Ausgabe 
15.6.1899 Erstes Blatt
 
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1809

I

Donnerstag den 15. Juni

Erstes Blatt.

138

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WUiihi*®, Expedition und Druckerei: ^4»kßr«tze Ar. 7.

«dreffe für Depeschen: An»<tger chiete«.

Fernsprecher Nr. 51.

i werden.

n, den 13. Juni 1899.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Bechtold.__

«Le «njeigcn.«ernnttlun,Spellen M Jt- nnfc ÄulteeN» «ehmen Knjdgtn für den -ie-ener Anzeiger eatgtf*.

h«ng. ranßfurt s kllnnO iatten . I. ab. eaii aus Mn °- Inton IWV

z,et»g,»ret- viertelsährlich

2 Mart 20 Psß. »anatlich 75 Pf«. Bit Briagerloh».

Bei Postbeju- t Mark 50 Pf,, ^rrtelsährlich

Feuilleton.

Irankfurler Brief.

Originalbericht für denGtetzener Anzeiger".

(Nachdruck verboten.)

Noch einmal

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mäfeigt, jobapU . Mk. 80.-Mit .assizer KchM

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eilte* ewerbe

kleine Brand an einem Motorenstand zeigte die tadellose und prompte Arbeit der Feuerwehr.

Der Ausftellungsgau gewährte den Teilnehmern reiche Gelegenheit zu lehrreichen Ausflügen m die nächste Um­gebung. Oberhessen und Rheinhessen haben dabei die meiste Berücksichtigung erfahren. Neben emem kultur- technischen Ausflug in die Wetterau, der demFeldbereiNigungs- verfahren galt, das sich in dem Kreise Fr^dberg am meisten ausgebildet hat, tarnen vor allem m ^age die Großh. Obstbauschule und landwirtschaftliche Schule zu Fried­berg, die Pachtgüter in Wisselsheim und die Hofe des Freiherrn Erwin v. Löw, der Obere Pachthof Achter I. Reif), Untere Pachthof (H. Brückmann), der Mühlh^ ($5 Schudt III.), sowie das Gut des Herrn Heinrich Schuir bei Steinfurt. 3)iefe ^mt^en Setrtebe entsprechen den durchschnittlichen der Wetterau, die mit viel Maschinen- und Dünger-Kapital und unter reichlichem Auf­wand menschlicher und tierischer Arbeitskräfte geführt werden. Die Ernteerträge sind dementsprechnd gute.

Ein eigenartiger Betrieb Stemfurts sind seine Rosen­kulturen. Diese lassen sich auf das Jahr 870 zuruck- fübren, als die Gebrüder Schultheiß eine RosengarMerei anlegten, die sich allmählich zu einem Weltgeschaft ent­wickelte, besonders als die Firma sich auf die Zucht von Neuheiten legte. 1873 wurden schon 8000 Rosen gezogen 3 _ n t_____ k:« cHoTknontnrriitlrt 1ltlh löoU

Bekanntmachung.

®ii bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß wegen Aus- -runchr ter Schafräude in Gleimenhain, Wahlen und Kirtorf, Krrr'ij Dsfeld, Gemarkungssperre angeordnet worden ist.

Steßen, am 12. Juni 1899.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Bechtold.

Beim diesseitigen Kommando ist am 1. Oktober d. I. si.Ästelle des Schneiders neu zu besetzen.

Bewerber wollen sich alsbald unter Vorlage emes «Muses nebst Zeugnissen ihrer Brodherren hier,melden.

vilejenigen Leute, welche bereits Uniformstücke be- ar.Ml haben, erhalten den Vorzug.

Sicßen, den 10. Juni 1899.

Großherzogliches Bezirks-Kommando.

Detring, Oberstleutnant und Kommandeur.

Bekanntmachung.

Du erledigte Stelle eines Kreisstratzeuwarts mit bereit; in Beltershain oder einem der nachstgelegenen Or)t!! fall zum 1. Juli d. I. wieder besetzt werden.

Bewerber haben ihre Meldungen unter Angabe von Nl 1:5, Wohnort und seitheriger Beschäftigung, fowre unter BeÄMNg etwaiger Zeugnisie über Ausführung von Arbeiten ähimlchl Art bis spätestens den 20. Ium ds. Js. an den Kr^imckenmeister Ma ringer in Grünberg emzureichen.

erteilt auch auf Anfrage nähere Auskunft über die DiLchMiegenheiten des Anzustellenden.

Siießen, den 6. Juni 1899.

Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen, v. Bechtold.

Bekanntmachung.

Nachdem die Maul- und Klauenseuche m Lehrbach, j» tofelb, im übrigen erloschen ist, ist die . v,i>Milungssperre ausgehoben worden. Bezüglich einer Hos. «bleibt Gehöftsperre bis auf weiteres bestehen.

S>! ßen, den 12. Juni 1899.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Bechtold. ____

Deutsches Weich.

Berlin 13. Juni. Heute nachmittag fand im hiesigen Königlichen Schloß unter dem Vorsitz des Kaisers em Kronrat statt. Wie in parlamentarischen Kreisen ver­lautet, handelte es sich um die Feststellung der (Marung, welche am Donnerstag bei der Beratung der Kanal-Vorlage im Abgeordnetenhause abgegeben werden soll

Berlin, 13. Juni. Gestern abend 8 Uhr fand im Neuen Palais beim Kaiserpaar Abendtafel statt, zu welcher u. a. Reichskanzler Fürst Hohenlohe Staatssekr ar Posadowsky und Minister v. Miguel Einladung erhalten hatten. Heute vormittag von 8 Uhr ab horte der Kaiser die Vorträge des Chefs des Militär-Kabmetts, Generals v. Hahnke, des Kontre-Admirals v. Bendemann und des Kontre-Admirals Freiherrn v. Senden-Bibran. Um 10 Uhr begab sich der Kaiser von Station Wildpark nach Station Grünewald zum Besuch der Ateliers emer Anzahll Bild­hauer. Gegen 1 Uhr nahm der Kaiser das Frühstück beim Offizier-Korps des 1. Garde-Feld-Artillerie-Regrments cm.

" Berlin, 13. Juni. Die Wahlprufungs-Kom- ! Mission des Reichstages beschloß heute, dre Wahl des Abgeordneten Brodbeck (südd. Volksp.) für ungilttg bk 7ur"°u?K°st°"n"'d°r"L°rsich°rungspflichiig°n ersolgeu \ zu erklären und bie Wahl des Abgeordneten v,K°rb°rsf

Deutscher Reichstag.

91. Sitzung vom 13. Juni. 1 Uhr.

Tagesordnung: Zunächst 3- Lesung des Gesetzes wegen Verwendung von Mitteln des Reichsln- v alidenfonds. r

Die definitive Annahme erfolgt debattenlos.

Es folgt die 3. Beratung des Hypothekenbankgesetzes. In der Generaldebatte äußert Abg. G amp (Rp ) Bedenken gegen einzelne Punkte des Gesetzes, erklärt aber, daß seine

i" M»««,

«... --.»1 stand, daß in Süddeutschland 800 Millionen Pfandbriefe ausgegeben seien, deren Deckung nur m Buchhypotheken, statt in Hypotheken-Urkunden, Hypothekenbriefen, bestehe.

Abg v Loebell (kons.) stimmt namens ferner Partei I bet ÄÄ(fr'^.) =r«ärt, daß in vorliegender Frage feine Freunde in allen Punkten nut L-rrn Schrad r und dessen Parteisrennden zusammengingen Bei dieser Vorlage müßten alle Parteien Wünsche zurückstellen.

Damit schließt die Generaldebatte. k

Das Gesetz wird en bloc angenommen. ,

Es folgt die 3. Beratung des Jnvalidenversicherungs- aesetzes. Hierzu liegt eine Reihe von Kompromißantragen Hitze und Genosien vor, ferner eme Reche s°^ldemokra- ttscher Anträge Albrecht, sowie eimge Anträge Rosicke. In der Generaldebatte äußerte sich Abg. v. Schele- Wunstorf (Welfe) im Namen ferner-Freunde.entschieden gegen das Gesetz, dasselbe fei unpraktisch, sozialistisch, dränge Lns immer mehr auf den Boden des Staatssozialismus und

I komme deshalb nur den Sozialdemokraten zu gute.

Abg Möller (nl.) erklärt, er stehe auf dem entgegen- gesetzten Standpunkt (Abg. v, Sch-le rüst: Dai! freut Mich , I Heiterkeit). Seine Freunde stimmten dem Gesetze zu, aller­dings wünschten sie noch einige Verbesserungen an dem Gesetze, die sie beantragt hätten.

Abg. v. Loebell (kons.) erklärt ähnliches tm Hamen I seiner Partei. Erfreut feien seine Freunde darüber, daß I ihre Auffassung namentlich in Bezug auf die Frage der I Rentenstellen im wesentlichen durchgedrungen fei.

i Direktor im R-ichsamt des Innern v, Woedtke dankt beiden Vorrednern sür di- sreundliche Beurteilung de« vorliegenden Gesetzes, Aus jeden Fall werde be, Errichtung ; von Rentenstellen vorsichtig vorgegangen werden. Aus eine loyale Durchführung des Gesetzes dürfe man rechnen.

Abg. M °lkeubuhr (Soz.) erwidert dem Abg. o.Sch-l-, die Sozialdemokratie bedürse solcher Gesetze nicht, die Re­gierung sorg- ohnehin schon dasur, daß die Sozialdemokratie Agitationsstoff habe. Des Weiteren bekampst Redner nament­lich die übermäßige Ausdehnung der freiwilligen Versicherung,

niedrigen Rosen bestellt. Zurzeit werden etwa eme halbe Million niedriger und 20,000 hochstämmige Rosen gezogen. Daneben werden Allee- und Zierbäume, Obstbaume, nament­lich Zwetschen, Palmen aller Art und auch Lorbeer em- geführt und selbst gezogen, ferner Nadelhölzer und Deko- rationspflanzen.^au entietc bjc Fahrt. Der Tag war

vortrefflich ausgenutzt. Angeregt und keineswegs ermüdet erreichten die Teilnehmer nach 10 llhr abends ihre Frank- ^^°FEksur"selbst bot den Gästen für die Stunden, da ste sich vom Busstellungstrubel zurückziehen wollten, viel Annehmlichkeiten, und das Komitee hatte Sorge getragen, vor allem durch Herausgabe emes neuen handlichen Führers, den Fremden den Rundgang durch die Stadt zu erleichtern. An die Mitglieder wurde das Buch gratis verabreicht.

Lebhaftes Bedauern erregte das Fernbleiben des per* zeitigen hohen Präsidenten dieser Wanderausstellung, Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Hessen, der bei seinem bekannten Jntereffe für alles, was mit der Pflege der Landwirtschaft und eines m ihren Dienst tretenden hoch entwickelten Maschinenwesens zusammenhangt, wohl mehr als einmal die Ausstellung besucht haben würde, falls nicht das unvorhergesehene Krankenlager ferne Pläne durchkreuzt hatte.

iben tfte für f rnr* - kfacktk. .

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Bekanntmachung.

8(i --er am 7. ds, Mis, zu Gießen

scha-semi d« -in Bull- Vogelsberger Rasse. IS Monat alt^ ,, - »II ,0m »er-k-lrot-r Farbe, guter K°rp-rb-,ch°ff-nh°'', dem de. ,lieh Luh zu Lützellinden gehörig, oon bet sot ^«SNi "> ?omo®on sür tauglich befunden, al« G-me>nd-zuchtstier ßurse 3 act,mS ß'U

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tönnc Weiter müsse seine Partei einen viel größeren Einfluß der Versicherten aus die Verwaltung ,ordern. Ganz be- sonders bedürfe es der Wiederherstellung der von der Kom- Mission beschlossenen, vom Plenum aber bet der zweiten Lesung gestochenen Schutzvorschriften. Der Entwurf enthalte imeiiellos viele Verbesserungen des bestehenden gesetzlichen Ä-^eWtei sei deshalb jetzt auch "t etwai anderen Lag , als seinerzeit bei Schaffung des Invalidität«, aes-b-s Auch der Antrag Hitze bringe noch emige B sser- unaen Er hoffe, daß auch noch einige sozialdemokratische angenommen würden und daß es dadurchi den Sozialdemokraten leichter gemacht werde, sur das Gesetz im '°^Abk Hitz7(E°n d7L7ieine lebhaft-Genuglhuung über dks- Erklärung aus. Weiter bemerkt er: Wenn wir jetzt noch für sozialdemokratische Anträge stimmen wollten, I Lni, würden sich mit Recht diejenigen Abgeordneten aus I anderen Parteien beschweren, die andere Anträge von uns unterstützen und ihre eigenen Wünsche zum Teil zuruckstellen müssen. lL-bhaste Zustimmung.) , h

Direktor im R-ichsamt des Jnn-rn «. Woedtke be merkt auch nach Verabschiedung dieses Gesetzes werde die Reai-rung nicht aushören, an einer weiteren Resorm des- ftlben zu arbeiten. Zum Schluß spricht Redner nochmals I den Dank der Regierungen allen denen aus, die sich s I Mühe um das Gesetz gegeben haben.

Damit schließt die Generaldebatte.

; I Morgen 1 Uhr: Spezialdebatte und dritte Lesung de

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Nachtragsetats.

Schluß Uhr.

Ht* landwirtschaftliche Ausstellung und ihr Verhalwis zu Oberheffeu.

DOr. M. Die Erwartungen, welche sich an die dies- ii ME' Wanderausstellung der landwirtschaftlichen Gesell- sc G, ünüpften, sind nicht nur erfüllt, sondern fast über- tr Mil worden, wozu die günstige Witterung, die alle Extreme v ihr gut Teil beigetragen hat. Der Zudrang von $ aus der nächsten Umgebung war em außerordent- h i Sonntag und Montag trafen deshalb die Personen- nm ams Ob-rhcss-n mit bedeutender Verspätung em. - «»-> es möglich wäre, eine solche Ausstellung in ihrer

Dauer weniger zu beschränken, konnten noch ganz aM- B-suchsziff-rn erzielt werden. Aber das ist eben ausUiheliegenden Gründen nicht möglich. Welche riesige S&Mt und welchen bedeutenden Kostenaufwand erheischt

ewBi I VomGartenPing 7« dann"rn"di°F°ldg°markung, und 1880 XnUaaifCber^ ÄV9 ftationiert, und'der | waren 2'/, Hektar mit ^ftämmigtn und 6'/. H°kk°r mit

glätter für hessische Uomslnlnoe.

Gießener Anzeiger (^>cncra( 'Anzeiger

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