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14.5.1899 Drittes Blatt
 
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Vorgehens nicht darüber beklagen. Im übrigen ist durch eine neue Vereinbarung zwischen Baden und der preußisch- hessischen Bahugemeinschaft der Zustand jetzt derart geordnet, daß seine Schädigung, die zuerst jährlich ungefähr 950,000 Mk. betragen haben soll, jetzt auf 650,000 Mk. gemindert wird. Württemberg schätzt seine Benachteiligung auf nur etwas über 100,000 Mk. jährlich, und- Bayern ist gar nicht be­einflußt.

Am stärksten und empfindlichsten wäre aber unser hessisches Bahnnetz der preußischen Konkurrenz ausgesetzt gewesen, und war es noch lange nicht ausgeschlossen, daß schließlich sich auch noch süddeutsche Konkurrenz mit ihr gegen uns vereint hätte.

Im Verhältnis zu unserem kleinen Lande konnte hieraus für unsere Finanzen eine Gefahr entstehen, die geradezu verderblich hätte wirken und die Bürger des Landes mit einer niederdrückenden, unerschwinglichen Steuerbelastung hätte beschweren können. Dem ist durch den Anschluß an die preußische Bahnverwaltung vorgebeugt worden. Eine Konkurrenz von irgend einer Seite haben wir nicht mehr zu fürchten, vielmehr wird es sich die Gemeinschaft angelegen sein lassen, auch zur Hebung des hessischen Verkehrs nach Möglichkeit beizutragen, um die günstigsten finanziellen Vorteile daraus zu ziehen.

Durch diese Hebung des hessischen Verkehrs und weitest­gehende Ausnützung der hessischen Bahnlinien erwächst unserem Lande aber wiederum vielerlei Nutzen und Vorteil, der ihm entgehen muß, wenn nur ein schwacher Verkehr besteht und die Bahnlinien gemieden und umgangen werden. An den Fluktuationen, am Auf- und Niedergang im wirtschaftlichen Leben sind unsere hessischen Staatsfinanzen gegenwärtig durch den jetzigen großen Bahnbesitz des Landes weit mehr wie früher interessiert. Aber auch bei einer Depression wird sich die Bahngemeinschaft als vorteilhaft erweisen, da sich zu solchen Zeiten die Konkurrenz stets noch härter und schärfer fühlbar macht und in diesem Punkte unsere Landes­bahnen bezw. unsere Landesfinanzen dann wenigstens verschont bleiben werden.

Bemerkenswert ist noch die lebhafte Abneigung, die sich in den anderen süddeutschen Staaten gegen eine Erweiterung der Eisenbahngemeinschaft ausgesprochen hat. Sie ist aber wohl einzig dem Umstande zuzuschreiben, daß Preußen sich noch immer so starr einer Reform der Personentarife wider­setzt und für die Erleichterungen und Verbilligungen, wie sie in Süddeutschland mit bestem finanziellen Erfolg eingeführt sind, noch nicht zu haben ist. Infolge dieser Haltung ver­scherzt sich die preußische Bahnverwaltung viele Sympathien. Aber besonders im Interesse der großen Allgemeinheit und des Fortschritts in Wandel und Verkehr bleibt es höchst wünschenswert, daß sich das preußische Eisenbahnministerium von dem stagnierenden Einfluß der Agrarier schnellstens zu

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(Mainzer Anz.)

Vermischtes.

* Zukunftskrieg und Zukuuftsfriede. Ueber die Möglich­keit oder die Unmöglichkeit von Kriegen hat Professor Del­brück in denPreußischen Jahrbüchern" einen Aufsatz mit der Ueberschrift Zukunftskrieg und Zukunftsfriede veröffent­licht. Der Aufsatz ist eine glänzende Widerlegung der Ansichten des russischen Staatsrats v. Bloch, der ein sechsbändiges Werk über den Krieg der Zukunft geschrieben hat, von welchem durch das Münchener Friedenskomitee auch ein kürzerer Auszug erschienen ist. Der Geschichtsforscher zeigt uns vor allem, wie in früheren Zeiten eben solche Zweifel an der weiteren Möglichkeit von Kriegen bestanden haben, wie sie heute geäußert werden. Wir werden belehrt, daß all die Bedenken über die technische und volkswirtschaftliche Un- denkbarkeit von Kriegen auf falschen Ansichten oder über­triebenen Befürchtungen beruhen, ohne daß dabei der Ver­fasser etwa den Krieg um des Krieges willen loben würde, wie das folgende Stelle beweist: Es ist wahr, daß die Menschheit sehr ärmlich sein würde, wenn sie keine Helden mehr hätte, und der Rest, den Schiffer und Feuerwehren, Bakterienforscher, Aerzte und Reisende bieten, würde sich dürftig machen, wenn man ihn auch nur mit einem einzigen Bataillon vergleicht, das zum Sturm auf eine Batterie schreitet. Dennoch können die Verteidiger des Krieges nichts Schlechteres thun, als den Krieg um des Krieges willen wünschen. Das erscheint als Mutwille und nicht als

Tapferkeit. Als Verdienst rechnet Delbrück dem Werke des Russen an, daß es uns über das Zwecklose eines künftigen großen Krieges belehrt, den deutschen Friedensschwärmern mit ihren ungereimten Vorschlägen aber sagt Delbrück: Ein Jahrhundert mit so wenig Kriegsjahren wie das neunzehnte oder gar die letzten Jahrzehnte dieses Säkulums ist in der Weltgeschichte nicht wiederzufinden. Wem verdanken wir ras? Wiederum mancherlei Umständen, am meisten aber >eu starken Kriegsrüstungen, die jeden Krieg als etwas so urchtbares erscheinen lassen, daß nur selten sich jemand gefunden hat, der die Verantwortung dafür übernehmen möchte, und jetzt, scheints gar niemand mehr. Was sollen wir da von den Friedensgesellschaften, die, um einige

Millionen zu sparen, sagen wir selbst einige Dutzend hundert Millionen, die Intensität der Kriege wieder ber^ setzen, und uns so unserer besten Friedensversicheruna wie^ berauben möchten? Ich will den Damen und Herren h, sönlich keine Vorwürfe machen, sie meinen es gewiß berrl gut, aber objektiv ist die Forderung der Abrüstung kuln ? feindlich und barbarisch, denn sie treibt zum Kriege i Schluffe lesen wir die Mahnung, die sich das deutsche in die Seele schreiben sollte: Es ist möglich, ja es hat ein gewisse Wahrscheinlichkeit, daß die nächste große Land Verteilung oder Absteckung von Einfluß-Sphären in Aste sich in ähnlicher Weise vollzieht, wie im 3agte bie erste Teilung Polens, ohne Blutvergießen. Nicht mekr lebensfähige oder kulturunfähige Staatsgebilde werden aus­gelöst oder unter die Vormundschaft der lebenskräftig Staaten gestellt. Diese aber vergleichen sich darüber uarfi Maßgabe der Kräfte, die sie bei einem Waffenganq nn. setzen würden, ohne den Waffengang selber zu machen England, Frankreich, Rußland find bereits im un­geheurer Kolonialreiche. Ihnen kommt es nicht so sehr rauf an, ob sie noch ein Stück Land mehr gewinnen oder nicht; nur ihre Machtstellung im allgemeinen müstrn fie behaupten. Für Deutschland, das noch so gut wie nuht§ wirklich Wertvolles in den andern Weltteilen besitzt, ist 7, Geviertmeile, jedes Städtchen von der höchsten Wichtigen In 50 Jahren wird die Welt aufgeteilt sein. Es ist tint Lebensfrage für uns, wenn wir eine große Nation bleiben wollen, hierbei neben den bereits etablierten Kolonial. Nationen einen gleichwertigen Besitz zu erlangen. Wir können es, wenn wir rechtzeitig vorsorgen. Freiwillig werden uns die anderen Nationen nur einen sehr schmalen Anteil gewähren. Warum sollten sie auch? Jedes Boll sorgt für sich selber. Nur wer Macht hat, dem wächst Macht zu, und in diesem Machtgebot liegt ein tiefes fitt. liches Gesetz. Dasjenige Volk, das die Selbstüberwindung hat, seine täglichen Genüsse einzuschränken, um dafür natio­nale Machtmittel zu sammeln, das, um es ganz kurz aus. zudrücken, lieber etwas weniger Bier trinkt und weniger Cigarren raucht und sich dafür Kanonen und Schisse an- schafft, das erwirbt damit auch den Anspruch, seine Eigenart zu behaupten, und die geistigen Güter, die es im Lause dn Jahrhunderte erarbeitet, sich selbst und der Menschheit pi dauerndem Besitz zu vererben. Es giebt keine höhere Aus­gabe für die kommende Generation, als zu sorgen, daß dir Welt nicht zwischen Engländern und Ruffen aufgeteilt, son- dern auch deutsche und französische Art und zwischen den großen Nationen auch die der kleinen, soweit sie Kultnrwert laben, erhalten werde. Ohne Krieg, wenn es möglich ist, aber es ist ein Gut, das auch um noch so viel Blut nicht zu teuer erkauft wäre.

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