seinen Nachbarstaaten gegenüber nicht in Nachteil versetzt wird".
Den Satz des kommunistischen Manifestes, „daß der Proletarier kein Vaterland habe", erklärt er für unrichtig. Die Sozialdemokratie muffe national sein und sich der Aufgabe gewachsen zeigen, Klaffeninteresse uud nationales Interesse gleich entschieden wahrzunehmen. Der Sozialdemo. Tratte „dürfe es nicht gleichgiltig sein, ob die deutsche Nation im Rate der Völker zurückgedrängt wird." Er verlangt Stellungnahme zur auswärtigen Politik. Es sei eine „legitime Aufgabe der Reichspolitik, sich das Recht des Mitsprechens im Ausland zu sichern". Er billigt gründ« sätzlich die Pachtung von Kiautschou und hat gegen Kolonien nichts einzuwenden. Kolouialpolitik und Weltpolitik find ihm keine Schreckgespenster, sondern lediglich Fragen der Zweckmäßigkeit.
Man sieht, Bernstein ist ein Ketzer durch und durch. Was bis dahin in der Sozialdemokratie an Ketzereien von einzelnen Leuten geleistet worden ist, krystallisiert sich in ihm zu einer großen Ketzerei. Es ist darum kein Wunder, wenn einzelne sozialdemokratische Blätter ihn, wie die „Sächsische Arbeiterzeitung", schon einen „Apostata" nennen oder wie die „Schwäbische Tagwacht'/ kurzer Hand erklären: „Eduard Bernstein ist kein Sozialdemokrat mehr." Andere freilich, wie Quarck in der Frankfurter „Volksstimme" legen sich für ihn ins Zeug. Aber maßgebender dürfte das Urteil von Kautsky sein, der ihn im „Vorwärts" in drei langen Artikeln der stärksten Verstöße gegen das Parteidogma überführt hat.
Spätestens der nächste Parteitag muß die Entscheidung bringen. Daß die Mehrheit der Partei schon jetzt für die Bernstein'schen Gedanken reif sei, scheint ausgeschlossen. Die Masse wird ihn richten. Die Frage ist nun die: geht er allein oder gehen andere Führer, die ihm im Herzen zustimmen müssen, mit ihm?
Der demokratisch -sozialistischen Reformpartei, wie Bernstein sie proklamiert, gehört die Zukunft, der marxistischen Sozialdemokratie mit dem revolutionären Phrasenaufputz leider noch die Gegenwart. Die deutsche Arbeiterschaft hat, wenn sie ihre eigenen Interessen gut versteht, alles Interesse daran, möglichst schnell aus der Liebknecht- Singer'schen Gegenwart in die Bernstein'sche Zukunft hineinzuwachsen.
Rußland uud Finnland.
Seit einiger Beit sind die Augen der politischen Welt auf das Wälder- und seenreiche Finnland gerichtet, dem das gleiche Schicksal bevorsteht, wie es dem Königreich Polen seitens Rußlands bereitet worden ist. Ende des 16. Jahrhunderts begann Moskau sein Augenmerk auf jenes Land zu richten, dessen Besitz ihm den Weg zum Meere bahnen sollte und in dem zwanzigjährigen Kriege von 1582—1592 eroberte Iwan II. die zu Schweden gehörenden finnischen Landschaften Rexholm und Jngermannland, die er jedoch nicht lange darauf im Frieden von Stolbowa wiederum abtreten mußte. Hundert Jahre später nahmen die Russen unter Peter dem Großen 1710 Wyborg und 1713 Abo, um 1721 im Frieden von Nystadt den größten Teil auch dieser Erwerbungen bis auf Wyborg zurückzugebxn. 1743 kam von neuem ein kleiner Teil Finnlands an Rußland, bis am 29. März 1809 ganz Finnland, auf Grund eines geheimen Vertrages zwischen Napoleon und Alexander I. im Frieden von Tilsit definitiv an Rußland fiel. In dem anläßlich der Besitzergreifung erlassenen kaiserlichen Manifest versprach Alexander I. für sich und seine Nachfolger Finnland in politischer, wirtschaftlicher und religiöser Beziehung in seinen bisherigen Verhältnissen zu belassen, so daß das neue Großfürstentum mit Rußland nur durch Personal-Union verbunden war, in gleicher Weise wie das Königreich Polen bis zum Jahre 1831. Die Kriege von 1812—1815 änderten an diesem Zustande nichts, und die Finnländer gewöhnten sich so schnell an ihre neuen Herren, daß u. a. schon 1812 zurzeit des Einfalls der Franzosen Alexander I. die Verteidigung Petersburgs in die Hände finnischer Truppen legte. Trotz der dem Lande garantierten Autonomie
verschwendete Hunderte von Dollars, und die Berichterstatter fragten telegraphisch in New-York an, was sie thun sollten, um die Drähte besetzt zu halten.
„Telegraphieren Sie das 1. Buch Mosis," kam als Antwort zurück, und dies geschah und kostete 3000 Mk. Der Prinz kam immer noch nicht, und die Reporter, welche fürchteten, zu viel Geld auszugeben, telegraphierten wieder an Mr. Gordon Bennet, den Besitzer der Zeitung. Mit Blitzesschnelle kam die Antwort zurück: „Immer weiter, bis zur Offenbarung Johannis". Glücklicherweise war es nicht nötig, die ganze Bibel zu telegraphieren, da der Prinz glücklich eintraf. Der „Herald" verkündete dem Publikum die freudige Nachricht. Aber dieser kleine Scherz muß beträchtlich mehr als 20 000 Mk. gekostet haben.
Vor vielen Jahren kam ein Mann ganz früh zu verschiedenen Chefredakteuren in London; er behauptete, der einzige Ueberlebende eines schrecklichen Schiffbruches zu sein, und versprach, interessante Einzelheiten mitzuteilen, wenn
lhm der Fahrpreis für eine — Droschke bezahlt würde. Seme Geschichte wurde anfangs als pure Erfindung an« gesehen; aber der „Daily Telegraph" forschte nach, stellte dre Wahrheit fest, und brachte am nächsten Morgen einen glänzenden Bericht, der mehrere Spalten umfaßte. Und alles das für Bezahlung einer Droschkenfahrt!
Dieses letzte Beispiel beweist, daß unter Umständen ein glücklicher Zufall den Redakteuren interessante Nach« richten in die Hand spielt, ohne daß sie dieselben zu nutzen wissen. Der rechte Zeitungsmann muß es verstehen, aus seinem Gewährsmanne die wichtigsten Details herauszuholen und sie in ein gefälliges Gewand zu kleiden — und das mit affenartiger Geschwindigkeit.
traten zahlreiche Finnen in rein russische Dienste und in Petersburg waren dieselben ihrer Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit wegen, sowohl in Zivil- wie in Militärstelluugeu, wohl gelitten, ja Alexander II. schenkte ihnen so großes Vertrauen, daß er in dem Attentatsjahre 1881 die Bewachung des Winter-Palais dem Finnländischen Leib-Garde- Schützen-Bataillon anvertraute, wo dasselbe bei einem noch in jenem Jahre verübten mißglückten Dynamit-Attentat über fünfzig Mann an Toten und Verwundeten verlor. Das verhältnismäßig gute Einvernehmen zwischen Eroberern und Eroberten dauerte bis 1886, wo Alexander III. nach der rücksichtslosen Russifizierung der deutschen Ostsee- Provinzen nunmehr auch gegen Finnland vorging, welches seiner Sonderrechte und lutherischen Glaubens wegen den orthodoxen Alt- und Bartrussen schon längst ein Dorn im Auge war. Im Jahre 1891 wurde das bis dahin in Petersburg zur Bearbeitung der Angelegenheiten Finnlands bestandene „Eigene Komitee für Finnland" einfach aufgehoben und nachdem an den alten Straf- und Zivilgesetzen des Großfürstentums gerüttelt worden, ist man neuerdings soweit gegangen, von der finnischen Volksver- tretung zu verlangen, auf das eigene Militär zu verzichten und der Einreihung der finnischen Rekruten in russische Regimenter ihre Zustimmung zu geben. Als der jetzige Kaiser von Rußland Ende 1894 zur Regierung gelangte, wehte ein milder Wind Finnland gegenüber. Die Botschaft vom 25. Januar 1897 zur Eröffnung des finnischen Landtages klang wohlwollend und friedlich, und dem Großfürstentum wurden 9 Millionen Rubel aus der Reichskaffe zur Erleichterung der Militär- und Volksschullasten überwiesen. Sowohl in Helfingfors wie in Warschau blickte man mit vollem Vertrauen auf den jungen Zaren, bis man sich in Warschau anläßlich der Enthüllung des Denkmals für Adam Mickiewicz und dann in Helfingfors überzeugen mußte, daß man sich an beiden Stellen getäuscht hatte. Die Finnländer, die an und für sich ein sanftes, weichbesaitetes Volk sind, werden, nachdem ihre jüngsten Beschwerden in Petersburg erst gar nicht angehört worden sind, nicht gleich den Polen in den Jahren 1830 und 1863 zu den Waffen greifen, sondern wollen auswandern, um so der russischen Plackereien und der russischen Herrschaft enthoben zu sein. Da sich die Finnen als ein loyales und friedfertiges Volk bewährt haben, so sind sie um so mehr der Ansicht, daß das russische Vorgehen jeder rechtlichen Grundlage entbehrt.
„D. T. A."
Deutsches Reich.
— Produktionsstatistik. Gegenüberderirrtümlichen Meldung, daß eine größere Anzahl von Firmen die Beantwortung der Fragebogen abgelehnt hätte, bemerken die „Berl. Pol. Nachr.", daß Die Produktionserhebungen in denjenigen wichtigen Industriezweigen, auf welche sie sich zunächst erstreckt hatten, jetzt nahezu zum völlige« Abschluß gelangt sind. Dies gilt ganz besonders von der gesamten Textilindustrie, der Lederindustrie, der Papier- und Papiermacherindustrie, der chemischen Industrie, der Industrie der Steine und Erden, der Glasindustrie und der Keramik, endlich auch der Eisenindustrie, mit Ausnahme einiger Branchen der letzteren, für welche die Erhebungen noch chweben. Für diese sämtlichen Industriezweige sind die reantworteten Fragebogen jetzt fast ohne jede Ausnahme eingegangen. Zu schätzen waren nur ganz wenige Prozente der Betriebszahl. Es handelte sich dabei im wesentlichen um unbedeutendere Unternehmungen. Nachdem so die Unteragen geschaffen waren, sind im Reichsamt des Innern die Bearbeitungen der Ergebniffe in Angriff genommen, die ür die einzelnen Branchen innerhalb der verschiedenen Jn- mstriezweige erfolgen sollen. Eine große Reihe von darauf lezüglichen Denkschriften liegt schon vor, ihre Zahl beläuft sich gegenwärtig bereits auf nahezu 50. Sie beziehen sich u. a. auf die Spinnerei und die Weberei, auf große Teile )er chemischen Industrie, der Industrie der Steine und Erden, auf die Keramik u. f. w. Alle diese Denkschriften enthalten eine Darstellung der Gesamtergebnisse der Produktionserhebung für die einzelnen Branchen, bezw. für den ganzen Industriezweig. Auch die statistischen Erhebungsarbeiten für weitere Berufszweige nehmen ihren Fortgang. So sind vor einiger Zeit die Fragebogen für die Musik- instrumenten-Jndustrie und die Chokoladenfabrikatwn aus- gefanbt. Auch hier ist der Rückeingang der beantworteten Fragebogen durchaus zufriedenstellend. Die Aussendung von Fragebogen für die Spielwaren-, Stärke- und Holzindustrie teht unmittelbar bevor.
— Die Arbeitsruhe am 1. Mai. Der Verbandstag der Maurer Deutschlands hat einen sehr vernünftigen Beschluß gefaßt, indem er sich gegen die Maifeier im Sinne der unbedingten Arbeitsruhe ausgesprochen hat. Die Maurer sollen nach diesem Beschlüsse am 1. Mai nur da die Arbeit ruhen lassen, wo es ohne Schädigung ihrer wirtschaftlichen Interessen möglich ist. In dem Beschlüsse heißt es weiter: „Als Schädigung wirtschaftlicher Interessen wird die Arbeitsruhe am 1. Mai in solchen Fällen angesehen, welche die allgemeine Aussperrung oder Maßrege- ung vieler Feiernden zur Folge hat, da die Unterstützung olcher aus Verbandsmitteln eine Schwächung der Organi- ation bedeuten würde." Die „Voss. Ztg." bemerkt dazu: „Diese Erklärung des Verbandstages der Maurer, die den früheren Beschlüssen des sozialdemokratischen Parteitages entspricht, wird hoffentlich in Deutschland allenthalben auch von den Arbeitern anderer Gewerbe beherzigt werden. Wir haben jüngst auf die wirtschaftlichen und politischen Folgen hingewiesen, die ein neuer Kampf um die Maifeier haben müßte. Die Erfahrung hat gezeigt, daß das Bürgertum einer frivolen Herausforderung gegenüber schnell seine Einigkeit findet und stark genug ist, den Angriff abzuwehren."
x Grünberg, 10. April. Ein hiesiger alleinstehende dem Trünke sehr ergebener Bewohner, der Taglöhiu. Sommer lad hat sich am gestrigen Sonntage selbst enl leibt. Man fand ihn morgens in der Scheuer feiner Dienstherrn an einer Leitersprosse erhängt vor. — ?IL Nachfeier zu dem am vorigen Samstag in der Turnhall ftattgehabten Konzert veranstaltete gestern abend der hiesige Gesangverein im Gasthaus „Zum Rappen" einen Familien' abend, zu welchem nur die Mitglieder mit ihren Angehörig! Zutritt hatten. Den Höhepunkt der Feier bildete die Uebn reichung von Diplomen an die vier ältesten Mitglieder bc; Vereins, die Herren Ferdinand Schott, Möller, Wolf und Roth, welche schon über 25 Jahre regelmäßig die Gesang stunde besuchen. In Anerkennung ihrer Verdienste würben genannte Herren zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die gany Veranstaltung nahm einen schönen Verlauf, und man hon vielfach den Wunsch äußern, der Verein möge öfter solche Familienabende veranstalten.
— Mücke, 10. April. Vor einiger Zeit brachten mir die Mitteilung, daß hier eine neue Drahtseilbahn tn „Brauneisenstein-Bergwerk Gesellschaft „Louise" in Nieder Ohmen" im Bau begriffen sei. Hierbei erwähnten wir der Niederlegung eines früheren Betriebs von Äscnsteinbeu werken in der Gemarkung Flensungen. Diese Niederleg^ geschah aber nicht, wie man glaubte, wegen Fallissement der Gesellschaft „Schalter Gruben- und Hüttenverm zu Gelsenkirchen" — übrigens eine der bedeutendsten industtnkcn Unternehmungen — sondern aus anderen Gründen. Vvi neue Drahtseilbahn ist nun dieser Tage fertiggestellt worben und präsentiert sich als eine imposante Anlage: Sie ist im Anschluß an die bereits bestehende, über zwei Kilometer lange Seilbahn errichtet worden und führt nach den in der Gemarkung Flensungen belegenen Grubenfeldern, ^urdi Erwerbung dieser diversen ausgedehnten Grubenselder bot sich der Betrieb der Gewerkschaft „Louise" ganz bedeutend erweitert. Die großen Opfer aber, welche genannte Gewen schäft durch ihre Betriebserweiterung gebracht, kommen anm der ärmeren Bevölkerung von Flensungen, Nieder-Ohmcn. Merlau u. a. Orten zugute. Bekanntlich fehlt eS in unserer Gegend an industriellen Unternehmungen und somit an Der dienst für geringere Leute. Die erwünschte Gelegenueu besseren Verdienstes bringen nun für lange Jahre hinaus die Vergrößerungen der Anlagen der BergwerkSgesellschal „Louise". Dabei kommt die Gewerkschaft durch Einrichtung, von Doppelschichten ab Mai ihren Arbeitern sehr entgegen. Da die meisten dieser Arbeiter noch zu Hause einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb führen, so war es ihnem seither nicht möglich, an letztere Hand anzulegen, ohne den Verdienst der Bergwerksarbeit zu verlieren. Zur Zeit d Heuernte und der Ernte überhaupt mußten also notgebrung manche Arbeiter die industrielle Arbeit einstellen. Jetzt aMj wo die Arbeiter entweder in der Morgenschicht von 1 12 Uhr, ober in ber Mittagsschicht von 12 bis 8 Uhr > Bergwerk arbeiten können, brauchen sic weder auf »9 ■ landwirtschaftliche Thätigkeit zu Haufe, noch auf den kling den Lohn des Bergwerkverdienstes Verzicht zu leisten. • der Bergwerksbetrieb als Tagbau doch in der Haup i z auf die Sommermonate beschränkt bleibt, so dient Einrichtung von Doppelschichten sowohl der Gewer lw j als auch ihren Arbeitern. .
W. Ans ber Wetterau, 10. April. Don auderwarL sind in Ihrer Zeitung hohe Sartoffelpreift g-mcldu
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Wie», 10. April. Der telegraphisch zur «ubi™, r rusene Fürstbischof Dr. Kopp von Bresla» wurde mi, '' vorn Kaiser empfangen. .9$
Wien, 10. April. Heber das Resultat der aeitr. Konferenz der Vertrauensmänner der deutschen S* fition wird zwar Stillschweigen beobachtet, trotzdem oerlam daß im Laufe der Beratung allseitig das Bedürfnis h merkbar war, zwischen den deutschen Oppositions-Part,^ die bestehenden Differenzen auszugleichen, damit die <2? stcllung der gemeinsamen nationalpolitischen Forderun ' der Deutschen sowie das der Regierung zu stellende UltimX. einheitlich erfolgt.
Graz, 10. April. Hier circulieren Gerüchte, roop^ I ber Pächter eines Schutzhauses im Sömmering-Gebiet unt" der Anklage verhaftet würbe, Touristen ermord,,» . beraubt zu haben. etUR
Eger, 10. April. In der Delegiertenvahi.... die hiesigen Bezirkskrankenkaffe siegten die SoziMrn t" 958 gegen 360 Stimmen. Nach der Wahl tarn Schlägereien zwischen Sozialisten und Deutsch-RabMu
Teplitz, 10. April. Der seit Jahren erbittert gtfüb- Kampf um die Bezirkskrankenkaffe endigte mit einem voll ständigen Siege der Sozialisten gegen die rt: einigten bürgerlichen Parteien.
Nom, 10. April. Der Papst wird am 16. April ri^- Dank'Gottesdienst zu Ehren des heil. Leo iß Peterskirche beiwohnen. Am 11. Mai findet das Sonni: rinnt statt, auf welchem 10 Kardinäle, alle 23ertrauensnwt; Rampollas ernannt werden sollen.
Modaue, 10. April. Die gestern hier abgehaltm: franco-italienischen Festlichkeiten verliefen trotz des hm schenden Unwetters in großartiger Weise und mi große Begeisterung hervor. Das Orchester spielte die seillaise und den italienischen Königsmarsch. Um 7 Ut abends sand ein Festmahl zu 400 Gedecken statt, an welche zahlreiche politische und hervorragende literarische Person lichkeiten teilnahmen. Der Vorsitzende, Präsident Gruvier hielt eine Ansprache, in welcher er die glorreichen Irntr Honen beider Nationen betonte, und den Wunsch qusöiuIi, daß bald noch bessere Beziehungen zwischen beiden ML', hergestellt werden möchte.
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