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11.7.1899 Erstes Blatt
 
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Schützenvereins )48.

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ge. Wert Mk. 75, Dert Traine-Mainz 0- Ehrengabe der eunde, Herr Leo- l-Mannheim 1005.

7 $ Preis, Herr &err Süssenguth- Mainz 1890. - - 9. Preis, Hen >rr Hvrn-Frankfutt

eisterscheibe.

Ringe. - 2. Preis, reis, Herr Knunm- rr-Frankfutt 53. - . - 6. Preis, Hm Heintze-Löbau i. S. ir ol. - 9. Preis, Slydt-Suhli.Th.51. veisterscheibe.

i. 216 [Ringe. - - 3. Preis, Herr t Dvrner-Mnberg 'hür. 213. ibt.

,üttel 33 Ringe. - - 3. Preis, Herr iarnarius-Mainz32.

- 6. Preis, Herr Herr Haase-Leipzig - ibt 32. - 9. Preis, !, Herr Slops-Fried'

abt 141 Ringe. - 130. - 3. Preis, : ilydt-Suhl 127. -

300 Meter: in 224 Teiler. - _ 3. Preis, Herr mm-Marburg425.-

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folgen; doch auch diejenigen unserer Schützen, welchen diesmal Fortuna nicht hold gewesen, dürfen von Greßen scheiden mit dem Bewußtsein, gemeinsam mit den Siegern einen Preis errungen zu haben, den sonder Zweifel ihnen zuerkannt unsere Bürgerschaft: den Preis echter fchöner Brüderlichkeit, den Sie alle sich erworben haben um unser Fest, als es galt, bei aller Ungunst des Himmels die Fahne hoch zu halten, der Feststadt Ihres Verbandes zu zeigen, daß in schlechten wie in guten Tagen die Schützen aller Gaue Ihres Verbandes zusammen halten zum Gelingen Ihrer, unserer Veranstaltung. Der Dank für solche treue Freundschaft sei unser letztes Wort, der letzte Gruß: Dank den Gästen unserer Stadt, die Schützen Ihres Verbandes, sie leben hoch, hoch, hoch!

Den Hauptanziehungspunkt am Abend bildete das große Konzert in der Festhalle, zu dessen Glanz­nummer Herr Musikdirektor Krauße das von E. Ruscheweyh arrangierte große TongemäldeVor Sedan" gewählt hatte. Die Kapelle des Kaiser-Wilhelm-Regiments, die sich im Verein mit ihrer Schwesterkapelle von den 115ern her­vorragend verdient um das Gelingen des große Anfor­derungen an die Musik stellenden Schützenfestes gemacht, gab mit diesem Konzert dem Feste einen würdigen Abschluß, würdig der durch ihrenSchützenmarsch" im Andenken bleibenden Einleitung des schönen Festes. Am heutigen Montag findet noch eine Nachfeier, bestehend in Konzert, Volksbelustigung und Tanz, statt.

Mainz, 9. Juli. In Verbindung mit dem 18 Hess. Feuerwehrtag beging heute die hiesige freiwillige Feuerwehr das Jubiläum ihres 50jährigen Be­stehens. An der Feier beteiligten sich nicht weniger wie 116 auswärtige Feuerwehren, die sich mit 25 Musikkapellen in einem Festzuge präsentierten, dessen Umzug durch bte reich beflaggten Straßen über eine Stunde in Anspruch nahm. Seitens der Behörden drückte man der Feuerwehr durch Erscheinen der Spitzen derselben bei der Feier die wärmste Sympathie aus, und zollte ihr bei einem gestern die Jubelfeier einleitenden Festakt sowohl der Provinzialdirektor, wie auch der Gouverneur und der Oberbürgermeister die größte Anerkennung. Der Branddirektor, verschiedene Brand­meister, sowie mehrere Feuerwehrleute wurden seitens der Staatsregierung mit Orden ausgezeichnet.

Aus der Zeit für die Zett.

Vor 2 Jahren, am 11. Juli 1897, stieg der kühne Schwede Andree mit zwei Gefährten in einem Luftballon von Spitzbergen auf, um sich durch südliche Winde über den Nordpol treiben zu lassen. Die neue Kunde, welche im

vergangenen Monat von Andree zu uns gelangte, gestattet leider keinen sichern Schluß auf das Schicksal der kühnen Reisenden, von denen man anzunehmen berechtigt ist, daß sie ein Opfer ihres Wagnisses geworden sind.

Neueste Meldungen.

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 10. Juli. Wie aus Soeholt gemeldet wird, ist der Kaiser von Bergen über Aalesund durch den Storfjord in den Nordfjord gegangen und vor Oerskog gelandet.

Berlin, 10. Juli. Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg und des Stadtkreises Berlin, der frühere Staatsminister Dr. v. Achenbach, ist gestern in Potsdam plötzlich an einem Schlaganfall gestorben.

Wien, 10. Juli. Die für heute einberufenen 16 Volks- Versammlungen mit der Tagesordnung: Die Wahl­rechts Reform der Christlich-Sozialen und die Beschimpfung der Arbeiter durch den Oberbürgermeister Dr. Lueger sind behördlich verboten worden.

Budapest, 10. Juli. Bei Stuhlweißenburg wurde eine Banknotenfälscherbande entdeckt, welche von Peters­burg aus falsche 10- und 100-Guldennoten in den Verkehr brachten.

Rom, 10. Juli. Hier zirkulierten Gerüchte von dem bevorstehenden Rücktritt Pelloux.

Rom, 10. Juli. Die Regierung beabsichtigt einen Kredit für den Schaden, welcher durch den Brand in Komo entstanden ist, zu eröffnen.

Rom, 10. Juli. DieTribuna" veröffentlicht eine interessante Unterredung ihres Korrespondenten mit Zola, der mit demselben intim befreundet ist. Zola sagte, die Freisprechung von Dreyfus sei zweifellos. Man dürfe auf die Loyalität der Richter von Rennes vertrauen. Be­sonders Carriöre sei ein Ehrenmann durch und durch. Eine neue Verurteilung wäre unmöglich und absurd. Dreyfus werde folglich einmütig freigesprochen werden, obschon man im letzten Augenblick verzweifelte Anstrengungen mache, um die Justiz irre zu sühren, und namentlich Mercier zu be­einflussen. Nach seiner Freisprechung werde Dreyfus sich sofort ins Privatleben zurückziehen. Nach dem Elsaß zu gehen, wo die Familie Fabriken besitzt, falle Dreyfus nicht ein.

Brüssel, 10. Juli. In einem Leitartikel erklärt das sozialistische Organ, man solle sich über die Haltung der Sozialisten bei den letzten Kundgebungen nicht irren. Ihr Hauptziel sei und bleibe die Erreichung des allgemeinen Wahlrechts. Sie würden alle Mittel anwenden, bis dies Ziel erreicht sei.

Paris, 10. Juli. Deniel, der Gouverneur der Teufels-Insel wurde abgesetzt und Lasonacade an seiner Stelle ernannt.

Paris, 10. Juli.Aurore" fordert in einem gehar­nischten Artikel die Versetzung des französischen Gesandten in Brüssel, Girard, wegen seiner bekannten Beziehungen zu dem Prätendenten Viktor Napoleon und wegen seiner anti-republikanischen Gesinnung

London, 10 Juli.Daily Telegraph" meldet aus Wien: Verläßlichen Meldungen aus Beldgrad zufolge herrscht dort jetzt eine wirkliche Schreckenszeit infolge der Verhaftung von Personen, die beschuldigt sind, an dem Komplott gegen Milan beteiligt zu sein.

London, 10. Juli. Die amerikanische Regierung lehnte das Begehren Oesterreich-Ungarns ab, die Angelegenheit der Entschädigung für die Hinterbliebenen der bei dem Arbeiter st reik in Pennsylvanien von Polizisten erschossenen österreichisch-ungarischen Untertanen von einem Schieds­gericht schlichten zu lassen.

London, 10. Juli. Eine von etwa 3000 Personen be­suchte Versammlung auf Trasalgar Square protestierte gegen einen Krieg mit Transvaal. Unter Jubel wurde beschlossen, die betreffende Resolution an den Präsidenten Krüger zu telegraphieren, um ihm zu beweisen, daß es in London noch anständige Menschen gebe.

Konstantinopel, 10. Juli. Nach hier eingetroffenen Privatmeldungen aus Sofia herrscht in ganz Bulgarien große Aufregung, welche den Ausbruch kritischer Tage befürchten lasse. Die Bewegung richte sich namentlich gegen den Fürsten.

Konstantinopel, 10. Juli. Hier zirkulieren neuerdings Gerüchte von einer Erkrankung des Sultans. Derselbe soll an hochgradiger Nervosität leiden.

New-York, 10. Juli. Infolge der schlechten Führung der Feldzüge auf Kuba und den Philippinen hat Präsident Mac Kinley beschlossen, den Staatssekretär des Krieges, Alger, durch eine andere Persönlichkeit zu ersetzen. Man versichert, daß Oberst Rosevelt, der bekqnnte Führer der Roughriders, als Nachfolger für diesen Posten ausersehen sei.

Hd. Köln am Rhein, 10. Juli. Der evangelische Bürgerverein von Köln machte gestern einen Ausflug Rhein» aufwärts. Als der Dampfer abends gegen 11 Uhr, auf der Rückfahrt begriffen, bei Lülsdorf angelangt, kam dem­selben ein Schlittkahn in den Radkasten, wodurch die Küche vollständig zertrümmert wurde. Durch den heftigen Anprall erlitten mehrere Personen schwere Verletzungen. Auf das Notsignal des Passagierdampsers eilte ein anderer Dampfer herbei und brachte die aufgenommenen Passagiere um l/,2 Uhr nachts nach Köln zurück.

Brodpreise

vom 9. Juli bis 23. Juli 1899.

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in der Köln. Consum-Anstalt

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) .

Pfg.

Pfg

Psg

Pfg.

70

48

48

52

22

22

24

48

39

72

24

24

44

44

46

Der hiesigen Bäcker.

I Kg. (2 Pfd.) T-felbrod . . 28 W 1 »0- (2 M Schwarzbrod .

2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod . . 56 , 2 Kg., (4 Pfd.) Schwarzbrod

1 Kg. (2 Pfd.) Weitzbrod . . 26

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot, . 52 _

8 1 Der auswärtigen Bäcker.

1 Kilogramm (2 Pfund) Wetßbrod bei: L. Schmidt, Gr.-Linden... 24 Pfg. L. Steinmüller, Gr.-Linden . W. Fabel von Wieseck ... 24 W. Weitzel von Lang-Gons .

k Sßoft von Wieseck .... 26

2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot» bei : Joh. Kd. Belte v. Kirch-Göns . 44 Pfg. Wilb. Fabel von Wieseck . .

L. Schmidt (Großen-Linden) . 48 , W. Weitzel von Lang-GönS .

L. Steinmüller, Gr.-Linden . 48 C. Post von Wieseck ....

1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrod bei: L. Schmidt, Großen-Linden . 22 Psg. L. Stetnmüller Gr.-Linden . .

W. Steinmüller, Lang-GönS . 22 W. Weitzel von Lang-GönS .

C. Post von Wieseck .... 23

2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrod bei: Joh. Kd.Velte v. Ktrchgöns . 40 Pfg. L Steinmüller, Gr.-Lüiden . W. Steinmüller in Langgöns. 44. SBeifeel v. Lang-GönS . .

L. Schmidt Gr.-Linden ... 44 C. Post von Wieseck ....

8 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzbrod bei . Wilb. Fabel von Wieseck . . 66 Psg. Ernst Christ von Wieseck . . C. Post von Wieseck.... 69

Der Brodverkäufer. , t _

Bei den hiesigen Brodverkäufer« bestehen dieselben Preise wie bei dm hiestgm

Bäckern.

Gießen, den 7. Juli 1899.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl.

Vergebung von Kauarbeiten.

Die zur Herstellung des Hof raumes bei dem neuen Universitätsgebäude zu Gießen nötigen Pflaster- uud Chauffierungs Arbeite» uebst Materiallieferung werden hier- durch unter Hinweis auf den Mini- sterialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submifsionsweg ausgeschrieben.

Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbefchr eibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüg- lichen Angebots-Vermerk versehen, da- selbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden.

Angebote find bis zum 18. Juli I. I., vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift porto­frei an uns abzugeben.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 10. Juli 1899.

Großherzogliches Hochbauamt.

Neuling. 5221

Arbeits-Versteigerung.

Samstag den 15. Juli 1899, vormittags 11 Uhr, werden auf hiesiger Bürgermeisterei nachstehende Wegebauarbeiten wenigst- nehmend in Akkord gegeben werden: 1. Erd- u. Chaussierungs­

arbeiten 117, JC.

2. Pflasterarbeiten 241,80

8. Steinlieferung 406,

4. Steinfetzen 17,50

5. Uebergründung 38 40

Mainzlar, am 8. Juli 1899.

Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. __Koch.________5225 Dekanntnmchung.

Die Lieferung von 60 Zentner Anthracit- und 170 Zentner Nuß­kohlen soll im Submisstonsweg ver­geben werden. Angebote sind bis zum 20. Juli 1899, vormittags 10 Uhr, verschlossen einzureichen. Zuschlagsfrist eine Woche. Die Be­dingungen liegen zur Einsicht offen.

Großh. Amtsgericht Lich. 6220

17. Verbands-Schießen.

Dienstag den 11. Inti 1899, nachmittags 2 Hr

werden i# der Festhalle ans dem Schützenplatz versteigert:

ca. 5000 Kotel-Hesser, tief uud stach, Matten, Saucieres, Kompolieres, Haffen, Milchkannen, Zuckerschalen, KuiMers, Senfmenagen, Weinketche, Mömer, Gtiarn- pagnergtäser, Likörgtäser, Wassergläser etc.

Sämtliche Geschirre find nur während des Festes gebraucht. Ferner noch:

Kolter und Strohsäcke.

Die Iestwirte:

5224 Jacobi & Schönewolf.

UeWkigmmgeu.

Mittwoch den 12. Juli LI.,

nachmittags 2 Uhr,

werden im Bieker'schen Saale versteigert: Möbel aller Arten, 1 Pianino, 1 Fahr­rad, eine große Partie Schuhwaren u.a.m. 5232 Geißler, Gerichtsvollzieher.

MdI. Schlachthaus.

Freibauk. 5233 Heute uud morgen:

Ochses«eisch 45 Psg.

Rindfleisch 45 Psg.

Lebende Krebse

empfiehlt 3903

I. M. Schulhof. Glasweiser Wein-Ausschank ä la Bodega von

Sherry Madeira Portwein Malaga bei H. Weller, 5222 GrünbergerBtraase 32. SdHtnsdt

Heute frische Schellfische, ttabliau, Zauder, Schollen, Stutz, hechte, lebende Karpfen, Schleie, Forellen eingetroffen. 310

Prompter Versandt nach auswärts.

I- M- Schulhof,

Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft.

iu jeder Länge, werden gut und billig angefertigt. 5205

Valentin Brauer, Seilerei,

Neustadt 30.

Vermietungen

5217] Ein kleines Logis zu vermieten.

Schiffenbergerweg 63.

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Strührlche Asiv.-rmuiUrot.

Verloren

02425] Am Donnerstag Nachmittag auf dem Wege Westanlage bis Wilhelm- strahe eine goldene Brille verloren. Der ehrllche Finder erhält eine Belohnung. Abzugeben Wilhelmsiratze 1, III.