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Dienstag den 13. Zmi
Erstes Blatt.
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Paris 11. Juni. Gestern abend wurden an die Mit-
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Amtlicher Teil.
I des ntim'
Bekanntmachung
nahmen.
Stveg 71.
Bekanntmachung.
aurSSisüßen berufen.
Win, 11. Juni.
sollten, bis die Anklagekammer über den Thatbestand abge-
Ullr Anzeigen'BermittluvgSstellen M In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Siebener Anzeiger tntgeg*
, gwtiem, Expedition und Druckerei:
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unbedeutend.
— In der Hauptversammlung derDeutschen Landwirtschaftsgesellschaft zu Frankfurt a. M. am 10. ds. Mts. wurde Prinz Friedrich Heinrich von Preußen zum Präsidenten der Gesellschaft für 1899/1900 gewählt. Als Ort der nächsten Wander-Versammlung und Wander-Ausstellung im Jahr 1902 wurde Mannheim be» stimmt. -
Die erledigte Stelle eines Kreisftraffeutvarts mit denn Sih in Beltershain oder einem der nächstgelegenen Onür sol zum 1. Juli d. I. wieder besetzt werden.
Bewerber haben ihre Meldungen unter Angabe von Itler, Wohnort und seitheriger Beschäftigung, sowie unter Ae iffguv g etwaiger Zeugnisse über Ausführung von Arbeiten ähr Mrr Art bis spätestens den 20. Juni ds. Js. an den ^rkiÄftrcsßenmeister Maringer in Grünberg einzureichen. IDei^tlbe erteilt auch auf Anfrage nähere Auskunft über bie Dii ivstoblliegenheiten des Anzustellenden.
Gießen, den 6. Juni 1899.
Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen.
fovcktgr Erledigung erinnert.
Boeckmann.
■■MUtee Anzrigen zu der nachmittags für d« je^ppiaEei «rfchemmden Nummer Hl vor«. 10 Uhr.
M_... Bei herrlichem Sommerwetter ist das heutige Rennen, wie vorauszusehen war, ohne jeden bedeutenden Zwischenfall verlaufen. Die Nationalisten, Antisemiten und Royalisten hielten sich, dem Losungswort ihrer Blätter nachkommend, heute fern. Dre 100000 Mann Truppen, Polizei und Gendarmen, welche aufgeboten waren, brauchten nicht einzuschreiten. Der ganze Zug vorn Elysee bis zum Rennplatz war ein Triumphzug für den Präsidenten Loubet. Begeisterte Huldigungen wurden chm von einer begeisterten Menschenmenge, die den Weg besetzt hielt, aus- gebracht. Hochrufe auf die Republik und Loubet ertunten fit.Huuxr, | aus tausend und abertausend Kehlen. Nur m der Nahe mäßigen des Sees im Boulogner Wäldchen wurden zwei Personen verhaftet. Auch Madame Loubet, welche nicht bei ihrem Gatten, sondern in einem zweiten Wagen Platz genommen
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Am 9. Juli erbot sich Picquart, zu beweisen, daß das eine der vom Kriegsminister angeführten Schriftstücke sich nicht auf Dreyfus beziehe, das andere gefälscht sei. Vier Tage später, am 13. Juli, wurde Picquart verhaftet unter der Anklage, die äußere Sicherheit des Staates gefährdet zu haben durch die Mitteilung von geheimen Schriftstücken an seinen Anwalt Leblois. Am Abend vorher waren auch Esterhazy und du Pays ins Gefängnis abgeführt worden unter der Anklage der Fälschung und des Gebrauchs von Fälschungen mit Bezug auf die Telegramme Blanche und Speranza. Picquart hatte am 8. Januar 1898 eine Klage eingereicht wegen Fälschung dieser ihm nach Tunis nachgesandten Telegramme. Die beiden Untersuchungen wurden gleichzeitig geführt, die gegen Picquart durch Fabre, die gegen Esterhazy durch Bertulus. Am 23. Juli trat Picquart als Zivilpartei gegen du Paty de Elam als Mitschuldigen der Fälscher Esterhazy und Pays auf. Bertulus erklärte sich zuständig in Bezug auf die Mitschuld du Pay's an diesen Fälschungen, aber der Staatsanwalt Feuilloley erklärte Bertulus als unzuständig. Die Anklagekammer schloß sich der Ansicht Feuilloleys an. Am 13. August hat dieselbe Anklagekammer die Verfügung des Untersuchungsrichters Bertulus, der die gerichtliche Verfolgung gegen Esterhazy und du Pays als Urheber der Fälschungen Blanche und Speranza angeordnet hatte, als nichtig erklärt. Wie gegen du Paty wurde auch gegen Esterhazy das Verfahren eingestellt, und Picquart und Leblois wurden am 26. August vor das Zuchtpolizeigericht verwiesen. Am 1. September hat । der Kassationshof, den Picquart mit einer Berufung befaßt hatte, erklärt, daß die Anklagekammer das Gesetz nicht angewandt habe, denn Bertulus sei in Sachen der Fälschungen gegen du Paty zuständig gewesen. Darauf kam die Angelegenheit Picquart und Leblois zur Verhandlung vor dem Zuchtpolizeigericht, aber am 21. November wurde sie wegen ihres Zusammenhanges mit der Dreyfus-Angelegenheit auf unbestimmte Zeit vertagt, nachdem der Justizminister dem Kassationschef ein Gesuch zugestellt hatte auf Revision des Dreyfusprozesses. Der Militärgouverneur von Paris aber hatte schon seinen Streich vorbereitet, und man erinnert sich, auf welche Weise Zurliudeu seinem Nachfolger Chanoine den Befehl zu entreißen wußte, um eine militärgerichtliche Untersuchung gegen Picquart einzuleiten. Picquart wurde nach dem Cherche Midi gebracht. Auf Anregung seines An- I walts reichte Picquart den Antrag auf Richterregelung ein, I aber unbekümmert darum berief Zurliuden am 24. November | das Kriegsgericht gegen Picquart auf den 12. Dezember.
lQU^$ati8, 11. Juni. In Regierungskreisen befürchtet man, daß die Anti-Repubikaner für die nächsten Tage Ueberraschungen vorbereiten. Man glaubt, daß es sich um Kundgebungen vor dem Elysee handeln wird. Um solche zu verhindern, ist die Zahl der Geheim-Agenten zur Bewachung des Elysees verdoppelt worden.
Paris, 11. Juni. Zur Freilassung Picquarts. Am 7. Juli 1898 hatte Cavaignac auf der Kammertribüne nach seiner Art den Beweis der Schuld Dreyfus' geführt,
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Gießen, den 12. Juni 1899.
38tlr.z Das Ober-Ersatzgeschäft pro 1899.
Ibttffe für Drprschcn: Anzeiger Hietze».
Fernsprecher Nr. 51.
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandmrt, Klätter für hessische Volkskunde.
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General-Anzeiger
Aintr- uitb Anzeigeblatt für den Äreis Gieren.
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Crsatz-Kommisfion Gießen
mm bie Orotzh. Bürgermeistereien des Kreises.
Diejenigen von Ihnen, welche mit der Anzeige, daß . imtprTipnt
bie »taugen den Militärpflichtigen richtig zugestellt worden sich.spunkte internationaler V-rhallmsseauS nicht unterliegt
Ausland.
Wien, 11. Juni. Der überwiegende Teil der Blätter beurteilt die Verständigung mit Ungarn in pessimistischer Weise. Die „Neue Freie Presse" befürchtet, daß dieser Ausgleich wahrscheinlich Oesterreich die Lebensfähigkeit seiner Verfassung vollständig kosten werde. Das Blatt hofft jedoch, daß die politischen Verhältnisse in Europa Ungarn schließlich doch veranlassen würde, sich Oesterreich wieder anzuschließen.
Haag, 11. Juni. Die unter dem Vorsitz Staats abgehaltene Delegierten-Versammlung, welche über den deutschen Vorschlag, die Berichte über die einzelnen Sektionsbeschlüsse sofort der Oeffentlichkeit zu übergeben,
finbL notb im Rückstände sich befinden, werden an so- Des wettern haben sich diejenigen Kreise, deren Ingresse ' M ' • 1 für das nördliche Kamerun zu erwecken gelungen ist, schließ
lich autoritativer Anregung gefügt und das Konzessions- qesuch hinsichtlich der Ausdehnung nach Norden m
Grenzen gehalten. So sollen denn der Sannaga, der 12.
Les-ENUG I BBäw kann. Die Hauptunternehmer, als welche der Afrikareisende und Großindustrielle Dr. Max Schneller und Fürst Hohen- lohe-Oehrinqen auftreten, haben eine rem deutsche Gesellschaft mit einem Anfangskapital von 3000000 Mk. zu schaffen. Das Vorgehen der maßgebenden Personen soll nach der Richtung gewährleistet sein, daß die bei den Reichs tagsverhandlungen'zum Ausdruck gekommenen Beschwerden
keine Wiederholung finden können. Soweit ein kritisches Urteil über die Haltung der Regierung in dieser Frage anaenblicklick schon möglich ist, darf man sagen, daß sie ---------------- „ , ..
einer gewissen Strömung der öffentlichen Meinung Rechnung I wobei er sich bekanntlich der Fälschungen Henrys bediente zu trugen versucht und daß sie anderseits richtig gehandelt ' — " u ■" h"fi ha8 E"*e
hat, von dem Standpunkte auszugehen, daß Unternehmungslustige von unbedingter Zuverlässigkeit, die imstande sind, das große Risiko der Inangriffnahme unkultivierter Land-
I strecken in Afrika zu tragen, nur dann zu finden find, wenn das Maß der ihnen zugesagten Rechte nicht allzuängstlich beschnitten wird. K. Z.
Frankfurt a. M., 10. Juni. Heute vormittag gegen 9 Uhr brach in der landwirtschaftlichen Ausstellung an einem Motorenstand ein kleiner Brand aus. Derselbe wurde dadurch verursacht, daß der Boden eines Glasballons, welcher mit Benzin gefüllt war und in die Halle gebracht wurde, durchbrach und das Benzin sich an einer Maschinen- lampe entzündete. Die Ungefährlichkeit der Benzin-Motore hat sich dadurch bewiesen, daß, trotzdem die Motore un
Feuer standen und betriebsfertig waren, keinerlei Explosion I stattgefunden hat. Der verursachte Brandschaden war nur
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beriet, verlief resultatlos. t „
Paris, 10. Juni. Die Engländer haben beschlossen, beim morgigen Rennen in Longchamp ihre Pferde nicht laufen zu lassen, da sie befürchten, daß, im Falle ein englisches Pferd den Sieg davontragen würde, dies einen Anlaß zu Unordnungen geben könnte.
Paris, 11. Juni. Wie verlautet, hat Dreyfus die — a-a-—v »o -r . . cc ..a
I Absicht, nach dem eventuell freisprechenden Urteil des neuen Am 8. Dezember, vier Tage vorher, verfugte der Kassations- «un, rr. ^U.U. Der b-°°rsi-h-nb° Zusammentritt KriegsgerichtsFrankreich fitr immer zu verlaffen und sich ^"//,2°^i^i'?«ns^Ä^Eer^^Ldedben"Tba^^ abge- de«!kmehrtägiger Beratung einberusenen Kolonialrats, I mit seiner Familie in Italien anzustebeln. ! l
v. Bechtold.
Betanntmachung.
Der Ortsvorstand zu Nidda beabsichtigt, mit dem am j .Eqitk-mber l. Js. stattfindenden Herbstrnarkt eine Ber- losi'Mg von Vieh, landwirtschaftlichen Geräten und sonstigen GeÄiavchsgegenständen zu verbinden.
Swßherzogliches Ministerium des Innern hat die nach- gesÄichte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter den Sebiingung erteilt, daß nicht mehr als 8000 Lose zu 0,SK)M das Stück ausgegeben werden dürfen und mm» dcstM 60 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe den Loft zum Ankauf von Gewinngegenständen zu ver- weriick sind. .
ZiiBleich ist der Vertrieb der Lose in der Provinz Ober- Hefts« gzftattet worden.
Gi eßen, den 9. Juni 1899.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Bechtold.
der sich diesmal in der Hauptsache mit der grundsätzlichen , Ium, W=rn ^aoeno ™
und zwar kleine S.osi Rosetten. Man schätz, die
von Kamerun beziehen^ dem Beratungskorper bekannt zu »‘«nen. wie vorauszusi
einer deutschen Nyassa-Gesellschaft ist
«»uiuuMu, ... mehrfacher Hinsicht nicht zu lösen, vornehmlich weil die Arbeitsthätigkeit dieser Gesellschaft berufsmäßig zum nicht unerheblichen Teil in fremden Kolonieen mtt noch nicht abgeschlossener Geschichte liegen wird, während die Nord-Kamerun-Gesellschaft solchen Betrachtungen vom Ge-
BeMijsend: Hebung der Geflügelzucht.
Ss sind von unserem Verein zwei Geflügel-(Hühner-) ZmMellen gegründet worden, und zwar eine für schwarze MEisrka bei Herrn Postagent Kreiling m Heuchel- henriiind eine für rebhuhnf arbige Italiener, Bing- «Mle bei Grün berg.
Inhaber der Zuchtstellen sind verpflichtet, Bruteier in fyBetn von 10—15 Stück, soweit thunlich und zwar das StÄ za 10 Pfg. an Mitglieder des landw. Vereins und zu ^ä Pfg. an andere abzugeben. Auf jedem Ei ist vom ^MMeninhaber der Legetag vermerkt. Die Stellen stehen Aufsicht des Vereins. Ich mache auf die Bezugs- qiuÄ mit dem Bemerken aufmerksam, daß die beiden I HLH-rvassen nach den gemachten Erfahrungen sich ganz L bef"!®i)?r8 bewährt haben.
I ßueßen, am 5. Juni 1899.
Der Direktor des landw. Bezirksvereins.
ilBX
1 ’fV,
v. Bechtold.
Deutsches Keich.
lairmstadt, 11. Juni. Die „Franks. Ztg." bringt solWeiS Privattelegramm: Der Großherzog ist nicht anu Masern, sondern an den Blattern (Varioliden) errBuwft. Sein Zustand war gestern ernst bei starkem Fi.M, das über Nacht nachgelassen. Der Verlauf ist notrM, das Allgemeinbefinden beftiedigend. Als be- haEe Aerzte wurden vr. Eigenbrodt und Riegel


