Ausgabe 
13.12.1899 Zweites Blatt
 
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Abbildungen zunächst auf Land und Leute einging, und namentlich der letzteren Charakter, Beschäftigung, Zusammen­leben fesselnd zu schildern wußte; sodann sprach er über die Ursachen, welche zum jetzigen Krieg führten und schloß mit der sehr anschaulichen Darlegung der augenblicklichen Kriegslage. Mit lebhaftem Beifall dankte die Versammlung dem Herrn Referenten; an de» Vortrag schloß sich eine Diskussion an, bei welcher auch aus der Mitte der Ver­sammlung heraus eine Tellersammlung für die Buren in Anregung gebracht wurde. Das Ergebnis derselben betrug nahezu 25 Mk. Wie der Vorsitzende, Herr Pfarrer Dr. Grein, noch mitteilte, wird am nächsten Familienabend, der ja be­kanntlich durch eine Verschiebung erst am Neujahrstag in Steins Garten stattfinden kann, Herr Prediger Zettel- mann aus Frankfurt a. M. die Festansprache halten, im übrigen wird an diesem Abend die Weihnachtsfeier in der hergebrachten Weise begangen werden.

** Geflügel- u»d Vogel-AuSstelluug. Das Ausschreiben für die vom 26. bis 28. Januar auf dem Windhof in Aus­sicht genommene Dritte Allgemeine Geflügel- und Vogel-Ausstellung ist inzwischen versandt worden. Da- »ach wird die Ausstellung nur aus einer Prämiirungs- Abteilung bestehen und in 9 Unterabteilungen zerfallen. Die bei der letzten Ausstellung eingerichtet gewesene Verkaufs- Abteilung für Großgeflügel und Tauben kommt dieses mal wegen Raummangel in Fortfall. In der Klasse Kollektionen dürfen Stämme von 7 bis mindestens 5 Tiere ausgestellt werden; doch läßt man, im Gegensatz zur letzten Ausstellung, wo nur Hühner in dieser Klasse zugelasien waren, auch Gänse und Enten in derselben zu. Nach dem uns vorliegenden Ausschreiben zerfallen die auszustellenden Hühner ihren Rassen und Farben nach in 38 Klassen, von denen folgende betreffs der auf dieselben zu verteilenden Preise von Interessenten mit Garantie versehen sind: Brahma: dunkle. Ham­burger : Goldsprenkel, Silbersprenkrl, Goldlack, Silberlack sowie Schwarze. Italiener: rebhuhnfarbige, gelbe sowie weiße. Bantam: einfarbig und gesperbert. Von den 4 Klassen Enten sind Aylesbury und Rouen garantiert. Bei den 17 Klassen Tauben haben Brieftauben Garantie gefunden. Es steht aber zu erwarten, daß auch die nicht garantierten Klaffen Großgeflügel und Tauben so zahlreich beschickt werden, daß bei diesen erste und zweite Preise zur Verteilung kommen. Im ganzen sind bei der Ausstellung mit den garantierten 77 Klaffen zur Prämiirung vorgesehen. Die stärkste Beteiligung werden ohne Zweifel die garantierte« Klassen finden und wird damit zugleich bei diesen Rassen ein Wettbewerb hervorgerufen, wie er bet den vorangegangenen Geflügel - Ausstellungen nicht vorhanden war. Die be­deutenden Züchter, besonders der Hamburger und Italiener Hühner sehen sich erst veranlaßt, auszustellen, wenn betreffs der Gewährung von ersten und zweiten Preise« für diese Klassen Garantie vorhanden, was bei schwacher Beteiligung in einer Klasse ohne Garantie ausgeschlossen ist. Besonders Züchter, die vom Ausstellungsort weit entfernt wohnen, scheuen sich, ihre Tiere den weilen Weg machen zu lassen, wenn sie betreffs der Preise, die verteilt werden, nicht Sicherheit haben. Die Ausstellungen des Gießener Geflügel- zuchlvereins finden in hühnerologischen Kreisen immer mehr diejenige Beachtung, die sie in der Thal verdienen. Sind es doch auch dieses Mal wieder die in Deutschland an­erkannt bedeutendsten Kenner unserer Geflügelraffen, welche bei der bevorstehenden Ausstellung im Januar das Preis­richteramt übernommen haben; wir erfahren wenigstens aus dem Ausschreiben, daß der Rentier Martin von Lehrte und der Redakteur Rudolf Kramer von Leipzig das Amt als Preisrichter für Großgeflügel und Tauben freundlichst über­nommen haben. Auch sür die Vogel- und Geräte Abteilung ist cs wieder gelungen, in dem Rentier I. Schweickhardt von Frankfurt a. M. einen Preisrichter zu gewinnen, der seine Sache gründlich versteht. Durch diese unparteiischen Sachverständigen, welche mit den Ausstellern gar keine per­sönlichen Berührungspunkte haben, und die einen Tag vor der Eröffnung der Ausstellung ohne Katalog, also ohne zu wissen, wer Eigentümer der ausgestellten Tiere ist, die Prä­miirung vornehmen, ist die volle Gewähr gegeben, daß bei der Zuerkennung der Preise nur der Wert und die Beschaffen­heit der Tiere bestimmend ist. Für Preise kommt zur Ver­teilung der Gesamtbetrag des eingegangenen Standgeldes, abzüglich 15 Prozent für Futterkosten, und bestehen die­selben aus Geldpreisen, silbernen und broncenen Medaillen und Diplomen. Man erwartet dieses mal eine besonders starke Beteiligung von Züchtern aus unserer heimischen Provinz, sind doch für jede Klaffe besonders zahlreiche und wertvolle Ehrenpreise zu erringen, und cS hat die Geflügelhaltung und Geflügelzucht in unserer Umgebung, angeregt durch den Gießener Geflügelzuchtverein und dessen Ausstellungen, in den letzten Jahren zugenommen und sich wesentlich gehoben.

X Vom Laude, 11. Dezember. Gegenwärtig bilden wieder die Zigeuner eine wahre Plage der Landbewohner. Mit unnachsichtlicher Strenge sollte man das zudringliche Gesindel zurückweisen. Ties ist das einzige Mittel, dem braunen Volke daS Handwerk zu verleiden.

0 Atzenhain (Kreis Alsfeld), 10. Dezember. Hier ereignete sich gestern ein sehr bedauerlicher Unglücks­fall. Obgleich das Eis noch nicht fest war, wagten sich zwei Knaben auf den am Ausgang des Ortes befindlichen Weiher, der von einem Graben durchzogen wird. Plötzlich brach die dünne Eisdecke, und der eine der beiden unvor­sichtigen Knaben sank vor den Augen seines Kameraden unter. Dieser, selbst nicht im stände, dem Freunde beizu­stehen, eilte ins nahe Dorf nach Hilfe. Leider kam diese zu spät. AIS man den Verunglückten nach vieler Mühe aits Ufer brachte, war wohl infolge eines Herzschlages bereits der Tod eingetreten. Der auf so tragische Weise ums Leben gekommene Junge heißt Dörr und stand im zwölften Lebensjahre. Fast in jedem Wiuter liest man

in de» Blätter« von derartigen Unglücksfällen, und trotzdem läßt die Jugend immer wieder in sträflichem Leichtsinn die nötige Vorsicht außer Acht. Eltern und Lehrern sollte dieser traurige Fall Veranlaffung geben, die Kinder ein­dringlichst hinzuweisen auf die schlimmen Folgen, die das Betreten einer Eisfläche, bevor deren Tragfähigkeit nicht gehörig erwiesen, nach sich ziehen kann.

n. Altenstadt, 11. Dezember. Die unter der Spitz­marke n Aus dem Nidderthal in Nr. 291 stehende Mordgeschichte ist böswillige Erfindung, für die der betreffende Berichterstatter aber nicht verantwortlich gemacht werden kann, weil das Gerücht mit größter Be­stimmtheit auftrat und den Vorgang bis ins einzelste aus­malte. Die ganze Gegend war in der Mitte" der vorigen durch das Gerede in größte Aufregung versetzt. Danach sollte ein Schäfer auf dem Sterbebette gebeichtet haben, er habe in Gemeinschaft mit seinem Herrn vor 5 Jahren in der Scheuer desselben ein junges Mädchen erdrosselt und dann im Felde verscharrt, von seinem Herrn hätte er 1000 Mk. Schweigegeld erhalten, könne aber nun nicht ruhig sterben, bis er sein Gewissen erleichtert habe. Es wurde nun in der ganzen Gebend erzählt, angestellte Nach­grabungen an der bezeichneten Stelle hätten die Richtigkeit der Angaben des sterbenden Schäfers ergeben, und der Mitschuldige, ein angesehener Landwirt, sei bereits ver­haftet. Es verlautet jetzt, man habe den Erfinder der Schauermär ausfindig gemacht. Der Winter hat mit ungemein scharfem Frost bei uns eingesetzt. Gestern halten wir schwachen Schneefall. Hoffentlich bewährt sich auch jetzt das Sprichwort:Strenge Herrn regieren nicht lange." Bei de» jetzigen Steiukohlenpreisen wäre das sehr zu wünschen.

§ Ruppertenrod, 10. Dezember. Gestern feierte unser Bürgermeister, Herr H. Westrupp, sein 25jähriges Dienstjubiläum als Bürgermeister und Ortsgerichts­vorsteher. In der ihn charakterisierenden, stillen, beschei­denen Art beging er die Feier im engsten häuslichen Kreise. Jede Ovation hatte er sich verbeten, aber von Alsfeld war doch Herr Kreisrat Dr. Melior erschienen, um den Jubilar zu begrüßen und zu beglückwünschen. Im Beisein des Ge­meinderats sprach er in herzlichen, warmen Worten dem Jubilar seine Anerkennung für dessen Verdienste aus, die nicht nur im engen Kreise der Gemeinde, sondern auch wie die Ordensauszeichnuug beweise in weiteren Kreisen anerkannt und gewürdigt würden. Dem Jubilar war zum Geburtsfeste Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs das silberne Kreuz Philipps des Großmütigen verliehen worden. Es ist eine schwere Kunst, in der Verwaltung einer Ge­meinde, es allen recht machen zu können. Wie sehr aber Bürgermeister Westrupp sie zu pflegen gewußt, das beweist seine bereits zweimal erfolgte einstimmige Wiederwahl. Das volle Vertrauen der Gemeinde, ihre ungeteilte Verehrung und Liebe hat sich der Jubilar in vollem Maße zu erwerben gewußt, wie auch die Wertschätzung seiner Behörden. Es darf heute schon als sicher gelten, daß die Gemeinde bei der in zwei Jahren zu erfolgenden Neuwahl ihren verehrten Vorsteher einstimmig wiederwählen wird. Gewiß der schönste Anerkennungsbeweis. Wir aber wünschen dem rüstigen Ju­bilar eine noch recht lange, segensreiche und dankesfrohe Amtsführung!

Darmstadt, 11. Dezember. Die vor 11 Monaten gegründete und bereits 1300 Mitglieder umfassende Sterbe­kasse für die Mitglieder des Landesgewerbe­vereins hat jetzt den ersten Todesfall zu verzeichnen. Die Witwe erhielt sofort das Sterbegeld von 500 Mk. auS- bezahlt. Die außergewöhnlich günstige Sterblichkeitsziffer ist offenbar der Sorgfältigkeit zu verdanken, mit welcher die Prüfung der ärztlichen Gesundheitszeugnisse und darnach die Ausnahmen durch den Kaffenvorstand ftattzufinden pflegt. Seit 1886 unterzogen sich in 24 Ortsgewerbevereinen im ganzen 1591 Lehrlinge der Gesellenprüfung. Die erste derartige Prüfung wurde im Jahre 1886 mit 8 Lehrlingen abgehalten. Inzwischen fanden im ganzen 88 Lehrlings­prüfungen statt. Die Zahl der Prüflinge mag wohl gering erscheinen; es ist indessen zu berücksichtigen, daß noch im Jahre 1896 nur 63 Ortsgewerbevereine bestanden und die 37 weiteren Vereine erst in den letzten 3 Jahren gegründet wurden. Mit der Zeit dürsten wohl in allen (100) der­malen bestehenden Ortsgewerbevereinen die Gesellenprüfungen zur Einführung gelangen, sodaß schon die nächstjährige Landesausstellung voraussichtlich von verhältnismäßig vielen Vereinen mit Lehrlingsarbeiten beschickt werden dürfte.

8 Darmstadt, 12. Dezember. Die in verschiedene Blätter übergegangene Nachricht von bei schweren Bedrohung der Bäckerfamilie K. in Bensheim a. d. B. hat sich heute als anscheinend harmloser, aber doch sehr bedenklicher Scherz aufgeklärt. Als heute früh um 4 Uhr der seit ca. 6 Wochen bei Herrn K. in Stellung befindliche ca. 20 Jahre alte Bäckergehilfe Pfeiff aus Siefersheim in Rheinhessen nach einem Gespräche mit seinem Meister aus der Wohnstube in den Hof trat, wurden angeblich plötzlich 5 Schüsse von der Seite auf ihn abgefeuert, die ihn und das ganze Haus kolossal erschreckten; Pfeiff wurde zwar nicht verletzt, gab aber an, daß an seinem Anzug ein Knopf abgeschossen sei. Als der Meister und die Mitbewohner herbeieilten, um den frechen Eindringling und blutgierigen Mörder, der durch die verschlossenen Thüren herein gekommen sein mußte, festzunehmen, war dieser verschwunden. Ganz Bensheim war in Aufregung, ob des doch sehr bedenklichen Vor­kommnisses, bis heute nachmittag der hiesige Kriminal­wachtmeister Daniel und der Gendarmerie-Wachtmeister Hein in Bensheim in der Behausung de» Thatbestand auf­nahmen und auch den Pfeiff verhörte». Dessen unnatür­liche Darlegung des Vorfalles, sein ausfallendes Be­nehmen und ein im Hofe gefundener 5 mal gebundener sog.Frosch", der nach näherer Besichtigung 5 mal ge­knallt haben mußte, gaben der Sache ei« anderes Ansehen und gestand auch der Pfeiff nach zwei­stündigem Kreuzverhör ein, sowohl der Absender der

mehrfachen Drohbriefe, wie auch der Beranlasier der heftigen Schießens am frühen Morgen gewesen zu fern. Der dummdreiste Bursche gab auf Befragen an, von einem Unbekannten" zu dieser Frevelthat aufgefordert worden zu sein; anfangs habe er gezögert, schließlich konnte er nicht mehr anders. Die eingeleitete Untersuchung wird weiteres Licht in die Sache bringen und dem Missethäter jedenfall- einen kräftigen Denkzettel hinterlassen. Sehr zu begrüße» ist, daß durch das energische Vorgehen der Polizei und Kriminalbeamten sich der Fall so einfach aufgeklärt hat, damit die darüber sehr beunruhigten Einwohner Bensheim» wieder ohne Bedenken ihre Nachtruhe genießen können.

A Vom Mai», 11. Dezember. Der Mai» geht heute sehr stark mit kräftigem Treibeis. Die Bierbrauer beeile» sich, ihren Eisbedarf rechtzeitig zu decken. Der Strom­verkehr ist vollständig eingestellt. Diefliegenden Brücke»" zu Klein-Krotzenburg und Seligenstadt sind abgefahre». Der Personenverkehr mit dem gegenseitigen Ufer kann nur mühsam durch Kähne vermittelt werden.

A Seligenstadt, 11. Dezember. Ueber die vor 14 Tagen mittelst Beschlusses der Generalversammlung mit Wirkung vom 1. Januar 1900 auf Grund des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches erfolgte Umwandlung der bisherigen Spar- und Hilfskasse" in eineeingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht" wurden vielfach unrichtige, die gedeihliche Fortentwicklung der Kaffe hemmende Darstellungen und irrige Ansichten ver­breitet. Die Kassenverwaltung hat deshalb Veranlaffung genommen, in einem besonderen Flugblatte die tatsächlichen Verhältnisse, sowie die absolute Notwendigkeit und offen­sichtliche Nützlichkeit der Umwandlung eingehend zu erläutern und dadurch die unter zahlreichen Mitgliedern gefestigte» Bedenken erfolgreich zu zerstreuen. In der Thal gehörten bis 1898 über 500 Genossenschaften dem Verbände der hessischen landw. Genossenschaften an, worunter 341 Spar­und Darlehenskassen, welche sämtlich die unbeschränkte Haftpflicht einführten. Die hiesige Kasse hatte im letzte» Rechnungsjahre eine Einnahme von rund 80040 Mk. und eine Ausgabe von 66586 Mk., erzielte also einen Rest von 13454 Mk. DaS Kapitalvermögen beträgt 117 953 Mk., während sich das aus den Gesamteinlagen und den kapitali­sierten Zinsen zusammensetzende Schuldkapital auf 109962 Mk. beziffert. Der Reservefond beträgt somit dermalen 7990 Mk. Die Verwaltungskosten betragen nur 745 Mk. Im letzte» Jahre traten 71 neue Mitglieder der Kasse bei.

«Q Mainz, 11. Dezember. Durch Entschließung vom 5. d. Mts. wurde der durch ein Kuratorium geleiteten St. Marienschule hier (Knabenschule mit Pensionat) Korpo­rationsrechte verliehen. Seit heute morgen bringen Main und Neckar starkes Treibeis und eiligst flüchten sich Schiffe und Flösse in die Häfen, da, wenn die Kälte anhält, sich bei dem außerordentlich niederen Wafferstand befürchten läßt, daß der Rhein auch sehr bald mit Ei» gehe« wird. In dem Mainkanal find gestern bereits die Nadelwehren niedergelegt worden. Hier sank die Tempe­ratur verflossene Nacht bis 8 Grad unter Null.

= Aus Rheinhessen, 11. Dezember. Infolge anno- nymer Denunziation war gegen die Rheinhessische Kognakbrennerei, Weingroßhandlung H. Beckmann in Gaualgesheim Untersuchung wegen Weinfälschung eingeleitet worden. Wie der Firma jetzt von der Staats­anwaltschaft mitgeteilt wurde, ist das Verfahren eingestellt worden. Zwecks Erbauung einer Kaserne ist der Militärfiskus mit der Gemeinde Gonsenheim wegen der Er- Werbung eines Terrainkomplexe» von einer Größe von 124 Morgen in Verbindung getreten.

Marburg, 11. Dezember. Die Einwohnerzahl unserer Stadt beträgt nach der neuesten Feststellung 17,030. Gegen daS Vorjahr ist eine Zunahme von 260 Personen zu konstatieren. (Oberh. Ztg.)

Frankfurt a. M., 10. Dezember. (Folgen der Eingemeindung.) Man schreibt derKl. Pr.": Die Seckbächer trinken mit Vorliebe ihren Schoppen in der eigenen Gemeinde; sie lieben es nicht, andere Plätze mit ihrem Besuche zu beehren. Staunen erregte es daher, al» sich am letzten Sonntag mehrere Ortsbürger nach dem benachbarten Enkheim begaben, um dort ihren Durst z» löschen. Auf die unter den obwaltenden Umständen ver zeihliche Frage des mit dem Besuche beehrten Wirtes:No, wo kommt Ihr denn auf einmal her?" antwortete» die Seckbächer:Mer sein jetzt Städter un da müsse mer enauS uffS Land!"

Eine Frage für die Küche.

Frägt man irgend eine geschickte Köchin, womit sie Suppe«, Saucen rc. verdickt, wird meift die Antwort:Mit B«own H. Poison'» Mondamin', da es hierfür das beste Mittel »st. Ferner frage man, ob sie auch schon die neuen Rezepte für die wa.men Mondamin- Gerichte v rsucht bat. Wenn nicht, kann man diese Rezepte in eine« Buche kostenlos und franko von Brown & Potton e> halten. Ma» b sucht nur unter deutlicher Adnsie^angabe an Brown * Polsorr^ Berlin C. 2, sofort zu schreiben. Gttchickte Köche fcbShen das Ver­dienst und die leichte wie schnelle Anwendung des Mondamins bet wa-men Sp tfen. In den falten Wintertagen sind d efe neuen Rezepte der Familie sowohl wie der Köchin gern w'lltommen. Mondam« Brown & Potton ist überall in Puketen ä 60, 30 u. 15 Pfg. erhälilich

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