— Der diplomatische Erfolg, den Graf Bülow mit dem Abschluß des neuen Samoa-Vertrags errungen hat, ist um so größer, als er erreicht worden ist, ohne daß wir uns bezüglich unserer sonstigen Politik irgend wie die Hände gebunden haben. Hätten wir das thun wollen, würden wir wahrscheinlich von den Engländern sehr viel haben herausschlagen können Dem Grafen Bülow kam es darauf an, die deutsche Position in Samoa nicht nur zu behaupten, sondern auch zu verbessern.
— Die Einbringung der erweiterten Kanal-Vorlage im Abgeordnetenhause dürfte, wie die „National-Zeitung" hört, im Februar zu erwarten sein. Zum Ausbau des Hafens von Emden werden im Etat 7 Millionen Mark gefordert werden.
— Wie die „NationabZeitung erfährt, ist an amtlicher Stelle nichts davon bekannt, daß Staatssekretär von Bülow, infolge einer Einladung der Königin Viktoria, den Kaiser nach England begleiten werde.
— Staatssekretär Podbielsky wird sich in Begleitung mehrerer Mitglieder des Reichspostamtes nach Straßburg begeben, um der am 12. d. M. daselbst stattfindenden Einweihung des neuen Postgebäudes beizuwohnen. Am 11. November wird eine Konferenz mit den Vertretern der elsässischen Handelskammern stattfinden.
— Der unmittelbare Meinungsaustausch, der aus An- laß der Zusammenkunft des Kaisers mit dem Zaren zwischen dem Staatssekretär des Auswärtigen Grafen von Bülow und dem russischen Minister des Auswärtigen Grafen Murawiew stattgefunden, hat sich in der Richtung bewegt und das Ergebnis gehabt, das in der offiziösen Begrüßung des Zaren dahin umschrieben ist: Das Verhältnis zwischen den beiden Mächten sei auf wertvollen Freundschaftsbeziehungen der Herrscherhäuser begründet, und auf dem für beide Länder gleich segensreichen Einvernehmen beruhe, daß die deutsche und russische Macht in Europa friedlich nebeneinander wirken und sich außerhalb dieses Weltteiles vertrauensvoll weiteren Aufgaben zuwenden können. Hinsichtlich aller wesentlichen politischen Fragen trat Uebereinstim- mung hervor. Es zeigte sich wieder, daß das Zusammengehen Rußlands und Frankreichs so wenig ein vertrauensvolles, freundschaftliches Verhältnis zwischen Deutschland und Rußland ausschließe, wie unser Bündnis mit Oesterreich und Italien und unsere normalen Beziehungen zu England. Murawiew sowohl als Bülow sprachen sich über ihre sehr lange gepflogene gemeinschaftliche Unterredung durchaus befriedigt aus. Die Politik des Zaren sei vorab bestrebt, dahin zu wirken, daß durch die jetzigen südafrikanischen Wirren der Weltfriede nicht gestört werde.
— Der in dem deutsch-englischen Abkommen über Samoa enthaltene Verzicht Deutschlands auf das Recht der Exterritorialität in Sansibar ruft die Erinnerung an den Sansibarvertrag wieder wach, in dem Deutschland auf den wertvollsten Teil seines Besitzes in Ostafrika verzichtete. Es wird in allen kolonialen Kreisen zugegeben werden, daß bei Abschluß des Samoavertrages die Vertretung der deutschen Interessen in glücklicheren und geschickteren Händen lag, als beim Sansibarvertrag; immerhin berührt es schmerzlich, daß durch die ausdrückliche Erwähnung des an sich nicht erheblichen Verzichtes Deutschlands auf den letzten unscheinbaren Rest seiner ehemaligen Vorrechte in Sansibar vor aller Welt klargestellt wird, daß unsere Ansprüche auf Sansibar aufgegeben sind. England wird sich von jetzt ab des unangefochtenen Besitzes Sansibars und des im Sansibarvertrag ebenfalls abgetretenen Sultanats Witu zu erfreuen haben. Vielleicht hält die englische Regierung jetzt selbst den Augenblick für gekommen, ein Unrecht wieder gut zu machen und wenigstens zum Teil den Schaden zu ersetzen, den deutsche Reichsangehörige durch das Vorgehen Englands in Witu erlitten haben. Es ist bekannt, daß die Ansprüche der Brüder Denhardt an England in den Verzicht nicht mit einbegriffen sind, den die Reichsregierung von den Brüdern Denhardt als Bedingung für die Auszahlung der Abfindungssumme von 150,000 Mark verlangt. Wenn kürzlich gemeldet wurde, daß die Auszahlung dieser Abfindungssumme noch nicht erfolgt sei, weil die Brüder Denhardt auf weitere Schadenersatzansprüche nicht verzichten wollen, so hat diese Meldung selbstverständlich nicht den Sinn, daß die Brüder Denhardt sich geweigert hätten, auf das durch Reichstagsbeschluß genehmigte Anerbieten der Reichsregierung einzugehen, und daß damit die Angelegenheit für das Reich erledigt sei. Eine solche Weigerung ist nicht erfolgt; vielmehr schweben die Verhandlungen zwischen dem Auswärtigen Amt und den Brüdern Denhardt noch. Bei der prinzipiellen Geneigtheit, die die Reichsregierung und der Reichstag gezeigt haben, den Ansprüchen der Brüder Denhardt entgegenzukommen, ist ein baldiges befriedigendes Ergebnis dieser Verhandlungen, soweit das Deutsche Reich in Frage kommt, zu erhoffen. Die Ansprüche der Brüder Denhardt an England werden aber durch diese Verhandlungen nicht berührt, und man kann annehmen, daß die Brüder Denhardt die Unterstützung des Deutschen Reiches finden werden, wenn sie den günstigen Augenblick, in dem England die letzten Konsequenzen aus dem Sansibarvertrag zieht, dazu benutzen, von England einen Ersatz des Schadens zu verlangen, den die englische Herrschaft in Witu den deutschen Unternehmungen zugefügt hat.
- Die „Kreuz Ztg." hat vor einiger Zeit Auslassungen des Herrn von Drest-Daber veröffentlicht, in der die Schuld an dem Transvaalkriege der schlimmen Börse aufgehalst wurde. Dasselbe Blatt veröffentlicht jetzt eine an Dr. Leyds gerichtete Zuschrift aus dem hannöverschen Kreise Gifhorn, in der es heißt:
„Möge der fchlietzltwe Sieg der Buren, den die Mafien deutscher Bauern und Landwirte erhoffen, dazu beitragen, die Macht des Kapitalismus nachhaltig zu brechen. Es liegt im Jnterrfie der internationalen Ztnsenzieber, die Kulturvölker der Welt hin und wieder in Kriege zu verwickeln."
Dazu ist zunächst zu bemerken, daß erfreulicherweise nicht nur die deutschen Bauern und Landwirte Sympathien für die Buren empfinden, sondern die große Mehrheit des deutschen Volkes überhaupt, und daß es entweder eine große Thorheit oder eine nicht minder große Nichtsnutzigkeit ist, dem Vertreter eines auswärtigen Staates gegenüber die deutsche Bevölkerung in einer auswärtigen Angelegenheit als gespalten hinzustellen. Zum Zweiten aber hat der „Kapitalismus" mit dem Kriege gar nichts zu thun; denn romn auch England den Krieg gegen Transvaal teilweise um der Goldfelder willen führt — nur teilweise, denn das ideelle Motiv der Erlangung der unbestrittenen Suprematie in Südasrika spielt mindestens eine ebenso große Rolle —, so ist doch an dieser habgierigen Politik das gesamte englische Volk beteiligt und keineswegs nur der Kapitalismus; ja, die herrschende Partei, die den Krieg angezettelt hat, stützt sich vorwiegend auf die Landjunker. Zum Dritten gehören zu den „internationalen Zinsenziehern" ebensowohl ländliche Sparer, wie städtische. Wenn also die „internationalen Zinsenzieher" ein Interesse an der Anstiftung von Krieg hätten, so würde der Vorwurf die ländlichen Zinsenzieher ebenso treffen, wie die städtischen.
Ausland.
Wien, 10. November. Der Präsident des Lemberger Oberlandesgerichts zeigte gestern dem Justizminister das Urteil des Prozesses in Sachen der galizischenSpar- kasse durch folgendes Telegramm an: Zur Entrüstung aller ehrlichen Leute sind sämtliche Angeklagte freigesprochen worden.
London, 10. November. Der „Standard" meldet aus Moskau: Eine Division Grenadiere, deren Haupt- Quartier Moskau ist, erhielt Befehl, sich für den aktiven Dienst bereit zu halten. Einem Gerücht zufolge ist dies für Persien bestimIn Moskau herrscht große Beunruhigung und das Mrgefühl kommender Ereignisse. f’-'-'i
Warschau, 10. November. Während der Fahrt des russischen Hofzuges nach Spala wurde die ganze Bahnstrecke von einem M ili tär - Co rdo n bewacht. Beider Ankunft in Spala wurde das Zarenpaar vom Großfürsten und den Hofwürdenträgern begrüßt. Morgen beginnen die Hofjagden. Spala ist von Militär förmlich umzingelt.
Konstantinopel, 10. November. Wie die Blätter melden, ist eine starke türkische Truppenmacht in das Hinterland von Tripolis bisWadai vorgerückt, angeblich weil die dort wohnenden 10 Millionen Muhame- daner verlangt haben, unter der Herrschaft der Türkei zu leben.
Rew-Hork, 10. November. Die hiesige Presse bespricht das Samoa-Abkommen vorwiegend zustimmend. Die „Tribüne" schreibt, das Abkommen sei deshalb erfreulich, weil es eine Annäherung Englands, Deutschlands und Amerikas herbeigeführt habe.
Lokales und ProomMes.
Gießen, den 11. November 1899.
* * Geschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Vor 30 Jahren, am 12. November 1869, starb zu Rom Friedrich Overbeck, der tiefernste Maler der heiligen H störte und Dichter gern gesungener Lieder, wie: „Komm, lieber Mat, und mache die Bäume wieder grün", „Blühe, liebes Veilchen," u. s. w. Rach mehrjährigem Studium in Wien zog eS ibn nach Rom, wo die Klosterzelle sein Heim wurde. Er wurde am 3. Juli 1789 zu Lübeck geboren.
— Vor 37 Jahren, am 13. November 1862, starb in Tübingen Ludwig Uhland. Er ist einer der ersten Romantiker der deutschen Dichtung und hat das Ueberspannte und Unwahre, welches der Romantik anhtng, vollständig überwunden. Wohl kein anderer Dichter hat so viele seiner Lieber zu Volksliedern werden sehen („Ich bitt’ einen Kameraden", „Es zogen drei Burschen wohj über den Rhein"). U. wurde am 26. April 1787 geboren.
• * Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben gnädigst geruht, am 4. d. Mts. d m Wagenwärter bei der Main-Necker-Eisenbahn Otto Repp zu Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von Seiner Majestät dem König von Rumänien verliehenen Silbernen Verdienstmedaille mit der Krone, den Badewärtern Ernst Friedrich Babel II. und Karl Heß zu Bad Nauheim die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen von Seiner Königlichen Hoheit dem Fürsten von Bulgarien verliehenen Bronzenen Verdienstmedaille zu erteilen.
• * Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 25. Oktober dem Meister Adam Rückert II. und den Arbeitern Martin Eitel II. und Kaspar Müller I. — sämtlich aus Mühlheim — in Diensten der Firma Huppe u. Bender, Taschenbügel- und Metallwarenfabrik zu Offenbach a. M., das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Arbeit" zu verleihen.
• • Postpersonal-Nachrichten. Versetzt sind: der Postmeister Wiegand von Zülpich nach Heppenheim (Bergstraße). Ernannt ist: der Postsekretär Sälzer in Darmstadt zum Ober-Postkassenbuchhalter. Angenommen ist: als Telegraphenanwärter der Bezirks-Feldwebel Mechler in Mainz. Gestorben ist: der Ober Telegraphenassistent a. D. Flory in Butzbach.
* * Hamburger Hilfsansschnß für die verwundeten Buren. (Eingesandt.) Der Hamburger Hilfsausschuß für die verwundeten Buren kann mit dem Erfolge seiner großartigen und begeisternden Versammlung vom 23. Oktober d. I. wohl zufrieden sein. Diese Versammlung, in der über 3000 deutsche Männer und Frauen den Buren freudig ihre Anteilnahme in ihrem Freiheitskampfe aussprach, beauftragte den Ausschuß „Sammlungen ins Werk zu setzen", deren Ergebnisse ausschließlich zur Unterstützung der kämpfenden Buren mit Aerzten, Heilmitteln u. s. w. im
Anschluß an den Aufruf des Allgemeinen Niederländischen Verbandes vom 9. Oktober d. I. dienen sollen. Zweitens die weitere Entwickelung des Kampfes in Südafrika zu beobachten und von Zeit zu Zeit der Oeffentlichkeit durch die Presse oder in anderer geeigneter Weise von den unternommenen Schritten und deren Erfolge Kenntnis zu geben. „Im Sinne dieser Anregungen hat der Ausschuß in seiner letzten Sitzung einen Aerzte-Ausschuß zur Prüfung der sich meldenden Hilfskräfte und einen Preß-Ausschuß gewählt". Ferner wurde beschlossen, Sammellisten auszugeben, deren Ergebnisse dem Antwerpener Hilfsausschuß für Transvaal, an dessen Spitze Professor Pel de Mont steht, übersandt werben wird. Als Ergebnis der Sammlung am 23. v. M. tonnten schon 700 Mk. nach Antwerpen gesandt werden, worauf folgendes Dankschreiben einlief: „Ihnen sowie allen wackeren deutschen Männern, welche in der großen Tütge- schen Versammlung am 23. Oktober gegen die britische Gewaltpolitik Einspruch erhoben haben, spricht der Antwerpener Hilfsausschuß seinen herzlichsten Dank aus. Wir empfingen Ihren Betrag in der Höhe von 700 Mk. und sind schon heute in der Lage, die Abfahrt des ersten Hilfszuges für unsere Brüder in Südafrika auf den 11. November festzu- setzen." — Da das rote Kreuz vorläufig auch nach Abgang seines Hilfszuges keine weitere Ueberfenbung von Pflegern beabsichtigt, andererseits aber von Tag zu Tag die Zahl 6er Verwundeten wächst, auch neuerdings vom Oranje-Freistaat Hilfe begehrt wurde, ist dringend zu wünschen, daß die Sammlungen des Hamburger Hilfsausschusses, für die sich in Hamburg selbst eine lebhafte Anteilnahme kund giebt, auch im weiten Deutschland willige Ohren und offene Hände finden mögen. Jeder Beitrag, den wir nach Antwerpen senden, ist zugleich ein germanischer Gruß an Vlandern, Brabant und die Niederlande, der drüben dankbar empfunden werden wird. Auch die kleinsten Gaben sind willkommen. Sammelbogen sind erhältlich bei Herrn Rechtsanwalt A. M. Jakobsen, Hamburg, Neu- städter Fuhlentwiete 95, an den auch alle Geldsendungen zn richten find.
* * Der deutsche Fleischerverband versendet ein Flugblatt. „Die wirtschaftliche Lage der deutschen Landwirtschaft mit Bezug auf die Verwertung ihrer Diehproduktion durch das deutsche Fleischergewerbe." In diesem Flugblatt wird die Interessengemeinschaft von Landwirtschaft und Fleischerei kräftig betont und die amerikanische Fleischeinfuhr, wie sie von dem dortigen Fleischtrust mit Hochdruck betrieben werde, als die Hauptgefahr bezeichnet. Der Fleischerverband begrüßt die von den österreichischen Fleischern ausgegangene Anregung, einen kontinentalen Kongreß zur Beratung gemeinsamer Maßregeln gegen die amerikanische Fleischeinfuhr zu berufen, und bezeichnet dann das im Entstehen begriffene deutsche Fleischschaugesetz als das Feld, auf dem sich Bauern und Fleischer mit dem amerikanischen Fleischtrust zu messen haben würden.
* * Verein der Freundinnen junger Mädchen. Am 31. Oktober fand in Frankfurt unter zahlreicher Beteiligung die hessische Landeskonferenz des „Vereins der Freundinnen junger Mädchen" unter dem Vorsitz der Gräfin von Erbach- Schönberg und in Gegenwart der Nationalvorsteherin von der Tann, statt. Aus den verschiedenen hessischen Städten wurden von den Lokalvorsteherinnen Berichte erstattet über die Thätigkeit des Vereins, die sich seinen Grundsätzen gemäß, im Stillen vollzieht, aber gesegnete Früchte aufzuweisen hat. Sehr interessant war der Bericht der Frau Gräfin Blum- menthal über die im Juni d. I. in Neuschatel stattgehabte Generalversammlung, der sie als Delegierte beigewohnt hat. — Den Bemühungen und der hochherzigen Unterstützung der Gräfin von Erbach-Schönberg ist es gelungen, in Darmstadt ein Haus zu gründen, das ein Ladnerinnenheim enthalten soll und, im Anschluß an das schon bestehende Martha- Heim, eine Dienstbotenschule, die dem besonders lebhaft empfundenen Bedürfnis entgegenkommt. Außerdem beabsichtigt der Verein eine Petition an die hessische Kammer zu richten im Interesse der Ladnerinnen, die durch späten Ladenschluß oft überbürdet sind. Den Hauptpunkt der Beratungen bildete die allen deutschen Frauen am Herzen liegende Frage: „Wie schafft man den zur Pariser Welt- Ausstellung dorthin gesandten Geschäftsgehilfinnen (es sind deren bereits 400 angemeldet) sichere Unterkunft, Schutz gegen die Gefahren der Weltstadt, Rat in schwieriger Lage?" Es sind von vielen Seiten Vorschläge gemacht für geeignete Wohnungen, Sammellokale, Ueberwachung durch passende Persönlichkeiten usw., aber alle diese so sehr notwendigen Maßregeln erfordern Geldopfer, welche die Mittel des Vereins weit überfteigen. Man wendet sich deshalb an alle warmfühlenden Frauen in dieser Sache, die so recht eine Aufgabe der „Freundinnen" ist, mit der Sitte um freundliche Gaben, welche die Lokalvorsteherin in Offenbach, Frau Pfarrer Hardt, Sprendlingerstraße Nr. 24, gern in Empfang nehmen wird.
* * Vakanzen im Bezirk des 18. Armeekorps. Ober- Postdirektion Dortmund, Landbriefträger, 700 Mk. Anfangsgehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. — Olpe (Westf.), Bürgermeister, Stadtsekretär und Bureauvorsteher, 1800 Mk. — Wirges, Polizeiverwaltung, Polizeidiener, 800 Mk. — Wirges, Polizeiverwaltung, Polizei-Nachtwächter und Feldhüter, 800 Mk.
• • Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Heizer Philipp Jakob Balzer aus Okarben wegen Diebstahls, Bäckergeselle Robert Dorn aus Kottbus wegen Diebstahls, Otto Hermann aus Breslau und Hermann Ewald aus Grünewalde wegen Bedrohung — sämtlich von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Schlossergeselle Otto Behringer aus Heidelberg wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs und Bedrohung von Großh. Staatsanwaltschaft Mainz; Kaufmann Joseph Wilhelm Boeder auf Adenau wegen Betrugs vom Polizeiamt Mainz; Dienstmagd Olga Dietrich aus Trier wegen Diebstahls, Knecht Eugen Mahlendorf aus Berlin wegen Unterschlagung, Dienst-


