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Ortschaften in andere Hände bezogen; die Bedürfnis- -fmge wurde in 57 Fällen bejaht. Die Bedürfnisfrage -hinsichtlich dreier Gesuche um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein wurde bejaht. — Zu Zwecken außerhalb frr städtischen Verwaltung im engeren Sinne hat die Stadt- »trordneten-VersammlungZuwendungen gemacht: den Theater- tirektoren Kruse und Helm zur Anschaffung von in das Eigentum der Stadt übergehenden Dekorations- und Ein- richtungsgegenständen 1500 Mk., dem Oberhessischen Ge- schichtsverein zur Neuordnung des Museums 400 Mk., der Hundeshagen-Stiftung 300 Mk., der Historischen Kommission sür Hessen und Waldeck 50 Mk. Jahresbeitrag, dem Geflügelzuchtverein 50 Mk. zu Ehrenpreisen, 1000 Mk. dem Zentral-Komitee zur Unterstützung der durch Wetter- und Wasserschäden heimgesuchten Bevölkerungskreise der Provinz Schlesien und der Königreiche Sachsen und Württemberg.
f Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Totgeborenen, betrug in der Woche vom 22. bis 28. Januar in Mainz 29, in Darmstadt 20, in Offenbach 15, in Worms 10 und in Gießen 13, zusammen 87, davon 17 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 1000 Einwohner kamen auf Mainz 18,8, Darmstadt 15,1, Offenbach 18,3, Worms 12,2 und auf Gießen 27,4. - Die Todesursache anbelangend, verstürben an Rachenbräune (Diphtherie) 1 (Darmstadt), an Brechdurchfall 1 (Darmstadt), an Wochen- bettttankheit 1 (Gießen), an Lungenschwindsucht 19 (je 4 in Mainz, Offenbach und Worms, 6 in Darmstadt, 1 Gießen), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 14 (6 in Mainz, je 3 in Darmstadt und Offenbach, je 1 in Worms und Gießen), an Gehirn-Apoplexie 4 (2 in Mainz, je 1 in Darmstadt und Gießen), an sonstigen Krankheiten 46 (17 in Mainz, je 8 in Darmstadt und Offenbach, 4 in Worms, 9 in Gießen); gewaltsamen Tod erlitt 1 Person (Worms).
-i- Lang Göns, 9. Februar. In der vorjährigen General- Lersommluug des Vereins der hiesigen Spar- und Leihkasse wurde b^hlossen, ihrem langjährigen Direktor, Herrn Geo- Dtclcc Henrich in Gießen, für seine selbstlose, sorgfältige £titu ng der Vereinsangelegenheiten ein dauerndes Andenken zu widmen, welcher Beschluß jetzt damit ausgeführt ist, daß dem Herrn Direktor durch eine Deputation, aus dem Vorstand uni) Aufsichtsrat, ein schöner, gepolsterter Sessel ibetgeben wurde, begleitet mit dem Wunsche, daß es dem
Herrn Direktor vergönnt sein möge, bei dauernder Gesundheit den Sessel noch viele Jahre zu benutzen.
+ Bon der Nidda, 10. Februar. Es wurde vor kurzem in dieser Zeitung über das Abnehmen der Standvögel in einzelnen Gegenden geklagt. Auch bei uns sind diese Vögel seltener geworden. Man kann wohl die Abnahme derselben zum Teil auf den von Jahr zu Jahr zunehmenden Mangel an geeigneten Nistplätzen und zum Teil auf das Zunehrnen des Raubzeugs zurückzuführen. Hier und da schneidet man auch wohl die Hecken erst dann, wenn die Vögel bereits genistet haben. Das ist ein großer Fehler, dem gar oft die erste Brut zum Opfer fällt. Wo man die Hecken nicht schon im Herbst bereits geschnitten und die Buschanlagen in Gärten, soweit es wünschenswert ist, gelichtet hat, da thue man es eben, damit unsere Lieblinge und Gehilfen beim Ausrotten so mannigfachen Ungeziefers nicht im Brutgeschäft gestört werden.
□ Darmstadt, 10. Februar. Seit längerem wird die Frage der als sehr notwendig vielerseits erkannten Errichtung einer Provinzial-Pflegeanstalt erwogen. Der Provinzialtag Starkenburg erklärte sich gestern mit Errichtung einer solchen für 500 Pfleglinge, unter Ausschluß einer Jrrenabteilung, einverstanden und bewilligte den auf die Provinz entfallenden Betrag unter der Voraussetzung, daß die Städte Darmstadt und Offenbach an der Kostentragung besonders teilnehmen. — Die Stadtverordneten bewilligten gestern mit allen gegen zwei Stimmen die Gehaltsaufbesserungs-Vorlage der städtischen Lehrer und Lehrerinnen. Der Maximalgehalt für erstere beträgt darnach 3150 Mk. Von einer unzureichenden Bezahlung kann unter diesen Umständen kein Vernünftiger mehr sprechen. — Gestern abend hat im Hoftheater eine Darmstädter Lokalposse, „Jwerrumpelt", von G. Hohmann, der beliebter Karnevalsredner ist, einen sehr freundlichen Erfolg gehabt. Diejenigen mitwirkenden Mitglieder unserer Bühne, die das Hainerdeutsch nicht kennen, suchten sich, so gut es ging, durchzuhelfen. Von den Schauspielnovitäten der Saison hat „Cyrano von Bergerac" den Vogel abgeschossen; er dürfte, wie die erste Wiederholung, noch viele gutbesetzte Vorstellungen erleben.
st. Worms, 9. Februar. In Worrets Etablissement tagte dahier am letzten Mittwoch eine Versammlung von Weininteressenten, welche, besonders von Winzern, sehr zahlreich besucht war. Der große Saal mit Gallerten
war von mehr als 500 Personen überfüllt Zum Vorsitzenden wurde Herr Weinhändler L. Langenbach von Worms gewählt, und erstattete Herr Stadtverordneter Reinemer von Darmstadt das Referat. In einstündiger Rede schilderte derselbe die Nachteile einer Weinsteuer für das ganze Land, insbesondere für den Weinhandel, den Winzer und Wcin- verkäufer; diese Ausführungen fanden langanhaltenden Beifall. Nachdem noch mehrere Weinproduzenten, so u. a. die Herren Schmitt-Eimsheim und Stephan-Osthofen (früher Landtagsabgeordneter) gegen eine Weinsteuer gesprochen, wurde die bereits veröffentlichte Resolution einstimmig angenommen, worin die Großh. Regierung um Zurückziehung des Gesetz-Entwurfes und hohe Kammer um Ablehnung desselben gebeten wird. Herr Weinproduzent Schmitt von Eimsheim schilderte, nachdem er dem Referenten den Dank der Winzer für seinen vorzüglichen Vortrag ausgesprochen, die schweren Nachteile einer Weinsteuer für den hessischen Winzerstand, dessen Existenz dadurch gefährdet sei. Inder Theorie erscheine das Gesetz schön, aber in der Praxis werde es ganz anders wirken und besonders den kleinen Winzer so belasten, daß er nicht mehr bestehen könne. Wie die Provision u. a. m., werde dem Winzer, als dem wirtschaftlich schwächeren Teil, auch die Weinsteuer schließlich ganz oder zum großen Teil zur Last fallen. Der Weinhandel giebt für Wein, was er eben geben kann. Der frische Luftzug, der durchs Land gehe, möge zum Sturm, ja Orkan anwachsen und die Agitation so durchgeführt werden, daß kein hessischer Finanzminister mehr an eine Weinsteuer denken werde. Auch dieser Redner erntete stürmischen Beifall. Wohl selten haben Versammlungen getagt, in welchen so verschiedene Bevölkerungsklassen mit Einstimmigkeit und Einmütigkeit gegen einen Gesetzentwurf Stellung genommen haben, und wo eine solche Begeisterung herrschte. Die Stimmung in allen Weinbau treibenden Gegenden ist eine geradezu heftige gegen dieses Gesetz. Dutzende von Versammlungen sind noch geplant, die wohl alle ähnlich verlaufen werden.
Meyers Konversalions • Lexikon
I (auch in Umtausch gegen alter« Werke) sowie alle andern Bücher
i liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an
H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VIL
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenftrahe 58.
Angebot der Arbeitnehmer r 2 Bäcker, 1 Krankenwärter, 2 ältere Bau- Idjlofi er, 2 Schneider, 1 Bauschreiner, 10 Taglöhner, 3 Hausburschen, 1 Fahr'oursche, 1 Kutscher, 1 Schreibgehilfe.
Nachfrage der Arbeitgeber: 1 jüngerer und 1 älterer Bäcker, 1 tücht- trecMIer, 1 tücht. Installateur, 1 Glaser, 2 tücht. Sattler, 2 tücht. Bauscklosier, 2 Zct uhmacher, 1 Schneider, 2 Bauschreiner, 1 tücht. Fuhrkneckt, 1 Hausbursche, S Diemstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Laufmädchen, 1 Ladenfräulein aus ochünd. Familie.
Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Barbier, 1 Buchbinder, 2 Glaser, 2 Lackierer, 2 Mechaniker, 1 Sattler, 1 Schmied, 1 Schneider, 4 Schuhmacher, 2 Schriftsetzer, 3 Sdjiremet, 1 Spengler, 1 Wagner. ____________________________________
Nutzholz-V erkauf.
Aus den Waldungen der Gemeinde Gießen, 3 bis 5 Kilometer von ließen entfernt und an chauffierte Absuhrwege angrenzend, soll das folgende, zi Schnitt', Schwellen-, Bau- und Grubenholz usw. geeignete
IW* Eichen Stammholz -Mb an btn Meistbietenden im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden.
Distrikt
Schnitt- und Schwellenholz
Bau- und Grubenholz
Stück
fm
Vioo
Stück
fm
ZlOO
Stadtwald 8
151
154
73
—
—
—
, 98
204
162
03
85
34
70
„ 99
325
152
42
459
162
28
„ 114 und 117a
180
124
52
63
24
72
Hangelstein 2
26
21
09
10
3
45
Summa
886 | 614
79
617
225
15
Gegen Bürgschaft binnen 14
Tagen nach
Aenehmigung wird sechs-
Mailicher Zahlungstermin und Abfuhrtermin bis zum 15. Mai 1899 ^gesetzt.
Die Offerten find bis 4. März 1899, vormittags 11 Uhr, bei der Merzeichneten Stelle einzureichen, woselbst die Eröffnung derselben stattftndet.
Die Gebote können sür das Schnitt- und Schwellenholz, sowie ander- Kid für das Bau- und Grubenholz im ganzen und abteilungsweise ein- gilkgt werden.
Nähere Auskunft erteilen die unterzeichnete Stelle und die Forst- Mt'i Brück in Rödgen, Arft zu Forfihaus Hochwarte und Müller M Alten-Buseck.
Gießen, den 9. Februar 1899.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
13101________________________Gnauth.__
iMlmscherMgsbM für Deutschland w Gotha.
Auf Gegenseitigkeit errichtet im Jahre 1821.
Nach dem Rechnungsabschluß der Bank für das Jahr 1898 beträgt wr z'lir Verteilung kommende Ueberschuß:
74 Prozent
du eringezahlten Prämien.
Die Bankteilnehmer empfangen ihren Ueberschuß-Anteil beim nächsten Almf der Verficherung (beziehungsweise des Versicherungsjahres) durch Rechnung auf die neue Prämie, in den im § 7 der Bankoerfaffung be- StiNeten Aurnahmefällen aber bar durch die unterzeichnete Agentur.
Gießen, im Februar 1899. 1311
Heinrich Hochreuther.
Verdingung.
Die zur Herstellung eines erhöhten Bürgersteiges in der Ludwigstraße zwischen Liebig- und Wilhelmstraße, erforderlichen Erd-, Maurer-, Pflasterer- und Chaussier- ardeiteu sollen
Samstag den 18. Februar d. Ja.,
vormittag- 11 Uhr,
öffentlich verdungen werden.
Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns während der Dienftstunden zur Einsicht offen Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, find bis zum genannten Termin einzureichen.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 8. Februar 1899.
Das Stadtbauamt.
Schmandt. 1291
Verdingung
Die Lieferung von 470 Stück Vaumpfähleu für den neuen Friedhof und für die Zufuhrftraße zu demselben soll
Samstag den 18. d. W., vormittags 11% Uhr, öffentlich verdungen werden.
Die Lieferungsbedingungen können während der Dienststunden bei uns, Zimmer Nr. 7, eingesehen werden. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich ist, find bis zum genannten Termin einzureichen.
Zuschlags frist 14 Tage.
Gießen, 10. Februar 1899.
Das Stadtbauamt.
Schma n dtt 1306
-WWkriiilM
Hchversteigerung.
Donnerstag den 16. Februar sollen in den Zimmer'schen Waldungen zu Winnerod, in dem Distrikt Burgwald, versteigert werden:
271 rm Buchen-Scheit,
128'/, , Buchen-Prügel,
86 „ Nadel Prügel, 88'/z „ Buchen-Stock,
25 „ Nadel-Stock,
614 „ Buchen Reiser,
8 M Eichen-R eifer,
52 „ Nadel-Reiser.
Zusammenkunft morgens */,10 Uhr auf der Straße Winnerod—Lindenstruth im Burgwald.
Winnerod, den 8. Februar 1899.
SameS. 1273
Hohversteigerung.
Donnerstag den 16. und Freitag den 17. Februar 1899 soll im Hatteuröder Gemeindewald folgendes Holz versteigert werden:
1. Donnerstag den 16. Febr.: Bau und Nutzholz.
2 Stämme Eichen-Schnittholz — 1,27 fm Inhalt,
19 Stämme Kiefern-Bauholz = 9,25 fm Inhalt,
1 Kirschbaum = 0,32 fm Inhalt, 225 Fichten-Derbftangen— 12,60frn, 904 Fichten-Reisstangen — 18,20frn
Bemerkt wird noch, daß die Fichten- stangen sich für Wagner- und Weißbinder-Rüststangen eignen.
r. Freitag den 17. Februar:
4 rm Buchen-Scheitholz,
226 „ Eichen- und Nadel-Knüppel, 7580 Wellen Eichen- und Nadel- Reisig,
172 rm Eichen- und Nadel Stöcke.
Der jedesmalige Anfang ist .des Morgens 10 Uhr im Buchenberg auf dem Vicinalweg Hattenrod— Albach am Waldeingang.
Bemerkt wird noch, daß das Brennholz in der Struth am ersten Tage nach Beendigung der Nutzholz- Versteigerung von 2 Uhr nachmittags an versteigert wird.
Hattenrod, am 9. Februar 1899. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod.
Rock. 1316
Kttuuhch-Dersteigttuug IM Fürstlichen Walddistrikt Schweiu- ahl und Klafterschlag bei Langsdorf.
Samstag den 18. Februar, von vormittags 10 Uhr au, soll nachverzeichnetes Brennholz versteigert werden:
80 rm Buchen-Scheitholz,
220 „ „ -Prügelholz,
760 „ „ -Reiser,
65 n „ -Stöcke,
20 „ Eichen-Prügelholz,
110 „ „ -Reiser,
24 „ , -Stöcke,
150 „ Fichten-Reifer, 15 „ „ -Stöcke.
Zusammenkunft am Langsdorf— Nonnenröther Weg. 1324
Hungen, den 9. Februar 1899. Fürstliche Oberförsterei.
Hchversteigerung
in der
Wrstlicheu ©btrförtoi sich.
Es sollen versteigert werden:
Montag den 20. Februar, von vorm. 9'/r Uhr an, aus den Distrikten Kellersberg, Höler und Schwarzwald — der Gang ist vom Mengeshäuser Teich aus über den westlichen Höler nach dem Albacher Hof hin gerichtet, die Forstwellen in Abteilung Höler 9 kommen an diesem Tage, das Holz im Schwarzwald wird nicht vorgezeigt — 2811 Fichten-Derb- und Reis- stangen — 69,92 Mm.
(Gerüststangen,Wagnerstangen,Latten- stangen, Stangen zum Zumachen usw), Luchen: 1500 Wellen; Eichen: 12rm Knüppel, 2 rm Stöcke, 120 Wellen; Birken: 70 Wellen; Nadelholz: 1 rm Knüppel, 12 rm Stöcke, 680 Wellen.
Die Zusammenkunft ist beim Mengeshäuser Teich.
Dienstag den 21. Februar, von vorm. 9'/z Uhr au, aus dem Distrikt Höler (östlicher Teil):
Buchen: 110 rm Scheiter, 36 rm Knüppel, 112 rrn Stöcke, 2500 Wellen; Eichen: 2 rm Scheiter, 160 rm Knüppel, 260 rrn Stöcke, 4200Wellen; Weichholz: 2 rm Knüppel; Nadelholz : 9 rm Rundscheit, 5 rm Knüppel, 30 rm Stöcke, 350 Wellen.
Die Zusammenkunft ist auf dem Wege von Lich nach Garbenteich am sog Hölereck.
Lich, am 9. Februar 1899.
1289 Dr. Dieffenbach.
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Antiseptische Hufsalbe erzeugt und erhält elastisches Hufhorn, verhindert dadurch die Bildung von Zwanghufen , Steingallen , Hornspalten, poröse und lose Wände. Per */i Kilo- Büchse Mk. 1,80, bei grösserer Entnahme billiger. 11S1
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