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Mailand, 12. Februar. Heute wurde auf der Eisenbahnstrecke Mailand-Monza der elektrische Betrieb eröffnet. Die Züge bestehen nur aus einem Doppelwagen, der 64 Sitz- und 20 Stehplätze enthält. Solcher Züge werden täglich 22 abgelassen, 11 nach jeder Richtung. Der Betrieb erfolgt durch Akkumulatoren, die den Zügen eine Geschwindigkeit bis zu 60 Kilometer in der Stunde verleihen. Der Eröffnung des Betriebes wohnte der Fabrikbesitzer Grondona bei, der vor 59 Jahren auch der Eröffnung^der Strecke Mailand-Monza mit dem Lokomotivbetriebe beigewohnt hatte. Die elektrischen Maschinen der neuen Züge sind von der Nürnberger Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Schuckert & Co. geliefert worden. In Italien verfolgt man den neuen Betrieb mit sehr großer Spannung, da man
die Erwerbung von Kiautschou ist bekanntlich den in China lebenden militärpflichtigen jungen Deutschen gestattet worden, im Falle der Qualifikation als Einjährig-Freiwilliger ihr Jahr in Kiautschou abdienen zu dürfen. Den Anfang dieser Neuerung wird ein junger Hamburger machen, der als Einjährig-Freiwilliger für die Artillerie in Tsintau angenommen worden ist. Seine Eltern sind schon seit langen Jahren in Arnoy ansässig; trotzdem besuchte er eine höhere Schule seiner Vaterstadt, die er mit dem Reifezeugnis für den einjährig-freiwilligen Dienst verließ.
* Freiligraths Gattin gestorben. Aus London geht der „Nat.-Ztg." dW Todesanzeige von Frau Ida Freilig- rath, geb. Melos, zu, die am 6. Februar im 82. ^Lebensjahre gestorben. Sie hat ihren Gatten, den 1876 verstorbenen Dichter Ferdinand Freiligrath, um fast 23 Jahre überlebt. Sie war ebenfalls literarisch thätig und zeichnete sich als geschmackvolle Uebersetzerin englischer Dichtungen aus. Auch ihre älteste Tochter, Frau Käthe Freiligrath-Kroeker, hat sich durch schriftstellerische Arbeiten, Märchen und Kinder-
Darmstadt, Nr. 61 in Mainz, jedes zu zwei Abteilungen, i mit der Maßgabe, daß eine der beiden Abteilungen von [ Nr. 25 als dritte Batterie die schon bestehende reitende hat. Bei der Teilung des bisherigen Regiments Nr. 25 (Großherzogliches Artillerie-Korps) find zur Vollzähligkeit der beiden neuen Regimenter noch ein Abteilungsstab und zwei fahrende Batterien zu errichten. Zum neuen Armee- Korps kommt das Hessische Pionier-Bataillon Nr. 11 in Mainz und das Großherzoglich Hessische Train-Bataillon Nr. 25 in Darmstadt, das noch um eine dritte Kompagnie vermehrt wird. Das Hessische Jäger-Bataillon Nr. 11 in Marburg verbleibt beim 11. Armeekorps. Das neue, elfte Armeekorps behält die 22. Division, doch mit der Maßgabe, daß das Gothaer Infanterie-Regiment Nr. 95 und das Weimar'sche Nr. 94 zu der neuen 38. Division in Erfurt übertreten. Von der 22. Division übernimmt die 43. Infanterie-Brigade das Regiment Nr. 167 in Kassel, die 44. das Regiment Nr. 166, das in Hanau steht. Die 22. Kavallerie-Brigade bleibt unverändert. Die bisherige 11. Feldartillerie-Brigade wird zur 22., mit den Regimentern Nr. 11 in Kassel und Nr. 47 in Fulda; für letzteres wird eine Abteilung neu errichtet. Außerdem bleibt hier eine : reitende Abteilung von zwei Batterien bestehen. Die 38. Division in Erfurt nimmt vom vierten Armeekorps die Re- > gimenter Nr. 71 und 96 auf (letzteres hat als erstes Bataillon ein preußisches, das zweite geht aus den Fürstentümern Reuß, das dritte aus Schwarzburg-Rudolstadt hervor) und vereinigt in der 76. Infanterie-Brigade die Regimenter Nr. 71 und 95, in der 83. Infanterie-Brigade die Regimenter Nr. 94 und 96. Zur Division gehört die 38. Feldartillerie-Brigade mit den Regimentern Nr. 19 und 55, alles in Erfurt. Ein Pionier-Bataillon Nr. 21 ist neu zu errichten. Der Standort ist an der oberen Weser. Das Train-Bataillon Nr. 11 ist vorhanden. Das vierte Armeekorps erhält zur Ergänzung seiner Infanterie ein Regiment vom zehnten Armeekorps. Die Feld-Artillerie der 8. Division ist neu zu bilden. Die ganze Umformung hat zur Vorbedingung die Annahme der Militärvorlage. Unter dieser Voraussetzung werden die höheren Stäbe am 1. April dss. Js., die Feldartillerie-Brigaden und neuen Truppenteile am 1. Oktober dss. Js. errichtet.
** Auch die Offenbacher Handelskammer hat, gleich den benachbarten Kammern von Frankfurt a. M. und Darmstadt eine Petition an den Reichstag gerichtet, in welcher in Wahrung berechtigter Interessen von Industrie und Handel um Ablehnung des Artikels 5 des Bankgesetzentwurfs, nach welchem die Privatnotenbanken, sofern sie das Recht der Notenausgabe behalten wollen, nicht mehr unter dem von der Reichsbank jeweils festgesetzten Prozentsatz diskontieren dürfen, gebeten wird.
•• In Amerika verstorbene Heffen. In Louisville, Ky.: Charles Mehler, 72 Jahre alt, von Rhein-Dürkheim. In Philadelphia, Pa.: Henry I. Poh, 40 Jahre alt, von Wöllstein. In Springfield, O.: Johannes Scholles, 49 Jahre alt, von Heidesheim. In Louisville, Ky.: Henry Herdt, 54 Jahre alt, von Münster. In Allegheny, Pa.: Maria Möller, geb. Oestreicher, 71 Jahre alt, von Altenschlirf. Jn Dayton, O.: Maria Schaf, 77 Jahre alt, von Neuhausin bei Worms. In Chillieothe, O.: Frau Henrietta Buchhammer, 79 Jahre alt, aus Hessen- Darmstadt.
□ Darmstadt, 13. Februar. Den Freund gesunden, urwüchsigen Humors (ohne Anzüglichkeiten und Zweideutigkeiten, rote sie bei Blumenthal und verwandten „Geistern"
Segen gewirkt und wird unvergessen bleiben.
L Mainz, 13. Februar. Obwohl Jupiter Pluvius unserem vaterstädtischen Feste nicht hold zu sein schien, hatte sich doch zu dem heutigen Rosenmontagszuge, eine große Menschenmenge, sowohl von hier als auch von auswärts eingefunden. Mit der üblichen einstündigen Verspätung setzte sich der Zug um 12 Uhr in Bewegung. Er war als ein Rückblick auf das Jahrhundert gedacht, und
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enthielt hauptsächlich vier Prunkwageu nämlich: die Mode des Jahrhunderts, Hebung des Fremdenverkehrs, Kornitö- wagen und Wiege des Prinzen Karneval, während die anderen mehr humoristisch waren, zum Beispiel: das Pankratius- brünnchen, die befriedigten Lehrer, Abrüstung, Hosmetzger- wagen, die projektierte Schloßkaserne, Kochschule, Weinjahr 1898, Mainzer Krebsschaden, Rhein, von Mannheim ab, Blaue Ländchesbahn rc. Auch zwei Riesenhampelmänner, einer als Tambourmajor, und der andere als Schutzmann, erregten Heiterkeit. Der Umzug dauerte bis gegen halb vier Uhr. Alsdann zogen die Garden in ihre Hauptquartiere, während das Koniitv sein Diner im holländischen Hofe einnahm. — Auf den Straßen herrscht auch heute viel Leben, Luftschlangen und Konfettis werden in ungeheueren Mengen geworfen. Die Straßen sehen Papierkörben ähnlich. Ueber den heutigen Maskenball, die Parade und die Kappenfahrt werden wir später berichten.
/\ Mainz, 13. Februar. Während das von äußerst hestigen Regengüssen begleitete Unwetter der verflosseneu Nacht für den heutigen Haupttag des Mainzer Karnevals, den Tag des Rosenmontagszugs, wenig verheißungsvoll war, brachten doch bei allgemein sich aufheiterndem Himmel die zweiten Morgenzüge die Fremden und Karnevalsfreunden in hellen Scharen hierher, und zwar in so großer Zahl, daß gegen die Mittagsstunde in den renommierten ausgedehnten Rheinhotels und bekannten Restaurants kein Plätzchen mehr zu finden war. In gleicher Weise entwickelte sich auch allmählich das Straßenleben, und als der sich etwas verspätet in Bewegung setzende „Rosenmontagszug" seinen Anfang nahm, trat alsbald die übliche Hemmung des Straßenverkehrs ein. Der Zug, der aus 41 Gruppen bestand, war nicht ganz so ausgedehnt, wie in den letzten Jahren, deshalb ermangelte er aber nicht großer Mannich- faltigkeit und sprühenden Humors und treffender Satyre. Nur einige Skizzen von dem Zug, dem die Idee „Närrischer Rückblick auf das 19. Jahrhundert" zu Grunde lag, seien hier kurz berührt. So eine treffende Gruppe, „Die Mode aus dem Jahrhundert", welche zwei Frauenzimmer mit mächtigen Krinolinen zeigte, in welch letzteren sich Affen eingenistet hatten. Eine zweite Gruppe war „Befriedigte Lehrer", in welcher sich Schüler und Lehrer allen Freuden des Lebens Hingaben und Unterricht Unterricht sein ließen. Das Weinjahr 1898 war durch einen Wagen dargestellt, auf welchem ein chemisches Laboratorium stand, über welchem Zuckerhüte prangten. Die Verunreinigung des Rheines durch Einführung von Fäkalien zeigte sich als ein großes Kompostfaß, das die Aufschrift trug: „R(h)ein von Mannheim ab." Schließlich sei noch eine Gruppe „Blaue Ländchesbahn" erwähnt, welche die nicht sonderlich wertvollen Produkte dieses Ländchens, um dessen Gunst sich Mainz und Wiesbaden streiten, zeigte.
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Universttäts Nachrichten.
— Berlin. Die philosophische Fakultät hat einem Schweli Gelehrten, Prof. Andreas Ludwig Kym, ein Ehrendoktor Dhun übersandt. Kym, der vor bald 53 Jahren mit einer Schrift notione Spinozae in Berlin promovierte, ist an der Züricher u veisttät der Senior der philosophischen Fakultät. Professor vollendet im nächsten Monat das 77. Lebensjahr. Dem Dpi- bat die Berliner Fakultät ein Glückwunschschreiben hinzugefügt.
— Berlin. An der hiesigen Universität hat stch, wir „Nordd. Allg. Ztg." meldet, nach Züricher Muster ein Vereini p stinenter Studierender gebildet; er will, rote es in Statuten heißt, „vom gesundheitlichen, sittlichen und volkßwirll»>- Itchen Standpunkt" aus den Alkoholgenuß als „Ursache Schädigung des einzelnen und der Gesamtheit inbezug auf gn!" und materielles Wohlbefinden" bekämpfen.
— Berlin. Geheimrat Prof. Dr. Simon Sch wenden- ordentlicher Professor der Botanik an der hiesigen UntoerP Direktor des botanischen Instituts und d?8 UniversttätsgartenS ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften, fein« 10 Februar seinen 70. Geburtstag.
— Heidelberg. Prof. Osthoff dementiert die W«11 von seiner Berufung nach Wien. r
— Wien. Die außerordentlichen Profefforen Dr. Kabrhel, Dr. Wilhelm Prausnitz und Odo Bujwtd st"l ordentlichen Prosefforen der Hygiene an der böhmischen Union in Prag rcsp. an den Universitäten in Graz und Krakau worden. _______________ _______________
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auf der Tagesordnung sind), freut es aufrichtig, wenn ein beinahe 60 Jahre altes Werk, Niebergalls „Datterich" noch mit richtigem Verständnis und solch jubelnder Zu- , ...------- - -- - . ..
stimmung ausgenommen wird, wie dies gestern Abend im I die Hoffnung hegt, in absehbarer Zett das gesamte italienische „Orvheum" der Fall war, wo die „Melomanen", ein Ge- Eisenbahnnetz mit elektrischer Energie zu betreiben und sich sangverein, bei dem von jeher das Dialektstück erfolgreich I dadurch von dem Tribut zu befreien, den Italien gegengepflegt wurde, das Stück vor über 1000 Personen aus I wärtig für Kohle an das Ausland zu entrichten hat, da ja den verschiedensten Berufskreisen aufführten. Ein prächtiger Italien keine Kohlenlager besitzt.
„Datterich" ist Herr Gustav Klotz; er genießt schon von I * Ein trauriger Vorfall. Donnerstag Nacht sprang, wie früher als solcher besten Ruf. aus Köln berichtet wird, die Frau eines Offiziers von
W Jugenheim, 10. Februar. Am 3. Februar wurde unter I der Schiffsbrücke in den Rhein, worauf sich ihr Ehemann, zahlreicher Beteiligung aus allen Schichten der Bevölkerung, I ein Offizier vom Deutzer Pionierbataillon, alsbald des sowohl von hier wie aus der ganzen Umgegend und aus I Mantels entledigte und sich gleichfalls über das Geländer weiter Ferne die irdische Hülle des seit 16 Jahren hier als hinweg in den Strom stürzte. Der Offizier ertrank, während praktischer Arzt wirkenden Dr. Aloys Wetzel zur letzten die Rettung der Dame gelang. Em weiteres Telegramm Ruhe bestattet. Der Heimgegangene war ein tüchtiger Arzt, I meldet, es handele sich um den Hauptmann Hammerstein, der mit scharfem Blick rasch und sicher die Krankheit seiner I der mit seiner Frau von einer Kölner Festlichkeit heimkehrte. Patienten erkannte und die richtigen Riittel anzuwenden I Als die Frau gerettet war, versuchte sie mit Gewalt sich wußte. Trefflich wußte Herr Pfarrer Matthes die Wirk- den Händen der Brückenbeamten zu entringen und erneut samkeit des Hingeschiedenen zu schildern. Ausgestattet mit I einen Selbstmordversuch zu vollführen. Die Beamten ver- einem warmen, guten Herzen hat er allen, ohne Unter- I hinderten dieses und schafften die Frau ins Hospital, wo sie schied des Glaubens, gleiche Liebe entgegengebracht. Wie jede Auskunft über den Vorfall verweigert. Man glaubt, viel Thränen hat er getrocknet durch seinen Trost und die daß Eifersucht die Veranlassung gegeben habe.
Hilfe, die er seinen Patienten entgegenbrachte. Wie oft hat | * Der erste Einjährig - Freiwillige in Kiautschou. Durch
er feine armen Patienten unentgeldlich behandelt und obendrein dieselben noch materiell unterstützt, daß dieselben baldigst genesen konnten; auch diese reine Herzensgüte wußte der Geistliche in schöner Weise zu schildern. Die Freimaurerloge Darmstadt widmete ihrem lieben Freund und Bruder die üblichen drei Rosen. Die verschiedensten Korporationen legten Kränze nieder, und der Gesangverein trug wesentlich durch seinen schönen Choral zur erhebenden Trauerseier bei. Wer so wie Herr Dr. Wetzel die Toleranz während seines ganzen Lebens auf seine Fahne geschrieben, wer so wie er die Liebe mit offener Hand geübt, hat in
schriften bekannt gemacht und u. a. die Gedichte ihres ßatcis vortrefflich ins Englische übertragen.
* ein fetter Bissen für den Fisku». Nach der „Äarlsr Zeitung" ist in der Angelegenheit der Fürstenberg'schk» Erbschaftssteuer die Erbschaftssteuersumme auf nahezu 3*/2 Millionen Mark festgesetzt worden. Das ©taati. Ministerium wie Fürst Fürstenberg haben diese Feststell»^ anerkannt.
* I« Polizeigewahrsam erfroren. Am Samstag Sbtnt begab sich in Endenich bei Bonn ein junger Arbeiter in etwas angetrunkenen Zustand auf den Heimweg. In bn Nähe seiner Wohnung blieb er infolge eines unglücklich«, Falles liegen. Von Nachtwächtern wurde derselbe spät« ins ungeheizte Spritzenhaus geschleppt. Am andern Morgy, fand man den Mann mit erfrorenen Gliedern vor. 8t wurde sofort ins Hospital geschafft, doch trat bereits i® Laufe des folgenden Tages der Tod ein. Eine bejahrt Wittwe hat dadurch ihre einzige Stütze verloren.
* „Das Weib ist nichts als eine dyspeptische Eule!" M - diesern wenig galanten Ausdruck bezeichnete unlängst & Professor der medizinischen Fakultät in Chicago h schönere Hälfte des Menschengeschlechtes in seinem Kck;, an dem — ein erschwerender Umstand — auch drchx wissensdurstige Studentinnen teilnehmen. Die Studentin^ protestierten sofort, aber da ihre bösen Kameraden ebtiii wenig ritterlich wie der Professor waren und diese be- leidigende Definition noch mit lärmendem Beifall aufnahm? zogen sie sich würdevoll zurück, um ihre Klagen be, du Oberverwaltung vorzubringen. Diese war dem schöbt Geschlechte besser gesinnt und hat den Professor suspendier.. Nun fangen aber die Studenten zu protestieren an, erlangen die Wiedereinsetzung des Professors und droh» den Vorlesungen fernzubleiben, wenn man ihrem Gesuch nicht entspricht. Sie meinen, daß die jungen Damen, du sich der Medizin widmen, sich an die unverhüllte Ausdrucks weise des Hörsaales gewöhnen müssen.
Lltieratur, WissenIchaft und
— Amalie Joachim. Man schreibt den „M. N. 91/ tu! Berlin: Die berühmte Sängerin Amalie Joachim ist am ö* abend gestorben- Ihr Tod, die Folge einer Operation, lim rn Nichteingeweihie vollständig unerwartet. Seit unaejähr alw1 litt die große Künstlerin am Gallenstein. Das Leiden Halle ttq aller Kuren in der letzten Zett eine derartige Ausdehnung any nornrnen, daß Frau Joachim sich zu der schweren Operation « schließen mußte. Die im 60. Lebensjahre stehende Künstlerin m mochte nicht mehr diesem operativen Eingriff zu widerstehen, 1| Bewußtsein schwand kurz nach der Operation und binnen wevig- Stunden war sie sanft hinübergeschlummert, um nie mehr zu r wachen, nie mehr die Welt mit ihrer herrlichen Kunst zu erfreue — Obwohl ursprünglich für die Bühne ausgebildet, hat AmÄ Weiß (recte Schneeweiß) nach verhältnismäßig kurzer, ehrenvoll! Laufbahn dieser entsagt, nachdem sie sich im Jahre: 1861 mit bei damaligen ersten Konzertmeister des hannöorischen Hoftheaterorqeuu Joses Joachim, vermählt hatte. Sie wandte sich dem Konzert!«! zu. Was sie auf dem Gebiete der Lieder und des Orakoriuws k« leistet hat, ist in zu frischer Erinnerung, al8 daß es besonderer weise bedürfte. Man sagt nicht zuviel, wenn man dte nunww Dahingeschiedene die populärste Konzertsängerin, die wir in®cuW land bisher gehabt haben, nennt. Es dürsten in unserem bcuHdjo Vaterland wenig Städte existieren, in deren Mauern der holde Svq der großen Künstlerin nicht erklungen ist. Selbst weil über bli Grenzen Deutschlands hinaus ist ihr Ruf gedrungen und noch m wenig Jahren hat sie in Amerika mit ihrem vier Abende umfassm den Volksliedercyklus beispirllose Erfolge erzielt. Dor ungefähr zö° Jahren machte sie an der damaligen Kroll'schen Bühne in Berw noch einmal den Versuch, dramatisch zu wirken. Sie sang ta „Orpheus" von Gluck. In den letzten Jahren fang sie etgenflt nur noch für ihre große Anzahl von Schülerinnen, die von weM gekommen waren, um ihr die Geheimnisse ihrer Dortragskunft a.- zulauschm. Ihre Sonntagsabende vereinigten im Saale „öWi engere Freunde und Verehrer ihrer Kunst und Schüler, »ud) n diesem Winter wollte sie die ihr liebgewordenen Abende for m der rapide Fortschritt ihres Leidens hat es verhindert. 9tun ist tr liederreicher Mund verstummt, aber in dankbarer Erinnerung vw jedem dte Künstlerin bleiben, dte es verstanden hat, neben ein idealen Tongebung, dem Ltede eine Durchgeisttgung und edle pfindung zuiheil werden zu lassen, dis unvergeßlich ist.
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