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und frisch. Auf die Ehre, dem Kaiser bei dessen nächstjährigem Besuche der Hauptstadt an der Seine und ihrer Weltausstellung als Cicerone zu dienen, würde er, wie man ihn kennt, ungern verzichten.
M.P 0. Frankreich. Letzten Dienstag fand in Cherbourg der Stapellauf des 3. unterseeischen Torpedoboots Morse, nach dem Typ des Gustave Zodo, statt. Die Abmessungen sind jedoch etwas geringer als beim Zede. Deplacement 146 Tonnen, Länge 36 Meter, Breite 2,75 Meter. Das Boot wird durch eine elektrische Maschine mit einer Schraube getrieben. Die Geschwindigkeit soll 13 Knoten betragen. Die ganze Armierung besteht in einem Torpedo-Ausstoßrohr. Die Besatzung beträgt 1 Offizier, 8 Mann. Mit dem Bau des Boots wurde am 22. Februar 1898 begonnen. Der Preis ist 648 000 Franks.
Paris, 12. Juli. Der Anwalt Demange, welcher Dreyfus gestern in Rennes besuchte, erklärt, daß Dreyfus mit dem Studium seiner Akten weit vorgeschritten sei. Demangö ist der Ansicht, daß die Untersuchung des Kommandanten Carriöre zwischen dem 20. und 25. ds. Mts. beendet sein wird, und der Dreyfus-Prozeß in den ersten Tagen des August seinen Anfang nehmen werde.
Paris, 12. Juli. Ein amerikanisches Blatt, welches un Zola die Bitte gerichtet hatte, er möge ihm einen Bericht über den Dreyfus-Prozeß in Rennes liefern, erhielt von Zola die Antwort, daß er es nicht thun werde, selbst wenn man ihm 10 Millionen Dollars dafür bezahlen würde.
Paris, 12. Juli. Die Nationalisten äußern eine ruhige Haltung zum Nationalfest, bereiten aber eifrig Kundgebungen in den Vorstädten und bei der Revue vor. Ein Vereiteln derselben durch Regierungs-Maßregeln ist sicher.
Paris, 12. Juli. Eine amtliche Mitteilung bestätigt die Entdeckung eines Komplottes zum Sturz der Republik. Es wurde ein Brief des Herzogs von Orleans aufgefunden, welcher das Komplott beweist. Der Justizminister Monis beauftragte den Untersuchungsrichter Bou- caud, eine Untersuchung einzuleiten. Döroulöde, Rochefort, Drumont, Beaurepaire und die Generale Roget und Lamy sind in die Angelegenheit verwickelt.
Brüssel, 12. Juli. Der progressistisch-liberale Führer Lor and erklärt in der Reform, er sei bereit, gegen das Einzel-Wahlsystem zu kämpfen, die ersten Barrikaden zu bauen und diese mit den guten Patrioten selbst zu verteidigen.
Petersburg, 12. Juli. Die Leiche des verstorbenen Großfürsten-Thronfolgers dürfte im Laufe der nächsten Woche in Petersburg eintreffen und in der Peter-Paul-Festung beigesetzt werden.
Vermischtes.
Hamburg, 12. Juli. Das Landgericht verurteilte gestern bie aus Schieden gebürtige Frau Karoline Frehse wegen Majestäts-Beleidigung, begangen am 10. März 1894 bei einer in einer Werkstätte stattgefundenen Unterhaltung äiber Steuerverhältnisse zu drei Monaten Gefängnis. Die Frau, gegen welche bereits im August 1894 verhandelt werben sollte, war nach Schieden abgereist, wurde steckbrieflich verfolgt und in Ottensen verhaftet.
* Der Brand der Volta-Ausstellung. Aus Como, 9. Juli, meldet man der „N. Fr. Pr.": Der Brand zerstörte alle Galerien der elektrischen Industrie und auch jene der Seidenabteilung. Der Schaden wird nach den angestellten Erhebungen mit 10 Millionen Lire beziffert. Es sind daran auch zahlreiche industrielle Firmen des Auslandes beteiligt. Die Ursache der Entstehung des Feuers ist noch nicht mit Sicherheit festgestellt; man glaubt annehmen zu dürfen, daß durch eine Unterbrechung des Stroms eine Erhitzung der Metalldrähte verursacht wurde, und daß glühende Drähte die Holzteile des Baues in Brand setzten. Es muß bemerkt werden, daß alle Gebäude der Ausstellung aus Holz rufgeführt waren und durch die große Hitze der letzten Tage jedenfalls das Fachwerk der Galerien vollständig ausge- trocknet worden war. In wenigen Minuten war die ganze große Gebäudegruppe, die von den fremden und einheimischen Besuchern allgemein bewundert worden war, ein Schutthaufen, aus dem Flammen sprühten und Rauch qualmte. — Das Unglück ist für Como unermeßlich, aber die Bürger der Stadt beweisen große Energie, indem sie in der Ausführung des Festprogramms zu Ehren ihres berühmten Mitbürgers Volta keine Unterbrechung eintreten lassen wollen. Der Bürgermeister und das Ausstellungs-Komitee veröffent- lichlen, (wie schon milgeteilt) eine Kundmachung, wonach die im Programm bestimmten Festlichkeiten zu Ehren Voltas lrotz des Brandes stattfinden. Aus allen Ländern kommen Aeileidsbezeigungen an die Stadtverwaltung und an das Ausstellungs-Komitee. So haben die französischen, schweizerischen, deutschen Telegraphisten ihr Bedauern über das Unglück telegraphisch ausgedrückt. Es ist der Vorschlag gemacht worden, eine neue Seidenausstellung für den September zu organisieren, und er findet vielseitig Anklang. — Außer allem Zweifel ist nun festgestellt, daß bei dem Brande fein Menschenleben zu Grunde gegangen ist. — Infolge der ungenügenden Löschvorkehrungen und des Fehlens von Wasserwechseln, Pumpen und eines geeigneten Feuerwehr- ynsonaleS wurde die Ausstellung in zwanzig Minuten durch den Brand vollständig zerstört. Wegen des Fehlens der noltvendigsten Sicherheits-Vorkehrungen bei der elektrischen Anlage wird gerichtlich vorgegangen werden. Ueber die Unfähigkeit und Sorglosikeit bei der Leitung der Ausstellung Miauten verschiedene Gerüchte.
• Interessante Bevölkerungszahlen der hauptsächlichsten Staaten Europas sind einem französischen Staats- lalmder von 1810 zu entnehmen. Danach hatten: Frankreich: 38 000000 (heute: 38 228969). Königreich Italien: 'i 400000 (heute: 31 102000). Königreich beider Sicilien: 4000 000 (dasselbe zählte 1860, vor seiner Einverleibung
in das Königreich Italien, 9283000 Einwohner). Königreich Preußen: 5000000 (1895: 31855123). Großbritannien: 12000000 (heute: 39134166). Spanien: 10000000 (1887: 16 956000). Oesterreich: 19000000 (1890: 41359 204). Europäisches Rußland: 31400000 (1894: 106331000). Vereinigte Staaten von Nordamerika: 5250 000 (1894: 68275000).
* Glück im Unglück. Die „Köln. Ztg." bringt die folgende Schilderung des Eisenbahnunfalls bei Winsford. Der jüngst verflossene Samstag ist im ganzen Lande für Arbeiter-Ausflüge unter dem Zeichen des sogenannten Bohnenfestes beliebt, und ohne Unglücksfälle und Schaden an Leib und Leben läuft es dabei fast nie ab. Auch der Eisenbahn-Unfall, der sich auf der Hauptlinie der London und Nordwestbahn zutrug, scheint wenigstens mittelbar mit diesem Arbeiterfesttag in Verbindung gestanden zu sein. Zunächst fuhr ein schwerer Güterzug, unterwegs von Crewe nach Garston, auf der als Smoke-Hall-Bridge bekannten Eisenbahnbrücke unweit Winsford in Cheshire, weil der Lokomotivführer, wie es scheint, sich in einem Signal geirrt, in ein blindes Seitengeleise hinein und stürzte dort mit aller Gewalt auf den Halteblock. Die Wucht des Stoßes war so groß, daß der Block von Ziegel- und Hausteinen von oben bis unten geborsten und zersplittert wurde und die Waggons des Güterzuges auf das Geleise der Hauptlinie geworfen wurden. Es war kurz vor Mitternacht, und der Güterschnellzug von Crewe nach Carlisle, der kurz hinter dem schweren Zuge her kam, fuhr mit einer Schnelligkeit von 35 englischen Meilen die Stunde in die Barrikade hinein, die inzwischen sich auf der Hauptlinie gebildet hatte. Die Lokomotive fuhr in die Höhe und arbeitete sich wohl zwanzig Fuß vom Boden auf den Trümmerhaufen hinauf. Lokomotivführer und Heizer wurden auf die Linie geschleudert. Dieser kam fast unverletzt, jener mit Verwundungen an Kopf und Handgelenk davon. Der ganze erste Teil des Zuges wurde wie ein Teleskop ineinander geschoben und Lokomotive und Waggons mehr oder weniger zertrümmert. In Winsford war inzwischen auf dem Bahnhof von dem doppelten Unfall Kunde eingelaufen, und die wenigen Personen dort gerieten in unbeschreibliche Aufregung bei dem Gedanken, daß ein großer Vergnügungszug auf der" Rückkehr von Südwales nach Liverpool fällig war und sich von der entgegengesetzten Seite der Unglücksstätte näherte. Wie es scheint, war es der Geistesgegenwart eines Signalbeamten zu verdanken, daß der Lokomotivführer dieses Vergnügungszuges wenigstens soweit rechtzeitig gewarnt wurde, daß er im stände war, die Schnelligkeit zu vermindern und zu bremsen, ehe auch er in den Trümmerhaufen hineinfuhr. Immerhin wurde aber auch hier die Lokomotive aus dem Geleise geschleudert und der erste Personenwagen, der glücklicherweise leer war, zu Splittern zerschmettert. Lokomotivführer und Heizer hatten unerhörtes Glück. Sie wurden ganz über den Trümmerhaufen geschleudert und entrannen mit ein paar Quetschungen und Schrammen. Einigermaßen ernstere Verletzungen erlitten nur vier von den zahlreichen Ausflüglern. Der letzte Teil des Zuges blieb fast unbeschädigt, und die große Mehrheit der Reisenden kam, von einigen unbedeutenden Quetschungen abgesehen, mit dem Schrecken davon. Der große Trümmerhaufen von nahezu fünfzig zerschmetterten Wagen, der die Brücke bedeckte, soll einen schwer zu beschreibenden Anblick gewährt haben.
* Ein Rauchverbot. Aus Wallis wird geschrieben: Ein Gesetz des Kantons Wallis vom Jahre 1849 untersagt allen Personen, fremden oder einheimischen, die im Kanton domiziliert sind, das Rauchen vor vollendetem 20. Lebensjahrebei einer Buße von 2 Franks, die im Rückfälle verdoppelt wird und bei Nichtbezahlung in Gefängnis von ein bis drei Tagen umge- wandelt werden kann. Es scheint, daß diese nun 50 Jahre alte Bestimmung an Kraft etwas eingebüßt hatte. Der Staatsrat hat daher voriges Jahr die Gemeinderäte und das Polizeikorps zu verschärfter Aufmerksamkeit eingeladen und sie ersucht, mit ganz besonderer Sorge über die Beachtung dieses Gesetzes zu wachen und jede Zuwiderhandlung zu bestrafen. Die Berichte, die nun eingelaufen sind, zeigen, daß dieses Gesetz schwer durchzuführen ist. Aus einem einzigen Bezirke wird mitgeteilt: Nur in zwei Gemeinden sei dieser Mißbrauch nicht zu konstatieren, alle anderen lauten ungünstig: Der Gebrauch des Tabaks ist fast allgemein geworden und mehre sich von Jahr zu Jahr. In anderen Berichten wird geklagt, das Verbot werde fast nicht oder gar nicht beachtet, daß die Gemeindepolizei ihre Pflicht in dieser Hinsicht nicht erfülle oder daß Zuwiderhandlungen nicht strenge genug bestraft werden.
* Eine schlagfertige Antwort. Ein geschickter, aber sehr auf seinen Vorteil bedachter Verteidiger, so erzählt der „Swjet", gewann für eine junge und reiche Witwe einen heiklen Prozeß. Als er ihr den erfreulichen Ausgang mitteilte, wollte er diese Gelegenheit, sein Glück zu machen, nicht unbenützt vorübergehen lassen und machte seiner Klientin kurz entschlossen einen Heiratsantrag. Zu feiner großen Bestürzung und Verwunderung wies ihn aber die Witwe ab. Voll Aerger über feinen Mißerfolg machte er ihr den Vorwurf, daß sie undankbar an ihm handle und rief ihr in PÄhetischem Verteidigertone zu: „Wie? Wissen Sie denn nicht, daß ein Ertrinkender niemals den Strick zurückweisen wird, den ihm das Leben zuwirft!" — „Freilich", entgegnete lachend die Witwe, „aber er wird diesen Strick nicht erst ergreifen, wenn es schon zu spät ist." Der junge Verteidiger soll in Zukunft mit der Anwendung von Vergleichen vorsichtiger geworden sein.
UmverMts Nachrichten.
— Erlangen. Der Dekan der Juristenfakultät schreibt der „Frkf. Ztg.": „So oft daS alljährliche Verzeichnis der UniversttätS- fchrtften erscheint, verfehlt ein offenbar den UntoersitätSbibliotheken nahestehender Herr feit einigen Jahren nicht, dem größeren Publikum die Zahl der Erlanger juristischen Dissertationen mttzutetlen. ES würde der Billigkeit entsprechen, wenn er dabet bemerkte, daß
Erlange« nur an der Spitze der Fakultäten mit Druckzwang sich befindet. Uebrigens hat die neue Promottonsordnung (mündliche« Examen nicht mehr vor Genehmigung der Dissertation gestattet) bereits die Wirkung erzielt, daß die Zahl der Meldungen auf etwa Vs der Zahl im gleichen Zeiträume des Vorjahres herabgegangen und im weiteren Rückgänge begriffen ist. Immerhin wird diese Wirkung äußerlich in der Zahl der in den Austausch gelangenden Dissertationen noch 2 bis 3 Jahre nicht völlig hervortreten, und zwar aus zwei Gründen: Die Kandidaten, welche (nach der alten Prüfungsordnung) das mündliche Examen zuerst machten, haben 1 bezw. bet Militärdienst 2 Jahre bis zur Einreichung ihrer Dissertation Zett und die Frist für die Drucklegung der Dissertation ist 1 Jahr nach Approbation derselben."
— Göttingen. Auch der OberlandeSgerichtsp!äsident inCelle führt Klage über Ausschreitungen junger Akademiker. Er beschwert sich darüber, daß Rechtskandtdaten, die sich zur Vorbereitung ihres Examens in Celle aufhalten, sich wiederholt Exzesse haben zu Schulden kommen lasten; insbesondere seien mehrfach nächtliche Ruhestörungen vorgekommen. In Zukunft sollen derartige Fälle streng bestraft werden. ES wird darauf aufmerksam gemacht, daß ein derartiges Benehmen der Rechtskandtdaten eventuell sogar Ausschließung von der höheren Justizkarr'öre zur Folge haben kann. Der Dekan der hiesigen Juristenfakultät bringt dies durch Anschlag den von der Universität abgehenden Rechtskandidaten zur Kenntnis.
— Jena. Professor Ernst Haeckel hat für das nächste Semester eine Vorlesung angekündigt, die auch in wetteren Kretsen Interesse erregen dürfte: Geschichte der Zoologie im 19. Jahrhundert. Der Rechtslehrer Professor Rosenthal wird in seiner Vorlesung über Verkehrsrecht auch das Telephonrecht behandeln.
— Leipzig. Hier ist der bekannte Arzt Dr. Dolega, Privatdozent an der Universität, gestorben. Er hatte sein Interesse besonders der Heilgymnastik zugewendet. Der Hingeschiedene, der schon längere Zett leidend war, ist nur 35 Jahre alt geworden.
— Leipzig. In der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität hat sich Dr. med. Siegfried Garten, Assistent am physiologischen Institut unserer Untoerfität, mit einer Vorlesung über die elektrische Erscheinung am Nerv als Prtvatdozent habilitiert.
— London. Ein nationales physikalisches Labora- torium, das vom Staate stark subventioniert werden wird, soll demnächst in Richmond ins Leben treten. Die Organisation desselben ist von der Royal Society in die Hand genommen worden. Das Institut soll hauptsächlich der Prüfung empfindlicher physikalischer Apparate, sowie der Feststellung von Maaßen und Zahlengrößen, die für wissenschaftliche und industrielle Zwecke von besonderer Wichtigkeit sind, dienen. Zum Direktor mit einem Jahresgehalt von Lstr. 1300 ist bereits ein hervorragender Fachmann, Mr. Richard Glatzebrook vom University College in Liverpool, ausersehen. Die Subvention wird vom Parlamente zweifellos bewilligt werden.
— DaS Frauenstudium auf den preußischen Universitäten. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht einige statistische Notizen über den weiblichen Vorlesungsbesuch in Preußen. Danach betrug an den preußischen Univerfitäten, an benen eine Immatrikulation weiblicher Personen bekanntlich nicht stattfindet, die Zahl der zum Hospitieren zugelassenen Frauen in der Zeit von Herbst 1895 bis Ostern 1899
Vor dem gedachten AnfangSzeitpunkt waren Frauen auch vom Hospitieren ausgeschloffen.
Als Studienfächer waren bezeichnet:
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Halle
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6
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Kiel
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12
10
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21
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Königsberg
—
—
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11
13
17
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Marburg
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—
—
9
8
27
10
Münster
—
—
—
—
—
—
—
Sa. 117
105
223
230
347
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Winter
1895/96
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Theologie
-
1
in
3
Fällen 6 6
5
9
Rechtswiffenschaft
2
—
1
2
3
5
6
Medizin
2
2
8
13
11
15
16
Zahnhetlkunde
—
2
—
—-
1
1
3
Philosophie (Philosophie im allg., Ethik, Logik, Psychologie rc.)
22
15
35
46
93
69
100
Philologie bezw. Litte- ratur ohne nähere Angabe, Archäologie
13
15
39
45
60
48
65
Neuere Philologie bezw. Lttteratur
46
53
94
94
125
107
146
Alte (ntl. klasfische) Philologie und Lttteratur
3
5
6
6
7
9
6
Pädagogik
3
1
12
—
6
—
7
Geschichte (einschl. Kulturgeschichte)
22
14
35
39
66
58
71
Geographie
2
2
3
1
1
3
12
Mathematik
9
6
8
5
11
9
15
Naturwiffenschasten (Phyfik, Chemie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Astronomie)
10
11
20
22
39
35
45
StaatSwissenschaften (namentlich Nationalökonomie)
10
7
11
15
42
20
23
Kunst u. Kunstgeschichte
21
16
40
32
44
54
66
Mteratur, Wissenschaft und Kunst.
— Vom Kirnstwart (Herausgeber Ferd. Avenartus, Verlag Georg D. W. Callwey, München), deffen 19. Heft soeben erschien, sagt die „Neue Badische LandeSzettung" am 18. Juni u. a. folgendes: „Der Kunftwart, der mit seinem ganzm Gewicht aufklärend und richtend in die künstlerische Bewegung unserer Tage eingreift, hat im nunmehrigen 12. Jahrgang seinem rein theoretischen oder kritischen Verfahren nun auch die goldene Praxis hinzugefügt ... Die halbmonatlichen Hefte bringen Proben aus der Musik und auS der bildenden Kunst in trefflichen Wiedergaben. Zwischen den Bach'schen Klavierstücken btS zu Wolfs Lied, ja sogar bis zu MahlerS symphonischen Dichtungen liegt daS ganze Reich der Musik etngeschloffen. Von den herrlichen Kupfersttchblättern DürerS biS zu Stauffers herrlichen Proträtradierungen und KalckreuthS gewaltigen Schöpsungen in der Oelmalerei erstreckt sich der Kreis, der da« Bildnerische umschließt. Künftig sollen auch größere mustkalische Werke zur Veröffentlichung gelangen. Diese künstlerischen Beilagen sind stets in Beziehung gesetzt zu ästhetischen Aufsätzen orientierender ober be- lehrender Art, bie sowohl Tagessragen alS auch allgemeingtltige Themata berühren .... Einer besonberen Empfehlung bebarf ein berarttgeS Unternehmen, bas sich in zwölf Jahren nicht blo« bewährt, fonbetn zu solchem Wert entwickelt hat, nicht mehr."


