zeugter Anhänger der Revision ist oder nicht.
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wfciLir aller deutschen Gauen während der letzten Jahre
Ikbeltion, Expedition und Druckerei: ^4»kSr«ße Nr. 7.
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wird. , . c
MP.C. Der Wunsch der Reichsjustizverwaltung, daß das Hypothek-nbankeng-setz Dom Reichstag en bloc angenommen werde, so wie es aus der sehr eingehenden Kommissionsberatung hervorgegangen ist, scheint sich verwirklichen zu sollen. Aus dies- Weise kann die Hypothekenbankenordnung noch vor der Vertagung verabschiedet werden. Bei der großen Verbreitung, welche das Hypothekenbanken-
Hieltet »•» Anzeigen zu der nachm,klagS für de» feliltyta Ee| «scheinenden Numm« bil vor«. 10 Uhr.
«drefle für Depeschen: Anzeiger chiehe». Fernsprecher Nr. 51.
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5. Juni:
unter ihm, wie wir schon mehrfach hervorhoben, die Verurteilung des Kapitäns erfolgt war. Außerdem darf man
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Aezuqrprei» vierieliährlicv
2 Marl 20 Pf, monatlid) 75 Pfz mit Bringerloh».
Bei Postbezug
2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 13. Juni. In dem heut- v-röss-ntlicht-n Bulletin über das Befinden des Großherzogs heißt es, daß die besorgniserregenden Krankheitserscheinungen geschwunden sind. , Ä
Berlin, 13. Juni. Die Vertagung des Reichs- taaes ist für den Anfang der nächsten Woche in Aussicht genommen und man glaubt hier, daß der Vertrag nut Spanien über den Ankauf der Südsee-Jnseln von den Kortes bis dahin genehmigt sein wird, sodaß derselbe im Reichstage noch vor der Vertagung erledigt werden könne. Nach einem heute aus Madrid eingelaufenen Telegramm gehören der Kommission, welche der spanische Senat zur Vorberatung des Vertrages wählte, fünf ministerielle und zwei liberale an. Nach dem Telegramm scheinen sümtliche Mitglieder für die Abtretung zu sein. Eme Wieder-
tt,N4 »rrt Imnat)hm be8 Ri »tag!
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JHerffltnlCitttr Bei mH Um Anzeiger WDt^nürch viermal bn^dtgt
Der Sturz des französischen Kabinetts.
Mhrend wir noch gestern dem Wunsche Ausdruck ver- liciiin, M in Frankreich stabile Zustände Platz greifen mWlm ist das Kabinett Dupuy seinen Vorgängern gr^lal, und wir müssen eingestehen, daß wir Unrecht hatten, olSeii sagten, bet Tag be8 Grand prix werbe jur Frank- remch kenne schwerwiegenden Folgen haben. Aber selbst die pcclliiten Kreise der französischen Hauptstadt sind von dem der Ereignisse völlig überrascht worden, und wohl ka Mi jemand hat am Sonntag ernstlich daran gedacht, daß arm Mittag ein Wechsel in der Regierung emtreten würde. B fDi alicn Dupuy selbst hat jedenfalls fernen Sturz nicht i'üjMhni: denn angesichts der in Auteuil stattgehabten Be- sckjstmpsl ng des Staatsoberhauptes halten sich ja erst alle ^Mttaner um die Regierung geschart und ihr toetb gU'chid^en Beistand zugesichert. Glaubte doch Dupuy auch do^nRajjorität der Kammer entgegengekommen zu fern, wenn etc jlr Iben letzten Sonntag in Longchamps und Pans um- faK.fimbi Sicherheitsmaßregeln getroffen hatte, um alle femd- li fcfyn Kundgebungen im Keime zu ersticken! Aber er mußte drlorWhrheit des Sprichwortes an sich selbst erfahren, daß aiLjii jcharf schartig macht. Der Polizei waren selbstver- fi.Mch Weisungen zugegangen, gegen alle Ausschreitungen »«UWckhen und nicht nur gegen diejenigen der Royalisten. Ulaü so war sie denn auch bekanntlich in die Notwendigkeit verriebt worden, vor dem Pavillon d'Armenanvill gegen eme Gimpm skandalierender Sozialisten einzuschreiten. Das hctütten aber die links stehenden Mitglieder der Deputierten- talfluinieT gewaltig krumm genommen, und im Verem mit den NLÄMMlisten brachten sie am Montag das Kabinett Dupuy w-N"
Eiiu Regierungswechsel in Frankreich ist gerade kern altöiu si'ltenes Ereignis; hat ein Kabinett cm ganzes Jahr lciua stich zu behaupten verstanden, dann darf es auf cm n:i™lit8 Lebensalter zurückblicken. Dupuy ist freilich noch kem^chr am Ruder, aber er hat schon mehrere Mrnister- p rOmtschaften hinter sich, und die Ursache seiner jetzigen D)Wisfiion versperrt ihm keineswegs die Aussicht, daß er zu -i^igcrier Zeit wieder auf der Büdfl^e erscheinen darf. UMtrbiied fft das Amt eines Kabinettschefs m jetziger Zeit nniiit scrhr süß, und besonders Dupuy durfte nn Laufe der LWenentwickelung und des Schlußaktes der Dreyfusaffaire manche Angriffe auf seine Person erwarten, da ja
Was nun Uv -—, , . .
werden natürlich bereits eine Reihe von Namen genannt — an Ministerkandidaten fehlt es in Frankreich ja nicht. Es | ist richtiger, man knüpft vorläufig an diese Nennungen keine Erörterungen, da sie meistens wertlos b eiben weck jeden Tag neue Namen in den Vordergrund gestellt werden Als sicher darf wohl angenommen werden, daß die Linke eine weitere Verstärkung erfährt und daß auch die Revisions- freunde einen Zuwachs in dem Kabinett erfahren Dem heutigen Stand der Dinge entsprechend würde auch kern Ministerium auf längeren Bestand rechnen können, welches eine revisionsfeindliche Haltung einnähme.
In den jetzigen Präsidenten der Republik dar das Vertrauen gesetzt werden, daß er ruhigen und nüchternen Blicks die Lage prüft und danach seine Entscheidung trifft. Loubet kann hier die erste Probe ferner staatsmännischen Klugheit ablegen und seines Geschicks, die Zügel der Regierung seines Vaterlandes zu leiten. (xx)
hiß! man jedenfalls mehr erwarten dürfen. Ohne Zweifel f itij es auch einer großen Zahl tüchtiger, talentvoller Bckd- Uctr an lohnenden Aufträgen; und doch hatte es den An- s Mdl als ob man bei der großen patriotischen Bewegung d Ise letzten Jahre jeden Ort im Deutschen Reiche zum min- d MWit mit einer Kaiser- und einer Bismarck-Statue hatte o m-Men wollen. Die große Bewegung, die allerdings für die Bildhauer als für die Kunst fruchtbar zu ttticn versprach, scheint sich also wieher im Sanbe ver-
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ausgestellt, und zwar eine Marmorbüste des Kommerzienrats I. Pintsch und das Gipsmodell für eine Bronzebuste des Malers L. Fleischmann. Nicht gefallen will mir, daß Boese dem Herrn Kommerzienrat eine natürliche Brille aus Aluminiumgold auf die Nase gesetzt hat; die Büste erhmt dadurch einen humoristischen Anstrich, der jedenfalls nicht beabsichtigt war. , „ _ . , ..
Unter den monumentalen Bildwerken sind dann die Modelle zweier für das Reichstagshaus bestimmte Bronzestandbilder hervorzuheben, und zwar das Standbild Karls des Großen von der Meisterhand Peter Breuers und das Kaiser Heinrichs III. von Ludwig Manzel Beide Modelle sind hellbronzefarben getönt, vorzüglich als Glieder eines gewaltigen Baudenkmals berechnet, dem sie sich eng anzu- schließen haben. Sie sind mit großer Sorgfalt und künstlerischer Fertigkeit im Detail behandelt. Als ern Vorzug muß cs gelten, daß beide Standbilder aus einer Kunstlcr- hand hervorgegangen zu sein scheinen; die Meister haben sich hier dem großen Plane des leitenden Baukünstlers anzupaffen gestrebt. .
Von den sonst ausgestellten Denkmälern hat mir keines so hervorragend gefallen, wie die genannten, obwohl ich das für Hagen i W. bestimmte Standbild Kaffer Friedrichs III. — der Kaiser mit dem Feldstecher in der Hand, wie wir ihn häufig auf Gemälden dargestellt finden - als ein schönes, würdiges Denkmal bezeichnen mochte. Völlig gleichailtig aber läßt den Beschauer die eckige Reiterstatuette des Herzogs Ernst von Sachsen - Koburg - Gotha, welche Christian Behrens (Breslau) ausgestellt hat. Frappierend wirkt die Riesenstatue des Landgrafen Philipp> des Großmütigen von Heffen, mit welcher uns Hans Everding (Kassel) überrascht hat. Als kühner Verfechter des Protestantismus ist Philipp, mutvoll und vertrauend auf die gute Sache, im Brustpanzer und Fürstenmantcl, gleichsam vor dem hohen Reichstag stehend, dargestellt. Das bei der engeren Konkurrenz durch den ersten Preis ausgezeichnete Denkmal wird vor der großen Martinskirche in Kastel Aufstellung finden.
Ilmirni zu haben.
Minter den ausgestellten Denkmälern verdient das Retter- fWbnld Kaiser Wilhelms I. für Licgnitz von Johannes an erster Stelle genannt zu werden. Dieses Werk f ick Hoch über den konventionellen fürstlichen Standbildern. tzKislt frei von jenem prunkvollen allegorischen Beiwerk, rmübsim sonst die Bildhauer die Statuen der Machthaber 2 in «eben pflegen, um sie gleichsam aus dieser jammer- L Welt zu höheren Sphären emporzuheben. Johannes igL bat den Kaiser als Soldaten, als Kriegsherrn mitten i mm Schlacht dargestellt — als einen Mann unseres < .IMunderts, nicht als einen Halbgott irgend einer roman- * Epoche. Das Pferd des Kaisers ist keinferner S Bittegaul; e$ ist ein stolzes, herrliches Roß, das scheinbar I sttsMt einen Herrscher durch das wilde Schlachtgetummcl l'W — ein Werk voll packender Lebensfrische.
rver Künstler hat auch zwei sehr schone Portratbusten
Hans Everding, der erst 22 Jahre zählt, ist ein vielversprechendes Talent. Nachdem er im vorigen Jahre m Berlin für seine Gruppe „Achill mit dem Leichnam des Hektor" die kleine goldene Medaille errungen, wurde ihm kürzlich der große Staatspreis erteilt. — In Kürze mochte ich hier noch die Ausstellung der Konkurrenzentwürfe für das Denkmal des großen Kurfürsten in Mrnden erwähnen. Die Jury hat dem Modell von Haverkamp den ersten Preis zuerkannt und dasselbe für die Ausführung bestimmt. Das schlichte Werk bringt das Wesen dieses Herrschers kraftvoll zum Ausdruck. _ _ Lc.
Ju rühmen ist eine größere Zahl guter Grabfiguren. Leider sind wenige darunter, welche als Denkmal erncs Toten gelten könnten; cs sind Figuren, welche ganz allgemein die Trauer um einen Dahingeschiedenen zum Ausdruck bringen. Wir sehen hier, daß die Bildhauer sehr wohl der schönen, würdigen Aufgabe, das Grabmonument zu einer künstlerischen Aufgabe zu erheben, gewachsen sind, daß es aber an geeigneten Aufträgen fehlt. Wir schwanken noch immer zwischen der nüchternen Form des Grabsteins und dem bisweilen prunkvollen, aber selten durch die Kunst verschönten Familienbegräbnis. Wenn man die Fnedhose durchwandert, diese steinernen Parkanlagen, m denen der polierte Granit heute eine so große Rolle spielt, so gewinnt man die Ueberzeugung, daß es nicht an Mitteln, sondern nur an dem Verständnis der großen Welt fehlt.
Ergreifend ist der Ausdruck des Schmerzes zweier für die Herzogliche Fürstengruft in Dessau ausgeführter Grabfiguren, ein betender und ein schluchzender Engel, von Wilhelm Haverkamp (Friedenau). Ihr Anblick ist wohl gt1 eignet, das Gefühl milder Trauer in unserem Heizen wachzurufen. — Die Pietät, wie sie in der Fürsorge für den lieben Toten, in der Pflege seines Grabes sich bekundet, wird durch ein von August £eer (Charlottenburg) ausgestelltes Monument verkörpert; es ist eine anmutige weibliche Figur, welche auf das Grab Rosen streut.
(Schluß folgt.)
Feuilleton.
Die große Berliner Kunstausstellung.
(Nachdruck verboten.)
Die Skulptur.
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her Wenbung ber Ding- in her „Astaire jugeftimmt i) "8, q . $ politischen Kreisen wird eme
daß er vielmehr einem Drang- nachgeg-b-r. hatte, b°m °r »«l«. ^1^/ deutschen Regierung
keinen Wib-rstanb -ntg-g-nznsetz-n °ermoch -. J-b-nfalls amtlich E N Haager Konser-nz-Verhanblungen
herrscht Nine volle Klarheit,darüber b Dupuy °,n über, üb^-r chre «u V Deutschland beantragte
ÄÄ •s° "flmäßige Verosientlichung der Sitzungs-Protokolle ab- — -------------- 13 ^uni. Der neue Ob-rreichsanwaltt
Der bisherige Reichsgerichtsrat Dr. Philipp Justus Dl 8- bausen ist 1866 als Auskultator beim Kammergericht m den Justizdienst getreten. Nachdem er den Krieg gegen Frankreich als Reserveoffizier beim 35. Fusilier-Ncgimcnt mitgemacht und sich das Eiserne Kreuz erworben ^tte wurde er im März 1872 mit einem auf den 19. Mai 1871 vordatierten Patent zum Gerichtsassessor ernannt und im Ium 1873 als Staatsanwaltsgehilfe in Königsberg angestellt. Jrn April 1875 kam er als Obergerichtsassessor und Substitut des Kronanwalts nach Celle. Iw Februar wurde er zum Kreisrichter in Kottbus ernannt, wo er nach einer längeren Einberufung in das Justizministerium zwecks Hilfe bei der Ausarbeitung der durch die Justizreorganisation notwendig gewordenen Ausführungs-Verordnungen u s w. am 1. Oktober 1879 Landrichter wurde. Im April 1880
I kam er als Landrichter an das hiesige Landgericht I, wo er bis zum Juli 1885 blieb, um dann Landgerichtsdirektor in Schneidemühl zu werden. Zwei Jahre später kehrte.er als Kammergerichtsrat nach Berlin zuruck. Seit 1b. Sep. 1890 war er Reichsgerichtsrat; er gehörte dem 2. Strafsenat an. Dr. Olshauscn gilt für einen der hervorragend- I sten deutschen Kriminalisten. Er ist auch als Schriftsteller I hervorqetretcn und in weiten Kreisen bekannt durch semen I jn fünf Auflagen erschienenen Kommentar zum Strafgesetzbuch, der in Theorie und Praxis als maßgebend angesehen
Gratisbeilaaen: Gießener Familienblätter, Der hesiische Kandwiri, Klätter für hessische Volkskunde.
y* Hd. Die Skulptur-Abteilung der Berliner Kunst- LMHung ist nicht sehr reich an größeren monumentalen f ffiirfetn. Nach den zahlreichen Preisausschreiben für Denk-
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