtsschreiber des Renner Kriegsgerichtes überreichten gestern dem Vertreter des Revisionsrates das gesamte Aktenbündel im Dreyfus-Prozeß. Der Regierungskommissar und der Gerichtsschreiber des Revisionsrates nahmen die Akten entgegen. Die Vollzähligkeit der Schriftstücke wurde in einem Protokoll festgestellt und das Aktenbündel in einen großen Geldschrank eingeschlossen. Dann erstatteten Carriäre und der Gerichtsschreiber des Kriegsgerichts dem Kriegsminister über ihre Mission Bericht. (Saniere kehrte nach Rennes, der Gerichtsschreiber nach seiner Gamisonsstadt zurück.
Paris, 14. September. Liberte glaubt, daß die K o m- plott-Affaire vor dem Senat erst gegen Ende Oktober beginnen werde und nicht vor Ende November erledigt werden dürfte. In diesem Falle würde die Kammer erst im Dezember einberufen werden können, was das Kabinett damit begründen würde, daß es unzulässig sei, daß die Kammer tage, während der Senat mit einer Komplotts- Affaire beschäftigt sei.
London, 14. September. Aus Prätoria wird gemeldet: Die Antwort auf dieDepesche Chamberlains wird heute im Volksraad verlesen. Die Forderung bezüglich der Naturalisation wird angenommen, bezüglich der Souzeränetät jedoch nicht.
London, 14. September. Die gestrigeBesprechung des Grafen Hatzfeldt mit Lord Salisbury betraf den Schutz der zahlreichen in Süd-Afrika, speziell in Transvaal lebenden deutschen Reichs-Angehörigen und deren Eigentum für den Fall eines Krieges.
Pratoria, 14. September. Die Arbeiten zur In- standsetzung des Festungsgürtels schreiten rüstig fort.
Fall Dettweiler.
Darmstadt, 14. September, 1 Uhr 15 Min. nachmittags. (Privattelegramm des „Gieß. Auz."). Zm Prozeß Dettweiler wurde soeben um 1 Uhr das Urteil verkündet. Dasselbe lautet aus Amtsenthebung, sowie eine Geldstrafe von 500 Mark und Tragung von i/i der entstandenen Kosten.


