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14.2.1899 Erstes Blatt
 
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ffliitn schreibt». Wenn sein Derk zu reden beginnt, soll bk Persvn- Mfteit btl Dichter« verstummen. Zwischen Werk und Empfänger miß eine gewt'hte St'lle walten, - spricht der Dichter da hinein, I, ft-rt er. Diese« alle« weih ich, und dennoch schicke ich meinem Kama ein Borwort voran«? E« müssen starke Beweggründe sein, Ht mich treiben. So ist es; und meine Worte gelten nicht meinem Me, sondern meinen Ansichten. Seit Jahren bin ich e« gewähnt, fofc man meinen Dramen au« d« deutschen Geschichte Zwecke untre

die mit der Kunst nicht« gemein haben, dah man ihnen nach legt, ich wollte damit Stamme«Politik treiben; rmd mög icherwetse »Kd da« vorliegende Werk, in dem fich menschliche Schicksale auf «Itichtlichen Vorgängen des vorigen Jahrhundert« ausbauen, den Inlafc zur Wiederholung derartiger Behauptungen bieten. Dem pgmüber sei hiermit ertflrt, daß meine geschichtlichen Dramen nur tot Absicht haben, dem deutschenVolke in t

dienen. Ihm zu dienen denn ke-n Volk bedarf der histoiischen Dramatik mehr, al« das deutsche, «eine Volksseele war und ist, so sie die deutsche, von dunklen, unwägbaren, unmehbaren Gewalten dvrchsträmt, die nicht der Historiker, die nur der Dichter 8« beuten *rmag. Dieser Aufgabe find meine Dramen gewidmet. Daß sie In bet Mehrzahl abgegrenzte Teile Deutschland« rum Schauplah Schicksale einzelner Stämme zum Gegenstand haben, erklärt sich au« btt Natur der Sache sie spielen vor 1870. Daß e« nicht möglich Ist Dramen au« der deutschen Geschichte zu schreiben, ohne alte Hauben zu berühren, da« weiß ich, wie jeder e« weiß, der deutsche -ls-ichte kennt. Ader die Tragödie ist wie die Lanze des Achill, str selber heilt die Wunden, die sie schlug. Don solchen Gedanken w« habe ich geschrieben, schreibe und werde ich schreiben mit selchen Gedanken möge man mein Werk betrachten.

Ernst v. Wtldenbruch.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Montag den 13. Februar, abend« 8 Uhr: Bibelftunde im »snfirmandensaal der Johanneskirche. Colosserbries Kap. 8, von Sers 18 an. Christliche Führung des Hausstandes. Pfarrer Dr. Naumann._______________________________

Schrff»n<r<h*rchtei^

Der Postdampfer ^Kensington" derRed Star Linie" in Inlwerpen ifi|laut Telegramm am 10. Februar wohlbehalten in Rtmgort angekommen.

Sxiktzlm der oerrioigtku frankfnrtrr Stabttljrattr.

Opernhaus.

Dienstag den 14. Februar: Siegfried. Mittwoch den 16. Februar geschlossen. Donnerstag den 16. Februar: Der schwarze Domino. Freitag den 17. Februar geschlossen. Sim «tag den 18. Februar: Fidelio. Sonntag den 19. Februar, iidjrnUtag« 3»/, Uhr: Boccaccio. Abends 7 Uhr: Da« Un- eöglidifle von allem.

Schauspielhaus. , v

Dienstag den 14. Februar: Don Carlos. Mittwoch den Ib. Februar: Gastspiel des Herrn Direktor Conrad Dreher, Königl legi. Hosschauspieler. Jägerblut. Donnerstag den 16. Februar: 8«z«. Freitag den 17.Februar: Herostrat. SamStag den 18. Fe» brurr: Die Befreiten. Etnakter-Cyklus von Otto Erich Hart- kbem. Sittliche Forderung. Hierauf: Abschied vom Regi- ntu t. Zum Schluß: Lore. Sonntag den 19. Februar, nachmittags l'/>Ilhr: Fuhrmann Henschel. Abends7Uhr: Die Befreiten. Ein« kter-Cyklu«: Sittliche Forderung. Abschied vom Regiment. Lore. Montag den 20. Februar: Der Dogel- länbler.

Uerkehr, Kmd und Uolksmrtschast.

efttttmea# H Febr. Fruchtpreise. SöttenX 16,5000,00, tora X 14,90<0,00, Gerste X 16,00-00,00, Hafers 13,8814,00, trb(<n X 00,00-00,00, Linsen X 00,0000,00, Wicken X 00,00, Bdn X 00,00, Kartoffeln X 0,00-0,00, Samen X 00,00-00,00.

Neueste Meldungen.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 13. Februar. DasBerliner Tageblatt" leitet aus London: Der Dampfer Weehawkin lief Ponta

Delgada an mit 25 Frauen und Kindern an Bord, die er von dem der Hamburg-Amerika-Linie gehörenden Dampfer Bulgaria, der gestrandet ist, ausgenommen hatte. Die übrigen Passagiere und Mannschaften konnten wegen des stürmischen Wetters nicht ausgenommen werden. Ihr Schicksal ist ungewiß.

Berlin, 13. Februar. Die dasKleine Journal" hört, ist Fürst Herbert Bismarck, als er sich nach seiner Ernennung zum General-Major vor einigen Tagen beim Kaiser meldete, ungemein gnädig empfangen worden. Die Audienz währte über eine halbe Stunde.

Kiel, 13. Februar. Der KreuzerGeier" verließ gestern Ost-Amerika, um dauernd die jahrelang entblößte westamerikanische Station zu besetzen. Als erster Hafen wird Valparaiso angelausen.

Karlsruhe, 13. Februar. Der heute früh 2 Uhr 41 Minuten in Bruchsal eintreffende Schnellzug, von Bretten kommend, entgleiste bei der Einfahrt in den Bahn­hof. Der Zugführer und zwei Reisende sollen getödtet sein. Zwei Wagen wurden zertrümmert.

Wien, 13. Februar. Während der gestrigen Abend- Vorstellung im deutschen Volkstheater entstand infolge Ent­zündung eines Kautschukteiles der elektrischen Leitung eine Panik. Das Publikum beruhigte sich nach den wiederholten Versicherungen des Feuerwehr-Kommandanten von der Bühne aus, daß keine Gefahr vorliege, sodaß die Vorstellung fort­gesetzt werden konnte.

Prag, 13. Februar. Die deutschen Provinzblätter fordern, daß die deutschen Landtags-Abgeordneten sich so lange den Verhandlungen fern halten, bis die Sprachen-Verordnungen aufgehoben, die deutsche Sprache als Staatssprache anerkannt und die Anerkennung des deutschen Sprachengebietes in Böhmen erfolgt ist.

Kattowitz, 13. Februar. In der Familie des Arbeiters Kowoll in Siemianowitz sind die schwarzen Pocken ausgebrochen. Man vermutet, daß dieselben durch Schmuggler, die aus Rußland Fleisch dorthin gebracht hätten, eingeschleppt worden sind.

Budapest, 13. Februar. Baron Banffy ist gestern nach Wien abgereist. Man bringt die Reise mit dem be­vorstehenden Rücktritt Banffys in Zusammenhang.

Paris, 13. Februar. Bei der gestrigen Senatswahl im Stadthause kam es zu einer Kundgebung gegen das Kabinett Dupuy. Der zum Senator gewählte radikale Sozialist Bassinet wurde verpflichtet, im Senat gegen den Regierungsantrag zu stimmen.

Paris, 13. Februar. Der hiesige Karnevals- Sonntag war wenig belebt. Jede Feststimmung fehlte. Es waren strenge Vorkehrungen gegen antiklerikale Kund­gebungen in Lille und in Paris getroffen.

Paris, 13. Februar. Das vorgestrige Votum der Kammer bildet noch immer das Hauptgespräch in hiesigen politischen Kreisen. In republikanischen Kreisen sagt man offen und frei, Dupuy verfolge keinen anderen Plan, als die Dreyfus-Angelegenheit zu ersticken, um den Generalstab und mit demselben das Ansehen der Armee zu retten.

Paris, 13. Februar Heute wird der Senat sich vereinigen, um einen Ausschuß zu wählen, der über den neuen Gesetzentwurf betreffend das Revisionsverfahren einen Bericht ausarbeiten soll. Der Bericht dürfte dann am Mittwoch dem Senat vorgelegt werden und am Donners­tag die Debatten über den Gesetzentwurf beginnen können. In republikanischen Kreisen ist man der Ansicht, daß der Gesetzentwurf heftig bekämpft werden und eine große Minorität erzielen wird. Eine große Anzahl Repu­

blikaner werden nur deshalb für den Gesetzentwurf stimmen, nm einen Konflikt mit der Sammer zu vermeiden, und somit keine Neuwahlen heraufzubeschwören.

Paris, 13. Februar. Im Kriegsministerium verlautete gestern, daß die drei vereinigten Kriminalkammern mit 4 bis 5 Stimmen Mehrheit die Revision des Dreyfus-Pro- zesses verwerfen würden.

Lille, 13. Februar. Der ganze gestrige Tag verlief ohne jede Kundgebung. Der Bürgermeister bat den Präfekten um Zurückziehung der Gendarmerie aus der Stadt, weil diese sich in brutaler Weise benommen habe. Der Bürgermeister erklärte, die Munizipal-Polizei genüge, um die Ordnung in der Stadt aufrecht zu erhalten.

Rouen, 15. Februar. PressensL und Mirbeau veranstal­teten gestern Abend eine Versammlung, welche von über 3000 Personen besucht war. Pressens« hielt eine längere Rede über die Dreyfus-Angelegenheit. Mehrere Anti-Revi­sionisten, welche die Ruhe stören wollten, wurden aus dem Saale gewiesen. Nach Beendigung der Versammlung kam es vor dem Saale zu heftigen Auftritten zwischen Dreyfus- Freunden und Antisemiten. Einige Verhaftungen wurden vorgenommen.

Algier, 13. Februar. Der Statthalter von Algier hat sich gestern nach Marseille eingeschifft, um sich von dort nach Paris zu begeben, wo er bei der Debatte über die Verteidigung der algerischen Küste gehört werden soll.

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Zu beziehen durch alle Buchhandlungen.

Komplett gebunden

4- Auflage

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Wnwch, den 15. ftbrunt d. I.,

nachmittags 2 Uhr,

tat en im Bieker'schen Saale versteigert: Möbel aller Art, sowie eine Partie Schuhwaren.

1392: Geißler, Gerichtsvollzieher.

Holzversteigerung.

68 werden versteigert:

1) Montag den 20. Februar d. I. alS den Distrikten Steinweg, Hain, Stein- ßiute, Esp, Wirberger Waldlache, Neu- üiißlÄNnen, Junge Bucken, Alter Haag, iobltDQlb, Ochsenstall, BeltershainerWald, 'kuhosSheege, Laubachskopf und Lange Dicken der Forstwartei Reinhardshain:

Stämme r 64 Eicken 24 fm, 27 Buch. = 19 fm, 1 Birke 1 fm, 126 Fichten = 55 fm, 164 Kiefern ISS fm,

Lärchen S frn; Derbstangenr I Si eben 0,3 fm, 68 Fichten 4 fm, SuSVpelr 9 rrn Fichten (Schichthaufen).

Hufammentunft vormittags >/,10 Uhr m vstanzgarten im Distrikt Steinweg ki Meinhardshain. Nur die Kiefern im iiflritt Steinweg werden bei der Ver- 'hige-rung vorgezeigt.

Y Dienstag den 21. Februar v. I.

-<u5 Distrikt Bettenwald der Forstwartei j»rb«Lch, den Distrikten Güntersgraben, 6diiubeege, Kälberstall, Saaser Heegwald, ßeiiSkops, Bauernhaide und Zeileichen kr Forstwartei Saasen. Stämme: 3M «Eichen 98 fm, 12 Bucken --= 8 frn, 306 Nickten 57 fm, 58 Kiefern =

9 Lärchen4 fw; Derbstangenr 20 Pichten 1 fm.

Nflmmentunfl vormittags 9 Uhr im Milkt Bettenwald bei Saasen. Nur «Sichen im Distrikt Bettenwald, sowie J Eichen und Buchen im Distrikt AlnOerSgraben werden bei der Ver- ^esrung vorgezeigt.

wiünbetg, io. Februar 1899.

'Troßh. Obersörsterei Grünberg.

Schober. 1879

Holzversteigerung.

Freitag den 17. Februar soll im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Bruch und Beckers wald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:

30 Eichenstämme 4,80 fm, 155 Nadelstämme 52 fm, bis

zu 34 cm Durchmesser und 20 m Länge,

57 Eichenstangen 4 fm,

58 Nadelstangen 8 frn,

64 rm Buchen-Knüppel,

51 ,, Nadel-Knüppel, 2000 Buchen-Wellen Durchforstungs-

200 Eichen-Wellen, wellen.

1120 Nadel-Wcllen,

12 rm Eichen-Stöcke,

41 Nadel-Stöcke.

Die Zusammenkunft ist morgen« 9'/z Uhr im Distrikt Bruch am W-gweiser.

Das Eichenstamm- und Stangen­holz ist besonder» für Wagner geeignet.

Hausen, den 13. Februar 1899.

Großh. Bürgermeisterei Hausen.

Müller. 1388

vmptelstiiiMN 1

ML Schlachthaus.

Freibank. 1402

Heute nab morgen:

SiuHfltifdj 56 Pfg.

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THE MtÜCMTcaEAL

QUAKER!

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Nur in diesen Pachteten sind die echten Quäker Oats, feinste amerikanische Haferspeise, erhält­lich. Von zahlreichen Aerzten für alle Kranken, Wöchnerinnen, Kinder und Säuglinge aufs Wärmste empfohlen, bilden Quäkers Oats insbesondere für alle Freunde einer naturgemässen Lebensweise ein tägliches Nahrungsmittel.

Gasthaus;um DeuWuWof.

Prima 1398

Wetteraner Aepfelwein Ein köstlicher Trank ist 1389

Wwe.Hassan=Kaffee

In allen Preislagen ist er zu haben bei

Eberhard Dort,

Wallthorstraße 45.

Kein Fabrikant und kein Häudler

übernimmt für seine Kognak-Essenz eine rechtsverbindliche Garantie, welcke die richtige Zusammensetzung des daraus hergestellten Kognaks gewährleistet. Man hüte sich daher vor angeblichen Kognak- Essenzen, Essenzen dunklen Ursprungs, und kaufe nur Mellinghoff's Kognak- Essenz, denn der zweckentsprechende Auf­bau dieser Essenz ist ausdrücklich verbürgt:

Ich zahle demjenigen eintausend Mark, Weicker in der von mir bereiteten Kognak- Effenz, in Flaschen mit meinem Namens­zuge, außer dem notwendigen Färbe- mittel Stoffe entdeckt, welche in echtem Kognak nicht enthalten sind".

Mühlheim a. d. Ruhr, 14. io. 95. Dr. F. W. Meüinghoff.

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Lehrling i

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